Algerien bei der WM

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Geschichte und Gegenwart
Der Islam

Lange habe ich hin und her überlegt, was ich zu Algerien schreiben soll. Vielleicht eine kurze Geschichte des zweitgrößten Landes Afrikas oder etwas zu den Berbern Algeriens? Doch dann habe ich mich gefragt, wann ich denn als begeisterter Fußballfan auf einem Blog zum Islam wieder die Möglichkeit bekommen würde, etwas über Fußball zu verfassen, wenn nicht bei diesem Bloggewitter. Also habe ich beschlossen, einen Beitrag zu Algeriens Auftritten bei den Weltmeisterschaften zu schreiben.

Die Nationalmannschaft Algeriens (auch „Wüstenfüchse“ genannt) wurde erst 1962 nach der Unabhängigkeit von Frankreich offiziell gegründet und ein Jahr später von der FIFA aufgenommen. Der größte Erfolg der Verbandsgeschichte gelang 1990 mit dem Gewinn des Afrikacups. Für Algerien steht dieses Jahr nach 1982 und 1986 die dritte WM-Teilnahme an.

1982 in Spanien: Da war doch was

Bei seiner ersten Teilnahme in Spanien hatte es Algerien in Gruppe 2 mit Deutschland, Österreich und Chile zu tun und sollte für Furore sorgen; dennoch kam das frühe Ausscheiden.

Im ersten Spiel trafen die Nordafrikaner auf den damals amtierenden Europameister und Titelaspiranten Deutschland und schafften eine Sensation: 2-1 hieß es nach 90 Minuten durch Treffer der herausragenden Madjer und Belloumi; Karl-Heinz Rummenigge hatte für Deutschland den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Die deutsche Mannschaft von Jupp Derwall, die mit Stars wie Hrubesch, Magath, Breitner oder Rummenigge besetzt war, habe keinen Respekt vor seiner Mannschaft gehabt, sagte der algerische Nationalmannschaftstrainer Khalef nach dem Spiel und erklärte, dass dies seine Mannschaft geärgert habe. Algerien hatte schon 1964 ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland bestritten und konnte es mit 2-0 für sich entscheiden.

Die zweite Partie gegen Österreich hatte Algerien lange dominiert, jedoch nicht das Tor getroffen. So kam es, dass die Österreicher in der Halbzeit eiskalt zuschlugen und mit einem 2-0 Sieg auch ihre zweite Begegnung bei dieser WM für sich entscheiden konnten.

Bei der dritten und letzten Partie Algeriens gegen Chile, kamen die zwei Gesichter der algerischen Mannschaft zum Vorschein. War man nach begeisternden 45 Minuten durch ein Doppelpack von Assad und einem Treffer von Bensaoula schon mit einer 3-0 Führung zum Pausentee gegangen, verspielte man nach einem lustlosen Auftritt in der 2. Halbzeit beinahe noch den Sieg. Zwei Gegentore Chiles hatten den sicher geglaubten Einzug in die K.O.-Phase wieder in Gefahr gebracht und nun musste man auf das Ergebnis des letzten Vorrundenspiels zwischen Deutschland und Österreich am darauffolgenden Tag warten.

Und diese Begegnung zwischen den Nachbarländern sollte zum vermutlich bis dato größten Skandalspiel der WM-Geschichte werden. Die Ausgangssituation war so, dass bei einem knappen Sieg der Deutschen beide Mannschaften die Zwischenrunde erreichen würden und Algerien die Heimreise antreten müsste. So kam es, dass Horst Hrubesch in der 10. Minute zum 1-0 für Deutschland traf und dann passierte im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr auf dem Feld. Beide Teams schoben sich den Rest der Partie den Ball nur noch hin und her, ohne auch nur das geringste Risiko einzugehen und kegelten mit dieser Vorstellung Algerien aus dem Wettbewerb. Dieses unfaire Verhalten wurde aber noch von einer Aussage des damaligen Österreichischen Delegationsleiters überboten.

Natürlich ist heute taktisch gespielt worden. Aber wenn jetzt deswegen hier 10.000 Wüstensöhne im Stadion einen Skandal entfachen wollen, zeigt das doch nur, dass die zu wenig Schulen haben. Da kommt so ein Scheich aus einer Oase, darf nach 300 Jahren mal WM-Luft schnuppern und glaubt, jetzt die Klappe aufreißen zu können.

Dem Herrn hätten ein paar Schuljahre mehr vielleicht auch gut getan.

Armes Algerien. Gut gespielt und dann durch ein offensichtlich abgesprochenes Spiel ausgeschieden. Dieses Skandalspiel ist im Übrigen bis heute noch unter arabischen Fußballfans ein Thema, vor allem weil es weder für Deutschland noch für Österreich irgendwelche Konsequenzen hatte. Die einzige Konsequenz war, dass die FIFA seitdem die letzten Gruppenspiele zeitgleich ansetzt. Seitdem werden auch immer wieder Verschwörungen gegen arabische Mannschaften angenommen. Ein Beispiel dafür ist das Ausscheiden Marokkos bei der WM 1998, als die schon bereits qualifizierten Brasilianer im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen in den Schlussminuten eine 1-0 Führung verspielten und noch mit 1-2 verloren. Mit diesem Ergebnis erreichten beide Mannschaften den Einzug ins Achtelfinale.

Der Sieg Algeriens über Deutschland zählt noch gegenwärtig zu den größten Erfolgen einer arabischen Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft.

1986 in Mexiko

Vier Jahre später qualifizierte sich Algerien für die Weltmeisterschaft in Mexiko, konnte jedoch nicht mehr so überzeugen wie noch in Spanien. Die Gegner in Gruppe D waren Nordirland, Brasilien und Spanien.

In der ersten Partie gegen Nordirland holte man den einzigen Punkt und erzielte auch den einzigen Treffer bei dieser WM. Den Ausgleich zum 1-1 besorgte Zidane.

Gegen den Favoriten aus Brasilien machten die Algerier ihr bestes Spiel bei dieser Endrunde. Sie beherrschten den bis dahin dreifachen Weltmeister nach Belieben, versäumten es aber wieder einmal, eine Reihe von Chancen in Tore umzumünzen. Und wie es halt so ist, wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft und so gelang den Samba-Kickern in der 66. Minute der Siegtreffer durch Careca.

Im letzten Spiel gegen Spanien holte sich Algerien dann eine bittere 3-0 Klatsche ab, die dann auch das Ausscheiden der Mannschaft besiegelte.

Algerien wirkte bei diesem Turnier bis auf das Spiel gegen Brasilien nicht mehr so frisch wie noch vor vier Jahren und wurde am Ende Gruppenletzter.

2010 in Südafrika

Was wird Algerien wohl bei dieser Weltmeisterschaft auf dem eigenen Kontinent erreichen? In Gruppe C hat man es mit folgenden Gegnern zu tun:

  • 13. Juni: Algerien – Slowenien
  • 18. Juni: Algerien – England
  • 23. Juni: Algerien – USA

Natürlich sind in dieser Gruppe die Engländer haushoher Favorit und sie werden diese Gruppe sehr wahrscheinlich als Tabellenerster beenden. Im Kampf um den zweiten Platz räume ich persönlich Algerien gute Chancen ein. Slowenien und die USA sind zwar gute, aber nicht unbedingt überlegenere Mannschaften und ich denke, dass Algerien auf afrikanischen Boden einen kleinen Vorteil haben wird. Im Aufgebot sind mit Karim Ziani (Wolfsburg), Antar Yahia (Bochum) und Karim Matmour (Bor. Mönchengladbach) drei Spieler aus der Bundesliga vertreten.

Algerien ist das einzige arabische Land, das sich für diese Endrunde qualifiziert hat. Erfahrungsgemäß ist es so, dass die Mehrheit der arabischen Fußballfans die Mannschaften aus den arabischen Ländern als die Vertreter der arabischen Welt ansehen und sich daher auf die Seite dieser Nationalmannschaften schlagen. Algerien hat dabei aufgrund der Enttäuschung von 1982 einen besonderen Stellenwert und wird dieses Jahr viele arabische Fans haben.

Es wäre für ganz Afrika zu wünschen, dass die eine oder andere afrikanische Mannschaft zumindest das Achtelfinale erreicht. Wenn Algerien dazu gehören würde, dann würde ich mich schon sehr freuen.

Ich wünsche dem Team viel Erfolg!

Allgemeine Informationen zum Land

  • Algerien (arab. Al-Dschaza´ir (die Inseln))
  • Fläche: 2.381.000 km²
  • Einwohnerzahl: 33.853.000
  • Bevölkerung: 70% Araber, 30 % Berber
  • Landessprachen: Arabisch, seit 2002 auch Berberisch
  • Religion: 99% Muslime, christliche und jüdische Minderheiten

Historische Daten:

  • 697: Arabische Eroberung
  • 1147: Berber-Dynastie der Almohaden
  • 1236: Dynastie der Abdalwadiden
  • 1519: Vasall der Osmanen
  • 1830: Beginn der französischen Eroberung
  • 1962: Offizielle Unabhängigkeit
Hussein Hamdan

Veröffentlicht von

Hussein Hamdan M.A., geb. 1979 studierte Islam- und Religionswissenschaft sowie Irankunde in Tübingen und schloss sein Studium 2007 mit einem Magister ab. Anschließend folgte, ebenfalls an der Universität Tübingen, die Doktorarbeit über das Wirken der Azhar-Universität im christlichen-islamischen Dialog, die im März 2013 abgeschlossen wurde. Hussein Hamdan war die ersten beiden Jahre seiner Promotion Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, ehe er 2009 für zwei Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation in Heidelberg wurde. Dort verfasste er u.a. den Band „Muslime in Deutschland. Geschichte, Gegenwart und Chancen“. Aktuell ist er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart angestellt und für das Projekt „Gesellschaft gemeinsam gestalten – Junge Muslime als Partner“ verantwortlich. Hussein Hamdan ist Autor und Sprecher der Kolumne „Islam in Deutschland“ (SWR) und Referent zu diversen Themen des Islam. Seine Schwerpunkte sind Muslime in Deutschland, Interreligiöser Dialog, Humor im Islam sowie Einführungen in die Grundlagen, Quellen und Geschichte des Islam. Zudem ist er Mitglied des Runden Tischs Islam von Integrationsministerin Bilkay Öney in Baden-Württemberg. Hamdan hat sich in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs engagiert. Von 2004-2007 moderierte er in Tübingen den Arabisch-Amerikanischen Dialog. Aktuell ist er Vorstandsmitglied des Bendorfer Forums.

11 Kommentare

  1. Krass…

    Das mit dem abgesprochenen Spiel gegen Algerien war mir völlig neu. Und zeigt wieder mal, wie historische Gedächtnisse funktionieren: Was in der Erinnerung und Erzählung vieler Algerier sicher noch präsent ist, weiß wahrscheinlich kaum noch ein Österreicher oder Deutscher. Wie gut, dass es so gute Blogs gibt! Danke für den Beitrag! 🙂

  2. Schande von Gijón

    Ich habe das damals nicht mitgekriegt, da ich noch zu jung war, aber auf Wikipedia kann man beispielsweise darüber etwas nachlesen: http://de.wikipedia.org/…/Schande_von_Gij%C3%B3n
    Da steht auch, dass eine spanische Zeitung geschrieben hat: „El Anschluss“. Da muss es ordentlich rund gegangen sein. 🙂
    Jedenfalls freue ich mich schon auf die WM und wünsche auch der algerischen Mannschaft viel Erfolg.

  3. “I look not back, I look in front.” (Lothar Matthäus)
    An diese „Weisheit“ des fränkischen Kickers sollten sich die Algerier halten. Nach 28 Jahren sollte Gras über „die Schande von Gijón“ gewachsen sein. 😉
    A apropos Franken: Die „Wüstenfüchse“ bereiten sich in Herzogenaurach auf die WM vor. Am 5. Juni (18.00 Uhr) bestreiten die Nordafrikaner in Fürth einen letzten WM-Test gegen die Auswahl der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

  4. Natürlich erinnert man sich daran

    Ich kenne keinen, der damals in Westdeutschland die WM am Fernseher verfolgte und sich nicht an den “Nichtangriffspakt von Gijon” erinnert.

    Und ich kenne auch keinen, der das Ereignis gutheißt.

    Ich weiß es noch wie heute. Ich war Student, ich war jung, es war mein erster Sommer fern vom Elternhaus. Man sitzt mit den Kumpels vor der Glotze (klein, tragbar, schwarz-weiß, jawohl, Leute, so war das damals!) und guckt die WM. Das Leben war schön.

    Und dann das.

    Wenn mir überhaupt noch etwas in Erinnerung geblieben ist, dann das grelle Pfeifkonzert aus allen anderen Wohnungen, die Straße ‘rauf und ‘runter. 35 Minuten der ersten Halbzeit und die ganze zweite Halbzeit hindurch.

    Am nächsten Tag war das Thema Nummer Eins, überall. Die einhellige Meinung ließ sich in sieben Buchstaben zusammenfassen: “Sauerei”.

    Das war wahrlich kein Sommermärchen. Für uns war diese WM gestorben. Die nächsten Spiele der deutschen Elf haben wir boykottiert, selbst das Halbfinalspiel, das für die Deutschen gegen Frankreich (3:3 n.V., Sieg nach Elfmeterschießen) den Einzug ins Finale brachte.

    Da fiel uns der Boykott schon schwer. Allerdings wussten wir natürlich allein schon aufgrund des Gebrülls aus den Nachbarwohnungen immer sehr genau, wie der aktuelle Spielstand war.

    Dieses Spiel war übrigens noch eher als die Fehlleistung von Gijon eine Schande für die deutsche Mannschaft, allemal für seinen Torhüter Toni Schuhmacher wegen seines üblen Fouls gegen Battiston und seine noch üblere Reaktion danach.

    Beim Endspiel haben wir es dann nicht mehr ausgehalten und doch noch eingeschaltet. Was soll’s, das Bier war eh schon gekauft.

    Dass die Italiener den Deutschen da mal so richtig gezeigt haben, wo der Hammer hängt, und dass der Toni gleich drei Dinger aus dem Kasten holen durfte, das war wiederum Anlass zu einer klammheimlichen Freude – dies übrigens ein Begriff, der damals nicht gerade gut ankam, wenn auch aus ganz anderem Grund.

  5. itz

    Beim Lesen der Matthäus´schen Weisheit musste ich erst mal ordentlich lachen; dafür herzlichen Dank.
    Ich hoffe, dass sich die algerische Nationalmannschaft die Weisheit des ehemaligen Fußballstars und gegenwärtigen Philosophen zu Herzen nimmt, dann kann ja nichts mehr schief gehen. 😉

  6. Michael Khan

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Bei der WM 1982 war ich drei Jahre alt, daher ist mir diese Qual erspart geblieben. Mir reicht es schon, wenn ich bei WM-Rückblicken Ausschnitte aus diesem Spiel sehe. Als Fußballfan kann ich diese Enttäuschung absolut nachvollziehen. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert, erst recht nicht bei einer WM.
    Das Halbfinalspiel gegen Frankreich hat doppelt Geschichte geschrieben. Die Verlängerung ist wohl die furioseste, die es bei einer WM bisher gegeben hat (4 Tore in 30 Minuten) und Schuhmachers Attacke an Battiston gehört zumindest zu den brutalsten Fouls die je gemacht wurden.
    Vielleicht war es die gerechte Strafe, dass er im Finale drei Stück rein bekommen hat. Dass er vier Jahre später im Finale gegen Argentinien wieder drei Tore kassiert hat, fand ich aber alles andere als lustig.

  7. Erinnerung aus deutscher Sicht

    @Michael Blume: Selten hast Du Dich so geirrt wie hier – erfreulich, dass es bei einem vergleichsweise “harmlosen” Thema wie Erinnerung an einen Fußballskandal passiert. (Wohlgemerkt, nicht der Skandal ist harmlos, sondern die Frage, inwieweit man sich in Deutschland noch daran erinnert, zumal die Wahrheit angenehmer ist als angenommen.)

    Ich erinnere mich noch den Eintrag im Schülerkalender zur WM 1986: Dort hieß es, man hoffe auf ein besseres Auftreten der BRD als beim letzten Mal, bei dem sie, obwohl sie ins Finale kam, einen äußerst unsportlichen Eindruck hinterließ, insbesondere beim Spiel gegen Österreich. In Rückblicken auf die WM 1982 wird das verabredete Spiel erwähnt – und nicht mit harten Worten gespart. So heißt es, die WM in Spanien sei eine eine moralische Banrotterklärung der DFB-Auswahl gewesen. Von vergessen oder beschönigen kann also keine Rede sein.

    Das Schweigen der Reporter der Übertragung oder die Aufforderung, den Fernseher auszuschalten, sprechen dagegen, dass dieser Skandal auch nur eine kurze Zeit nicht als solcher aufgefasst worden wäre. Hier war also nicht einmal Aufarbeitung oder Enthüllung notwendig – Zuschauer und Journalisten hatten auch auf deutscher und österreichischer Seite verstanden, was da los war.

    Interessant auch, dass die Niederlage im Finale kaum als “tragisch” oder “schlimm” beschrieben wird – im Gegensatz zu anderen Finalteilnahmen. Offenbar ist man ganz froh, dass nach diesem Verhalten der große Triumph nicht gelang.

    Übrigens schaffte es Marokko eine WM später, als erste afrikanische Mannschaft die Vorrunde zu überstehen. Das Aus kam dann im Achtelfinale – ausgerechnet gegen die BRD. Noch eine WM später war es Kamerun, das es bis ins Viertelfinale brachte – und zumindest in Deutschland sehr viele Sympathien bekam.

  8. @Kunar

    Nun, dann muss ich präzisieren: Viele wussten es wohl, mir war das aber tatsächlich völlig neu! Vielleicht darf ich zu meiner Verteidigung anführen, dass ich 1982 gerade mal sechs Jahre alt wurde. Und hoch gehängt wurde das Thema zumindest in meiner Jugend nie wieder. So lese ich mich mit meinen Kindern derzeit durch ganze Berge von WM-Sonderheften und Sammelalben, oft mit Fotos und Highlights von WM-Berichten. Den Skandal von 1982 habe ich dort bislang nicht ein einziges Mal erwähnt gefunden, andere Ereignisse (wie das Wunder von Bern etc.) dafür gleich im Dutzend auf Hochglanz-Doppelseiten… 😉

  9. Berichterstattung über Gijon

    @Michael Blume: Ich bin doch sogar jünger als Du, meine erste aktiv mitverfolgte WM war die 1986. Wie es mit der Berichterstattung in Sammelheften ist, weiß ich nicht. Aber um einen kleinen Ausschnitt über die Presse (meist rückblickend, of auch als Chronik) zu geben:

    1. der DFB (noch recht schmeichelhaft, aber man beachte den letzten Satz des Artikels!)

    2. ARD-WM-Rückblick (schon deutlicher)

    3. FAZ über die Schande von Gijon

    4. FAZ über die WM 1982

    5. Die Welt zum 25. Jahrestag der Schande von Gijon

    6. Das Handelsblatt über die WM 1982

    7. Beitrag im Rahmen der Serie “Eines Tages” (Der Spiegel) über die Schande von Gijon

    8. Der Westen über die Schande von Gijon

    Verdrängung, Beschönigen oder Totschweigen sieht anders aus. Zum Glück.

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