Das Unbewusste – heute – 1

Braincast 286

Das Unbewusste heute hat mit Freud einen alten Helden, aber viele neue Erkenntnisse: fühlen, denken und handeln – und irgendwo dazwischen vielleicht auch Verlieben – sind größtenteils unbewusst. Hhmm. Dazu Jule Specht über die veränderliche Persönlichkeit.

 
MP3 File Dauer: 28:05

Der Link der Woche geht an Leonard Mlodinow and the New Unconscious beim Situationist.

Aktuelle Funde und ab und zu ein Kommentar zum Zeitgeschehen auf Google+

Neu auf dasGehirn.info ist das Thema die Hören. Und auch wenn Sie das gar nicht interessiert – hören Sie Die erstaunlichen Fähigkeiten unseres Gehörs von Uli Pontes!

SHOWNOTES Und wieder ist die Musik ruhig und downtempo: Big La vs. Todd mit Hello, San Francisco. Dann die Bobbing Baubles von Binary Sea und Ulysses von Arthur Oskan.

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Hellseher,

    unser Unbewusstes liefert uns ständig Ideen, Erfindungen, Antworten, Problemlösungen, und Warnungen.

    Ausserdem steuert unser Unbewusstes alle automatischen Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Treppensteigen.

    Nachdem unser Unbewusstes mehr weiss und mehr kann als unser Bewusstes, stellt sich die Frage, ob nicht unser Unbewusstes eine eigenständige Persönlichkeit ist, so ähnlich wie unser Bewusstes.

  2. Märchen

    Unser Unterbewusstsein beruht auf erlerntem/n Wissen/Fähigkeiten. Deshalb ist es keine eigenständige Quelle von innerer Weisheit. Sondern Weisheit beruht auf erworbenen Lebenserfahrungen.
    Je nachdem, wo der Focus unserer Aufmerksamkeit liegt, ist der Übergang zwischen bewusst/unbewusst fließend; d.h. eine eigenständige unbewusste Persönlichkeit kann es nicht geben.

  3. Hallo KRichard,

    ja, unser Unbewusstes beruht auf erlerntem Wissen und Fähigkeiten.

    Aber eine Antwort, eine Erfindung, oder die Lösung eines Problems fällt mir aus meinem Unbewusstem einfach ein, ohne dass mein Bewusstes daran gearbeitet hätte.

    Auffällig ist auch daran, dass dieser Vorgang besser, schneller, und leichter abläuft, wenn sich mein Bewusstes nicht mehr mit diesem Problem beschäftigt, sondern etwas ganz anderes oder gar nichts macht.

    Das weist darauf hin, dass da jemand oder etwas für mich gedacht und gearbeitet hat, denn mein Bewusstes war es ja nicht.

    • Man darf das Unterbewusste nicht mit dem Unbewussten verwechseln oder vermischen. Das Unterbewusste kann in das Bewusstsein treten, das Unbewusste nicht. Man kann das kollektive Unbewusste und das individuelle Unterbewusste manchmal am eigenen Verhalten beobachten in Form von Reiz-Reaktions-Schablonen. Auch der Erwerb von Unterbewusstem und Unbewusstem ist ganz unterschiedlich. Das Unbewusste ist mehr eine Folge von Genetik und Prägung als von Lernen und daher kaum veränderlich, während das Unterbewusste sich oftmals in psychischen Störungen äußert und der Psychotherapie zugänglich ist. Zum Unbewussten gibt es sehr interessante Experimente in der Psychologie (z.B. John Bargh).

      • Das “Unterbewusste” ist nichts als eine Sprachschluderei von “das Unbewusste”, die sich eingeschlichen hat.

  4. Es gibt spirituelle Quellen, die davon ausgehen, dass unser individuelles Unbewusstes mit dem absoluten (göttlichen) Bewusstsein verbunden ist. So wäre auch erklärbar, dass z. B. Shamanen in tiefer Trance Eingebungen erhalten können, von denen sie vorher sicher nichts wussten. Trance und Meditation ebnen den Weg in das Unbewusste.

    • @Hypnose: Bei manchen ´spirituellen Quellen´ muss man sehr vorsichtig sein – da der Glaube daran extreme Dummheit voraussetzt.
      ein schönes Beispiel:
      Weil sehr intensive Nahtod-Erfahrungen (NTEs) von Menschen mit nachgewiesenem Hirntod berichtet werden – gehen manche NTE-´Experten´ davon aus, dass es ein universelles Bewusstein unabhängig vom biologischen Gehirn geben muss.

      Diese Argumentation ist äußerst fragwürdig – da der Hirntod nie überlebt werden kann. Wenn Menschen also nach der Diagnose ´Hirntod´ noch von NTE-Erlebnissen berichten können, dann war diese Diagnose nachweislich völlig falsch (was durch das Überleben der Person belegt wird). Medizinern, die eine einfache Fehldiagnose nicht erkennen, würde ich nicht vertrauen. Dies ist übrigens eine der schlimmsten Fehldiagnosen, die es für einen Menschen geben kann – da danach (nach Hirntod-Diagnose) die medizinische Versorgung eingestellt wird.

      Per Google-suche finden Sie bei huffingtonpost.de ein schönes Beispiel [Antwort auf Vorwürfe zu vermeintlichem Datenbetrug in der Erforschung von Nahtoderfahrungen]

Schreibe einen Kommentar