Glaube

Braincast 300

Der letzte Teil der Eso-Reihe ist keiner. Zwar geht es um Eso, aber auch um Spinner, Religion, Humanismus, Dumbo, die Grenzen der Brights, das gute Leben. Inklusive dreier Selbstversuche.

 
MP3 File Dauer: 22:38

Die GEWINNER der Jahresabos von Gehirn und Geist sind

  • Thomas Vogler
  • Birgit Oehmcke
  • Marcel Overrödder
  • Joel Daon
  • Damian Wenzel

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NEWS

SHOWNOTES

Passender Einstieg, unpassender Titel: Forgiveness Of A Fathers Sins von Edj, passend in Musik und Titel Belief von The Svengali Project, sehr getragen Oh, Great von Ekocam, sehr schön Day for Peace von Emissary, trotz Gesang.

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

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  1. Glauben und Wissen

    Das Erkenntnissubjekt nimmt “Wissen” genau so an wie es glaubt.

    Was anzunehmen ist, entscheidet die Kultur und das immer kulturell gebundene E-Subjekt.

    MFG
    Dr. W

  2. Sehr schön! 🙂

    Lieber Arvid,

    nun wollte ich nur kurz reinhören und bin doch hängen geblieben. Am Schlafmangel morgen bist Du also durch Qualität mitschuldig! 🙂

    Ernsthaft: War wieder sehr schön (und die Glücksfee super-niedlich!)! Vielen Dank sowie Dir und Deiner Familie einen guten Rosch und ein gesegnetes 2013!

    Michael

  3. @ Michael

    Tut mir Leid 🙂

    Tribute von Panem schon gelesen? Sind schlimmer, da kommste unter 4h morgens nicht weg, wenn´s Dich mal hat.

    Euch allen auch ein gutes und gesundes 2013!!

  4. @Pschera

    Betrachten Sie das Sequenzielle gerne als gewollt und i.p. Kategorisierung unterbleibend.

    Kategorisierungen sind ohnehin eine Kunst und generieren nicht zwingend Mehrwert.

    MFG
    Dr. W

  5. Pschera @ Dr. Webbaer

    Das Thema war Glaube. Laut Wiki “etwas für wahr halten”, gutheißen . Im Vortrag wird erwähnt ohne genauen Bezug: Religion, Verhalten der Banker, Hitler und Volksdeutsche, Spinner, leichtgläubig, Sekten, Fanatiker, irdisches Leben ist Zwischenstation usw. Der Nutzen von Glaube ist nur angedeutet (z. B. Halt). Glaube ist die Basis für Wissen!
    Und das psychologisches Phänomen: “Je mehr Glaube, desto stärker dessen sture, nicht rationale Verteidigung” wird nur kurz erwähnt. Da hätte ich mir bei G&G (also passend) Infos gewünscht. Z.B. Wie werden die Glaubenssätze neurobiologisch gespeichert? Was bewirkt eine Änderung der vielen dazugehörigen Engramme? Davon war aber leider nichts im Vortrag.

  6. @Pschera

    Aus dem Gedächtnis, ischt ja schon ne Weile her: Das mit der Unterscheidung zwischen Glauben und Wissen fand der Schreiber dieser Zeilen diesmal auch nicht so töfte. Glaube ist sehr nützlich, wie Inhalte gespeichert werden, weiß man “nicht wirklich” und eigentlich wäre es erforderlich gewesen zur Erkenntnistheorie auszuholen…

    MFG
    Dr. W

  7. Nachtrag zum Braincast 300 Glaube

    Nachtrag:
    1. Ein Mensch wird nur dies glauben, was dieser positiv bewertet. Es gibt niemand, der etwas glaubt, was er selbst als falsch bewertet.
    Analogie zum Lernen: Nur das wird im Gehirn verfestigt, was mir nützt, was bejaht wird.

    2. Glaube besteht aus mehr oder wenigen Details. Und die Details müssen logisch passen.
    3. Je mehr Details, desto mehr Engramme im Gehirn
    4. Engramme sind Erregungsleitungen über viele Neurone, verbunden über Synapsen.
    5. Eine Änderung schmerzt. Z.B. die Änderung einer Weltanschauung. siehe Luther. Luther mußte eine große Hemmschwelle (Engramme) überwinden. Er bemerkte Widersprüche. Es war für ihm nicht einfach: Das Umdenken

    7. Das Gehirn wird vermeiden eine Änderung. Warum? Weil damit Neuronen überflüssig werden, sterben. Die Engramme werden umgepoolt (Synapsen werden anders verbunden oder Neurone sterben (Apoptose), wenn diese es nicht schaffen).

  8. @ Pschera

    Schimpfen Sie nicht mit dem Bärendoktor, Herr Pschera, es ist ja mein Braincast. Ein – wenn Sie die ganze Episode nebst Intro gehört haben – weicher, weil eben 300., und weihnachtlicher noch dazu.

    Ich erlaube mir daher auf das zu schauen, was ich gerne tue, und das ist nicht zuletzt der Konstruktivismus. Und der Bezug zur Realität – das Hirn findet ja auch im Leben statt, weshalb ich für Beispiele gern in dasselbe greife. Das allerdings wird in den anderen 299 Episoden nicht besser …

    Danke jedenfalls für Ihre Präzisierung, die mir Möglichkeit gibt, meinerseits zu konkretisieren:

    1 kann auch eine negative Bewertung sein.
    Und der Nutzen bewusst nicht immer zugänglich.

    Bei 3. habe ich Probleme mit dem Begriff Logik

    5. ist ein Beispiel aus dem Leben!

    7. ist eine Spekulation, die zumindest für das dopaminerge System nicht ganz trifft.

  9. Glaube und neurobiologische Präsenz

    Danke für die Antwort.
    Zu1. Richtig: Auch falsche Ansichten lassen sich speichern, aber erst der Glaube verfestigt, prägt viele Engramme intensiv und wiederholt.
    Glauben kann man vieles: Religion, ein Parteiprogramm, eine ärztliche Diagnose… Glaube ist nicht auf Religion beschränkt.
    Zu 3.
    Je mehr Details, desto mehr Engramme im Gehirn. Jedes Detail ist ein Engramm. Beispiel: Erfolgreiche Religionen habe dicke Bücher.
    Zu 7. ja, dies ist Arbeitsthese. Aber mehrere bekannte Puzzle passen.
    Die lokale Speicherung eines Engramms (Großmutterneuron, Lokalisationstheorie) ist überholt. Eine Engramm ist im Netzwerk, (den Bahnen, Erregungsleitungen, spezifischen Synapsenverbindungen.. ) versteckt. Eine Änderung des Engramms zeigt sich am Umbau von Synapsen. Dazu braucht es Zeit. Wenn nun ein ganzer Glaube verändert werden muss, so sind Unmengen an Neuronen betroffen (viel Arbeit). Da haben Sie recht, weitere Folgerungen sind, wenn auch logisch möglich, derzeitig Spekulation.
    Das dopaminerge System ist recht starr, ein Regelkreis.

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