Spektrum neo-Reporter im selbstfahrenden Auto

“Ich kann es kaum glauben, sind das echt die Fragen der Kinder?” Das ist wohl die häufigste Anmerkung, die Erwachsene über unsere Interviews bei Spektrum neo machen. Damit das ein für alle Mal klar ist: Ja, die Redaktion wählt das Thema und den Experten oder die Expertin, aber der Rest stammt von den Nachwuchs-Journalisten, denen manche so viel Esprit und Hartnäckigkeit gar nicht zutrauen würden.

Roboter und künstliche Intelligenz“ heißt das achte, gerade erschienene monothematische Heft von Spektrum neo. Das Thema ist nicht zufällig gewählt. Umfragen bei Jugendlichen haben immer wieder ergeben, dass sie alle rund um Mensch und Maschine spannend finden. Egal, ob Roboter den Weltraum erkunden, als Waffen benutzt werden oder das Denken lernen, wir Menschen sind fasziniert davon. Klar, eine nimmermüde Maschine, die das Zimmer aufräumt und die Wohnung putzt, davon träumen viele. Ebenso viele gruseln sich bei der Vorstellung, was passieren könnte, wenn sich Cyborg und Co. selbstständig machen und uns womöglich attackieren.

Die Spektrum neo-Reporter Clara, Tobias und Oscar haben sich mit etwas Alltäglicherem befasst. Wir fuhren mit Fotograf Manfred Zentsch nach Karlsruher Institut für Technologie und dort fragten die Nachwuchsjournalisten Markus Schreiber Löcher in den Bauch. Der entwickelt mit seinem Team selbstfahrende Autos. Also Vehikel, bei denen niemand mehr am Steuer sitzen muss. Vollgestopft mit Technik sind die Fahrzeuge. Kein Wunder, schließlich müssen sie die Strecke im „Kopf“ haben und dann auch noch ständig mit dem abgleichen, was sie tatsächlich „sehen“. Die Technik „Made in Germany“ ist schon soweit fortgeschritten, dass sogar die klassische Bertha Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim selbstfahrend und unfallfrei bewältigt wurde.

Wo die kniffligen Probleme liegen, haben die Reporter selbst herausgefunden. Zum Beispiel, wenn Unfälle oder Baustellen den Weg versperren oder Menschen mit grünen Jacken an Ampeln stehen. Außerdem wollte das Trio natürlich auch gerne wissen, ob es sich für sie überhaupt noch lohnen wird, den Führerschein zu machen. Nichts davon blieb vom Wissenschaftler unbeantwortet und eine Kostprobe in der Praxis gab es überdies: Drei Spektrum neo-Reporter als vermutlich jüngste Journalisten der Welt im selbstfahrenden Auto unterwegs. Wie das war, hat Manfred Zentsch im Film festgehalten. Unter Einsatz einer Flugdrohne, wobei wir uns mal wieder von einer anderen Seite dem Thema „Roboter“ näheren

Hier geht’s zum Artikel: Auto allein auf Achse (€ 1,49)
Hier geht’s zum Film: Die neo-Reporter im Geisterauto (1:52 min)

Und eins noch: Für die Zwölf- bis Sechzehnjährigen, die nicht nur immer lesen wollen, was andere geschrieben haben, und lieber selbst aktiv werden möchten: Unsere Reporterwerkstatt “Wissensschreiber” hat vom Donnerstag, 11., bis Samstag, 13. September, geöffnet. Thema ist: “Unsere Erde”. Unter anderem machen wir uns schlau in Sachen Vulkane, Homo heidelbergensis, Geothermie und recherchieren über die Zukunft der Stadt. Wer bei dem kostenlosen Workshop dabei sein möchte, muss sich beeilen, es sind nur noch wenige Plätze frei. Anmeldung unter kbaumbusch@spektrum.com.

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Wissensschreiber

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Ich bin von Natur aus neugierig, will Menschen und ihre Beweggründe verstehen und ich liebe gute Geschichten über alles: Das macht mich zur Journalistin. Ich möchte aber den Dingen auch auf den Grund gehen und verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält: Das erklärt meine Faszination für Wissenschaft und Forschung. Nach dem Studium der Germanistik und Politikwissenschaft habe ich als Zeitungsredakteurin für viele Jahre das Schreiben zum Beruf gemacht. Später kamen dann noch Ausbildungen zur zertifizierten Mediatorin und zum Coach hinzu, die mich in meiner Auffassung bestärkt haben, dass das Menschliche und das Allzumenschliche ihre Faszination für mich wohl ein Leben lang nicht verlieren werden. Das Organisieren habe ich als Büroleiterin einer Europaabgeordneten gelernt, bevor ich im Juli 2012 als Referentin des Chefredakteurs bei Spektrum der Wissenschaft begonnen habe. Von dieser Tätigkeit bin ich nun erst einmal ab 1. Januar 2015 für ein Sabbatical beurlaubt. Und ganz gespannt, was das „Abenteuer Auszeit“ für mich bereithalten wird.

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