Endlich…….

BLOG: Abenteuer Geschichte – Archäologie unterm Galgen

Geköpft und mit Steinen beschwert – archäologische Spuren von Hinrichtungen und Abwehrzauber in Mittelalter und Neuzeit
Abenteuer Geschichte – Archäologie unterm Galgen
....nach interessanten Funden und Befunden aus der Urgeschichte....
….nach sehr interessanten Funden und Befunden aus der Urgeschichte (Suchbild)…
...finden wir, was wir eigentlich hier vermuten!
…finden wir, was wir eigentlich hier vermuten!

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Da wird zwar noch kritisch geschaut....
Da wird zwar noch kritisch geschaut….
..aber dann wird gezeichnet.
..aber dann wird gezeichnet.

 

Hurra! Die ersten Skelettfragmente sind da!

Bei schönstem Wetter drang das Grabungsteam heute weiter in die Tiefen des märkischen Waldbodens vor auf der Suche nach spektakulären Knochenfunden und anderen kleinen Schätzen. Mit sprühendem Enthusiasmus und der Einsatzbereitschaft der Grabungsleiterin wurde außerdem versucht zukünftiges Grabungspersonal zu akquirieren. So besuchte noch am Vormittag eine Gruppe von Schülern aus Potsdam den Galgenhügel, um etwas über Richtstätten zu erfahren und den Ausgräbern beim Buddeln und Kratzen über die Schulter zu schauen. Für ein Archäologie-Studium konnte sich aus unerfindlichen Gründen zwar trotzdem spontan niemand begeistern, doch das wäre bestimmt anders gewesen, wenn die Schüler erst gegen Mittag den Hügel erklommen hätten, denn da staunten wir nicht schlecht über den ersten entscheidenden Fund.

Zuvor gaben bereits die ersten langersehnten Befunde in den Westsondagen Anlass zur Freude. Heute konnte auch hier die erste Scherbe gesichtet und eingetütet werden. Auch ein metallischer Kleinfund wurde geborgen sowie eine auffällige Steinaufschichtung geschnitten. Was sich allerdings unter der Steinformation verbirgt, wird noch herauszufinden sein.

Auch in den Ostsondagen wurden weiterhin zahlreiche Abschläge, kleine Knochenreste, Scherben und auch etwas Holzkohle für eine mögliche C14-Untersuchung gefunden.

Der bemerkenswerteste Befund kam jedoch erst im Anschluss an die Ostsondagen zum Vorschein. Das ganze Grabungsteam brach in lauten Jubel aus, als hier die ersten eindeutig identifizierbaren jüngeren menschlichen Knochenreste zu Tage traten. Ein Beckenknochen, Fragmente von Röhrenknochen und auch ein kleines Stück eines Schädels konnten bereits identifiziert werden. Wie der Zufall so will, befinden sich die Knochen nur wenige Zentimeter entfernt von einer der ersten kleinen Sondagen, die man bereits im Mai angelegt hatte und die nun erweitert wurden. Zur Feier des erfolgreichen Grabungstages gab es dann auch für jeden ein Eis, da man leider bereits die jahrelang kühl im Galgenhügel gelagerte Champagnerflasche (Sondage 5) mitgenommen hatte.

Hoffentlich werden die nächsten Tage und Wochen ebenso befundreich und die hohen Kiefern die Arbeiten nicht allzu sehr behindern.

 

Mareike

 

Zu meiner Person: Dr. phil., Historikerin/Archäologin M.A. Schwerpunkt: Rechtsarchäologie, archäologische und historische Richtstättenerfassung

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