Wenn man Gesichter schlecht erkennt

Gesichter der Mona Lisa

Im November hatte ich einige Promis mit Prosopagnosie vorgestellt. Irgendwie ist es ja tröstlich, dass auch Berühmtheiten wie Brad Pitt oder Kronprinzessin Victoria von Schweden mit ganz irdischen Problemen zu kämpfen haben. Aber wie gehen eigentlich ganz „normale“ Menschen damit um, dass sie Gesichter nur schwer erkennen können?

Zunächst einmal: sie kommen erstaunlich gut damit zurecht. Bis etwa 2006 hielt man Fälle von angeborener Prosopagnosie für extrem selten. In der wissenschaftlichen Literatur waren kaum ein dutzend Fälle beschrieben. Als ich nach einer Untersuchung von fast 700 Studenten und Schülern in Münster herausfand, dass tatsächlich etwa 2,5 % aller Menschen in Deutschland eine Gesichtserkennungsschwäche haben, wollte es zuerst niemand glauben1, 2. Inzwischen ist es allgemein anerkannt. Und ich habe mit sehr vielen Menschen gesprochen, die ausgesprochen spannende Situationen erzählen konnten.

Fangen wir gleich an:

„Elternabend in der Grundschule: Zwei Wochen zuvor hatten wir ein großes Grillfest mit Geschwisterkindern und Eltern. Während des Elternabends wollte eine Mutter die Fotos, die sie auf dem Fest gemacht hatte, den entsprechenden Familien schenken. Dazu stellte sie sich vor die Eltern und hob immer ein Foto gut sichtbar hoch. Wer sich oder seine Kinder sah, sollte sich melden, dann bekam er das Foto. Ein total schönes Foto von einem kleinen, dunkelhaarigen Jungen und einem kleinen blonden Mädchen wurde hochgehalten. Mir ging gerade durch den Kopf, dass Anja und Martin auch solche T Shirts haben, wie die beiden Kinder auf dem Bild. Schweigen in der Klasse. Alle Eltern schauten mich an….Die Mutter vor der Klasse fragt, ob ich das Bild von meinen Kindern nicht möchte…..aaaaaaaah! MEINE Kinder ! Na klar, darum auch die T-Shirts!“

Das sind peinliche Momente. Nun, eigentlich hat jeder irgendein Defizit, das immer wieder mal durchbricht. Aber es ist klar, dass jeder so etwas vermeiden möchte. Hier einige Strategien, die ich im Laufe der Zeit gehört habe und sinngemäß wiedergebe. Alle sind so verändert, dass sie nicht auf den Urheber schließen lassen:

„Wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin, kann ich immer so tun, als müsste ich mich gerade mit dem Baby beschäftigen, sobald mir jemand entgegen kommt, der mit vage bekannt erscheint. Wenn ich ihn wirklich kenne, wird er mich schon ansprechen.“
„Wenn ich auf der Straße jemanden sehe, den ich vielleicht kenne, dann … wechsle ich schon mal die Straßenseite“,
„Ich grüße jeden freundlich, der mich etwas länger ansieht. Darüber hat sich noch keiner beschwert. Und wenn ich ihn wirklich nicht kenne, muss er jetzt darüber nachdenken, wer ich wohl bin.“

Irgendwie ist es also kein wirkliches Wunder, dass die Gesichts­erkennungs­schwäche so lange verborgen geblieben ist.3 Aber immer funktionieren die Bewältigungsstrategien nicht:

„Ich bin neulich an meinem geschiedenen Mann im Supermarkt vorbeigelaufen. Er hat ein Riesentheater gemacht. Ob ich ihn jetzt schneiden wollte?? Nein, natürlich nicht, ich habe ihn einfach nicht erkannt.“

Menschen mit einer Gesichtserkennungsschwäche wollen ihre Mitmenschen erkennen. Sie haben keine Schwierigkeiten im sozialen Miteinander, sind gerne unter Menschen und haben Freunde wie alle anderen auch. Für Stimmungen sind die meisten sehr empfänglich und sie interpretieren Gesichtsausdrücke genauso gut wie jeder andere. Und viele haben erstaunliche Methoden entwickelt, ihre Bekannten zu identifizieren.

Eine Zahnärztin achtet beispielsweise jetzt auch im privaten Umfeld auf die Zahnstellung, die so eindeutig ist wie ein Fingerabdruck. Vor dem Wissen ihrer Gesichtserkennungsprobleme hatte sie ihre Expertise kaum aktiv genutzt. Ein anderer achtet bei Männern auf die Schuhe.

„Die meisten haben nur zwei Paar Schuhe: Eins für den Sommer, eins für den Winter. Bei Frauen funktioniert das allerdings nicht.“

Jeans sind auch ein gutes Erkennungs­merkmal. Ich habe erfahren, dass jede Jeans nach mehrfachem Waschen ihr eigenes, einmaliges Farbmuster entwickelt. Manchmal bleibt allerdings nur das indirekte Verfahren:

„Es ist ein Mann im Garten des Nachbarn und die Statur und Haare passen, dann ist es wohl mein Nachbar. Den gleichen Nachbarn würde ich in einer anderen Stadt kaum wiedererkennen.“

Bei meinen Gesprächen mit Betroffenen stelle ich immer wieder spezielle Fragen, z. B.: „Können Sie sich vorstellen, an der Rezeption eines Hotels zu arbeiten?“

Für Menschen mit Gesichtserkennungsschwäche sollte das eigentlich eine ziemliche Stresssituation ein. Aber irgendwann bekam ich die Antwort:

„Ja, ich arbeite an einer Rezeption. Und ich liebe meine Arbeit.“

Die Frau ließ sich von ihrer Gesichts­erkennungs­schwäche nicht allzu sehr stören. Es gibt viele individuelle Erkennungsmerkmale, wenn man erst mal darüber nachdenkt. Und tatsächlich kommen Menschen mit einer Gesichts­erkennungs­schwäche im täglichen Leben besser zurecht, als man meinen sollte.

Die angeborene Prosopagnosie ist erblich. Viele der Betroffenen, mit denen ich gesprochen habe, erkennen während des Gesprächs oft, dass auch andere Familienangehörige das Problem haben oder hatten.

„Gestern habe ich noch mal mit meiner Mutter über meinen Vater gesprochen. Sie hat eine ganze Reihe Erinnerungen raus gekramt, wo er Freunde oder Bekannte auf fremdem Terrain nicht erkannt hat. Aber sie hatte für sich immer eine Erklärung dafür (er hat den halt nicht angesehen, er hat ihn lange nicht gesehen, es haben ihn mehr Leute gekannt, weil er der Vorgesetzte war …). Genau diese Gründe habe ich mir für mein Problem auch immer gesagt (und meine Tochter auch). Ich bin also jetzt ganz sicher, dass er auch Prosopagnosie hat.“

Und häufig können Betroffene auch manche Reaktionen ihrer Kinder besser einordnen:

„Unserer Tochter war gerade zwei Jahre geworden. Zum Karnevalsumzug besuchten wir ihre beiden Cousinen, acht und sechs Jahre alt. Die drei verstehen sich unheimlich gut und die Großen geben sich immer sehr viel Mühe mit der Kleinen. Wir sind bei Oma und warten – da kommt jemand mit roten, abstehenden, geflochtenen Zöpfen und geringelten Strümpfen herein gestürmt. Auf dem Gesicht sind dicke Sommersprossen. Das war die Große – sie nimmt ihre kleine Lieblingscousine schwungvoll in die Arme, ruft „Oh, wie schön, dass du auch schon da bist – gleich gehen wir zum Zug.“ ….und die Kleine heult los wie am Spieß. Kaum zu trösten! … Da war doch die Stimme der großen Cousine in eine völlig andere Person geschlüpft. Wir wussten damals nicht, warum wir unser Kind kaum beruhigen konnten, und sie mit der Pippi Langstrumpf nichts zu tun haben wollte. – Jetzt wird vieles klarer – die roten Haare und die Verkleidung!“

Viele freuen sich darüber, wenn ihr Problem endlich einen Namen bekommt:

„Ich war ja ganz glücklich, in der Autobiographie von Jane Goodall überhaupt das erste Mal einen Hinweis auf diese Störung bekommen zu haben. Dann habe ich gleich im Internet herumgestöbert. So weiß ich seit kurzem, dass das ‚Kind‘ einen Namen hat. Allein das Wissen tut schon gut. Man kann nach weiteren Bewältigungsstrategien suchen.“

Aktuelle Studien

Die Ursache dieser Wahrnehmungs­schwäche ist bisher noch nicht gefunden, obwohl rund um den Globus einige Arbeitsgruppen danach suchen. Aktuell haben wir zur Prosopagnosie einige Studien aufgesetzt und würden uns über aktive Unterstützung freuen.

Wenn Sie sich in einigen dieser Anekdoten wiederfinden, dürfen Sie mir gerne eine E-Mail schicken. Die meisten Untersuchungen und Tests finden aktuell aufgrund der aktuellen Coronalage online statt. Hier die E-Mail-Adresse für alle, die sich jetzt angesprochen fühlen:

prosopagnosie[at]comfood.com.

Das [at] bitte durch den Klammeraffen @ ersetzen. Jede maschinell abgreifbare E-Mail in einem Blog landet leider sofort in den Fängen der Spamversender. Deutschsprachige Informationen gibt es auch auf unserer Infoseite prosopagnosie.de

Anmerkungen

[1] Kennerknecht, I., Grueter, T., Welling, B., Wentzek, S., Horst, J., Edwards, S., & Grueter, M. (2006). First report of prevalence of non‐syndromic hereditary prosopagnosia (HPA). American Journal of Medical Genetics Part A, 140(15), 1617-1622.

[2] Grueter, M., Grueter, T., Bell, V., Horst, J., Laskowski, W., Sperling, K., … & Kennerknecht, I. (2007). Hereditary prosopagnosia: the first case series. Cortex, 43(6), 734-749.

[3] Grüter, T., & Carbon, C. C. (2010). Escaping attention. Science, 328(5977), 435-436.

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Martina Grüter ist Medizinerin und befasst sich seit 2001 der angeborenen Prosopagnosie, einem erblichen Defizit in der Gesichtserkennung und Verarbeitung. Das Thema hat ihr gezeigt, wie vielschichtig die Verarbeitung von Informationen im Gehirn sind und wie wenige Erkenntnisse wirklich gesichert sind. Sie ist affiliert am Lehrstuhl für allgemeine Psychologie und Methodenlehre der Universität Bamberg und arbeitet mit Wissenschaftlern an mehreren deutschen Universitäten an verschiedenen Forschungsprojekten.

13 Kommentare

  1. Eine Teil-Prosopagnosie halte ich für verbreiteter. Aus eigener Erfahrung habe ich im allgemeinen keine Probleme mit den Mitmenschen, es gibt aber welche, die kann ich mir nicht merken. Meine Vermutung, das hängt mit einer inneren Ablehnung zusammen, oder Verdrängung. Die betroffenen Personen, es waren nur zwei, die waren mir unsympatisch.

    • Diese Ansicht erlebe ich leider auch oft. Dass man es nicht kann weil man es ‘irgendwie innerlich nicht will’. Auch ein Grund warum ich mein Defizit möglichst verberge und nicht offen damit umgehe. Weil es sich viele einfach nicht vorstellen können, dass man es ‘nicht kann’ und nicht einfach nur ‘nicht will’. Ich fühle mich dann immer kritisiert, getadelt dass ich mich nicht ‘einfach mehr anstrenge’. Als ob ich mir selbst nicht oft genug sagen würde: “Andere kriegen es ja auch hin, gib dir einfach mehr Mühe”.
      Schon komisch, wenn jemand Farbenblind ist glaubt man doch auch nicht, dass es mit innerer Ablehnung zu tun hat. Warum ist das bei der Personenerkennung so anders und warum glaubt man da nicht an ein tatsächliches Defizit?

  2. Ja, die Fähigkeit Gesichter wiederzuerkennen, die setzen wir alle voraus. Dabei unterscheiden sich viele Gesichter nur in Nuancen, was eben bedeutet, dass wir, die Gesichter wiedererkennen, geistig ausgerüstet sind, auf diese Nuancen zu achten. Übrigens nicht nur wir, auch viele Tiere.

    Es gibt zudem nicht nur völliges Versagen beim Wiedererkennen von Gesichtern versus das normale Erkennen, sondern vielmehr ein Spektrum das von Gesichtsblindheit bis zu Gesichts-Hellsichtigkeit (Super recogniser) geht. Wobei bei Super-Recognizern zum Erkennen des Gesichts auch noch ein phänomenales Gedächtnis für Gesichter dazugehört. Super-Recognizer sind sogar besser als auf Gesichtserkennung spezialisierte KI-Programme, denn Super-Recognizer erkennen sogar Gesichter/Menschen, die sich stark verändert haben, etwa wegen Alterung, Schminke etc.

    Die Phänomene Prosopagnasie und Super-Recognizer, die beide erst nach dem Jahr 2000 entdeckt wurden, machen einen bewusst wie wenig wir, die Menschen der Wissensgesellschaft, die geistigen Fähigkeiten von Menschen eigentlich kennen. Doch es ist generell so, dass man das, was den Alltag bestimmt, als gegeben betrachtet und es nicht ohne weiteres hinterfragt.

    • “ein Spektrum das von Gesichtsblindheit bis zu Gesichts-Hellsichtigkeit (Super recogniser) geht”

      Ja, es ist außerordentlich spannend, dass manche Menschen Gesichter auch unter den widrigsten Umständen identifizieren können. Das hat der Polizei schon oft geholfen. Sie sind aber vermutlich nicht das andere Ende der normalen Gesichtserkennungsfähigkeiten. Die angeborene Prosopagnosie ist erblich. Dann wäre die Prosopagnosie eher ein Gendefekt, und zwar der erste, der eine höhere Gehirnfunktion beeinflusst. Wenn man ihn findet, würde das die Neurowissenschaften vermutlich deutlich bereichern. Sicher gibt es auch Menschen, deren Gesichtserkennung am unteren Ende des normalen Bereichs liegt. Ich würde da aber wohl nicht die Diagnose “Prosopagnosie” stellen wollen.

  3. Fotos von Prominenten 🤡 (Fussballern, Politikern, Schauspielern, Talkern) werden heute nicht selten in Texte, Blogs, Karikaturen eingebaut ohne dass der Name der abgebildeten Person genannt wird. Denn es handelt sich um so bekannte Personen, dass eigentlich alle sofort „schalten“ und wissen sollten um wen es geht.
    Bei Menschen mit Prosopagnosie funktionieren aber dieses visuelle Anstossen 🥊 nicht. Wenn diese das Gesicht von Trump 🍑 in einer Karikatur sehen denken sie also nicht wie die meisten an „Trump, den Unsäglichen“, sondern sie denken vielmehr: „Wer ist das?“.

    Anders ist das bei den Gehörlosen, die heute recht häufig in TV-Nachrichtensendungen berücksichtigt werden, indem ein Übersetzer in Taubstummensprache eingeblendet wird.

    • Gesichtsblinde können Handlungen in Filmen 🎦 nicht folgen, weil sie bei Szenewechsel die Schauspieler nicht wiedererkennen. Im NZZ-Folio schreibt ein Betroffener warum für ihn Star Wars ein guter Film war
      Star Wars: ein Film für Gesichtsblinde

      Bis vor kurzem hielt ich «Star Wars» für meinen Lieblingsfilm wegen der gut erzählten Geschichte. Erst als ich mir kürzlich die Protagonisten durch den Kopf gehen liess, bekam ich Zweifel: Darth Vader trägt immer eine schwarze Rüstung mit Helm 🪖, Chewbacca ist am ganzen Körper behaart, C-3PO und R2-D2 sind zwei völlig unterschiedlich gebaute Roboter 🤖, und Prinzessin Leia 👸 ist die einzige Frau. Bleiben noch der Hauptdarsteller Luke Skywalker und der Schmuggler Han Solo: Der eine ist blond, der andere dunkel. «Star Wars» ist einer der wenigen Filme mit dem Gütesiegel «Geeignet für Gesichtsblinde».

  4. Haha, so ist wohl :

    Als ich nach einer Untersuchung von fast 700 Studenten und Schülern in Münster herausfand, dass tatsächlich etwa 2,5 % aller Menschen in Deutschland eine Gesichtserkennungsschwäche haben, wollte es zuerst niemand glauben [].

    Andererseits funktioniert so etwas, mit sogenannten biometrischen Merkmalen, schon :

    -> https://azure.microsoft.com/de-de/services/cognitive-services/face/
    (Auch kann AI hier, begrenzt, physiognomisch versuchen auf Eigenschaft (!) des Gesichtsträgers zu schließen, recht erfolgreich sogar.)

    Vielleicht ist es so, dass manche Personen, diese 2,5 % sind gemeint, nicht so-o gut in ganz besonderer Mustererkennung sind? (Ohne blöde zu sein selbstverständlich, sich nur anders Mustern widmen, vielleicht irgendwie mehr im sozusagen Abstrakten.)

    Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg
    Dr. Webbaer

  5. PS :
    Es gibt so etwas wie ein perfektes visuelles Gedächtnis, auch ein sozusagen perfektes musikalisches Gehör, dieses Talent ist nicht selten sogenannten Autisten (die bspw. Landschaftsporträts aus dem Gedächtnis malen können oder Personen für alle Zeit sozusagen an ihren Gesichtszügen ausgemessen und gespeichert haben) eigen, denjenigen, die sich ganz besonders spezialisiert einem (weltlichen) Sachverhalt widmen und ihn anhaltend memorieren können.
    Dann gibt es noch sozusagen im Weltlichen sozusagen oberflächliche Leutz, die sehr viel aufnehmen, aber die Memorierung des Speziellen irgendwie scheuen, vielleicht gar aus sozusagen gehirn-ökonomischen Gründen, Leutz, die sich lieber anderes merken als Visagen.
    Könnte so hier vielleicht ein wenig richtig liegend erklärt werden?

  6. Ich finde das Beispiel mit der Farbenblindheit sehr gut. Da erntet man volles Verständnis. Wenn man ohnehin schon große Probleme mit der Gesichtserkennung hat ist die Corona Zeit der Horror. Die Maske beseitigt auch die letzten Merkmale die mir vielleicht noch geholfen hätten.
    Ich erkenne auch Menschen nicht die ich sonst vielleicht noch erkannt hätte.

    • Die Farbenblindheit (vgl. auch mit ‘Ich habe erfahren, dass jede Jeans nach mehrfachem Waschen ihr eigenes, einmaliges Farbmuster entwickelt.’, Artikeltext) ist interessant, ich bin selbst ein wenig davon betroffen.
      Bin kein Mediziner, aber es scheint so zu gehen :

      1.) Es gibt den sogenannten Red-Green-Blue-Monitor, er bedient wie in (2) genannt.

      2.) Vgl. hiermit :

      -> https://en.wikipedia.org/wiki/Photoreceptor_cell (Diese Photorezeptoren des Nutzers evozieren dann sozusagen den RGB-Monitor)

      3.) Es gibt sog. Nachtblindheit, vgl. :

      -> https://de.wikipedia.org/wiki/Nachtblindheit

      Stäbchen und so, der Schreiber dieser Zeilen will an dieser Stelle nicht weiter webverweisen, weil mehr als zwei Webverweise manchmal und nicht selten einen Versand der eingegangenen (Kommentatoren-)Nachricht in den Moderations-Ordner anleiten, manchmal auch in den “Orcus” sozusagen.

      Dr. Webbaer gilt als (partiell und als eher leichter Fall) nachtblind.


      Dann gibt es noch Personen, die i.p. sog. Prosopagnosie (danke für diesen WebLog-Artikel!) Probleme damit haben Muster i.p. Gesichtserkennung zusammenzuführen und so also Probleme damit haben Personen optisch wieder zu erkennen.

      Denkbarerweise überlagern sich hier “(Augen-)Zäpfchen”-Problematik und sozusagen vom Gehirn vorzunehmende Rechenarbeit, i.p. sog. Prosopagnosie. [1]

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Webbaer

      [1]
      Personen wieder zu erkennen ist keine leichte Aufgabe, sie benötigt einiges an sozusagen Rechenarbeit, insofern ist in einigen Staaten auch (für die AI und ihr folgendes Beobachtungsgerät) die Gesichtserkennung an zuvor erfassten sog. biometrischen Merkmalen orientiert, die in der BRD gleich in Personalausweis und Reisepass einfließen, so bei der Beantragung erfasst werden.
      (An sich benötigt IT mit AI so nicht, aber die Gesichtserkennung ist sozusagen so frickin schwierig, dass der IT mit AI durch die Erfassung sog. biometrischer Merkmale so ein wenig geholfen wird.)

  7. Herr Rütten,
    konzentrieren Sie sich darauf, wie jemand läuft. Sprechen Sie die Leute an, jeder reagiert anders und zusätzlich, Menschen ändern ihre Sprechweise noch weniger als ihr Aussehen.
    Als Farbenblinder haben Sie einen großen Vorteil. Farbenblinde erkennen auch eine Farbe auf einem SW Foto SW = Schwarzweiß
    Farbenblinde detektieren Farben nach ihrer Helligkeit. Es ist leicht, gelb von blau zu unterscheiden, aber fast unmöglich grau von hellgrün.

    • ja, aber manchmal auch zu weniger witzigen… wenn jemand vor der Tür steht und man fragen muss, wer sind SIE denn???… Aber häufig ist es wirklich, über 2 % der Bevölkerung betroffen – hat schon jeder 50zigste…

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