Damentreff im Café Astro

BLOG: Einsteins Kosmos

Vom expandierenden Universum bis zum Schwarzen Loch
Einsteins Kosmos

Ich bin ein Spanner, zumindest akustisch. Neulich belauschte ich vier Damen im Café „Astro“ und sie hatten sich viel zu erzählen. Hier kommt die Geschichte, was sich da zutrug:

Amanda, Alice, Alma und Lisa nahmen gerade in einem italienischen Café Platz. Eine junge Frau mit Schürze hstete gerade am Tisch vorbei. Lisa fragte: „Xeusi, junge Frau. Bedienen Sie hier?“ Die Angesprochene antwortete: „ Nein, ich nicht, aber Rosita. eRosita! Komm mal rüber.“ So kam eine andere Dame an den Tisch, die die Bestellung aufnahm. Alice wollte die erste Runde aufnehmen und sprach: „Vier Esopressos, bitte.“ „Die heißen Espressi.“, korrigierte die polyglotte Amanda, worauf Alice konterte: „Das ist mir doch integral!“ Zur Verwunderung aller ergänzte Lisa:  „Meinen mit Icecubes, bitte.“ Nach einer Weile kam die Kellnerin mit den köstlichen Kaffeegetränken zurück. Die Eiswürfel für Lisa wurden getrennt serviert und sahen aus wie Ligo-Steine. Lisa ließ sie mit einem deep impact in ihrem Kaffee verschwinden.

Doch auch der Magen knurrte, was Lisa veranlasste von der Kellnerin zu verlangen:  “Gems mir halt noch einen Keks dazu, bitte.“  Die Kellnerin widersprach: „Wir haben keine Kekse, denn wir sind ein italienisches Café.“ Aus Lisa brach es heraus: „Tu, was ich sage!“ Gekränkt, weil gedemütigt und gescheucht, verschwand die Bedienung mit einem grimmigen Gesichtsausdruck und war vorerst nicht mehr gesehen. Lisa, die offenbar immer noch in Rage war, warf ihr hinterher: „Diese Tussi hat keinen Grond wie eine beleidigte Leberwurst abzuziehen. Ich habe unqualifiziertes Personal rosat!“ Alma wunderte sich nur über Lisas gewählte Süßigkeit und konstatierte „Wie? Heute keine XMMs?“

Als Amanda ihren Espresso probierte, stellte sie schockiert fest: „Egret, der schmeckt total bitter!“ „Quatsch, das ist das Salt in der Suppe.“,  kommentierte Lisa. Amanda schüttete Unmengen an Zucker in ihren Espresso, vergaß aber umzurühren. Alice meinte nur zu Amanda: „Du bevorzugst geshuttlet, nicht gerührt?“ „Ich bin doch nicht James Bond“, entfuhr es Amanda, deren Gesichtsverzerrungen sich beim Trinken der süßen Plörre lösten.

Auf diese Szenen folgte der übliche, oberflächliche Smalltalk über Damenschuhe und Handtaschen – bis Alice plötzlich rief: „Dasi mal!“ „Was ist denn?“, meinte Lisa, die dann ebenfalls erstaunt feststellte: „Das ist ja cresst!“. Auch Amanda stimmte nur mit einem „Oh my Goods!” zu. Alle drei starrten auf Almas Goldring an der Hand, an dem ein Brilli glänzte. Neugierig fragte Amanda: “Wie viel Corot hat der denn?“ Alma hatte eigentlich keine Ahnung, gab aber fünf Karat an. Hauptsache viel, Hauptsache teuer. „Soho?“, lachte Amanda lauthals, „das kann ich mir aber nicht vorstellen“. Alma war erbost und protestierte:  „Jetzt ist das 2Mass aber voll!“ Sie ärgerte sich und gab an „Mein Mann ist kein Schwabe. Er kann es sich leisten, mir teures Geschmeide zu schenken.“  Lisa lästerte: „Nur weil Dein Mann Hesse ist, muss er noch lange nicht liquide und Schmuckfeschitist sein…“ „Das heißt Fetischist“, fiel ihr Amanda ins Wort. „Du altes Aas!“ konterte Lisa. Ein heftiger, ganz undamenhafter Streit entbrannte.

Am Tisch ging es jetzt ordentlich zur Sache und andere Café-Besucher schauten belustigt herüber.  Schließlich erschien endlich die Kellnerin Rosita auf der Bildfläche, um ein italienisches Süßgebäck zu servieren. Die Rückkehr der herbei Gesehnten wurde von Amanda kommentiert mit „Manchmal kommen Dinge wie ein Boomerang zurück.“ Das Süßgebäck wurde in kürzester Zeit vertilgt. Nachdem im Prinzip alle kulinarischen Genüsse das Zeitliche gesegnet hatten, gab es offenbar wenig Grund für das Damenquartett zu bleiben. Erstaunt stellte Amanda gegenüber Lisa fest „Dein Blick ist magic, Honey.“, woraufhin diese entgegnete: „Ich bin so horny, Mädels. Spitzer ist nur Nachbars Lumpi. Lasst uns gehen.“ Und so wurde Rosita herbeigerufen, um zu zahlen. Weil Alma allerdings planck war, musste Alice für sie bezahlen. „Immer dasselbe mit Dir“, maulte Alice. Daraufhin meinte Alma nur lakonisch: “Ich wise.“ Lisa lief offenbar die Zeit weg: „Mein Mann kommt in 30 Minewton nach Hause – ich muss los!“

Nun gab es kein Halten mehr. Die Wege der vier Freundinnen trennten sich.  Zum Abschied ließ Amanda den Arni raushängen und sprach: „Asca la vista, Baby!“ Es war nur überliefert, dass Lisa nach der Ankunft zuhause sich auf ihrem Lofar niederließ und maximal entspannt war.

Im Text wimmelt es von Teleskopen, Astro-Missionen, auch Astroteilchen-Experimenten und Astro-Institutionen. Wer findet sie alle und nennt sie hier im Kommentarbereich in der Reihenfolge ihres Auftretens? Zu Gewinnen gibt’s nix.

AUFLÖSUNG: 38 Begriffe

Amanda, Alice, Alma und Lisa nahmen gerade in einem italienischen Café Platz. Eine junge Frau mit Schürze hstete gerade am Tisch vorbei. Lisa fragte: „Xeusi, junge Frau. Bedienen Sie hier?“ Die Angesprochene antwortete: „ Nein, ich nicht, aber Rosita. eRosita! Komm mal rüber.“ So kam eine andere Dame an den Tisch, die die Bestellung aufnahm. Alice wollte die erste Runde aufnehmen und sprach: „Vier Esopressos, bitte.“ „Die heißen Espressi.“, korrigierte die polyglotte Amanda, worauf Alice konterte: „Das ist mir doch integral!“ Zur Verwunderung aller ergänzte Lisa:  „Meinen mit Icecubes, bitte.“ Nach einer Weile kam die Kellnerin mit den köstlichen Kaffeegetränken zurück. Die Eiswürfel für Lisa wurden getrennt serviert und sahen aus wie Ligo-Steine. Lisa ließ sie mit einem deep impact in ihrem Kaffee verschwinden.

Doch auch der Magen knurrte, was Lisa veranlasste von der Kellnerin zu verlangen:  “Gems mir halt noch einen Keks dazu, bitte.“  Die Kellnerin widersprach: „Wir haben keine Kekse, denn wir sind ein italienisches Café.“ Aus Lisa brach es heraus: „Tu, was ich sage!“ Gekränkt, weil gedemütigt und gescheucht, verschwand die Bedienung mit einem grimmigen Gesichtsausdruck und war vorerst nicht mehr gesehen. Lisa, die offenbar immer noch in Rage war, warf ihr hinterher: „Diese Tussi hat keinen Grond wie eine beleidigte Leberwurst abzuziehen. Ich habe unqualifiziertes Personal rosat!“ Alma wunderte sich nur über Lisas gewählte Süßigkeit und konstatierte „Wie? Heute keine XMMs?“

Als Amanda ihren Espresso probierte, stellte sie schockiert fest: „Egret, der schmeckt total bitter!“ „Quatsch, das ist das Salt in der Suppe.“,  kommentierte Lisa. Amanda schüttete Unmengen an Zucker in ihren Espresso, vergaß aber umzurühren. Alice meinte nur zu Amanda: „Du bevorzugst geshuttlet, nicht gerührt?“ „Ich bin doch nicht James Bond“, entfuhr es Amanda, deren Gesichtsverzerrungen sich beim Trinken der süßen Plörre lösten.

Auf diese Szenen folgte der übliche, oberflächliche Smalltalk über Damenschuhe und Handtaschen – bis Alice plötzlich rief: „Dasi mal!“ „Was ist denn?“, meinte Lisa, die dann ebenfalls erstaunt feststellte: „Das ist ja cresst!“. Auch Amanda stimmte nur mit einem „Oh my Goods!” zu. Alle drei starrten auf Almas Goldring an der Hand, an dem ein Brilli glänzte. Neugierig fragte Amanda: “Wie viel Corot hat der denn?“ Alma hatte eigentlich keine Ahnung, gab aber fünf Karat an. Hauptsache viel, Hauptsache teuer. „Soho?“, lachte Amanda lauthals, „das kann ich mir aber nicht vorstellen“. Alma war erbost und protestierte:  „Jetzt ist das 2Mass aber voll!“ Sie ärgerte sich und gab an „Mein Mann ist kein Schwabe. Er kann es sich leisten, mir teures Geschmeide zu schenken.“  Lisa lästerte: „Nur weil Dein Mann Hesse ist, muss er noch lange nicht liquide und Schmuckfeschitist sein…“ „Das heißt Fetischist“, fiel ihr Amanda ins Wort. „Du altes Aas!“ konterte Lisa. Ein heftiger, ganz undamenhafter Streit entbrannte.

Am Tisch ging es jetzt ordentlich zur Sache und andere Café-Besucher schauten belustigt herüber.  Schließlich erschien endlich die Kellnerin Rosita auf der Bildfläche, um ein italienisches Süßgebäck zu servieren. Die Rückkehr der herbei Gesehnten wurde von Amanda kommentiert mit „Manchmal kommen Dinge wie ein Boomerang zurück.“ Das Süßgebäck wurde in kürzester Zeit vertilgt. Nachdem im Prinzip alle kulinarischen Genüsse das Zeitliche gesegnet hatten, gab es offenbar wenig Grund für das Damenquartett zu bleiben. Erstaunt stellte Amanda gegenüber Lisa fest „Dein Blick ist magic, Honey.“, woraufhin diese entgegnete: „Ich bin so horny, Mädels. Spitzer ist nur Nachbars Lumpi. Lasst uns gehen.“ Und so wurde Rosita herbeigerufen, um zu zahlen. Weil Alma allerdings planck war, musste Alice für sie bezahlen. „Immer dasselbe mit Dir“, maulte Alice. Daraufhin meinte Alma nur lakonisch: “Ich wise.“ Lisa lief offenbar die Zeit weg: „Mein Mann kommt in 30 Minewton nach Hause – ich muss los!“

Nun gab es kein Halten mehr. Die Wege der vier Freundinnen trennten sich.  Zum Abschied ließ Amanda den Arni raushängen und sprach: „Asca la vista, Baby!“ Es war nur überliefert, dass Lisa nach der Ankunft zuhause sich auf ihrem Lofar niederließ und maximal entspannt war.

Andreas Müller

Veröffentlicht von

Die Astronomie ist faszinierend und schön – und wichtig. Diese interdisziplinäre Naturwissenschaft finde ich so spannend, dass ich sie zu meinem Beruf gemacht habe. Ich bin promovierter Astrophysiker und befasse mich in meiner Forschungsarbeit vor allem mit Schwarzen Löchern und Allgemeiner Relativitätstheorie. Aktuell bin ich der Scientific Manager im Exzellenzcluster Universe der Technischen Universität München. In dieser Tätigkeit im Forschungsmanagement koordiniere ich die interdisziplinäre, physikalische Forschung in einem Institut mit dem Ziel, Ursprung und Entwicklung des Universums als Ganzes zu verstehen. Besonders wichtig war mir schon immer eine Vermittlung der astronomischen Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit. Es macht einfach Spaß, die Faszination am Sternenhimmel und an den vielen erstaunlichen Dinge, die da oben geschehen, zu teilen. Daher schreibe ich Artikel (print, online) und Bücher, halte öffentliche Vorträge, besuche Schulen und veranstalte Lehrerfortbildungen zur Astronomie, Kosmologie und Relativitätstheorie. Ich schätze es sehr, in meinem Blog "Einsteins Kosmos" in den KosmoLogs auf aktuelle Ereignisse reagieren oder auch einfach meine Meinung abgeben zu können. Andreas Müller

3 Kommentare

  1. Der Artikel war nicht auf der KosmoLogs Übersichtsseite zu sehen, sondern nur auf SciLogs.de, aber nun wird er angezeigt.

    O, ich kann mich noch an das letzte Rätsel erinnern. Das ist immer recht schwer, aber richtig gut gemacht.

  2. Herschel fehlt

    Servus Andreas,

    witziger Artikel:) Muss aber leider feststellen, dass fuer Herschel kein Platz in Deiner Kurzgeschichte war…

  3. @Helmut

    Servus Helmut

    Ja, Alma meinte leider, dass ein gewisser Herr Schelano aus Mailand nicht in der Geschichte vorkommen sollte.
    😉

    Ciao,
    Andreas

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