Integrative Anthropozän-Wissenschaften – Forschung und Bildung für die Transformation zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft

Im Jahr 1815 bewirkte der gigantische Ausbruch des Vulkans Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa eine kurzfristige globale Klimaverschlechterung. Im Jahr 1816, dem „Jahr ohne Sommer“ kam es durch Missernten und erhöhter Nutztiersterblichkeit zur schlimmsten Hungersnot im 19. Jahrhundert. Als Reaktion wurde 1818 die Landwirtschaftliche Versuchs- und Lehranstalt Hohenheim, heute Universität, von König Wilhelm I. gegründet, um wissenschaftsbasiert die Ernährung im Lande „radikal zu verbessern“.
Viele Universitäten haben sich auch im 21. Jahrhundert dem Leitbild verschrieben, durch Forschung und Lehre dem Dienst am Menschen verpflichtet zu sein und an zukunftsorientierten Themen zu arbeiten. Im Unterschied zum 19. Jahrhundert müssen wir heute aber nicht nur aus vergangenen und aktuellen Befunden, sondern zusätzlich auch aus globalen Zukunftsmodellen lernen, wie sie etwa in den Klima- und Klimafolgen-Berichten des Weltklimarats IPCC, aber auch vielen anderen Szenarien zusammengestellt wurden. Trotz hinreichend großem Wissen, etwa auch um die ökonomischen Kosten von Klima- und Biodiversitätskrise ist dieses Wissen bislang jedoch kaum in politisches und gesellschaftliches Handeln umzusetzen. UN-Konventionsverhandlungen haben wenig Erfolg, die Zeit für Vermeidungslösungen läuft davon und rein technokratische Szenarien wie „Solar Radiation Management“ – also das Einblasen von Schwefelaerosolen in die Atmosphäre zur Abschirmung der Sonnenstrahlung –  greifen meist gefährlich kurz. Governance-Strukturen und wirtschaftliche Anreize für neue Technologien werden die notwendige Transformation zu einer nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft nicht alleine bewerkstelligen können, verbunden sein müssen ein Wertewandel, aber auch neue Lebensweisen und innovative, klimaneutrale, ressourcenschonende Ernährungstechnologien sein, wie der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem aktuellen Gutachten betont hat.
Somit wird die Wissensbasiertheit der Gesellschaft dafür entscheidend sein, ob wir solche Zukunftsaufgaben meistern können. Dies kann nur durch entsprechende Forschung und (Früh-, Aus-, Weiter-)Bildung sowie breiten Wissenstransfer in die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene erreicht werden.
Wie kann universitäre Forschung dazu beitragen, diese Wissensbasiertheit zu systemischen Zusammenhängen aller Prozesse dieser Welt zu erreichen? Eines der Grundprobleme liegt in der klassischen dualistischen Betrachtungsweise von Natur und Kultur, auf der einen Seite steht der anthropozentrische Mensch, auf der anderen die „gute“ Natur, die nicht unsere Welt, sondern nur unsere Umwelt ist. Mit der industriellen Revolution verbreitete sich die mechanistische Weltsicht, die den Ingenieur als Weltgestalter pries, welcher die Natur im Dienst der Menschheit unterwarf. Als Gegenreaktion kam die Umweltdebatte, in der die technisierte Menschheit vor allem als Störer und Zerstörer gesehen wird. Auch in der universitären Forschung wird weiterhin meist stark zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften (i.w.S.) unterschieden. Diesen Dualismus gilt es zu überwinden und durch systemische Denkweisen zu ersetzen. Dazu könnte ein radikal neuer wissenschaftlicher Ansatz hilfreich sein: das Anthropozän-Konzept, welches von Chemienobelpreisträger Paul Crutzen im Jahr 2000 aufgestellt wurde, von Wissenschaftsautor Christian Schwägerl in seinem Buch „Menschenzeit“ popularisiert wird und derzeit in rascher wissenschaftlicher Ausarbeitung ist.
Kaum einem ist klar bewusst, dass wir uns tatsächlich mitten in der Verschmelzung von Natur und Kultur befinden, unsere Umwelt wird zur „Unswelt“: Der Mensch ist nicht mehr nur Objekt von Wetter und Klima, sondern tritt selbst als Klimamacher in Erscheinung. Das Fortbestehen der (bezogen auf das eisfreie Festland) zu 77% nicht mehr natürlichen Natur hängt direkt von ökonomischen Entscheidungen oder bewusstem Management ab. Der westliche Lebensstil reorganisiert die Biosphäre allein schon durch die dadurch generierten Abfälle in Höhe von etwa 12 Milliarden Tonnen pro Jahr. Auch die Meere haben ihren Charakter als ungestörte Gegenwelt zur Landzivilisation längst verloren. Die Optimierung von Kulturpflanzen und Nutztieren ist auf molekulare Ebenen vorgedrungen. Die vom Menschen geschaffenen Maschinen werden mehr und mehr zu „technologischen Polulationen“, die neben den Organismen als eigene Kraft im Stoffwechsel der Erde präsent sind. Und in der digitalen Revolution hat der Mensch der Biosphäre eine Digitalsphäre hinzugefügt, die zunehmend mit bisher natürlichen Prozessen in Wechselwirkung tritt.
Transformationsforschungetc WBGU 2011

Aus dem aktuellen WBGU-Transformationsgutachten (WBGU 2011).
Näheres siehe Kap. 8 des Gutachtens.

 

Forschen im Lichte dieses Anthropozän-Bewusstseins benötigt zum einen im Gesamtzusammenhang, also „systemisch“ arbeitende, interdisziplinär kooperierende Wissenschaften, zum anderen eine aktivere Rolle der Bevölkerung an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt. Damit wird Transformationsforschung, so wie sie der WBGU in seinem jüngsten Gutachten definiert, nicht nur inter- sondern auch transdisziplinär. Sektorale Forschungsbereiche müssen deutlich enger interagieren und sozioökonomische wie gesellschaftliche Folgenabschätzungen von Naturgebrauch und Techniknutzung auf ein globales und systemisches Niveau angehoben werden. Wertschöpfungsketten von freier Grundlagenforschung über Anwendungen bis hin zu industriellen Metabolismuskreisläufen gilt es wissenschaftlich zu untersuchen, um sie zukunftsverträglich gestalten zu können. Einbeziehung von praktischem und traditionellem Wissen und echte Internationalisierung ist notwendig. Neuland muss bei Wissenskommunikation und Wissenschaftslegitimation beschritten werden. Auch gilt es, kreative Forschungsumgebungen für „zündende Ideen,“ deren Anwendungsorientiertheit sich ggf. erst später ergibt, zu schaffen. Insbesondere muss Forschung im Dialog mit der Gesellschaft die  Zielvision einer Transformation zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Anthropozäns entwickeln und beschreiben helfen sowie durch technische und soziale Innovationen die nächsten Schritte der Transformation ermöglichen und einen gesamtgesellschaftlichen Suchprozess zur Entwicklung von Visionen und Wertewandel unterstützen. Der WBGU sieht diesen Transformationsprozess in Teilen bereits eingeleitet, jedoch müssen das existierende Wissen stärker gebündelt, existierende relevante Forschungsprozesse deutlich verstärkt und deren Ergebnisse global verbreitet werden. Der gesamte Transformationsprozess muss daneben wissenschaftlich beobachtet, begleitet, reflektiert und ggf. nachjustiert werden. Der WBGU legt daher in seinem Gutachten zur Transformation einen besonderen Schwerpunkt auf Forschungs- und Bildungsempfehlungen, die folgendermaßen zusammenfassbar sind: existierende nachhaltigkeitsrelevante Forschung und Bildung muss um systemische Aspekte ergänzt und somit zu transformationsfördernder Forschung bzw. Bildung werden;  die Prozesse, Voraussetzungen und Machbarkeiten der Transformation selbst sind in den neu zu schaffenden bzw. zu vereinenden Bereichen Transformationsforschung und – bildung zu untersuchen.

Die universitäre Landschaft erscheint hierfür allerdings bislang überwiegend ungeeignet. Gerade in Deutschland ist die Versäulung innerhalb der fachlich häufig eng definierten Fakultäten immer noch sehr hoch. Geeignete inter- und transdisziplinäre, regional und international verknüpfende Strukturen, wie Center, Colleges, Schools nehmen zwar zu, sind aber immer noch wenig entwickelt. Dasselbe gilt für Kooperationen zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Viele Universitätsleitungen, Fakultäten, Wissenschaftler und Studierende sind häufig eher gegen die Einrichtung neuartiger inter- bzw. transdisziplinärer Schools und Colleges, wie sie etwa der Wissenschaftsrat im Jahr 2010 empfohlen hat. Sie sind einer erweiterten interdisziplinären Kombination von Bachelor- und Masterstudiengängen oft nur sehr eingeschränkt zugeneigt und führen gerne fehlende Berufsfelder für interdisziplinär ausgebildete Absolventen an. In einem Essay mit dem trefflichen Titel „Die ungeliebte Artenvielfalt“ sieht FAZ-Autor Florian Vollmers (FAZ vom 22.1.2011) dahinter auch Angst vor Unübersichtlichkeit und Statusverlust. In der Regel müssen interdisziplinär arbeitende Forscher heute schon eine geglückte disziplinäre Karriere, sozusagen als Absicherung hinter sich haben. Entsprechend schlagen nur wenige junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vorne herein den interdisziplinären Weg ein.
Erfreulicherweise diskutiert der Wissenschaftsrat seit einigen Jahren stärker integrative Kriterien für Forschungsrating, bei dem auch das Kriterium „Transfer an außerwissenschaftliche Adressaten“ hinzukommen soll. Dennoch wird auch in den Rahmenvorschlägen des Wissenschaftsrats Interdisziplinarität eher indirekt erwähnt. Der WBGU regt an, dass Hochschulrektorenkonferenz, Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Akademien der Wissenschaften Empfehlungen und Vorgaben zur Implementierung und zum Rating entsprechender Forschung erarbeiten. So sollten etwa Kriterien für leistungsbezogene Zuweisungen auch Inter- und Transdisziplinarität honorieren.  Möglicherweise könnten verbesserte Laufbahnchancen für interdisziplinär arbeitende Nachwuchswissenschaftler angeboten werden. Inter- und transdisziplinär arbeitende Wissenschaftler sollten auch in strukturgebenden Gremien verankert werden.

Das Humboldt’sche Ideal, universitäre Lehre müsse sich aus der Forschung ergeben, ist an vielen Universitäten auch im Bologna-Prozess noch gut implementiert. Im Sinne einer Transformationsrelevanz sollte aber die Lehre stärker auf eine auf Wahrscheinlichkeiten basierende Wissensgesellschaft ausgerichtet werden. Der Weg von sektoraler zu stärker systemischer Lehre und Bildung kann  über  Ergänzungsmodule bzw. verbesserte Kombinationsmöglichkeiten von Studiengängen angegangen werden. Forschung und Lehre muss sich auch mit dem Thema Motivation der Gesellschaft und Wissenschaftsskeptizismus stärker auseinandersetzen. Im Gegensatz zum Humboldt’schen Ansatz, der Zivilgesellschaft nur bereits generiertes Wissen zu vermitteln, muss auch für die schulische Bildung, für die berufliche Weiterbildung, aber auch für die gesellschaftliche Orientierungsbildung der Forschungsprozess stärker in den Vordergrund gerückt werden und die Gesellschaft, etwa durch geeignete partizipative Monitoring-Projekte (z.B. partizipative Biodiversitätsstationen, siehe FAS-Artikel „Wir lieben nur was wir kennen“ vom 31.1.2010) oder durch partizipative wissenschaftliche Experimentierfelder einbezogen werden, etwa der Einrichtung eines Anthropozän-Studierendenheims als kombinierter Lebens-, Lern- und Forschungsbau, bei denen neue Lebens-, Arbeits- und –Sharing-Formen auf Machbarkeit und Akzeptanz getestet und gemessen werden und damit gleichzeitig als empirische Datenbasis für weitere Forschung zur Verfügung steht.

Sinnvoll erschiene es, an geeigneten Standorten Integrative Zentren für Anthropozän-Wissenschaften  einzurichten. Sollte das Thema Bundesunversitäten zukünftig relevant werden, wovon der Autor ausgeht, ist zu bedenken, dass Alleinstellungskriterien für die Förderung wesentlich sein werden. Etliche Universitäten haben ein geeignetes Fächerspektrum sowie eine gute Einbindung außeruniversitärer Forschungs-Einrichtungen, um in einem fokussierten, aufeinander abgestimmten, integrierten, „unhierarchisch“ organisierten und innovativen Umfeld hier ein qualifizierter Kandidat werden könnte. Der WBGU hat in seinem aktuellen Gutachten vorgeschlagen, eine entsprechende Bundesuniversität mit dem Schwerpunkt Transformation einzurichten.

Die ganze Stärke des Anthropozän-Konzeptes liegt darin, eine Arena für ein wissensbasiertes, zukunftsverantwortliches Gestalten des Erdsystems zu schaffen. Diese Arena verdient es, in Deutschland auch wissenschaftlich ausgebaut zu werden. Hier wurde das Konzept des Anthropozäns ersonnen. Deutschland hat durch zahlreiche wissenschaftliche und technologische Durchbrüche selbst zivilisationsbildend gewirkt. Als dicht besiedelte Industriegesellschaft ist es eines anthropozänsten Gebiete der Welt. Zudem profiliert sich Deutschland seit einigen Jahren als Antreiber der globalen Umweltpolitik, ohne aber bisher eine ideelle Einbettung dieses Handels anbieten zu können.
Der Imperativ zu wissenschaftlichem und kulturellem Gestalten, der sich aus dem Anthropozän ergibt, könnte größer kaum sein. Oder geologisch gesprochen: diese Erdepoche hat gerade erst begonnen, es liegt auch in den Händen der Wissenschaft, sie möglichst lange auszudehnen.

Eine in Teilen gekürzte und leicht veränderte Version dieses Artikels erschien am 12.10.2011 unter dem Titel “Von der Umweltforschung zur Unsweltforschung” in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Beispiele aus der Rechercheliteratur

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Reinhold Leinfelder ist Geologe, Geobiologe und Paläontologe. Er ist Professor an der Freien Universität zu Berlin (Leiter der Arbeitsgruppe Geobiologie und Anthropozänforschung) sowie Principal Investigator am Exzellenzcluster "Bild-Wissen-Gestaltung" der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2012 ist er Mitglied der internationalen Anthropocene Working Group der International Stratigraphic Commission. Von 2006-2010 war er Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, von 2008-2013 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), von 2011-2014 Research Fellow und affiliate Carson Professor am Rachel Carson Center an der LMU, München, von 1. Sept. 2014 bis 15. Sept. 2016 Gründungsdirektor der Futurium gGmbH in Berlin. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen beim Anthropozän, Korallenriffen, neuen Methoden und Herausforderungen des Wissenstransfers und Museologie | Homepage des Autors | blog in english, via google translate

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