Der Ursprung von Corona, Verursacher von Krebs, eine chinesische Machtinstrument gegen den Westen – Wie gefährlich ist 5G?

Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass dunkle Mächte zulasten der breiten Mehrheit, dem so genannten «Volk», ihren eigenen Interessen nachgehen, gab es schon in der Antike. So bediente sich Nero bekanntlich einer Brandstifterverschwörungstheorie, um die unliebsamen Christen zu verfolgen. Im Mittelalter waren es zu Zeiten der Pest angebliche Brunnenvergiftungen durch die Juden, die zu schlimmen Pogromen führte. Es gab die Theorie, dass Heilsfrauen mit dem Teufel im Bunde stecken, was Anlass für grausame Hexenverfolgung gab, oder das Gerücht, dass die Tempelritter geheime und frevelhafte Ritualen nachgehen, weshalb ihnen der französische König Philipp IV. den Prozess machte, während er doch eigentlich nur an ihr Geld wollte. Während der französischen Revolution wimmelte es von Verschwörungen, die sich leicht gegen politische Gegner einsetzen liessen, um sie auf das Schafott zu bringen.

So ist es kaum verwunderlich, dass sich auch zu Zeiten von Corona die absurdesten Verschwörungstheorien verbreiten. So wurden zum Beispiel in Holland und England im April Mobilfunkmasten angezündet, weil ein Gerücht besagte, dass sich das Corona-Virus durch die 5G-Mobilfunktechnik überträgt. Der Grund für das Auftreten des Corona-Virus in Wuhan sei die dort hohe Konzentration von 5G-Masten, so lautete die Theorie der Täter. Ein weiteres Argument: Covid-19 wütet vor allem in Gegend mit hohem 5G-Ausbau. Das kann doch kein Zufall sein. Dass in solchen Gegenden auch einfach mehr Menschen leben, kommt den Verschwörungstheoretikern nicht in den Sinn.

Nun könnten wir diese Theorie vielleicht mit einem Schmunzeln ad acta legen, denn unterdessen wütete der Virus ja besonders dort, wo es vergleichsweise wenig von den 5G-Masten gibt (Brasilen Chile, Indien, Russland). Doch schon vor der Corona-Krise war 5G ein Liebling der Verschwörungstheoretiker. Da ist insbesondere die immer wieder hervorgebrachte Warnung, dass die elektromagnetischen Wellen zur Übertragung der Informationen auf unsere Mobilgeräte höchst gesundheitsschädlich seien, weitaus mehr als bei anderen Mobiltechnologien, da die 5G-Frequenzen kurzwelliger sind als die bisherigen Mobilfunkwellen. Zudem heisst es, 5G sei die Technologie Chinas, die es der aufstrebenden Macht ermöglicht, die digitale Kontrolle über den Westen zu erlangen. Die Zusammenhänge zur Corona-Krise sollten wir mit einem entsprechenden Vermerk als komplett absurd abtun. Doch diese beiden Punkte wollen wir etwas näher betrachten.

Wie alle Funkwellen stellen auch die 5G-Wellen elektromagnetische Wellen im Frequenzspektrum von Radiowellen dar. Laut Definition sind Radiowellen elektromagnetische Wellen, deren Frequenz unterhalb von 300 Gigahertz liegen. Über 300 GHz bzw. unter einem Millimeter Wellenlänge beginnt der Bereich der Infrarotstrahlung. Noch einmal einen Faktor eintausend höher beginnt dann der Bereich des sichtbaren Lichtes, was sich in eine ebenfalls tausendfach höhere Energie seiner Photonen übersetzt.

Die für den Rundfunk verwendeten Frequenzbereiche Lang-, Mittel-, Kurz- und Ultrakurzwelle starten von 30 kHz und gehen bis 300 MHz (Wellenlänge von 10 Km bis 1 Meter). Darüber liegen die Mikrowellen, eine Untergruppe der Radiowellen, die den Bereich von 0.3 GHz bis 300 GHz (Wellenlänge ein Meter bis ein mm) umfasst. Mikrowellen werden u.a. für WLAN, Bluetooth, Radar, Satellitenrundfunk und Amateurfunkdienst verwendet, sowie auch für das Mobilfunknetz. Letzteres arbeitet im Bereich von 800 MHz bis 2.6 GHz. Dem alten GSM-Mobilfunkstandard sind in Deutschland die Frequenzbereiche von 890 bis 915 MHz, von 935 bis 960 MHz, von 1.710 bis 1.785 und von 1.805 bis 1.880 MHz zugeordnet, der UMTS-Standard bedient sich der Frequenzen von 1.920 bis 1.980 MHz sowie von 2.110 bis 2.170 MHz, der LTE-Standard für die 4G-Netzwerke operiert in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz. Die neue 5G-Technolgie nutzt Frequenzbereiche darüber: Midband 5G verwendet Mikrowellen von 2,5 bis 3,7 GHz, High-Band 5G-Frequenzen von 25 bis 39 GHz (im oberen Millimeterwellenbereich).

Laut Experten für die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung werden Radiowellen bei höheren Frequenzen allerdings sicherer und nicht gefährlicher für die Menschen. Denn: Je höher die Frequenz, desto weniger tief dringen die Strahlen in den Körper ein. Während hochfrequente Radiowellen ungeschütztes biologisches Gewebe im Körper erwärmen können (da es wie bei der Mikrowellen die Wassermoleküle zum Schwingen anregt; allerding haben Mikrowellenherde eine weitaus grössere Leistung als Mobilfunkstrahlen), wirkt gerade für sie und für Frequenzen darüber die Haut als Barriere und schützt die inneren Organe, einschliesslich des Gehirns, vor Exposition. Die menschliche Haut blockiert bekanntlich sogar die noch um Grössenordnungen höheren Frequenzen des Sonnenlichts. Erst für weit hochfrequentere elektromagnetische Energien wie UV- oder Röntgenstrahlen, die weit über der Energie des sichtbaren Lichtes liegen, wirkt dieser Schutz nicht mehr. Ihre Energie reicht dann auch aus, um das Erbgut direkt zu beschädigen.

Trotz dieser augenscheinlichen biophysikalischen Gegebenheiten gibt es immer noch eine Reihe von «Experten», die Radiowellen für 5G-Technolgie als „extrem gesundheitsgefährdend“ bezeichnen. «Je höher die Frequenz, desto grösser die Gefahr für Hirnkrebs», so die Aussage. Nach dieser Logik müsste sichtbares Licht die Krebsraten ins Unermessliche steigern. Einer wissenschaftlichen Überprüfung halten ihre Aussagen nicht stand: In vielen bisherigen Studien konnten keine Gesundheitsbeeinträchtigungen wie ein erhöhtes Krebsrisiko durch 5G-Wellen nachgewiesen werden.

Neben der wissenschaftlich unhaltbaren Warnung vor den Gefahren der 5G-Technologie steht die wirtschafts- und technologiepolitische Aussage im Raum, dass China mit der 5G-Technolgie eine inakzeptable technologische Führerschaft in der Welt übernehmen, bei Implementierung der neuen 5G-Netz im Westen diesem geheimdienstlich überlegen sein oder sogar Cyber-Attacken auf westliche Einrichtungen durchführen könnte. Es ist bekannt, dass die chinesische Regierung grossen Einfluss auf die Firmen in ihrem Land hat. So hat China im Juni 2017 das Nationale Geheimdienstgesetz erlassen, nach der jede Organisation und jeder Bürger in Übereinstimmung mit dem Gesetz Unterstützung bei der nationalen Geheimdienstarbeit zu leisten hat, zur Zusammenarbeit mit den chinesischen Geheimdiensten verpflichtet ist, und jegliche nationale Geheimdiensttätigkeit, dessen man sich bewusst ist, geheim zu halten. Westliche Analysten interpretieren dieses Gesetz derart, dass chinesische Unternehmen mit Geheimdiensten zusammenarbeiten müssen, auch wenn es um die Installation von Hintertüren zwecks Diebstahls von Daten für die chinesische Regierung geht. Aus gutem Grund ist das Vertrauen in das Wohlwollen der chinesischen Regierung im Westen kaum sehr ausgeprägt. Es ist zu befürchten, dass die diese ihre brutale Macht- und Interessenpolitik, die sie bisher nur in ihrer direkten Einflusssphäre (Tibet, Hong Kong, Taiwan) ausübt, fortsetzen und ausdehnen wird. Und haben nicht gerade die Vereinigten Staaten jahrelang vorgemacht, dass Spionage gerade durch technologische Überlegenheit möglich ist? Dem US-Geheimdienst war es damit sogar gelungen, das Handy der deutschen Bundeskanzlerin abzuhören. Geht es hier vielleicht nur darum, den amerikanischen Vorsprung zu wahren?

Analysten argumentieren, dass die Risiken von chinesischen Telekommunikationseinrichtungen je nach Standort innerhalb der Mobilfunknetz-Architektur variieren. Die meisten Netzwerke sind in zwei Bereiche unterteilt: das Kern-Netz, welche das Tor zum Internet darstellt und sicherstellt, dass die Geräte den Anforderungen und Standards des Anbieters genügen, und das Funkzugangsnetz, das aus Mobilfunkmasten besteht, die Funksignale aussenden und empfangen. Diese Analysten sagen, dass die Risiken, die durch chinesische Kernnetze ausgehen, erheblich sind, die Risiken durch chinesische Funkzugangsnetze aber durchaus begrenzt werden können.

Als Antwort auf die nationalen Sicherheitsbedenken hat der US Kongress 2020 den Secure 5G and Beyond Act verabschiedete, womit der Präsident aufgefordert wird, eine Strategie zum Schutz der 5G-Systeme und -Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zu entwickeln und die Verbündeten und Partner bei ihren eigenen Schutzbemühungen zu unterstützen. Die US-Regierung veröffentlichte ihre 5G-Strategie daraufhin im März 2020 und hat seitdem bereits den Einsatz von Huawei-Produkten und -Anwendungen in ihren nationalen Kommunikationsnetzen verboten.

Während die Sorge um die gesundheitlichen Risiken der 5G-Netze grundlos ist, sind sicherheitspolitische Bedenken durchaus ernst zu nehmen, auch wenn Donald Trumps tölpelhaftes Auftreten auf dem internationalen (und nationalen) Parkett uns reflexartig dazu führt, alles, was er tut und sagt abzulehnen. Aber auch hier liegt wie so oft der Teufel in den Details.

Lars Jaeger

Veröffentlicht von

www.larsjaeger.ch

Jahrgang 1969 habe ich in den 1990er Jahren Physik und Philosophie an der Universität Bonn und der École Polytechnique in Paris studiert, bevor ich am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden im Bereich theoretischer Physik promoviert und dort auch im Rahmen von Post-Doc-Studien weiter auf dem Gebiet der nichtlinearen Dynamik geforscht habe. Vorher hatte ich auch auf dem Gebiet der Quantenfeldtheorien und Teilchenphysik gearbeitet. Unterdessen lebe ich seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz. Seit zahlreichen Jahren beschäftigte ich mich mit Grenzfragen der modernen (sowie historischen) Wissenschaften. In meinen Büchern, Blogs und Artikeln konzentriere ich mich auf die Themen Naturwissenschaft, Philosophie und Spiritualität, insbesondere auf die Geschichte der Naturwissenschaft, ihrem Verhältnis zu spirituellen Traditionen und ihrem Einfluss auf die moderne Gesellschaft. In der Vergangenheit habe ich zudem zu Investment-Themen (Alternative Investments) geschrieben. Meine beiden Bücher „Naturwissenschaft: Eine Biographie“ und „Wissenschaft und Spiritualität“ erschienen im Springer Spektrum Verlag 2015 und 2016. Meinen Blog führe ich seit 2014 auch unter www.larsjaeger.ch.

8 Kommentare

  1. Rückkehr der Hexenverbrennung
    Wer Technik als böse und verhext darstellt, der ist 1) nicht aufgeklärt und 2) potenziell ein gefährlicher Demagoge, der mit denselben Mitteln arbeitet wie früher die Hexenverbrenner (wozu auch die kath.Kirche gehörte).

    Heute gibt es sogar viele Politiker, die bei der Demagogisierung von Technik und Wissenschaft mitmachen und sogar die Gesetzgebung stützt nun antiaufklärerische Positionen. Das beste Beispiel dafür ist das Verbot von Genfood, das es in der EU gibt. Es ist ohne wissenschaftliche Grundlage, denn jede neue Apfelsorte, sei sie nun konventionell gezüchtet oder durch direkten Eingriff ins Erbgut entstanden, ist genetisch verändert. Wer glaubt, es mache einen fundamentalen Unterschied ob man eine neue Apfelsorte mit einer konventionellen Züchtung etwa mit genverändernden Chemikalien erzeugt hat anstatt mit einem direkten Eingriff ins Erbgut des Apfels beispielsweise mit CRISPR – wer das glaubt, der glaubt an Magie oder er glaubt einfach daran, dass die alten Methoden nur schon darum gut und harmlos sind, weil sie alt sind und schon von unseren Vorfahren benutzt wurden.

    Antiwissenschaftliche Positionen einzunehmen bedeutet letztlich der totalen Willkür ein Tor zu öffnen – ein Tor durch das die Schrecken und Gräuel des Mittelalters zurück in die Neuzeit einkehren können. Und genau das beobachten wir auch, nicht nur was die Haltungen gegenüber Technologie und Wissenschaft betrifft, sondern auch was die Verurteilung und Sanktionierung von Menschen angeht, die irgendein nicht bewiesenes „Verbrechen„ (wie bei Woody Allen) ) oder eine politisch inkorrekte Ansicht geäussert haben. Denn Selbst- und Gruppenjustiz und Lynchmorde sind ebenfalls Elemente des Mittelalters, die nun durch selbsterklärte Moralapostel und eine moralische Elite in die Neuzeit zurückkehren.

    Rückkehr des kalten Krieges

    Mit China einen neuen kalten Krieg zu führen wie das ansatzweise auch Lars Jaeger hier rechtfertigt, ist in meinen Augen falsch, denn mit einer Ausgrenzung von China aus Handel und technisch/wissenschaftlichem Austausch schaffen wir 1) eine bipolare Welt, die aufgeteilt ist in China-Verbündete und China-Gegner, etwas was Kriege zwischen Ländern unterschiedlicher Lager begünstigt und etwas Unterdrückung von Menschen erleichtert, falls diese Menschen sich im anderen Lager befinden. 2) eine Verlangsamung des technisch/wissenschaftlichen Fortschritts, denn dieser Fortschritt profitiert von der Internationaisierung/Globalisierung.

    Bipolares Denken, ein Denken also, das die Welt in ein gutes und ein schlechtes Lager aufteilt zeigt sich bereits bei der Haltung gegenüber Huawai. Huawai wird die Neigung zur Spionage unterstellt obwohl es bis jetzt nie Spionage betrieb während der NSA zusammen mit dem britischen Nachrichtendienst und weiteren Verbündeten, zu denen sogar westliche Kommunikationsfirmen gehörten, nachgewiesenermassen Millionen von eigenen Bürgern ausspioniert haben. Dahinter steckt folgendes bipolares Denken: wenn die westlichen Nachrichtendienste uns ausspionieren tun sie es für einen guten Zweck, wenn Huawai, ein Unternehmen des gegnerischen Lagers, die gleichen technischen Mittel hat wie die westlichen Unternehmen, die uns ausspioniert haben, dann wird es uns irgendwann ausspionieren, denn es gehört zum gegnerischen Lager.

    Die Unterteilung der Welt in Freund und Feind, in eine Achse des Guten und in eine Achse des Bösen, ist von vornherein auf einen Endkampf angelegt, einen Endkampf in dem das eine Lager unterliegt und das andere Lager obsiegt. Im kalten Krieg mit der Sowjetunion hat der Westen obsiegt und die Sowjetunion ist verschwunden. Doch im kalten Krieg mit China kann das Resultat ein völlig anderes sein, denn China funktioniert im Gegensatz zur Sowjetunion auf der technisch/wissenschaftlichen und auch auf der wirtschaftlichen Ebene, denn China hat sich von lähmender Ideologie verabschiedet und statt dessen einen pragmatischen Weg beschritten. Und das bedeutet, dass ein kalter Krieg zwischen dem China-Lager und dem Westen sehr viel gefährlicher werden kann, weil China nicht von vornherein zu den Verlieren gehören muss.

    Entwickelt sich tatsächlich ein China-Lager und ein westliches Lager bedeutet das auch, dass sich das China-Lager gegen Kritik von aussen immunisiert, dass es nicht mehr auf Kritik von aussen reagiert. Mit China verbündete Länder werden dann die gleichen Methoden wie China anwenden: Zensur, Einsatz von Überwachungstechnologie, etc – und das ohne dass sie sich von uns kritisieren lassen, denn sie gehören ja zum anderen Block.

    Fazit Ein neuer kalter Krieg führt uns in eine schlechtere Zukunft.

  2. Ich bin kein 5G Verschwörungstheoretiker, trotzdem mal 2 Sachen.

    1) Verschwörungstheoretiker glaubten vor 20 Jahren die NSA spioniert uns aus. Was dann später mit Snowden rauskam schlug jede Verschwörungstheorie.

    2) “Laut Experten für die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung werden Radiowellen bei höheren Frequenzen allerdings sicherer und nicht gefährlicher für die Menschen. ”
    Eigentlich ist es genau andersrum UV Strahlung schädigt, sichtbares Licht nicht. Was man dabei auch sieht, die liegen frequenztechnisch genau nebeneinander. Das heisst man muss jedes Frequenspektrum für sich untersuchen und sollte nicht interpolieren. Ich halte derzeit 5G für ungefährlich, allerdings hat das im Gegensatz zu 4G ein sehr grosses Frequenzspektrum, wie im Artikel beschrieben und man braucht mehr Anlagen wegen der quasioptischen Ausbreitung von höheren Frequenzen und mehr Leistung für die höhere Datenrate. Von daher bin ich der Meinung man sollte durchaus Untersuchungen anstellen.

    Korrelationen mit Covid ist natürlich wirklich Quatsch. Wie auch die Bevölkerung soll absichtlich verstrahlt werden usw.

    • @Matthias (Zitat 1):

      Verschwörungstheoretiker glaubten vor 20 Jahren die NSA spioniert uns aus. Was dann später mit Snowden rauskam schlug jede Verschwörungstheorie.

      Dass Nachrichtendienste Nachrichten sammeln ist doch keine Verschwörungstheorie sondern es ist ihr Kerngeschäft. In sehr vielen Ländern haben Nachrichtendienste bereits früher alle möglichen Informationen gesammelt und sie sind dabei häufig nicht vor illegalen Mitteln zurückgeschreckt.
      Typische Verschwörungstheorien sehen dagegen oft irgendwelche Eliten (die Juden, Reiche oder bestimmte Politiker) als Verschwörer gegen das Volk.

      Zitat 2:
      Lars Jaeger:

      “Laut Experten für die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung werden Radiowellen bei höheren Frequenzen allerdings sicherer und nicht gefährlicher für die Menschen. ”

      Matthias:

      Eigentlich ist es genau andersrum UV Strahlung schädigt, sichtbares Licht nicht. Was man dabei auch sieht, die liegen frequenztechnisch genau nebeneinander. Das heisst man muss jedes Frequenspektrum für sich untersuchen und sollte nicht interpolieren.

      Nein, es ist nicht andersrum, denn Lars Jaeger sprach von Radiowellen und Radiowellen, egal ob nun von niedriger oder hoher Frequenz interagieren nur schwach mit biologischen Materialien. Die Hauptwirkung von Radiowellen ist eine Deponierung von Energie in biologischen Materialien, was bei starken Radiowellen zu einer Erwärmung führt. Radiowellen hoher Frequenz dringen aber weniger tief ins Gewebe ein und ab einer bestimmten Frequenz können Radiowellen nicht einmal mehr die Haut durchdringen und mit dieser Frequenz könnte man sogar drahtlos Batterien wieder aufladen (und das wird für spezielle Zwecke auch gemacht). Wenn sie schreiben (Zitat): Von daher bin ich der Meinung man sollte durchaus Untersuchungen anstellen., so gehen sie scheinbar davon aus, dass die Gesundheitsauswirkungen von 5G nicht untersucht wurden und wir also alles Betatester einer neuen Technologie sind. Doch da täuschen sie sich gewaltig. Es gab und gibt unzählige Studien zu den Auswirkungen der Frequenzen, die bei 5G verwendet werden.

  3. @Martin Holzherr 21.08. 11:22

    Meine Zustimmung, dass wir mit China keinen Lagerkrieg anfangen sollten. Wir haben genug sinnvolle Probleme zu lösen, die in Zusammenarbeit mit China wesentlich lösbarer werden. Mit den undemokratischen Verhältnissen in China und anderswo sollten wir uns eher abfinden, und stattdessen besser unsere eigene Demokratie weiter verbessern. Wenn wir hier noch vorbildlicher werden, hilft das mehr, als auf anderen herum zu hacken.

    Was allerdings die digitale Spionage angeht, so sollten wir in Europa nach Möglichkeit unsere eigene Internet-Hardware und Software verwenden. Auch wenn das teurer wird. Und überhaupt mehr gegen die Datensammelei von Privatfirmen unternehmen. Hier geht es einerseits um Industriespionage, aber auch um den gläsernen Nutzer und Kunden, dem Fakenews untergeschoben werden und dem gezielt Mist verkauft wird.

    Bei der Gentechnik finde ich, dass es ein Problem ist, wenn Privatfirmen ein Patent auf ihre Sorten bekommen. Das hat gar nichts mit Gentechnik zu tun, aber damit, das gentechnisch veränderte Sorten eben ein Patent bekommen können, und niemand diese Sorten für anderer Anforderungen weiter züchten darf. Das ist auf Dauer eine Katastrophe, wenn dann irgendwann fast alle Sorten in der Hand weniger Konzerne sind, die nebenbei vor allem auch ihre Düngemittel und Pestizide verkaufen wollen.

    Als Kompromiss würde ich hier vorschlagen, den Patentschutz zwar zu gewähren, aber auf 7 Jahre zu begrenzen. So wie man das ja bei Medikamenten schon immer macht. Dann wären die Züchter hinreichen motiviert, in ihre Züchtungen zu investieren, aber jede könnte hier die Sorten dann später aufgreifen, und für andere Anforderungen weiterzüchten.

  4. Eine pauschale Ablehnung von Hightech ist abzulehnen. Vorsicht bleibt angesagt. Die Umstellung von Glühbirnen auf LED- Lampen bleibt bedenklich. Glühlampen strahlen ein gemischtes Spektrum an Licht ab. Von Infrarot bis Ultraviolett. Bei einer 100 Watt Lampe war das Energieverschwendung, für die Augen aber angenehmer und ungefährlicher als eine LED – Lampe. LED Licht ist auf eine bestimme Frequenz festgelegt und reizt die Sehnerven stärker als ein Frequenzgemisch.
    Nun zu 5 G .Welche Nebenwirkungen die Gigaherzstrahler der Smartphones haben, das wissen wir noch gar nicht.

    Was jetzt die Gefährdung der Privatsphäre durch IT betrifft, da sollen sich die Leute mal an die eigene Nase fassen, wenn sie sich in den sozialen Medien tummeln. Allerdings ist die Industriespionage ernst zunehmen, denn da geht es ums Geld.

    • @hwied (Zitat):

      LED Licht ist auf eine bestimme Frequenz festgelegt und reizt die Sehnerven stärker als ein Frequenzgemisch.

      Antwort: Es gibt weisses LED-Licht mit einem ähnlichen Frequenzspektrum wie die Sonne. Weisses LED-Licht kann entweder über das Mischen etwa von drei LED-Frequenzen erzeugt werden oder aber indem man Phosphor mittels kurzwelligem LED zum Leuchten bringt und es dann eventuell noch so filtert, dass eine Sonnenlicht ähnliches Spektrum entsteht.
      Zitat 2:

      Nun zu 5 G .Welche Nebenwirkungen die Gigaherzstrahler der Smartphones haben, das wissen wir noch gar nicht.

      Antwort: dazu wurden bereits unzählige Versuche mit Tieren und Menschen gemacht. Glauben sie wirklich wir Menschen würden von den Tech-Firmen immer als Betatester und Versuchskaninchen benutzt.

  5. Je höher die Frequenz, desto weniger tief dringen die Strahlen in den Körper ein.

    Kann das wirklich stimmen? Wenn dem so wäre, wie ist es dann möglich, dass ich inmitten einer großen Menschenmenge telefonieren kann?

    Also meiner Meinung nach durchdringen uns Handywellen, ohne mit unseren Körperzellen zu interagieren. Und wenn doch ein Photon bei uns hängen bleibt, dann gibt es so wenig Energie ab, dass mit uns gar nichts passiert.

  6. @Julian Aposta: es geht hier um 5G. 5G hat zusätzlich zu den Frequenzen von 4G noch höhere Frequenzen und die höheren Frequenzen dringen weniger tief in den Körper ein. Siehe dazu Mobilfunkstandard 5G Was über mögliche Gesundheitsrisiken bekannt ist. Dort liest man etwa:

    Funkwellen mit höherer Frequenz dringen weniger tief in den Körper ein
    Aber selbst beim gut erforschten Bereich bis 5 GHz hat man bisher lediglich eine sehr schwache Erwärmung nachweisen können, die bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte so gering ist, dass sie kaum messbar ist. Die höherfrequenten elektromagnetischen Wellen ab 30 GHz werden weit weniger tief in den Körper eindringen. Ihre Energie wird dementsprechend eher an der Körperoberfläche freigesetzt, also in der Haut. Aber auch dort rechnen Forscher lediglich mit einer minimalen Erwärmung. Forscher sagen: Die Energie ist um den Faktor 100.000 – 1.000.000 zu gering, um biologische Effekte wie zum Beispiel Genmutationen zu verursachen.

    Noch zu ihrer Aussage:

    Wenn dem so wäre, wie ist es dann möglich, dass ich inmitten einer großen Menschenmenge telefonieren kann?

    bei 4G ist das kein Problem, bei dem höherfrequenten Anteil von 5G dagegen kann ein Mensch oder anderer Gegenstand tatsächlich die Verbindung verschlechtern bis blockieren. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass 5G zusätzliche und mehr Antennenstandorte braucht, denn 5G-Strahlen gehen weniger um Ecken und Kanten herum und werden schneller blockiert.

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