Heute ist Weltnichtrauchertag – Rauchen ist Scheisse!

BLOG: Enkapsis

Zwischen Molekularbiologie und Medizin
Enkapsis
Jedem sollte heutzutage bekannt sein, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist und die Entstehung von Krebs fördert, zich Trillionen Studien beweisen dies! Ganz offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs, da in Deutschland bei Männern neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen sind. Aber nicht nur das, auch die Entstehung anderer Krebsarten konnten mit dem Rauchen bereits in Zusammenhang gebracht werden. Dazu gehören fast alle Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, das Leberkarzinom, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Blasenkrebs und Harnleiterkarzinom, das Nierenzellkarzinom und myeloische Leukämien. Das hört sich für den einen oder anderen vielleicht nach ein bischen zu viel des Bösen an, aber so sieht die Realität nun mal aus, zu der ein Expertengremium der Internationalen Agentur für Krebsforschung Anfang 2010 kam. Man braucht sich aber auch nur mal die Zahlen anschauen, die weltweit erfasst wurden und besagen, dass fünf Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Rauchens sterben und laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tabakrauch für einen von zehn Todesfällen unter Erwachsenen gilt. Somit wird klar, dass auch Passivrauchen nichts Gutes ist, da Passivraucher ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen aufweisen. Raucher sollten sich daher bewusst sein, dass sie in Anwesenheit anderer Menschen sie 4.800 Stoffen aussetzen, die mit dem Rauch ausgestoßen werden. 90 davon sind krebserregend. Weitere Zahlen, die das Passivrauchen als gesundheitsschädigend einstufen und Sätze wie "stell´ dich nicht so an, das ist ja nur ein bischen Rauch" überflüssig machen, sind folgende (pro Jahr auf Deutschland zutreffend):
 
  • 2.150 Passivraucher sterben wegen des Mitrauchens an Herzerkrankungen
  • 700 Menschen überleben einen durch Passivrauchen bedingten Schlaganfall nicht
  • 260 Passivraucher sterben an Lungenkrebs
  • etwa 60 Säuglinge sterben am plötzlichen Kindstod, weil sie Passivrauch ausgesetzt sind oder weil ihre Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat

Ich bin daher überglücklich über das Bundesnichtraucherschutzgesetz, da weltweite Erfahrungen mit Rauchverboten sich als wirkungsvoll erwiesen haben! Nur so ist es möglich, die laut Berechnungen 1,7 Millionen minderjährigen Kinder, die täglich Tabakrauch ausgesetzt, zu schützen. Messungen des Nikotinabbauprodukts Cotinin im Urin von Kindern ergab sogar, dass jüngere Kinder durch das Passivrauchen besonders belastet werden. Wer diese Fakten hört, sollte nun auch wissen, dass Rauchen während der Schwangerschaft absolut keine gute Idee ist!

Die Tabakindustrie ist aber nicht dumm und daher haben sie Zigaretten mit niedrigerem Nikotin- und Teergehalt auf den Markt gebracht, die als "light" bezeichnet wurden, die aber seit 2003 in Deutschland verboten sind. Kein Problem aber für die Tabakindustrie: Ehemalige Light-Produkte gibt man nun einfahch einen anderen Namen und kennzeichnet die Packungen mit speziellen hellen und pastellartigen Farben. Solche Zigaretten sind aber schlichtweg nicht gesunder, da Raucher durch intensiveres Inhalieren und einen höheren Konsum den Nikotinmangel ausgeglichen werden und dieses intensivere Inhalieren für besonders schwer behandelbare Formen des Lungenkrebses verantwortlich sind. Selbst "naturbelassener" Tabak aus biologischem Anbau ist alles andere als gesünder.

Wer jetzt denkt "ich rauche eh nur ab und zu, kann also nicht so schlimm sein", liegt falsch, da selbst wenige Zigaretten pro Woche ihren Schaden anrichten können. Es gibt schlichtweg keinen Grenzwert für die Gefahren des Tabakkonsums und Gelegenheitsraucher auch so ein statistisch  höheres Krebsrisiko als ein Nichtraucher haben und darüber hinaus das Risiko für schwere Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Leiden bei ihnen steigt.

Verantwortlich dafür sind nicht nur die Inhaltsstoffe wie Nikotin und Teer, sondern im erheblichen Maße polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die wegen ihrer Persistenz und Toxizität eine große Bedeutung als Schadstoffe innehaben. Solche Stoffe können etwa mit dem Erbgut des jeweiligen Rauchers oder Passivrauchers reagieren und es so schädigen indem Mutationen induziert werden, wodurch das Zellwachstum ungemein beeinflusst werden und aus den Fugen geraten kann – meistens der Anfang einer Krebserkrankung. Wer aufhört zu rauchen, kann diese gesundheitsgefährdende Entwicklung zumindest teilweise wieder rückgängig machen.

Du hast dir als Raucher nun diesen ganzen Artikel durchgelesen? Hast du gut gemacht! Im folgenden gibt es nun ein paar Tipps und Hilfen, wie man mit dem Rauchen Schluss machen kann! Dazu besuchst du am besten folgende Seiten:

 

Wer noch mehr über das Rauchen und über mögliche Erkrankungen dadurch erfahren möchte, kann folgende Seiten besuchen:

 

 

 


 Quellen:

 

Veröffentlicht von

Sebastian Reusch ist Naturwissenschaftler und studierte Biologie mit den Schwerpunkten Zell- und Entwicklungsbiologie, Genetik und Biotechnologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Danach arbeitete er am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin an molekularbiologischen Prozessen des Immunsystems. Derzeit promoviert er am IRI Life Sciences der Humboldt-Universität zu Berlin an grundlegenden Fragen der Zellbiologie und Biochemie des Tubulin-Zytoskeletts in Stammzellen. Seine Schwerpunktthemen hier im Blog sind Molekularbiologie und Biomedizin. Twitter: @MrEnkapsis

26 Kommentare

  1. Guter Artikel. Kann man eigentlich nicht oft genug erwähnen.

    Während der Lektüre bin ich an diesem Satz hängengeblieben:

    “Solche Zigaretten sind aber schlichtweg nicht ungesunder, da Raucher durch intensiveres Inhalieren und einen höheren Konsum den Nikotinmangel ausgleichen werden und dieses intensivere Inhalieren für besonders schwer behandelbare Formen des Lungenkrebses verantwortlich sind.”

    Irgendwie glaube ich, dass der Satz mehr Sinn ergäbe, wenn das “schlichtweg nicht” durch ein “sogar noch” ersetzt würde.

    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

  2. smoke/no-smoke and the meaning of life

    Rauchen tötet, kann man nun auf vielen Zigarettenpackungen lesen. Das ist schon lange bekannt und hält auch heute nicht alle davon ab zu rauchen. Die meisten schädigen sich selber damit, ein bisschen auch vorbeispazierende Menschen, die zu Passivrauchern werden und einige zwingen sogar dem noch ungeborenen Kind die Rolle des Passivrauchers auf.

    Doch Rauchen – wie Trinken – gehört auch zur Kultur – früher noch viel mehr als heute. Wer erinnert sich nich an all diese lasziven Rauchergesten von Schauspielerinnen und die Lässigkeit der männlichen rauchenden Schauspieler, seien es nun Westernhelden, Agenten, Frauenverführer oder auch nur gewöhnliche Manager oder Bürogummis. Wer mit Schriftstellern aufgewachsen ist – also mit Leuten wie Grass, Frisch, Dürrenmatt, Böll – kann sich kaum einen Schrifsteller vorstellen, der nicht raucht – da würde doch etwas fehlen. Berühmte Menschen – Schauspieler, Schrifsteller, Politiker – der letzten Generation waren also fast allesamt Raucher.

    Was ersetzt das Rauchen?

    Wo nur reagieren heute die Menschen ihre innere Ungeduld und Unruhe ab, wenn sie nicht Raucher sind und ihnen damit der Glimmstengel fehlt, denn sie immer wieder gierig oder auch genussvoll zum Mund führen können? Im Sport etwa? Wäre natürlich toll und erst noch gesund.

    Der Sinn des Lebens für Raucher/Nichtraucher

    Nichtraucher sterben später und erst noch häufig einen weniger grausamen Tod. Doch damit stellt sich für sie noch mehr die Sinnfrage als für Raucher. Wofür leben Nichtraucher? Da müssen sie jeden einzelnen fragen und kommen viele verschieden Antworten. Wofür aber lebt der Raucher? Fürs Rauchen, mindestens zum Teil, las ich doch kürzlich, dass mehr als die Hälfte aller Raucher weniger als 5 Minuten nach dem Aufwachen die erste Zigarette “geniessen”.

  3. nicht überzeugend

    die zahlen sind zu präzise, um richtig zu sein. Außerdem sind si so gering, dass sie kaum ins gewicht fallen. Natürlich soll man seine Mitmenschen und vor allem Kinder nicht zwangsberauchen. Aber diese Zahlne überzeugen keinen.

  4. Kultur des Todes @Martin Holzherr

    “Doch Rauchen – wie Trinken – gehört auch zur Kultur – früher noch viel mehr als heute. Wer erinnert sich nich an all diese lasziven Rauchergesten von Schauspielerinnen und die Lässigkeit der männlichen rauchenden Schauspieler, seien es nun Westernhelden, Agenten, Frauenverführer oder auch nur gewöhnliche Manager oder Bürogummis.”

    Bei Westernhelden fällt mir gleich Wayne McLaren (Marlboro Man) ein. Er erkrankte mit 49 Jahren selbst an Lungenkrebs und startete vor seinem Tod noch eine Antitabakkampagne. Hier seine Geschichte:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wayne_McLaren

  5. früher Tod

    Was ich viel häufiger höre, als ist ja nicht so schlimm ist: “Dann strebe ich halt ein paar Jahre früher.”

    Wie sieht das eigentlich mit diesen elektronischen Zigaretten aus? Sind die ähnlich schädlich oder schlicht “wirkungslos”?

  6. @Martin Holzherr: Da gebe ich dir ausnahmslos Recht und dies dürfte auch der Grund sein, wieso Rauchen so fest in unserer Kultur verankert ist, da es Tabak eben schon seit dem 15. Jahrhundert in Europa gibt.

    @michwitz: Die Zahlen sind ja nur die Spitze des Eisbergs, noch mehr Zahlen findest du in den weiteren Quellen, die ich genannt habe. Wem allerdings jährlich 5 Millionen Tote wegen Tabakonsum zu “wenig” sind und noch zich Millionen jedes Jahr dazukommen, die durch Rauchen ausgelöste Krankheiten entwickeln, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Was ist das außerdem für ein Argument “die Zahlen sind zu präzise”? So ein Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Schon mal etwas von Datenerfassung gehört?

    @Hugo: Ja, solche Aussagen sind unsinnig, genauso wie das Argument “Johannes Heesters qualmt ja auch wie ein Schlott und lebt immer noch”, welches ich regelmäßig zu hören bekomme. Zu den elektronischen Zigaretten zitier ich dir einfach mal die Information des Krebsinformationsdienstes dazu:

    Auch die sogenannten elektronischen “Zigaretten”, die seit einiger Zeit im Handel erhältlich sind, gelten nicht als ungefährlich. Diese Geräte verbrennen keinen Tabak, sondern “vernebeln” eine Mischung aus Nikotin und Aromastoffen. In einer anderen Variante werden Zigaretten nur noch erhitzt, um das suchtauslösende Nikotin freizusetzen. Die langfristigen Folgen von elektrischen “Zigaretten” sind noch nicht ausreichend erforscht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät zur Vorsicht, mehr dazu unter http://www.bfr.bund.de, Rubrik “Produktsicherheit”, Stichwort “Sonstige Produkte”, Stellungnahme 013/2008, BfR rät zur Vorsicht im Umgang mit elektronischen Zigaretten”.

  7. Liberté Toujours

    Als Raucher stehe ich natürlich im Verdacht, voreingenommen zu sein. Dennoch muss ich mich “michwitz” anschließen. Die von Dir zitierten Daten überzeugen nicht, und zwar weil sie lediglich auf Korrelationen beruhen können. Wie will man etwa beweisen, dass die 60 Säuglinge tatsächlich wegen Passivrauchens an plötzlichem Kindstod gestorben sind?

  8. Irrational?

    Die Aussage: “Dann sterbe ich halt ein paar Jahre früher!” ist durchaus rational. Jeder sollte selbst entscheiden können, welche Risiken er auf sich nehmen will. Wenn ihm das Rauchen das Risiko wert ist, an Lungenkrebs zu sterben, ist das schließlich seine eigene Entscheidung.

    Wir alle setzen uns Risiken aus. Ob wir nun Formel 1 fahren, den Ärmelkanal durchschwimmen, in den Dolomiten herumkraxeln oder auch nur Hamburger in uns hineinstopfen, wir wissen, welche Risiken damit verbunden sind – doch diese Dinge sind uns das Risiko offenbar wert.

    Es ist auch keineswegs irrational, einem längeren Leben ein kürzeres vorzuziehen. Mit 70 überraschend an einem tödlichen Schlaganfall zu sterben, erscheint vielen Menschen besser, als den Schlaganfall zu überleben und noch ein weiteres Jahr gelähmt dahin zu vegetieren. Wenn man beide Leben miteinander vergleicht – also das des 70- und das des 71-Jährigen -, werden viele sagen, ersterer habe ein besseres Leben gehabt.

  9. Sicher: wer raucht, stirbt früher. Wer Auto fährt, tut das auch, und erst recht, wer als Fußgänger regelmäßig bei Rot über die Kreuzung geht – nicht zu reden von denen, die vom Leben zu Tode kommen.
    Mich stört gewaltig jeglicher „moral highground“, zumal wenn er von jenen betreten wird, die von Statistiken abzuleiten wissen glauben,wie man zu leben hat.

  10. @Edgar Dahl: Ich muss dir natürlich Recht geben, jeder ist für sich selbst verantwortlich und muss wissen, was er wie in seinem Leben macht. Dazu gehört natürlich auch das Rauchen und das Recht darauf, es tun zu dürfen. Mit den Daten, die ich unter den Bulletpoints aufgeführt habe, wollte ich lediglich die massiven Auswirkungen aufzeigen, die durch Passivrauchen jedes Jahr in Deutschland verursacht werden. Die Daten und Studien kann sich jeder selber in dem von mir verlinktem Materiel zusammensuchen. Da gibt es durchaus genug. Zur Übersicht aber hier nochmal ein paar Links:

    Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko

    Passivrauchen und gesundheitliche Folgen

    Zahlen und Trends aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Gesundheitsrisiko Passivrauchen

    Speziell zu deiner Frage, wie man die Folgen des Passivrauchens an Säuglingen untersucht, kannst du in hier nachlesen: Passivrauchende Kinder in Deutschland – frühe Schädigungen für ein ganzes Leben

    Natürlich gibt es in dem von mir verlinktem Material noch viel viel mehr Zahlen, die dich dann schlussendlich auch überzeugen sollten, ich wollte aber nicht reine Zahlenpräsenterei betreiben. Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen, wenn Leute meinen, 5 Millionen Tote durch das Rauchen jährlich würde sie nicht überzeugen. Wenn das mal keine Zahl ist, die dich zum Nachdenken bringt…

    @Michael Miachelis:

    Autofahren mit Rauchen zu vergleichen, ist ein Witz, das solltest du selber wissen. Zudem sage ich hier im Text nicht explizit, dass man mit dem Rauchen aufhören sollte, sondern führe lediglich Statistiken an, die aus seriösen Quellen stammen und viel mehr schlag-mich-tot-Informationen enthalten, die man mal selber durchgehen kann, um zu schauen, was Rauchen so mit dem Körper anstellt. Zudem gebe ich Linkempfehlungen, falls man es doch mal probieren möchte, aufzuhören. Was ist daran verwerflich? Ich schreibe niemandem vor, wie er zu leben hat. Wenn es so rüberkommen mag – Sorry – das war nicht meine Intention! Ich nehme mal stark an, dass du Raucher bist, wieso fühlst du dich also so angegriffen? Möchtest du es vielleicht nicht realisieren, was das Rauchen anrichten kann?

  11. zig Trillionen

    Von einem Wissenschaftsblog hätte ich differenzierte Darstellung erwartet! Wer einmal den Smog einer Großstadt erlebt hat, weiß daß Passivrauchen harmlos dagegen ist. In der BRD wurden bis in die 80er Jahre hemmungslos Umweltgifte versprüht / in die Luft geblasen. In vielen Ländern ist Umweltschutz bis heute unbekannt. Es gibt so viele Ursachen für Krebs. Rauchen ist schädlich, klar, aber mit Übertreibungen kann man niemand überzeugen. Noch so ein Mythos: Sport ist gesund! Wenn ich meine ganzen Verletzungen zusammenrechne gibt das eine nette Arztrechnung. Aber das gehört woanders hin.

  12. @R.Roth

    Zwischen Passivrauchen und Smog muss man schon unterscheiden, richtig, allerdings sind die Stoffzusammensetzungen völlig anders und die von mir 90 krebserregenden Substanzen kommen fast ausschließlich in Zigaretten-/Zigarrenrauch vor. Inwiefern man in einer smogbelasteten/-unbelasteten Stadt wohnt und dies ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit hat, ist eine andere Frage, die allerdings in die entsprechenden Studien miteinfließen. Auch dazu kann man beim Krebsinformationsdienst sehr gute Informationen erhalten (Umweltgifte: Beeinflussen Umweltfaktoren die Krebsentstehung?). Tut mir Leid, aber ich kann nicht immer alle Aspekte in einen Artikel reinpressen, ich zitiere aber gerne vom der oben verlinkten Seite:

    Die Belastung der Umwelt mit Giften, Schadstoffen oder anderen Substanzen kann die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Der Einfluss ist nach Einschätzung der meisten Experten aber im Vergleich zu “hausgemachten” und lebensstilabhängigen Risiken sehr gering. Da man möglichen Umweltrisiken jedoch nur bedingt durch eigenes Verhalten aus dem Weg gehen kann, ist die Politik gefragt: Zum Schutz der menschlichen Gesundheit existiert eine Vielzahl von Regelungen, in jüngerer Zeit meist sogar auf EU-Ebene. Insgesamt ist die Umweltbelastung seit den 80er Jahren in Deutschland kontinuierlich gesunken. Insgesamt schätzen Experten den Anteil als gering ein, den Umweltgifte und Umweltbelastungen an der Krebsentstehung haben. Bei vielen Tumoren wird die Ursache heute eher in einer Mischung aus Lebensstil oder persönlichen Risiken und kaum vermeidbaren genetischen “Unfällen” und kleinen Schäden gesehen, die mit steigendem Lebensalter einfach wahrscheinlicher werden. Bei den Umweltbelastungen, denen man als Einzelner nicht aus dem Weg gehen kann, unterscheiden die Experten zwischen Schadstoffen, die so weit verbreitet sind, dass sie jeden treffen, und Schadstoffen, die nur in bestimmten Regionen auftreten, zum Beispiel in der Nähe von Industrieanlagen. Sie listen einzelne Umweltgifte auf, für die es Studien gibt, und berichten über Untersuchungen, die für verschiedene Krebsarten vorliegen.

    […]aber mit Übertreibungen kann man niemand überzeugen.

    Übertreibungen? Nicht in Sicht hier!

  13. Feinstaub-Smog

    Ich nehme einmal an, dass es hier um die Feinstaubbelastung geht. Überwachungssysteme für Feinstaub-Emissionen gibt es inzwischen in fast allen Städten und da Feinstaub ähnliche Eigenschaften wie Zigarettenrauch hat erkranken auch immer wieder Nichtraucher an Lungenkrebs.

    http://wissenschaft.de/…nschaft/news/294475.html

  14. Geht´s noch

    Den Unterschied zwischen Korrelationund Kausalität kenne Sie aber schon?

    Ansonsten: banaler beitrag, kein Erkenntnisgewinn, Wiederholung von zum Teil absolut widerlegten Argumenten (Fakten zu sagen, wäre ja fehlerhaft).

    Sechs, setzen.

    Naja, diese Blog ist eh am Ende, nur Gesülze, keine Wissenschaft.

  15. Und dieses Gelabere über das

    Passivrauchen:

    Leute, überlegt mal, rechnet mal, dann wird man sofort feststellen, dass die angeblichen Gefahren des Passivrauchen absoluter Nonsens sind mit dem Ziel, anderen Menschen VERBOTE, und zwar nicht nur Verhaltensverbote, sondern auch DENKVERBOTE aufzuzwängen.

    Sebastian R. schein ein Verfechter solcher Denkverbote zu sein, schließlich weißt er jegliche berechtigte Kritik an seinen Zahlen, die absolut erfunden sind, als igittigitt-bähhhhh-allesböseraucherideologen zurück.

    So wird keine Wissenschaft gemacht.

    So werden Ideolohien gemacht und Hass geschürt. Das hatten wir schon mal!

  16. @Logiker

    Den Unterschied zwischen Korrelationund Kausalität kenne Sie aber schon?

    Ja.

    Ansonsten: banaler beitrag, kein Erkenntnisgewinn, Wiederholung von zum Teil absolut widerlegten Argumenten (Fakten zu sagen, wäre ja fehlerhaft).

    Wer die Realität nicht akzeptieren oder hören möchte, tut dies eben nicht. Auch OK.

    Naja, diese Blog ist eh am Ende, nur Gesülze, keine Wissenschaft.

    Das sehe ich ein wenig differenzierter.

    Sebastian R. schein ein Verfechter solcher Denkverbote zu sein, schließlich weißt er jegliche berechtigte Kritik an seinen Zahlen, die absolut erfunden sind, als igittigitt-bähhhhh-allesböseraucherideologen zurück.

    Es sind nicht meine Zahlen, sondern die Zahlen vom Deutschen Krebsinformationsdienst, die die Zahlen wiederum aus zig Publikationen entnommen haben. Es empfiehlt sich, meine Verlinkungen auch mal anzuklicken.

    Verfechter von Denkverboten? Dann sind das wohl nach ihrer Aussage auch alle Wissenschaftler, die die ganzen Studien durchgeführt haben.

    So wird keine Wissenschaft gemacht.

    Wie dann?

    So werden Ideolohien gemacht und Hass geschürt

    Alles klar…

    Übrigens ist es erstaunlich, wie sehr ihr Name mit ihren Aussagen im Kontrast steht!

  17. @Sebastian

    Ich habe zwanzig Jahre geraucht, bin seit mehr als zehn Jahren „clean“, habe aber immer einen Aschenbecher für Besucher zur Hand, die in meiner Wohnung rauchen wollen. OK- ich mache das so, und leite da ganz bestimmt nicht die Forderung ab, daß das jeder so tun soll (kalter Rauch stinkt ganz fürchterlich).

    Autofahren mit Rauchen zu vergleichen, ist ein Witz, das solltest du selber wissen.

    Autofahren ist eine ganz hervorragende Analogie: das ist eine Tätigkeit, die potentiell nicht nur einen selber umbringt, sondern auch für andere tödlich endet, die nur „passiv“ daran beteiligt sind. Die Verkehrstoten jedes Jahr sollten eigentlich dafür sorgen, daß man das Autofahren in die Nähe des fahrlässigen Totschlags rückt. Das tut man aber nicht – man regt sich lieber auf über die, die rauchen.

  18. Rauchen

    Als Raucher,der grad mal ne längere Pause einlegt, sage ich, dass nicht nur die krebsgefahr das rauchen gefaerhlich macht, sondern ins besondere auch die direkte schaedigung des Körpers. Es gibt keine rationalen gruende zu rauchen.

  19. @Michael Michaelis

    Wie gesagt, ich schreibe niemandem was vor, sondern möchte hier lediglich aufklären, da – und man möge es kaum glauben – ich immer noch vielen Leuten begegne, denen das Risiko des Rauchens nicht bewusst ist oder die es einfach nicht akzeptieren wollen. Das ist unverständlich, da sie sich eben damit selber schaden und zusätzlich noch anderen. Man hat hier in den Kommentaren ja gesehen, wie angegriffen sich Raucher fühlen, nur weil ich ein paar Zahlen und Fakten genannt habe. Man verschliesst daher die Augen, um die Wahrheit nicht hören zu müssen und verdrängt lieber, dass man nikotinabhängig ist. Da akzeptiere ich das Argument “jeder kann ins einem Leben machen es er will” auch nicht mehr, weil sicherlich kein Raucher mit den Krankheiten, die sich durch das Rauchen äußern, glücklich ist. Das hat mit “moral highground” also nichts mehr zu tun. Die Analogie Rauchen vs. Autofahren verstehe ich, da beides potentiell einen selber und andere töten kann, aber man kann nicht alles, was potentiell tödlich ist mit dem Rauchen vergleichen. Geht man mit dieser Logik vor, könnte man ebenfalls das Fahrradfahren und die damit verursachten Unfälle als Analogie heranziehen, aber so geht es nicht. Autofahren enthält keine Substanzen, die im Zigarettentabak vorhanden sind und als Drogen kategorisiert werden, die dann noch weiterhin als Nervengift wirken oder das Erbgut zerstören und somit die Entstehung von Krankheiten fördern. Rauchen ist eine aktive Vergiftung des Körpers und wer dies mit Autofahren vergleicht, macht sich das Leben zu leicht.

  20. Auto fahren vs. Rauchen?

    @Michael Michaelis:
    Mit der Gefährlichkeit des Autofahrens (vor allem auch für Unbeteiligte) hast Du völlig recht. Aber: Two Wrongs Don’t Make a Right.

  21. @nachgetragen

    Mit der Gefährlichkeit des Autofahrens (vor allem auch für Unbeteiligte) hast Du völlig recht. Aber: Two Wrongs Don’t Make a Right.

    Völlig richtig. Trotzdem lohnt es sich, mal darüber nachzudenken, ob das eine “wrong” nicht doch ein wenig mehr “wrong” ist als das andere. Sebastian beschwert sich, daß man über die Gefahren des Rauchens so wenig weiß.

    Gegentest: wissen die Leute, was es bedeutet, wenn sie in einer Tempo-30 Zone 50 fahren?

    Der Bremsweg errechnet sich – laut Fahrschulformel für eine Notbremsung – aus
    Meter = ((Tempo / 10) * (Tempo / 10)) / 2

    Bei 50km/h sind dies (5 * 5) / 2 = 12,5m, bei 30km/h (3 * 3) / 2 = 4,5m.

    Pro Sekunde legt man zurück:
    Meter = Tempo (km/h) / 3,6

    Bei 50km/h sind das 14m, bei 30km/h 8,3m.
    Nach der “Schrecksekunde” plus Bremsweg kommt man also bei 30km/h nach 12,7m zum Stehen. Bei 50km/h hingegen legt man allein in der Reaktionszeit – ungebremst! – 14m zurück.

    Ich habe das nachgerechnet, nachdem ich eine Demonstration des ADAC bei einer Veranstaltung auf der Mönckebergstraße gesehen hatte: der Testfahrer passiert den Punkt mit 30km/h, an dem er die “Gefahr sieht”, ruft aus dem offenen Fenster “einundzwanzig” (um die Schrecksekunde zu simulieren), und tritt auf die Bremse, daß die Reifen quietschen. Der Punkt, an dem das Auto zum Stehen kommt, wird mit einem Pylon vor der Stoßstange markiert. Danach wird der Versuch mit 50km/h wiederholt – es gibt nur offene Münder im Publikum, als der Testfahrer immer noch nicht fertig ist mit seinem “einundzwanzig”-Ruf und der Pylon längst durch die Luft fliegt.

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