Nerdkalender: 26. August

Fangen wir mit der 26 an. 26 zwischen der 25 und der 27 liegend, ist eingebettet zwischen einer Quadratzahl 25 = 52 und einer Kubikzahl 27 = 33. 26 ist die einzige Zahl zwischen einer Quadratzahl und einer Kubikzahl bewiesen hat das Pierre de Fermat.

26 ist die kleinste Zahl mit drei Darstellungen als Summe von drei verschiedenen Primzahlen.

1. Darstellung: 26 = 2+5+19
2. Darstellung: 26 = 2+7+17
3. Darstellung: 26 = 2+11+13

Der August ist nach dem römischen Kaiser Augustus benannt, der in diesem Monat sein erstes Konsulat begann. Den Namen erhielt der Monat im Jahre 8 v. Chr. Davor wurde er Sextilis genannt, da er im römischen Kalendersystem, das das Jahr mit dem März begann, Monat Nummer 6 war. Als um 700 v. Chr. der Jahresanfang auf den Januar verlegt wurde, landete der August auf Platz 8. Mit der Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 8 v. Chr. wurde der Monat von 29 auf 31 Tage verlängert.

Geboren am 26. August 1951
Edward Witten
Mathematischer Physiker, dessen Arbeit in der Superstringtheorie ihn 1990 zum ersten Physiker machte, der mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde. Witten ist der Schöpfer der M-Theorie. Die M-Theorie ist ein Versuch die vier Grundkräfte; das sind die Gravitation, der Elektromagnetismus sowie die schwache und die starke Kernkraft einheitlich zu beschreiben. Die fünf Stringtheorien und die 11-dimensionale Supergravitation werden als Grenzfälle der M-Theorie betrachtet

Geboren am 26. Aug 1882
James Franck
Physiker, der 1913 Stoßversuche zwischen Elektronen und Atomen durchführte und dabei die für die Entwicklung der Quantentheorie bedeutende Entdeckung machte, dass (Quecksilber-)Atome, die sich im Grundzustand befinden, Energien unterhalb einer bestimmten Schwelle nicht aufnehmen können. Er erhielt 1925 gemeinsam mit Gustav Hertz den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung dieser Gesetzmäßigkeiten.

Er war einer der ersten, der offen gegen die Rassengesetze der Nazis demonstrierte, und gab 1933 als persönlicher Protest gegen das NS-Regime unter Adolf Hitler seine Professur an der Universität Göttingen auf.
1945, zwei Monate vor Hiroshima, verfasste er zusammen mit einer Gruppe von Atomwissenschaftlern den sogenannten “Franck-Bericht” für das amerikanische Kriegsministerium. Er schlug darin vor, die Atombombe öffentlich in einer unbewohnten Gegend zu zünden, anstatt sie ohne Vorwarnung im Krieg gegen Japan einzusetzen. Leider hatte der Franck-Bericht keinen Erfolg.

Geboren am 26. August 1743
Antoine Laurent de Lavoisier
Chemiker, der als “Vater der modernen Chemie” bezeichnet wird. 1778 entdeckte er, dass Luft aus einer Mischung zweier Gase besteht, die er Sauerstoff und Stickstoff nannte. Durch die Untersuchung der Rolle von Sauerstoff bei der Verbrennung widerlegte er die damals vorherrschende Phlogistontheorie. Lavoisier entdeckte auch das Gesetz der Erhaltung der Masse und entwickelte die moderne Methode der Benennung von Verbindungen, die die ältere nicht-systematische Methode ersetzte.

Gestorben am 26. August 1895
Johann Friedrich Miescher
Biochemiker, der in Tübingen zunächst daran arbeitete, die chemische Zusammensetzung von Zellen aufzuklären. Weiße Blutkörperchen dienten ihm als Ausgangsmaterial für seine Studien. Er isolierte im Rahmen dieser Arbeit erstmals DNA aus Zellen und nannte sie aber nicht DNA, sondern Nuclein, weil er sie aus dem Zellkern, dem Nucleus isoliert hatte. In Basel forschte er weiter am Nuclein und veröffentlichte 1874 seine Ergebnisse über das Vorkommen von Nuclein in den Spermien verschiedener Wirbeltiere. Diese Veröffentlichung erregte einiges Aufsehen, denn schon damals versuchten die Entwicklungsbiologen zu verstehen, wie Merkmale und Eigenschaften von einer Generation zur nächsten vererbt werden.

Miescher schrieb:

„Sofern wir […] annehmen wollten, dass eine einzelne Substanz […] auf irgendeine Art […] die spezifische Ursache der Befruchtung sei, so müsste man ohne Zweifel vor allem an das Nuclein denken.“

Miescher glaubte allerdings nicht daran, dass eine einzige Substanz für die Vererbung zuständig sei, weil er sich nicht erklären konnte, wie die gleiche Substanz zu den verschiedenen Tierarten führen könne, deren Spermien er untersucht hatte. Zwar schrieb er noch:

„Unterschiede im chemischen Bau der Moleküle werden vorkommen“, dann jedoch weiter: „aber nur in begrenzter Mannigfaltigkeit“.

Nach Miescher zu wenig, um selbst die geringen Unterschiede zwischen den Individuen in nur einer Art hervorzubringen.

Gestorben am 26. August 1723
Antonie van Leeuwenhoek
Biologe, der unter anderem Bakterien (Bazillen, Kokken und Spirillen), rote Blutkörperchen und das Kapillarsystem des Blutkreislaufes entdeckte. Er wird als “Vater der Mikrobiologie” bezeichnet. Mit seinem selbst gebauten Mikroskop konnte er Vergrößerungen um das 270-fache erreichen – und das bei einer einigermaßen scharfen Auflösung. Da er das Geheimnis, wie er seine Mikroskope herstellte, nie veröffentliche, wurde die von ihm erreichte Auflösung erst wieder im 19. Jahrhundert erreicht.

Van Leeuwenhoek hatte nie studiert und konnte kein Latein, damals die Sprache der Wissenschaft. 1673 hatte van Leeuwenhoek jedoch Glück: Reiner de Graf, ein Mitglied der Royal Society in London, der ebenfalls aus Delft stammte, führte van Leeuwenhoek und seine Mikroskope in wissenschaftliche Kreise ein. 1680 wurde van Leeuwenhoek Mitglied der Royal Society und damit populär. Er bekam Besuch von bedeutenden Persönlichkeiten wie z. B. Zar Peter den Großen, Gottfried Wilhelm Leibniz oder der britischen Königin Anne.

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Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Oh, Oh,
    der 26. August ist der 238. tag des Gregorianischen Kalenders.
    2 + 3 + 8 = 13 Das gibt Unglück.
    2³ = 8 8 – 8 = 0 Das ist Nichts
    Herr Dramiga, was sind das für Alternativen, zwischen Nichts und Unglück wählen zu dürfen ?

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