Abraham, Vater der Menschlichkeit – ZDF Dokumentarfilm

BLOG: Archäologische Spatenstiche

Anregungen zur Umwelt der Bibel
Archäologische Spatenstiche

Peter van der VeenAm Pfingstmontag, den 1. Juni wird im ZDF um 19:30 Uhr ein Dokumentarfilm über Abraham ausgestrahlt, bei dem ich als Fachberater und Abraham-Forscher mitarbeiten durfte. Es war und ist eine wahrhaft spannende Geschichte. Ganz im Stil von "Auf den Spuren von …" besuchten wir die Gegend um Haran in der Südost-Türkei, woher der Erzvater einst ausgezogen sein soll, um nach Kanaan zu gehen. Auf den uralten Ruinenhügeln und auf den alten Karavanenstrassen, am Eufratfluss entlang, ja bis hin zum Toten Meer verfolg(t)en wir die Spuren des biblischen Erzvaters. Während manche Gelehrte, die wir befragten, Abraham für nicht viel mehr als eine theologische Kreation hielten, waren andere der Meinung, historisch und auch archäologisch könnte so manches von dem aus der biblischen Geschichte wahr sein. Denn am Anfang des zweiten Jahrtausends v. Chr. passt so manches, was wir über das Klima, die politische und historische Lage zur Zeit Abrahams erfahren, eigentlich recht gut zu dem, was uns die Archäologie gebracht hat.

Welche Meinung man dazu auch immer haben mag, die Fragen nach Abrahams Welt bleiben  spannend. Wer die Welt von Abraham hautnah miterleben möchte, kommt in diesem Film sicherlich nicht zu kurz, denn der Film gibt diese Welt in packenden Spielszenen wieder.    

Viel Spass beim Zuschauen.

Veröffentlicht von

Peter van der Veen hegt seit seiner Jugend großes Interesse an der Geschichte und Archäologie der Bibel. Er ist Leiter einer deutschen Arbeitsgruppe für Biblische Archäologie und arbeitet seit seiner Promotion über antike Beamtensiegel (Uni Bristol, 2005) an mehreren Forschungsprojekten zur Archäologie des alten Israel.

15 Kommentare

  1. Theologische Kreation: Geschichtswahrh.

    Hallo Herr Van der Vee,

    ich bin gespannt auf den Dokumentarfilm, der Einblick in die Geschichtsgestalt Abraham geben soll.

    Doch verbaut nicht möglicherweise genau die Vorstellung eines gutherzig-menschenfreudlichen Urvaters, der als historisch nachgewiesen werden soll, dass die theologische Wahrheit als geschichtliche Wirklichkeit hinterfragt wird?

    Warum soll eine theologische Kreation, die den gemeinsamen Anfang des Monotheismus ausdrückt, für den Anfang des Gotteswortverstandes steht, den Übergang der alten Opfer-Götterwelt zu einem in vernünftiger schöpferischer-kreativer Wirklichkeit wahrgenommenen Sprecher, weniger Wert sein, als ein gutgläubiger Wüstenwanderer?

    Ich werde den Verdacht nicht los, dass der Dokumentarfilm, in dem dann Wissenschaftler eine Banalstory als historische Wirk-lichkeit hochhalten, wie er auch noch an Pfingsten ausgestrahlt wird, den gemeinsamen Verstand des lebendigen Wortes, schöpferischer Wirk-lichkeit in heutiger Weltwirklichkeit verhindert.

    Wie sollen die Menschen in wissenschaftlicher Weltbeschreibung nach einem lebendigen Wort hören können, wenn ihnen Wissenschafter versuchen beizubringen, dass am Anfang nur ein Wüstenvater und Menschenfreund war, den jetzt jede monotheistische Richtung für sich zu vereinnahmen will?

    Gerhard Mentzel

  2. Banalstory und Wüstenvater

    Lieber Herr Mentzel

    Warten Sie es ab! Ich bin gespannt was Sie von dem Film halten.
    Grüsse
    Peter van der Veen

  3. @ Schöner Film

    Lieber Herr van der Veen,

    ich habe mir gerade den Film angeschaut und fand ihn sehr schön. Vielen dank für den Hinweis.

  4. Fand ich ganz gut. Einige Sachen kannte ich noch gar nicht. Besonders die Hintergründe von Ur nach Haran zu ziehen, da wußte ich noch nicht viel drüber. Was ich mich nur Frage, wie konnte Abram, der in der Tradition dieses Mondkultes aufgewachsen ist, zu einem Gottgläubigen werden? Wer hat zu dieser Zeit überhaupt an diesen Gott geglaubt? Obwohl Hiob soll ja wesentlich älter sein und der hat ja auch schon mit Gott zu tun gehabt. Vielleicht war dieser Gott doch nicht so unbekannt.

  5. Glückwunsch!

    Da kann ich mich Hussein nur anschließen, das war wirklich ein gelungener Film mit guten Bildern, Mut zur Tiefe und einer feinen, differenzierenden Balance aus archäologischem Forschen und theologischem Deuten. Bravo! 🙂

  6. Wer hat was geglaubt? Martin Huhn

    Es ist wirklich schwer zu sagen, wer damals nun an den “einen” Gott geglaubt hat. Tatsache ist, dass die Erzväter jenseits des grossen Stromes (Eufrat) nach Josua 24 “andere” Götter dienten. Die Namen der erzväterlichen Verwandten (Terah: vielleicht Mondangehöriger, oder Bergziege, das Symbol des El-Mond-Gottes der Harranregion; Laban: Weisser (Mond); vielleicht auch Sarai = Scharattu und Milka = Malkatu sind vielleicht Titel der Ehegattin des Mondgottes, Ningal) scheinen zu unterstützen, dass diese Menschen eng mit der Anbetung des Mondgottes verknüpft waren. In der Harran-Balih-Gegend wurde der Schöpfergott El (El der Amoriter) sowohl mit dem Mondgott Sin von Harran als auch mit dem syrischen Wettergott Hadad gleichgesetzt. Wer dem Abraham von dem einen Gott erzählte, wird wohl ein Rätsel bleiben. Dass es zu allen Zeiten Leute gegeben hat, die an einen Gott geglaubt haben, wird anzunehmen sein. Hiob is ein gutes Beispiel dafür. Wann er lebte ist nicht ganz so eindeutig. Die Beschreibungen passen zur erzväterlichen Zeit, die Sprache des Buches deutet aber auf eine späteren Abfassung hin. Auch Melchizedek von Salem (zur Zeit Abrahams) soll an den einen Schöpfergott El Eljon geglaubt haben. Was wirklich passiert ist, wissen wir letzendlich nicht. Wir tasten dort einfach im Dunkeln :-).

  7. War das der Anfang des Monotheismus?

    Danke Herr Van der Veen,

    für den Beitrag. Ich konnte wieder Einiges lernen und neu in Erinnerung rufen.

    Doch wenn ich das als Anfang bzw. Grund des Monotheismus sehen würde, was die Fernsehwelt nach einem solchen Dokumentarfilm denken muss, würde ich mich als Fahrer für den Atheistenbus bewerben, statt mir an Pfingsten über den zeitgemäßen Verstand des Schöpfungswortes in universal gültiger Weltvernunft Gedanken zu machen.

    Dabei schätze ich auch Ihre archäologische Arbeit sehr. Ohne sie hätten wir heute sicher keine Kenntnis über den Anfang des Monotheismus, der mir heute als ein Aufklärungsprozess (einem ersten Wandel von Opferkult bzw. Göttermythen zum Logos- bzw. Schöpfungswortverstand) in der sog. Exilszeit beigebracht wird. (Hierzu auch Beiträge unter http://www.theologie-der-vernunft.de)

    -Der “Aufbruch in ein neues unbekanntes Land”,
    -die Bereitschaft zum Gehörsam des Schöpfers bzw. seines Wortes,
    -das ewige Weiterziehen, der stete Wandel,
    -das Verlassen der vertrauten Heimat, der Väter-Vorstellungen,
    -die Bereitschaft zum Opfer des liebgewonnenen Sohnes, der dann erst zum wahren Leben erweckt wird…

    all dies sind Bilder, die – ohne dass ich den Anspruch auf allegorische Auslegung erhebe – m. E. einen geistesgeschichtlichen Prozess beschreiben, der nicht nur ewiges Strickmuster im Prozess evolutionärer Entwicklung der Erkenntnis bzw. Gotteswortverstandes zu sein scheint, sondern sich auch geschichtlich zugetragen hat.

    Doch wie soll über das Verlassen liebgewonnener, die Aufgabe festgefahrener Gedanken, das Verständnis des Schöpferwortes auf bisher fremden Gebiet, die neue denkerische Suche nach dem “gelobten Land” nachgedacht werden, wenn es scheinbar damals nur um einen jungen Wilden ging, wie er im fachwissenschaftlich kommentierten Film so beeindruckend zu sehen war?

    Müssen wir uns den Stammvater des Monotheismus wirklch als einen jungen Rebellen vorstellen, der mit dem Stock die alten Götzenbilder zerschlug, nachdem er nachts geheimnisvolle Stimmen gehört hatte? Soll so das Wort Gottes verstanden werden, das später in Jesus (der Papst sagt schöpferische Vernunft und beruft sich auf die griechische Philsophie) lebendig war?

    Oder ist auch das dann alles nur so ein Gerede, das einem neuen jungen Rebellen angehängt wurde, wie heute weitgehend gedacht wird?

    Wenn das “gelobte Land” dann dort zu suchen ist, wo im Film zu sehen bzw. geografisch zu denken, müssten wir uns dann nicht schnellstens auf den Weg machen und ähnlich wie im blutigen Kampf um Jerusalem moderne Kanonen auffahren, um einen biologisch fruchbaren Landstrich einzunehmen?

    Ist der Monotheimus doch nur dem Traum eines jungen Mannes vor 4000 Jahren zu verdanken, wie er im Film braungebrannt mit schwarzem Bart zu sehen war und alle Theologie nur “kalter Kaffee”, alle Erkenntnis über das prophetische Erneuern des rationalen Monothesimus Eschnatons nur Geschwätz?

    Hat es also einen Glaubensgrund, der universal zu sehen wäre, wie ich ihn versuche im Block von Dr. Blume zwischen Glaubenslehre und naturalistischem Atheismus bzw. Evolutionsbiologischem Lebenssinn verständlich zu machen, nie gegeben? (Kein Wunder also, dass man mich nicht nur dort für verrückt hält, weil der Monotheismus doch nur einem bärtigen Stammvater entspringt, auf den dann allerlei religiöse Rederei aufgesetzt wurde.)

    Doch könnte es nicht sein, dass uns die mit Moses unterzeichnenden Verfasser des AT, die nur wenige Jahrhunderte vor Jesus (im Schatten der antiken Hochkulturen, im Zuge anfänglicher Hellenisierung bzw. Glaubensaufklärung, die sich für den proph. Monotheismus begeisterte)schrieben, in der Wanderschaft des Abraham nicht die Kamelroute einer Wüstenkarawane beschrieben bzw. alte Mythen aufwärmten, sondern den Weg, die Geschichte des Monotheismus beschrieben?

    Liegt nicht auch hinter allen den schönen Geschichten ein geschichtlicher Sinn, der weit über das wissenschaftlich nachgestellt Brotbacken hinausgeht? Wäre auch nur einer der im Film zu sehenden Araber, die bekannt für ihre bildhaft eindringlichen Geschichten sind, im wildesten Fiebertraum auf die Idee gekommen, seine Geschichten auf die Weise nachweisen zu wollen, wie das an Pfingsten unter Berufung auf Sie und Prof. Zwickel gezeigt wurde?

    Oder können wir nicht auch lernen, dass genau dort, wo der Mondgott verehrt wurde, wo eine kosmische Ordnung den Ton angab, das Wort Gottes verstanden wurde, das auch für die Geschichte des Gottesvolkes bestimmend war?

    Waren nur Wahrsager, die wie zu sehen, in Gedärmen die die Zukunft lasen? Oder lässt sich auf Sterndeuter als Vorfahren Abrahams bzw. des monotheistischen Anfangs schließen, die eine umfassende universelle kosmische Ordnung als Maß auch für den Menschen erkannten?

    Müssen wir jetzt auch an das Märchen um die Haremsfrau, dem siegreichen Heerführer seiner Sklaven, der Salzsäule, dem uralten Kindeszeuger und der Engelsverheißung… als geschichtlich glauben? Oder lässt sich nicht selbst die Unfruchtbarkeit der eigenen Stammfrau als eine zutreffende Allegorie auslegen, die möglicherweise eine geschichtliche Relevanz hat, wie sie auch heute nachzuvolliehen ist. Z.B. wenn wir uns die Unfähigkeit von Mutter Kirche betrachten, das schöpferische Wort auf zeitgemäße Weise zum Ausdruck zu bringen?

    Auch wenn ich nachvollziehen kann, dass es für jemand, der mit festen Bildern von Geschichtsgestalten vor Augen und dem Ziel, so die biblischen Geschichten beweisen zu wollen, in Palästina gegraben hat, kaum möglich ist, den Wandel im Verstand des Gotteswortes als das historisch-biblische Geschehen zu erkunden. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Botschaft der Geschichte, nach der Prof. Kuschel kurz fragte, der Geist des Aufbruches im ewigen Wandel, die Aufgabe der gewohnten Heimat auf der Suche nach dem gelobten Land auch vor der Archäologie nicht Halt macht. So der Weg zum mündigen Neuverstand des universalen schöpferischen Wortes (einer Vernünftigkeit/Logik/Sinnhaftigkeit allen evolutionären Werdens) in der Gegenwart frei wird.

    Oder muss ich mich doch beim Bus der naturalistischen neuen Atheisten bewerben?

    Gerhard Mentzel

  8. @ van der Veen

    Da bleibt fast nur übrig, daß es zu Gott alte Überlieferung gegeben haben muß, die den Leuten noch bekannt war. Noah beispielsweise und seine Kinder, die hatten noch das Wissen darüber. Das werden sie sicher weitergegeben haben.

  9. Kinder Noahs oder konkreter Kosmos

    Danke Herr Huhn,

    Sie haben es auf den Punkt gebracht. In dem Sinne, wie oft auf buchstäbliche Weise gelesen und gegraben wird, bleiben nur noch die Kinder Noahs als geschichtlichen Grund für unseren Glauben an den einen Schöpfergott.

    Doch Dank der modernen Archäologie und gleichzeigig der theologischen Deutung der Texte wissen wir nicht nur, was alles bei kritischer Betrachtung nicht gewesen sein kann, wir weder nach einem mit Kamelen durch die Wüste ziehenden Sippenführer mit Namen Abraham als Anfang, einem Moses als Bibelverfasser oder noch jüdischen Großkönigen suchen können, sondern dass es Zeit wird, die eindeutig theologischen Aussagen auch als geschichtlichen Grund zu hinterfragen.

    Oder wir verlassen uns doch auf den Mythos bzw. die Kinder Noahs?

    Gerhard Mentzel

    (Unter http://www.Theologie-der-Vernunft.de habe ich versucht, auf neue Weise über die Kinder Noahs nachzudenken, dort das Evolutionsprinzip als Urprinzip bzw. ewige Arche hinterfragt. Ich werde den Verdacht nicht los, dass uns die Kinder Noahs: die heutigen Lehrer der evolutionären Logik und Sinnhaftigkeit allen Lebens mehr über das sagen können, was am Anfang des Monotheismus als schöpferisches Wort/gleichzeitig Vernunft galt. Dem im Dokumentarfilm zu sehenden Abraham will ich folgen: In einem neuen Land nach dem Wort des Schöpfers suchen bzw. hören.)

  10. Theologie der Vernunft

    Lieber Herr Mentzel,

    Ich muss es dieses Mal kurz halten. Herzlichen Dank für die ausführliche Anmerkungen.

    In dem Abraham-Doku war es unser Anliegen verchiedene Meinungen fair neben einander zu stellen. Das ist wissenschaftlich korrekt. Die Meinungen sind dazu so unterschiedlich dass man letztendlich wohl auch keinen Konzensus in einem 45 Minuten Doku hinkriegt. Das war ja auch überhaupt nicht die Absicht.

    Einerseits gibt es die Theologen, die sagen, es kommt nicht so darauf an ob es den historischen Abraham je gegeben hat oder nicht, vordergründig geht es um immer relevantbleibende theologische Fragen, womit sich die Generation der Autoren und Redaktoren der Bibel befasst haben sollen und auch wir uns heute immer noch befassen. Ob das die Fragen waren womit sich Abraham ursprünglich befasst hat, tut dann nicht wirklich zur Sache.

    Andere halten den Abraham für historisch aber nicht unbedingt archäologisch greifbar. Wie andere (wie z.B. ich) würden weitergehen wollen und sagen, es gibt in der Abraham-Geschichte so viele Hinweise (Klima, Politik des Zweistromlands, Religion der Harran-Gegend) die so alt sind, dass spätere Autoren und Redaktoren im späteren 1. Jt. v. Chr. davon gar nicht mehr gewusst haben können. Die Abraham-Geschichte wäre also sehr alt gewesen (und geht auf 2. Jt. v. Chr. zurück) und passt gut zu dem was uns die Archäologie über die Zeit um 2000 v. Chr. (auch ungef. das biblische Datum) lehrt. Das heisst allerdings nicht dass Abrahams Geschichte nicht auch theologisch von grosser Bedeutung ist, denn das wird ja z.B. auch im NT klar. Keine Frage. Aber für mich schliesst das eine das andere nicht aus. Gerade weil die Abraham-Geschichte (oder auch die anderen biblischen Geschichten) historisch zuverlässig sind, hat ihre theologische Bedeutung eine so ungeheuere wichtigen Relevanz. Sonst wäre sie luftleer, ja eine Luftblase, die man einfach durchstechen kann, und wenig Basis bietet für einen festhaben Glauben. Das ist meine Meinung dazu.

    Ob Abraham ein Rebell war weil er nach arabischer Tradition die Götterbilder zerschlug (das ist jedoch nur eine Legende!) oder ein friedlicher Viehhirt, oder wie ich eher glaube, ein reicher Migrant, tut nicht zur Sache. Er glaubte an den ewigen Gott (ja der Gott Noahs!) und an seine Verheissungen! Er war ein Glaubensvorbild erster Klasse.
    Liebe Grüsse
    Peter van der Veen

  11. Martin Huhn Noah

    Lieber Martin,

    Ja ich glaube auch dass es mehrere Leute gab, die den Glauben an den Gott Noahs weitergestreut haben. Gewiss. Das ist allerdings archäologisch schwer nachweisbar und deshalb Glaubensache (aber ja auch ich glaube daran). Gerade die Leute, die den Einen unsichtbaren Gott angebetet haben, haben die wenigsten materiellen Überreste hinterlassen, was ja auch logisch erscheint, denn die Darstellung des noahischen Gottes war ja verboten (was ja später im mosaischen Gesetz neu betont wurde). Aber es gibt mögliche Hinweise. Sumerische Migranten zogen inmitten des 4. Jts. v. Chr. aus dem Zweistromland nach Ägypten und siedelten am Nil. Viele Felszeichnungen u.a. in der Wadi Hammamat östlich von Theben auf dem Weg zum Roten Meer, zeigen diese Leute, die ihre Schiffe hinter sich herziehen. Auf den Masten der Schiffe ist das Symbol des Himmelgottes (Sonne und Mondsichel) zu sehen. Damit bezeugen sie dass ihr höchster (oder einziger?) Gott der Gott des Himmels war. Solche Belege sind interessant aber selten, auch wenn wir Weiteres dazu nicht mehr sagen können und das alles spekulativ bleiben muss.

    Liebe Grüsse
    Peter

  12. Dokumentarfilm?

    Wie kann man einen Dokumentarfilm über eine Person machen, deren Existenz nicht gesichert ist?
    Ist das nicht eher religiöse Propaganda?

  13. Dokumentarfilm?

    Ob Abraham nun gelebt hat oder nicht (und aufgrund meiner bzw. unserer Erkenntnisse spricht vieles dafür dass es ein Abraham gegeben hat – wir verfassen darüber ein wissenschaftliches Buch) ist doch kein Grund nicht darüber einen Film zu machen? Es gibt auch einen Film über Gilgamesch oder wie viele Filme (um mal ganz aktuell zu bleiben) gibt es nicht über Robin Hood? Haben Sie den Abraham-Film gesehen? Wenn nicht, schauen Sie ihn doch einfach erst mal an, um zu sehen wie ausgeglichen er gemacht wurde (ist noch im ZDF Archiv online anzuschauen). Viel Spass
    Ihr
    Peter van der Veen

  14. Dokumentarfilm?

    Nicht für ungut .. der Film ist interessant usw., darum ging es mir nicht.

    Ein “Dokumentarfilm” über Robin Hood? Kenne ich nicht – eher sowas wie “Making of…”

    Ein “Dokumentarfilm” über Gilgamesh .. immerhin denkbar, der ist als historische Figur nicht unwahrscheinlich – es gibt sogar externe Quellen, die ihn als Person erwähnen. Allerdings wäre eine Dokumentation über den realen Gilgamesh recht kurz mit dem bisher gesichertem Wissen über ihn.

    Man kann auch einen Dokumentarfilm über den Mythos Gilgamesch machen – klar.

    Naja ich sehe “Bibelarchäologie” auch sehr skeptisch .. da wird ein Stein gefunden und laut “Salomons Tempel wurde gefunden” gerufen … auch wenn der aus einer völlig anderen Zeit stammt.

    Von der Art gabe es ja in der letzten Zeit genügend “Funde”, daher bin ich da etwas allergisch.

    Auf jeden Fall Danke für die Antwort

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