Der Weg ins All ist offen – aber werden wir ihn gehen?

Mit dem erfolgreichen Start der Schwerlastrakete Falcon Heavy steht der Weltraum den Menschen endlich offen. War bemannter Raumflug bisher ein irrsinnig teures Prestigeprojekt, wird er jetzt erschwinglich. Aber was könnte die Menschen überhaupt in den Weltraum und auf fremde Himmelskörper treiben? Ich sehe immer noch die Gefahr, dass wir nie über einige kleine Forschungsstationen auf dem Mond hinauskommen – wenn überhaupt.

Ein Trip in den Weltraum mit der Falcon Heavy kostet nur etwa 1500 US$ pro Kilogramm Fracht, ein echter Fortschritt gegenüber dem Space Shuttle (20000 US$ pro Kilogramm). Und wenn es nach Elon Musk geht, dann möchte er mit seiner Big Falcon Rocket ab 2022 mehr als 150 Tonnen Ladung für 6 Millionen US$ in den Himmel wuchten (ca. 40 US$ pro Kilogramm). Dann könnten riesige Raumstationen entstehen, auf Mond und Mars würde vielleicht Kolonien wachsen und Kurierdienste würden für 99€ ein Geschenkpaket zum Mond befördern.

Der erste Start der Falcon Heavy. Quelle: SpaceX, Lizenz: CC0 (public domain)

Ohne die Entschlossenheit eines Elon Musk hätte es diese Entwicklung vielleicht nie gegeben. Die Raketenhersteller lebten in einer Symbiose mit den Regierungen, die ihnen für ihre nie wirklich aktualisierte Technik jeden Preis bezahlten. Und die Betreiber von Fernmeldesatelliten holten sich die hohen Startkosten von ihren Kunden wieder.

Die bemannte Raumfahrt hatte ihr Ziel verloren. Auf die Dauer war es zu teuer und zu wenig spektakulär, Astronauten, Kosmonauten oder Taikonauten auf endlosen Runden um die Erde zu schicken. Die USA hat seit dem Ende des Shuttle-Programms keine Möglichkeit mehr, Astronauten ins All zu schießen, und Russland leistet nur noch – für teures Geld – den Taxiservice zur ISS. Eigene russische Projekte gibt es seit Jahren nicht mehr. China möchte (vielleicht) Taikonauten zum Mond schicken, aber auch dieses Vorhaben macht im Moment keinen besonders konkreten Eindruck.

Der Traum der Milliardäre

Mit den neuen Unternehmungen der Milliardäre Musk und Bezos (dem Gründer von Amazon) wird Raumfahrt erstmals bezahlbar. Wenn beispielsweise ein Chemiekonzern überlegen sollte, im Hochvakuum und unter Schwerelosigkeit besondere Legierungen herzustellen, könnte er seine Anlagen und das Bedienungspersonal mit vertretbaren Kosten in die Umlaufbahn schießen. Es würde vielleicht in den aufblasbaren Raumstationen wohnen, die der Hotel-Tycoon Robert T. Bigelow schon bald in Serie bauen will.

Trotzdem frage ich mich, ob es jemals so weit kommen wird. Die Bedingungen im Weltraum, auf dem Mars, auf dem Mond oder im Asteroidengürtel sind lebensfeindlich. Die schlimmsten Trockengebiete und Eiswüsten der Erde wirken im Vergleich dazu regelrecht einladend.

Das neue Paradies der Wissenschaftler

Viele Wissenschaftler träumen davon, auf neuen Welten zu forschen, und mit Ergebnissen nach Hause zu kommen, die sie auf andere Weise niemals erzielen könnten. Dafür würden sie gerne ein Jahr auf dem Mond verbringen. Auch in der Antarktis betreiben verschiedene Staaten Forschungsstationen, die im antarktischen Winter von der Außenwelt komplett abgeschnitten sind. Deutschlands Außenposten an der Küste des südpolaren Kontinents heißt Neumayer III. Bis zu fünfzig Menschen können dort im Sommer arbeiten. Im Winter schrumpft die Besatzung auf neun Unentwegte.

Mit den neuen wiederverwendbaren Großraketen wären ähnlich Stationen auch auf dem Mond möglich. Jeder einigermaßen reiche Staat könnte sie errichten, bemannen und versorgen. Aber warum sollte dort jemand siedeln? Die Antarktis hat auch keine echten Einwohner. Niemand zieht dorthin, um zu bleiben. Keine Kinder werden dort geboren. Selbst auf Grönland, der größte Insel der Welt, wohnen keine 60000 Menschen, obwohl die eisfreie Fläche größer ist als Deutschland. Vielleicht wird sich das bald ändern, denn unter dem tauenden Eis werden wertvolle Bodenschätze vermutet.

Das wäre immerhin auch ein Grund, auf dem Mond, dem Mars oder auf Asteroiden zu siedeln. Bislang hat man aber nichts gefunden, was so wertvoll sein könnte, dass sich der Abbau, die Aufbereitung und der lange Weg zu Erde lohnen würde.

Bisher ist es auch noch niemandem gelungen, ein großes, abgeschlossenes, stabiles Ökosystem zu erschaffen. Ein erster Versuch (Biosphere 2, 1991-1993) in Arizona scheiterte so eindrucksvoll, dass ihn bislang niemand wiederholen wollte. Irgendwann wird das Problem sicherlich besser gelöst werden, aber es droht trotzdem ständig ein Umkippen des Systems mit katastrophalen Folgen für die Bewohner.

Mars und Mond: Rückfahrt ausgeschlossen

Wenn auf dem Mond oder im Weltraum tatsächlich Kinder geboren werden und aufwachsen, hätten sie keine Chance, auf der Erde zu leben. Ihr Kreislauf, ihre inneren Organe und ihre schwachen Muskeln wären dem zermalmenden Druck der irdischen Schwerkraft nicht gewachsen. Sogar für Menschen, die zwar auf der Erde geboren wurden, aber Monate oder Jahre in niedriger Schwerkraft verbracht haben, ist die Rückkehr eine extreme Belastung.

Zyniker mögen einwenden, dass eine einmal gestartete Kolonisation des Mondes und des Mars schon aus diesem Grund nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Haben sich Menschen einmal dort eingerichtet, können sie nicht mehr zurück. Sie werden alles unternehmen, um ihre Kolonien zu erhalten und zu erweitern. Sollten sie scheitern, gibt es keinen Plan B. Aber selbst das bedeutet nicht unbedingt, dass sie Erfolg haben müssen, wenn die Außenwelt so lebensfeindlich ist wie auf dem roten Planeten oder dem toten und trockenen Erdmond.

Vielleicht könnte man im Weltraum, wie schon angedeutet, Hightech-Produkte fertigen, die ein Hochvakuum benötigen. Aber dafür brauchte man keine dauernde Besatzung. Es reicht vermutlich, wenn ab und zu ein Wartungsteam vorbeischaut. Den täglichen Betrieb sichert eine künstliche Intelligenz, die sich in der Erdumlaufbahn wohlfühlt. Sie leidet nicht unter Übelkeit, kennt keinen Muskelschwund, und muss nicht mit dem lästigen Blutandrang im Kopf zurechtkommen.

Damit mich niemand missversteht: Ich würde gerne ein Jahr auf dem Mars forschen. Oder unter den Wolken des Saturnmonds Titan komplexe Kohlenstoffverbindungen in den Methanseen analysieren. Oder in den tiefen Salzmeeren des eisbedeckten Jupitermonds Europa nach Leben suchen. Aber ich weiß wirklich nicht, ob ich dort leben möchte. Und ich frage mich, was Menschen dazu bewegen könnte, dort dauerhaft siedeln zu wollen.

Als Millionen Europäer im 19. Jahrhundert nach Amerika auswanderten, waren sie zurecht davon überzeugt, dass sie sich notfalls mit bloßen Händen eine neue Existenz aufbauen konnten. Aber außerhalb der Erde ist der Aufwand für das bloße Überleben schon ungeheuer groß, vielleicht sogar zu groß.

Die entscheidende Frage: Warum das alles?

Ich bin mir nicht sicher, ob Menschen wirklich in großer Zahl die Erde verlassen werden. Deshalb möchte ich die Frage weiterreichen. Was könnte die Menschen dazu bewegen, trotz aller Kosten, Risiken und Unsicherheiten auf lebensfeindlichen Himmelskörpern zu siedeln?

Nur wenn wir auf diese Frage eine Antwort finden, die anders lautet als „nichts“, werden wir die Erde dauerhaft verlassen.

 

Martina Grüter ist Medizinerin und befasst sich seit 2001 der angeborenen Prosopagnosie, einem erblichen Defizit in der Gesichtserkennung und Verarbeitung. Das Thema hat ihr gezeigt, wie vielschichtig die Verarbeitung von Informationen im Gehirn sind und wie wenige Erkenntnisse wirklich gesichert sind. Worte und Sprachen haben sie von jeher fasziniert.

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  1. Aber was könnte die Menschen überhaupt in den Weltraum und auf fremde Himmelskörper treiben? Ich sehe immer noch die Gefahr, dass wir nie über einige kleine Forschungsstationen auf dem Mond hinauskommen – wenn überhaupt.

    Es geht um den terrestrischen Orbit, würde dieser von Menschen besiedelt werden, gerne auch Maschinen vorschickend, und sich dann irgendwelche wirtschaftlich nützliche Anwendung ergeben, die über den Tourismus für Superreiche hinausgeht, ergäbe sich der Rest sozusagen von selbst, weil es dann billiger wird, selbsterhaltende und wirtschaftlich günstige Zivilisation im Orbit vorausgesetzt.

    Menschen könnten die Erde verlassen wollen A) weil es zu gefährlich wird B) Diversität im kompetitiven Sinne gut ist und C) “weil der Berg da ist” (die übliche Selbstrechtfertigung von Bergsteigern, zugebenermaßen ein wenig transzendental).

    Aktionen ohne Rückflugmöglichkeit sind etwas für die anderen, sie spielen bei unseren kleinen Überlegungen keine Rolle, da hilft auch kein “Crowdfunding”, es wird stattdessen, wie es dem hier gemeinten Primaten auch eigentümlich erscheint, organisch gewachsen.

    So richtig cool, mal von den Weltraumtemperaturen abgesehen, scheint es nicht zu sein im Weltraum, der im Orbit beginnt, zu siedeln (das Fachwort), korrekt.
    Andererseits könnte es dort schon recht schnuckelig sein, wenn Gerät dort habitabel vorgebaut hat.
    Schau’n mer mal.

    MFG + schöne Woche noch, Grüße auch an den werten Herrn Gemahl,
    Dr. Webbaer

  2. Zitat: Was könnte die Menschen dazu bewegen, trotz aller Kosten, Risiken und Unsicherheiten auf lebensfeindlichen Himmelskörpern zu siedeln? Antwort: Die Chance eine neue Welt aufzubauen, neu anzufangen und alles zu riskieren für einen Traum ist für recht viele Menschen attraktiv. Diese Neugier auf etwas ganz anderes, neues steckt in recht vielen Menschen (mindestens 10% würde ich sagen) und sie ist wohl auch mit ein Grund, dass die Menschheit sich so schnell über den ganzen Planeten verbreitet hat. Mit anderen Worten: Diese Neugier und Reise-/Verreiselust steckt schon in einigen unserer Gene.
    Der Weltraum ist aber vor allem ein Raum für Roboter und autonome Systeme wie oben im Beitrag schon angedeutet. Diese können sich von dem “ernähren” was es gerade auf einem Himmelskörper gibt und dort anfällt. Und wenn die autonomen, zunehmend über Bewusstsein verfügenden Systeme auch nur ein bisschen menschenfreundlich sind, könnten sie auch Besuche von Menschen, von Abenteuern und Forschern ungemein erleichtern, denn sie könnten aus eigenem Antrieb oder aufgrund (von ihren menschlichen Konstrukteuren) eingebauter Motivation Habitate für den Menschen bauen, die schon alles mit sich bringen, was ein Mensch sich nur wünschen kann. Vielleicht gäbe es sogar einen Wettbewerb zwischen autonomen Systemen, welches das attraktivste Habitat für Menschen baut.
    Letztlich wird es aber für die Menschheit sogar überlebenswichtig sein, sich weiter im Sonnensystem zu verbreiten, denn mit einiger Sicherheit wird es hier und da Katastrophen geben, die eine ganze Zivilisation beenden. Beispielsweise auf dem Mars oder dem Titanmond, wo die Siedler nach einer erfolgreichen Phase schliesslich kapitulieren genauso wie Grönland eine Weile lang recht viele Siedler hatten bis dann schlechtere Zeiten einkehrten. Und ich behaupte: Das gilt nicht nur für den Mars oder den Titan, sondern irgendwann auch für die Erde. Irgendwann wird die ganze Erdzivilisation zusammenbrechen – mit grösster Wahrscheinlichkeit aufgrund einer Aktion einer Gruppe von Menschen. Wenn es dann noch Zivilisationen auf anderen Himmelskörpern gibt, dann können diese beim Wiederaufbau der Erdzivilsation helfen. Was die Anpassung an die schwächere Anziehungskraft auf dem Mond oder Mars angeht, kann man sich auch vorstellen, dass die Siedler dort sich gar nicht anpassen wollen, sondern dass sie beispielsweise in rotierenden Häusern wohnen, die durch ihre Rotation gerade die Illusion der Erdgravitation erzeugen. Entscheiden scheint mir dabei folgende Überlegung: Mit heutiger Technologie ist eine Weltraumbesiedelung ohnehin nicht realisierbar oder sie wäre irrsinnig teuer. Doch es ist absehbar, dass schon bald vollautonome Systeme existieren werden, Systeme, die sogar die Planung von Anlagen auf einem Asteroiden oder Planeten selbst in Angriff nehmen können. In wohl weniger als 50 Jahre sind solch vollautonome Systeme denkbar. Und sobald es sie gibt, werden heute übliche Kosten-/Nutzenrechnungen völlig auf den Kopf gestellt. Weil dann alles gratis ist und das einzige Problem vielleicht das bleibt, dass die autonomen Systeme sich gegenseitig konkurrenzieren und sich eventuell um Rohstoffe streiten.

    • Eingraben, sich eingraben, vgl. mit den großartigen Matrix-Filmen, es könnte variant zudem versucht werden sich in neuen und selbst erschaffenen Welten sozusagen einzugraben, wäre denkbar und somit möglich, aber regressiv, letztlich nicht den biologisch feststellbaren Bestandserhalt sichernd, dies nur der Vollständigkeit halber angemerkt.

      Protestanten sozusagen, also streng genommen “Protestanten”, die doppelten Anführungszeichen sollen hier die Einziehung einer neuen Abstraktionsebene meinen, nichts gegen Protestanten an sich, tendieren ja dazu, in Selbstentkernung und bei stetigem Mea Culpa, sich einzugraben [1], vermutlich wird’s also in die eine oder andere Richtung gehen.
      Derartige Mode wird absehbarerweise nicht vergehen.

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Sich auch intellektuell und misanthropisch einzugraben, Dr. W nennt stellvertreterhaft für die Generation der “Entschuldige, dass ich da bin, die Erde wäre ohne uns Menschen besser dran!” bundesdeutsche Leutz der Güteklasse : Heinrich Bedford-Strohm, Carolin Emcke & Rainer Maria Woelki (die Scham über das Selbst-Sein scheint sich auch in die früh verhärmten Gesichter getrieben zu haben).

  3. Die Lust auf Abenteuer, die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren und schlichtweg weil es da ist. Und sobald mal jemand dort ist, wird es dem nächsten schon Heimat sein. Orbital, Mond, Mars – egal.
    Was hat die ersten Inuits in der Arktis gehalten? Was hat die ersten Polynesier aufs Meer getrieben, die nur hoffen konnten das irgendwo weit hinter dem Horizont noch eine Insel ist?
    Die Frage ist nicht ob oder warum, sondern nur ob das “Ticket” bezahlbar ist.

  4. Der Titel dieses Beitrags: Der Weg ins All ist offen – aber werden wir ihn gehen? kommt mit einer der grössten heutigen Illusionen daher, indem er das Wort “Wir” an so prominenter Stelle verwendet. Das “Wir” ist eine Illusion, weil es die Menschheit als Person nicht gibt. Diese Art der Abstraktion ist sowieso nur Menschen zugänglich, denn denkt ein Wolf etwa nachdem er die Kehle eines Schafes durchbissen hat: “so sind wir Wölfe, das machen wir so”? Wenn schon, kennt der Wolf sein Rudel und seine engere und weitere Familie. Und auch bei den Menschen war das bis vor kurzem das Normale. Noch vor 50 Jahren dachte ein Schwede an Schweden oder an sein Dorf, wenn er das Wort “wir” verwendete. Heute aber denken nicht wenige Schweden an die ganze Menschheit, wenn sie von “wir” sprechen – und auch New Yorker oder Deutsche tun das. Wohl weil wir heute – im Zeitalter des WWW und der jährlichen Flugreise zu irgendeinem Punkt auf der Erde – auf dem ganzen Globus zuhause sind oder es uns mindestens einbilden.
    Doch sogar heute gilt: Nicht die Menschheit hat den Mond besucht oder die ISS am Firmament installiert, sondern das erste haben die US-Amerikaner getan und das zweite war das Resultat einer Zusammenarbeit unter ein paar fortgeschrittenen Industrienationen. Auch heute noch ist das “Wir” zum grossen Teil eine Illusion. Und ich wage sogar zu behaupten. Schon in naher Zukunft könnte uns das allen bewusst werden, könnte es uns bewusst werden, dass das “Wir” je nach dem ein Wunschtraum oder ein Albtraum sein kann.

    Jedenfalls wird der Weltraum nicht von “uns” erobert, sondern von denen, die dazu in der Lage sind und die das wollen.

    • ‘Wir’-Sätze sind wie ‘Man’-Sätze gefährlich, sie tendieren zur Suggestion, sprechen oft über den Sprecher, was hier aber erkennbar nicht der Fall ist, wenn die Peoplekind sozusagen gemeint ist.

      Die hier in diesem Kommentariat vom dankenswerterweise bereit gestellten WebLog-Artikel angestoßenen kleinen Überlegungen werden in praxi absehbarerweise eher unilaterales staatliches Vorgehen meinen, als multilaterales, korrekt.

      Der heutzutage wieder stark vorkommende Kollektivismus, in neu- oder kulturmarxistischer Form, leitet halt zur Wir-Bildung an, bereits der Gedanke, dass sozusagen nur die besten Zivilisationen derart versuchen werden, könnte einige ganz verrückt machen.

      Wobei derartige Aussage – ‘Schon in naher Zukunft könnte uns das allen bewusst werden, könnte es uns bewusst werden, dass das “Wir” je nach dem ein Wunschtraum oder ein Albtraum sein kann.’ – das Wir und das Uns meinend, wegen ihrer Rekursion schon ein wenig geckenhaft war.

      MFG + gute Nacht!
      Dr. Webbaer

  5. Zustimmung zu den vorigen Kommantaren, es gibt sowas wie eine innere Neugier im Menschen, genauso wie in praktisch allen anderen Spezies, die ja auch prophylaktisch nach Verbreitung streben, unabhängig von aktuellen Katastrophen im derzeitigen Lebensbereich.
    Vielleicht so eine Art Lernprozeß des Lebens an sich, wegen der immer wiederkehrenden, oft beinahen Totalcrashs des Lebens oder einzelner Spezies.
    Wäre logisch, das auf den Weltraum auszudehnen, zumal bekanntlich die Zeit kommt, wo es nicht mehr anders gehen wird.
    Daß Menschen, die auf anderen Planeten geboren werden, nicht mehr auf der Erde lebensfähig wären, scheint mir unproblematisch, fast alle würden ohnehin auf ihrem Geburtsplaneten bleiben und nicht hin-und her jetten.

    Denkbar, daß sich aus solchen Kolonisationen schon mittelfristig Menschenarten herausbilden würden , die nicht mehr als sapiens bezeichnet werden könnten, unklar, inwieweit dann der Kontakt überhaupt bestehen bliebe.
    Langfristig könnten sich sogar völlig eigene Wege der Evolution und ganz andere Arten herausbilden, plötzlich hätten wir es mit selbst produzierten Aliens zu tun.
    Vielleicht gar der eigentliche Zweck der Übung, nicht die Verbreitung des menschlichen, sondern des Lebens an sich im All.

  6. Zitat: Der Weg ins All ist offen – aber werden wir ihn gehen? Doch wer hat diesen Weg geöffnet? Es ist nicht die Menschheit, nicht einmal die NASA, die noch am ehesten für das ganze US-Volk steht, sondern es ist eine private Firma, die diesen Weg geöffnet hat. Und ihr Gründer will eine Kolonie auf dem Mars gründen. Seine Initiative bestimmt oder beeinflusst also wesentlich, was passiert – und nicht etwa der Willen der “Menschheit” (was immer das ist). Das war schon früher, ja schon immer so: Wer neues Land entdeckt, der bestimmt auch, was damit passiert und er bestimmt sogar, was dort für Gesetze gelten. Ich kann mir schon lebhaft vorstellen wie ein Siedler auf dem Mars sagt: “Das verstösst doch gegen die interplanetare Konvention!” und wie er als Antwort erhält: “Die interplanetare Konvention? Was geht uns die an? Hier gilt das Gesetz des Mars, nicht die interplanetare Konvention!”.

  7. Zitat: War bemannter Raumflug bisher ein irrsinnig teures Prestigeprojekt, wird er jetzt erschwinglich.
    Frage: Aber was könnte die Menschen überhaupt in den Weltraum und auf fremde Himmelskörper treiben?

    Antwort: Selbst Raketen wie die Falcon Heavy machen den Flug zu den Planeten, Asteroiden und Monden in unserem Sonnensytem noch lange nicht zu komfortablen leisure trips, denn Reisezeiten von 8 und mehr Monaten zum Mars (auch mit einer Falcon Heavy oder einer Big Falcon Rocket (BFR)) sind selbst für trainierte Astronauten kräftezehrend und solche Reisen sind auch nicht unbedingt erschwinglich – mindestens nicht für den Normalbürger und nicht einmal für den Migrationswilligen, der nur ein Einfach-Billett braucht.
    Aber wer sagt denn, dass die Falcon Heavy zusammen mit der Big Falcon Rocket und der New Glenn das Ende der Fahnenstange sind? Wer sagt denn, dass es nicht noch sehr viel schneller und kostengünstiger geht?
    Niemand. Die Physik und die Erkenntnisse zum Raketenflug sagen uns nämlich folgendes: Raketen sind umso leistungsfähiger, je mehr Nutzlast sie mit einer gegebenen Gesamtmasse auf eine möglichst hohe Endgeschwindigkeit bringen können. Raketen, die mit Verbrennungsmotoren arbeiten schneiden da von vornherein schlecht ab, denn die Energiedichte von chemischen Treibstoffen ist niedrig. Nuklear betriebene Raketen könnten theoretisch besser abschneiden, doch die grosse Masse des Atomreaktors spricht gegen sie. Mit solarer Energie betriebene Ionentriebwerke wiederum benötigen riesige Solarpanelflächen und werden mit zunehmender Entfernung von der Sonne immer weniger effizient. Innerhalb unseres Sonnensystem gibt es aber in der Tat die perfekte Lösung, den perfekten Raketenantrieb: Es ist eine Rakete mit Ionen-/Plasmaantrieb, die ihre elektrische Energie über Solarpanel gewinnt, welche von einem erd-, mond- oder marsbasierten Laser angestrahlt werden. Die Extremform davon wird im NASA-NIAC-Projekt A Breakthrough Propulsion Architecture for Interstellar Precursor Missions vorgestellt mit einer Beispielreise zum Pluto innerhalb von nur 3 1/2 Jahren, wobei folgende Komponenten eingesetzt werden (übersetzt von DeepL):
    – Ein Laser-Array mit einem Durchmesser von 10 km und einer Leistung von 100 MW, das die Energie über das Sonnensystem strahlt.
    – Eine 70% effiziente Photovoltaikanlage, die auf die Laserfrequenz abgestimmt ist und eine Leistung von 12 kV erzeugt.
    – Ein 70-MW-Ionenantriebssystem auf Lithium- (nicht Xenon-) Basis mit einem spezifischen Impuls von 58.000 s.

    Und sehr richtig und fundamental für die Raumfahrt innerhalb unseres Sonnensystems ist folgende dort zu lesende Feststellung (übersetzt von DeepL):
    Der Schlüssel zur Entwicklung eines jeden Systems für den schnellen Raumtransport liegt in der Fähigkeit, viel Leistung mit wenig Trockenmasse zu verarbeiten, kombiniert mit der Fähigkeit, eine sehr hohe Gesamtgeschwindigkeitsänderung des Raumfahrzeuges (Delta-V) ohne viel Treibstoff zu erreichen. Aus diesen beiden Anforderungen ergibt sich der Bedarf an einer sehr geringen spezifischen Masse (kg/kW) und einem sehr hohen spezifischen Impuls. Eine spezifische Masse von 0,25 kg/kW wird in unserer Architektur ermöglicht, indem die Energiequelle und der größte Teil der Energieumwandlungshardware aus dem Raumfahrzeug entfernt und durch eine leichte, photovoltaische Anordnung ersetzt wird, die elektrische Energie mit der Spannung abgibt, die für den Antrieb eines Lithium-betriebenen, gitterförmigen Ionenstrahltriebwerks mit einem spezifischen Impuls von 58.000 s benötigt wird. Zum Vergleich: Der Stand der Technik für die spezifische Masse und den spezifischen Impuls, wie er durch die Dawn-Raumsonde repräsentiert wird, beträgt 300 kg/kW bzw. 3.000 s.

    Fazit: Wir sind heute – bildlich gesprochen – noch Lichtjahre von der optimalen Raketentechnologie entfernt. Diese optimale Raketentechnologie ist aber in wenigen Jahrzehnten realisierbar und sie wird das Sonnensystem – metaphorisch gesprochen – auf die Dimensionen eines Schulhofs zusammenschrumpfen.

    • Ergänzumg 2 (Zitat aus obigem Beitrag): Bisher ist es auch noch niemandem gelungen, ein großes, abgeschlossenes, stabiles Ökosystem zu erschaffen. Ein erster Versuch (Biosphere 2, 1991-1993) in Arizona scheiterte so eindrucksvoll, dass ihn bislang niemand wiederholen wollte. Ein komplettes Ökosystem in einer Box (Schuhschachtel) nachzubilden ist auch der falsche Ansatz. Wozu auch, wenn doch ein Aeroponics- oder Aquaponics- Gewächshaus genügt, um Nahrung heranwachsen zu lassen. Sogar der unfreiwillige Marsianer Mark Watney im Film Der Marsianer – Rettet Mark Watney pflanzt nur Kartoffeln an und käme nie auf die Idee gleich ein ganzes Biotop zu unterhalten.
      Eine zweite Erde wartet im Weltraum nicht auf uns – ausser ein Weltraum-Habitat mache sich auf die jahrtausendelange Reise zu einer in einem Teleskop gefundenen zweiten Erde. Das würde übrigens solch einem Unternehmen wie dem Bau eines Weltraumhabitats einen Sinn geben.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen in einigen Millionen Jahren die ganze Milchstrasse besiedeln. Wobei die meisten beim Versuch das zu tun scheitern. Doch schon eine Erfolgsrate von 10% könnte genügen das Vorhaben einer Milchstrassenbesiedelung gelingen zu lassen. Es werden sich eher kleine verwegene Gruppen auf den Weg machen als hochkomplexe Organisationen mit tausenden von Teilnehmern. Die Zukunft der menschlichen Gemeinschaft liegt eher in mit künstlicher Intelligenz augepeppten Kleingemeinschaften als in Riesenorganisationen. Das bedeutet aber auch, dass die Besiedelung der Milchstrasse letzlich von ein paar Freaks bewältigt werden kann, von vielleicht 7 Millionen Menschen insgesamt, also von weniger als 1 Promille der heutigen Weltbevölkerung. Dieses 1 Promille wird von sich selbst nicht als „die Menschheit“ sprechen und sie werden mit dem Wort „wir“ nur ihre kleine Gruppe meinen – und nicht die ganze Menschheit.

  8. Elon Musks Raketenstart kommt hier aber sehr positiv weg. In Deutschland hat man sich doch eigentlich darauf geeinigt, das einfach doof zu finden. Der setzt ein Auto als Test-Last in seine Rakete – einfach zu blöd. Sehr gewagt, in einem deutschen Wissenschaftsblog auf die positiven Seiten eines Etrepreneurs, Visionärs und Millardärs wie Elon Musk hinzuweisen. Wir Deutschen finden es doch besser, wenn ein Internet-Milliardär sein Geld sinloser mit Yachten, Häusern und weiteren Gelddruckereien ausgibt, dachte ich. Ist hier wohl mal eine Ausnahme.

  9. Mit dem heutigen Stand der Technik werden wir den oben erwähnten Weg nicht gehen können. Aber der Mensch hat ja VISIONEN bzw. jede Menge PIONIERGEIST. Er wird immer Mittel und Möglichkeiten entwickeln, um seine Ziele zu erreichen. Auch ist das menschliche Gehirn so geprägt, dass es immer auf Sinnsuche ist : Sinn des Lebens, Sinn des Universums.Um solche Ziele zu erreichen bzw. zu ergründen werden Glückshormone an den Synapsen ausgeschüttet.Wir sind also biochemisch auf Neuentdeckungen konditioniert…

  10. Auch mit der Falcon Heavy wird die bemannte Raumfahrt bedeutungsmässig hinter der unbemannnten deutlich zurückbleiben, denn Raumfahrt kann sich nicht nur in der Forschung und im Abenteuer, sondern auch kommerziell auszahlen – vor allem wenn Kommunikations- und Erbbeobachtungssatelliten (Rohstoffe, z.B. Lithiumvokommen, werden heute vom All aus erkundet) in den Orbit geschossen werden. In Zukunft köntnen auch private Raumstationen und Satelliten, die Mikrowellen als Quelle für die Stromerzeugung auf die Erde herunterstrahlen zu den Frachtgütern einer Falcon Heavy gehören.

    Falcon Heavy für die Platzierung von Telekommunikationssatelliten
    Tatsächlich stehen wir gerade jetzt – im Jahr 2018 – vor der grössten Satellitenexpansion im niederen Orbit, die es je gegeben hat. Elon Musk’s WLAN (Breitbandinternet auf der Basis von Satelliten und Miniaturbasisstation) aus dem All namens “Starlink” soll bis Mitte der 2020er Jahre aus 4’425 Satelliten in etwa 1000 km Flughöhe bestehen (diesen Samstag, den 17.2.2018 wird der erste Starlink-Testsatellit per Falcon 9 hochgehievt). Dazu kommt die One Web Satelltitenkonstellation eines Konsortiums, die ab 2019 882 Kommunikationssatelliten im niederen Orbit platziert und die LeoSat Konstellation mit 100 Satelliten. Heute aber gibt es insgesamt nur 1’459 aktive Satelliten in Erdorbits. Der Erdorbit wird also bald von Satelliten überschwemmt und einige davon werden wohl mit der Falcon Heavy im Multipack in den Orbit geschickt werden.

    Falcon Heavy für die Platzierung von aufblasbaren privaten Raumstationen im Orbit
    Die aufblasbare Raumstation Bigelow Aerospace BA 2100 wiegt 70 Tonnen und könnte mit der Falcon Heavy oder Super Heavy als Forschungsstation
    oder Raumhotel in den Orbit transportiert werden.

    Falcon Heavy für den Transport von Solarenergie-Satelliten, die Energie zu Erdstationen strahlen
    John C. Mankins im geostationären Orbit kreisenden Solarsatellit namens SPS-ALPHA-Mark-II, welcher die gewonnne Energie als Mikrowellen zu Erdstationen herunterstrahlt, könnte mit den niedrigen Transportkosten, die eine wiederverwendbare Falcon Heavy oder Big Falcon Rocket (BFR) ermöglichen, Strom zu Preisen bis hinunter von 2 Cent pro Kilowattstunden

  11. Zitat: Die entscheidende Frage: Warum das alles? Der Sinn des Lebens in einer neuen Welt ist das Leben selbst, das man dort führen kann. Es gibt Grönländer und Isländer, weil 1) sie sich dort ernähren und behaupten konnten 2) weil es anderen schwerer fiel sich dort zu behaupten.
    Das gleiche gilt für eine Mars- oder Weltraumkolonie, wobei als völlig neues Element die hochentwickelte Technik dazukommt, die ein Leben in einem die Erde umkreisenden Habitat oder auf dem Mars überhaupt erst ermöglicht. Nur wenn diese Technik sich selbst erhalten kann und sich aus sich heraus weiter entwickeln kann, haben solche erdfernen Habitate eine Chance und nur dann kann sich auch so etwas wie eine Bindung, eine Identität der Habitatbewohner zur ihrer neuen Heimat herausbilden. Heute wäre das noch nicht möglich obwohl wir heute nicht mehr so weit von einer sich selbst erhaltenden Struktur auf dem Mars oder im Weltraum entfernt sind. Als Energiequelle im Orbit bietet sich die Solarenergie an und als Bau- und Strukturmaterialien müssten Asteroiden herhalten. Auf dem Mars wiederum gibt es gemäss How to Build a House on Mars Using Only Materials on Mars recht gute Baumaterialien wie beispielsweise Schwefelbeton. Auch die benötigte Nahrung müsste im Habitat selbst herangezogen werden. Das scheint aber heute kein Problem mehr zu sein und es wäre naheliegend beispielsweise ein aquaponisches Treibhaus zu betreiben wie sie jetzt zunehmend im Rahmen des Urban Farming zum Einsatz kommen. Die Neumayer III Antarktisstation erhält übrigens gerade jetzt ein Aeroponics-Treibhaus. Man liest dazu (übersetzt von DeepL): Bei dieser Technik werden Pflanzen in steriler Umgebung ohne Erde kultiviert, ihre Wurzeln computergesteuert mit einem Wasser-Nährstoff-Gemisch besprüht und die Blätter durch spezielle LEDs optimal ausgeleuchtet. “Außerdem passen wir die Luft im Gewächshaus optimal an die Bedürfnisse der Pflanzen an, erhöhen so den CO2-Gehalt und entfernen mit speziellen Filtern Pilzspuren und Keime aus der Luft. Hinzu kommt die Luftentkeimung mittels UV-Strahlung, so dass ein rein biologischer Anbau ohne Insektizide und Pestizide möglich ist”, erklärt Projektleiter Schubert. “Wie eine Raumstation verfügt das Gewächshaus über einen vollständig geschlossenen Luftkreislauf, einschließlich einer Luftschleuse, die es Paul Zabel ermöglicht, das Gewächshaus Tag für Tag zu betreten. Durch den geschlossenen Kreislauf kann das gesamte Wasser, das die Pflanzen an die Luft abgeben, gesammelt und wieder zugeführt werden.

    • Ergänzung: Leben und Wohnen im Orbit oder auf dem Mars setzt echt intelligente Systeme, ja echt intelligente Roboter voraus, denn Arbeiten im Weltraum oder auf dem Mars ist für den Menschen nur in beschränktem Masse möglich oder technisch zu aufwendig, muss er sich doch vor Strahlung und luftleerem Raum, aber auch vor Extremtemperaturen schützen. Doch intelligente Maschinen sollten mit diesen Umweltbedingungen keine allzu grossen Probleme haben. Die Menschen würden die Arbeit dieser intelligenten Maschinen überwachen und lenken und genau das wäre die Hauptbeschäftigung von Marsianern oder Bewohnern eines Weltraumhabitats.

      • Autonom handelnde Gerätschaft wäre gefordert, wenn es Orbit und weitergehend den allgemeinen Weltraum zu erobern gilt.
        Die ‘Intelligenz’ und die ‘Echtheit’ derselben sind “heiße Eisen”, die die hier gemeinte kleine Erörterung nicht belasten müssen.
        Wie hier gemeinte Gerätschaft darf gerne unter Kontrolle der erkennenden Subjekte gehalten werden.
        Ansonsten wäre zu überlegen, wie im Orbit installierte Gerätschaft sukzessive und für den Menschen vorbereitend aufbauen könnte, Versorgungsraketen ja, schön und gut, aber es müsste im Weltraum ein Wertschöpfungskreislauf entstehen, der insbesondere auch materiell aufbaut.
        Denn in einer materie-armen Umgebung wird Materie besonders benötigt.
        Vermutlich gilt es Materie, auch sogenannten Weltraummüll, bestmöglich aufzuschnappen, was aber gefährlich ist.
        Die Idee mit dem Weltraumlift liegt auf der Hand, könnte aber an den erforderlichen Materialeigenschaften für seine Erstellung scheitern und die ständige Belieferung per Versorgungsraketen bliebe höchst unwirtschaftlich.

        • Jedes beliebige Objekt in der Erdumlaufbahn durchquert
          zwei mal pro Umlauf die Äquator-Ebene der Erde.
          Ein Weltraumlift überstreicht ständig die Äquator-Ebene der Erde.
          Ein Weltraumlift steht ständig unter einer hohen Zugspannung, und verträgt
          Treffer von Weltraummüll mit einigen Kilometern pro Sekunde nicht gut.
          Es befinden sich über 600.000 Objekte mit einem Durchmesser
          größer als 1 cm in Umlaufbahnen um die Erde.

  12. Antwort: Die bewusstsseinsbetäubte Gewohnheit des konfusioniert-spalterischen “Zusammenlebens” im geistigen Stillstand seit …! 😎

  13. Elon Musk schafft mit der Falcon Heavy und der Big Falcon Rocket eine neue Weltraumära, eine Ära, in der private Weltraumstationen, die Erde mit 24 Stunden Strom versorgenden geostationäre Solarsatelltiten, Flotten von Kommunikationssatelliten und bemannten Mond- und Marsstationen möglich werden. Doch die damit ermöglichte Expansion in den erdnahen Weltraum und die weitere Erdumgebung ist immer noch nichts wenn man sie nur schon mit dem momentanen Flugverkehr vergleicht wie er sich etwa im Flightradar24 offenbart. Weltweit sind gerade jetzt mehrere tausend Flugzeuge in der Luft mit zusammen etwa einer Million Passagieren, die sich gerade jetzt in einem Flugzeug in der Luft befinden. Davon sind wir beim Weltraumverkehr noch viele Jahrzehnte entfernt.
    Tatsächlich sind wir auch in dieser neuen Weltraumära als Astronauten oder Wetlraumtouristen meilenweit vom Komfort entfernt, den uns Fluggesellschaften heute Tag für Tag bieten und es gibt weder heute noch in 10 Jahren schon Weltraumhotels auf dem Mond oder Mars. Die Autorin dieses Beitrags, Martina Grüter, hat absolut recht, dass diese von Elon Musk und seiner SpaceX geschaffene Weltraumära die Aussichten auf nur schon permanent besetzte Mond- und Marsstationen, geschweige denn Mond- und Marskolonien, nicht massiv vergrössert haben, vor allem nicht, wenn man die widrigen Bedinungen auf Körpern wie Mond und Mars in Betracht zieht und sie den heutigen technischen Möglichkeiten für den Aufbau einer Besiedelung gegenüberstellt. Doch das muss nicht so bleiben. Die Technik entwickelt sich ständig weiter und was heute unmöglich erscheint kann morgen Routine werden.
    Sicher aber hängt die Besiedelung von Mond und Mars auch von uns Menschen ab, davon ob es genug Aussiedler gibt. Schon die 60’000 heutiger Grönländer, die Martian Grüter als kleine Zahl von Menschen darstellt und die angesichts der Tatsache, dass Grönland die zweitgrösste Insel der Erde ist, auch wirklich überschaubar ist, ist nur in Relation zu einem Vergleich wirklich klein. Diese 60’000 Grönländer von heute entsprechen etwa der Bevölkerung ganz Berlins im Jahre 1709 oder einem Hundertstel der Bevölkerung ganz Deutschlands im Jahr 1500. 60’000 Menschen auf dem Mond oder Mars wären tatsächlich sehr viele Menschen. Doch andererseits kann der Mars durchaus attraktiver für potenzielle Aussiedler sein als es Grönland heute ist. Weil der Mars eine ganz andere Welt ist, weil die Besiedelung des Marses für heutige Menschen sich gleich anfühlen muss wie die Besiedelung Grönlands zur Zeit als es dort noch keine Menschen gab. Nur dass heute und erst recht in 50 Jahren ganz andere Technologien zur Verfügung stehen als sie den ersten Grönlandsiedlern zur Verfügung standen. Und natürlich kommt es auch auf die Vision an, die Koloniengründer etwa für den Mars haben. Elon Musk denkt bereits an ein Terraforming des Mars und an unterirdische Städte dort. Auf der Wikipedia-Site The Boring Company liest man dazu (übersetzt von DeepL): Elon Musk deutete auch die Möglichkeit an, dass die unterirdische Infrastrukturtechnologie für sein Projekt zur Schaffung einer sich selbst tragenden menschlichen Kolonie auf dem Mars genutzt werden könnte: “Ich denke, dass es für den Mars wirklich hilfreich sein könnte, gut darin zu sein, Tunnel zu graben. Sicherlich wird es auf dem Mars eine Menge Wassereis-Bergbau geben, und Bergbau im Allgemeinen, um Rohstoffe zu gewinnen. Mit der richtigen Bohrtechnik kann man auf dem Mars eine gewaltige Menge unter Tage bauen. Ich denke also, dass es einige Überschneidungen in diesem Bereich der Technologieentwicklung gibt.”27] “Und dann, auf dem Weg dorthin, unterirdische Lebensräume zu bauen, wo man Strahlenschutz bekommen könnte… man könnte eine ganze Stadt unterirdisch bauen, wenn man wollte”.[28][29][30]
    Allerdings denke ich, dass Elon Musk hier – unabsichtlich – von einer Zukunft spricht, die er selbst nicht mehr erleben wird. Es braucht noch einmal einen gewaltigen Technologiesprung um unsere Weltraumaktivitäten auf das selbe Niveau zu heben wie unsere Flugaktivitäten.

  14. Fernbusse und Billigflieger haben die Transportpreise im Vergleich zur Zeit vor 20 Jahren nicht nur halbiert, sondern eher auf einen Drittel oder Fünftel reduziert. Dies, weil die Fahrzeuge heute besser ausgelastet sind und weil ihre Abnützung und ihr Treibstoffverbrauch deutlich reduziert wurden. Auch für die Raketentechnologie gilt diese Gesetzmässigkeit. Wirklich billig wird der Transport mit der Big Falcon Rocket erst dann, wenn viele Exemplare von ihr ständig unterwegs sind und die Wiederverwendungsrate dementsprechend hoch ist. Deshalb hat Elon Musk wohl die Idee in die Welt gesetzt, mit der BFR könnte man beliebige Destinationen auf der Erde innerhalb von 2 Stunden erreichen. Sollte sich diese Transportart durchsetzen, bräuchte es hunderte von Big Falcon Rockets und diese müssten so sicher und zuverlässig sein wie heutige Verkehrsflugzeuge. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Ist es jedoch einmal soweit, wird die Raumfahrt in ein neues Zeitalter eintreten, in ein Zeitalter wo Raketen zu den grossen Schwestern von Flugzeugen werden.

  15. Alle sagten das geht nicht und dann kam EINER und machte es einfach! Wer in die Geschichte zurückblickt sieht, alle “großen” Dinge wurden von einzelnen Visionären oder wie immer man sie nennen will zumindest initiert wenn nicht sogar geschaffen. Wahrscheinlich bei Rad angefangen zumindest aber ab den Pyramiden verbrieft und Dinge wie Chinesische Mauer, Sues-/panamakanal, Dieselmotor etc. Ein Komitee, ne Diskussionsrunde hat noch nie Großes initiiert, da wird eben der Durchschnitt kultiviert nicht die Spitzenleistung. Natürlich geht mehr schief als es Erfolg bringt (z.B. Fluggeräte aller Art bis Lilienthal/Weißkopf es dann mal schaffte, von Braun mit der ersten Großrakte ) Aber Zusammenschlüsse als Ideeentreiber kämen schon statistisch gesehen garnicht dahin.
    Sogesehen ist die Frage nach “Wir” eh obsolet, es wird von einem Menschen ausgehen und der dann Mitläufer generieren. Siehe jetzt die Falcon, bisher teuere Technik, Spitzenleistung etc wo sie nicht nötig ist. Wurde nie hinterfragt da ja nicht nötig für die Erbauer (Staat zahlt) und die Bezahler (Regierung, kein Intresse an “unkontrolliertem” Raumverkehr) also win win für beide. Nun zahlt einer selber, bestimmt wos langgeht und macht es einfach, fragt sich dann nur wie lange es noch bis zum modernen “einbremsen” dauert. Da waren die alten Pioniere im Vorteil, die Bremsmöglichkeiten waren deutlich weniger ausgefeilt. Ja, Pioniere scheitern und gewinnen oder anders geschrieben: Verantwortung übernehmen fürs eigenen Handeln ist heute ja leider weitgehend der Vollkaskomentalität gewichen. Wer etwas machen möchte macht es und stellt sich erst garnicht die Frage nach dem Warum?
    Anderer Aspekt: Raumfahrt als Alternative zu manchen Kriegen (alle bekommen wir wohl eh nie weg) wäre selbst bei hohen Verlusten an Leben (von Freiwilligen nicht Opfern) menschlicher, billiger, gäbe Erkenntnisgewinn und vieles mehr. Kurzum Raumfahrt oder nicht ist nicht die Frage, einfach Toleranz und andere machenlassen mit ihrem Geld, Möglichkeiten, Wünschen das ist gefragt, der Rest ergibt sich dann. So wie früher schon ein Teil wandert aus der Rest bleibt in Afrika, “warum?” hat sich da bestimmt niemand gefragt, es “ging” einfach.

  16. In der lähmenden Hitze des Südens war die Arbeitsproduktivität klein, heute aber holen US-Staaten wie Florida oder Texas auf, weil jetzt alle Räume klimatisiert sind und auch die Saudis kommen dank Klimaanlagen inzwischen zu mehr als nur zum Teetrinken.
    Das gleiche gilt auch für die Umgebungen auf dem Mond, Mars oder in Habitaten, die um die Erde kreisen. Anstatt dort eine niedrige Schwerkraft oder gar Schwerelosigkeit zu erleiden gibt es die Alternative, künstlich für Schwerkraft zu sorgen – durch Rotation der Behausung, so wie das schon in Stanley Kubricks Odessey 2001 gezeigt wurde. Bis jetzt verzichteten die Raumfahrtorganisationen darauf, weil es schlicht zu aufwendig und zu teuer war. Doch solange alles im Weltraum so teuer ist, wird es dort überhaupt keine Siedlungen geben und wenn Unternehmungen im Weltraum wirklich billig werden, dann wird dort auch für künstliche Schwerkraft gesorgt werden. Dies zu den Sätzen aus dem obigen Beitrag (Zitat): Wenn auf dem Mond oder im Weltraum tatsächlich Kinder geboren werden und aufwachsen, hätten sie keine Chance, auf der Erde zu leben. Ihr Kreislauf, ihre inneren Organe und ihre schwachen Muskeln wären dem zermalmenden Druck der irdischen Schwerkraft nicht gewachsen.
    Diese Sätze gehen zudem davon aus, dass ein Leben ohne Schwerkraft an und für sich kein Problem sei, sondern sich erst bei der Rückkehr auf die Erde bemerkbar mache. Doch das ist nicht so. ISS-Astronauten leiden unter der fehlenden Schwerkraft. Sie müssen dies erleiden, weil es heute viel zu teuer wäre, künstlich für Schwerkraft zu sorgen. Doch das kann und wird sich irgendwann ändern. Genau wie sich die Klimatisierung irgendwann in den heissen Orten dieser Erde sich durchgesetzt hat.

    • @ Herr Holzherr :

      In der lähmenden Hitze des Südens war die Arbeitsproduktivität klein, heute aber holen US-Staaten wie Florida oder Texas auf, weil jetzt alle Räume klimatisiert sind und auch die Saudis kommen dank Klimaanlagen inzwischen zu mehr als nur zum Teetrinken.

      Pardon, mit Verlaub und Ihr Einverständnis vorausgesetzt, sind wir vielleicht ein wenig autistisch?
      Gerne diesbezügliche Angaben machen, insbesondere fürchtet Ihr Langzeit-Kommentatorenkollege Nachrichten von Ihnen, die mit einem Fazit enden.

      Hmm, das Näselnde des bundesdeutschen Harald Schmidt darf sich hier gedacht werden, die “Schwerelosigkeit” kann durch den sinnhaften Einsatz der Zentrifugalkraft kompensiert werden.
      Klar, bspw. hier – ‘Wenn auf dem Mond oder im Weltraum tatsächlich Kinder geboren werden und aufwachsen, hätten sie keine Chance, auf der Erde zu leben. Ihr Kreislauf, ihre inneren Organe und ihre schwachen Muskeln wären dem zermalmenden Druck der irdischen Schwerkraft nicht gewachsen.’ – hat es Minuspunkte zu setzen, abär das mit der ‘Arbeitsproduktivität’, tsk, tsk…

      MFG
      Dr. Webbaer

      • Charlatans, Cranks, and Cooling von Paul Krugman meint, dass nicht nur in den Südstaaten der USA, sondern vor allem auch in Südostasien Klimaanlagen einen entscheidende Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung gespielt haben, zumal in Südostasien oft heiss-feuchte Sommer ein Arbeiten ohne Klimatisisierung völlig verunmöglichen. Man liest dort (übersetzt von DeepL):

        Branko Milanovic bemerkt zu Lee Kwan Yew’s Erklärung des Erfolgs von Singapur und anderen asiatischen Volkswirtschaften dass sie teils auf die konfuzianische Kultur, teils auf Klimaanlagen zurückgehen. Wenn Sie jemals versucht haben, in Singapur herumzulaufen, wissen Sie, wovon er spricht.

        Der gleiche Faktor spielt eine wichtige Rolle bei der Erklärung des differenzierten regionalen Wachstums in den USA.

        Der Aufstieg des US-Sonnengürtels kann weitgehend als Reaktion auf die zunehmend weite Verbreitung von Klimaanlagen verstanden werden, die trotz feuchter, schwüler Sommer die im Winter warmen Orte attraktiv machte.

        • Krugman verweist auf so einiges, darum ist er ja gewählt worden, pardon, bestimmt worden, 2008.
          Vgl. mit diesem Gag : ‘verweist auf den Zusammenhang zwischen zunehmender Anzahl Klimaanlagen und dem wirtschaftlichen Aufstieg der Südstaaten der USA[.]’

          Texas ist ein Land, in dem von Rinderherden, teils auch von Sklaverei und von der Baumwolle gelebt worden ist, ein beträchtlicher Teil der Einwanderer war deutschen Ursprungs.

          Es ist dort halt warm, der Äquator aber noch weit entfernt.


          Was Sie womöglich meinen, Herr Holzherr, vergleiche mit Ihrem ‘In der lähmenden Hitze des Südens war die Arbeitsproduktivität […]’ weiter oben, ist die Theorie, dass in Gegenden, die, in Äquatornähe liegen, eine andere Kooperationsbereitschaft der Bevölkerung entsteht, entstehen muss, als in Gegenden, in denen der Jahreszeitenwechsel, insbesondere : der Winter, tödlich zuschlagen kann, wenn es mit der Kooperationsbereitschaft des Einzelnen hapert, wenn individuell antisoziales Verhalten vorliegt.

          Das Fachwort lautet hier Kultur, Sie können in bestimmten Regionen auf diesem Planeten noch so abkühlen, wenn es i.p. Kooperationsbereitschaft nicht stimmt, gibt es Salat oder Salāt.

          MFG
          Dr. Webbaer

  17. Eine Entwicklung des Marses ist auch über den Marstourismus denkbar. Die technischen Voraussetzungen dafür dürften allerdings erst gegen das Ende des 21. Jahrhunderts gegeben sein. 4-wöchige komfortable Marsferien könnten aus folgenden Reisephasen bestehen: Mit der Big Falcon Rocket reist man in einer etwa 100 köpfigen Reisegruppe in einen niederen Erdorbit und steigt dort auf einen Transporter um, der seinen Schub über ein auf ein Solarsegel eingestrahltes etwa 1 Gigawatt starkes Laserlichtfeld erhält (alternativ elektrischer Antrieb aus Solarzellenstrom). Die Reisebeschleunigung beträgt gerade etwa 1/3 der Erdschwerkraft womit die Reisenden bereits auf die Marsschwere vorbereitet werden. Damit erreicht dieses lichtgetriebene Raumschiff den Mars nach etwa 50 bis 100 Stunden (2 bis 4 Reisetage) , je nach aktueller Distanz Erde-Mars. Dann Abstieg auf die Marsferienstation mit einer Big Falcon Rocket, Besuch der eindrücklichsten Marslandschaften mittels Marshelikoptern, anschliessend Rückkehr zur Erde wobei der Laserstrahl, welcher den Rückflug ermöglicht von einer Laserstation herkommt, die den Mars umkreist. Pro Person wären mit Reisekosten von etwa 200’000 Euro zu rechnen, so dass sich das nur Millionäre/Milliardäre leisten könnten. Bei der Reisekostenabschätzung gehe ich von jährlich 100’000 Touristen auf, die somit jährlich 20 Milliarden Euro für Marsreisen ausgeben würden. Die Gigawattlaser im Erd- und Marsorbit dürften dann bei Lebensdauern von 10 Jahren nicht mehr als etwa 100 Milliarden pro Stück kosten.

    • Berichtigung: Mit einer Reisebeschleunigung von 1/3 g würde die Reise zum Mars zwischen minimal 5 und durchschnittlich 10 Tagen dauern, denn nach der Hälfte der Reise müsste abgebremst werden. Vielleicht wäre ja die optimale konstante Reisebeschleunigung gerade 1 g. Die Besatzung würde bei 1 g (Erbeschleunigung) während der Reise die gleichen Kräfte verspüren wie auf der Erde und die Reise zum Mars wäre dann in minimal 1.5 und in durchschnittlich 3 Tagen zu schaffen.

    • Pro Person wären mit Reisekosten von etwa 200’000 Euro zu rechnen, so dass sich das nur Millionäre/Milliardäre leisten könnten. Bei der Reisekostenabschätzung gehe ich von jährlich 100’000 Touristen auf, die somit jährlich 20 Milliarden Euro für Marsreisen ausgeben würden.

      Wäre ja recht günstig, Herr Holzherr, Dr. Webbaer wäre dann auch (fast – aber aus anderen Gründen als dem Monetarischen : nicht) dabei.

  18. Drei verschiedene mit dem Laser angetriebene Raumfahrzeuge:
    Das Lasersegel:
    Die Kraftwirkung des Strahlungsdruckes ergibt sich aus der Leistung geteilt durch die Lichtgeschwindigkeit, was natürlich relativ wenig Kraft ergibt.
    Bei Relativgeschwindigkeiten zwischen Laser und Segel, die klein gegen die Lichtgeschwindigkeit sind, geht der größte Teil der Leistung durch Reflexion oder Absorption verloren.
    Der Laser-Photovoltaik-Ionenantrieb:
    funktioniert nur im Weltraum, und hat einen komplizierten technischen Aufbau.
    Das Lightcraft:
    fokussiert den Laserstrahl auf ein Arbeitsmedium.
    Entweder auf Luft in einem lasergeheizten Staustrahltriebwerk, mit dem man aus der Atmosphäre heraus fliegt,
    oder auf Delrin (CH2O)n oder Lithiumhydrid LiH, was man dann im Weltraum verwendet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lightcraft

    • @Karl Bednarik: Am realistischsten ist wohl eine Lithium basierte Ionenantriebsquelle, die ihre elektrische Energie aus einer onBoard-Photovoltaikanlage erhält, die von einem gigawattstarken Laser angestrahlt wird. Ein entsprechendes NIAC-Projekt findet sich unter A Breakthrough Propulsion Architecture for Interstellar Precursor Missions
      Sie selbst führen diese Architektur unter dem Punkt Laser-Photovoltaik-Ionenantrieb. Laserantriebe wird man wohl nur im Weltraum verwenden, für Raketenstarts sind chemische Antriebe bei Wiederverwendbarkeit der Rakete wohl für immer das Optimale. Ein Kostenvergleich ergibt, dass selbst der Transport in den Erdorbit mit einem hypothetischen Weltraumlift teurer wäre als mit einer Big Falcon Rocket. Allenfalls könnten noch Konzepte wie Star Tram von den Kosten her mit einer Big Falcon Rocket konkurrenzieren, wobei die Investitionskosten für ein Star Tram -System der Generation 2 (Passagiertransport) geschätzt 70 Milliarden US-Dollar betragen.
      Fazit: der perfekte Transport in den Erdorbit erfolgt mit wiederverwendbaren chemischen Raketen, der perfekte Transport interplanetar benutzt dagegen einen Laser-Photovoltaik-Ionenantrieb.

    • @Karl Bednarik: Bei ihrer Aufzählung von Laserantrieben für Raumgefährte vergassen sie den Photonic Laser-Thruster. Dieser rezykliert das Laserlicht, indem es den Strahl mittels eines am Raumfahrzeug montierten Spiegels zurückspiegelt (und dann wieder vor und zurückspiegelt (ad infinitum)). Experimentell erreicht Young Bae (der Erfinder) von der Y.K. Bae-Corporation bereits eine Verhundertfachung der Rückstosswirkung von Laserlicht durch dieses Licht-Recycling. Momentan will Young Bae die Technik des Photonic Thrusters reif machen für den Formationsflug von Satelliten. Er hat aber folgende Evolutionsschritte vorgesehen (übersetzt von DeepL): Bae schlug eine 4-stufige Entwicklungslandkarte für den interstellaren Flug vor.Dies würde die photonische Eisenbahn, eine permanente energieeffiziente Verkehrsinfrastruktur auf der Basis von Photonic Laser Thruster (PLT) in Kombination mit Forward’s Modell des Beamed-Laser-Antriebs (BLP),[7][13] ein PLT-BLP-Hybrid umfassen.3][4][2][1] Dies würde die Kosten und die Dauer der interstellaren Pendlerfahrten über vorgeschlagene Raumzüge reduzieren.[17]
      Die Phase-1 konzentriert sich auf die erdnahen Weltraumbemühungen, wie z.B. die Orbitabstimmung mit Photonic Laser Thruster. Die Phase-2 konzentriert sich auf die interlunare photonische Eisenbahn zwischen Erde und Mond.
      Die Phase-3 konzentriert sich auf die interplanetare photonische Eisenbahn zwischen der Erde und Planeten, Monden und Asteroiden im Sonnensystem.
      Die Phase-4 konzentriert sich auf die Interstellare photonische Eisenbahn zwischen den Planeten und Monden des Sonnensystems und denen anderer Sternensysteme.

      Meine Einschätzung: Der Photonic Laser Thruster ermöglicht eine sehr ästethische Form des Weltraumverkehrs, denn sie kommt mit nichts anderem als einem Laser und Spiegeln aus. Doch die benötigte Präzision ist am Rande des Machbaren und für grössere Distanzen und Geschwindigkeiten tauchen fast unlösbare Probleme auf.

  19. Jede Form der Mobilität evolviert zu ihrer Perfektform. Für Weltraumreisen ist diese Perfektform die konstante Beschleunigung mit 1 g, also mit Erdbeschleunigung. Reisen zum Mars werden damit gemäss der primitiven Berechnung in Flying to Mars in Three Days in 3 Tagen möglich, wobei aber realistischere Flugbahnen eher auf 4 bis 5 Reisetage kommen. Gemäss Space travel using constant acceleration (Konstante Beschleunigung ist ein vorgeschlagener Aspekt der meisten zukünftigen Formen der Raumfahrt) wäre man nach einer 1-jährigen Weltraumreise mit konstanter Beschleunigung schon sehr nah an der Lichtgeschwindigkeit und hätte bereits ein halbes Lichtjahr an Distanz zurückgelegt und hätte nach 12 Jahren Eigenzeit unsere ganze Milchstrasse durchquert, was aber für einen Beobachter auf der Erde 113‘000 Jahren entspräche. Allerdings wären solche beinahe lichtschnellen Reisen für die Besatzung wohl tödlich, denn das Licht von Sternen würde sich in den Gammabereich verschieben, so dass man tödliche Strahlenduschen erhielte. Doch für interplanetare Reisen, also Reisen in unserem Sonnensystem, wird sich diese Art der Reise mit Erdbeschleunigung irgendwann durchsetzen, davon bin ich überzeugt. Bei dieser Art des Reisens sind Mars, Venus und der Asteroidengürtel innerhalb einer bis zwei Wochen (Asteroidengürtel) erreichbar und es könnte sich eine enge interplanetarische Föderation im inneren Sonnensystem ausbilden. Davon sind wir aber noch viele Jahrzehnte enfernt, denn die beste Realisation für ein solches interplanetares Reisesystem basiert auf laserunterstützen Reisen mit Laserquellen einer Stärke von mindestens einem Gigawatt (wahrscheinlich aber sogar mehr), also der Leistung eines ganzen heutigen AKWs.

  20. Oliver Dorsch,
    in Science Fiction Romanen werden die fremden Planeten meistens mit Strafgefangenen besiedelt, die dann dort teure Erden abbauen müssen. Wenn die erde erst einmal 20 Mrd Menschen hat, dann werden wri unsere Strafgefangenen auf den Mond oder Mars schicken , die dann dort nach seltenen Metallen suchen. Australien war auch mal nur Strafkolonie.

  21. Das optimale Massenverkehrsmittel – egal ob eingesetzt zwischen Städten, Kontinenten oder Planeten – verbindet Sicherheit, Kostengünstigkeit und – am wichtigsten – Schnelligkeit (kurze Reisezeiten). Hochgeschwindigkeitszüge haben sich durchgesetzt, weil sie bis zu Distanzen von 300 km schneller sind als Flugzeuge, Flugzeuge wiederum sind 100 Mal schneller als Schiffe, weswegen man nach New York das Flugzeug und nicht etwa das Schiff nimmt. Es gilt sogar, dass zwei Orte, die sich innerhalb des täglichen Reisezeitbudgets von 1 1/2 Stunden (Marchetti-Konstante) befinden (für den Hin- und Rückweg) als zusammengehörig empfunden werden. Das wiederum ist das beste Argument für den Hyperloop. Mit dem Hyperloop wäre Berlin von München aus in 39 Minuten erreichbar und tägliche Hin- und Rückreisen wären möglich, was für viele Menschen die beiden Städte verschmelzen liesse.
    Um zum Thema Raumfahrt der Zukunft zurückzukommen: Mit Reisezeiten zwischen Erde, Mars und Mond von etwa einer Woche würde die gefühlte Distanz dieser Welten auf denselben Wert schrumpfen wie im 19. Jahrhundert (vor Erfindung des Flugzeugs) die Distanz zwischen Berlin und Rom. Der Mars würde von Erdlingen dann als erreichbar eingeschätzt, aber Besuche vom Durchschnittsbürger gäbe es im Schnitt weniger als einmal pro Jahrzehnt.

  22. Für welche Aufgaben werden die Falcon Heavy und die Big Falcon Rocket vor allem eingesetzt werden? Wohl für das Aussetzen von Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten und eventuell für neue Anwendungen wie Solarenergiesatelliten (die die eingesammelte Energie per Mikrowellen zur Erde schicken). Eine Produktion von Industriegütern im Weltraum wie von Jeff Bezos angedacht wird es aber auf absehbare Zeit kaum geben, weil das letztlich zu teuer ist. Dies zu folgendem Satz aus obigem Beitrag (Zitat): Wenn beispielsweise ein Chemiekonzern überlegen sollte, im Hochvakuum und unter Schwerelosigkeit besondere Legierungen herzustellen, könnte er seine Anlagen und das Bedienungspersonal mit vertretbaren Kosten in die Umlaufbahn schießen. Es würde vielleicht in den aufblasbaren Raumstationen wohnen, die der Hotel-Tycoon Robert T. Bigelow schon bald in Serie bauen will. Nein, das wird die Ausnahme sein.
    Vor allem wird die Weltraumerkundung selbst von der Falcon Heavy und der Big Falcon Rocket profitieren. Endlich können riesengrosse Teleskope kostengünstig in den Orbit und darüber hinaus gehievt werden und endlich ist der Mond nicht nur erreichbar, sondern sogar mit grossen Frachten (wie Bergbaugeräten) beschickbar. Gerade hat die NASA/US-Regierung angekündigt, sie wolle die internationale Raumstation ISS ab 2025 privatisieren. Warum wohl? Nun, ihr Betrieb ist viel zu teuer. Billiger geht es mit (mehreren) aufblasbaren Raumstationen von Bigelow und irgendwann wird selbst die NASA sich dort einmieten. Im Prinzip bedeuten Falcon Heavy und Big Falcon Rocket nichts anderes als die Privatisierung der Raumfahrt, wobei das nicht heisst, dass alles Geld von den Privaten kommt, sondern nur, dass die Realisation von Privaten wie Spacex kommt. Das Geld dafür wird aber weiterhin von der NASA/US-Regierung stammen. Von der NASA, die ihre Weltraumprojekte somit neu zwar selbst ausdenkt, aber von Privaten realisieren lässt – einfach weil die das billiger machen.

    • Ergänzung zu “Endlich können riesengrosse Teleskope kostengünstig in den Orbit und darüber hinaus gehievt werden”. Popular Mechanics hat eine Artikel Humanity’s Biggest Machines Will Be Built in Space, welcher riesengrosse direkt im Weltraum gebaute oder aus Kleinteilen zusammengesetzte Teleskope/Antennen zeigt. Dort liest man (übersetzt von DeepL): Stattdessen enthält die Nutzlast [eines zukünftigen Raumtransports] mehrere Tonnen hochwertiger Kunststoffe und vorgefertigter Komponenten, die einem 3D-Drucker zugeführt werden, der im Orbit wartet. Dieser futuristische Drucker wird dann aus dem Kunststoff und den Komponenten einen funktionsfähigen, kilometerlangen Satelliten konstruieren.
      Ein kilometerweiter Satellit mag sich unmöglich anhören, aber genau darauf zielt die Raumfahrtindustrie ab. In Zukunft werden riesige Teleskope, Kommunikationssatelliten, Solarzellen und Raumstationen den Raum um die Erde herum füllen, und viele von ihnen werden um ein Vielfaches größer sein als alles, was jemals auf der Oberfläche gebaut wurde.

      Ja, die grössten Teleskope, die je gebaut werden, werden ab den 2050er Jahren im Weltraum gebaut werden und sie werden die für die 2020er Jahre geplanten 20 bis 30-Meter Teleskope mit Teleskopen von 100 bis 1000 Metern Durchmesser ablösen, wobei diese neuen weltraumbasierten Teleskope sogar weniger wiegen werden als ihre irdischen Vorgänger und auch nicht mehr kosten werden. Mit solchen Riesenteleskopen wie etwa dem Agaroskop (scheibenförmiges Fresnelteleskop) aus einem NIAC-Projekt wird man 100 Mal bessere Teleskope erhalten als es das Hubbleteleskop ist – und das zum gleichen Preis (Zitat, übersetzt von DeepL): Das Aragoskop ist ein Konzept für den Bau von riesigen Teleskopen im Weltraum auf praktische und erschwingliche Art und Weise. Sie können verwendet werden, um nach außen in den Weltraum zu blicken, um Astronomie mit beispielloser Auflösung – hunderte oder sogar tausende Male feiner als das Hubble-Weltraumteleskop – zu ermöglichen.

  23. Zitat: Ich bin mir nicht sicher, ob Menschen wirklich in großer Zahl die Erde verlassen werden. In grosser Zahl sicher nicht, wobei grosse Zahl sehr relativ ist. Vor 10‘000 Jahren gab es auf der ganzen Erde nur 7 Millionen Menschen, jetzt sind es 1000 Mal mehr und es werden kaum mehr als 7 Millionen Menschen je die Erde dauerhaft verlassen. Doch diese 1 Promille werden nicht nur die anderen Planeten in unserem Sonnensystem besiedeln, sie werden letztlich sogar die ganze Milchstrasse besiedeln und es werden andernorts Zivilisationen aufblühen, wenn die Menschheit wie wir sie kennen schon längst von der Erde verschwunden ist.

    • Ergänzung: Das NASA-Budget 2017 betrug 19.508 Milliarden US-Dollar, was 0.47% des Bundesbudgets entsprach. Und ja, weltweit gesehen wird die Menschheit wohl nie mehr als 0.5% des Staatsbudget und damit nie mehr als 1 Promille des Welt-BIP für die Weltraumfahrt ausgeben. Das entspricht etwa 10% der Ausgaben für Kosmetika weltweit und etwa 10% der weltweiten Rüstungsausgaben. Wenn das Ziel ein Fähigkeitszuwachs im Raumfahrtbereich ist oder gar eine Demokratisierung des Weltraums, dann muss man darauf hinarbeiten möglichst viel mit diesem wenigen Geld zu erreichen. Und dass man mehr mit dem eingesetzten Geld erreichen kann als Regierungsorganisationen wie die NASA hat SpaceX jetzt gerade bewiesen.

      • Korrektur: Das NASA-Budget 2017 beträgt nur 3.1% der US-Rüstungsausgaben 2017 und damit machen wohl auch weltweit die Ausgaben für die Weltraumfahrt weniger als 5% der Verteidigungsausgaben aus.

  24. Martina Grüter meint die Weltraumkolonisierung scheitere am fehlenden Auswanderungswillen. Doch es gilt wohl eher, dass auch nach den Erfolgen von SpaceX mit der Falcon Heavy, nur schon grössere Monderforschungsprogramme geschweige den bemannte Martsprojekte irrsinnig teuer sind und allein schon deshalb in naher Zukunft nicht realisiert werden. Dafür spricht einiges, sowohl 1) historische statistische Daten als auch 2) Aussagen von Vorständen/Raumfahrtexperten von Raumfahrtunternehmen wie der DLR (Deutschen Luft- und Raumfahrt).
    Zu 1 (historische Statistiken) gilt: Die NASA erhielt in den Jahren 1964 bis 1967 (kurz vor der Mondlandung) pro Jahr mehr als 3% der gesamten US-Haushaltsaussagben und das ist (prozentmässig) zehnmal mehr als heute.
    Zu 2) (Aussagen von Hansjörg Dittus von der DLR): Im Interview ‘SpaceX zwingt uns zum Nachdenken’ von Hansjörg Dittus mit Karl Urban von scilogs liest man:

    Diese Pläne [Deep Space Raumfahrtstation,Mondprogramm, Marsreise] sind teuer – wir erstellen ja selbst viele derartige Studien. Würden Sie heute eine Raumstation nicht mehr im Erdorbit, sondern am Mond betreiben, bräuchten Sie ungefähr fünfmal mehr Geld. Und Sie bräuchten 20-mal so viel, um bemannt auf den Mars zu kommen. Und dieses zusätzliche Geld müssen Sie erst einmal kriegen. Wenn Sie heute einem Finanzminister sagen, Sie brauchen mehr Geld, dann erwartet der vielleicht eine Steigerung von fünf bis zehn Prozent, aber sicher nicht von 500 Prozent! Und genau das ist das Problem.

    Hansjörg Dittus sagt diesbezüglich betreffend Falcon Heavy oder auch Big Falcon Rocket, dass derartige Schwerlastraketen absolute Voraussetzungen für ein Mond- oder Marsprogramm seien, dass darüber hinaus aber weitere gewaltige Kosten anfallen – und diese Kosten übernimmt heute keine Regierung (auch nicht die Trump’sche) und auch kein privates Unternehmen.

    Selber bin ich der Überzeugung, dass die Raumfahrt erst dann richtig durchstartet, wenn es autonome Systeme gibt, die sich selbst auf dem Mond oder Mars erhalten können, indem sie Rohstoffe abbauen, Reaktoren bauen und sich letztlich selbst erhalten und reproduzieren können. Davon sind wir noch einige Jahrzehnte entfernt. Wenn es aber soweit ist, dann änder sich alles in Bezug auf die Möglichkeiten im Weltraum.

  25. Der Schlüssel zu mehr Weltraumaktivitäten liegt tatsächlich bei den Kosten. Zuerst einmal bei den Kosten für den Zugang zum Orbit, zum Mond und Mars, später auch in den Kosten um Weltraumstationen und -kolonien zu unterhalten.
    SpaceX sieht die Lösung des Kostenproblems bezüglich Raumtransport in der Big Falcon Rocket (BFR), welche so ausgelegt ist, dass sie alle anderen SpaceX-Raketen (Falcon 9+Heavy) ersetzen kann und die zusätzlich – trotz ihrer geringen Grösse (im Vergleich zur Saturn V) – über Wiederbetankung im Orbit auch Mond- und Marsmissionen ermöglicht. Um die BFR zu finanzieren und sie – anders als die Saturn V – zum wiederverwendbaren Massentransportmittel zu machen, soll die BFR auch für den Personentransport zwischen beliebigen Punken auf der Erde eingesetzt werden. Von Los Angeles soll man mit der BFR in 25 Minuten nach New York kommen und in 29 Minuten von New York nach London.
    Die folgenden Passagen auf der SpaceX-Site Making Life Multiplanetary erwähnen das Kostenproblem und wie die BFR es lösen soll (übersetzt von DeepL):

    Am 29. September 2017 präsentierte SpaceX CEO und Lead Designer Elon Musk ein aktualisiertes Fahrzeugdesign für das, was derzeit als BFR bezeichnet wird. Eine zentrale Herausforderung bei der ursprünglichen Fahrzeugkonstruktion war es, herauszufinden, wie man sie bezahlen kann. Das aktualisierte Design löst dieses Problem, indem es ein etwas kleineres Fahrzeug einsetzt, das alle größeren Erdumlaufbahnen sowie Mond und Mars bedienen kann. Dieses einzelne System – ein Booster und ein Schiff – wird schließlich Falcon 9, Falcon Heavy und Dragon ersetzen. Durch die Schaffung eines einzigen Systems, das eine Vielzahl von Märkten bedienen kann, kann SpaceX Ressourcen von Falcon 9, Falcon Heavy und Dragon auf das BFR-System umleiten – ein grundlegendes Element, um BFR erschwinglich zu machen.

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