Schuster, bleib bei Deinen Leisten – Gilt auch für Wissenschaftler

BLOG: Beobachtungen der Wissenschaft

Grenzgänge in den heutigen Wissenschaften
Beobachtungen der Wissenschaft

Viel ist in Blogs wie diesem von der Rehabilitation der Wissenschaftler die Rede, die einem Zeitgeist von «fake News», der politischen Lüge, des ideologischen Fundamentalismus, der pseudoreligiösen Machtlegitimationen und des dumpfen Weltvereinfachertum entgegenwirken. Der Corona-Virus schien etwas geschafft zu haben, was zuvor fast unmöglich erschien: die öffentliche Blossstellung der intellektuellen Unredlichkeit von Rechtspopulisten. Ganz anders die Wissenschaftler, deren Aussagen im Vergleich zu denen ihrer politischen Vorgesetzten und anderer Machtträger so ungewohnt ehrlich, faktenbezogen und wahrhaftig erscheinen, dass so mancher von ihnen es sogar zu grösserer öffentlicher Beliebtheit geschafft hat. Zudem sind es, was leider schnell vergessen geht, die Wissenschaftler, die für die immensen Fortschritte in der Gentechnik der letzten Jahre verantwortlich sind, die uns nun die Entwicklung von  «genetischen Impfstoffen» ermöglichen und uns so aus der Corona-Krise herauszuführen versprechen.

Dass jedoch auch Wissenschaftler mal in die intellektuelle Falle der Vermessenheit und Ignoranz geraten, zeigt der Fall des Nano- und Festkörperphysiker Roland Wiesendanger von der Universität Hamburg. Wiesendanger ist ein sehr renommierter Physiker, der im Jahre 2020 die beachtliche Menge von 11 wissenschaftlichen Publikationen zu Themen wie Spectroscopic signature of the Stark-shifted Tamm-type surface state of La(0001) oder Discovery of Magnetic Single- and Triple-q States in Mn/Re(0001) publiziert hat, zwei davon sogar in Physical Review Letters, die von den meisten Wissenschaftlern als eine der renommiertesten Zeitschriften auf dem Gebiet der Physik angesehen wird. Eine zwölfte Arbeit erregt jedoch besondere Aufmerksamkeit. Sie trägt den (als einzige seiner Publikationen deutsch-sprachigen!) Titel Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie (https://www.researchgate.net/publication/349302406_Studie_zum_Ursprung_der_Coronavirus-Pandemie). Hier bewegt sich Wiesendanger als (Einzel-)Autor auf einem für ihn ganz neuem Gebiet: der Erforschung des Ursprungs des Virus SARS-CoV-2. Und er kommt zum spektakulären Ergebnis, “dass sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien eindeutig für einen Laborunfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie sprechen”. Man wundert sich: Wie kommt ein fachfremder Nanophysiker zu einer derart umstrittenen Behauptung, die unter Virologen und Experten der WHO weitestgehend abgelehnt wird? Wiesendanger selber schreibt in seinem Text: Es gibt «keine wissenschaftlich basierten strikten Beweise» für seine Theorie zur Herkunft des Coronavirus, vielmehr biete er «Indizien» auf der Basis von wissenschaftlichen Artikeln, Veröffentlichungen in Medien und sozialen Netzwerken und Gesprächen mit internationalen Wissenschaftlern. Die beschränkte Argumentationskraft seiner Quellen hält ihn nicht davon ab, eine derartig umstrittene Aussage mit hohem Grad an Überzeugung zu treffen, während Experten die Wahrscheinlichkeit ihres Zutreffens doch als eher niedrig einstufen.

Nun besteht die wissenschaftliche Methode ja gerade darin, immer wieder auch Zweifel am bestehenden Konsens anzubringen, damit sich Irrtümer nicht allzu lange halten. Und die Pandemie ist schliesslich eines der drängendsten Probleme aktuell, weshalb es so wichtig ist, keine falschen Annahmen darüber zu machen und ihre Ursprünge im Detail zu verstehen. Und das geht nur über den wissenschaftlichen Diskurs. Doch die Studenten der Uni Hamburg haben recht, wenn sie schreiben: «Die „Studie“ von Herrn Wiesendanger der Uni Hamburg entspricht nicht den wissenschaftlichen Standards, die wir von einer Universität erwarten. Sie spielt stattdessen nur Verschwörungstheoretiker*innen in die Hände und schürt anti-asiatischen Rassismus.». Sie selber müssen sich an die «Richtlinien für die Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten» halten, wo unter anderem steht: «Eine starke Häufung wörtlicher Zitate sollte vermieden werden, da sonst der Eindruck entsteht, dass der Verfasser eigenständige Formulierungen scheut.» Herr Wiesendanger scheint diese Richtlinien nicht gelesen zu haben: Er integriert vielmehr mehrseitige wörtliche Auszüge aus seinen Quellen, um die Kraft seiner Argumente stärker erscheinen zu lassen, teils fällt es sogar schwer, die vom ihm selbst stammenden Absätze zu identifizieren. Wissenschaftliche (peer reviewed) Artikel sind bei seinen Quellen in der Minderheit: Artikel in Print- und Onlinemedien, inklusive solche in sozialen Medien, die gar keiner kritischen Durchsicht unterliegen, sind mit über 30 von 71 Quellen in der (relativen) Mehrheit. Wiesendanger macht auch nicht halt vor Quellen mit klarer Nähe zu Verschwörungstheorien. Damit entfernt sich sein Papier endgültig von anerkannten wissenschaftlichen Standards.

Leider sind eben auch Wissenschaftler nicht gewappnet vor populistischen Denkströmungen, wenn sie einmal ihr Fachgebiet verlassen, dort aber mit der gleichen Überzeugungskraft aufzutreten beanspruchen wie auf ihrem Fachgebiet. Hier ist die Öffentlichkeit aufgerufen, dem Einhalt zu gebieten. Die Universität Hamburg hat sich hier leider kaum mit Ruhm bekleckert, sondern dieser «Studie» (eher eine reichlich verworrene Medienrecherche) vielmehr mit einer offiziellen Pressemitteilung der Universität noch eine bedeutende Plattform geboten, was am 19. Februar sogar zu einer BILD-Schlagzeile führte: «Deutsche Professor sicher: Corona war LABOR-UNFALL in China». Da sollte man doch wirklich höhere Ansprüche an die Wissenschaftler haben. Denn wie wir sehen sind auch diese nicht vor der Hybris der populistischen Rechthaberei gewappnet.

Veröffentlicht von

www.larsjaeger.ch

Jahrgang 1969 habe ich in den 1990er Jahren Physik und Philosophie an der Universität Bonn und der École Polytechnique in Paris studiert, bevor ich am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden im Bereich theoretischer Physik promoviert und dort auch im Rahmen von Post-Doc-Studien weiter auf dem Gebiet der nichtlinearen Dynamik geforscht habe. Vorher hatte ich auch auf dem Gebiet der Quantenfeldtheorien und Teilchenphysik gearbeitet. Unterdessen lebe ich seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz. Seit zahlreichen Jahren beschäftigte ich mich mit Grenzfragen der modernen (sowie historischen) Wissenschaften. In meinen Büchern, Blogs und Artikeln konzentriere ich mich auf die Themen Naturwissenschaft, Philosophie und Spiritualität, insbesondere auf die Geschichte der Naturwissenschaft, ihrem Verhältnis zu spirituellen Traditionen und ihrem Einfluss auf die moderne Gesellschaft. In der Vergangenheit habe ich zudem zu Investment-Themen (Alternative Investments) geschrieben. Meine beiden Bücher „Naturwissenschaft: Eine Biographie“ und „Wissenschaft und Spiritualität“ erschienen im Springer Spektrum Verlag 2015 und 2016. Meinen Blog führe ich seit 2014 auch unter www.larsjaeger.ch.

40 Kommentare

  1. Wieder einer, der sich von der Lektüre der Studie glaubt dispensieren zu können. Dazu noch Selbstbeweihräucherung bzgl. Karriere (SpringerNature ist Thema im Text von Wiesendanger!). — Widerlich.

  2. Jetzt bin ich aber mal gespannt, wen dieser Beitrag alles zum Kommentieren “anzieht”, vorab das:
    https://theconversation.com/i-was-the-australian-doctor-on-the-whos-covid-19-mission-to-china-heres-what-we-found-about-the-origins-of-the-coronavirus-155554 vom 22.02.2021
    “Ich war der australische Arzt der COVID-19-Mission der WHO in China. Hier, was wir über die Ursprünge des Coronavirus gefunden haben”
    Vielleicht hätte Prof. Wiesendanger ein einfacheres Thema “gain of function” thematisieren sollen?

  3. Gerade der Erfolg auf ihrem eigenen Gebiet verleitet nicht wenige Wissenschaftler dazu, sich auf andere Gebiete vorzuwagen und ihr nicht selten vernichtendes Urteil über das dort Geleistete anzubringen. Roland Wiesendanger ist da keine Ausnahme. Es gab beispielsweise mehrere Physiker, die zu Beginn die Erkenntnisse der Klimaforschung betreffend einer globalen Erwärmung in Zweifel zigen. Kaum einer von ihnen war aber selbst Klimawissenschaftler.

    Gemäss List of scientists who disagree with the scientific consensus on global warming gehören zu den prominenten Physikern, die früher oder immer noch gegen diese neuen Erkenntnisse der Klimawissenschaft anschreiben, etwa
    – Freeman Dyson, professor emeritus of the School of Natural Sciences, Institute for Advanced Study; Fellow of the Royal Society.
    – Henrik Svensmark, physicist, Danish National Space Center.[
    – Denis Rancourt, former professor of physics at University of Ottawa, research scientist in condensed matter physics, and in environmental and soil science.
    – Ivar Giaever, Norwegian–American physicist and Nobel laureate in physics (1973)
    – Steven E. Koonin, theoretical physicist and director of the Center for Urban Science and Progress at New York University.[38
    – Kary Mullis, 1993 Nobel laureate in chemistry, inventor of the polymerase chain reaction (PCR) method.

    Es sind also mindestens 2 Nobelpreisträger unter den Klimaleugnern. Doch kaum einer von ihnen verfügte überhaupt über das Fachwissen, das ihnen ein fundiertes Urteil hätte ermöglichen können.

    Nun allzu schlimm sind solche Interventionen nicht. Denn Wissenschaftler, auch wenn sie sich auf ein anderes Gebiet vorwagen, bringen nicht selten Argumente, deren Richtigkeit man überprüfen kann. Sie geben also anderen Leuten, die sich damit beschäftigt haben, die Gelegenheit ihre Argumente zu zerpflücken und sie auf Fehler hinzuweisen.

    Weniger glücklich ist es aber, wenn solche quer im Raum stehenden Meinungen an die breite Öffentlichkeit gelangen. Denn dort fehlt bis heute die kritische Denkweise – gerade auch in Deutschland, wo selbst Naturwissenschaftler sich etwa genereller Kritik an der Gentechnik anschliessen obwohl sich das rein naturwissenschaftlich nicht rechtfertigen lässt.

    • Es sind also mindestens 2 Nobelpreisträger unter den Klimaleugnern. Doch kaum einer von ihnen verfügte überhaupt über das Fachwissen, das ihnen ein fundiertes Urteil hätte ermöglichen können.

      Darf ich für einem Moment sarkastisch sein und fragen, inwieweit Fräulein Thunberg oder Neubauer über mehr Fachwissen verfügen als die oben genannten Nobelpreisträger?

      • Fragen dürfen Sie, Lars.
        Es braucht einige hundert Stunden des Einlesens in das Thema, um mit wachem und vor allem unvoreingenommenen Verstand, zum Schluss zu kommen, dass der Klimawandel mit genügend grosser Wahrscheinlichkeit zivilisationsgetrieben ist, um wenigstens nach dem Vorsorgeprinzip, systematische Fehlenwicklungen, die sich auf lange Sicht potenzieren so früh wie möglich zu korrigieren.

        • Dass es einige hundert Stunden bedarf, um sich ein Bild von der Thematik zu machen, bestreitet ja niemand. Ich bestreite allerdings, dass die oben genannten Nobelpreisträger a) weniger wach und unvoreingenommen sind und b) weniger Zeit in die Thematik investiert haben als minderjährige Klima-Aktivisten, die auch allgemein über keine naturwissenschaftlichen Qualifikationen verfügen.

          Und ich bestreite eindeutig, dass Ihre und meine Grundrechte von statistischen Messwerten und Wahrscheinlichkeiten abhängen (sollten). Mir wäre es neu, dass unser Grundgesetz nach dem Vorsorgeprinzip geschrieben wurde und elementare Freiheiten nur dann gelten, solange die Durchschnittstemperatur auf dem Planeten einen bestimmten Wert nicht überschreitet. (das Gleiche gilt für Inzidenzwerte bei Epidemien)

          • Welche Ihrer Grundrechte werden denn durch den Klimawandel eingeschränkt? Das Grundrecht, die Atmosphäre zu verschmutzen – direkt oder indirekt – konnte ich im Grundgesetz nicht finden. Helfen Sie mir. Frau Thunberg stützt ihre Forderungen nicht auf eigene Erkenntnisse, sondern die des Weltklimarates. Ich bin überzeugt, dass dort genügend Kompetenz versammelt ist. Ihre Einwürfe halte ich für reine Polemik.

  4. So ungut ich den Verkauf der “Medienrecherche” als wissenschaftliche Studie finde über die Pressestelle der Uni Hamburg – in der Sache hege ich die gleichen Zweifel. Denn die Wahrscheinlichkeit dass ein natürlicher Ausbruch ausgerechnet in der Nähe zu einem der weltweit führenden Labore zur Erforschung des sehr nahe verwandten Vorgängers desselben Virus stattfindet, ist sehr gering. Wenn wenigstens das erste Virusvorkommen auf irgendwo im ländlichen Raum zurückgeführt worden wäre… aber das ist wohl nicht der Fall. Ich habe mal die Bevölkerung aller Metropolregionen um alle gut 50 der weltweiten Biosicherheitslabore der Schutzstufe 4 großzügig zusammengezählt – das wäre 3,3% der Weltbevölkerung. Davon allerdings forschten nur wenige zum Sars-Virus.

    Vielleicht hülfen mir ein paar sachliche Informationen, falls hier jemand dazu beitragen kann:
    1. Wie genau lauten die Argumente der Experten, dass Sars-CoVi-2 eher aus freier Wildbahn stamme als aus dem Labor? Im Labor können doch auch einfach weitere Tiere dem Virus ausgesetzt worden sein, er muss ja nicht gentechnisch manipuliert worden sein. Außerdem wurden für die Forschung ja Fledermäuse eingesammelt, so dass man auch da Varianten hinzugefunden haben könnte. Wie lässt sich das von Wild-Übertragung unterscheiden (ich kann mir das derzeit nicht vorstellen)?
    2. Stimmen die Medienberichte, dass beim Sars-CoVi-1 in Wuhan ausgerechnet zur Übertragbarkeit auf den Menschen und auf andere Wirtstiere geforscht wurde?

    • Eine kurze Anfrage bei Dr. Google ergibt:
      1.)Eine gezielte Genmanipulation ist, laut Virologen aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich.
      2.)Der Wuhan-Labor-Ausbruch-These widerspricht, dass man in Italien Sars-COV-2 Infektionen nachweisen konnte, die vor dem Ausbruch in Wuhan stattfanden. Zudem hat man Sars-COV-2 bei Marderhunden und anderen weit verbreiteten Tieren gefunden. Diese sind (längst) immun dagegen. Eine “normale” Zoonose scheint also äußerst wahrscheinlich zu sein. Zumindest in Italien-Südtirol-Europa.

      Wie das in Wuhan selber aussieht, ist wohl schwer zu klären. Aber wie dem auch sei, wir hätten es wohl eh gekriegt. Das ist wichtig, denn wir müssen für weitere Zoonosen-Pandemien gerüstet sein, die durchaus schlimmer sein könne.

    • Die Labore in Wuhan forschen u.a. an solchen Viren, weil es sie dort in der Natur bei Fledermäusen häufig sind und damit dort Zoonosen mit genau solchen Viren relativ wahrscheinlich sind. Da kann es nicht schaden, wenn man schon daran geforscht hat.

  5. Und was halten Sie von der Studie der Wirtschaftswissenschaftler, die “beweisen” soll, daß Großdemonstrationen Corona verbreiten sollen? Oder hängt Ihre Beurteilung vom “politisch korrekten” Ergebnis ab?

    Gruß
    Rudi Knoth

    • Falls Sie die Übertragung durch Aerosole leugnen, kann es in den Bussen der “Querdenker” natürlich nicht zu Ansteckungen gekommen sein. Nur wird Sie dann niemand außerhalb der “Querdenker” Blase mehr ernst nehmen.

      • Falls Sie die Übertragung durch Aerosole leugnen, kann es in den Bussen der “Querdenker” natürlich nicht zu Ansteckungen gekommen sein.

        Ach nennt man das Anzweifeln der Methode aus Korrelationen Wirkungsmechanismen zu folgern schon “leugnen”? Dieser Mechanismus ist sicher plausibel, aber es wurde rein durch Korrelationen von “Proxis” die Folgerung gemacht. Für die Teilnahme wurden nur die Bushaltestellen und die AfD-Wahlerfolge vor der Pandemie benutzt. Genausoi könnte man aus der Korrelation von Storchenpopulation und Geburtenraten folgern, daß der Klapperstorch die Babies bringt.

        Gruß
        Rudi Knoth

        • Herr Knoth, sie bezweifeln also nicht, dass es in den Bussen der “Querdenker” vermutlich auch der ein oder andere Superspreader saß und es dadurch zu lokal erhöhten Infektionsraten kam. Muss man ein Virologe, oder ein Pandemiexperte sein, um auf diese Idee zu kommen? Nein. Statistik und das vorhanden Basis wissen reicht in diesem Fall und das wissen Sie genau. Da helfen auch keine retorischen Vernebelungsversuche.

          • Herr Knoth, sie bezweifeln also nicht, dass es in den Bussen der “Querdenker” vermutlich auch der ein oder andere Superspreader saß und es dadurch zu lokal erhöhten Infektionsraten kam.

            Es ist denkbar aber ob dies der Fall ist, sollte doch etwas genauer überprüft. werden

            . Muss man ein Virologe, oder ein Pandemiexperte sein, um auf diese Idee zu kommen? Nein. Statistik und das vorhanden Basis wissen reicht in diesem Fall und das wissen Sie genau.

            Unsinn. Aus Korrelationen kann man nicht so einfach Kausalitäten folgern. Und das sollte Sie eigentlich auch wissen. Das Beispiel mit den Störchen ist ja zwar etwas poliemisch, trifft aber den Kern des Problems. Die Schlussfolgerung auch von Ihnen ist Unsinn.

            Gruss
            Rudi Knoth

    • Whataboutismus detektiert.
      Herr Knoth, danke für Ihre Nachricht, sie hilft zwar bei der gro-oßen politischen Einordnung womöglich, also wie wissenschaftliche Studien allgemein heutzutage so rezeptiert werden, öffentlich-politisch, aber nicht direkt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Webbaer

  6. Vor allem sollte die BILD Zeitung an den Pranger gestellt werden, die solche Behauptungen verbreitet hat. Das ist aller unterste Schublade.

  7. Lieber Rudi, sei doch so gut und gib ganz konkret an (so mit Link und so), von welcher angeblichen “Studie der Wirtschaftswissenschaftler” du da gerade fabulierst. Sonst müssen wir dein Gewäsch leider als kindisches Geschwafel betrachten.

    Ich kenne ein Diskussionspapier – das ist ganz etwas anderes als eine ‘Studie’ – von Forschern des ZEW Mannheim und der Berliner HU (http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/dp/dp21009.pdf), welches statistische Korrelationen zwischen den Anti-Denken-Großdemos in Leipzig und Berlin und dem vermehrten Auftreten von Covid-19 in von Nichtdenkern besonders befallenen Landesteilen zusammenträgt. Hast du etwa dieses Papier gemeint?

    Oder beziehst du dich möglicherweise auf Meldungen, welche sich zwar auf dieses Papier berufen, daraus aber oft recht verkürzt zitiert und in der Tat oft sehr zweifelhafte Schlußfolgerungen gezogen haben? Auch in dem Fall: Nenne Roß und Reiter.

    • Dieses “Diskussionspapier” meine ich. Aber es wurd als Studie in den Zeitungsmeldungen genannt. Es soll sich solber auch als Studie bezeichnet haben.

      Gruß
      Rudi Knoth

    • Nachtrag zu meiner Antwort:

      Nun der Text dieser “Studie” hat es auch “in sich”:

      In sum, our study documents that a radical minority can pose a signicant risk to the
      entire population. Given the severe negative public health consequences reported in this study,
      policymakers would do well to direct more attention to what causes beliefs and behavior that
      are harmful to society. Stepped-up eorts to foster greater trust in institutions, policymakers,
      and scientic evidence could be pathways toward overcoming such divisions that threaten public
      health and societal cohesion.

      Dies ist der letzte Absatz von Conclusion:

      Also darin ist Folgendes zu finden:

      1. Die Autoren nennen am Schluß dieses Werk eindeutig eine “Studie”.

      2. Offensichtlich gibt es für die Autoren auch “beliefs, which are harmful to society”. Dies ist wohl ein problematisches Verhältnis zur Meinungsfreiheit. Auch scheinen schon die Ansichten der Leute gefährlich zu sein.

      Gruß
      Rudi Knoth

  8. Die Kritik an Wiesendanger ist natürlich völlig gerechtfertigt und ja auch schon Allgemeingut. Allerdings hätte ich mir gerade hier bei den Scilogs etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Ich erinnere mich, dass ein Blogger, der mit der Thematik sowohl emotional als auch intellektuell völlig überfordert war, einem gewissen Kuhbandner einen Gastbeitrag eingeräumt hat. Zur Erinnerung: Kuhbandner ist ein Aushängeschild der Querdenkerszene und es muss wohl nicht besonders betont werden, dass der Gastbeitrag fachlich einfach unterirdisch war.
    Merke: wenn man vor fremder Leute Türen kehrt, sollte man zuerst mal darauf achten, dass man keine Müllhaufen vor der eigenen herumliegen hat.

  9. Ich gehöre mittlerweile zu den älteren wissenschaftlichen Semestern und habe insbesondere zu DDR-Zeiten schon diverse Kampagnen miterlebt, als junger, unerfahrener Mensch fand ich das sogar eine Zeitlang in Ordnung. Das hat sich aber gründlich geändert. Ein Beispiel, an das ich mich ganz gut erinnern kann, war die “Bewertung” des sowjetischen Physikers Sacharow in “unseren” Medien. Größenwahnsinniger Physiker, der sich um Sachen kümmert, von denen er keine Ahnung hat – das war damals eher noch eine milde Bewertung. Ich gebe zu, es gibt reichlich Beispiele, dass erfolgreiche Wissenschaftler die Bodenhaftung verlieren und sich für irrsinnige Ideen einspannen lassen. Aber es gibt auch prominente Gegenbeispiele. Carl Sagan hat eine wichtige Rolle bei der Aufklärung des Shuttle-Absturzes geleistet – nicht weil er so ein guter Raketentechniker war, sondern weil er sachlich und unvoreingenommen – also im eigentlichen Sinne wissenschaftlich – an das Problem heranging. War es bei der Bewertung von Sacharow unwichtig, dass man seine aus Erfahrung resultierende anti-sowjetische Haltung als Landesverrat ankreidete, so ist es auch für die Bewertung von Prof. Wiesendangers Veröffentlichung unwesentlich, dass seine Aussagen “anti-asiatischen Rassismus” schüren könnten. Wer dem chinesischen kommunistischen Staat kritische Fragen stellt, ist deshalb noch lange kein Rassist. Übrigens stammt die zitierte Bewertung nicht allgemein von Studenten, sondern vom Asta der Uni Hamburg, einem Gremium, dass nicht unbedingt für politische Neutralität steht.
    Ich habe mir die Ausarbeitung von Prof. Wiesendanger angesehen und sehe mich außerstande sie wirklich zu bewerten. So wird das wohl vielen Wissenschaftlern gehen. Trotzdem oder gerade deswegen sollten wir aber alles vermeiden, was nach politischer Rufmordkampagne aussieht. Leider geht auch dieser Artikel nicht auf die Fragen ein, sondern erschöpft sich in Bewertungen.

  10. Nun besteht die wissenschaftliche Methode ja gerade darin, immer wieder auch Zweifel am bestehenden Konsens anzubringen, damit sich Irrtümer nicht allzu lange halten.

    In diesem Sinne kann die, vielleicht auch nicht zutreffende, dann schlechte Arbeit, ich schaue sie mir nicht an [1], vielleicht auch einfach nur inhaltlich kritisiert werden ohne politisch einzuordnen und dem Autor persönlich zu kommen?!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]
    Sollte ich tun, ich wei-eiß, aber ich benötige keine nähere Einsicht für meine Frage. Bei derartigen Fragen vertraue ich eher den “Diensten”, vielleicht melden die sich noch.

  11. Bonuskommentar zur Überschrift :

    Schuster, bleib bei Deinen Leisten – Gilt auch für Wissenschaftler

    Das Dilettieren in fachfremdem Gebiet muss nicht schlecht sein, jeder ist in etwa so oft fachfremd, wie er fast überall Ausländer ist.
    Kann befruchtend wirken, so ganz andere fachfremde Sicht, und bleibt m.E. grundsätzlich eingeladen.

  12. Unter SHUTDOWN hat Dr. Ina Knobloch bereits im Sommer 2020 ein Buch zu CORONA und evtl. AusbruchsOrten vorgelegt – Sie hatte genau wie Ich bereits im Dezember 2019 eine merkwürdige LungenErkrankung, Sie in Costa Rica und Ich mitten in NRW – gesprochen hat Sie darüber im SWR-Interview nach der BuchErscheinung – komisch, komisch 😉

  13. Woher nimmt der ´Philosoph´ Jaeger eigentlich sein erstaunliches Wissen über die angemessenen Fragestellungen in der biologischen Forschung? Ihm folgend gäbe es hier Tabuthemen, die man als denkender Mensch besser nicht aufgreift, weil sie zwingend in den Rassismus und in die Scharlatanerie führen. Hierzu gehört für ihn auch die Frage nach dem Ursprung des Corona 2 Virus.

    Aktuell hat der Generaldirektor der WHO nach Rückkehr seiner China Expedition allerdings klargestellt, dass alle Theorien zum Ursprung der Pandemie (Zoonose, Laborursprung etc.) nach wie vor auf dem Tisch liegen bleiben. Er wird seine Gründe hierfür haben. Und der von Jaeger angefeindete Autor Wiesendanger hatte ausdrücklich nur von Indizien für die Labortheorie gesprochen, nicht von zwingenden Beweisen. Ihm und der Plattform Universität dabei Populismus, Unsachlichkeit und Verletzung wissenschaftliche Standards belehrend unterzuschieben, ist vorschnell und unangemessen.

  14. Jedenfalls erscheinen die Indizien des Prof. Wieendanger durchaus nachvollziehbar.
    Und es reicht ja wenn das Virus in dem Labor auf den Menschen übertragen wurde. Sie müssen ja nicht genetisch manipuliert worden sein.
    Und was die Wissenschaftler die in der Diktatur China waren zu sehen bekommen haben sagt einen ganzen Schmarrn irgend etwas. China wird alles tun um Spuren zu verwischen wo immer sie können.

    • @ Peter Müller
      01.03.2021, 18:38 Uhr

      Jaeger, bleib bei deiner Physik.

      Der Physiker soll bei seiner Physik bleiben. …!?

      Was natürlich doppeldeutig ist, wenn auch der von Jaeger Kritisierte ein Physiker ist und die Kritik so auch für ihn gilt.

      Allerdings ist die Frage der Entstehung von Viren eh nicht ganz klar. “Übertragung” kann dann, wenn sie da sind, überall stattgefunden haben.
      Davon ausgegangen, das physikalische Grundlagen für die Entstehung von Viren grundlegend sind/währen (Informationsbereitstellung über die quantenphysikalische Verschränkung), wäre sogar auch ein Physiker dafür Spezialist genug, um über das Virus zu Referendieren. Natürlich auch nur zusammen mit Biologen und Genomwisseschaftlern.

      Das aber liesse die übliche Theorie über Ansteckung/Übertragung per Kontakt oder Aerosol-Partikel zweifelhaft aussehen … und daraufhin auch die üblichen Maßnahmen diskreditieren. Und das, wo diese Maßnahmen uns genau das suggerieren, was wir als Menschen in Gesellschaft scheinbar unbedingt nötig haben: Handlungsmöglichkeit zur Abwendung des Problems. Ohne diese bräche jede Zivilisation fast immer unverhinderbar zusammen. Denn wo keine Handhabungsmäglichkeit, da keine Moral und keine Zukunftsidee.

      Es könnte also sein, das Handlungsmöglichkeiten auch dann besser sind, wenn sie auf Lügen und Falschwahrheiten gründen. Abgesehen davon, das die Atomtechnologie/Wissenschaft als reguliertes und kontrolliertes Know how inzwischen von der Quantenphysik als nächstes heisseste Ding abgelösst wurde, und nun die Quantenphysik… die Physik der subatomaren Teilchen und Energien (und Informationen) … Herrschaftswissen darstellen, das ebenso, wie die Atomtechnologie reguliert und kontrolliert ist.

      Wichtig dabei ist zu erkennen, das die Quantenmechanik gegenwärtig in der Wissenschaftskommunikation ausschliesslich anhand der Forschung an Licht stattfindet, aber nicht an den Grundlagen der Kern- und Teilchenphysik selbst, die viel prädestinierter für eine Informationsbereitstellunbg sind, als es nur ein Photon/Lichtteulchen(welle) allein wäre.

      Insofern wären die Grundlagen der Verschränkung für die Atom(Kern)forschung viel relevanter, als für die Lichtforschung, denn in den Atom(kernen oder auch nur Elektronen) wären die Effekte wahrscheinlicher und verlässlicher “nichtlokal”, als beim Licht.

      Insofern also wäre der Physiker ebenso hinreichend Spezialist.

      • Davon ausgegangen, das physikalische Grundlagen für die Entstehung von Viren grundlegend sind/währen (Informationsbereitstellung über die quantenphysikalische Verschränkung), wäre sogar auch ein Physiker dafür Spezialist genug, um über das Virus zu Referendieren. Natürlich auch nur zusammen mit Biologen und Genomwisseschaftlern.

        Das aber liesse die übliche Theorie über Ansteckung/Übertragung per Kontakt oder Aerosol-Partikel zweifelhaft aussehen … und daraufhin auch die üblichen Maßnahmen diskreditieren.

        Das wäre zwar hypothetisch, aber die Praxis zeigt, daß die räumliche Abschirmung bei Viren schon ausreicht. Auch bei einer Verschränkung muß erstmal das Objektpaar erzeugt werden. Oder ist etwa das Corona-Virus von einer anderen Beschaffenheit als etwa Ebola, wo man weiß, wie die Übertragung verhindert werden kann?

        Gruß
        Rudi Knoth

        • Das Corona-Virus wird wohl anders sein, als ein Ebola-Virus. Sonst täte eine Unterscheidung keinen Sinn machen, oder?

          Das “Objektpaar” ist wiederum nur spezielle Lichtforschung, nicht repräsentativ für die gesamte Quantenphysik. Es muß davon ausgegangen werden, das die Verschränkung von Nervenzellen primär der Normalfall ist, aber bei Komplikationen/Konfrontationen dann zum Kollaps führt, was dann zu Unregelmäßigkeiten führt, weil eben diese Veschränkung nicht aufrecht erhalten werden kann.

          Angenommen, jede Nervenzelle ist (unter den individuellen Bedingen der Zelle/Zelltyps/genetischen Konfiguration) ist nur dann als Lebend und existent zu bezeichnen, wenn es in einer Verschränkung mit anderen Zellen (gleichen Typs/Genetik…also gleicher Information) oder Funktion sozusagen “schwebt”, dann ist das “Objektpaar” nur eine spezielle Form der Verschränkung, aus der unmittelbar Folgen hervorgehen, die bei unspezifischer Veschränkung so nicht auftreten würden, weil es keinen Messprozess gibt, wenn die unspezifische Verschränkung ungestört existiert. Da wirds dann kompliziert mit dem allgemein verständlichen Erklären, wenn man zwischen einer real existierenden Ursache für einen Wellenkollaps und einer schwebenden Verschränkung aus Sicht des alltäglichen Lebens unterscheiden will.
          Es ist eben nicht leicht zugänglich für die alltägliche intuitive Erlebniswelt. Obwohl die Sache bei genauerem Weiterdenken der ganzen Physik im Zusammenhang mit den biologischen und neurologischen Grundlagen ziemlich schlüssige Zusammenhänge hat, ist das Alltagserlebnis ja von anderen “Bedingungen” und Perspektiven geprägt. Da wirkt dann die Aufmerksamkeitsblindheit, weil die praktische Erwägung das Alltagserleben bedingt.

          Würden sie sich nur an der Verschränkung orientieren, um den Wellenkollaps zu vermeiden, dann würden sie letztlich dort landen, wo in der Regel ultra-Orthodoxe Religiöse sich in der Wirklichkeit befinden und wie sie leben. Nur, das auch diese Strategie der Lebensführung (und Bewusstseinskonstruktion) irgendwann den Wellenkollaps durch Konfrontation auf der Verschränkungs-Ebene nicht verhindern können – der Mensch, der ewig lebt, existiert nach allgemeiner Erkenntnis nicht. Denn ewiges Leben wäre die Folge, wenn man die Vermeidung von Unterbrechen der Verschränkung tatsächlich erfolgreich hinbekommen würde.

          Interessanterweise kann man im alten Testament Szenarien finden, in der diese vermiedene (oder besser: durch “Übermacht” einflusslose) Konfrontation auf der Verschränkungsebene tatsächlich bestanden haben muß: Die Patriarchen, wie Noah und Abraham sollen ja hunderte Jahre alt geworden sein.

          Hypothetisch ist es, weil man in der allgememeinen öffentlichen Wissenschaftskommunikation (oder gar sogar in der Forschung) nichts davon behandelt und also benennt. Eine auch tatsächliche Wirklichkeit ist solange Hypothese, bis eine Grenzmenge der Menschen hinreichend viel davon Kenntnis hat. Nicht zwingend, das ein Beweis für die Hypothese erbracht sei. Obwohl Menschen ideel diesen Beweis vorraussetzen, ist der Faktor, das Menschen vor aller Erkenntnis eben zum Glauben gezwungen sind, und es auch tun, bedingender, als jeder Beweis. Vor allem, wenn ein vermeindlicher Beweis für den Normalmenschen gar nicht prüfbar ist.

          “Objektgruppenbildung” (als anzahlmäßig unspezifische Mengengruppe) ist der Normalfall. Solange, bis ein noch zu beschreibender “Messprozess” eine Wirkung zwischen den Informationen eine Differenz aufzeigt, woraus eine Teilung in zwei Gruppen (aka Spaltung der Paar-/Gruppenbildung) führt, die daraufhin dazu führt, das die Wellenfunktion (aka Verschränkung) (in anderen Gehirnen anderer Gruppen) kollabiert. Im Kontext des Lebens ist der Kollapos der Wellenfunktion mit dem Absterben der Zellen einer Gruppe verbunden, die in den Messprozess involviert sind.
          Wenn Nietzsche einst in einen seiner Werke jemanden “hypothetisch” fragen lässt, wer Gott getötet hat, dann ist damit gemeint, das Gott in des fragenden Menschen Gehirn “getötet” wurde, indem die als “Gottes-Zellverbände” funktionierenden Nervenzellen zerbrutzelt sind (was den Prozess der “Kreuzigung” darstellt), weil deren Konfiguration und Informationsinhalt nicht mit der Mehrzahl (oder einer dominanten Anzehl) der Menschen kompatibel war. Praktisch also ist der Kollabs der Wellenfunktion in den Nervenzellen aus einer Sünde (der Ursünde…weil der “Nichtglaube” in Form der eigenmächtigen Utnerscheidung zwischen Gut und Böse hervorgeht) gegen Gott verursacht: Weil man “Gott” nicht gehorcht (aka glaubt und daher keine “Konfrontation” provoziert), zerbrutzeln die Nervenzellen durch die Überlastung.

          Isolation (räumlich) ist durchaus auch eine Strategie, um die Konfrontation innerhalb der Gruppe zu verhindern, um den Messprozess nicht stattfinden zu lassen, der ja demnach zum Kollabs der Wellenfunktion führen würde, und den Schaden einer Gruppe erzwänge. Wer sich nicht mit der Welt befasst (sondern nur in einem passiven Modus möglichst jede Begegnung mit Welt vermeidet), wird sich auch nicht konfrontativ in Gefahr bringen, indem er den (temporären) Weltenkanon kritisiert.

          Sie können die physikalischen Bedingungen im Zusammenhang mit den neurologischen Bedingungen soweit konkretisieren, das man mit der elektrotechnischen Formel “URI” strukturel berechnen können, welche Gruppe einen kollabs der Wellenfunktion erleiden wird (und damit den Verlust einer/vieler souverän lebenden Nervenzelle zu beklagen haben wird):
          Potential, Widerstand und Entladungenergie, die im ungünstigen Fall zum Nervenschaden in den Gehirnen führen.

          Interessanterweise ist dabei nicht relevant, wie der Widerstand gegen Potentialentladungen hoch ist, sondern, wie die Potentiale sich untereinander “verstehen”. Widerstand folgt aus der Problematik, wenn die Information nicht miteinander kompatibel ist, welche Nervenzellen aufrecht erhalten. Und der Zelltot ist Folge des aufgebauten Potentials in der Zelle, welche die Zellen ab einer gewissen Höhe schädigt, bis sie spichwörtlich an ihrer eigenen aufgebauten Energie “zerbrutzeln”.

          Und die Höhe des Energiepotentials in den Zellen ist direkt davon abhängig, wie schwer (physikalische Masse) die Elemente in den Zellen sind. Schwermetalle führen zu höherer Energie in den Nerven(Körper)zellen, als nur Natrium oder Kalium als Mindestanforderungen für diese Zellaktivität. Den Ionenpumpen der Zellen ist es relativ egal, welches Element zur Regulation des Zellpotentials herhält. Die Verfügbarkeit der jeweiligen Potentiale ist relevant.

          Und es ist relevant, welche Zellinformation, die durch die Genetik bestimmt ist, “bereitgestellt” wird. Ist sie nicht kompatibel innerhalb der Verschränkung (über die physikalischen Bedingungen), ist es gleichbedeutend mit einem “Messprozess”, wie er in der Quantenphysik beschrieben wird und führt sozusagen zum Selektionsprozess der Informationen innerhalb der Zellen “obsiegt”.

          tl;dr

          Mit Schwermetallen kann man Menschen töten. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber was da genau dabei vorgeht, ist bisher immer nicht erklärt worden.
          Die “Erbgutschädigung” ist darin nicht “individuel” auf den Vergifteten beschränkt, sondern “populationsweit”, was meint, das (Schwer)Metallvergiftungen/Erhöhungen der Metall-Belastung der ganzen Population (also Zellpotentialerhöhung durch schwerere Elemente, als wie Kalium oder Natrium) zum Genozid einer Gengruppe führen – unausweichlich.

          Das diese unsichtbaren Entwicklungen aus der Perspektive des Normalmenschen andere Kontextierungen haben, und also andere, durchaus lobenswerte Intentionen besitzen, macht die Sache nicht redlicher.

          Wir sollten also tatsächlich genauer hinsehen, was in welchen Teil der Welt unter welchen Bedingungen (Schwer)Ionen freisetzt.
          Das dieses nicht zwingend nur dann stattfindet, wenn gerade mal wieder ein Atomkraftwerk in die Kernschmelze geht (SuperGAU), macht das nicht leicht. Auch mit Blei verseuchte Wassserleitungen können eine schleichende Vergiftung erzeugen, die auf Dauer einen ähnlichen Effekt hat, wie ein explodierendes Atomkraftwerk. Oder ein Kohlekraftwerk oder eine Müllverbrennungsanlage(kraftwerk).

          Und der Schaden ist hierbei nicht davon abhängig, ob die Ionen radioaktiv (also instabil) sind. Die Radioaktivität ist dabei eine Nebensache und hat keinen Einfluß auf das eigendliche Phänomen.

          • Das Corona-Virus wird wohl anders sein, als ein Ebola-Virus. Sonst täte eine Unterscheidung keinen Sinn machen, oder?

            Gewisse grundlegende Mechanismen gelten aber für alle Virenarten. Die räumliche Trennung von Menschen ist eine bekannte und wirksame Möglichkeit, um Infektionen zu verhindern.

            Ihre Idee der “Verschränkung” von Menschen halte ich ehrlich gesagt für reichlich zweifelhaft.

            Gruß
            Rudi Knoth

  15. Komisch, bei Prof. Wiesendangers “Recherche” ist, daß er Prof. Larry Romanoff (Guckle) vergessen hat.
    Der hat 1 Jahr vor ihm den Ursprung der “Kette” im Maryland-Labor der USA verortet, auch mit Indizien.
    Beides zwar eher absurd, aber zur “wissenschaftlichen” Bewertung gehört die Auseinandersetzung mit
    der Gegenthese, es sei denn, man will die Aufmerksamkeit ganz für sich alleine, weshalb(?).
    Beide sollten das lieber “phylogenetisch” Fachleuten überlassen, Verschwörungstheorien für Verdummte!

    • Also soll das “verseuchte Essen” eventuell aus den USA selber kommen? Nur warum sind dann in den USA die Leute wesentlich später krank geworden? Es stimmt zwar, daß die “spanische Grippe” ihren Ursprung in den USA hatte und wegen der Zensur dort dies nicht bekannt gemacht werden durfte. Aber momentan brauchte Trump keine Zensur oder?

      Gruß
      Rudi Knoth

      • @ Rudi Knoth
        04.03.2021, 15:29 Uhr

        Im beschriebenen Szenario (und Mechanismus) Oben ist die Anfälligkeit für eine Erkrankung von der Menge souverän (und ungemessen) verschränkter Menschen und ihre jeweilige Umwelt ausschlaggebend. Die anfällige Gruppe wird erst Instabil, wenn ein Teil davon stirbt. Und wo zuerst “gestorben” wird und wieviel, hängt wiederum vom Zusammenwirken der Gene im Zusammenhang mit dem (Neuro)Enhancemend zusammen. Das ist real hochkomplex. Aber theoretisch letztlich eine einfache Summenrechnung.

        Eine Ursache einer Krankheitswelle ist, das sich die “Identitäten” irgendwann sowieso abwechseln und das geschieht dann, wenn die soziale Konstitution und Konfiguration durch Jahreszeit (Nordhemisphäre Winterhalbjahr) eh in eine besondere Situation versetzt wird. Im Winter ziehen sich die Menschen ein Stück mehr in sich selbst zurück, was dann eine Auswirkung auf die populationsweite Verschränkung hat, weil dann die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation und Wellenkollabs ansteigt. Das im Winter mehr psychische Belastungen aufkommen; das in der Pandemie (Isolations-Szenario) die psychischen Belastungen steigen, ist damit erklärt, das die Menschen wengier “positiv” denken und also mit einem Teil der Menschen, die dennoch positiv denken/ im Wohlbefinden leben, in eine Konfrontation gezwungen werden, die im Zweifel zu ihrem Nachteil wird (Neurodegeneration durch Kreuzigung; aka Wellenkollabs wegen inkompoatiblem Messereignis und Zelltot).

        Die Temperaturdifferenz zwischen Winter- und Sommerjahreszeit könnte dabei direkt als Maßstab und Multiplikator/Faktor für die Sterblichkeit in der kalten Jahreszeit herhalten. Jedenfalls statistisch signifikant, weil nämlich regionale Anpassungen und Konditionierungen individuel beeinflussen. In Skandinavien gibt es zwar mehr Suizide (und womöglich auch jahreszeitlich signifikant), aber die Populationen sind das Winterhalbjahr sowieso anders gewohnt, und können so den errechenbaren statistischen Erwartungswert wohl unterbieten, sodass die Theorie dann nicht mehr funktioniert. Aber so ist das immer mit Aussagen: Sie gelten nur im jeweils konkreten Kontext. Und Ausnahmen bestätigen nicht die Regel, sondern sind ebenso ihrem Kontext geschuldet.

        Insofern war es subjektiv “zufall”, wo sich die instabile Gruppe am instabilsten zeigt. Objektiv hätte man das anhand der Gene und dem Grad des Enhancemends durchaus vorher wissen können.

        Meine These darüber ist, das die Menschen in einer Abstammungslinie miteinander verbunden (verschränkt) sind. sterben nun die “Primärgeister” weg, dann folgt daraufhin die Assimilierung der in der Abstammungslinie durch die dann dominierende genetische Gruppe/Population, woraufhin es zu “komplikatioinen” der Anfälligkeit für eine Virusinfektion kommt, weil die Gruppe am Ende der Abstammungslinie potentiel am instabilsten ist und ohne seine theologischen (und auch genetischen) “Väter” überlebensunfähig sind.

        Da man seit einigen Jahrzehnten daran arbeitete, in der Region der Y-Hapologruppe E “Friedensmissionen” mit Militär zu vollführen, und dabei eben viele Menschen starben (und darin dann diejenigen der Haplogruppe E, die als “Primär-Identitäten” gelten können), hat man dadurch die gesamte Abstammungslinie instabil gemacht, sodass Viren als Gefahr überhaupt existieren können (sei es dadurch, das vorher das Ursprungsvirus/Genschnipsel nicht mutieren konnte, oder dadurch, das die Primäridentitäten immun gegen diese Genvarianten waren).

        Und die Y-Haplogruppen R (1a/1b) sind dergestalt am Ende der Abstammungslinie. Falls Träger solcher Haplogruppen an einer Seuche sterben, dann liegt es daran, das deren genetische “Väter” vorher gestorben sind (woran auch immer, jedoch nicht an der Seuche), die ihnen biologische Stabilität leisteten. Und wie bei der Klimaerwärmung gibt es sogenannte Kipppunkte, die sich eben dann zu exponentieller Ausbreitung des Problems ausweiten können, so sie überschritten werden (was hierbei heisst: Sterben die “Primaten”…die biologischen “Optimaten” weg, dann sterben auch deren genetische “Nachfahren” um so wahrsdcheinlicher. Und das vor allem, wenn die kritische Schwelle der Instabilität überschritten wurde (wenn zu viele biologische “Optimaten” getötet wurden).

  16. Roland Wiesendangers Studie, besser gesagt, seine Zusammenstellung von Studien zur Herkunft des Corona-Virus zeigt eines sehr deutlich: Heute gibt es Virenforscher, die sehr viel wissen über die vielen verschiedenen funktionellen Teile beispielsweise des Sars-CoV-2 Genoms. Virenforscher, die durchaus in der Lage wären, ein Virus gezielt zu verändern um damit eine Epidemie oder Pandemie auszulösen – oder einfach nur, um ein modifiziertes Virus für das Militär herzustellen.

    Fazit: Schon vor 20 Jahren konnte man sich allein anhand einer niedergeschriebenen RNA/DNA-Sequenz einen einsatzbereiten Virus herstellen lassen, denn schon vor 20 Jahren, gab es Firmen, die die gewünschte DNA-Sequenz mit ihren „DNA-Druckern“ zusammenbauen konnten. Heute aber gibt es Leute mit sehr detailliertem Wissen, welche DNA/RNA-Subsequenzen was genau bewirken. Heute könnte man also Viren ingenieursmässig planen.

  17. @ Rudi Knoth
    10.03.2021, 14:56 Uhr

    Ihre Idee der “Verschränkung” von Menschen halte ich ehrlich gesagt für reichlich zweifelhaft.

    Aber was, wenn es die Wirklichkeit ist? Zweifelhaft scheint vieles, wenn man vorher eine andere Weltsicht hatte.

  18. Auch die WHO schliesst einen Laborursprung von Sars-CoV-2 nicht aus
    Eben hat der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus den Bericht der Kommission kommentiert, welche im Januar und Februar 2021 in Wuhan den Ursprung der Covid-19 Pandemie aufklären wollte. Folgenden Hypothesen wurde nachgegangen:
    1) Direkte Übertragung von Tier (Fledermaus) auf Mensch
    2) Übertragung von Tier auf Mensch über Zwischenwirt
    3) Übertragung über Nahrungsmittelkette (gefrorenes Fleisch etc)
    4) aus einem Labor entwichen.
    Keine der Hypothesen konnte durch die Kommission bestätigt oder widerlegt werden. Insbesondere konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus aus einem Labor stammt.
    Der MIT-Review-Bericht Did the coronavirus leak from a lab? These scientists say we shouldn’t rule it out führt einen wichtigen Grund auf, der dafür sprechen, dass Sars-CoV-2 aus dem Labor stammt:

    Die Spike-Proteine von SARS-CoV-2 binden enger an ihren menschlichen Zellrezeptor, ein Protein namens ACE2, als die Zielrezeptoren anderer Spezies, die untersucht wurden.

    Mit anderen Worten: SARS-CoV-2 war erstaunlich gut an seine menschliche Beute angepasst, was für einen neu aufkommenden Erreger ungewöhnlich ist.
    Auch folgendes unterstützt die Out-of-Lab – Hypothese:

    Das Virus hat ein unerklärliches Merkmal: eine sogenannte “Furin-Spaltstelle” im Spike-Protein, die SARS-CoV-2 hilft, sich in menschliche Zellen einzuschleusen. Während solche Stellen bei einigen Coronaviren vorhanden sind, wurden sie bei keinem der engsten bekannten Verwandten von SARS-CoV-2 gefunden. “Wir wissen nicht, woher die Furin-Stelle stammt”, sagt Susan Weiss, Mikrobiologin und Co-Direktorin des Penn Center for Research on Coronaviruses and Other Emerging Pathogens an der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania. “Es ist ein Rätsel.” Obwohl Weiss sagt, dass es unwahrscheinlich ist, dass SARS-CoV-2 manipuliert wurde, fügt sie hinzu, dass die Möglichkeit, dass es aus einem Labor entkommen ist, nicht ausgeschlossen werden kann.

    Fazit: Ein Labor als Quelle von Sars-CoV-2 ist nicht ausgeschlossen. Eines aber ist sicher: Heute gibt es viele Virologen, die ein Virus wie Sars-CoV-2 herstellen könnten. Wenn das nicht schon geschehen ist, so wird es mit ziemlicher Sicherheit irgendwann geschehen: das nämlich, dass ein Mensch bewusst ein Virus so abändert, dass es eine Epidemie/Pandemie auslösen kann.

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