Botschaft zum Ramadan

Der Ramadan steht wieder bevor. Am nächsten Montag beginnt dieses Jahr der muslimische Fastenmonat und dauert den ganzen August an. Wie schon in den letzten beiden Jahren, möchte ich mich diesem Anlass widmen und einige Gedanken kurz festhalten.

Wie man sich vorstellen kann, ist das Fasten in dieser Jahreszeit besonders schwierig. So müssen die Fastenden in den ersten Tagen des Ramadans schon vor vier Uhr morgens die letzte Nahrung zu sich nehmen, um dann bis zum Sonnenuntergang nach 21 Uhr auszuharren das Fasten zu brechen. Und in den nächsten Jahren wird es immer schwieriger. Da das Mondjahr, nach dem sich der islamische Kalender richtet, 11 Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, rückt der Ramadan jährlich diese Anzahl an Tagen in unserer Zeitrechnung vor und wird z.B. in den nächsten drei Jahren im Juli beginnen.

Das Fasten in diesem Monat hat eine tiefere Bedeutung als gegen das eigene Ego anzukämpfen, indem man auf Essen und Trinken verzichtet. Der Ramadan ist eine Zeit der Besinnung. In dieser Zeit soll man sich besonders intensiv dem Schöpfer zu widmen, die eigene Lebensweise hinterfragen und das eigene Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber überdenken.

Durch das Fasten sollen die Menschen lernen, das Leid von Hungernden und Bedürftigen einigermaßen nachvollziehen zu können. Und aktuell gibt es in Ostafrika eine dramatische Hungerkatastrophe, die es zu bekämpfen gilt. Fast eine Million Menschen sind dem Hunger ausgesetzt und wenn sich nicht bald etwas tut, werden zahlreiche Menschen, darunter viele Kinder, sterben, während wir hier im Übermaß konsumieren.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim Fastenbrechen in vielen Haushalten gerne groß aufgetischt wird, wogegen im Prinzip nichts einzuwenden ist. Aber gerade dann sollte man sich an das Leid jener Menschen erinnern, die zur selben Zeit um das Überleben kämpfen.

Im Ramadan sind Muslime besonders dazu angehalten, sich gütig und barmherzig zu verhalten. Deshalb ist dieser auf uns zukommende Monat eine Chance, einen Beitrag dazu zu leisten, Menschenleben zu retten, indem man die Menschen in Afrika mit einer Spende unterstützt. Der soziale Aspekt des Ramadans wird ja auch mit der zakat-ul-fitr (Spende des Fastenbrechens), die jede Muslima und jeder Muslim am Ende der Fastenzeit zu zahlen hat, zum Ausdruck gebracht. Diesen Betrag könnte man z. B. ebenfalls darin investieren, den Menschen am Horn von Afrika zu helfen.

In diesen Tagen sind Menschen auf der ganzen Welt über die beiden Attentate in Norwegen mit bisher fast achtzig Toten schockiert und erschüttert. Ich möchte an dieser Stelle weder über die Motive oder die Brutalität des Attentäters noch über den Rassismus und die Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft sprechen.

Mir geht es um die Opfer. Religiöse Muslime pflegen in der Regel im Ramadan, der schließlich als der heiligste unter allen Monaten gilt, viel zu beten. Und ich denke, dass in diesen und den nächsten Tagen viele Muslime die Getöteten und deren Hinterbliebene in ihre Gebete einschließen werden.

Aber meiner Meinung nach sind wir den Opfern noch etwas anderes schuldig. Ob wir einer Religion – egal welcher – angehören oder nicht, und welchen kulturellen Hintergrund wir auch immer haben, wir sollten ein klares Nein zu jeder Art von Rassismus, religiösem Fanatismus und Intoleranz formulieren. Und vielleicht sollte sich der eine oder andere Gedanken darüber machen, ob es nicht an der Zeit ist, einen konstruktiven Dialog mit den Anderen zu suchen, statt gegen sie zu hetzen!

In diesem Sinne, wünsche ich allen Muslimen eine gesegnete und besinnliche Fastenzeit und uns allen etwas mehr Frieden in unserer Gesellschaft!

Veröffentlicht von

Hussein Hamdan M.A., geb. 1979 studierte Islam- und Religionswissenschaft sowie Irankunde in Tübingen und schloss sein Studium 2007 mit einem Magister ab. Anschließend folgte, ebenfalls an der Universität Tübingen, die Doktorarbeit über das Wirken der Azhar-Universität im christlichen-islamischen Dialog, die im März 2013 abgeschlossen wurde. Hussein Hamdan war die ersten beiden Jahre seiner Promotion Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, ehe er 2009 für zwei Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation in Heidelberg wurde. Dort verfasste er u.a. den Band „Muslime in Deutschland. Geschichte, Gegenwart und Chancen“. Aktuell ist er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart angestellt und für das Projekt „Gesellschaft gemeinsam gestalten – Junge Muslime als Partner“ verantwortlich. Hussein Hamdan ist Autor und Sprecher der Kolumne „Islam in Deutschland“ (SWR) und Referent zu diversen Themen des Islam. Seine Schwerpunkte sind Muslime in Deutschland, Interreligiöser Dialog, Humor im Islam sowie Einführungen in die Grundlagen, Quellen und Geschichte des Islam. Zudem ist er Mitglied des Runden Tischs Islam von Integrationsministerin Bilkay Öney in Baden-Württemberg. Hamdan hat sich in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs engagiert. Von 2004-2007 moderierte er in Tübingen den Arabisch-Amerikanischen Dialog. Aktuell ist er Vorstandsmitglied des Bendorfer Forums.

41 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Polartag

    Ich frag mich immer: Was machen die Muslime im hohen Norden? Dort gibt es ja zur Sommersonnenwende gar keinen Sonnenuntergang mehr. Extremfall ist natürlich der Nordpol, wo der Tag ein halbes Jahr dauert. Verhungern die? Gibt’s deswegen dort so gut wie keine Muslime? Oder gibt es eine Härtefallregelung?

  2. @Arnd

    Also in drei-vier Jahren beginnt der Ramadan ja so ca. zur Sommersonnenwende. Aber was ist am Südpol? Die muslimischen Forscher in der Antarktis können (fast) den ganzen Tag schlemmen trotz Fastenzeit. Was sagt da Gott dazu?

  3. Hunger in Afrika

    Aber sind es nicht gerade islamische Gruppen, die eine Versorgung und Hilfe für die Menschen am Horn von Afrika verhindern?

  4. @Hussein

    Vielen Dank für den schönen Beitrag und Dir und den Deinen einen gesegneten Ramadan!

    @Rosengold

    Islamistische Gruppen, wie sie derzeit in Somalia wüten, stehen ebenso wenig für “den Islam” wie die Lord’s Resistance Army in Uganda für “das Christentum”. Gerade in den letzten Tagen sollte m.E. sehr deutlich geworden sein, dass jede Religion mißbraucht werden kann. Es liegt an uns, den Vernünftigen in allen Religionen und Kulturen den Rücken zu stärken.

  5. @Arnd/Carlo

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Ihre Fragen ernst gestellt sind…

    Im hohen Norden oder im Süden richten sich die Muslime nach einem der nächstgelegenen Länder, in denen es einen deutlich erkennbaren Sonnenauf-/-untergang gibt.

  6. Quatsch mit Soße

    Was im Ramadan als „Fasten“ bezeichnet wird, hat aus ärztlicher Sicht mit richtigem Fasten absolut nichts gemeinsam und ist einfach nur dumm, ähnlich dumm wie die totale Verschleierung der Frauen.
    Richtiges Fasten bedeutet: Keine Nahrungsaufnahme über mehrere Tage und Nächte hinweg, so daß der Verdauungskanal über längere Zeit keine Kalorien zugeführt bekommt. Wassertrinken ist dabei notwendig und erlaubt. Diese strenge Nahrungskarenz kann ohne Schaden über viele Tage ausgehalten werden, weil das Hungergefühl nach zwei Tagen verschwindet und der Mensch dann eine sehr wohltuende Wirkung der 0-Diät spürt, vor allem in geistiger Klarheit, bester Konzentrationsfähigkeit, und die körperliche Leistungsfähigkeit nur wenig eingeschränkt ist.
    Eine tägliche Aufnahme von Vitamin C sollte beim richtigen Fasten auch erlaubt sein, solange sie nicht mit Kalorien verbunden ist.

    Ramadan ist dagegen kein Fasten sondern führt zu nächtlichen Völlereien, welche die biologischen Rhythmen des Organismus mißachten und deshalb eher schaden als nutzen.

  7. @Michael Blume

    Sehr geehrter Herr Blume,da ich auf diese Blogseite erst vor kurzem gestossen bin bedanke ich mich für Ihre Antwort ( Bin noch etwas unbedarft im Internet).Ich gehe davon das auch sie ein Moslem sind.
    Ich wollte Ihnen natürlich nicht zu aufdringlich erscheinen.

  8. Ich behaupte das Gegenteil!
    Nicht jede Religion lässt sich missbrauchen!
    Das ist eine vollkommen an den Haaren herbeigezogene Behauptung.
    man zählt nämlich folgendermaßen:
    1 Beispiel, 2 Beispiele, 3 Beispiele oder:
    1 Beispiel, mehr Beispiele, viele Beispiele
    aber nicht
    1Beispiel, 2 Beispiele, alles Beispiele
    genauso wie nicht jeder Grieche ein Philosoph ist so ist das auch hier ein falscher Syllogismus.
    Sowas muss man sich sonst nur in der Politik bieten lassen.

  9. @all

    Wenn es nicht absolut alle Religionen betrifft, sondern nur mehrheitlich alle Religionen(und damit gezeigt ist, dass es besser geht), trägt jede betroffene Religion die Verantwortung nicht nur vor sogenannten Misinterpretationen zu warnen und sie zu diskreditieren sondern besonders Misinterpretationen irrational zu machen!
    Denn es ist durchaus eine rationale Annahme den heiligen Krieg als gewaltsamen Krieg zu begreifen und es ist auch rational einfach die Bibel zu lesen und sich sowohl aus dem alten wie aus dem neuen Testament gewaltverherlichende Botschaft auszusuchen.

    Dont work around it
    FIX IT

  10. ach und bevor das hier zu missverständnissen führt:
    irrational wird etwas nicht wenn alle mitgläubigen sagen es sei irrational

  11. @Rosengold

    Ich bin evangelischer Christ. Und genau deswegen auch aktiv im Dialog der Religionen, insbesondere zwischen Judentum, Christentum und Islam.

    Hier ist ein Artikel über Hassinseln im Internet, der für Sie interessant sein könnte.
    https://scilogs.spektrum.de/…ht-ein-webgrown-extremism

    Beste Grüße!

  12. @Hussein

    Was hältst du von dem Vorschlag als Gläubiger nicht nur eine bestimmte Interpretation von Glaubensmanifesten zu bekräftigen, sondern rationale Missverständnisse unmöglich zu machen?
    Ganz egal ob es nun um Staatsverfassungen oder Eugenik geht, das würde man vielleichtsogar von absolut allen anderen Themen und Ideologien erwarten.

  13. Danke und gute Ramadan-Einkehr

    Mir erklärt der Text viele Konzepte, um die ich nur in etwa wusste, besser…

    Mir erscheint die Betonung, dass es an der Zeit sei, “einen konstruktiven Dialog mit den Anderen zu suchen, statt gegen sie zu hetzen” ebenso allgemeingültig wie wichtig – da brauchts keine Haarspalterei, ob das nun gewisse Religionen oder alle betrifft – es betrifft alle Menschen. Unabhängig von deren etwaiger Glaubensrichtung.

    Und auch keine Diskussion, wie die eine oder andere religiöse Fastenpraxis sich von Gesundheitsmaßnahmen unterscheidet.

    (Die moderne protestantische Variante des Konsumfastens vor Ostern “7 Wochen ohne” – z.B. ohne Alkohol, ohne TV, ohne Schokolade, ohne Auto, ohne Fleisch… – betont eben die Funktion etwas bewusster in den Fokus zu nehmen durch Verzicht – alltägliche Anspruchshaltungen, eigenen Überschuss zu bedenken – und Mangel anderswo – und ausgleichend zu handeln: Gar nicht so unterschiedlich von der Konzeption des Ramadanfastens, wie ich sie hier versteh.)

    Last not least: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen über Fasten in Polnähe… Spannende Fragen zur Pragmatik – eine so knappe wie logische Antwort.

  14. @Textgruen

    Es geht nicht um schuldzuweisung, sondern den Beweis, dass man gegen gewaltbereite Interpretationen etwas machen kann außer sich von der Interpretation zu distanzieren.

  15. @ Steffen Rehm

    Lieber Herr Rehm,

    ich dachte, wir hätten uns letztes Jahr darauf geeinigt, dass Sie hier gerne Ihre Kritik loswerden können, aber ohne beleidigend zu werden. Ich habe das islamische Verständnis vom Fasten geschildert, nicht mehr und nicht weniger. Können Sie uns die ärztliche Sicht zum Fasten nicht erklären, ohne ihren Kommentar mit der Überschrift “Quatsch mit Soße” zu beginnen und das islamische Fasten als dumm zu bezeichnen? Das sollte doch machbar sein.

    Denken Sie mal darüber nach.

  16. @ Anton Maier

    Wie willst du denn rationale Missverständnisse (Interpretationen) unmöglich machen? Sie völlig auszumerzen, scheint mir nicht realistisch.

  17. @Hussein Hamdan

    Naja die Forderung ist sich besser zu positionieren, sich von “falschem” zu distanzieren und “richtiges” bestärken. Genauso wie man sich von der ein oder andern These Darwins distanzieren, distanzieren sich heutige Christen vom alten Testament.
    Man kann das auch besser machen indem man bspw. die Bibel neu zusammenstellt.
    Die Bibel ist NICHT Gottes Wort, deswegen stellt sich einer neuen Zusammenstellung nichts in den Weg. Wer das ursprüngliche Bewahren will, der kann das entsprechend lösen. Bspw. durch ein drittes Testament, dass mit dem ersten abrechnet.
    Beim Koran geht das nicht so einfach, da der Koran Gottes Wort ist. Man kann aber bspw. eine kommentierte Fassung der Korans schaffen, der rationale Missverständnisse vorbeugt. Indem einfach an der Stelle des heiligen Krieges neben dran steht: Es ist ausdrücklich kein gewaltbereiter Krieg gemeint. Das nennt man dann Qoran und kann ganz einfach darauf verweisen.
    Ich weiß, dass sich das illusionistisch anhört, aber nichts anderes ist die Bibel, das AT, das Christentum mit den verschiedenen Konfessionen und man müsste sich nicht mit gewaltbereiten Fundamentalisten identifizieren.

    Der Abstand zwischen Glaubensquelle und Interpretation ist einach zu groß.

  18. @ Anton Maier

    Die Idee eines kommentierten Korans finde ich gut und wichtig. Es gibt viele Korankommentare, aber es wäre mit Sicherheit sinnvoll, wenn ein neuer Kommentar entstehen würde, der (explizit) auf rationale Missverständnisse eingeht.

    Man sollte aber nicht glauben, dass sich dann alle danach richten und diesen Kommentar als einzig verbindlichen annehmen. Da sind wir uns, glaube ich zumindest einig.

  19. @Hussein Hamdan

    Ja sicher gibt es das, aber man muss die Sache so aufmachen, dass es Glaubensbekenntnis ist und nicht nach dem Motto ja wir glauben an den Koran und hier… ist unsere Interpretation dazu.
    Sondern:
    Wir glauben and den Qoran, davor gabs mal den Koran, der war uns aber nicht genau genug.

    So oder so ähnlich.
    So kann man sich effektiv von gewaltbereiten Interpretationen distanzieren und muss sie nicht wie fundamentalistische Parteimitglieder tolerieren. Dann verlieren auch die gewaltbereiten Parteien ihre Legitimation

  20. @ Mona

    Ja, der Koran wurde schon immer kommentiert. Ich fände es aber trotzdem nicht schlecht, wenn ein neuer Kommentar verfasst würde, der sich ganz besonders mit den missverständlichen Stellen beschäftigt und sie im aktuellen Kontext auflöst.

  21. @ Anton Maier

    Jetzt wird die Sache aber etwas unrealistisch. Wie stellst Du Dir das denn praktisch vor?

    Welche Institution soll denn den Muslimen vorschreiben, dass so eine neue Zusammenstellung den Charakter eines Glaubensbekenntnisses hat? Du vergisst, dass der Islam keine zentrale Institution kennt, die solch eine Autorität besitzt.

  22. @Hussein Hamdan

    Dass das unrealistisch ist, liegt einfach an der Eigenschaft der Religionen an absolut wahre FORMULIERUNGEN zu glauben. Wenn man das abschafft ist man ganz schnell in der Philosophie und Wissenschaft angelangt.

    Man braucht keine zentrale Institution. Alles was man braucht ist den Qoran, Prediger und Gläubige und um das zu erreichen braucht man Überzeugung, um den Qoran zu schreiben, um ihn zu Predigen und ihn zu Glauben. Alle drei Sachen würden effektiv gewaltbereite Interpretationen isolieren und je mehr Leute nicht nur sagen, sie interpretieren den Koran gütig sondern sagen sie glauben an den Qoran ist es um so besser. Die Hürde ist relativ gering, denn der Qoran steht nicht in Konflikt mit den bisherigen gewaltfreien Interpretationen.

  23. @Hussein Hamdan

    Um es anders zu sagen:
    Der Qoran ist die gewaltfreie Interpretation, warum sollten Mitgläubige,der gleichen Konfessionen, den Qoran anzweifeln?

    kannst bitte jeweils die ersten Posts der Päarchen löschen?

  24. @Hussein Hamdan

    Um auf ihre Frage besser einzugehen, eine Gegenfrage:
    Gibt es innerhalb einer Konfession eine gütige Interpretation als gemeinsamen Nenner?
    Wenn Ja:
    Gibt es auch den Qoran, weil das seine Definition ist.
    Wenn Nein:
    Sollten Muslime nicht behaupten der Koran sei nicht gewaltverherlichend.

    Wie entwickelt man den Qoran? Vorausgesetzt es gibt kein Genie, dass in der Lage wäre, den gemeinsamen Nenner zu bestimmen, würde ich mich an Leute wenden, die Dinge entwickeln und es gibt da zwei Hauptprinzipien die Linus Torvalds treffend beschreibt:
    1.
    http://nopaste.info/d5540057ac.html
    extra:
    http://nopaste.info/5cc7a25e00.html

    FIX IT dont workaround

  25. @Hussein Hamdan

    Über einen gemeinsamen Nenner abzustimmen ist die einfachste Form von Abstimmung: 100% Zustimmung bei jedem Stimmberechtigten. Stimmberechtigt ist jeder der Mitglied der Qorankonfession werden möchte und der Definition des Qorans zustimmt.
    q.e.d. 😉
    Scherz beiseite, ich glaube wirklich, dass das wasserdicht ist und würde mich freuen, wenn jemand versucht, diesen Vorschlag zu ersäufen.

  26. Was machen am Ramadan an den Polen?

    Die Frage wurde zwar nicht beantwortet, ich nehme aber mal an, dass Moslems, zumindest in der Sommerzeit, nicht an die Pole reisen können!

  27. @Anton Maier

    “Dass das unrealistisch ist, liegt einfach an der Eigenschaft der Religionen an absolut wahre FORMULIERUNGEN zu glauben. Wenn man das abschafft ist man ganz schnell in der Philosophie und Wissenschaft angelangt.”

    Auf gut Deutsch: eigentlich wollen Sie die Religionen doch eh abschaffen und durch Philosophie und Wissenschaft ersetzen. Wenn das Ihre Meinung ist, dann fordern Sie doch einfach eine Abschaffung der Religionen insgesamt, anstatt den Religionen vorzuschlagen, sich quasi selbst abzuschaffen. Das wäre in meinen Augen ehrlicher.
    Ausserdem geben Sie hier ja selbst zu, dass das Ganze unrealistisch ist.

    So wie ich es verstehe, wollen Sie die “Qorankonfession” einführen, damit man dann alle, die sich nicht zum “Qoran”, sondern noch zum “Koran” bekennen, als Gewaltverherrlicher brandmarken kann – da würden wir, glaube ich, ein ähnliches Kapitel wie die heilige Inquisition mit ihren Gräueln wieder aufschlagen. Die Geschichte ist, glaube ich, voll genug von Beispielen dafür, was passiert, wenn Menschen glauben, einheitlich vorschreiben zu müssen, wie jeder die Welt zu verstehen habe. Und ich glaube, die nichtreligiösen Ideologien, die kein “missverständliches heiliges Buch” haben, auf das sie sich stützen, haben da noch sehr viel Schlimmeres angerichtet.

    Ausserdem finde ich es reichlich arrogant, über eine Glaubensgemeinschaft, die über eine Milliarde Mitglieder hat und auf eine über 1400 Jahre alte Tradition zurückblickt, zu reden, als könne man ihre zentralen Glaubensinhalte nach dem Motto “man nehme ein paar Gelehrte und Prediger, Gläubige, eine Prise Überzeugung, etwas Linus Torvalds, rühre ein paar mal kräftig um, stecke das alles in den Backofen und warte eine Stunde. Dann alles mit fein gesiebtem Glauben bestreuen – und fertig ist der von allen Muslimen als autoritativ akzeptierte “Qoran”!” ummodeln.

    Wenn das alles so leicht ist, dann setzen Sie das doch einfach selbst in die Tat um! Sie können ja mit Ihrem “dritten Testament” beginnen, falls es Ihnen mit den Muslimen zu schwer erscheint. Viel Glück!

  28. Danke!

    Danke, @Realist! Es ist immer wieder erstaunlich wie (ein)gebildet sich auch hier auf den Scilogs “Wissenschaftler” äußern, die erkennbar keine Ahnung von religiösem Leben haben und auch nicht neugierig sondern voller Vorurteile sind. Gut, dass es auch kundige Stimmen gibt wie Herr Hamdan, Dr. Blume.. und Sie als Kommentator, @Realist.

  29. @Realist

    “Auf gut Deutsch: eigentlich wollen Sie die Religionen doch eh abschaffen”
    Nein, Wissenschaft und Philosophie glauben prinzipiell nicht an absolute formulierte Wahrheiten, wenn doch nur auf einer minimal nötigen Basis.

    Religionen glauben aber an absolute Wahrheiten und an deren Formulierung, die aus der (hier) Glaubensschrift und der Interpretation kommen. Ich forder einfach nur dazu auf die Formulierungen zu verbessern. Argumentation (s.o.)
    Unrealistisch ist es, weil ich glaube, dass es niemand machen wird. Es ist aber realistisch, weil es möglich ist. Ich sehe auch eine ethische Verantwortung gegenüber der Zukunft. Das ist die sich von gewaltverherlichenden Interpretationen zu distanzieren. Genauso wie es von jedem andern hier auf der Welt tag für tag gefordert wird.

    “sondern noch zum “Koran” bekennen, als Gewaltverherrlicher brandmarken kann”

    Es geht nicht um das Brandmarken der Leute die an den Koran denken, sondern um das irational machen von Missverständnissen. Je mehr Leute dem Qoran beitreten, desto weniger Missverständnisse wird es in Zukunft geben.

    “Ausserdem finde ich es reichlich arrogant, über eine Glaubensgemeinschaft, die über eine Milliarde Mitglieder hat und auf eine über 1400 Jahre alte Tradition zurückblickt, zu reden, als könne man ihre zentralen Glaubensinhalte nach dem Motto [..]ummodeln.”

    Es geht nicht um das ummodeln. Sondern es geht darum das zu stärken, was sie eh schon glauben und ewig beteuern. Wenn sie behaupten, ich wolle sie ummodeln behaupten sie gleichzeitig die betreffende Konfession wäre gewaltverherlichend, das ist falsch.

    “Wenn das alles so leicht ist, dann setzen Sie das doch einfach selbst in die Tat um! Sie können ja mit Ihrem “dritten Testament” beginnen, falls es Ihnen mit den Muslimen zu schwer erscheint. Viel Glück!”

    Das wäre aus meiner Sicht völlig unvernünftig.

  30. @Kasslerin

    1. Warum bin ich “‘Wissenschaftler'”?
    2. Warum habe ich keine Ahnung? und Was hat das mit meiner Argumentation zu tun?
    3. Warum bin ich nicht neugierig? (immerhin frage ich einen Gläubigen, was er von der Idee hält)
    4. Welche Vorurteile habe ich denn?
    5. Warum bin ich eingebildet?

  31. @Karl Georg

    Auf diese Frage bin ich doch schon im Kommentar an @ Arnd/Carlo eingegangen.

    Hier ist aber nochmal die Antwort: “Im hohen Norden oder im Süden richten sich die Muslime nach einem der nächstgelegenen Länder, in denen es einen deutlich erkennbaren Sonnenauf-/-untergang gibt.”

    Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass man in der Regel bei Reisen vom Fasten befreit ist.

  32. @Hussein Hamdan

    Die Gutmenschen, Profibloger und „Wissenschaftler“ diskutieren über den Ramadan .
    Derweilen brennt die Multikultihauptstadt London,ebenso in Leeds,Bristol,…
    Die meist jugendlichen Migranten (mit islamischen Wurzeln) zerstören die Träume der Integrationsillusionisten.
    Es geht diesen Leuten nicht um politische Ziele. Es zeigt sich die furchtbare
    Fraze der Verrohung und Verdummung. Hier werden auch keine Schönreden helfen oder Dialoge ebenso wenig wie Gebete.
    http://www.handelsblatt.com/…ng-auf/4486404.html
    Einen gesegneten Ramadan!?

  33. @unruhiger

    Na Sie kennen wir ja schon. Was irgendwelche Islamisten in irgendwelchen Foren schreiben, das ist erst mal nicht das Problem. Aber woher wollen Sie denn wissen, dass die Randalierer aus islamische Wurzeln haben? Haben Sie eine Umfrage gemacht unter denen? Oder behaupten Sie das einfach so?

  34. @ unruhiger

    Herr unruhiger,

    zunächst möchte ich Ihnen für die Wünsche zum Ramadan danken. Als Gutmensch gehe ich davon aus, dass sie ernst gemeint sind und ignoriere das Fragezeichen.

    Wenn ich mir Ihre Kommentare und links anschaue, dann frage ich mich, welche Alternative Sie zum Dialog sehen. Diese Frage wurde Ihnen schon mal gestellt. https://scilogs.spektrum.de/…3-13/dialog-auf-augenh-he

    Machen Sie doch mal einen sachlichen Vorschlag über den man nachdenken kann.
    Wir haben gesellschaftliche Probleme, das stimmt. Aber mit Schuldzuweisungen, Scharfmacherei und persönlichen Attacken kommen wir doch nicht weiter.

    Allerdings verdient meiner Meinung nach die Reaktion dieses Mannes, der bei den Ausschreitungen seinen Sohn verloren hat und gegen den Hass kämpft absoluten Respekt. http://www.welt.de/…gham-gegen-Hass-kaempft.html

    Außerdem möchte ich noch auf das aktuelle Islamische Wort von Lamya Kaddor hinweisen, indem sie u.a. auf Islamkritik eingeht. http://www.swr.de/…id=1983652/1cgjfqd/index.html

    Aber wahrscheinlich beeindruckt Sie das in keinster Weise.

  35. Ach was! Unser “unruhiger” war mal wieder am Start – habe ihn schon arg vermisst.
    Ein ernstgemeinter(!?) Tipp aus der Homöopathie: “Passionsblume löst Spannungen und nervöse Unruhe.”
    Hilft nur leider nicht bei Fanatismus, würde es dennoch mal probieren @unruhiger.

  36. @ Fest des Fastenbrechens

    In wenigen Stunden endet der letzte Fastentag und morgen beginnt dann das Fest des Fastenbrechens.
    Zu diesem Anlass möchte ich allen Muslimen ein frohes und gesegnetes Fest wünschen!

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben