Schädelrätsel

BLOG: Anatomisches Allerlei

Kopflose Fußnoten von Helmut Wicht
Anatomisches Allerlei

So. Wollen wir doch mal sehen, ob die geballte Intelligenz des Schwarmes mit Hilfe aller Quellen des Internets das herausbekommt.

Vier photographische Aufnahmen ein und desselben Schädels. Die Photographien stammen von 1881. Mehr wird nicht verraten. Ausser folgendem: Die digitale Version des Bildes ist in Netz. Und  jeder kennt diesen Herrn. Ein Mann also. Und so berühmt, wie es nur geht.

Wer ist es /war es?

Helmut Wicht

Veröffentlicht von

Gedankenfragmente von Helmut Wicht, Dozent an der Frankfurter Universität, über Neurobiologie, Anatomie, Philosophie, Gott und die Welt. Seine eigentliche Expertise bezieht sich auf die (Human-)anatomie und die vergleichende Anatomie des Nervensystems.

14 Kommentare

  1. @ Geisler/chrastopheus

    Hut ab!

    Ich hätte gedacht, dass das länger dauert. Wie kommt’s? Einfach das Bild erinnert oder das Netz bemüht? Und wenn letzteres – wie? (Ich hab das Bild aus der Originalpublikation, die ziemlich versteckt als .pdf in Netz ruht).

    Nein, Entschuldigung – Preise hab’ ich nicht auszuloben gehabt, und zum Fernseh’n hab’ ich keinen Draht.

    Also nur danke für’s Gucken. Werd’ ich mir das nächste Mal was Schwierigeres suchen müssen.

  2. @ Huhn

    *staun*

    Das heisst, man muss eigentlich gar keine Ahnung haben (d.h.: doch – von Suchmaschinen) … nochmal *staun*. Um so mehr, als das von Google gefundene Bild (s/w) eben nicht mit dem meinigen (Halbton/Farbe) identisch ist.

    Danke für den Hinweis.

    Jetzt müsst’ ich ja glatt noch was über Kanten’s Schädel schreiben.

    Endocranialvolumen etwa 1700cc. Das ist SEHR ansehnlich, zumal Kant ein kleiner Mann war (kaum 1,60). Der Schädel ist extrem brachycephal (breit) und es ist (gerade über der Nase) eine persistierende Sutura frontalis (Stirnnaht, schliesst sich in der Regel schon früh) zu erkennen. Sonst wenig Auffälliges.

    Ach ja, und ich weiss nicht so recht, was mit dem Schädel weiter passiert ist. Ausgebuddelt wurde er 1880, dann aber wieder beigesetzt.

  3. Ich habe schlicht nach „Schädel“ und „von 1881“ in der Bildersuche gegoogelt. Ohne weitere Infos hätte es wohl länger gedauert, aber das hätte bestimmt jemand ohne Hilfe gewusst.

  4. Schopenhauer

    “Mach es wie die Sonnenuhr – zähl die heit’ren Stunden nur!” –
    Das ist eindeutig Schopenhauer’s Schädel.

    Man erkennt es an einer typischen Wölbung, deren Name (“Schopenhauer-Wölbung”) mir gerade entfallen ist. Da wurden wahrscheinlich Daten zugunsten Kant’s gefälscht, um ihn in einem guten Lichte erscheinen zu lassen.

  5. @ heuteAnonym

    “heuteAnonym” – hm. Könnt’ der Hilsebein sein…

    …falls er’s ist: wollen wir mal Arthur Schopenhauer am Grab (Hauptfriedhof FFM) die Reverenz erweisen? Am 22. Februar hat er seinen 224sten Geburtstag.

    Einen Pudelverleih – man müsste einen Pudelverleih ausfindig machen, das wär stilvoll: mit Pudel und Nelken an Schopenhauers Grab.

  6. @ Wicht

    “‘heuteAnonym’ – hm. Könnt’ der Hilsebein sein…”

    Nein, ich schreibe immer unter meinem Namen, das soll mich davor bewahren, völlig abzudrehen. 🙂 Aber die Einladung nehme ich gerne an. Allerdings nicht am 22.2. Ich kann nur samstags oder sonntags. Rosenmontag, Faschingsdienstag ginge auch.

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