Teste dein mentales Lexikon

BLOG: Die Sankore Schriften

Die Welt ist voller Rätsel
Die Sankore Schriften

Beim folgenden Text bitte einfach drauf loslesen, auch wenn es am Anfang wie blödsinniger Kauderwelsch aussieht.

Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.

Das Lesen dieses Textes setzt ein Wissen über die deutsche Sprache und deren Worte voraus. Es beruht also auf dem individuellen sprachlichen Langzeitgedächtnis. Dieses nennt man auch mentales Lexikon.

Das Wissen über Worte gründet auf zwei Bausteine, zum einen auf dem Lemma zum anderen auf dem Lexem. Das Lemma ist die Grundform des Wortes also die Form, unter der man das Wort im Lexikon sucht. Diese Grundform beschreibt die Bedeutung und die Art des Wortes z.B, Verb, Adjektiv, Substantiv.

Hinter dem Lexem verbirgt sich das Wissen um die Wortform, Lautgestalt und Schreibweise. Beim Lesen werden demnach mehrere Informationen gleichzeitig abgerufen: die Wortbedeutung (Semantische Informationen), die Regeln zur Bildung eines Satzes (Syntaktische Informationen), der Klang des Wortes (Phonetische Informationen) und die Schreibweise des Wortes (Orthografische Informationen).

Joe Dramiga

Veröffentlicht von

Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

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