Grundsätzliches: Stammhirn

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auf der Frequenz von Geist und Gehirn
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Auch wenn es im Schatten des Großhirns steht – der Hirnstamm trägt nicht nur das ganze Konstrukt, er ist auch für grundlegende und überlebenswichtige Aufgaben verantwortlich. Dies ist seine Episode.

Anschliessend unterhalte ich mich mit Steve Ayan über das Titelthema des aktuellen Gehirn&Geist-Heftes: Emotionen, in diesem Fall mit Fokus auf die professionelle Freundlichkeit im Dienstleistungsgewerbe.


MP3 File

 

Hier der Link: Auf bloggingheads.tv interviewt Carl Zimmer die Neurowissenschaftslegende Michael Gazzaniga – sehr empfehlenswert und Stoff für gute Diskussionen.

 

SHOWNOTES

Und wieder ein wunderbares ambient-Stückchen zum Einstieg: Katie Turner mit Slow. Das wird mit dem nächsten Titel – Eve von Jr – auch gleich zum Programm. Damit es nicht zu ruhig wird – was bei einem solchen Thema auch tödlich sein kann -, folgt mit The Rhythm im Club Mix ein eher untypisches Stück von Dreamweaver. Ruhig und schön der Ausklang: Katzengold mit Strandgut.

Arvid Leyh

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

8 Kommentare

  1. Stammhirn und Hirnstamm

    Hi Arvid,

    Hirnstamm (Truncus cerebri oder encephali)und Stammhirn sind tatsächlich unterschiedliche Dinge. Der Hirnstamm ist etwas, was man wirklich herausschneiden und sehen kann: er hat eine “anatomische Identität” – man zerlegt klassischerweise ein Gehirn mit drei Schnitten. Der erste trennt das “Grosshirn” ab (Zwischen- und Endhirn), der zweite das Kleinhirn. Dann hat man den “Hirnstamm” in der Hand.

    Das “Stammhirn” ist eigentlich eine stammesgeschichtliche, eine evolutionäre Hypothese: eben das “angestammte” Gehirn, also der Teil des Gehirns, der “schon immer” dagewesen sein soll, wohingegen die “neueren” Hirnteile sozusagen “angebaut” worden seien.

    Das ist aber zumindest teilweise Quatsch, denn (zumindest alle Wirbeltiere) besitzen immer schon (fast)alle Hirnteile. Also auch ein Grosshirn, wenn auch nicht immer einen Cortex. Das Cerebellum aber könnte tatsächlich ein “Neuanbau” an den Hirnstamm sein.

  2. Hirnstammhirn

    Also doch McLean – Mist!
    Naja: wenn Du ganz gehört hast, hast Du auch die Abgrenzung gehört.

    In zitiertem Lexikon von SaV dagegen steht zu beiden Begriffen der gleiche Text, exklusive McLean, inklusive dem Truncus. Hat sich der Autor womöglich letzterem ergeben?

  3. Hirnstamm/Stammhirn

    ..ähh: meinst Du das “Lexikon der Neurowissenschaft”?

    Das würde mich wundern, wenn da unter diesen beiden Stichworten derselbe Text stünde – denn ich habe diese Texte geschrieben. Zumindest sollten Sie sich in der Nuancierung unterscheiden.

    Aber Du hast schon recht: im englischen (“brain stem”) ist dann eh’ alles eins..

  4. Stammhirn – Hirnstamm

    Endlich finde ich eine einleuchtende Erklärung für diese beiden Begriffe. Dem synomymen Charakter habe ich lange misstraut. Nun verstehe ich, dass wir eigentlich eher mit dem Begriff “Hirnstamm” arbeiten sollten, oder?
    Vielen Dank und Gruß, Edith

  5. Flucht und Angriff

    Guten Tag,
    Wo im Gehirn wird entschieden ob wir mit Flucht oder Angriff reagieren? Stimmt es das dies die ältesten reagtionen sind?

    Über eine Antwort würd ich mich freuen.
    Danke

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