Physik und die Liebe zur Welt

BLOG: Das Zauberwort

Physik und die Liebe zur Welt
Das Zauberwort

“Wie heißt das Wort?”

Ein überfüllter Seminarraum in Heidelberg, im Herbst, am Anfang der Neunziger: Draußen vor dem klassizistischen Palais Boisserée, wo einst schon Goethe weilte und in dem heute das Germanistische Seminar untergebracht ist, fängt es an zu dämmern. Ein paar Schritte weiter wacht die Madonnen-Statue am Kornmarkt. Hoch über dem Karlsplatz springt die Beleuchtung an und taucht die Schlossruine, seit den Zeiten der Romantik ein Sinnbild der Vergänglichkeit alles Seins, in goldenes Licht. Und drinnen interpretiert der Kurs „Einführung in die Literaturwissenschaft“ Eichendorffs “Wünschelrute”. Oder versucht es zumindest:

„Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.“

Vorne kauert der Dozent, linst spitzbübisch über seinen Pult, und fragt wieder und wieder: “Wie lautet das Zauberwort?“ Ausdruckslose Gesichter. Es herrscht Ratlosigkeit. Ich frage mich, was ich hier mache, schließlich habe ich genug verpflichtende Physikvorlesungen. Wir scharren mit den Füßen. Die Kneipen, Freunde und Geliebten warten… Oder zumindest die Vorabend-Soap. Erst ganz am Schluss der Stunde werden wir erlöst. Im Affenzahn seziert Dr. Pfaff jedes Wort, analysiert jedes einzelne Satzzeichen und verkündet schließlich:

„Du“.

Das Wort ist: „Du“.

Das „Du“ der Verliebten, das die ganze Welt rosarot einfärbt.

„Du“?

„D’ou!“, würde Homer Simpson vermutlich sagen….

Das Seminar löst sich auf.
Ich bin einerseits beeindruckt, fühle mich aber irgendwie auch beschubst.
Sollte Eichendorff wirklich jede Kleinigkeit so ausgeklügelt komponiert haben, nur um das Wort „Du“ zu kodieren? Andererseits – ich habe diese Episode – im Gegensatz zu den allermeisten meiner Physikvorlesungen – nie vergessen.

Und mit der Zeit kamen neue Fragen….

Was zum Beispiel, wenn man mehr als Eine oder Einen liebt? Wird dann das „Du“ zum „Ihr“? Oder noch extremer: Was, wenn sich die Liebe nicht auf einzelne Personen bezieht, sondern – auf die ganze Welt? So in etwa wie in Achim Reichels grandiosem Song über den seinen Landgang auf St. Pauli feiernden Seemann Kuddel?

„Und Kuddel könnte die ganze Welt umarmen
er atmet tief durch und singt das schöne Lied:
Was kann die Welt dafür, dass ich sie liebe,
ich lieb’ sie nur wegen dir,
was kann denn ich dafür, dass die Welt so groß ist,
aber heut Nacht mein Schatz, o-ho-ho, geh ich vor Anker bei dir“

Und schließlich…
Wenn „Du“ das Wort ist…
Was ist dann das Lied?

Tatsächlich hat sich wohl jeder Physiker schon wie Eichendorff gefühlt: In den Momenten plötzlichen Begreifens, wenn man ganz unvermittelt Sinn und Zusammenhang sieht, wo vorher keiner zu erkennen war. „Aperçu“ hatte Goethe das genannt: das „Gewahrwerden dessen, was eigentlich den Erscheinungen zugrunde liegt“, auf das „Alles in der Wissenschaft“ ankomme und das auf ,,originelle Weise nach dem Unendlichen hindeutet“, auf die „ewige Harmonie des Daseins“ [1].

Liegt es da nicht nahe, die Physik als die grundlegendste aller Naturwissenschaften mit dem Zauberwort, mit dem Du zur Welt zu identfizieren?
Dass dieser Moment nicht unbedingt auf absolute, zeitlose Wahrheiten führt, das Wissenschaft immer auch Suche ist, tut dem Ganzen keinen Abbruch, ist doch auch die Liebe zwischen Menschen oft mehr Abenteuer als Denkmal, mehr Weg als Ziel.

Bleibt freilich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht von „der“ oder „einer“ Welt zu sprechen, denn ganz offensichtlich präsentiert sich das Universum dem Beobachter doch zunächst einmal als Vieles. Allerdings gibt es Hinweise, die auf eine gewisse Einheit der Welt hindeuten. Da sind einerseits die Naturgesetze, die nach Vorgabe ja universell gelten sollen. Auch ein Elektron in einer entfernten Galaxie soll den Gesetzen der Quantenfeldtheorie gehorchen. Und wirklich kennt die Physik in ihrem Erklärungsanspruch keine Grenzen, wendet sie sich an die ganze Welt. Das ist keineswegs trivial, es ist tatsächlich erstaunlich, dass das „Lied“, das die Welt zu singen anhebt, harmonisch ist, und nicht eine furchtbare Kakophonie. Oder wie Einstein sich ausgedrückt hat: „Das ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit.“

Daneben gibt es Ansätze im Rahmen der Quantenkosmologie, den gesamten Kosmos als ein verschränktes Quantenobjekt zu verstehen – und damit an eine alte Tradition anzuknüpfen: Von Parmenides über den Neoplatonismus bis zu Giordano Bruno, von Goethe über Alexander von Humboldt bis zu Einstein waren Wissenschaftler und Philosophen von dem Gedanken einer Alleinheit fasziniert. Ein Thema dieses Blogs wird also sein, inwieweit und inwiefern ein solches Konzept des Universums als „Eines“ den Entwicklungen der modernen Physik entspricht.

Und schließlich: Wenn die Physik als Schlüssel, als „Wünschelrute“ zu der verborgenen Harmonie der Welt fungieren soll, dann gibt es eigentlich nichts, was nicht Physik ist, dann tut sie das auch in Bereichen, die wir eigentlich nicht mit Physik assoziieren: Tatsächlich sind Konzepte aus der Physik verblüffend erfolgreich in den verschiedensten Weltbereichen, von der Biologie zu den Finanzmärkten und vom Verkehr zur Informatik, so dass Physik fast schon eher als Lebensphilosophie denn als Spartenwissenschaft verstanden werden kann. Das wird uns motivieren, uns mit einer physikalischen Perspektive an so ziemlich jedes x-beliebige Thema heranzuwagen.

Physik ist also das Zauberwort, das „Du“, das die Welt zum Singen bringt.
Aber wenn Physik jetzt das Wort ist, was ist dann das Lied?

Auch Physik, natürlich. Dieses mal allerdings verstanden nicht als Tätigkeit, sondern als Frucht dieser Tätigkeit. Als die Konzepte, Modelle und Theorien, die Physiker von der Welt entwickeln. Am klarsten erscheint uns das “Lied der Welt” da, wo wir es unverstellt von zu viel Idealisierung und Komplexität wahrnehmen, bei den fundamentalen Bausteinen des Universums, also im Allerkleinsten – den Teilchen, und im Allergrößten – dem Kosmos.

Wie treffend ist es da , wenn die US-Kosmologen Wayne Hu und Martin White ihren Spektrum-Artikel über den “kosmischen Mikrowellenhintergrund” – das „Fossil“ vom Anbeginn der Zeit, die durch die kosmische Expansion in den Mikrowellenbereich hinein verschobene elektromagnetische Strahlung des frühen Universums, deren Anisotropien die Schwingungen im kosmischen Teilchenplasma samt Obertönen widerspiegeln – „Symphonie der Schöpfung“ betiteln [2].
Oder wenn Karsten Danzmann in der Euphorie über den jüngst mit dem Physik-Nobelpreis gewürdigten direkten Nachweis der Gravitationswellen auf der Jahrestagung 2017 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausruft: “Ich gehe davon aus, dass ich meinem Leben noch den Urknall hören werde!”
Wobei es einerseits mit dem Urknall so einfach nicht ist, aber dazu mehr in einem anderen Post. Und andererseits mit dem Hören auch nicht, denn natürlich werden diese Harmonien nicht wirklich gehört, sondern mit Radiometern und Laserinterferometern gemessen.

Derartige Metaphern sind alt – uralt: In den Fußstapfen einer Tradition, die sich bis zu den Pythagoreern im antiken Griechenland erstreckt, schwärmte zum Beispiel Johannes Kepler, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Gesetze der Planetenbewegung entschlüsselte, in seiner „Weltharmonik“, die Himmelsbewegungen seien „nichts anderes als eine fortwährend mehrstimmige Musik (durch den Verstand, nicht das Ohr faßbar)“ [3]. Nachdem derartige Vorstellungen lange als diskreditiert und die Frequenzverhältnisse in der Himmelmechanik als reiner Zufall galten, diskutierten die Chaostheoretiker Peter H. Richter und Hans-Joachim Scholz 1987, ob nicht wirklich manche auffälligen Frequenzverhältnisse kleiner ganzer Zahlen, wie sie z.B. auch musikalischen Harmonien entsprechen, besonders stabilen Umlaufbahnen entsprechen, in denen die Planeten auch bei kleinen Störungen auf lange Zeit verbleiben können [4]. Überhaupt sind Schwingungen – und nichts anderes als Dichteschwingungen der Luft und anderer Medien sind Töne ja – in der Physik allgegenwärtig: Von den Wellen des Ozeans bis zu bestimmten Wolkenphänomenen, von atomaren Orbitalen bis zu Quantenfeldern und den hypothetischen Superstrings, deren Schwingungsmuster den verschiedenen Elementarteilchen entsprechen sollen. „Nichts als Musik“ nennt z.B. Brian Greene die Grundlagen der Stringtheorie [5]. Dass diese Faszination nicht auf Wissenschaftler beschränkt ist, zeigt dieser Text des sympathischen Stargeigers Daniel Hope, der, seit seiner Kindheit von der Schönheit des Nachthimmels ergriffen, Keplers „Sphärenmusik“ in den Werken von Bach, Haydn, Strauss oder Philip Glass gespiegelt findet (und dessen traumhafte Vivaldi-Interpretation ich vorletztes Jahr in der Bremer Glocke erleben durfte).

Leider werden solch poetische Beschreibungen allzu oft missbraucht für esoterischen Schwindel. Wenn z.B. die Melodie des Kosmos „angezapft“ werden soll, um Menschen zu heilen oder Kommunikation ohne Energie- und Zeitverlust zu ermöglichen, ist Skepsis angebracht. Um es ganz klar zu machen, derartige Scharlatanerien haben mit Physik so wenig zu tun wie Fake-News-Kampagnen mit seriösem Investigativjournalismus. Gerade die Liebe zur Welt gebietet es ja, ihr mit offenen Augen und so vorurteilslos wie möglich zu begegnen, seine eigenen Vorstellungen immer wieder zu hinterfragen und in der Gemeinschaft der Wissenschaftler an einem kohärenten Weltbild zu arbeiten. Wer die Welt liebt, der verleumdet sie nicht!

Aber kann man hier wirklich von Liebe sprechen?
Ich glaube schon.

Denn dass Romantik und Naturwissenschaft kein Gegensatz sein müssen, zeigt eindrucksvoll Richard Holmes von der Royal Society ausgezeichnetes Buch „The Age of Wonder“: Auch wenn die Romantik das Subjektive und die Wissenschaft das Objektive idealisiert – „Das Konzept des Wunderns scheint etwas zu sein, das die Bereiche vereint“ [6]. Besonders schön aber illustriert die Liebe der Wissenschaftler zur Welt das kleine Büchlein „Curious Minds“, für das der legendäre Literaturagent und Brückenbauer zwischen Geistes- und Naturwissenschaften John Brockman Spitzenforscher befragte, welche Erlebnisse in ihrer Kindheit sie zu Wissenschaftlern gemacht hätten [7]. Da geht es um Abenteuer, selbstgebastelte Experimente, Sonnenfinsternisse und Sternschnuppen. Murray Gell-Mann, der die Theorie der Quarks entwickelt hat, berichtet, wie er als kleiner Junge fasziniert war vom Komplexen und sich New York als überbauten Wald vorstellt. Viele Jahre später wird er das Buch „Das Quark und der Jaguar“ schreiben, in dem er die Beziehungen vom Einfachen zum Komplexen diskutiert. Der britische Kosmologe Paul Davies erzählt von seinem Drang, „den geheimen Sinn des Universums zu entschlüsseln“ und wie er fasziniert vom Phänomen des freien Willens realisiert, dass „Physik letztlich die Melodie ist, nach der die Atome seines Gehirn tanzen“. Die Astronomin Janna Levin schildert, wie sie sich als junges Mädchen in Captain Kirk verliebt und nachts beim Blick aus ihrem Schlafzimmerfenster vorstellt, wie „unser hübscher, blauer Planet ruhig in einem Meer von Schwärze rotiert in einem riesigen, herrlichen Kosmos“, und wie sie „aus dem Fenster fliegt, vorbei an den Bäumen hinein in den Himmel und verschmilzt mit was immer sie dort findet“. Und der Gravitationstheoretiker Lee Smolin erinnert sich, wie er erst Architekt werden wollte und dann die Mathematik zum Bau von Bauwerken mit gekrümmten Oberflächen in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie entdeckt. Und wie er schließlich, als einsamer Teenager und müde vom Rechnen am Straßenrand in Los Angeles sitzt, von Frauen träumt und plötzlich eine „mystische Erfahrung“ macht, sich „vollständig mit dem Universum verbunden“ fühlt. Und zu allem Überfluss hält dann auch noch ein Wagen und eine junge schöne Frau am Steuer fragt ihn nach seinen Plänen für die Nacht….

Zufall oder Fiktion? Zumindest erinnert diese Episode daran, wie knapp 1500 Jahre früher der römische Philosoph Boethius bei einer definitiv fiktiven Frauengestalt Trost fand: der personifizierten Philosophie, die ihm erschien, während er als Verräter verurteilt im Kerker es Gotenkönigs Theoderich auf seine Hinrichtung wartete. Sein Buch über diese Begegnung gilt als letztes bedeutendes philosophisches Werk der Antike und hatte großen Einfluss auf die Philosophie des Mittelalters. In ihren Anfängen war Physik ursprünglich nichts als Naturphilosophie. Und Philosophie wiederum ist nichts anderes als das griechische Wort für Weisheitsliebe.

Damit ist das Revier abgesteckt: Dieser Blog wird sich mit einem liebevollen Blick auf die fundamentalen Probleme der Physik beschäftigen, mit den philosophischen Fragen, die diese Disziplinen an den Grenzen des Wissens notwendigerweise aufwerfen und mit gelegentlichen Ausblicken auf das „große Ganze“. Er wird sich aber auch, ganz nach der Maxime des englischen Malers und Dichters William Blake, „die Welt im Sandkorn zu sehen“ mit den überraschenden Erfolgen physikalischen Denkens in unerwarteten Zusammenhängen, im Komplexen und Alltäglichen, beschäftigen.

Physik also bringt die Welt zum Singen!
Physik ist das Du, die Liebe zur Welt!

Und: Die Welt ist wunderbar!

[1] Rüdiger Safranski: Goethe – Kunstwerk des Lebens, Carl Hanser Verlag, München 2013.
[2] Wayne Hu und Martin White: Symphonie der Schöpfung, Spektrum der Wissenschaft, Mai 2004.
[3] Johannes Kepler: Weltharmonik, übers. M. Caspar, Oldenbourg, München 1982.
[4] Peter H. Richter und Hans-Joachim Scholz: Der goldene Schnitt in der Natur – harmonische Proportionen und die Evolution, in: Bern-Olaf Küppers (Hrsg.): Ordnung aus dem Chaos, Piper, München 1987.
[5] Brian Greene: Das elegante Universum, BvT, Berlin 1999.
[6] Richard Holmes: The Age of Wonder: How the Romantic Generation Discovered the Beauty and Terror of Science, Harper Press, London 2008.
[7] John Brockman: Curious Minds – How a Child Becomes a Scientist, Vintage Random House, London 2005.
[8] Murray Gell-Mann: Das Quark und der Jaguar – Vom Einfachen zum Komplexen, Piper, München 1994.

Heinrich Päs

Heinrich Päs ist Professor für Theoretische Physik an der TU Dortmund und forscht über Neutrinos, Teilchenphysik und Kosmologie. Er hat sich aber auch schon als Zeitmaschinenentwickler und Philosoph versucht, ein Buch ("Neutrinos - Die perfekte Welle") geschrieben und mehrere Science-Fiction Romane inspiriert. Er war Postdoc in Hawaii. Wenn er nicht forscht oder liest ist er gern in der Natur, beim Segeln, Surfen, Wandern, Skifahren oder Laufen. Und noch mehr als die Welt liebt er seine Frau Sara.

36 Kommentare

  1. Wegen Ihrer Verbindung mit dem „Du“ und der Liebe (zur Physik), wage ich andere Verse zur Diskussion zu stellen, Verse von einer atemberaubenden Schönheit meines Lieblingsdichters in der deutschen Sprache, Rainer Maria Rilke:

    Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen.
    Eine Weile bist du´s, dann wieder ist es das Rauschen,
    oder es ist ein Duft ohne Rest.

    Die moderne Physik besteht aus Rauschen, aus dem man die Wahrheit der Welt wie einen Duft ohne Rest herausfiltrieren muss… Ein hoffnungloses Unterfangen?

    • Hallo Frau Lopez, vielen Dank für diesen poetischen Kommentar. Rilke ist wirklich wundervoll, und dieses Gedicht kannte ich noch nicht.

      “Die moderne Physik besteht aus Rauschen, aus dem man die Wahrheit der Welt wie einen Duft ohne Rest herausfiltrieren muss…” So kann man es ausdrücken, ja. “Ein hoffnungloses Unterfangen” ist das meiner Meinung nach aber überhaupt nicht. Ich würde sagen, hier – wie auch sonst im Leben – ist der Weg das Ziel: Ein Weg durch tolle Landschaften, und mit vielen Etappenerfolgen. Über einige davon will ich in meinem Blog noch schreiben.

      Viele Grüße, Heinrich Päs

  2. Ja, der Weg ist das Ziel stimmt sehr oft im Leben 🙂 

    Ich kann verstehen, dass die Physik Ihr Weg ist, Sie sind ja Physiker. Aber für uns alle „draußen“?

    Ich bin nur eine naturwissenschaftlich interessierte Laie, ich liebe die Wissenschaft, auch die Physik. Aber die moderne theoretische Physik macht mich alleine. Sie setzt mich vor die Tür mit meiner Erfahrung der Welt und meinem Logikdenken. Sie erzählt mir mathematische Fiktionen mit schönen, bunten Computersimulationen. Die moderne Physik ist nur Rauschen, gemessenes Rauschen, aus dem keine Wahrheit bis jetzt für mich herausfiltriert wurde, die ich als Wahrheit anerkennen kann. Die Wissenschaft ist mir eine Hilfe im Leben zum Verständnis der Welt, aber die moderne theoretische Physik ist dafür unbrauchbar.

    Ich verzweifle an der modernen theoretischen Physik. Ich bin der Meinung, dass ein Paradigmawechsel hier fällig ist.

    Wenn es Sie interessiert, meine Verzweiflung besser zu verstehen, verweise ich zum Beispiel auf meine Beiträge in der parallellaufenden Diskussion im Artikel Ihres SciLogs Kollegen Joachim Schulz: Gedankenexperimente und Experimentalphysik

    Viele Grüße
    Jocelyne Lopez

    • Hallo Frau Lopez, ja, was soll ich dazu sagen? Zum einen kann man natürlich ein sehr erfülltes Leben leben ohne Physik oder Wissenschaft, so wie man leben kann ohne jemals das Meer oder die Berge oder Sternschnuppen gesehen zu haben oder ohne jemals Musik gehört zu haben. Wenn man es aber ernst meint mit Physik und Wissenschaft, dann sind sie ohne Theorie nicht zu haben. Physik kann auch niemals unlogisch sein, gerade die mathematische Formulierung garantiert ja die logische Konsistenz. Natürlich widerspricht die moderne Physik oft unserer Intuition, das liegt daran, dass sich unsere Intuition in Alltagssituationen herausgebildet hat und der Gegenstandsbereich der modernen Physik davon oft sehr weit entfernt ist. Wer Physik verstehen will muss also die Bereitschaft mitbringen, sich von liebgewonnenen Vorurteilen zu verabschieden und ein bisschen Mühe aufwenden. Wie weit man dabei gehen kann und will ist natürlich individuell verschieden. Ich bin z.B. ein miserabler Pianist, weil es mir an Zeit, Talent und Willen fehlt, nichtsdestotrotz höre ich gern besseren Musikern zu, wohl wissend, dass ich ihre Stücke niemals so gut verstehen werde wie sie.
      Mit besten Grüßen, Heinrich Päs

  3. Hallo Herr Päs,

    “Und wirklich kennt die Physik in ihrem Erklärungsanspruch keine Grenzen, wendet sie sich an die ganze Welt.”

    … und scheitert immer wieder an ihrem Anspruch, hätten Sie wahrheitsgemäß hinzufügen müssen.

    Grüße Fossilium

  4. Hallo Fossilium,

    haben Sie diesen Kommentar in eine Steinplatte geritzt? Oder haben Sie ein elektronisches Gerät auf Transistorbasis genutzt, das auf den Prinzipien von Relativitätstheorie und Quantenmechanik funktioniert?
    So schlimm kann es also nicht sein mit dem Scheitern.
    Natürlich ist die Physik nicht unfehlbar, aber das habe ich keineswegs vergessen zu erwähnen:

    “Dass dieser Moment nicht unbedingt auf absolute, zeitlose Wahrheiten führt, das Wissenschaft immer auch Suche ist, tut dem Ganzen keinen Abbruch, ist doch auch die Liebe zwischen Menschen oft mehr Abenteuer als Denkmal, mehr Weg als Ziel.”

    Mit freundlichen Grüßen, Heinrich Päs

  5. “Sollte Eichendorff wirklich jede Kleinigkeit so ausgeklügelt komponiert haben, nur um das Wort „Du“ zu kodieren? Andererseits – ich habe diese Episode – im Gegensatz zu den allermeisten meiner Physikvorlesungen – nie vergessen.”

    Ein schöner, origineller Einstieg von dem aus Sie dann den Bogen spannen über Parmenides, Giordano Bruno, Humboldt, Goethe, Einstein, Brian Greene zur Physik “als Schlüssel zur Harmonie der Welt, dem Zauberwort, dem „Du“, das die Welt zum Singen bringt.”

    Verspricht, spannend zu werden.

    P.S. Was hat es mit der Unterüberschrift auf sich? (“Wie ist heißt das Wort?”)
    War das so gewollt oder ein Versehen oder fehlt nur ein Komma?

  6. Hallo Herr Päs,

    Um den instrumentellen Aspekt der Physik ging es Ihnen nicht. Sie sagen uns, es gäbe eigentlich nichts, was nicht Physik ist. An alles in der Welt könne man sich mit einer physikalischen Perspektive heranwagen. Die Physik erzähle vom Sing-Sang der Welt. Ja, die Physik habe sogar einen Erklärungsanspruch für das ganze Universum !

    Abgesehen davon, was das alles bedeuten soll, ist dies eher Schwärmerei als Liebe.

    Ihre Liebe zur Physik ist – ehrlicherweise – wohl eine Liebe zur Metaphysik. Die Welt zu erklären ist ja auch eine metaphysische Aufgabe. Die Physik kann und will diese Aufgabe schon aus methodischen Gründen nicht leisten. Und da wo sie es will, scheitert sie notgedrungen.

    Hören wir also, was Sie als uns als Metaphysiker alles zu berichten haben.

    Daß die Physik dagegen für den Apparatebau unbegrenzt hilfreich ist, ist unbestritten.

    Grüße Fossilium

    • Das eigentlich bei “es gäbe (bzw. *gibt* im O-Ton) eigentlich nichts was nicht Physik ist” deutet (m.A.n.) darauf hin, dass Herr Päs sich da noch nicht so ganz sicher ist (oder auch nicht anmaßend sein will). Zweifelsohne aber kann/konnte die Physik Erklärungen geben für Dinge, die man früher (verständlicherweise) für metaphysisch hielt .. Und Liebe ist ja eine so schlechte Eigenschaft nicht (es gibt schlimmere) ..

      Was ich übrigens in meinem posting vom 28.10. noch sagen wollte: Ich wohne in Heidelberg und bis schon öfters am Palais Boisserée vorbei gelaufen – und empfinde es nicht als (auffällig) verschnörkelt ..

      • Hallo Axel Krüger,
        wer liebt, bei dem ist der Verstand bekanntlicherweise ausgeblendet.
        Und Liebe kommt aber auch mit Leid daher, und das muß man gewillt sein zu tragen.
        Aber sie gibt einem Antrieb und spornt an, und das ist natürlich super gut.
        Vor Verklärung aus Liebe sollte man sich hüten, der Liebespartner wird dann meistens überfordert.
        Sie hat also viele Aspekte, wie alles, einen physikalischen sehe ich allerdings erst mal nicht.
        Bin aber offen für diesen.
        Grüße Fossilium

        • @ Fossilium 30.10. 12:14

          Da ich mir nicht sicher bin ob **Sie (die Liebe) hat also viele Aspekte, wie alles, einen physikalischen sehe ich allerdings erst mal nicht** eine allg. Bem. od. Frage an mich war (und ich Fragen nicht ignorieren möchte), hier meine Antwort:

          Meine Anm. dass **Liebe eine so schlechte Eigenschaft ja nicht ist (es gibt schlimmere)** war _nicht_ in einem physikalischem Kontext gemeint, sondern einfach nur ganz allg. dass L. eben eine so schlechte Eigenschaft nicht ist .. Zielte allerdings auch ein wenig auf Ihre Bem. (v. 30.10. 00:09) ab, dass **abgesehen davon, was das alles bedeuten soll, dies eher Schwärmerei als Liebe ist.**

          Meinem Eindruck nach „liebt“ Herr Päs es zu forschen, herauszufinden. Und das _möglichst_ objektiv/wissenschaftlich – ohne “subjektive Schwärmerei“ [obwohl subj. Schw. (i.S.v. aufrichtiger Begeisterung) nicht notwendigerweise – auch in wissenschaftlichem Zusammenhang – etwas Schlechtes sein muss]. Hins. der Liebe zu seiner Frau spielen da – nicht unverständlicherweise – wohl noch andere Konstituenten mit hinein (s.o. unter dem Blogtext sein Satz ** Und noch mehr als die Welt liebt er seine Frau Sara.**).

      • Hallo Herr Krüger,

        Sie haben vollkommen recht, ich hatte das Palais Boisseree tatsächlich verschnörkelter in Erinnerung:

        “Das langgestreckte Gebäude wurde im Stil des Barock erbaut. Nach der Übernahme durch den Staat wurde es von 1826 bis 1838 klassizistisch durch Johann Thierry umgebaut.” (Wikipedia)

        So alt bin ich allerdings noch nicht, in der Jugend erinnert man wohl alles ein wenig verschnörkelter. Wie gut, dass es Wikipedia und Fotos als unbestechliche Dokumente der Vergangemnheit gibt – eine Konsequenz der überraschend niedrigen Entropie zu Anbeginn des Universums übrigens 🙂

        Beste Grüße! Heinrich Päs

        • Hallo Herr Päs,

          .. hm – das **wie gut, dass es Wikipedia und Fotos als unbestechliche Dokumente der Vergangenheit gibt – eine Konsequenz der überraschend niedrigen Entropie zu Anbeginn des Universums** verstehe ich (evtl.) nicht so genau. Spontan dachte ich, dass sich Konsequenz auf Dokumente bezieht, da Dokumente (in der Regel) geordnete Information darstellen (geschaffen wiederum von strukturierten/geordneten Wesen/Menschen). Strukturiert/”organisiert” also als Gegensatz zu Entropie = “negative E.” [Entropie also i.S.v. (Oberbegriff bzw. dem zumeist damit assoziieren Begriff) Unordnung].

          **Überraschend niedrige Entropie zu Anbeginn des Universums** meint wenig Unordnung wegen der geringen räumlichem Ausdehnung des Urknalls (des “Urpunktes”, der Singularität)? Oder meinten Sie mit niedrige Entropie vll. Ordnung (“neg. Unordnung“)? Die Ordnung des Urpunktes [nicht das Chaos, das man normalerweise mit einer Explosion (“Quantenfluktuationen, inflationäre Phase“) verbindet].

          Beste Grüße

          • Hallo Herr Krüger,

            ja “Konsequenz” bezog sich auf “Dokumente”. Kurz gesagt ist eine niedrige Entropie zu Beginn des Universums Voraussetzung dafür, dass Entropie zunimmt. Wäre das Universum im statistischen Gleichgewicht entstanden, wäre die Entropie im Mittel konstant. Nur weil Entropie zunimmt, kann ein Dokument als Zeugnis eines Ereignisses in der Vergangenheit verstanden werden, denn nur so besteht eine Korrelation zwischen dem Entstehen einer geordneten Struktur wie es ein Dokument ist, und dem Ereignis, in dem es erzeugt wurde. Würde die Entropie dagegen abnehmen, wäre es wahrscheinlicher, dass das Dokument rein zufällig entstanden ist, als dass es tatsächlich etwas mit dem betreffenden Ereignis zu tun hat. Also gerade weil die Entstehung einer geordneten Struktur in einem Universum mit zunehmender Entropie etwas Ungwöhnliches ist, verrät sie uns etwas über die Vergangenheit. Die Argumentation stammt von Sean Carroll, aber vielleicht komme ich in Zukunft mal dazu, das näher zu diskutieren.

            Beste Grüße! Heinrich Päs

    • Apparatebau – Die Physik ist auch nur ein Hilfsmittel / eine Krücke der systemrationalen Bewusstseinsbetäubung im Kreislauf des geistigen Stillstandes seit der “Vertreibung aus dem Paradies”.

      So macht Liebe im Allgemeinen blind!?

  7. Vielen Dank für diesen wunderschönen Blogeinstieg – ich werde oft vorbeischauen! 🙂
    (Aber bitte lassen Sie sich auch nicht von Trollen zu sehr behelligen, die es in ihrer verzweifelten Wut immer wieder zu den lebendigsten Blogs zieht…)

    Mit blognachbarlichen Grüßen von „Natur des Glaubens“!

      • “Danke, Herr Blume, dass Sie diesen Blog verfolgen, denn das Zauberwort “Liebe” passt auf jeden Fall zu Ihren wissenschaftlichen Ansichten”

        So denke ich auch, lieber Joceline, lieber Herr Blume,
        da ist treffend gesagt, Sie haben mir damit ein schlechtes Gewissen verpaßt.
        Unken ist einfach. Deswegen höre ich jetzt damit auf.

        Grüße
        Fossilium

    • Ja, ich kann mich sehr erinnern an Zeiten, wo Menschen wie ich an Kommunikation nur sehr schwer teilnehmen konnten, wo sie sogar sehr leicht weggesperrt werden konnten.
      Nun, der Liebe zur Physik sei dank, bleibt es hoffentlich so offen und ehrlich wie hier. Mögen die manipulativen Bestrebungen einiger weniger Zeitgenossen bleiben und ins Leere laufen.

      Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit. Marie von Ebner-Eschenbach

      • Das Wort Troll, erinnert mich an eine sehr “speziell moderierte” Zeit der Weltgeschichte, wo die Liebe zur Physik allzu “expertise Blüten” hervorbrachte (nur NOCH MAL als Hinweis wie sehr Liebe in gleichermaßen kreislaufend-unverarbeiteter Bewusstseinsschwäche blind machen kann).

    • Hallo Herr Blume,
      Vielen Dank für die nette Begrüßung! Auch ich habe Ihren letzten Blogeintrag mit großem Interesse gelesen. Obwohl ich nicht religiös bin, interessieren mich gerade christliche Mystik, Sufismus und Kabbala sehr, vor allem dort, wo sie eine mögliche Alleinheit thematisieren. Tatsächlich glaube ich, dass sich Physik und Religion so manches Konzept und die Sehnsucht nach dem Absoluten teilen, wenn auch die Zugänge vollkommen verschieden sind. Vielleicht entwickelt sich da ja ein interdisziplinärer Dialog, das würde mich sehr freuen. Außerdem habe ich gesehen, dass Sie auch mit Rüdiger Vaas zusammen gearbeitet haben, mit dem ich auch bisweilen Kontakt hatte – der Mann ist ja ein Tausendsassa. Ich freue mich also auf neue Inspiration!
      Beste Grüße! Heinrich Päs

  8. Physik und Rauschen!? – “Ich habe mich so oft gefragt, ob nicht gerade die Tage, die wir gezwungen sind, müßig zu sein, diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen? Ob nicht unser Handeln, selbst wenn es später kommt, nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist, die in untätigen Tagen in uns geschieht? Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein, mit Hingabe, womöglich mit Freude.” Rainer Maria Rilke 😎

  9. Zitat Michael Blume: „Vielen Dank für diesen wunderschönen Blogeinstieg – ich werde oft vorbeischauen! (Aber bitte lassen Sie sich auch nicht von Trollen zu sehr behelligen, die es in ihrer verzweifelten Wut immer wieder zu den lebendigsten Blogs zieht…)“

    Zu den Trollen, die die Wahrheitsfindung stören wollen, bediene ich mich weiter der Poesie (sie ist ja in diesem Blog erlaubt 🙂 ) als Leitsätze der Zuversicht:

    In allem geht stets die Lüge voran,
    die Dummköpfe hinter sich ziehend
    am Seil ihrer unheilbaren Gemeinheit;
    die Wahrheit aber kommt immer zuletzt,
    langsam heranhinkend
    am Arm der Zeit.

    Baltasar Gracian, Kunst der Weltklugheit.

  10. Und allen, die hier die moderne theoretische Physik hinterfragen möchten, widme ich ein weiteres Gedicht:

    Mut

    Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
    Was keiner sagt, das sagt heraus
    Was keiner denkt, das wagt zu denken
    Was keiner ausführt, das führt aus.

    Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen,
    Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
    Wenn alle mittun, steht allein.
    .

    Wo alle loben, habt Bedenken.
    Wo alle spotten, spottet nicht.
    Wo alle geizen, wagt zu schenken.
    Wo alles dunkel ist, macht Licht.

    (Zenetti, Texte der Zuversicht.)

    • Sorry, aber das erinnert mich ein wenig an den alten Witz über den Geisterfahrer, der die Warnung im Verkehrsfunk hört und sagt: „Ein Geisterfahrer? Tausende!!!“
      Ja man kann (und sollte) alles hinterfragen, aber dabei nicht vergessen, auch sich selbst zu hinterfragen.
      Schöne Grüße, Heinrich Päs

      • Ich meine, wenn man Menschen, die die moderne theoretische Physik hinterfragen möchten, auffordert, sich selbst zu hinterfragen, dann ist es ein Zirkelschluß: Damit lehnt man de facto die Hinterfragung der modernen theoretischen Physik ab, oder?
        Oder wie soll ein Dialog funktionieren, wo jeder sich selbst zu hinterfragen hat? Ich stelle mir es sehr schwierig vor, wenn nicht unmöglich.

    • … wohl aber nicht die Voraussetzung eines kontroversen Dialogs.

      Bei einem kontroversen Dialog kann die Voraussetzung nicht sein, dass jeder seine eigenen Ansichten selbst hinterfragt. Vielmehr soll jeder seine eigenen Argumente bzw. eigenen Gegenargumente vortragen. Die stillen Mitleser können sich dann ihre eigene Meinung bilden, auch wenn kein Konsens zwischen den Diskutanten erzielt wird – was in den seltensten Fällen auch geschieht und auch nicht verlangt werden darf.

      • In der evidenzbasierten Wissenschaft schon.
        Hier kann man falsche Ansichten falsifizieren und ausschließen.
        Dann forscht man dort weiter, wo es Sinn macht zu investieren.
        Sinn macht es nicht, Widerlegtes weiter zu diskutieren /logisch.

  11. »Physik ist das Du, die Liebe zur Welt! «

    .
    Ist schon merkwürdig: Einerseits haben die Erkenntnisse aus der Physik wesentlich zum technologischen Fortschritt und damit auch zur globalen Erwärmung beigetragen, andererseits sind es aber auch diese Erkenntnisse, die dringendst von der Politik zur Kenntnis genommen werden müssten, damit die Erde (unsere eigentliche „Welt“) ein wohnlicher Ort bleibt.

    Toller, vielversprechender Aufschlag hier, Herr Päs, bin gespannt, wie’s weiter geht…

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