Der Wert der Dinge

BLOG: Der Islam

Geschichte und Gegenwart
Der Islam

Als der zuständige Redakteur für die Kolumne „Islam in Deutschland“ vom SWR mich vor gut zwei Wochen kontaktierte und nach einem Thema für den neuen Beitrag fragte, war ich vorbereitet.
Es gab nämlich in den letzten Wochen einige Schlagzeilen, die mich bewegten.
Allen voran die Zustände der Gastarbeiter an den Baustellen für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar.


Seit dem ich denken kann, bin ich leidenschaftlicher Fußballfan. Ich genieße es zwar sehr den Bundesligaalltag und die Champions League aktiv zu verfolgen und versuche auch viele Spiele zu sehen, aber Weltmeisterschaften sind dann eben doch etwas ganz besonderes. Einen Monat lang Fußball satt. Nationen aus allen Kontinenten kommen zusammen, man lernt neue Länder kennen und irgendwie hat dieses Ereignis auch etwas von Völkerverständigung.
Dementsprechend freue ich mich schon sehr auf die nächste WM in Brasilien.
Riesig gefreut habe ich mich auch, als Katar den WM-Zuschlag bekommen hatte. Zum ersten Mal sollte also ein arabisches, muslimisch-geprägtes Land dieses Turnier ausrichten. Doch meine Freude ist um ehrlich zu sein angesichts der Berichte über die Arbeiter, die wie Sklaven gehalten werden, getrübt worden.
Deshalb hatte ich mich schon vor einigen Wochen dazu entschieden, den aktuellen Beitrag fürs SWR auf dieses Thema zu fokussieren.

Der Wert der Dinge, so heißt der Beitrag, der seit Freitagmittag online steht, denn man sowohl lesen als auch hören kann.

Veröffentlicht von

Hussein Hamdan M.A., geb. 1979 studierte Islam- und Religionswissenschaft sowie Irankunde in Tübingen und schloss sein Studium 2007 mit einem Magister ab. Anschließend folgte, ebenfalls an der Universität Tübingen, die Doktorarbeit über das Wirken der Azhar-Universität im christlichen-islamischen Dialog, die im März 2013 abgeschlossen wurde. Hussein Hamdan war die ersten beiden Jahre seiner Promotion Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, ehe er 2009 für zwei Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation in Heidelberg wurde. Dort verfasste er u.a. den Band „Muslime in Deutschland. Geschichte, Gegenwart und Chancen“. Aktuell ist er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart angestellt und für das Projekt „Gesellschaft gemeinsam gestalten – Junge Muslime als Partner“ verantwortlich. Hussein Hamdan ist Autor und Sprecher der Kolumne „Islam in Deutschland“ (SWR) und Referent zu diversen Themen des Islam. Seine Schwerpunkte sind Muslime in Deutschland, Interreligiöser Dialog, Humor im Islam sowie Einführungen in die Grundlagen, Quellen und Geschichte des Islam. Zudem ist er Mitglied des Runden Tischs Islam von Integrationsministerin Bilkay Öney in Baden-Württemberg. Hamdan hat sich in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs engagiert. Von 2004-2007 moderierte er in Tübingen den Arabisch-Amerikanischen Dialog. Aktuell ist er Vorstandsmitglied des Bendorfer Forums.

3 Kommentare

  1. Doch meine Freude ist um ehrlich zu sein angesichts der Berichte über die Arbeiter, die wie Sklaven gehalten werden, getrübt worden.

    Die Behandlung nicht-moslemischer Gastarbeiter in einigen islamisch geprägten Staaten ist ein bekanntes Problem – das wie hier beim Anlass der Austragung einer Fußball-WM schon einmal breiter in die Medien gelangen kann.

    MFG
    Dr. W

  2. “Das Leben vieler dieser “Gastarbeiter“ muss grauenhaft sein… )-: ”

    Wer dafür wohl verantwortlich ist ? ;-o

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