Drogen: Halluzinogene

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auf der Frequenz von Geist und Gehirn
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Braincast 202

Die Suche nach dem erweiterten Bewusstsein ist so alt wie die Menschheit. Um die Pforten der eigenen Wahrnehmung zu öffnen, werden einige biochemische Schlüssel genutzt, zum Beispiel Psilocybine, MDMA und LSD. Alle rühren kräftig in der Psyche … Dazu unterhalte ich mich mit Dr. Erich Kasten über das unterschätzte Gegenteil der Psychosomatik.

 
MP3 File Dauer: 35:35

Hier der Link der Woche: Animals on drugs: 11 unlikely highs.

NEWS

SHOWNOTES

Stilecht der Einstieg mit The Doors Of Perception von PHIsonica Zu den Pilzen servieren wir Classical Civilizations von Ben Base, Trance Tripping von Deutschtrance leitet über zu MDMA wo DJ Black Acid mit Vision für sich spricht. Die Untermalung von LSD Psychosis von DJ Topshelf ist unverdient und nicht ganz falsch. Zum Abschluss etwas ganz anderes: El Viento von Justin Gordon.

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

5 Kommentare

  1. Die Pforten der Wahrnehmung, die Filterung von Informationen, die Bildanalyse, das Kritikvermögen, sowie die restlichen Gehirnfunionen, das alles wurde von der Evolution in den letzten paar Millionen Jahren perfekt optimiert.

    Wenn man das Bewusstsein erweiternde Substanzen in das Gehirn einbringt, dann ist das etwa so nützlich, wie wenn man Kupferspäne in einen Computer streut.

    Es entstehen viele lustige Kurzschlüsse und Fehlfunktionen, aber bestimmt keine nützlichen Informationen.

    Nicht umsonst ist das Programmieren der Bildanalyse zur Steuerung von Robotern ein besonders schwieriges Problem.

  2. Meine Gehirnfunktionen sind nicht ganz perfekt, denn ich habe Gehirnfunionen geschrieben.

    Wenn man etwas falsch geschriebenes als richtig geschrieben liest, oder wenn man sieht, was man erwartet, dann ist das auch eine milde Form von Halluzination.

    Beim Bewusstsein gibt es nichts zum Erweitern, aber vieles, um es zu verringern.

    Das Bewusstsein kann man nur durch Lernen verbessern.

  3. Lieber Herr Bednarik,
    bei allem Respekt, ich muss ihren Aussagen massiv widersprechen.
    Sie übersehen, dass Psychedelika wie LSD und Psilocybin vor ihrem Verbot als MEDIKAMENTE für die Psychiatrie getestet wurden – mit durchaus vielversprechenden Ergebnissen!
    Auch in denjenigen Kulturen, in denen solche Substanzen in rituellem Rahmen genommen werden, gelten sie als HEILMITTEL!
    Eine psychedelische Erfahrung in einem therapeutischen Kontext hat auf jeden Fall heilsames Potential.
    Ihr Vergleich mit dem Computer, in den man Kupferspäne streut, ist einfach unangemessen und zeugt m.E. nur von Ignoranz und Unkenntnis.

  4. Drogen zerstören Bewußtsein

    und fördern es nicht.

    Sie enthemmen, bringen Leidenschaften hervor, aktivieren verdrängte Unterbewußte Elemente, ohne Rücksicht darauf, warum und wieso sie unterdrückt sind. Das alleine vermittelt den Fehler, zu glauben, das irgendetwas positives mit dem Konsum von Drogen passieren könnte. Es werden schlicht Kurzschlüsse produziert, die sich niemand im nüchternen ergo: in Geistesgegenwart. Während sein Bewußtsein die Herrschaft über seine Handlungen hat, solange werden alle bewußten oder unbewußten Entscheidungen auch umgesetzt.

    Diese gesellschaftliche Behypung von Drogenkonsum ist nichts als ein Selbstbetrug und der Unfähigkeit seine eigene Lebendigkeit zu leben, daraus entsteht der Drang zur Droge.

    Wirkliches (Selbst)Bewußtsein findet das Individuum in der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Nächsten. Bewußtseinserweiterung indem er Perspektiven durch introspektive hinzugewinnt, seine Horizonte erweitert, ausweitet indem er geistig erwacht und nicht indem er sich betäubt.

    Beste Grüße

  5. Es gibt Graustufen im Leben.

    “Man muß immer noch den durchschnittlichen Alkohol/Koffein/Nikotin-Konsument erklären daß nicht alle Drogen sogenannte Downer sind, d.h. einen betäubenden Effekt haben. …”

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