Brainbooks 16

Braincast 334

Diesmal mit: Schule und Lernerfolg, schwerer Computational Neuroscience, Kontroversem zu Alzheimer, Unnötigem über Middle-Ager, allem über die Zeit, Knackigem von Ramachandran und Chaos als Schrabbelfutter. Und Grüßen aus der Schweiz!


MP3 File Dauer: 17:56

DIE BESPROCHENEN BÜCHER SIND

Aktuelle Funde und auch mal ein Kommentar zum Zeitgeschehen auf Google+

NEWS

 

SHOWNOTES
Pianöses zur Literatur: Jeff Rosiana mit Dark Piano, Tom Groove von Jr, Snow von Project Karmistry, Coming Home von Rada.

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Standartsinne sind nicht die einzige Informationsquelle des Gehirns (beim middle-ager Thema). Das Gehirn selbst generiert auch Informationen sodass man einen weiteren Standartsinn postulieren kann – und sollte.
    Die Idee/gegenwärtige These der Speicherung von Informationen im Gehirn ist nur eine Art Lückenfüller für die reale Funktion dem Abruf/der Generation von Information im Gehirn. Dem Neuron ist sein Speicherinhalt absolut nicht anzusehen. Neuroimaging zeigt höchstens die Existenz der Information – und nur solange, wie es bunt ist. Es könnte also auch um eine andere Funktion gehen.

  2. Zum Alzheimer:

    Bezüglich bekannte MRT-Bilder “befallener” Gehirne sei zu fragen, wo die Gehirnmasse bleibt, die da sichtbar an Volumen abnimmt?

  3. Ich kann nicht ganz folgen:

    1. Standardsinn ist zum einen Standard, zum zweiten definiert sich der Sinn durch sensorische Neurone mit definierten Spezialisierungen.

    2. Es braucht keinen Lückenfüller für den Umgang des Gehirns mit Information. Die Nummer mit den Synapsen trägt ganz gut.

    3. Bildgebende Verfahren zeigen nicht die Existenz von Information, sondern Aktivität von Neuronen. Dann wird´s auch bunt.

    5. Das fehlende Volumen … ist meines Wissens nach nicht geklärt: werden die Neurone weniger (schwer zu sagen, vor dem Tod will das keiner untersuchen lassen), oder nehmen sie an Volumen ab? Ähnliche Frage bei der weißen Masse.
    Helmut? Bist Du da??

    6. Und was genau hat das jetzt mit den besprochenen Büchern zu tun?

  4. Hallo Arvid, vielen dank zunächst für diese Literatur Tipps.

    @Chris: Bekannt ist, dass es durch Alzheimer zur Hirnatrophie kommt.
    Ich bin kein Experte, ledigdlich ein an Neurologie stark interessierter Psychologie Student. Allerdings haben wir gelernt, dass in den meisten Fällen, der Schläfenlappen (Temporallappen) & besonders der Mediale Teil, der den Hippocampus beinhaltet betroffen sind. Zum Zusammenhang des Hippocampus mit Lernen & Gedächtnis gibt es unmengen an Publikationen, besonders kann ich hier Eric Kandel (Nobelpreisträger) und seine Untersuchungen an der Aplysia (riesen Meerschnecke) empfehlen. Aber ich drifte von der Frage ab.

    “Die Alzheimer-Krankheit ist ein langsam fortschreitender Untergang von Nervenzellen [aufgrund der Beta-Amyloid Peptid Ablagerungen] der, der bestimmte Teile des Gehirns befällt. In der Hirnrinde sind besonders der Schläfenlappen und der Scheitellappen betroffen, nicht jedoch
    der Stirnlappen und der Hinterhauptlappen, ferner die für die Bewegungssteuerung verantwortlichen Abschnitte sowie das Kleinhirn. Solange das Absterben
    von Nervenzellen ein bestimmtes Maß nicht überschreitet, bleiben die Größenverhältnisse des Gehirns unverändert.Bei einem ausgeprägten Zellverlust kommt es jedoch zu einer Schrumpfung
    der am stärksten betroffenen Regionen.[Also dem von Ihnen erwähnten Volumenverlust, der auf MRT-Bildern nachweisbar ist] ” (http://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/pdf/BildgebendeVerfahrenalz-1-05_01.pdf)

    Also zusammengefasst:
    -Es kommt bei fortschreitender Alzheimererkrankung zur Volumenabnahme die vermutlich begrenzt bleibt auf bestimmte Bereich (Parietallappen, Temporallappen, Cerebellum …). Die “Verlorene Hirnmasse” bleibt im Organismus, es bilden sich Plaques (die Axone und Dendriten verkümmern, -> sie werden zu einer Art Kneul) die weniger Volumen einnehmen als gesunde Neurone. Aufgrund der fehlenden Funktionalität der Neurone kommt es im laufe der Zeit zum programmierten Zelltod und somit zum “Recycling” der Bausteine dieser Zelle. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Plaques zu Apoptose oder zu Nekrose führen.

  5. Super die Infos zum Thema DAT (Demenz-Alzheimer-Typ). Ich verfolge das Thema leider aus persönlicher Betroffenheit und bin gespannt, wohin da die (Forschungs-) Reise noch geht.

  6. Hallo Herr Leyh,
    kann mich nur meinem Vorredner anschließen. Ich vermisse alle Ihre Podcasts und Logs, bin etwas besorgt um Sie, so eine lange Pause gab´s ja noch nie…
    VG aus Wiesbaden

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