Entkörpert Euch!

BLOG: Anatomisches Allerlei

Kopflose Fußnoten von Helmut Wicht
Anatomisches Allerlei

Entschuldigung, ich muss das jetzt niederschreiben, sonst platze ich.

Einst – es ist noch nicht so lange her – griff ich mir meine Notizen, tigerte in den Hörsaal, stand da, in meinem Fleische, vor den Studierenden in dem ihrem, sprach, mit meiner Stimme, zu ihren Ohren, griff, mit meinen Händen, zur Tafelkreide, und zeichnete, was mir nicht nur bezeichnenswert, sondern auch zeichnenswert schien, kraft meiner Hände und kraft der Kreide, deren körperlicher Abrieb auf der Tafel Spuren hinterliess, an. Das nannte sich: Anatomievorlesung. Und es lebte – denn es lebte wirklich – von der physischen, körperlichen Präsenz all der Wesen im Hörsaal – der Hörer, des Redners, der Staubigkeit der Kreiden, der Rauhigkeit der Tafel; oft hatte ich auch die Dinge, von denen ich reden wollte, als die Dinge selbst dabei – einen Knochen, einen Schädel, manchmal kam sogar einen body builder, live, echt, im Fleische, der lebendigen Muskeln halber.

Nun sitze ich vor dem Computer-Bildschirm und filme mich dabei ab, wie ich auf ihn einrede, schiebe irgendwelche .ppts hin und her, fuchtele mit der Maus und verbringe mehr Zeit mit der post-production Editierung der .mp4s als mit ihrer eigentlichen Erstellung. Das Endprodukt wird dann auf irgendeinen streaming server der Uni hochgeschaufelt, nennt sich euphemistisch „Vorlesung“, und ist doch nichts weiter als ein unprofessionell gemachtes Video, über das jeder YouTuber lachen würde.

Allenthalben hört man, wie die Unis sich selber auf die Schulter klopfen – wie rasch und toll man, aus dem Stand, sozusagen, aber dem Stand der Dinge geschuldet, also viral, sozusagen, um nicht zu sagen: disruptiv, geradezu, das mit der Digitalisierung der Lehre hinbekommen habe, wie man das, was so zu sagen ist, sozusagen in no time digital verfügbar gemacht habe, und mit welcher, sozusagen: überbordender Begeisterung die Studentenschaft diese Angebote angenommen habe.

Sowieso, sozusagen: alternativlos. Musste ja. Das Virus. Und schon dräut das nächste Seminar per Zoom. Oder Vidyo. Oder wasweissich. Nicht in der Nase bohren, wenn die Webcam läuft. Könnte ja für die Ewigkeit aufgezeichnet werden. Der mögliche Stuss, den ich im .mp4 der „Vorlesung“ verzapft habe, auch. Als Medienkonserve, lange haltbar, mehrfach verwendbar, beliebig zu reproduzieren und zu vervielfältigen.

Natürlich – auch das hört man allenthalben – geht unter den Dozenten die Sorge um, dass es heißen wird: „Na prima, seht Ihr: ging doch! Das machen wir jetzt immer so!“. Man bedenke die Sparpotentiale! Hörsäle? Seminarräume? Alles überflüssig. Und was man erst an Tafelkreiden spart! Und später natürlich auch – an Dozenten. Müssen die gar nicht jedes Jahr Vorlesungen halten! Einmal gut gemacht und konserviert – hält Jahrzehnte. So schnell ändert die Anatomie sich nicht.

Und dann natürlich: dieses leidige Präsenzstudentenwesen! Budensuche in der großen, teuren Stadt, die ewige Hin- und Herfahrerei (hier verschränkt sich das mit dem Klimaschutz), saufen, feiern und herumlungern mit dem Kommilitonen – alles überflüssig. Bei Mama und Papa daheim im Kinderzimmer sitzen, flottes WLAN, fertig ist der diskursgestählte Akademiker. Herrschaftsfrei.

Des einen Uhl ist des anderen Nachtigall, dem einen mag das obige dystopisch und grauenerregend, dem anderen utopisch und hochwillkommen sein. Ich hab‘ Kollegen, die finden das home office nur toll. Ich nicht. Aber ich trete hier nicht an, das Klagelied der tempi passati zu singen, zu beweinen, dass all das, was mir die Universität war, verloren zu gehen droht – von etwas anderem will ich reden: von der Entkörperung nämlich.

Mitten im Gejammer über die digitale Disruption des Universitätsbetriebes fiel mir nämlich auf, dass man das, was hier gerade geschieht, auch ein einen weiteren Schritt in einem historischen Geschehen, das man „Entkörperung“ nennen kann, ansehen könnte.

Sammeln, jagen, Ackerbau – das war Handanlegen, Körpereinsatz, Rennerei, physische Arbeit. Der Ochs zum Pflügen nahm uns einiges davon ab, das Pferd zum Laufen ebenfalls, Wasserkraft statt Muskelkraft, Auto, Flugzeug und so fort – unser Körper ist nicht mehr das Bewegende, sondern das Bewegte. Hand anlegen, ein Werkstück mit den eigenen Händen selbst herstellen – Handwerk hat zwar goldenen Boden, kommt aber aus der Mode.

Geistige Arbeit. Der geistige Arbeiter von einst, wollt‘ er die Produkte seiner Arbeit veröffentlichen, musste noch Hand anlegen: Feder, Papier, Schreibmaschinentastatur, er musste immerhin noch die Finger bewegen. Oder einen Schreiber heuern. Dem Lehrer, dem Vorlesenden lag die Tafelkreide in der Hand. Heute gibt’s Spracherkennungsprogramme. Muss man gar nicht mehr schreiben können. Lesen eigentlich auch nicht. Man kann sich ja digital vorlesen lassen.

Informationsaustausch am paläolithischen Lagerfeuer setzte körperliche Präsenz der Diskursteilnehmer voraus. Verschriftlichung entband davon, die Digitalisierung schreibt diese Geschichte mit anderen Mitteln und Möglichkeiten fort. Natürlich ist ein digitaler Diskurs in körperlicher Abwesenheit der Diskurrenten etwas ganz anderes als eine Unterhaltung zwischen verkörperten, präsenten Wesen – womöglich reden dort, im digitalen Raum, ja auch schon Unverkörperte mit, bots zum Beispiel.

Geistige Arbeit, auch Diskursarbeit, war Körperarbeit. Fingerarbeit auf der Schreibmaschinentastatur. Körpersprachliche Arbeit im Präsenzdiskurs. Reden ist Körperarbeit. Der Kehlkopf hat zu tun. Selbst beim Zuhören ist das Ohr nicht passiv, dort drinnen gibt’s Muskeln und rasche, aktive Zellbewegungen, die beim Hören mitwirken. Hören ist Körperarbeit. Davon, dass es richtig Arbeit sein kann, eine Dreiviertelstunde in einer langweiligen Vorlesung still zu sitzen, gar nicht zu reden. Denn nicht nur das, wovon in der Vorlesung die Rede ist, will gelernt sein, fast wichtiger noch: auch das Zuhören muss man lernen. Ebensowohl das Mitreden und -denken im Seminar.

Entkörperung. Die bots reden (und schreiben) schon mit. Hirnströme kann man übrigens auslesen, und (allerdings noch nicht genau) daraus ablesen, was das abgelesene Hirn so in etwa gerade für Bewusstseinsinhalte hat. Womöglich muss man dann ja demnächst gar nicht mehr reden oder hören, keinen Kehlkopf und kein Ohr mehr haben, vielleicht reicht ja die Hirnstrominterferenz zur Kommunikation.

Naja, wird man sagen, immerhin ein Stück Körper, ein Hirn nämlich, braucht man noch. Nun – der bot hat auch keines. Bestenfalls ein Elektronengehirn. Ergo könnte der menschliche Geist sich eigentlich auch auf einer nicht-körperlichen – will heissen: nicht-biologischen – Plattform implementieren oder dort eingepflanzt werden, am besten natürlich eine unsterbliche Plattform: Voila, das ist der Weg in den Transhumanismus. Die Entkörperung des Diskurses, die wir gerade an der Uni erleben, ist ein Stück des Weges dort hin.

Verstörend ist, dass die Entkörperlichung von Arbeit und Diskurs in sozusagen dialektischer Gegenbewegung von zwei Tendenzen begleitet wird, die deren krasses Gegenbild zeichnen: die Verrohung des Diskurses und der Körperkult. Dass der digitale Diskurs, vor allem auf den großen Plattformen, von Rohheiten, von Androhungen körperlicher Gewalt (bis hin zur Umsetzung derselben in die Tat) nur so strotzt, ist eine Binse. Und der instagrammatisierte Körperkult sowieso. Der Körper, könnte man sagen, schlägt zurück. So leicht wird man ihn nicht los.

Das sind, finde ich, schlechte Aussichten. Die Entkörperung des Diskurses führt jedenfalls nicht strack zur Vergeistigung des Menschen, sondern sperrt ihn auch in ein immer engeres Gefängnis. In’s home office. In’s Kinderzimmer. In den eigenen Körper. In die Gewalt gegen ihn und andere.

Helmut Wicht

Veröffentlicht von

Gedankenfragmente von Helmut Wicht, Dozent an der Frankfurter Universität, über Neurobiologie, Anatomie, Philosophie, Gott und die Welt. Seine eigentliche Expertise bezieht sich auf die (Human-)anatomie und die vergleichende Anatomie des Nervensystems.

29 Kommentare

  1. (“Relativ”) hervorragend diagnostiziert/analysiert. Werter Herr Wicht: Gemäß Buddhismus sind die Dinge vergänglich/unterliegen der Veränderung. Andererseits dies das Einzige zu sein scheint was dem nicht unterliegt.

    .. ein Stück Körper, ein Hirn [..], braucht man noch. Im Buddhismus gibt es/soll es Wesen geben, die nur aus Mentalität bestehen. Wirklich erstrebenswert ist dieser Zustand aber auch nicht.

    Beste Grüße.

  2. Werter Herr Krüger,

    danke für die Replik.

    Bizarrerweise bin ich der (idealistischen) Ansicht, dass alles, was ist, Geist ist (weil Sein wahrgenommen werden ist, und weil Wahrnehmen ein mentaler Akt ist) und bin damit, denke ich, dem Buddhismus nicht ganz fern, zumal ich, mit Buddha und Schopenhauer, der Ansicht bin, dass alles, was ist, Mist ist.

    Mithin nicht erstrebenswert. Also: einverstanden!

  3. Bizarr wohl insb. insofern, da es nicht der Mehrheitsmeinung entspricht. Allerdings entspricht Quantität ja nicht notwendigerweise stets Qualität.

    .. weil Sein wahrgenommen werden ist .. Sie meinen, dass Alles — jedenfalls aus menschlicher
    An-Sicht/Perspektive — (und daher subjektive) Wahrnehmung ist. Ich meine, dass es (aber) durchaus auch eine objektive/materielle Realität gibt. Da wir diese aber letztendlich (subjektiv) — in uns/unserem Körper (primär mit Hilfe des Gehirns) — verarbeiten, ist sie insf. doch “geistig”. Jedenfalls da ich diese (mentale/psychische, Bewusstseins-) Tätigkeit (eben letztendlich) als immateriell auffasse. Aber: Vorsicht Esoterik.

    Es gibt einen buddhistischen Spruch, der anfängt mit: Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet. Das, finde ich, stimmt. Nochmal: Jedenfalls aus menschlicher Sicht. Dass dem Denken Wahrnehmungen vorausgehen (W. zum D. notwendig sind) stimmt aber auch. Nichtsdesdo ist es unser “Geist” der (letztendlich) entscheidet wie wir die Dinge “sehen” – und uns eben entsprechend verhalten. Nicht von mir: It is your mind that creates this world. Wobei ich aber meine, dass es besser your world (von wegen subjektiv) heißen sollte. Die Welt objektiv/richtig/wahrheitsgemäß sehen setzt eben richtige An-Sicht voraus – “wahres” (richtiges, zutreffendes) Wissen. Und darüber bestehen bekanntermaßen unterschiedliche An-Sichten. Je nach den (individuellen) Um- und Zuständen.

    .. alles, was ist, ist Mist. Nett. Krasser (“unkultivierter”): Shyse, ekelhaft. Aber (abgesehen davon, dass es ziemlich pessimistisch rüberkommt): Wenn es nicht auch Besseres/Schöneres gäbe, hätten wir ja keinen Maßstab den Mist (überhaupt) zu erkennen .. Nicht unkomplex das ..

  4. @ Krüger @ Joker

    Ach, ich wiederhole doch nur gebetsmühlenartig die Schopenhauersche Metaphysik, über die ich nie hinausgekommen bin – die Welt ist “Vorstellung”, und “Vorstellungen” sind eben keine Materieklötzchen, sondern Bewusstseinsfragmente, mithin etwas mentales.

    Letztendlich ist es aber eigentlich wurst, ob man nun materialistsicher oder idealistischer Monist ist, oder Dualist, oder Trinitarier (Popper!), oder was auch immer. Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass irgendetwas IST (was es auch sei) und dass man sich dazu in irgendeiner Form verhalten muss, sei man nun ein Backstein oder ein Philosoph, ein Subjekt oder ein Objekt.

    Die Vorstellung, das das, was ist, Mist ist, findet sich eigentlich in allen Mythen und Religionen. Armageddons, Apokalypsen, Ragnaröks – fort mit dem alten Mist, her mit einer bessseren Welt. Oder sogar – her mit gar keiner Welt, a la Buddha. Dass das, was ist, Mist ist, davon künden nicht nur Mythen und Religionen, davon kündet auch die Welt selbst, die – qua zeitlicher Verfasstheit – dauernd Vergangenheiten auf den Misthaufen der Geschichte wirft und neue Gegenwarten schafft. Ihr Sein ist werden und vergehen. Wäre es das nicht, wäre es aber auch Mist (sagen zumindest manche), denn eine statische Welt, und sei sie noch so lieblich, wäre doch arg langweilig.

    Erhebt sich also wirklich die Frage nach dem “Negativitätsüberhang”. Ist es gut, dass etwas ist, oder wäre nicht besser nichts? Und – das ist schon wahr, Herr Krüger – welcher Massstab ist anzulegen? Schopenhauer argumentiert bekanntlich über Schmerz und Leiden, die die Freude überwögen. Aber wie wiegt man Leid, wie Freude?

    Ach, ich weiss das alles nicht. Ich stell’ – ich hab’ ja Platz – mein momentanes Lieblingsgedicht von Gottfried Benn hier ein, eine wunderschöne Klage über’s bewusste Sein:

    I

    O daß wir unsere Ururahnen wären.
    Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor.
    Leben und Tod, Befruchten und Gebären
    glitte aus unseren stummen Säften vor.

    Ein Algenblatt oder ein Dünenhügel,
    vom Wind Geformtes und nach unten schwer.
    Schon ein Libellenkopf, ein Möwenflügel
    wäre zu weit und litte schon zu sehr.

    II

    Verächtlich sind die Liebenden, die Spötter,
    alles Verzweifeln, Sehnsucht, und wer hofft.
    Wir sind so schmerzliche durchseuchte Götter
    und dennoch denken wir des Gottes oft.

    Die weiche Bucht. Die dunklen Wälderträume.
    Die Sterne, schneeballblütengroß und schwer.
    Die Panther springen lautlos durch die Bäume.
    Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer –

  5. Nicht in Lethargie verfallen,
    schaut euch doch mal eine Kochsendung an. Da ist nichts entkörpert. Da wird das Fleich in den Kochtopf geworfen, dass es spritzt, dann kommt der Deckel drauf……jetzt kann man das Kochrezept einblenden…dann setzt das Überdruckventil des Dampfdrucktopfes ein…volle Action !

    Fehlende Zuschauerstudenten lassen sich mit Gummipuppen ersetzen.
    Applaus kann man einblenden wie bei einer Soap, ……ein schräger Witz zwischenrein sorgt für Lockerheit,……dann eine gespielte technische störung, wo man erklärt, dass der Knochen gleich aus dem Bildschirm springt, man muss dabei eine Großaufnahme (Selfie) vom eigenen Gesicht zeigen, …..dann ist Schluss mit Entkörperung,
    und wenn das immer noch nicht reicht, dann fällt man vom Stuhl und erklärt den Zuschauern, dass man jetzt ins Krankenhaus müsse. Für die Fachkundigen erklärt man auch die Namen der Knochen, die gebrochen sind.
    Wetten, dass sich die Zuschauer wieder einblenden um zu erfahren wie es dem blogmaster ergangen ist.

  6. „Allenthalben hört man, wie die Unis sich selber auf die Schulter klopfen – wie rasch und toll man, aus dem Stand, sozusagen, aber dem Stand der Dinge geschuldet, also viral, sozusagen, um nicht zu sagen: disruptiv, geradezu, das mit der Digitalisierung der Lehre hinbekommen habe, wie man das, was so zu sagen ist, sozusagen in no time digital verfügbar gemacht habe, und mit welcher, sozusagen: überbordender Begeisterung die Studentenschaft diese Angebote angenommen habe.“

    Warum klagen dann mancherorts Studierende, dass das Corona-Semester ganz und gar verloren sei, weil ein großer Teil der Veranstaltungen nicht stattfinden konnte. Im Gegensatz zu den Schulen wird in der Presse über die Unis in Zeiten von Corona kaum berichtet. Vermutlich soll niemand erfahren, dass einige deutsche Universitäten mit der modernen Technik etwas überfordert sind. Falls sich das im nächsten Semester nicht ändert, wird man an einigen Fakultäten mit einer Häufung unfreiwilliger „Studienabbrecher“ rechnen müssen.

    • @ Mona (vom 18.6.)

      Doch, die Tagespresse (ich hab’ da so einen Pressespiegel für Universitäres von der Hochschulrektorenkonferenz abboniert) ist voll von Berichten über das Geschehen an den Unis. Die Meldungen, das ist wahr, sind schon gemischter, als ich das in meinem Text – bewusst polarisierend – dargestellt habe. Der Tenor aber – zumindest was die Äusserungen der Hochschullehrer angeht – ist die Sorge. Der oft gehörte Vorwurf, die Universitäten seien mit der Technik überfordert, trifft, wie ich finde, nicht zu. Zumindest nicht, was Hard- und Software angeht, das funktioniert an meiner Alma mater ganz gut, den ITlern sei Dank. Was _nicht_ so recht funktioniert, ist die digitale Didaktik – aber das war ja gerade der Gegenstand meiner Klage, sie _kann_ die Präsenz gar nicht ersetzen, und das gilt ja nicht nur für die Unis, sondern für jede Form der digitalen Konversation.

      Es schägt mir halt auf’s Gemüt. Ich werd’ melancholisch und vermisse die Unterhaltungen nicht nur mit den Studenten, sondern auch mit den Kollegen (viele im HomeOffice). Uni war für mich immer der Ort, wo man auch abseits der Lehrveranstaltungen immer an jemanden heranlief, mit dem man – ad hoc – ein Gespräch über irgendetwas anfangen konnte, und es waren halt meist Gespräche, bei denen die Teilnehmer zumindest versuchten, geistreich zu sein und etwas voneinander zu lernen.

  7. Mona,
    der direkte Kontakt zwischen Student und Dozent ist durch Nichts zu ersetzen. Es ist ja so , dass bei einigen Dozenten der Hörsaal überfüllt ist, beim anderen Dozenten ist gähnende Leere.

    Das kommt daher, dass im Hörsaal nicht nur Wissensvermittlung stattfindet, sondern auch “Unterhaltung auf emotionaler Ebene”.

    Wenn jetzt demnächst vielleicht noch Vorlesungen per Video stattfinden sollen, dann müssen sich die Dozenten überlegen, wie sie so eine Vorlesung aufpeppen können.

  8. The Hitch-Hikers Guide to the Galaxy: ∫Ψ = 42 (Die Antwort auf das Leben, das Universum und einfach alles…)
    Mit einer Integrationskonstante C=42 kann man auch schreiben:
    ∫Ψ = 0, und wenn ∫Ψ alles ist, ist Alles Nichts.
    Und aus nichts kann man alles folgern: Ψ = 0 = + ψ – ψ (usw.) Wenn wir -ψ nun anders beschreiben als +ψ, z.B. -ψ=χ-c (χ für Chemie), +ψ=β-k (β für Biologie) und die Physik etc in den jeweiligen Konstanten unterbringen, oder direkt in der Welt Ψ, können wir die ganze Welt aus Nichts aufbauen (was unsere mathematischen oder religiösen Weltmodelle ja machen), oder auf nichts zurückführen.

  9. @ Wicht

    Nie hinausgekommen … Die Welt ist Vorstellung. Na das ist doch ein sehr gutes “Nie-hinausgekommen”. Die Welt spielt sich, aus menschlicher Sicht, doch (letztendlich) nur in unseren Köpfen ab.

    Auch das ist sehr zutreffend: .. dass irgendetwas IST [..] und dass man sich dazu in irgendeiner Form verhalten muss.

    Her mit gar keiner Welt, a la Buddha. Na ja: Nihilismus ist Buddhismus nicht. Zugegebenermaßen jedoch ist Nirwana ein recht sperriger Begriff.

    Der Welt Sein ist werden und vergehen. Wäre es das nicht, wäre es aber auch Mist (sagen zumindest manche), denn eine statische Welt, und sei sie noch so lieblich, wäre doch arg langweilig. Zugegeben: Ein schwieriger Punkt. Auch manchmal-öfters für mich: Langeweile (ich bin Rentner). Immer “lieblich” (glücklich, guter Gemütszustand usw.) wäre doch OK. Besser als Gar-nichts-sein. Obwohl: Gar-nichts-sein ist zumindest/wenigstens auch “leidfrei” sein. Aber man möchte doch lieber Etwas sein. Wir haften normaler-/natürlicherweise (und nachvollziehbarer-/verständlicherweise) halt am Leben. Wie gesagt: Nicht unkomplex.

    Schmerz und Leiden überwiegen. Ich denke schon, dass das stimmt. Aber es gibt auch schlimmere Existenzformen als die menschliche.

    Wie wiegt man Leid, wie Freude. Indem man die Dinge so sieht wie sie wirklich sind – sagt der Buddhismus. Und da sind viele leidhafter als man gemeinhin vermeint. Da wir aber nicht dumm sind arbeiten wir an der Verbesserung. Und haben auch (z.B. medizinische, technische) Fortschritte gemacht.

    Das Benn-Gedicht ist durchaus klug/interessant. Eben habe ich Mal die Wikipediaseite zu ihm (schnell) gelesen. Und dachte wieder (wie so häufig bei Lebensläufen): Ein Leben/Schicksal (auch im budd. Sinne von Karma) … “Us humans us humans”

    Nochmal zu Mist (“Mistizysmus”). Zwecks Vermeidung des Dualismus/der Dichotomie (der “endlosen” Relativität) von was Mist und Nichtmist (Leid, Nichtleid usw.) ist, kann man auch (zur philosophischen Vereinfachung *) nur einen Begriff benutzen. Entweder Freude oder Leid (i.S.v. dass es nur Freude oder Leid gibt). Und dann sagen, dass Leid eine schwache Form von Freude ist. Oder Freude eben eine schwache Form von Leid .. Nun denn ..

    * https://bewegungen.files.wordpress.com/2009/12/wibewe_witz.gif

  10. @ H.Wied

    der direkte Kontakt zwischen Student und Dozent ist durch _Nichts_ zu ersetzen.

    Ich glaube, daß ist ganz in Helmuts Sinne. 🙂

  11. @ H.Wied

    “der direkte Kontakt zwischen Student und Dozent ist durch _Nichts_ zu ersetzen.”

    Ich glaube, das ist ganz in Helmuts Sinne. 🙂

  12. “In die Gewalt gegen ihn und andere.”
    Man sollte auch den Zeitgeist berücksichtigen. Der geht im Moment in Richtung Destruktion, in allen Bereichen, wenn es sowas gibt wie Entkörperlichung, dann auch in diesem Punkt auf eine dumme Art und Weise, die die Primitiven nach oben spült und die anderen benachteiligt.
    Beispiel Digitalisierung- die kam hoch, zeitgleich mit der neoliberalen Regression, also ist auch die Digitalisierung in vielen Punkten destruktiv. Verschwinden wird sie deshalb nicht, wenn die Regression zusammenbricht, aber sie wird sich ändern (müssen).

  13. Hirnströme lesen können ? Was wollen sie da für ein Unglück über die Menschheit bringen, wenn jeder wirklich sehen kann, was der andere über ihn denkt und wie er ihn manipulieren will ? Politiker, Werbeindustrie, Chefs, werden plötzlich “nackig” gemacht wie der Kaiser mit seinen neuen Kleidern. Ihre Körperarbeit ,also ihre Arbeit mit den Händen und Füßen, die ihre Meinungen so eindrucksvoll unterstützen sollen, werden plötzlich sinnlos. Der Körper ist wahrscheinlich der einzigste Teil am Menschen der nicht lügen kann da er authentisch ist . Also wird wohl eine “Entkörperung” bei dieser Spezies nie stattfinden.

  14. Querdenker
    Ich meine, Herr Wicht meint mit Entkörperung, dass wir bei der Kommunikation nicht mehr physisch in Kontakt treten müssen.

    Es ist richtig, dass der Körper nicht lügt. Aber jeder Taubstumme kann die Körpersprache lesen.

    Dass wir irgendwann die Hirnströme messen und entziffern können, das wird nicht zu verhindern sein . Da können wir aber auch sicher sein, dass der Mensch einen Weg findet “falsch zu denken”. So wie wir im Traum träumen, dass wir schlafen, so können wir auch auf verschiedenen Ebenen denken. Lügner haben das zur Perfektion gebracht.

  15. Das Web führt zu Zweierlei :

    1.) zur Information derjenigen, die verstehen
    2.) zur Information derjenigen, die dies nicht tun und irgendwie abstrahieren, zu dem Schluss kommen, dass so nicht gesagt werden darf, und sich in der Folge, exponieren, auch : beleidigend werden und sich derart exponieren, gerne auch ohne Namensnennung (den sogenannten RL-Namen meinend)

    Derart ist nun einmal global oder globalistisch festzustellen, es ist nunmehr so, dass jemand, der Etwas sagt, nun ein Gegner oder gar Feind von vielen Millionen werden kann bis muss.

    Hier gibt es dann die beiden grundsätzlichen Möglichkeiten stehend zu bleiben oder zu bücken, zu knien.
    “Knien” ist idR sozusagen ökonomischer, ergonomischer.

    Es ändert sich einiges, es wird hier insbesondere auch Web-Kompetenz verlangt, die Welt ändert sich, “the Times they are changi-ing”.

    Es wird sich ändern,
    Dr. Webbaer

  16. Kommentatorfreund Dr. Webbaer,
    das ist eine bemerkenswerte Äußerung:
    “Derart ist nun einmal global oder globalistisch festzustellen, es ist nunmehr so, dass jemand, der Etwas sagt, nun ein Gegner oder gar Feind von vielen Millionen werden kann bis muss.” Aber auch den Leuten aus der Seele reden kann.

    Damit kann jeder zu einem Lenin, Goebbels oder Duce werden.
    Die Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen.
    Genau so bemerkenswert ist der fehl geschlagene Auftritt von D.T. Das Web macht vieles möglich, was wir noch nicht einmal im Ansatz erahnen.

  17. Vergleiche :

    Informationsaustausch am paläolithischen Lagerfeuer setzte körperliche Präsenz der Diskursteilnehmer voraus. Verschriftlichung entband davon, die Digitalisierung schreibt diese Geschichte mit anderen Mitteln und Möglichkeiten fort. Natürlich ist ein digitaler Diskurs in körperlicher Abwesenheit der Diskurrenten etwas ganz anderes als eine Unterhaltung zwischen verkörperten, präsenten Wesen – womöglich reden dort, im digitalen Raum, ja auch schon Unverkörperte mit, bots zum Beispiel.

    “Da draußen” (Dr. W spielt an dieser Stelle versöhnerisch diesen großartigen Song ein) :
    -> https://www.youtube.com/watch?v=ZFtMtalfa_Q (einer der größten Songs Deutscher, wie einige finden)

    Dr. W definiert wie folgt, orientiert sich womöglich auch irgendwie! an diesem Film:
    -> https://en.wikipedia.org/wiki/2001:_A_Space_Odyssey_(film)


    Es gilt dem Wesen, das war, sein kann und auch wieder sein kann, nachzuspüren, es gilt den hier gemeinten Primaten als das, was er ist, wahrzunehmen, auch gerade auch seine Rahmenbedingungen.
    Dr. W hat auch deshalb den obig webverwiesenen Song der womöglich besten Band der Welt hervorgekramt.


    Schönheit im Web ergibt sich durch die Selektion, durch besonderen Zugriff im Bereich des derart Möglichen, durch Willkür lettzlich.

    Es gilt sich im Web, wie einige finden, vom Körper zu trennen, Dr. W räumt an dieser Stelle ein nicht seine sozusagen körperliche Meinung zu vertreten, sondern eine abstrakte, eine idiotische (im Sinne des Begriffs, der Idiot ist im Altgriechischen als Privatier und fern des politischen Geschäfts zu verstehen), er nagt an dem hiesigen Inhaltegeber, steht ihm nicht fern und versucht nur so besser zu sein (was ihm aus diesseitiger Sicht gelingt), Dr. W verfügt schon über besonderes Talent, das anderes besonderes Talent zu schätzen weiß.

    MFG -Wb

  18. Das Web macht vieles möglich, was wir noch nicht einmal im Ansatz erahnen. [Kommentatorenfreund H.Wied]

    Dr. Webbaer ist im Bereich der netzwerkbasierten Kommunikation, Nomen est Omen, ein sog. Early Adaptor und diesbezüglich schon mehr als vier Jahrzehnte im Geschäft, anfänglich am “Uni-Rechner” und in sog. Mailboxen, als Jungbär langsam beginnend, er hat das Web nicht erfunden, abär er hätte es erfunden, wie nachträglich, aus dem Ex Post heraus und megaloman vielleicht angemerkt erden darf.

    Er ist, wie wohl auch der hiesige werte Inhaltegeber diesbezüglich maßlos sozusagen enttäuscht, denn der hier gemeinte Zivilisationssprung, der erste war die Erfindung der Sprache, der zweite die Erfindung der Schrift, der dritte die Erfindung der schnellen Replikation von Schrift, a.k.a. Buchdruck, der vierte Ziviliationssprung liegt also gerade an, kann zu derartiger Aussage verleiten :
    -> ‘Dass der digitale Diskurs, vor allem auf den großen Plattformen, von Rohheiten, von Androhungen körperlicher Gewalt (bis hin zur Umsetzung derselben in die Tat) nur so strotzt, ist eine Binse. Und der instagrammatisierte Körperkult sowieso. Der Körper, könnte man sagen, schlägt zurück.’ [Artikeltext]
    Und Dr. Webbaer kann sie verstehen, regt abär doch an vor allem das Gute im Bereich der Webkommunikation zu sehen, denn nunmehr ist es möglich, dass sozusagen alle die Nachricht eines Einzelnen lesen können und dies gar zeitnah.

    Das Web ist eine einzigartige Chance.
    Webphilosophen werden gebraucht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  19. Dr. Webbaer,
    gerade lese ich, der Dr. gehört hinter den Namen.
    Wenn Sie mal an ein update denken, dann schlage ich vor
    Webbaer Dres philweb (ein Dr. für die Philosopie, ein Dr. für das Web)
    Dr.Dr. wär auch nicht schlecht !

    So jetzt sachlich,
    die Kontrolle über das Web wird zum wichtigsten Faktum.
    Wenn Eintrittskarten , wie bei D.T. , über das Web vergeben werden, dann kann Einfluss genommen werden. Wenn Abstimmungen elektronisch erfolgen, dann kann Einfluss genommen werden.
    Die Entkörperung ist die direkte Folge des Web.

  20. Sog. Cancel Culture, dieser Begriff ist erst in diesem Jahr gefunden, erfunden worden, ist sozusagen das Gegenteil des Web-Gedanken.
    Dr. W hat einige Kampagnen verfolgt in denen es darum ging Meinung und Meinungsgebende abzuschalten, im Web sollte abär folgender Satz gelten :

    Und Du kannst noch so doof sein, im Web gibt es immer noch einen, der ist döfer!

    (Wobei dieser Satz auch für die Verständigkeit gelten könnte, zudem kennt die Harthörigkeit (“doof”) keinen Komparativ, korrekt.)
    Sicherlich spielt die Abwesenheit des Leiblichen im Web eine große Rolle, jeder, der ein Pseudonym dort nutzt, ist sozusagen eine Kunstfigur.
    Sicherlich misst der hiesige werte Inhaltegeber und Anthropologe die Leiblichkeit, sie kann ihm im Web nicht gegeben werden, sein Anspruch bleibt hier nachvollziehbar.
    Vielleicht sollte Dr. Webbaer im Web als Philosoph stärker hervortreten, auch bundesdeutsche Medien meinend, er könnte schon mit großartigen bundesdeutschen Kräften der Bauart Lobo und Precht ein wenig konkurrieren wollen.

    Mit freundlichen Grüßen und eine schöne KW 26,
    Dr. Webbaer

  21. Dieter Meinert schrieb (18.06.2020, 16:58 Uhr):
    > The Hitch-Hikers Guide to the Galaxy: […] 42 (Die Antwort auf das Leben, das Universum und einfach alles…)

    Zumindest ist die Antwort auf die letztendliche Frage nach dem Leben, dem Universum, und einfach Allem laut dem “Hitchhikers Guide to the Galaxy” der Wert 42 (in der üblichen Interpretation als Dezimalzahl).

    > ∫Ψ = 42 […]

    Derartige Symbolik ist im “Hitchhiker’s Guide” allerdings nicht enthalten; weder mit noch ohne ausdrücklich benannte Integrationsvariable.

  22. Dr. Webbaer schrieb (22.06.2020, 00:45 Uhr):
    > […] Zivilisationssprung, der erste war die Erfindung der Sprache, der zweite die Erfindung der Schrift, der dritte die Erfindung der schnellen Replikation von Schrift […]
    > Webkommunikation […] nunmehr ist es möglich, dass sozusagen alle die Nachricht eines Einzelnen lesen können und dies gar zeitnah.

    Dem schließt sich der Zivilisationssprung an, mit dem sich schon unser hier inkarnierter Schrift-Replikations-Beherrscher in seiner obigen Diskursvorlage andeutete:

    Die Befreiung des Wunsches bzw. (je nach Zivilisations-Ausprägung) Bedürfnisses nach Diskurs-Verwirklichung (mit wahlweiser Intensität) von eventuellen Wünschen und Verfügbarkeiten anderer körperlich-biologisch ausgeprägter diskursiver Korrespondenten.

  23. Gerade die Anatomie lässt sich gut entkörpern: Bildatlasse haben das schon in der vordigitalen Zeit getan, virtuelle anatomische Bodies tun es in der Digitalen.
    Anstatt Entkörperung nennt man es allerdings eher Visualisierung/Simulation. Die Entkörperung öffnet sogar ganz neue Möglichkeiten. Beim realen Körper, der im Anatomiesaal liegt, weiss man nämlich nicht, was unter der Oberfläche liegt – mindestens solange nicht wie man nicht zum Skalpell gegriffen hat. Der virtuelle Körper aber verschafft den Gratis-Durchblick – und das in beliebigen Schnittebenen Und vielleicht sogar noch animiert.
    Es fehlt allerdings noch die Entkörperung der Studenten, Lehrer und Professoren. Die ist tatsächlich schwieriger zu erreichen – mindestens heute noch. Eine mögliche Lösung: Vielleicht geistern Studenten und Professoren irgendwann auch als virtuelle Figuren im Cyberspace herum. Homeoffice ist dann kein Problem mehr, denn das Homeoffice ist dann die ganze digitale, virtuelle Welt. Und reale Körper braucht’s dann nicht mehr: die können entkörpert werden!

  24. Stephan Schleim schrieb (02.07.2020, 14:56 Uhr):
    > […] lieber Helmut[…]! […] dir Thomas Fuchsens neue “Verteidigung des Menschen: Grundfragen einer verkörperten Anthropologie” […] wärmstens empfehlen!

    Wir viele Anderen jedoch, die damit höchstens nur halbherzig angesprochenen restlichen, namen- und SciLog-los kommentierend stets Verbleibenden, die wir (der bloßen Hoffnung halber) knapper, schriftlich(-entkörperlich!-)ter Rede tiefen Sinn hochhalten wollen, mögen uns fragen:

    Was, zur Hölle, reimt sich auf “verkörperte Anthropologie” --
    und hinkte nie ?

    • tldr: Warum hat der wärmstens empfehlbare Thomas Fuchs keinen SciLog, oder wenigstens einen verlink- und kommentierbaren SciLog-Gastbeitrag ? Und also: Warum auch Du, lieber namenloser Kommentator, auch nicht ? — Du sollst Dir wohl keinen Namen (sei’s “Anti-Schulz”, “Anti-Pössel”, “Anti-Jäger”) machen dürfen ?!?

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