Zeit ist relativ

BLOG: Einsteins Kosmos

Vom expandierenden Universum bis zum Schwarzen Loch
Einsteins Kosmos

72 Millionen Stundenkilometer – das ist sicherlich eine Geschwindigkeit, bei der Schumi neidisch im Rückspiegel zurückbleibt. Mit solch unvorstellbar großer Geschwindigkeit sausen Lithium-Ionen durch einen Ring am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Es hat seinen Preis, dass die Teilchen Schumi in dieser Maßlosigkeit deklassieren: die Zeit dehnt sich, d.h. während beim Teilchenbeobachter 10 Sekunden vorstreichen, vergehen bei den Teilchen tatsächlich 10,02 Sekunden. Gut, zwanzig Millisekunden Unterschied sind nicht viel für einen Marathonläufer – aber für einen 100-Meter-Sprinter sind es Welten. Zwanzig Millisekunden Unterschied sind auch viel, wenn man doch als Mensch des Alltags die Zeit als absolut erlebt, die scheinbar nicht vom Bewegungszustand abhängt.

Folgen der Speziellen Relativitätstheorie

Einstein hat diesen Zeitdehnungseffekt schon vor mehr als hundert Jahren entdeckt, nämlich bei der Formulierung der Speziellen Relativitätstheorie 1905. Er forderte die Konstanz der Vakuumlichtgeschwindigkeit und brachte damit die Relativität von Zeit und Länge in die Welt – eine physikalische und erkenntnistheoretische Revolution!

Erneute Bestätigung der gedehnten Zeit 

Physikern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gelang nun die extrem präzise Bestätigung des Einsteinschen Zeitdehnungseffektes in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Garching. Die Physiker am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching sind Experten in der Laserphysik, wie die Würdigung des Garchinger Forschers Theodor Hänsch mit dem Physik-Nobelpreis 2005 belegt. Der Laser dient im Experiment mit den Lithium-Ionen dazu, um die Ionen anzuregen. Die Anregung hat einen charakteristischen, zeitlichen Verlauf, der wie eine von den Ionen mitgeführte Uhr fungiert. Damit war es möglich den Zeitdehnungseffekt sehr genau zu messen.

Zeitdehnung durch den sich ausdehnenden Kosmos

Die KOSMOlogs haben einen Bezug zum Weltall und natürlich hat dieses erste Blog Posting mit dem Kosmos zu tun. Einsteins Theorie ist das richtige mathematische Werkzeug, um das Universum als Ganzes zu beschreiben. Noch vor hundert Jahren waren die Pioniere der kosmologischen Forschung überzeugt, dass das Universum unveränderlich, starr und ewig sei. Heute wissen wir, dass es einen Anfang vor knapp 14 Milliarden Jahren gab. Dieser heiße Beginn im Kleinen ist sehr bekannt unter dem Begriff Urknall und führte zur heute beobachteten Kälte im Großen. Die Expansion von klein nach groß wird (vermutlich) angetrieben durch eine rätselhafte Energieform namens Dunkle Energie. Vielleicht wirkt sich das Vakuum selbst kosmologisch als Antrieb für die Expansion aus – das wird aktuell erforscht. In der Kosmologie hat dieser Zeitdehnungseffekt (Zeitdilatation) ebenfalls eine Bedeutung: So klingt die Helligkeit weit entfernter Sternexplosionen viel langsamer ab, weil die Zeit durch die Expansion des Universums gedehnt wird. Der Effekt wird umso stärker, je weiter die Sternexplosion entfernt ist. Hier ist es also ein Effekt von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie – die Zeitskala der Lithium-Ionen allerdings wird durch den Effekt der Speziellen Relativitätstheorie gedehnt.

Einsteins relative Zeit

Albert Einstein hatte also Recht. Immer wieder belegen moderne physikalische Experimente seine bahnbrechenden Erkenntnisse über Raum und Zeit. Zeit und Länge sind relativ, die Lichtgeschwindigkeit und das Wegelement sind absolut. Eigentlich wussten wir das schon immer: Während die Zeit im Wartezimmer des Hausarztes äonengleich dahin kriecht, verfliegt sie in den Armen des/der Angebeteten im Nu.

Quelle:
Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 22.11.07

Andreas Müller

Veröffentlicht von

Die Astronomie ist faszinierend und schön – und wichtig. Diese interdisziplinäre Naturwissenschaft finde ich so spannend, dass ich sie zu meinem Beruf gemacht habe. Ich bin promovierter Astrophysiker und befasse mich in meiner Forschungsarbeit vor allem mit Schwarzen Löchern und Allgemeiner Relativitätstheorie. Aktuell bin ich der Scientific Manager im Exzellenzcluster Universe der Technischen Universität München. In dieser Tätigkeit im Forschungsmanagement koordiniere ich die interdisziplinäre, physikalische Forschung in einem Institut mit dem Ziel, Ursprung und Entwicklung des Universums als Ganzes zu verstehen. Besonders wichtig war mir schon immer eine Vermittlung der astronomischen Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit. Es macht einfach Spaß, die Faszination am Sternenhimmel und an den vielen erstaunlichen Dinge, die da oben geschehen, zu teilen. Daher schreibe ich Artikel (print, online) und Bücher, halte öffentliche Vorträge, besuche Schulen und veranstalte Lehrerfortbildungen zur Astronomie, Kosmologie und Relativitätstheorie. Ich schätze es sehr, in meinem Blog "Einsteins Kosmos" in den KosmoLogs auf aktuelle Ereignisse reagieren oder auch einfach meine Meinung abgeben zu können. Andreas Müller

69 Kommentare

  1. Zeit und Wissen

    “Heute wissen wir, dass es einen Anfang vor knapp 14 Milliarden Jahren gab.”

    Ich habe da mal eine Frage. Ich habe nicht so richtig viel Ahnung davon (eigentlich gar keine 😉 ), aber die Zeit ist ja nicht absolut, sondern wird unter anderem durch die Schwerefelder beeinflußt. Und unterschiedliche Schwerefelder gibt es ja im Kosmos genug. Wieso kann man dann von einem Kosmosalter von 14 Milliarden Jahren ausgehen?

    Davon mal abgesehen, finde ich den Artikel sehr verständlich geschrieben.

  2. Relativistische Zeitdehnung und Dunkle Energie

    Zwischen gemessener Rotverschiebung und gemessener Helligkeit von entfernten Supernovas gab es ab einer bestimmten Entfernung eine messbare Differenz, die um so größer wurde, je weiter und damit älter die Supernovaereignisse waren. Die Diskrepanz hat man mit einer beschleunigten Expansion versucht zu erklären. Hierzu brauchte man Dunkle Energie, die diese beschleunigte Expansion antreibt.
    Meine Frage ist nun die, ist die ebenfalls langsamere Abnahme der Helligkeit die durch die Zeitdillatation entsteht, schon berücksichtigt?
    Ich habe in den Artikeln über die Dunkle Energie und der beschleunigten Expansion nämlich davon nichts gelesen.

    Freundliche Grüße
    Peter Loskarn

  3. Zeit ist relativ von Andreas Müller, 22. 11. 2007

    Sehr geehrter Herr Müller
    Ein sehr interessanter Beitrag, der sicher ein Teil der Kritiker der Speziellen Relativitätstheorie sehr nach denklich machen sollte.
    Was mich aber stört, ist Ihre Verwendung der unphysikalische Einheit für die Geschwindigkeit:”Stundenkilometer”. Ich bin mir sicher, dass Albert Einstein dabei nicht “vertikal Genickt” hätte. Das ist etwa so, wie wenn ich in einer Stunde zwei Bier trinke und dann diese mit zwei “Stundenbier” bezeichnen würde.

    Gruss Hans Ackermann

  4. @Martin Huhn

    Lieber Herr Huhn,

    Ihr Einwand ist vollkommen gerechtfertigt: Massen und Energien beeinflussen den Ablauf der Zeit, und es kommt sehr auf den Standpunkt des Beobachters an, wie die Zeit vergeht.

    Die 13,7 Milliarden Jahre sind bezogen auf einen Beobachter, der nicht diesen lokalen Effekten durch Massen/Energien unterliegt. In der Kosmologie kann man die so genannte kosmische Zeit aus bekannten Parametern (Hubble-Konstante, Energiedichten) berechnen. Dieses Alter überprüft man z.B. mit dem tatsächlichen Alter von irgendwelchen Objekten im Kosmos, die besonders alt sind (irdischen Gesteinen, Mondgesteinen, Weißen Zwergen, ersten Sternen etc.). Diese Objekte müssen unterhalb des geschätzten Alters des Universums liegen – ansonsten gibt es einen Widerspruch zwischen Theorie und Experiment.

    Bislang passen Theorie und Experiment sehr gut zusammen und stützen die 13,7 Milliarden Jahre.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  5. @wrentzsch

    c = const gilt immer (c: Vakuumlichtgeschwindigkeit). Das ist eine Forderung der Relativitätstheorie, die bislang nicht widerlegt werden konnte. Es gibt aber auch (nicht bewährte) Theorien, die die Naturkonstante c in Frage stellen.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  6. @Peter Loskarn

    Lieber Herr Loskarn,

    die Astronomen, die Supernovadaten auswerten, berücksichtigen sämtliche Effekte: Zeitdilatation, Rotverschiebung, Zusammensetzung des Vorläufersterns, Rötung des Lichts durch Staub etc. Die Zeitdilatation verzerrt das Profil der Lichtkurve (Auftragung der Lichtintensität über der Zeit). Die Rotverschiebung unterdrückt in hoher Potenz den Strahlungsfluss, also die Helligkeit. Letztendlich sind Rotverschiebung und Zeitdilatation zwei Seiten derselben Medaille, wie man am Begriff der Frequenz = 1/Zeit klar machen kann: Zeitdilatation, also Zeitdehnung, ist eine Frequenzverringerung, also eine Wellenlängenerhöhung, d.h. eine Rötung des Lichts, kurz Rotverschiebung.

    Ich nehme das so wahr, wie Sie, dass eine Darstellung der ‘kosmologischen Zeitdilatation’ in Zusammenhang mit Supernovae (Ia) gerne vergessen wird. Vor einiger Zeit gab es ein positives Gegenbeispiel: Bruno Leibundgut, ein international anerkannter Supernovaforscher von der ESO in Garching, hat in der Fachzeitschrift ‘Sterne und Weltraum’ (Mai/2005) den Effekt sehr gut erklärt.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  7. @Hans Ackermann

    Lieber Herr Ackermann,

    die Verwendung des Begriffs ‚Stundenkilometer‘ war ein Tribut an eine populärwissenschaftliche Formulierung. Letztendlich sind alle Einheitsbegriffe (Elle, Lichtsekunde, Gigaparsec, barn, Volt, Schwarzschildradien uvm.) eine Folge der Gewöhnung des Benutzers.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  8. Zwillinge paradox?

    Nun hatte ich jahrzehntelang geglaubt, alles verstanden zu haben: der zurückbleibende Zwilling altere schneller als sein fliegender Bruder! Und nun vergeht für die bewegten Teilchen mehr Zeit als für die ruhenden Kollegen.
    Wo liegt mein Denkfehler?

  9. @ Jürgen Kerntopf:

    Lieber Herr Kerntopf,

    Sie haben gut aufgepasst und meine Verwechslung entdeckt. Bitte tauschen Sie die 10 Sekunden mit den 10,02 Sekunden aus – dann stimmt’s. Und dann ist es auch konsistent mit dem berühmten Zwillingsparadoxon.

    Das war also einerseits mein Fehler. Andererseits sind die Rollen im vorliegenden Beispiel (nicht bei den Zwillingen!) austauschbar. Es ist genauso richtg zu behaupten, dass aus der Sicht des bewegten Teilchens doch der Beobachter bewegt wird und daher nicht so schnell altert.

    Das ist das Wesen der Relativität!

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  10. Oxymoron

    Paradox ist also, wenn der Heimkehrer seinem Bruder sagt, “Du hattest aber eine bewegte Vergangenheit!” (Sorry)

  11. Konstante Lichtgeschwindigkeit

    Geschwindigkleit= S/T
    Wenn aber T relativ ist, wie soll dann die Geschwindigkeit, und sei es die Lichtgeschwindigkeit konstant sein? Nur , wenn der Weg im entsprechenden Verhältnis verändert wird.
    Habe ich das richtig verstanden? Bei mir in der Praxis vergeht die Zeit zwischen 8.00 Uhr u 20.00 Uhr immer extrem schnell.

  12. @ Werner Eggert

    Zeit ist in der Physik eine Art Ordnungsparameter. In der theoretischen Physik kann man den Parameter t definieren, um die Dynamik von Beobachtungsgrößen zu charakterisieren. Ganz wichtig in der Physik sind Erhaltungsgrößen, deren erste Ableitung nach der Zeit verschwindet.

    Zeit kommt auf unterschiedliche Weise in die Physik, z.B. in der klassischen Thermodynamik (Wärmelehre) findet man eine Größe namens Entropie, die mit der Zeit gleichbleibt oder zunimmt. In diesem 2. Hauptsatz der Thermodynamik steckt der thermodynamische Zeitpfeil.

    Weiterhin kann man die Zeit kosmologisch definieren, weil das Universum in seiner Größe immer zunimmt. Das Weltall dehnt sich aus. Es kann gezeigt werden, dass dieser kosmologische Zeitpfeil mit dem o.g. thermodynamischen in Verbindung gebracht werden kann.

    In der Relativitätstheorie wird die Zeit mit dem Raum in Verbindung gebracht und man findet die Relativität der Zeit, weil die Vakuumlichtgeschwindigkeit als fundamentale Naturkonstante postuliert wird.

    Das, was wir im Alltag als Zeit erleben, kann in der Physik als Ordnungsparameter aufgefunden werden, der die Dynamik von Systemen parametrisiert. Einsteins Theorie lehrt uns dann, das dieser Ordnungsparameter einen lokalen Charakter hat, d.h. vom Bezugssystem bzw. Beobachter und vom Bewegungszustand abhängt.

    Als weiterführende Literatur empfehle ich meinen Essay Was ist Zeit?.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  13. Zeit ist relativ

    Verstehe ich das richtig, dass es keine einheitliche physikalische Definition der Zeit gibt, entsprechend anderen physikalischen Grössen wie Längen, Temperatur oder Masse?
    Wird dadurch die Zeit relativ, weil sie jeder beliebig definieren kann?

  14. Berichtigung, die Kausalität bleibt

    Auch wenn in der Quantenphysik das Quantenvakuum die Beschleunigung des Photons verursacht (das Ziel verursacht die Bewegung) so ist doch nach dem durchlaufen des Quantenvakuum alles normal kausal.

  15. Die Formormel die diesen Ausgleich

    kontrolliert ist
    1=E/s²*E/t
    In Worten:
    Die Örtliche Konzentration der Quanten am Zielort ist umgekehrt Proportional zur Zeitlichen Konzentration der Quanten.

  16. Kosmos

    hallo leute ich hab ne frage was ist wenn erich von däniken recht hat dann müssen wir uns wirklich gedanken machen was sagt ihr da so

    jean klein

  17. Zeitdilatation, ‘Konstanz’ von c

    Albert Einstein ging fälschlicherweise von “einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit” aus. Natürlich ist das Licht immer mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Aber so ist die Aussage Einsteins von “einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit” nicht gemeint gewesen. Egal, welcher Geschwindigkeit man selbst ausgesetzt ist, die (gemessene) Geschwindigkeit des Lichts beträgt stets 299.792,458 Kilometer pro Sekunde, was Einstein damit erklärte, dass das Licht eine Konstante wäre, und alles andere verhält sich relativistisch (zum Licht).

    Doch dieser Gedanke Einsteins ist falsch. Es existiert nichts Relativistisches. Egal, welchen unterschiedlichen Geschwindigkeiten einzelne Personen zu einem Lichtstrahl ausgesetzt sind, die Erklärung, warum alle Personen für die Geschwindigkeit des Lichts ausnahmslos jene 299.792,458 km/s messen, liegt daran, dass die Zeitdilatation für den perfekten Ausgleich sorgt.

    Wenn man die korrekte Verhaltensweise des Lichts verstanden hat, wird sofort ersichtlich, dass Koordinatensysteme (zur Veranschaulichung) völlig an der Realität vorbeigehen. Wenn eine Galaxie mit (mehr als) halber Lichtgeschwindigkeit im Weltraum [z. B. nach rechts] unterwegs ist, dann fliegt jede Sonne dieser Galaxie mit derselben Geschwindigkeit in die gleiche Richtung mit. Aber von den Lichtstrahlen all dieser Sonnen bewegt sich (netto) kein einziger [nach links] entgegen der Flugrichtung der Galaxie. Denn sonst würde ein Lichtstrahl (brutto) mit Überlichtgeschwindigkeit unterwegs sein, was Einstein nicht bedachte, weil ihm die wahre Natur des Lichts nicht bewusst war. Einerseits hatte Einstein davon gesprochen, dass Licht mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs wäre und nichts schneller als Licht sei, was richtig ist. Andererseits hatte Einstein eine Überlichtgeschwindigkeit verwendet, ohne es erkannt zu haben, aber diese durch die schräge Denkweise der Relativität gleich wieder abgewürgt, was nur zu grotesken Resultaten führte.

    Anhand eines einfachen Beispiels kann man feststellen, dass auch die bisher verwendete Formel für die Zeitdilatation falsch ist. Wenn eine Galaxie mit zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit im Weltall nach rechts unterwegs ist, dann fliegt jede Sonne dieser Galaxie mit derselben Geschwindigkeit in die gleiche Richtung mit – und hat nach einer Sekunde (eines außenstehenden Beobachters!) fast 200.000 Kilometer hinter sich gebracht. Ein von solch einer Sonne nach rechts abgegebener Lichtstrahl kann sich während dieser einen Sekunde nur um rund 100.000 Kilometer von der Sonne entfernt haben. [Hätte sich der Lichtstrahl – angeblich – um fast 300.000 Kilometer in einer Sekunde von der Sonne nach rechts entfernt, hätte der Lichtstrahl insgesamt fast 500.000 Kilometer in einer Sekunde absolviert, was unmöglich ist und im Widerspruch zu Einsteins Aussage steht.] In Wahrheit ist der Lichtstrahl insgesamt fast 300.000 Kilometer geflogen – also um rund 100.000 Kilometer mehr als die Sonne. Der Grund, warum auf der Sonne (und auf der mitgereisten Erde) statt einer Sekunde (eines außenstehenden Beobachters!) nur ein Drittel einer Sekunde vergangen ist, liegt (wegen der hohen Eigengeschwindigkeit der beiden Himmelskörper von fast 200.000 km/s) an der Zeitdilatation. Deshalb erklärt sich, warum sich der Lichtstrahl nur um rund 100.000 Kilometer in einer Drittel-Erdsekunde (bzw. in einer Drittel-Sonnensekunde) von der Sonne entfernt haben kann. Denn diese rund 100.000 Kilometer in einer Drittel-Erdsekunde entsprechen genau der Lichtgeschwindigkeit, die immer wieder gemessen wird.

    D. h.: Die Zeitdilatation sorgt für einen perfekten Ausgleich, weshalb ständig der Lichtgeschwindigkeitswert für jeden Lichtstrahl gemessen wird – und nicht, weil das Licht eine (relativistische) Konstanz aufweist. Nachzulesen in: ‘Die Welt der Relativität – alles falsch? Korrekturen zur Relativitätstheorie’ mit ISBN 9788490391730 (auch im Web).

  18. Lichtgeschwindigkeit

    Um Objekten, die Teile einer durch Abstände bestimmten Struktur sind, eine Identität zuschreiben zu können, braucht man einen Abstandsparameter, der dafür sorgt, dass zwei Objekte am gleichen “Ort” unterschieden werden können. In der vierdimensionalen Raumzeit ist dieser Abstandsparameter (zeitl.Abstand) die Zeit. Wie man die einzelnen Abstandsparameter nennt, ist aber eigentlich egal, sie sind für die Schaffung von Identität alle gleichwertig. Die Schaffung von Identität ist unabhängig von den Skalen, die für die Abstände gelten, d.h. unabhängig von der Metrik der abstandsbestimmten Struktur.
    Die Struktur wird aber nicht nur durch die gegenseitige Lage der Objekte bestimmt, sondern auch dadurch, a) welche intrinsischen Bestimmungsmerkmale die Objekte haben und b) welches Beziehungsgeflecht zwischen ihnen besteht. Ferner gehört c) auch noch eine dritte notwendige Bestimmung dazu, nämlich eine Angabe, welche Menge an Varianten die Struktur annehmen kann – das ist eine begrenzte Menge an Möglichkeiten. Diese drei Bestimmungsmerkmale a), b) und c) bilden die Grundlage für eine eine Dynamik, die darin besteht, dass aus der Menge der Möglichkeiten eine nach der anderen ausgewählt und real wird. Der Drang, dass überhaupt eine Auswahl getroffen wird und wie die Realisierung im Einzelnen vonstatten geht, bleibt allerdings unerklärt.
    Dieser Drang sorgt aber für eine Veränderung der Struktur.
    Wenn sich denn eine bestimmte Störung im Beziehungsgeflecht der Struktur, oder das, was wir gemeinhin als Wirkung bezeichnen, innerhalb der Struktur ausbreitet, dann werden eine Reihe von Möglichkeiten in einer Folge real.
    Die Begrenzung der Geschwindigkeit, mit der sich die Störung (Wirkung) innerhalb der Struktur weiterbewegt, kann dann nur damit zusammenhängen, dass auch für die Realisierung der Möglichkeiten eine Abstandsregel gilt, die dafür sorgt, dass nur eine Möglichkeit nach der anderen in einer Folge realsiert werden kann. Diese Abstandsregel muss die die “Licht”geschwindigkeit erklären, denn diese ist ja letzendlich die Geschwindigkeit mit der sich eine Wirkmöglichkeit ausbreitet (Wirkung = Strahlungsabsorption).
    Vorstehende metaphysische Beschreibung lässt Zweifel aufkommen, dass die immer gleich grosse Gewschwindigkeit, mit der sich „Wirkungen“ oder das „Licht“ (im Vakuum) ausbreiten, lediglich Folge einer Stauchung oder Dehnung eines einzigen der oben eingeführten Abstandsparameter ist. Diese Erklärung ist letzlich nur eine formale. Aber mehr als das kann man aus dem Ganzen, ohne zu sehr zu spekulieren, nicht schliessen.
    Grüsse Fossilium

  19. Lieber Herr Erik, warum wollen sie denn ein solch simples Ding derart unnötig verkomplizieren?

    http://de.wikibooks.org/wiki/Diskussion:Spezielle_Relativit%C3%A4tstheorie:_Teil_I#einfache_Ableitung_der_LT.

    Verfrachten sie die Galaxie doch einfach ins System S’ (und x‘=c*t‘)

    http://upload.wikimedia.org/math/7/b/e/7be9dc88e08fd4b84c27ca857554a650.png

    Gleichung(IV) x=c*t’*wurzel[(1+v/c)/(1-v/c)]
    Gleichung(III) t=t’*wurzel[(1+v/c)/(1-v/c)]

    x/t=c und fertig.

  20. Sehr geehrter Andreas Müller,

    unter Wikipedia „Zeitdilatation“ und „Zeitdilatation durch Gravitation“ im Web steht, dass in 300 km über der Erde eine Milli-Sekunde pro Jahr mehr vergeht.

    1) Die relativistische Berechnung der ‘gravitativen’ Zeitdilatation

    1a) ‘Gravitative’ Zeitdilatation auf der Erde (aufgrund Anziehung der Erde)
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Mittelwert für den Erdradius: 6.372.157,7 m

    ΦErde = G · M / r = 0,667 428 · 10^-10 m³/(kg · s²) · 5,973 9 · 10^24 kg / 6.372.157,7 m

    ΦErde = 62.571.397,584 84 m²/s²

    t’ = t · √(1 – 2 · Φ / c²)

    t’ = t · √(1 – 125.142.795,169 68 m²/s² / (299.792.458 m/s)²)

    t’ = t · 0,999 999 999 303 799 309 456 396 907 096 69 …… nur näherungsweise ‘richtig’!

    1b) ‘Gravitative’ Zeitdilatation 300 Kilometer über der Erdoberfläche (z. B. eines Satelliten)
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    ΦSat = G · M / r = 0,667 428 · 10^-10 m³/(kg · s²) · 5,973 9 · 10^24 kg / 6.672.157,7 m

    ΦSat = 59.758.001,960 894 899 m²/s²

    t’ = t · √(1 – 2 · Φ / c²)

    t’ = t · √(1 – 119.516.003,921 789 798 m²/s² / (299.792.458 m/s)²)

    t’ = t · 0,999 999 999 335 102 557 464 536 198 635 52 …… nur näherungsweise ‘richtig’!

    Korrektur auf …

    Erde: 1,0 s
    Sat: 1,000 000 000 031 303 248 029 932 634 433 s

    bzw.

    Erde: 86.400 s = 1 Tag
    Sat: 86.400,000 002 704 600 629 786 179 615 s

    bzw.

    Erde: 31.556.926,080 s = 1 Jahr
    Sat: 31.556.926,080 987 834 284 144 489 772 s

    Aus ‘gravitativer’ Sicht läuft die Zeit in 300 Kilometer Höhe um rund 0,001 Sekunden (genau 0,000 987 … s) pro Jahr schneller als auf der Erdoberfläche, was mit den Aussagen auf Wikipedia übereinstimmt. Die ‘gravitative’ Zeitdilatation hat – sogar über ein gesamtes Jahr – nur eine ganze winzige Auswirkung auf den Zeitablauf. – Können Sie die Richtigkeit dieses Ergebnisses bestätigen?

  21. Diese Rechnung ist eigentlich falsch. Korrekt ist:

    1a. Gravitative Zeitdilatation auf der Erde (Anziehungs-v-Dilatation)

    Phi = G . M / r = 0,667428 . 10^-10 . 5,9739 . 10^24 / 6.372.157,7
    Phi = 62.571.397,584 m²/s²
    Phi = vA . c

    vA = Phi / c = 62.571.397,584 / c = 0,2087157162067 m/s

    t’ = t . (1 – (Phi / c) / c)
    t’ = t . (1 – 0,2087157162067 / c)
    t’ = t . 0,9999999993037993096987446
    [Phi / c ist die Anziehungs-v vA auf der Erde]

    .
    1b. Gravitative Zeitdilatation 300 Kilometer über der Erde

    Phi = 0,667428 . 10^-10 . 5,9739 . 10^24 / 6.672.157,7
    Phi = 59.758.001,9608949 m²/s²
    Phi = vA . c

    vA = Phi / c = 59.758.001,96 / c = 0,199331238549353 m/s

    t’ = t . (1 – (Phi / c) / c)
    t’ = t . (1 – vA / c) = t . (1 – 0,199331238549353 / c)
    t’ = t . 0,9999999993351025576855805

    Anpassung auf Erde: 1 s
    Satellit: 1,000000000031303248008629 s

    Nach 1 Jahr: Erde: 31.556.926,08 s
    Satellit: 31.556.926,08098783428347 s

    Aus gravitativer Sicht läuft die Zeit in 300 km Höhe um 0,001 Sekunden im Jahr schneller als auf der Erde. Die Zeit vergeht also auf der Erde um eine Tausendstel-Sekunde im Jahr langsamer. Für diese Rechenart erhält man fast das gleiche Ergebnis, obwohl die relativistische Formel ungenau ist und an die Realität angepasst wurde, indem man Phi einfach mit 2 multiplizierte, um für die Erde ein weitgehend „richtiges“ Resultat zu erhalten.

  22. Diese Berechnung der gravitativen Zeitdilatation für GPS-Satelliten ist doch wohl richtig –
    mit den Daten:
    Geschwindigkeit der GPS-Satelliten: 3.874,5 m/s
    Entfernung eines Satelliten vom Erdmittelpunkt: ~26.560.181,6 m
    Masse der Erde: 5,973 9 · 10^24 kg
    Gravitationskonstante G (Wikipedia): 0,667 428 · 10^-10 m³/(kg · s²)

    ΦSat = 0,667 428 · 10^-10 m³/(kg · s²) · 5,973 9 · 10^24 kg / 26.560.181,6 m

    ΦSat = 15.011.750,25 m²/s²

    t’ = t · √(1 – 2 · Φ / c²)

    t’ = t · √(1 – 30.023.500,5 m²/s² / (299.792.458 m/s)²)

    t’ = t · 0,999 999 999 832 971 752 414 796 577

  23. Korrekt ist folgende Zeitdilatationsrechnung für GPS-Satelliten

    2a. Gravitative Zeitdilatation (Anziehungs-v-Dilatation)

    Phi = 0,667428 . 10^-10 . 5,9739 . 10^24 / 26.560.181,609736
    Phi = 15.011.750,25 m²/s²
    [Phi / c ist die Anziehungs-v auf Satellitenhöhe]
    t’ = t . (1 – vA / c) = t . (1 – 0,05007380889481882829754 / c)
    t’ = t . 0,99999999983297175242874579487406

    .
    2b. Dilatation d. Zentrifugal-v [vZ: Zentrifugal-v; m: Satellit-Masse]

    F = m . (3.874,5 m/s)² / 26.560.181,6 m
    a = F / m = 0,565197575469439 m/s²
    [m kürzt sich weg]
    vZ = 0,565197575 . 26.560.181,6 / c = 0,05007380889481882829754 m/s

    t’ = t . (1 – vZ / c) = t . 0,99999999983297175242874579487406

    Für den Satelliten müssen die Erdanziehungskraft und die Zentrifugalkraft gleich groß sein, damit er die Höhe der Umlaufbahn beibehält. Somit haben die Anziehungs-v und die Zentrifugal-v für den Satelliten dieselben Werte aufzuweisen, was auch der Fall ist. Als Folge haben die Zeitdilatationswerte (der beiden gleich hohen entgegengesetzten Geschwindigkeiten) identisch zu sein, was ebenso der Fall ist. Daher hat diese Zeitdilatationsrechnung der Realität zu entsprechen, während die RT-Rechnung unlogische Werte liefert.

    RT-Rechnung: Die Erdanziehungs- und die zentrifugale Auswirkung haben für einen Satelliten gleich groß zu sein, was bei der RT-Rechnung nicht der Fall ist, weil das Quadrat von vZ = 0,05007380889 m/s mit jenen 30.023.500,5 m²/s² nicht übereinstimmt. Als Folge davon können die Zeitdilatationswerte der beiden entgegengesetzten Geschwindigkeiten nicht identisch sein. Deswegen muss die RT-Rechnung für die Zeitdilatation falsch sein.

  24. 3) Die gravitative Zeitdilatation (auf der Erdoberfläche)
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Auf der Erdoberfläche „herrscht im G-Feld ein G-Potential das einer Geschwindigkeit von ~11.200 m/s entspricht“ (z. B. http://www.gravitation-zeit-theorie.com – am Ende). D. h.: Es macht keinen Unterschied, ob man 2 · Φ oder v² unterliegt, wobei die Geschwindigkeit v = 11.186,724 m/s entspricht.

    t’ = t · √(1 – 2 · Φ / c²) = t · √(1 – v² / c²)

    Laut Wikipedia vergeht die Zeit auf der Erdoberfläche um den Faktor 0,000 000 000 7 langsamer als im gravitationsfreien Raum. Überprüft man das, …

    t’ = t · √(1 – (11.186,724 m/s)² / c²) = t · 0,999 999 999 303 799 316 786

    erhält man wie vorhergesagt für diese Geschwindigkeit den Faktor 0,000 000 000 7, was die Relativitätstheorie untermauert (weil 1 – 0,999 999 999 30 = 0,000 000 000 7).

  25. 3. Gravitative Zeitdilatation

    Nichts wird untermauert, weil Phi nur mit 2 multipliziert wurde. Wenn jemand behauptet, auf der Erde „herrscht im G-Feld ein G-Potential, das einer Geschwindigkeit von 11.200 m/s entspricht“, darf man verwundert sein. Dieser Wert ist viel zu hoch. Überdies vergeht die Zeit auf der Erde um den Faktor 0,0000000007 langsamer. Da die gravitative Zeitdilatation nur einen minimalen Effekt auf den Zeitablauf hat (siehe Bsp. 1), ist es verwunderlich, dass die gravitative Zeitdilatation der einer Zeitdilatation bei 11.186,724 m/s entsprechen soll.

    sqrt(1 – 125.142.795 / c²) = sqrt(1 – 11.186,724² / c²) = 0,9999999993038

    Bzgl. des Faktors 0,0000000007 wurde nur die RT-Formel angewandt. Doch die Erdschwerkraft gilt als schwache Kraft. Die Beschleunigung auf der Erde beträgt nur 9,8 m/s² – also ein kleiner Wert. Aber auf der Erde soll eine Anziehungskraft herrschen, die einer Anziehungs-v von 11.187 m/s bzw. 40.272 km/h entsprechen soll. Niemand wird mit 40.272 km/h zu Boden gedrückt. – Die korrekte Rechnung lautet:

    t’ = t . (1 – v / c) = t . 0,999999999303799316786
    v = 0,208715714 m/s = 0,751 km/h

    Einer Erdanziehungs-v von 0,75 km/h können sich Personen leicht widersetzen, und es ist viel glaubhafter. Wenn bzgl. der Zeitdilatation kein Unterschied besteht, ob man 2 . Phi oder v² ausgesetzt ist, sollte man sich überlegen, ob jene 40.272 km/h realistisch sind.

    3a. Falsche Formel zur gravitativen Zeitdilatation:

    t’ = t . sqrt(1 – 2 . Phi / c²) = t . sqrt(1 – 125.142.795,16 / c²)
    t’ = t . 0,999999999303799309510249852109

    2 . Phi / c² wirkt wie v² / c², wobei v = 11.186,724 m/s wäre, die auf der Erde nicht existiert.

    3b. Korrekt ist (wobei Phi / c = v):

    t’ = t . (1 – (Phi / c) / c) = t . (1 – 0,20871571619 / c)
    t’ = t . 0,99999999930379930975259755282819

    Wegen der Anziehungskraft beträgt die Anziehungs-v auf der Erde 0,208715716 m/s bzw. 0,751 km/h. Was den Faktor 0,999999999303799309 betrifft, wird ständig die Richtigkeit der RT eingefordert. Eine Erklärung, warum Phi mit 2 multipliziert wird, bleibt man schuldig. Und 40.272 km/h sind auf der Erde nicht auszumachen.

    Eigentlich gibt es keine gravitative Zeitdilatation. Es gibt Massen, und Massen verursachen (Anziehungs-)Kräfte. Aber weder die Massen, noch ihre Kräfte verursachen die Zeitdilatation. Denn Zeitdilatation wird ausschließlich von Geschwindigkeit ausgelöst. Deshalb erhält man in Bsp. 1 die minimale „gravitative“ oder Anziehungs-v-Zeitdilatation von 0,001 Sekunden im Jahr, weil die Erdanziehungs-v nur einen kleinen Wert aufweist.

  26. Zeitdilatation und Gravitationspotential (bei schwarzen Löchern)
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Die massereichsten Neutronensterne haben anhand von Beobachtungen einen Radius von etwa 9 Kilometer und die dreifache Masse unserer Sonne. Geht ein Neutronenstern in ein schwarzes Loch über, wäre der Ereignishorizont mit dem Umfang des Neutronensterns gleich. Bei einer Masse von ~6,3 · 10^30 kg und einem Radius von ~9,36 km errechnet sich für das Gravitationspotential:

    Φ = G · M / r = ~44,923 · 10^15 m²/s²

    Die Zeitdilatation am Ereignishorizont nach der Relativitätstheorie:

    t’ = t · √(1 – 2 · Φ / c²) = t · √(1 – 2 · 44,923 · 10^15 / c²) = t · 0,018 099

    D. h.: Bei noch genaueren Daten hätten sich nicht 0,018 099, sondern eine Null ergeben, womit am Ereignishorizont kein Zeitablauf vorhanden ist, was mit der Relativitätstheorie übereinstimmt. Na, bitte!

  27. 4. Zeitdilatation und Gravitationspotential

    Bei einer Masse von 6,3 . 10^30 kg und r = 9,36 km für eine Sternleiche erhält man für Phi = 44,923 . 10^15 m²/s².

    Am Ereignishorizont ist das Licht quasi gefangen und kann das Schwarze Loch nicht mehr verlassen. Dieses nach außen dringende Licht ist am Ereignishorizont einer gleich großen entgegengesetzten Anziehungs-v (der Sternleiche im Zentrum des Schwarzen Lochs) ausgesetzt – nämlich 0,5 c. Insgesamt ist dieses Licht mit c unterwegs. Netto verharrt es am Ereignishorizont mit 0 m/s. Am Ereignishorizont existiert also eine Anziehungs-v von 0,5 c, weshalb durchaus ein Zeitablauf vorhanden ist. (Dringt man über den Ereignishorizont z. B. in ein super-massives Schwarzes Loch, ist die dortige Anziehungs-v größer als 0,5 c.)

    4a. Mit den RT-Formeln erhält man:

    t’ = t . sqrt(1 – (0,5 . c)² / c²) = t . 0,8660254 oder
    t’ = t . sqrt(1 – 2 . Phi / c²) = t . 0,8660254

    Dadurch ergibt sich:

    2 . Phi = (0,5 . c)²
    Phi = 0,125 . c² = 11.234.439.734.210.220,5 = 11,234 . 10^15 m²/s²

    Dieses Ergebnis stimmt mit den 44,923 . 10^15 m²/s² für Phi nicht überein. Hier stimmt etwas nicht!

    4b. Mit den korrekten Formeln erhält man:

    t’ = t . (1 – v / c) = t . (1 – 0,5 . c / c) = t . 0,5 oder
    t’ = t . (1 – v / c) = t . (1 – (Phi / c) / c) = t . 0,5

    Dadurch ergibt sich:

    Phi / c = 0,5 . c
    Phi = 0,5 . c² = 44.937.758.936.840.882 = 44,937 . 10^15 m²/s²

    Dieses Resultat stimmt mit jenen 44,923 . 10^15 m²/s² fast überein – ein Wert aufgrund der Beobachtung von Neutronensternen. Das ist ein klarer Beleg, dass an der RT etwas falsch ist! — Kommt noch mehr?

  28. 5) Herleitung des Schwarzschildradius (schwarzer Löcher)
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Im gleichnamigen „Mößbauer-Experiment von Rebka, Pound und Snyder“ (S.104 im Web) wird von einer exakten Theorie berichtet, bei der die Frequenz v’ relativistisch berechnet wird. Dies wird doch wohl richtig sein!

    S. 103: v'(r+h) = vo(r) · {1 – [G · M / r – G · M / (r + h)] / c²}

    S. 104: „Lässt man die Höhe h → ∞ gehen, erhält man in der exakten Theorie:“

    v’ = vo · √(1 – 2 · G · M / (r · c²))

    Wenn v’ = 0, dann 2 · G · M / (r · c²) = 1

    2 · G · M / c² = r = Schwarzschildradius

  29. 5. Die relativistische Herleitung des Schwarzschildradius ist eigenartig, weil der Faktor 2 nur für die Erde einigermaßen „richtig“ ist, aber für viel kleinere und größere Gestirne ein anderer Multiplikator nötig ist. Nicht nur, dass die Multiplikation von Phi mit 2 lediglich annähernd „richtig“ und keinesfalls präzise ist, erhält man diesbezüglich dennoch den perfekten Wert für den Schwarzschildradius, was sehr befremdlich wirkt. Solch eine Herleitung kann keinesfalls stimmen.

    Mit dem Wissen, dass Phi = 0,5 . c² ist, ergibt sich:

    Phi = G . M / r → r = G . M / Phi = G . M / (0,5 . c²) = 2 . G . M / c²

    Das ist die korrekte Herleitung des Schwarzschildradius, wobei Phi am Ereignishorizont stets dem Wert 44.937.758.936.840.882 m²/s² entspricht.

  30. Kosmische Geschwindigkeiten
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Sie berichten, dass am Ereignishorizont die Anziehungsgeschwindigkeit in Richtung Sternleiche ebenso groß ist wie die Geschwindigkeit des Lichts, das nach außen dringen will – nämlich beide Male 0,5 c. Aber unter Wikipedia „Kosmische Geschwindigkeiten“ unter „Zweite kosmische Geschwindigkeit“ – „Schwarze Löcher“ steht: Beim Ereignishorizont (Abstand rs) ist die zweite kosmische Geschwindigkeit v2 gleich der Lichtgeschwindigkeit c.

    Wenn die Fluchtgeschwindigkeit v2 bereits der Lichtgeschwindigkeit c entspricht, wie können dann zwei weitere Geschwindigkeiten existieren, die zusammen ebenfalls c entsprechen? Das passt doch nicht zusammen.

  31. 6. Nichts ist schneller als Licht, welches mit c unterwegs ist. Die Anziehungs-v auf der Erde beträgt 0,2087157162 m/s. Will man auf der Erde eine Kanonenkugel (im Vakuum) abfeuern, die die Erde problemlos umrundet, müssen sich die Anziehungs-v der Erde und die entgegengesetzt gerichtete Zentrifugal-v der Kanonenkugel aufheben (vA = vZ). Und weil vZ . c = vR² ist, lässt sich die Rotations-v vR der Kanonenkugel im Vakuum leicht ermitteln.

    vR² = vZ . c = 0,20871571620671 . c = 62.571.397,58484 m²/s²
    vR = 7.910,2084413 m/s = 1. kosmische Geschwindigkeit v1 = sqrt(Phi)

    v2 = sqrt(2) . v1

    Die 1. kosmische Geschwindigkeit der Erde beträgt 7.910,2 m/s, die 2. kosmische Geschwindigkeit 11.186,7 m/s. Beim Schwarzen Loch herrscht am Ereignishorizont eine Anziehungs-v (in Richtung Sternleiche) von 0,5 c. Hierbei zu behaupten, die 2. kosmische Geschwindigkeit entspräche c bzw. die 1. kosmische Geschwindigkeit wäre demnach sqrt(0,5) . c bzw. 211.985.280 m/s, ist mehr als dreist.

    Da die Anziehungs-v eines Schwarzen Lochs am Ereignishorizont 0,5 c beträgt, muss die entgegengesetzt gerichtete Zentrifugal-v eines (das Schwarze Loch am Ereignishorizont) umkreisenden Objekts ebenfalls 0,5 c entsprechen (vA = vZ), was unmöglich ist – geschweige denn, dass noch eine Geschwindigkeit für das umkreisende Objekt übrigbliebe. Kein einziges Objekt kann jemals Lichtgeschwindigkeit (oder mehr) erreichen.

    Ein [Objekt oder ein] Lichtstrahl, der außerhalb des Schwarzen Lochs in eine Umlaufbahn einschwenkt, muss zwei gleich hohen gegensätzlichen Geschwindigkeiten ausgesetzt sein, um auf derselben Umlaufbahn zu bleiben. Die Anziehungs-v der Sternleiche und die Zentrifugal-v sind auf jener Umlaufbahn gleich groß. Diese beiden Geschwindigkeiten inklusive der Rotations-v des Lichts ergeben die maximal mögliche Geschwindigkeit des Lichtstrahls – nämlich c. Mit der Formel vR² = vZ . c lässt sich das Problem lösen.

    Obwohl sich dieser Lichtstrahl außerhalb des Ereignishorizonts des Schwarzen Lochs befindet, dringt sein Licht nie mehr in eine äußere Region vor. Vielmehr wird dieser Lichtstrahl bei Aufnahme zusätzlicher Masse des Schwarzen Lochs seine Umlaufbahn verringern. Dadurch erreicht er auf lange Sicht den Ereignishorizont und spiralt letzten Endes in das Schwarze Loch. Aber ‘verloren’ war der Lichtstrahl bereits, weil er sich nicht vom Schwarzen Loch entfernt, sondern sich ‘parallel’ zum Ereignishorizont bewegt hat.
    1.: vA = vZ und 2.: vR² = vZ . c und 3.: 2 . vZ + vR = c → vR = c – 2 . vZ

    (c – 2 . vZ)² = vz . c

    c² – 4 c . vZ + 4 . vZ² = c . vZ

    4 . vZ² – 5 c . vZ + c² = 0

    vZ = (5 c +/- sqrt(25 c² – 16 c²)) / 8

    vZ = 0,25 c → vA = 0,25 c → vR = 0,5 c

    Die Rotations-v des Lichtstrahls beträgt 50 % von c, während die Anziehungs- und die Zentrifugal-v jeweils 25 % von c ausmachen. Somit ist die Behauptung auf Wikipedia falsch.

  32. 7) Die Formel der Geschwindigkeitsaddition
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    w = (u + v) / (1 + u · v / c²)

    soll ja auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Bei der Summe von zwei Geschwindigkeiten – wie die 29,8 km/s der Erde und einem Geschoss mit 0,2 km/s in einer Versuchsanlage – errechnet sich:

    w = (29.800 m/s + 200 m/s) / (1 + 29.800 m/s · 200 m/s / c²)

    w = 30.000 m/s / 1,000 000 000 066 313 943 3

    w = 29.999,999 998 010 581 699 908 m/s

    7a) Relativ. Zeitdilatation bei 29.999,999 998 010 581 699 908 m/s:
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    t’ = t · √(1 – (29.999,999 998 01 m/s)² / c²)

    t’ = t · 0,999 999 994 993 074 735 888 124 669 927
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Oder anders gerechnet:

    7b) Die relativistische Zeitdilatation bei 29.800 m/s:
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    t’ = t · √(1 – (29.800 m/s)² / c²) = t · 0,999 999 995 059 611 208 907 002 73

    und die relativistische Zeitdilatation bei 200 m/s:
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    t’ = t · √(1 – (200 m/s)² / c²) = t · 0,999 999 999 999 777 469 988 789 251 55

    ergeben die relativistische Zeitdilatation bei 29.800 m/s + 200 m/s:

    t’ = t · 0,999 999 995 059 388 678 896 891 37
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Dieses Resultat gleicht sehr genau dem obigen von 0,999 999 995.

  33. 7. Die relativistische Geschwindigkeitsaddition ist falsch, weil die Resultate nicht identisch sind. Wenn man zwei Geschwindigkeiten wie 0,9 c addiert, erhält man angeblich eine Gesamtgeschwindigkeit von 0,994475 c.

    w = (0,9 c + 0,9 c) / (1 + 0,9 c . 0,9 c / c²) = 1,8 c / (1 + 0,81) = 0,994475 c

    Dieses Ergebnis besagt, dass es keinen Unterschied macht, ob man einer Geschwindigkeit mit 99,4475 % von c oder 2 Geschwindigkeiten mit je 90 % von c ausgesetzt ist. Weiters bedeutet es, dass die Zeitdilatation für beide Versionen gleich sein muss.

    7a. Relativistische Zeitdilatation bei 0,9944751381 c:
    t’ = t . sqrt(1 – (0,994475 c)² / c²) = t . 0,104972

    Die Zeit dehnt sich bei 0,994475 c laut RT von 1 s auf 0,104972 s.

    .
    7b. Relativistische Zeitdilatation bei 0,9 c:
    t’ = t . sqrt(1 – (0,9 c)² / c²) = t . 0,435889894

    Bei 0,9 c dehnt sich 1 s auf 0,435889894 s oder
    es dehnen sich 0,435889894 s auf 0,19 s.

    Relativistische Zeitdilatation bei 0,9 c + 0,9 c: t’ = t . 0,19

    Bei zwei addierten Geschwindigkeiten von jeweils 0,9 c dehnt sich die Zeit von 1 s auf 0,19 s, was mit dem Ergebnis bei 0,994475 c nicht übereinstimmt (t’ = t . 0,104972). Damit ist die relativistische Geschwindigkeitsaddition als völlig haltlos überführt.

    .
    7c. In Wahrheit erhält man 29.800 m/s + 200 m/s folgende Resultate:
    7c-1:
    29.800 m/s + [(299.792.458 – 29.800) / 299.792.458] . 200 m/s =
    29.999,980119579926190137845295628 m/s

    Richtige Zeitdilatation bei 29.999,98011957992619 m/s:
    t’ = t . (1 – 29.999,980119 / c) = t . 0,999899930837754497725922985543

    7c-2:
    Richtige Zeitdilatation bei 29.800 m/s:
    t’ = t . (1 – 29.800 / c) = t . 0,99990059789963095068922647813909

    Richtige Zeitdilatation bei 200 m/s:
    t’ = t . (1 – 200 / c) = t . 0,99999933287180960369590084884657

    Richtige Zeitdilatation bei 29.800 m/s + 200 m/s:
    t’ = t . 0,999899930837754497725922985543

    Die beiden Ergebnisse stimmen perfekt überein.

  34. Es heißt doch immer, es gibt relativistische Massen; und Teilchenbeschleuniger bzw. Myonen der Atmosphäre haben die Relativitätstheorie wiederholt bestätigt. Oder stimmt das nicht?

  35. Relativistische Massen gibt es nicht. Für die scheinbare Gültigkeit der Relativitätstheorie müssen ständig der Myonen-Zerfall und die Teilchenbeschleuniger herhalten, die außer der Zeitdilatation nichts beweisen. Dass Myonen durch ihre enorm hohe Geschwindigkeit für einen Beobachter aufgrund der Zeitdilatation länger als gewöhnlich zu existieren scheinen, obwohl die Eigenzeit der Myonen die übliche (wie im relativen Ruhezustand) ist, ist bekannt. Myonen, die in 9 bis 12 Kilometer Höhe über der Erde entstehen, haben zudem eine unterschiedliche Lebensdauer. Sogar wenn sie alle die gleiche Lebensdauer hätten, wüsste man bei Experimenten nicht, ob sie in 9, 10, 11 oder 12 Kilometer Höhe entstanden sind. Beim ersten Detektor auf einem Berg kann man eine gewisse Menge an Myonen registrieren. Ob aber dieselben Myonen im Tal auf einem zweiten Gerät ankommen, kann man bezweifeln. Denn dazu müssten sämtliche Myonen parallel zueinander fliegen. Sogar wenn dies der Fall wäre, könnten andere Myonen, die beim ersten Gerät nicht detektiert werden, beim zweiten Gerät sehr wohl ihre Spuren hinterlassen. Wie viele Myonen auf ihrem Weg ins Tal tatsächlich zerfallen oder inzwischen mit irdischen Teilchen kollidiert sind, lässt sich auch nicht ermitteln. Usw.! Wie man aus solchen und ähnlichen Experimenten mittels Statistik (wie der Standardabweichung) exakte Aussagen zur Korrektheit der Relativitätstheorie machen will, ist nicht nur Laien ein Rätsel.

  36. 8) Myonen
    – – – – – –

    Es gibt sogar Berechnungen, wo die Relativitätstheorie bewiesen ist, weil es Myonen wegen der Zeitdilatation bis zur Erdoberfläche schaffen. Die Myonen, die in 9 Kilometer über der Erdoberfläche entstehen, haben eine Lebensdauer von zirka 0,000 002 2 Sekunden und stürzen mit etwa 99,94 % der Lichtgeschwindigkeit auf die Erde. Ihr vertikaler Flug von 0,000 03 Sekunden wäre länger als ihre Lebensdauer.

    t = 9.000 m / 299.612.582,525 2 m/s = 0,000 030 038 79 Sekunden

    Berücksichtigt man die Zeitdilatation der Relativitätstheorie, errechnet sich:

    t’ = t · √(1 – (0,999 4 c)² / c²) = t · 0,034 635 819 6

    Verwendet man die Dilatationsformel, ist die Lebensdauer der Myonen 28,87-mal länger. Anstatt 0,000 002 2 Sekunden fliegen sie 0,000 063 518 058 Sekunden. Diese Lebensdauer ist länger als die Flugdauer von 0,000 03 Sekunden. Die Myonen schaffen es bis zur Erde.

  37. 8. Fliegen die Myonen allerdings auf einer schrägen Bahn von A nach B unter einem Winkel von 22 Grad (zur Oberfläche), ergibt sich eine Flugbahn von 24 Kilometer (c = AB).
    A
    :
    :
    :
    :
    : . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B

    b / sin 22° = c / sin 90°
    c = 9 km / 0,374606593 = 24,0252 km; – Jetzt ist die Existenz der Myonen von 0,000063518 s (der RT) zu kurz, um 24 km in 0,000080187 s hinter sich zu bringen.

    t = 24,0252 km / 299.612,5825252 km/s = 0,000080187568427 s

    Wenn erwiesenermaßen Myonen auch bei einem 22°-Winkel die Erde erreichen, kann die RT-Formel nicht stimmen. Korrekt ist folgende Rechnung:

    t’ = t . (1 – 0,9994 c / c) = t . 0,0006

    Statt 0,0000022 s (Eigenzeit) existieren sie 0,0036666 s. Ihre Existenz ist länger als ihr Flug von 0,0000801875 s. Deshalb gelangen Myonen auch bei einem 22°-Winkel bis zur Erde, was erwiesen ist.

  38. Sogar wenn man eine Längenkontraktion berücksichtigen würde, käme man zu keinem richtigen Ergebnis. Meist werden dann weitere Effekte oder die Raumkrümmung erwähnt, die die Diskrepanzen zum korrekten Ergebnis ebenso nicht erklären können.

  39. Der sogenannte Gravitationslinseneffekt hat mit Raumkrümmung nichts zu tun. Wenn das Licht einer weiter entfernten Galaxie an einer vorderen Galaxie vorbeifliegt, macht es den bekannten Bogen. Aber nicht, weil das Licht auf die Gravitation oder eine Raumkrümmung reagiert. Dieses Licht reagiert – wegen der Anziehungskräfte der vorderen Galaxie – auf deren Anziehungsgeschwindigkeit. Solch ein Lichtstrahl ist (an einer bestimmten Position im All) z. B. mit 299.792.457,99 m/s in seine eigentliche Richtung und mit 0,01 m/s in Richtung der vorderen Galaxie unterwegs – also insgesamt mit Lichtgeschwindigkeit. Kommt dieser Lichtstrahl der vorderen Galaxie näher, reist er (an einer bestimmten Stelle im All) z. B. nur noch mit 299.792.457,51 m/s in seine eigentliche Richtung, aber mit 0,49 m/s in Richtung der vorderen Galaxie. Ist der Lichtstrahl weitgehend an jener Galaxie vorbeigeflogen, reist er womöglich schon wieder mit 299.792.457,94 m/s in seine eigentliche Richtung und nur noch mit 0,06 m/s in Richtung jener Galaxie. So erklärt sich die ‘gebogene’ Flugbahn der Lichtstrahlen, die auf diese Weise links, rechts, oberhalb und unterhalb der vorderen Galaxie vorbeifliegen. Wenn solche Lichtstrahlen am Ende ihrer Reise auf die Erde treffen, ergeben sich 2 oder 4 verzerrte Bild der hinteren Galaxie. Eine Raumkrümmung als Erklärung des Gravitationslinseneffekts ist obsolet.

    9 a. Wenn eine Person an der 1. Position im All die Geschwindigkeit des Lichtstrahls misst, wäre sie 0,01 m/s in Richtung der vorderen Galaxie ausgesetzt, und es ergibt sich folgende Zeitdilatation:

    t’ = t . (1 – 0,01 m/s / c) = t . 0,99999999996664359048018479504244

    Statt 1 s vergehen 0,99999999996664359048018479504244 s für diese Person. Die Person und der Lichtstrahl sind jeweils mit 0,01 m/s in Richtung der vorderen Galaxie unterwegs. Und die restliche Geschwindigkeit des Lichtstrahls macht 299.792.457,99 m/s aus, wobei

    299.792.457,99
    –––––––––––––––––––––- = 299.792.458 m/s entspricht,
    0,99999999996664359…

    was stets für das Licht (z. B. von dieser Person) gemessen wird. Die Erklärung von c als einzige Konstante im Universum ist somit widerlegt.

    9 b. Würde sich die Person an der 2. Position im All aufhalten, wäre sie 0,49 m/s in Richtung der vorderen Galaxie ausgesetzt, und es ergibt sich folgende Zeitdilatation:

    t’ = t . (1 – 0,49 m/s / c) = t . 0,99999999836553593352905495707967

    Statt 1 s vergehen 0,99999999836553593352905495707967 s für die Person. Die Person und der Lichtstrahl sind jeweils mit 0,49 m/s in Richtung der vorderen Galaxie unterwegs. Und die restliche Geschwindigkeit des Lichtstrahls macht 299.792.457,51 m/s aus, wobei

    299.792.457,51
    –––––––––––––––––––- = 299.792.458 m/s entspricht,
    0,9999999983655359…

    was stets für das Licht gemessen wird. Die Erklärung von c als Absolute und eine Konstanz von c sind widerlegt. Mit diesen Beispielen wird klar, dass auch Nettogeschwindigkeiten für Lichtstrahlen existieren [z. B. am Ereignishorizont Schwarzer Löcher mit 0 m/s], die wegen der Zeitdilatation immer die Bruttogeschwindigkeit c ergeben.

  40. Jede Person erlebt ihren eigenen Zeitablauf immer auf absolute Weise. Egal, ob sie nur einer einzigen Geschwindigkeit von 100 km/h oder mehreren Geschwindigkeiten mit insgesamt 299.000 km/s ausgesetzt ist, jede Person altert real Sekunde um Sekunde und wird in jedem System real 70, … Jahre alt. Und der (‘schnellere’ oder ‘langsamere’) Zeitablauf anderer Personen und Objekte kann einem selbst völlig egal sein. Daher sind die Formeln wie Energie = Impuls . v, F = m . a, s = v . t usw. richtig, weil man den Zeitablauf von anderen Personen und Objekten nicht berücksichtigen muss. Daraus abzuleiten, es existiere nur eine absolute Zeit, ist ein Trugschluss, dem auch Isaac Newton erlegen ist. Aber auch Newtons Gravitationsformel ist richtig, obwohl es eigentlich keine eigenständige Schwerkraft gibt.

  41. 10 a. Beim Doppler-Effekt für Schallwellen wird die Zeitdilatation und somit die RT gar nicht berücksichtigt. Die Formel für die akustische Frequenz (mit ‘c’ = Schallgeschwindigkeit) ist daher nur grob ‘richtig’.

    fB = fS . (‘c’ +/- vB) / (‘c’ -/+ vS)

    [Das jeweils 1. Operationszeichen gilt für die Annäherung von Sender bzw. Beobachter] Für den Beobachter müsste die Zeitdilatation berücksichtigt werden, die bei dessen geringer Geschwindigkeit als vernachlässigbar gilt. Jede kleine Windböe hat mehr Einfluss als die Zeitdilatation. Außerdem wird der Beobachter meist als ruhend angesehen, während ein Einsatzfahrzeug vom Beobachter weg- oder auf ihn zurast.

    10 b. Optischer Doppler-Effekt:
    Bei der Rotverschiebung werden stets 3 Arten unterschieden: Die Doppler-Rotverschiebung, die Gravitations-Rotverschiebung und die kosmologische Rotverschiebung, wobei der Doppler-Effekt (wie auf Wikipedia) zur Gänze vernachlässigt wird. Und das ist das Dilemma. Man ist gar nicht fähig, eine Unterscheidung zu treffen. Denn die korrekten Formeln für den optischen Doppler-Effekt (mit c = Lichtgeschwindigkeit) lauten,
    wenn sich Sender und Beobachter aufeinander zubewegen:
    fB = fS . ((c + vB) / (c – vB)) . (c / (c – vS))

    wenn sich Sender und Beobachter voneinander wegbewegen:
    fB = fS . (c / (c + vS))

  42. 11) Zeitdilatation (GPS)
    – – – – – – – – – – – – – –

    Bei den angeführten Formeln wird die Zeitdilatation anders berechnet. Ist die Zeitdilatation der Relativitätstheorie (wie beim GPS) falsch?

  43. 11. Eine RT-Zeitdilatation gibt es nicht

    Dass Physiker mit geschönten statistischen Plus/Minus-Werten arbeiten, ist wenig bekannt, aber nichts Neues. Sogar Gotthard Barth hat in einem Interview erwähnt, dass er bzgl. der um die Erde kreisenden Atomuhren die zuvor berechneten Werte erhalten hat, die vollkommen anders waren. Seine Aussage: „… den Versuchen mit den Atomuhren, die um die Erde kreisten. Ich habe von einer Presseagentur die vorausberechneten Werte bekommen, die dann völlig anders waren als die wirklichen.“

    Die Zeitdilatation, die gemessen wird, hat mit der RT nichts zu tun. Deshalb können die gemessenen Werte nicht mit den berechneten Werten der RT übereinstimmen. Trotzdem wird behauptet, wegen der Zeitdilatation wäre die RT bestätigt und würde beim GPS berücksichtigt. Wenn die falsche Formel beim GPS Anwendung fände, dürfte das GPS gar nicht funktionieren. Beim GPS werden alle Satellitenuhren ‘gleichgeschaltet’ (time-keeping).

    Weil die Zeitdilatation existiert, hat sich die Meinung festgesetzt, beim GPS würde die RT angewendet, um synchron laufende Uhren zu gewährleisten. Dieser Irrglaube ist falsch. Bis heute werden Versuche durchgeführt, bei denen gebetsmühlenartig berichtet wird, es sei wieder der Beweis für die Zeitdilatation bzw. für die Korrektheit der RT erbracht.

    Zur durchaus richtigen Beweislage, „dass die Uhren bei verschiedenen Geschwindigkeiten anders gehen“, erfolgte die Erwiderung von Gotthard Barth: „Aber in der Raumfahrt nicht. Dort ist ein weltweites time-keeping, ein einheitliches Weltzeitsystem, über den ganzen jetzt von uns erforschten Weltraum ausgebreitet. Und hier werden nur klassische Zeiten verwendet, niemals irgendeine Relativ-Zeit. Und diese Messungen sind von unvorstellbarer Präzision.“

  44. 12) Das Ives Stilwell-Experiment
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    gilt doch für die Relativitätstheorie als erster direkter Nachweis für die Existenz der Zeitdilatation.

  45. Abgesehen davon, dass die Zeitdilatation aus logischen Erwägungen existieren muss, ist das Ives-Stilwell-Experiment fehlerhaft, wie auch Joseph A. Rybczyk (unter „Ives-Stilwell experiment fundamentally flawed“ im www) bemerkte: „Entgegen den Behauptungen des wissenschaftlichen Establishments scheint es, dass der relativistische Doppler-Effekt mit Ausbreitung elektromagnetischer Wellen im Raum einer der am meisten missverstandenen und anschließend falsch zitierten Aspekte der relativistischen Physik ist. …“

    Außerdem kann man in Berichten über das Ives-Stilwell-Experiment wie von A. A. Faraj nachlesen, wie die Vorhersagen der RT nicht mit den beobachteten Werten übereinstimmen. Allerdings sind die vorhergesagten Werte der RT mit den Vorhersagen der Emissionstheorie fast identisch, die als falsch eingestuft wird.

    Die eine Theorie gilt als nachweislich falsch. Die andere Theorie gilt als richtig und vielfach bestätigt – auch bezüglich des Ives-Stilwell-Versuchs, obwohl die tatsächlichen Werte nicht mit den Vorhersagen der RT übereinstimmen. Somit bliebe nur noch, dass die Zeitdilatation nachgewiesen ist. Doch die Ives-Stilwell-Überlegungen sind grundsätzlich fehlerhaft, und trotzdem sollen sie die Richtigkeit der RT bestätigt haben. Aber diese Irrmeinung ist nicht die einzige im Zusammenhang mit der RT.

  46. 13) Die Perihel-Drehung von Merkur
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    soll auch die Relativitätstheorie bestätigt haben, welche 5,74 Bogen-Sekunden pro Jahr ausmacht – um 0,43 Sekunden zu viel als von Newtons Mechanik vorhergesagt. Bitte um Bestätigung.

    Masse der Sonne M Sun = ~1,988 448 114 870 314 631 · 10^30 kg

    Umlaufdauer von Merkur T Merkur = 87,969 Tage = 7.600.521,6 s

    Numerische Exzentrizität von Merkur ε = 0,205 630 69

    Die Formel für die Perihel-Verschiebung:

    Δ ψ = (3 · π · 2 · G · M Sun) / (c² · a · (1 – ε²))

  47. 13. Die Ermittlung von Psi:

    6 π . 0,667428 . 10^-10 . 1,98844811487 . 10^30
    ———————————————————————- = Psi
    c² . 57.909.335.477 . (1 – 0,20563069²)

    Psi = 5,01872119168318078861342 . 10^-7 rad

    oder:

    Psi = (24 π³ . a²) / (T² . c² . (1 – ε²))
    Psi = 5,01872119168318078861342 . 10^-7 rad

    Mit Hilfe der Rotationsgeschwindigkeitsformel vR = ω . r lässt sich die Umlaufgeschwindigkeit des Merkur (bzgl. der großen Halbachse) berechnen. ω = vR / r bzw. ω = 2 π / T

    Daraus folgt (wobei r = a):
    vR = 2 π . a / T = ω . a
    vR = 2 π . 57.909.335.477 / 7.600.521,6
    vR = 47.872,38362925 m/s

    Diese 47,872 km/s entsprechen der ‘mittleren’ Bahngeschwindigkeit von Merkur (bzgl. der großen Halbachse), dessen höchste bzw. niedrigste Geschwindigkeit 59 km/s bzw. 39 km/s beträgt.

    Die Formel wurde eigentlich zweckentfremdet, weil mit ihr nur die Geschwindigkeit der Eigenrotation eines Planeten festgestellt werden kann. Das heißt: Ausgehend von einem fiktiven Riesenplaneten mit einem Radius von 57,9 Millionen Kilometer und einer Rotationsdauer von 7,6 Millionen Sekunden ergab sich eine Rotationsgeschwindigkeit von 47,872 km/s. Es wird nur so getan, als würde ein Riesenplanet um seine Achse rotieren – einzig, um die Formel anwenden zu können. Aber das Ergebnis war so, als würde ein Planet auf einer Kreisbahn (= große Halbachse) um die Sonne wandern.

    Es gibt noch eine weitere Möglichkeit zur Berechnung der ‘mittleren’ Bahngeschwindigkeit von Merkur (bzgl. der großen Halbachse). Die Formel für das Gravitationspotential:
    Phi = G . M[Sonne] / r

    während die 1. kosmische Geschwindigkeit der Wurzel von Phi entspricht:
    v1 = sqrt(0,667428 . 10^-10 . 1,98844811487 . 10^30 / 57.909.335.477)
    v1 = 47.872,38362925 m/s

    Mit der 1. kosmischen Geschwindigkeit berechnet man normalerweise die Geschwindigkeit eines Objekts, das nicht mehr auf einen Planeten zurückfällt, sondern im konstanten Abstand um einen Planeten kreist (z. B. eine abgefeuerte Kanonenkugel (im Vakuum), die auf einer geschlossenen Bahn permanent um einen Planeten fliegt). Bei Merkur findet diese Formel Anwendung, weil er auf einer ‘geschlossenen’ Bahn (bzgl. seiner großen Halbachse) um die Sonne reist. Das heißt: Merkur wird weder (von der Sonne oder anderen Planeten) aus seiner Bahn gezogen, noch weggeschleudert, sondern verbleibt auf einer ‘geschlossenen’ Bahn um die Sonne. Als Ergebnis erhält man (bzgl. der großen Halbachse) wiederum jene 47,872 km/s.

    Der linke Term entspricht dem rechten Term:
    2 π . a / T = sqrt(G . M[Sonne] / a)
    4 π² . a² / T² = G . M[Sonne] / a

    Multiplizieren mit 6 π und Dividieren mit c² . (1 – ε²) beider Seiten
    (24 π³ . a²) / (T² . c² . (1 – ε²)) = (6 π . G . M[Sonne]) / (a . c² . (1 – ε²))

    Dieses Ergebnis entspricht dem jeweiligen Psi vom Beginn. Und man fragt sich, wo hier etwas relativistisch sein soll. Merkur würde sich wie die anderen Planeten auf einer elliptischen Bahn um die Sonne bewegen. Doch es müssen auch die gravitativen Einflüsse der Planeten berücksichtigt werden, wobei diese Kräfte für Merkur in erster Linie (stärker) in Umlaufrichtung der Planeten und nach ‘außen’ wirken, weil Merkur der innerste Planet unseres Sonnensystems ist. Dies erklärt zum Teil die rosettenartige Umlaufbahn Merkurs um die Sonne, wobei die extreme Nähe Merkurs zur Sonne ein weiterer Schlüssel für das Phänomen ist. Angezogen von den anderen Planeten (wie Jupiter, Saturn, usw.) reist Merkur von der Sonne weg. Ist der äußerste Punkt erreicht, wird Merkur wegen seiner Nähe zur Sonne von dieser stark zurückgezogen. Dabei nimmt Merkur regelrecht Schwung auf. Die weitgehend elliptische Bahn (wie bei den anderen Planeten) wird zu einer sich mitdrehenden elliptischen Bahn bei Merkur, die sich nicht nur durch die Einflussnahme der anderen Planeten, sondern auch durch das Zurückschleudern und die Schwungaufnahme aufgrund der Sonne ergibt. Wo hier die Relativitätstheorie die Perihel-Drehung von Merkur erklären soll, bleibt ein Rätsel. Nirgends ist etwas Relativistisches auszumachen – bei keiner einzigen Rechnung, bei keiner einzigen Erläuterung.

  48. 14 a. Einstein hat nichts berechnet, weil es Michele Besso war. Aber von besonderem Interesse ist, dass der 1909 verstorbene Physiker Carl Ludwig Paul Gerber die Formel

    c² = (6 π . µ) / (a . (1 – ε²) . Psi),

    wobei µ = 4 π² . a³ / T² ist, 1902 veröffentlicht hat. Jenes eingesetzte µ ergibt die Formel

    c² = (24 π³ . a²) / (T² . (1 – ε²) . Psi)

    bei der es Gerber um die Ermittlung von c ging, was damals unbekannt war. Erst am 18.11.1915 präsentierte Einstein ‘seine’ (angeblich relativistische) Erklärung für Merkurs Perihel-Drehung, wo dieselbe Formel zum Vorschein kam, in der Psi und c² die Plätze getauscht hatten. 1916 erkannte Ernst Gehrcke, dass ‘Einsteins angenäherte Formel für die allg. Relativitätstheorie’ mit Gerbers Formel identisch war. Deshalb ließ Gehrcke 1917 in den Annalen der Physik Gerbers Arbeit neu drucken, um auf ein mögliches Plagiat Einsteins hinzuweisen. Eine polemische Debatte begann, in der Gerbers Arbeit „trotz richtiger Formel“ als „unbrauchbar“, „unphysikalisch“ und „mathematischer Fehler“ bezeichnet wurde.

    Immer wieder kann man nachweisen, dass angebliche ‘Erkenntnisse von Einstein’ zuvor von anderen Personen publiziert wurden. Das zog sich wie ein roter Faden durch seine Laufbahn. Jedes Mal verlautbarte Einstein, er hätte von den Veröffentlichungen anderer nichts gewusst, obwohl er am Patentamt in Bern stets Zugang zu neuesten Erkenntnissen hatte. Und danach mimte er den Unwissenden. Sich ständig hinzustellen, er wisse von anderen Publikationen nichts, wirkte mit der Zeit lächerlich. Vor allem, weil bekannt war, dass Einstein ein mathematisches Leichtgewicht war. Nur gut, dass Gerber dies nicht mehr miterleben musste. Schließlich handelt es sich hier nicht um eine simple Formel wie W = F . s oder E = m . v² (die in Wahrheit von Leibniz stammt), sondern um eine Formel mit mehreren Faktoren und mit Zweier- bzw. Dreier-Potenzen. Diese hat dem Gerber wahrscheinlich eine gute Fee zugeflüstert. Dass Poincaré mit Einstein nichts zu tun haben wollte, nachdem Einstein die mathematische Ausformulierung der Lorentz-Transformation als seine Idee darstellte, ist nun umso verständlicher.

    14 b. Die Ermittlung der Perihel-Drehung von 43” (für 100 Erdjahre):
    Kreisbogen b = r . π . α / 180

    Bogenmaß eines Winkels Psi = arc α = b / r = π . α / 180
    Psi hat einen Wert von 0 bis 2 π

    α = Psi . 180 / π = 5,018721191683180788 . 10^-7 . 180 / π

    Zur Ermittlung des Winkels α ist die Multiplikation von Psi mit (180 / π) nötig. Außerdem ergibt sich der Wert von Psi bei genau einer Sonnenumrundung von Merkur. Auf der Erde sind währenddessen nur 0,24085 Jahre vergangen. Deshalb muss auf 1 Erdjahr umgerechnet werden, was einer Multiplikation mit 4,1521399 entspricht. Anomalistisches Jahr: 365,2596 Tage (auf das Perihel bezogen).

    T[Erde] / T[Merkur] = 31.558.429,44 s / 7.600.521,6 s = 4,152139958394434

    α[1 Jahr] = Psi . 31.558.429,44 s . 180 / (π . 7.600.521,6 s)
    α[1 Jahr] = 0,000119395425110862525° (pro Erdjahr)
    α[1 Jahr] = 0,42982353039910509” (pro Erdjahr)

    Für 100 Erdjahre erhält man: 42,982353039910509”

  49. Wenn Einsteins Arbeit nicht relativistisch ist, muss es auch eine andere als die seltsame Berechnung unter Punkt 13 geben: „Multiplizieren mit 6 π und Dividieren mit c² · (1 – ε²)“. Nur wenn eine schlüssige Formel existiert, glaube ich erst an eine nicht-relativistische Herleitung. Genauso gut könnte man sagen, die Saurier sind nicht durch einen Asteroideneinschlag ausgestorben, sondern durch Nahrungsmangel.

  50. Andere Formeln für die zusätzliche Perihel-Drehung:

    15 a. Mit der Formel von J. Schwinger erhält man das gleiche Ergebnis:
    α[100 J.] = 3 . (v / c)² . (a / b)² . 1.296.000 . Umläufe in 100 Jahren
    α[100 J.] = 3 . (47.872,38362925249 m/s / c)² . 1,044150854 . 1.296.000 . 415,21399583944344
    α[100 Jahre] = 42,982353039910509”

    Die Schreibweise Schwingers ergibt für (a / b)² = 1,04415085455 und steht sozusagen im Zähler – und nicht im Nenner wie bei Gerber: 1 / (1 – ε²) = 1 / 0,95771601933
    Aber das Ergebnis ist dasselbe. Auffällig ist die gleiche Schreibweise von Einstein wie bei Gerber.
    Die Zahl 1.296.000 steht für 360° . 3.600” (Umrechnung auf Bogensekunden)

    .
    15 b. Eine weitere Formel:

    Anhand der mittleren Umlaufgeschwindigkeit von Merkur auf seiner Rosettenbahn von etwa 48.917,77 m/s ergibt sich: (keine Exzentrizität mehr nötig!)

    Psi = (6 . π . (48.917,77287 m/s)²) / c²
    Psi = 5,018721191683180788 . 10^-7 rad

    Im Gegensatz dazu wirkt Einsteins Herleitung umständlich und nicht unbedingt wie der Weisheit letzter Schluss. Mit der RT haben all diese Formeln jedenfalls nichts tun. Aufgrund der bereits bekannten Multiplikationen mit (180 / π) usw. errechnen sich die zusätzlichen 43” für die Perihel-Drehung in 100 Erdjahren:
    α[100 J.] = Psi . (180 / π) . (31.558.429,44 s / 7.600.521,6 s) . 3.600 . 100
    α[100 Jahre] = 42,982353039910509”

    .
    15 c. Eine zusätzliche Formel:

    Psi = (G . M / r) . ((6 π) / (c² . (1 – ε²)))
    Psi = ((Phi / c) / c) . ((6 π) / (1 – ε²))

    mit vA[Sonne] = Phi / c (bzgl. große Halbachse Merkurs = 57.909.335.477 m)

    Psi = (vA / c) . ((6 π) / (1 – ε²))
    Psi = 5,018721191683180788 . 10^-7 rad

    [Die Dinos wurden durch 4 Kometen-Einschläge ausgerottet. Zum Yucatan-Einschlag: Der Krater ist der gesamte Golf von Mexiko, der zuvor gar nicht existierte.]

  51. Hans Ackermann: “Ein sehr interessanter Beitrag, der sicher ein Teil der Kritiker der Speziellen Relativitätstheorie sehr nach denklich machen sollte.”

    Das haben Sie bestimmt ironisch gemeint 😉

  52. Bei der Aussage, die Berechnungen mit der relativistischen Zeitdilatation seien falsch bzw. nur beinahe richtig, gibt es ein Problem. Wenn das alles bekannt ist, wieso geht niemand an die Öffentlichkeit und sagt, wie es wirklich funktioniert?

  53. 1. Ich denke, dass ich genau das gemacht habe (mit vielen Rechnungen als Beweis).

    2. Es gab genügend Personen, die über Jahrzehnte die RT in Zweifel gezogen haben. Allerdings oft ohne Gegenbeweise und zum Teil mit falschen Annahmen.

    3. Es ist bekannt, dass die RT falsch ist. Doch bestimmten Personen ist eine Nicht-Veröffentlichung dazu sehr genehm, weil Wissen Macht bedeutet. Wenn viele Wissenschaftler die RT für richtig halten, reiben sich bestimmte Personen in den USA die Hände. Denn so werden die Russen und Chinesen niemals auf das stoßen, was die im Verborgenen Agierenden herausgefunden haben.

  54. Was haben die denn herausgefunden? Hat es etwas mit Tarnung oder ”Ufo”-Technologie zu tun? Bei so einer Begegnung soll einem amerikanischen Polizisten auf zwei Uhren die Zeit um sechs Minuten nachgegangen sein. Vielleicht ist er in einem schnell fliegenden Objekt ”entführt” worden, wobei die Zeit für ihn langsamer vergangen ist.

  55. Die Menschen wachsen mit Fernsehen und Schnurlos-Telefon auf und halten diese Dinge für selbstverständlich, obwohl sie über deren Funktionalität nichts wissen und über diese ‘Zaubergeräte’ in Ehrfurcht erstarren müssten. Weitere unveröffentlichte Erkenntnisse sind im ersten Moment unverständlich, aber nach genauerer Betrachtung ergibt alles einen Sinn. Was die angeblich fehlenden 6 Minuten jenes Cops betrifft, wird eher starker Elektromagnetismus und nicht die Zeitdilatation dafür verantwortlich gewesen sein.

  56. Wo genau soll die Antimaterie sein? Falls jemand herausfindet, wo sich die Antimaterie befindet, bekommt er dafür den Nobelpreis.

  57. Die Antimaterie befindet sich
    u
    u
    D ← hier

    und

    u
    d
    D ← hier

    Beim Urknall entstand aus Strahlung gleich viel Materie und Antimaterie (keine Asymmetrie). Materie und dazugehörige Antimaterie können sich gegenseitig auslöschen oder mit anderen Teilchen größere Strukturen bilden. Z. B.: Neutron = Proton + Elektron + Elektron-Antineutrino

    Obwohl unzählige Elektron-Neutrinos durchs All fliegen, können sie sich nicht mit den Elektron-Antineutrinos der Neutronen annihilieren. Es entstanden also stabile Strukturen aus Materie und Antimaterie. Materie bzw. Antimaterie altert ausnahmslos (im Gegensatz zu Strahlung). Der Urknall fand vor mindestens 46,5 Mrd. Jahren statt, wobei die damals entstandenen Teilchen wegen ihrer hohen Eigengeschwindigkeit nur um rund 13,8 Mrd. Jahre gealtert sind (= Zeitdilatation).

  58. Das Maß von (jemandes) Zeit heißt: (dessen) Dauer

    Werner Eggert schrieb (08.08.2009, 10:36 Uhr):
    > Verstehe ich das richtig, dass es keine einheitliche physikalische Definition der Zeit gibt, entsprechend anderen physikalischen Grössen wie Längen, Temperatur oder Masse?

    Die geometrisch-physikalische Größe zur Messung von jemandes Zeit (also jeweils einer bestimmten geordneten Menge von “Zeiten”/”Momenten”/”Zeiger-Positionen”/”Anzeigen”/”Ereignis-Anteilen” jeweils eines bestimmten Beteiligten) nennt man: Dauer;

    also konkret jeweils die Dauer τA[ _J, _K ] des betreffenden Beteiligten A, jeweils von einer bestimmten seiner Anzeigen A_J, bis zu einer (anderen, “späteren”) seiner Anzeigen A_K.

    (Ähnlich wie z.B. Länge PQ ein Maß der räumlichen Unterscheidbarkeit zweier gegenüber einander ruhender Enden, P und Q, voneinander ist, bzw. Masse ein Maß von bestimmer “materieller Substanz”.)

    (Übrigens kommen Begriffe “Lebensdauer”, “Periodendauer” und “Schwingungsdauer” auch in Andreas Müllers Essay “Was ist Zeit?” vor, den er oben (04.08.2009, 23:32 Uhr) erwähnt hat; dort allerdings offenbar ohne ausdrückliche Definition und Würdigung von “Dauer” als “Maß von jemandes Zeit”.)

    Eng mit der Messgröße Dauer zusammenhängend, aber doch verschieden, ist außerdem
    das Maß zeitlicher Unterscheidbarkeit je zweier Ereignisse, genannt: Lorentzsche Distanz;
    nämlich (definiert als) das Supremum der Dauern all derjenigen, die sowohl an dem einen als auch an dem anderen Ereignis beteiligt waren (jeweils von Anzeige/Anteil an dem einen Ereignis, bis zu Anzeige/Anteil an dem anderen).

    p.s.
    > Wird dadurch die Zeit relativ, weil sie jeder beliebig definieren kann?

    Die nachvollziehbare Definition und begriffliche Unterscheidung von Zeit einerseits, und andererseits von Dauer (als Maß von Zeit), ist manchen wohl (noch) … relativ egal.

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