Science Café beim Tag der offenen Tür in Garching
BLOG: Einsteins Kosmos
Morgen tobt der Bär in Garching! Im Rahmen der Galileiischen Nächte öffnen die wissenschaftlichen Institutionen am Forschungscampus in Garching, nördlich von München, am morgigen Samstag, 24. Oktober 2009 ihre Pforten. Tausende von Besuchern werden auf dem Campus erwartet.
Das vollständige bunte Programm gibt es auf der Website http://www.forschung-garching.de/ . Die Aktivitäten unseres Exzellenzclusters Universe kann man ebenfalls nachlesen, u.a. ein mobiles Sternobservatorium, einige populärwissenschaftliche Vorträge und viele Experimente mit dem Wow- und Aha-Effekt.
Ich möchte dabei ein recht neues Kommunikationskonzept hervorheben, das wir erstmals bei unserem Science Café ausprobieren wollen: Wissenschaftler des Cluster treten dabei in direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit. Bequem gepolstert plaudern wir morgen bei einer Tasse Kaffee über folgende Themen:
14:30-15:00 Dunkle Materie – die Suche nach dem unsichtbaren Gerüst des Universums (Tobias Lachenmaier)
15:00-15:30 Dunkle Energie: Was unser Universum antreibt (Stefan Hofmann)
15:30-16:00 Schwarze Löcher – hungrige Monster im Zentrum von Galaxien (Robert Dunn)
16:00-16:30 Von Menschen und Teilchen (Robert Münzer)
16:30-17:00 Der Urknall: Wie entstanden Raum, Zeit und Materie? (Andreas Müller)
17:00-18:00 Diskussion mit allen Wissenschaftlern
Wir sehen uns!
Begriff des “Science Cafe”
“Bequem gepolstert” und “bei einer Tasse Kaffee” passt – aber ein Science Cafe in der eigentlichen Bedeutung ist dies nicht: Da begeben sich Wissenschaftler etc. in ein Café oder besser noch eine Bar und stehen dort den (mehr oder weniger vorgewarnten) Besuchern Rede und Antwort. Die sich größtenteils wohl nie auf den Weg zu einem Institut machen würden (und der Garchinger Campus liegt ja nun wirklich nicht am Wegesrand).
Dieser Ansatz wird vor allem auf den britischen Inseln (wo er m.W. erfunden wurde), in Australien und den USA mit großem Erfolg gepflegt; in Deutschland gibt’s das bisher nur ganz selten – aber in Bonn haben wir’s immerhin schon zweimal im Rahmen des IYA ausprobiert, mit einer sehr offenen Variante und ohne Promi-Referent. Wir üben aber noch und sind für Erfahrungen anderer mit jedwedem Konzept dankbar …
@ D. Fischer
Ich kenne das ursprungliche Konzept, das natürlich so auch seinen Reiz hat, weil es mit einem Überraschungseffekt punkten kann: Wissenschaft, wo man sie nicht erwartet.
Bistro-Tische und Stehplätze werden wir auch haben… 🙂 Wichtig ist doch vor allem das Kommunikationskonzept, nämlich dass man direkt in Dialog tritt und nicht einen Vortrag in Gestalt eines Monologs abliefert.
Bei der 850-Jahr-Feier in München im Sommer 2008 hatten wir einen gut besuchten Stand in der Innenstadt, der ebenfalls Wissenschaftsvermittlung im Dialog möglich machte. Das lief ganz gut und ich freue mich auf morgen!