Open-Access-Diskussion: Was fehlt in diesem Vortrag?

Letztens habe ich versucht, hier einen Überblick über die ganze Open-Access-Problematik zu geben und welche Nachteile für Doktoranden und junge Wissenschaftler entstehen könnten. 

Auf dem Doktorandenausflug mit Tagung wird das auch Thema einer Podiumsdiskussion sein und ich bin in der 5-köpfigen Runde eine Stimme der Doktoranden. Neben mir auf dem Podium sitzen Paul Schultze-Motel von der Open-Access-Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, Zena Werb als angesehene Wissenschaftlerin mit Publikationen in den großen Zeitschriften und Editorin, Helmut Kettenmann als Pro-Open-Access-Wissenschaftler, und Angelika Lex als Sprecherin von Elsevier.

Das hier unten ist die Präsentation zu meinem Eingangsvortrag, der auf den gerordneten Gedanken meines oben verlinkten Artikels basiert (Artikel-schreiben als Gedanken-ordnen ist wahrscheinlich die wichtigste Funktion meines Blogs). Ich halte mich nicht lange an den einzelnen Folien auf, in der vorliegenden Form dauert er maximal die vorgeschriebenen 10 Minuten (eher etwas weniger). Open Access und die Problematik an sich wird schon vorher eingeführt und erklärt.

Im Sinne von Open Source, Crowd-sourcing und Follower Power würde ich gerne eure Meinung zu dem Vortrag wissen! Bewertet mich und zerreißt meinen Vortrag! 😉

Die Frage an euch lautet also: was würdet ihr anders machen? Habe ich schlimme Fehler gemacht? Wenn ich den Vortrag auf wundersame Weise auf nur 5 Minuten verkürzen wollte, was würdet ihr rauswerfen? 

The Open Access movement gains momentum – should young scientists care? from Martin Ballaschk

Martin Ballaschk ist Biologe, enthält Glutamat und ist auch noch stolz darauf. Das Blog dient ihm als Verdauungsorgan für seine Gedanken: Er denkt hier öffentlich nach über Dinge, die ihn erstaunen, ihm unklar sind oder ihn aufregen. Oder über die er mit Anderen diskutieren möchte. Beruflich als Kommunikator an einem Berliner Forschungszentrum, hier privat.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. @Björn Brembs

    Guter Punkt. Das ist ja eigentlich Gang und Gäbe, für zusätzliche Farbabbildungen zu löhnen – auch schon mal gerne im Bereich eier PLoS-ONE-APC.

  2. The worst form of publication except …

    Auf Folie 2:
    es könnten noch weitere Krisen im Zusammenhang mit dem „subscription model“ ausdrücklich genannt werden, die durch die Bulletpoint-Ellipse bisher nur impliziert sind; z.B.

    – das Problem, weiterführende Fragen bzw. Bemerkungen zum Artikelinhalt öffentlich an die Autoren zu richten bzw. zu beantworten („reproducibility crisis“), oder

    – das Problem inkonsistenter Terminologie zwischen verschiedenen Artikeln („consistency crisis“).

    Im Zusammenhang damit (und nicht zuletzt bezüglich der Funktionalitätsaspekte, Folie 24) vermisse ich auch eine Betrachtung von Open-Access-Modellen wie z.B. SciLogs (wo ja zumindest ein offener Lesezugang garantiert ist, und weitgehend eine Kommentar- bzw. Peer-Review-Möglichkeit besteht).

  3. paper on impact factor of OA journals

    In relation to the topic, this recent paper studied the evolution of impact factor of open access journals:

    http://www.biomedcentral.com/1741-7015/10/73

    A good point they make is that if you compare open access journals with non open-access journals *established the same year* then they have similar impact factors. The idea is that high impact factors may have to do more with acceptance in the community than with being open access or not.

    Their conclusion (nevertheless, not too surprising):
    „In summary, gold OA [Open Access] publishing is rapidly increasing its share of the overall volume of peer-reviewed journal publishing, and there is no reason for authors not to choose to publish in OA journals just because of the ‚OA‘ label, as long as they carefully check the quality standards of the journal they consider.“

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