Glauben
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Wenn man mit einer Gruppe von Personen eine hypnotisch-suggestive Handkataplexie-Übung durchführt – „Deine Hand klebt am Tisch, Du kannst sie nicht mehr bewegen“ –, gibt es drei mögliche Ausgänge auf Seiten der Teilnehmer: Bei einigen, vielleicht sind es 10-30%, klebt die Hand fest am Tisch, es ist völlig unmöglich, dass sie sie noch bewegen; bei einem weiteren Drittel gibt es durchaus einige ungewöhnliche Empfindungen, aber wenn diese Probanden ehrlich wären, müssten sie zugeben, dass der Test nicht funktioniert hat; und beim Rest tut sich genau gar nichts, obwohl sie sich bemüht haben, wenngleich vielleicht teilweise etwas lustlos oder unbeteiligt.
Die Suggestion ist ein performativer Sprechakt, der bewirken soll, was er beschreibt, der die Wirklichkeit wahrnehmbar erschafft und hervorruft, indem er sie vorwegnehmend beschreibt. Dass der Hypnotiseur die Hand einer Person allein mit der Kraft seiner Intention und seiner Worte am Tisch festkleben kann, erscheint nahezu als paranormaler Akt von Telepathie und Psychokinese. Bemerkenswert ist, dass Suggestionen grundsätzlich im Präsens formuliert werden, der Hypnotiseur sagt nicht: „Die Hand wird am Tisch kleben etc.“, sondern „Die Hand klebt am Tisch fest etc.“ – während sie zu Beginn ja ganz offensichtlich noch nicht am Tisch klebt. Der Hypnotiseur redet die intendierte Wirklichkeit herbei, als liege sie verborgen unter der alltäglichen Wirklichkeit und müsse dort durch aufmerksame Beobachtung entdeckt werden. Er weckt nach und nach eine Überzeugung bei den Probanden, indem diese ihre Aufmerksamkeit mehr und mehr auf vorstellungskonforme Empfindungen richten und diese dadurch immer weiter verstärken, bis es sich um klare Wahrnehmungen einer Realität handelt (ideomotorisches bzw. ideodynamisches Prinzip, Carpenter-Effekt). Dies setzt voraus, dass sie eine präzise Vorstellung von der seitens des Hypnotiseurs gewollten Wirklichkeit entwickeln und diese im Bereich ihrer Empfindungen wirksam werden lassen, indem sie sich intensiv vorstellen, wie es tatsächlich wäre, wenn ihre Hand am Tisch festklebte. Knapper könnte man auch formulieren: Sie tun so als ob – und vergessen dabei, dass sie nur so tun als ob (die Aufmerksamkeit wird ja auf anderes gerichtet!). Das Geschehen im Probanden selbst spielt dabei eine wesentlich größere Rolle als das Handeln und Sprechen des Hypnotiseurs.
Aus der jahrzehntelangen Forschung zur Suggestibilität als Persönlichkeitsmerkmal ist bekannt, dass Personen sich sehr stark hinsichtlich ihrer Hypnotisierbarkeit unterscheiden; die ideo-dynamische oder auch psycho-somatische „Durchlässigkeit“ ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, will sagen: Für einige von uns gehen bestimmte Vorstellungen sehr unmittelbar mit bestätigenden Empfindungen und Wahrnehmungen einher, sodass die Vorstellung absolut überzeugend und real erscheint, während andere immer auf kritisch-diskursive Distanz zu ihren Gedanken und Vorstellungen bleiben.
Meine These lautet: Der psychologische Vorgang bei einer unverdächtigen Hypnoseübung illustriert die gesamte Psychologie des religiösen Glaubens und alle Typen religiös Gläubiger und Ungläubiger; er veranschaulicht die Natur des Glaubens. Auch in anderen, nichtreligiösen Bereichen unterscheiden sich Menschen sehr stark darin, wie sehr sie sich identifizieren mit dem jeweiligen „Spiel“ und der Rolle, die sie Tag für Tag darin spielen, z.B. bei der Arbeit, sodass dies ihre wirkliche Realität und Identität wird. Aber im Weiteren soll es vor allem um das Thema religiöser Glaube gehen.
Ein rationaler Umgang mit heiligen Texten und religiösen Traditionen bestände darin, sich über deren propositionalen Gehalt zu verständigen: Was sagt der Text genau, was sind die Thesen – z.B. Thesen weltanschaulicher Art oder ethische Thesen? Welche Gründe und Argumente werden für diese Thesen vorgebracht? Gibt es überzeugende Alternativen und Gegenargumente, mit denen man die These bestreiten könnte? Auf welche ästhetische Wirkung zielt der Text, welche ethischen Empfehlungen enthält er? Aber diese Form der Lektüre ist denkbar weit entfernt von einem religiösen Umgang mit diesem Material. Bei der religiösen Lektüre eines heiligen Textes „vertieft“ man sich in den Text, bringt sich vielleicht sogar durch Gebet zunächst „in die Gegenwart des Heiligen Geistes“, um den Text wirklich in seinem übernatürlichen Sinn begreifen und aufnehmen zu können, man meditiert den Text, „lässt ihn auf sich wirken“, „lässt ihn zu sich sprechen“ – kurz: Man begibt sich autosuggestiv in den Zustand einer Dissoziation, in eine religiöse Trance. Einige wenige von uns (die besagten 10-30%, siehe oben) werden dann tatsächlich starke religiöse Empfindungen haben, die sie von der Wahrheit und Realität des gelesenen heiligen Textes zutiefst und spürbar überzeugen; viele von ihnen werden Mönche, Nonnen, Priester, Missionare usw. Sie sind bereit, für ihren Glauben auf die Ehe, auf Kinder zu verzichten, vielleicht sind sie sogar bereit, für ihren Glauben zu sterben oder zu töten. Ein weiteres Drittel wird „irgendwie“ „irgendwas“ spüren nach dem Motto: da könnte schon was dran sein, aber … Wären diese Personen ehrlich, müssten sie zugeben, dass sie nichts Besonderes gespürt haben; diese werden Theologen/-innen oder Kirchenbeamte. Und der Rest wird mit diesem trance-induzierenden „Lektüreritual“ gar nichts anfangen können. Sie hätten lieber einfach nur den Text als Literatur gelesen und kritisch-diskursiv besprochen im Lichte anderer Texte und Traditionen. Diese Personen stehen befremdet bis amüsiert außerhalb der Religion, obwohl sie vielleicht viel mehr darüber wissen als Gläubige; sie gelten als religiös „unmusikalisch“, vielleicht fehlt ihnen aber auch nur der notwendige Ernst und Ehrgeiz.
Man entscheidet sich keinesfalls selbst, zu welcher Gruppe von Personen man gehört. Es gibt Menschen, die schwören Stein und Bein, dass niemand sie hypnotisieren kann – manche von ihnen sind jedoch die einfachsten „Opfer“ guter Hypnotiseure. Andere sind „total begeistert“ von Hypnose – aber tatsächlich tut sich bei ihnen gar nichts, kein einziger Suggestibilitätstest wird bestanden, von hypnotischer Trance keine Spur. Es ist die unterbewusste Ausrichtung von Aufmerksamkeit, die über Erfolg und Misserfolg der Suggestion entscheidet. Wenn es dem Hypnotiseur (und dann dem Probanden) gelingt, die Aufmerksamkeit komplett zu bündeln und im Erleben „aufgehen“ zu lassen, ist er am Ziel – wenn die Aufmerksamkeit jedoch irgendwie geteilt bleibt und nur aus sicherer Distanz auf die Sache gerichtet wird, wenn also Zwei-fel bleiben, sodass diskursiv-kritisches Denken jederzeit möglich bleibt, geschieht wahrscheinlich gar nichts. Man kann nicht frei wählen, ob man glaubt oder nicht, man ist vielmehr dazu erwählt oder nicht; man verfügt über die Gnade, glauben zu können, oder eben nicht.
Glaube macht in verschiedenen Zusammenhängen sehr viel Sinn: Wann immer Sie etwas intensiv und leidenschaftliche erleben und genießen wollen, benötigen Sie ausschließliche und gebündelte Aufmerksamkeit für diese eine Sache, auf die sie sich zu 100% und ohne Zweifel einlassen; jedes „Aber“ bleibt außen vor. Das fängt beim Essen gehen in einem feinen Restaurant an; geht über den Fußballfan, der beim entscheidenden Spiel seiner Mannschaft völlig aus dem Häuschen ist; und endet beim Sex, bei dem Sie sich in einer ekstatischen Explosion der Sinne selbst verlieren (hihi). Wir meinen diese tiefgehende, auf das Unterbewusste zielende Psychologie, wenn wir sagen, dass ein Forscher, Sportler oder Geschäftsmann an seinen Erfolg „glauben“ muss (dabei wissen wir, dass das nicht einfach gefordert und per Knopfdruck angeschaltet werden kann). Glaube werden Sie auch benötigen, wenn Sie in eine ernsthafte Praxis der Meditation einsteigen oder wenn Sie Yoga, Qigong und Taijiquan mit Hingebung praktizieren wollen. Und jede Kunst – Schauspiel (eine besonders offensichtliche Form des „so tun als ob“), Musik, bildende Kunst – lebt vom Glauben an die Bedeutung und Einzigartigkeit künstlerischen Seins und Handelns, also von einer psychologisch tief wurzelnden Identifikation mit diesen Tätigkeiten und Rollen. (Am besten ist, man wählt diese Berufe nicht selbst, sondern fühlt sich zu ihnen von höherer Stelle berufen.) Glaube ermöglicht nicht nur sehr intensive subjektive Erlebnisse. Durch die tiefgehende und umfassende Bündelung von Aufmerksamkeit sowie die gesteigerte Motivation kommt es auch zu objektiven Höchstleistungen, deren Zustandekommen ohne diesen Glauben (an sich selbst, an den Erfolg, an Gott, usw.) undenkbar erscheint. Leider beseelt ein solcher Glaube auch die Gräueltaten und Tabubrüche politischer und religiöser Extremisten. Jede Technik kann missbraucht werden, auch jede Psychotechnik.
Glaube ist eine Psychotechnik, aber keine, die man einfach bei sich anknipsen kann. Der Glaube ergreift einen und bestimmt dann die Identität, Sprechen und Handeln, die Lebensrealität dieser Person. Letztlich ist dies alles self-made; es gibt keine Fremdsuggestion ohne Autosuggestion. Die Person entdeckt keine verborgene vorhandene Realität, sondern kreiert sie vollständig mittels ihres Glaubens, sie redet es sich fortlaufend ein (bzw. etwas in ihr redet es ihr fortlaufend ein). So lässt sie eine Vorstellung Wirklichkeit werden. Diese Tätigkeit läuft aber nicht wie sonst aktiv-intentional-diskursiv, sondern autosuggestiv-dissoziativ ab – und wirkt dadurch hinsichtlich der erlebbaren Effekte umso überzeugender für den Glaubenden. Nur wenige sind zu dieser speziellen Psychologie in der Lage (10-30%) – und dieses Glaubenstalent befähigt viele von ihnen zu außergewöhnlichen Spitzenleistungen in ganz verschiedenen Gebieten, auch im Bereich der Religion (Heilige). Dazu kommen noch mal ca. 30% wohlwollende, aber mediokre Epigonen und Mitläufer, die sich wünschen, dass ein bestimmter Glaube wahr sei, obwohl sie selbst nichts davon spüren; sie glauben quasi, ohne „zu sehen“ (Joh 20,29), sie glauben den Zeugen.
Die Inhalte eines Glaubens sind grundsätzlich Artefakte – an Tatsachen muss man nicht glauben, die nimmt man einfach zur Kenntnis. Man kann der Physik vieles zutrauen, man kann ihren Einsichten auch vertrauen – aber man glaubt nicht an Physik; das wäre schlicht die falsche epistemische Einstellung zur Wissenschaft. Die durch Glauben erzeugten Artefakte können (und sollten) einem ästhetischen und ggf. einem ethischen Urteil unterworfen werden, auch von außen her (z.B. staatlicherseits). Aber es macht bezüglich diverser Glaubensinhalte meist wenig Sinn, epistemisch die Wahrheitsfrage zu stellen: Können Hände per Gedankenkraft wirklich an Tischen festgeklebt werden? Nein, natürlich nicht; aber man kann fest daran glauben und so tun, als ob es so wäre, und dann haben manche das Gefühl, dass die Hand tatsächlich am Tisch klebt (aber objektiv gesehen klebt sie nicht am Tisch fest). Der religiöse Glaube bringt für den Gläubigen eine erlebbare religiöse Wirklichkeit hervor, die ihm womöglich realer als die Alltagsrealität erscheint.
Als problematisch für die Diskussion erweisen sich meist methodisch unzulässige Vermischungen von religiösen und wissenschaftlichen Weltbildern, z.B. im Bereich Schöpfung versus Kosmologie und Evolution. Schwierig ist auch das Vordringen religiöser Vorstellungen in den politischen Raum eines sich als weltanschaulich neutral verstehenden Staates.
Es ist dem Gläubigen infolge der in ihm ablaufenden Psychodynamik tatsächlich nicht zugänglich, dass ihm von anderen eingeredet wurde, was er glaubt, und dass er es sich selbst immer weiter einredet, obwohl objektive Evidenz fehlt; er befindet sich in einem Zustand fortlaufender Autosuggestion und kann sich nicht selbst aus der hypnotischen Trance befreien. Der starke Wunsch, an etwas zu glauben, und auch der Wunsch nach außergewöhnlichen Einsichten, Offenbarungen und Weltwahrnehmungen ist bei manchen sehr stark ausgeprägt. Für Gläubige ist die Vorstellung eines Glaubensverlusts bedrohlich. Wenn jemand sich für begnadet hält, ist eine narzisstische Komponente kaum zu übersehen. (Ebenso ist bei vielen Ungläubigen eine Portion Neid unübersehbar.)
Wenn Glauben nur Meinen oder unsicheres Wissen bedeutet („Ich glaube, der heißt Karl. Ich glaube, dass es Gott gibt.“), ist der Begriff uninteressant. Interessant ist Glaube als eine sehr genau bestimmte innere psychologische Praxis, als bewusstes und unterbewusstes sich Einlassen, als ernstes Spiel mit Vorstellungen, Aufmerksamkeit und den erst dadurch möglichen subjektiven Empfindungen. Wir dürfen das Thema Glauben keinesfalls den Religionen überlassen. Glaube ist nicht immer religiös, er spielt als allgemeinpsychologisches Prinzip auch in anderen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Wir sollten die Macht der Suggestion und die schöpferische Kraft unserer Vorstellungen, d.h. die wünschenswerten und die gefährlichen Seiten des Glaubens, besser verstehen lernen.
Zitat: „Wir dürfen das Thema Glauben keinesfalls den Religionen überlassen. Glaube ist nicht immer religiös, er spielt als allgemeinpsychologisches Prinzip auch in anderen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Wir sollten die Macht der Suggestion und die schöpferische Kraft unserer Vorstellungen, d.h. die wünschenswerten und die gefährlichen Seiten des Glaubens, besser verstehen lernen.“
Psychologische Aspekte im Zusammenleben der Menschen sollten besser verstanden werden, das ist doch völlig klar. Es kann zu Kriegen führen, wenn das nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Andererseits tragen Traditionen mit ihren Regeln, z.B. Religionen, allenfalls Philosophien (China) dazu bei, dass man das Leben unter besonderen Umständen, z.B. wir in Mitteleuropa, oder die Moslems in heißen Ländern,…. besser bewältigen kann. Im dicht besiedelten China ist die gegenseitige Rücksichtnahme und nicht die Konkurrenz wichtig.
Es ist doch völlig offensichtlich, dass in Saudi Arabien die Wasserökonomie, damit die Reinigungsrituale, eine extrem wichtige Rolle spielen. Die Verschwendung von Wasser kostet Menschenleben. Daher wundert es mich nicht, wenn die „Regeln“ im Islam recht drastisch durchgesetzt werden. Bei uns gilt es naheliegender Weise als verrückt, wenn Islamisten „ungläubige Teufel“ jagen…
Ich will damit sagen, dass Traditionen bedeutsam sind, aber der Kontext wichtig ist.
Andererseits entwickeln sich bei uns neue „Sichtweisen“, die man z.B. als „quer“ bezeichnet. Ich finde es nicht sehr positiv, wenn einer z.B. sein Geschlecht öfter wechselt, oder als Mann gar in einem Frauenknast seine Strafe absitzen möchte. Ich nehme zwar an, der möchte unser Rechtssystem vorführen und erlaubt sich einen Spaß. Allerdings könnten so manche weibliche Mithäftlinge keinen Spaß verstehen, und die Sache mit einem „langen Messer erledigen“, wie es auch in manchen Ländern Tradition sein soll…..
Ich meine, Traditionen und verbindliche Regeln haben ihren Sinn. Die Menschen können sich selbst viel Leid ersparen, wenn sie sich danach orientieren.
“Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut”, aktueller: Die Nato (Kapitalanleger) sollte die russischen Bodenschätze nicht begehren, wäre eine gute Regel um Kriege zu vermeiden.
Kriegsgründe: Macht- und Expansionsstreben, Ressourcen- und Wirtschaftsinteressen (Kämpfe um Rohstoffe, Zugang zu Märkten und Pipelines), Territorialkonflikte (Grenzziehungen), Inseln oder historisch umstrittene Regionen, Ideologische und religiöse Differenzen, Nationalismus und ethnische Spannungen. Praktisch sind es immer Begehrlichkeiten.
Die Christen „träumen“ sogar von „Nächstenliebe“ und die Sache mit der „anderen Wange hinhalten, wenn einem einer auf die rechte Wange schlägt“, ist eigentlich mehr als der „Werbegag des Jahrtausends“.
Aber der Sinn religiöser Rituale (und meist auch ihr Ursprung) geht über rationale Funktionen weit hinaus und sie lassen sich daher nicht darauf reduzieren.
Der Sinn spiritueller Rituale (die entsprechend dem Ursprung wirken sollen) geht über rationale Funktionen weit hinaus und zurück.
@ Christian Hoppe 15.09.2025, 14:35 Uhr
Zitat: „Aber der Sinn religiöser Rituale (und meist auch ihr Ursprung) geht über rationale Funktionen weit hinaus und sie lassen sich daher nicht darauf reduzieren.”
Das stimmt natürlich. Rituale können den Zusammenhalt von Gruppen festigen, haben wichtige psychologische Funktionen und können Persönlichkeiten stabilisieren.
Selbst die Kommunisten und Atheisten haben Rituale.
Parteitage, Fahnenparaden, Redeschlachten, Appelle, Gelöbnisse auf die Parteiführung, Aufnahmezeremonien, Treueschwur auf Lenin, Fackelzüge, Massenkundgebungen, Sozialistischer Bruderkuss, Umarmung, Ehrung von Führern und Märtyrern, Fünfjahresplan, Stachanow Kult,……
Es ist ganz klar, dass auch Religionen derartige hilfreiche Mechanismen nutzen.
Rituale sollen ganz allgemein Unsicherheit reduzieren, Strukturen und feste Regeln schaffen, Sicherheit geben, sozusagen als „Klebstoff“ Gruppen binden und das Zugehörigkeitsgefühl stärken.
Wiederholte gemeinsame Handlungen erzeugen Vertrauenskapital und stabilisieren soziale Bindungen. Symbolische Kommunikation vermittelt abstrakte Werte und Bedeutungen direkt übers Handeln.
Natürlich ist ebenso klar, dass allgemeine, womöglich „harte“ Rituale für sensible Menschen „nachteilig“ sein können, jedenfalls nicht von allen Menschen geschätzt werden…..
Woher sollen die neuralen Schaltkreise, die Ihre Hand kontrollieren, wissen, ob der Befehl an sie aus Ihrem Hirn kommt oder aus einem anderen?
Stellen Sie sich das Ding als Stadt vor, als Staat, als Galaxie. Nur, um zu erahnen, wie die Welt auf ein winziges Neuron wirkt, das in der Unendlichkeit des Netzwerks feststeckt. Ob Mars oder Schädeldecke oder das Neuron einen Zentimeter weiter links, alles ist unendlich weit entfernt und verschwimmt miteinander, denn alles, was bei ihm ankommt, sind Impulse, gemischt aus unendlich vielen anderen.
Vielleicht wird’s der Neurologe anders nennen – doch ohne Glauben kann das Ding in der Schädelfinsternis nicht funktionieren.
Der Großteil des Hirns weiß nicht, ob es die Bibel liest oder die Worte selber denkt. Es wird von Dauerschleifen geeicht, also wirkt ein Mantra von Außen wie eine feste Überzeugung von Innen. Es gibt einen Wächter, Filter, der zwischen Innen und Außen unterscheidet, aber er liefert eine Zusatzinformation. Wo der Wächter keinen Kommentar abgibt, sind Innen und Außen eins.
Uns trennt, was uns verbindet: Sprache. Sie ist klobig, linear, braucht Ewigkeiten, um einen Bruchteil der Daten zu übertragen, die sich im Hirn über mehrere Kanäle verbreiten. Dennoch reicht sie, um ein Kollektiv-Ich zu entwickeln. Wir sind Borg, durch Sprach-Telepathie zu einem Hirn verbunden.
Wenn Sie ein Buch lesen, denkt Ihr Hirn die Fantasien des Autors weiter, wird zu einer Erweiterung seines Hirns. Ob Sie jetzt Hieroglyphen lesen oder Ihre eigenen Erinnerungen ist egal. Dank der Schrift ist jeder von uns 6000 Jahre alt und hat viele Leben gelebt, die meisten davon allerdings fiktiv, in Mythen und Märchen.
Wenn ich Gott als Synonym für „alles“ oder „Welt“ nehme, das große Netzwerk, das von der Physik nach dem gleichen Schema F erschafft wie mein Gehirn, sodass ich praktisch in einem Gehirn lebe – wird aus „Glauben“ „Hinnehmen“, auch für Atheisten. Ich kann mich diesem Netzwerk unterwerfen, mich von ihm leiten lassen, mein Ego abschalten, den Stimmen zuhören und die Zeichen an den Wänden lesen, die sich aus der Vermischung meiner Psychosen mit der Realität ergeben. Ich kann in mir die Orte finden, wo die Propheten und Mystiker und Märtyrer waren, wo die anderthalb Kilo Fettklumpen wie Himmel und Hölle und Universum und Gottes Angesicht wirken, ich kann in einen Zustand geraten, wo ich mit King-James-Lovecraft-Sprech zu reden beginne, das sich anfühlt, als würde Gott durch mich sprechen. Ich kann mit Gott reden und nicht an ihn glauben, weil’s mir egal ist, ob er existiert.
Wenn ich Jesus finde, falle ich nicht auf die Knie. Ich frage höflich, ob ich eine Gewebeprobe nehmen, ein paar Fragen stellen und einige Tests machen kann. Glauben ist ein Aspekt der Realität, ich will ihn verstehen, eventuell nutzen. Er hat eine begrenzte Kraft, seine Inhalte zu erschaffen und aufrechtzuerhalten, er integriert uns in andere Netzwerke, ich sehe Parallelen zu Elektromagnetismus. Ich sehe einen Gott, ich sehe viele Götter, aber nirgendwo den liebenden, allmächtigen Gott, an den wir alle glauben wollen. Ist wie es ist, bis es anders ist.
@Hauptartikel
Ihre Ausführungen sind echt interessant. Aber ich „glaube“ nicht, dass das alles ist.
„Man kann der Physik vieles zutrauen, man kann ihren Einsichten auch vertrauen – aber man glaubt nicht an Physik; das wäre schlicht die falsche epistemische Einstellung zur Wissenschaft.“
Insbesondere die Mathematik hat auch was Glaubensmäßiges. Ich habe mal die Einschätzung gelesen, dass ein mathematischer Beweis im Zweifelsfall dann richtig ist, wenn mehrere Mathematiker in für überzeugend halten, ihn wirklich verstehen. Irgendwie spielen auch hier gerade diese angesprochenen Glaubenseffekte mit. Und Kinder, die das nicht begreifen, gibt es gar nicht so selten, und Menschen die nie einen wirklichen Zugang zur Mathematik finden, dürften eher die Regel als die Ausnahme sein.
„Als problematisch für die Diskussion erweisen sich meist methodisch unzulässige Vermischungen von religiösen und wissenschaftlichen Weltbildern, z.B. im Bereich Schöpfung versus Kosmologie und Evolution.“
Was soll man denn als Gläubiger Mensch sonst machen, wenn man auch Wissenschaft äußerst spannend findet und unwiderstehlich mag? Dass es z.B. in der Evolution dann doch um göttlichen Zufall geht, der zwar seine Jahrmillionen braucht, aber doch alles genau so hinbekommt, wie es sein soll, das schließt sich jedenfalls überhaupt nicht aus. Das kann dann einfach beides stimmen, scheint mir.
„Glaube ist nicht immer religiös, er spielt als allgemeinpsychologisches Prinzip auch in anderen Lebensbereichen eine wichtige Rolle.“
Eben, genau. Auch jede Wissenschaft kommt nicht ganz ohne einen praktischen Glauben aus, wozu m.E. auch die philosophischen Grundlagen gehören. Und natürlich die Mathematik, wie ich oben schon anmerkte.
Bei aller Psychologie ist es eher anmaßend, jegliche Geisteswelten kategorisch auszuschließen, meine ich. Hat da einer wirklich so viel Ahnung von der Sache? Es mag manchem einfach zu kompliziert sein, wenn dann doch an den psychologischen Effekten mehr dran hängt als 100 % Suggestion. Das Chaos ist in der Welt selbst jedenfalls unweigerlich ausgebrochen, da muss man sowieso mit leben. Das kann man nur noch bewältigen.
Natürlich kann ich Wissenschaft betreiben, und nur die Grundlagen des jeweiligen Fachgebietes verinnerlicht haben. Ich meine aber, das die wirkliche Welt dann doch viel größer sein kann, und vermutlich auch ist.
@Paul S 15.09. 20:53
„Ist wie es ist, bis es anders ist.“
Wir sind mit diesem Thema noch nicht am Ende. Das „glaube“ ich auch.
Vielen Dank für Ihren genauen Kommentar, Herr Jeckenburger.
Mir war nicht klar, dass es in der Mathematik bei Beweisen erhebliche Unsicherheiten geben kann, nehme das aber gern zur Kenntnis. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass über mathematische Wahrheiten nicht demokratisch abgestimmt wird, wie Ihre Bemerkung es insinuiert.
Die naturwissenschaftliche Methode ist meines Erachtens ziemlich klar definiert; daraus ergibt sich, dass andere Inhalte nicht von außen in die Naturwissenschaften eingetragen werden sollten. Ich vermute jedoch, dass Sie eher an Naturphilosophie denken und die Möglichkeit, dort auch Ideen theistischer Philosophie mit einfließen zu lassen. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass ein Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie gar nicht möglich ist – sondern eben nur eine naturphilosophische Debatte zwischen z.B. theistischen und physikalistischen Philosophen. Selbstverständlich können gläubige, religiöse Menschen Naturwissenschaftler sein – aber sie werden sich in dieser Tätigkeit an die Regeln, Konzepte, Messverfahren ihres Fachgebietes halten und die Religion außen vor lassen.
Ich wollte im Übrigen nichts ausschließen, ich wollte lediglich die religiöse, gläubige Praxis psychologisch charakterisieren, letztlich als eine Fähigkeit zur Absorption, d.h. die Fähigkeit, bestimmte Vorstellungen im Erleben (fast) als real gegeben wahrzunehmen. Hier meinte ich also nicht religiöse Weltanschauung oder Philosophie, sondern wirklich religiöse Praxis: Gebet, Gottesdienst, Meditation, religiöse Schriftlektüre/Betrachtung, usw. Viele, die sich selbst als Christen identifizieren, haben keine solche Praxis; ihre Glaubensgründe sind ganz anderes gelagert und hier liegt dann auch ein anderer Glaubensbegriff zugrunde, da haben Sie Recht.
Was Ihnen auch wichtig zu sein scheint, ist, dass Wissenschaft eine lebensweltliche Praxis ist, die auf vielen Motiven beruht, die ihrerseits wissenschaftlich gar nicht zu begründen sind; es könnten z.B. religiöse Gründe sein. Zustimmung! Überhaupt der (geistige) Reichtum der Lebenswelt im Vergleich zu eng umschriebenen naturwissenschaftlichen Phänomenen – ebenfalls Zustimmung! Mein nächster Blogbeitrag wird das Verhältnis von Lebenswelt und physischer Realität noch einmal aufgreifen – das ist hochspannend und für den Dialog Glaube-Naturwissenschaft sehr wichtig.
@Paul: “Wenn Sie ein Buch lesen, denkt Ihr Hirn die Fantasien des Autors weiter, wird zu einer Erweiterung seines Hirns.”
So einfach ist das nicht, obwohl ich oft denke: Die haben mich schon verstanden, wollen es aber nicht, weil … 👋😇
@Jeckenburger: “Dass es z.B. in der Evolution dann doch um göttlichen Zufall geht, der zwar seine Jahrmillionen braucht, aber …”
In der geistigen Evolution, mit KI Mensch, vielleicht, weil die Schöpfung dort etwas offenbart, aber ansonsten ist der Glaube an den Zufall, besonders an den einmaligen, ziemlich …!?😉🤚👋😇
Christian Hoppe
Thema: Glaube
Vielen Dank für das Thema und Anerkennung für den gelungenen Tiefblick in dieses Thema.
Im Zeitalter , in dem sich die Kulturnationen gegenseitig vorwerfen „Ungläubige“ zu sein, sind ein paar erhellende Gedanken notwendig.
Gut ist die Einsicht, dass der Glaube ein „Geschenk“ sei, das den Menschen zuteil wird.
Und die Einstellung dem Glauben gegenüber ist eine Charaktereigenschaft.
Dazu ein wenig Begriffsarbeit die mit Glauben zu tun hat.
leichtgläubig = blauäugig
gutgläubig = vertrauensselig
ungläubig = misstrauisch
strenggläubig = wortgläubig=intolerant
Daraus wird ersichtlich, dass zu viel Glauben negativ gesehen wird, zu wenig Glauben ebenfalls.
Es wäre also hilfreich, das Wort Glaube durch einen anderen Begriff zu ersetzen, der dem sehr nahe kommt, die Weisheit. In Bagdad befindet sich die größte Bibliothek des Islam, die Bayth-al- Hikmah, das Haus der Weisheit. Geschätzte Zahl der Bücher 600 000. Die Vatikanbibliothek in Rom hat 2 Millionen Bücher. Und weil die größte Wirkung von Glauben „Vertrauen“ ist, ist Glauben nicht nur ein Thema der Religionen sondern auch ein Thema der Psychologie und auch ein Thema des Menschseins allgemein, also der Philosophie.
Soviel zum Anfang.
@Christian Hoppe 16.09. 08:04
„Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass über mathematische Wahrheiten nicht demokratisch abgestimmt wird, wie Ihre Bemerkung es insinuiert.“
Ich dachte jetzt eher an die Praxis z.B. im Grundstudium der Mathematik. Hier ist man sich öfter ziemlich unsicher mit der eigenen Arbeit, und fragt erstmal seine Mitstudenten, was die davon halten. Inzwischen kann sogar die KI öfter exakt Beweise prüfen. Mit sehr viel Aufwand, und nicht immer, allerdings.
„Hier meinte ich also nicht religiöse Weltanschauung oder Philosophie, sondern wirklich religiöse Praxis: Gebet, Gottesdienst, Meditation, religiöse Schriftlektüre/Betrachtung, usw.“
Da ist ja nun ihre These mit der Suggestion zentral. Und doch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass hier dennoch echte Geisteswelten mitspielen. Ob jetzt zu 10 bis 20% oder doch nur zu 1 bis 2%, dass ist für mich die Frage, die mich schon länger umtreibt.
„Überhaupt der (geistige) Reichtum der Lebenswelt im Vergleich zu eng umschriebenen naturwissenschaftlichen Phänomenen – ebenfalls Zustimmung!“
Nicht alles ist wissenschaftlich untersucht, gehört aber untrennbar zum Leben dazu. Man sollte besser die Welt nicht kleiner machen als sie ist. Das Wunder des Lebens und auch das Wunder dieses Kosmos sind auch im individuellen Menschenleben immer zentral, finde ich.
Und wir haben eben auch noch keine wirkliche Weltformel gefunden. Das sollte man bedenken, wenn man nur naturwissenschaftlich Nachgewiesenes zählen lässt. Ja, wir können Gravitationswellendetektoren bauen. Aber ob die Fantasie, die wir dafür brauchen, wirklich zu 100% von dieser Welt ist, dass muss nicht so sein.
@Mensch 16.09. 09:01
„Und weil die größte Wirkung von Glauben „Vertrauen“ ist, ist Glauben nicht nur ein Thema der Religionen sondern auch ein Thema der Psychologie und auch ein Thema des Menschseins allgemein, also der Philosophie.“
Vertrauen auf der einen Seite, dass wir eben nicht allein sind in diesem ziemlich riesengroßen Kosmos. Auch aber wirklicher Gestaltungsspielraum, in dem was Menschen so alles können und dann auch echt machen. Zusammen, aus Vertrauen und Selbstwirksamkeit, kann dann was Vernünftiges werden.
Auch wenn wir nicht alle Geheimnisse dieser Welt kennen, können wir aber offenbar schon Einiges leisten, mit unserem eigenen Leben echt gut zurecht zu kommen. Hier die Gräben verschiedener Konfessionen zu überwinden, kann helfen. Das Bewusstsein, sowohl viel mit Suggestion wie auch mit echten Geisteswelten zu tun zu haben, die ziemlich universal sein können, könnte dabei nützlich sein.
Ja, man sagt das immer so: Glaube an = Vertrauen in. Ist ja auch nicht verkehrt. Wenn es aber um echtes religiöses Erleben geht (was unter deutschen Christen gar nicht mehr so häufig vorkommt, dünkt mich), dann ist Glaube etwas Spezifischeres (Vertrauen ist mit darin), eben: Absorptionsfähigkeit, Suggestibilität für religiöse Inhalte, sodass diese nicht nur geglaubt, sondern WIRKLICH ERLEBT werden.
Christian Hoppe,
“sodass dieses (Spezifische) nicht nur geglaubt, sondern wirklich erlebt wird.”
Sprechen sie es doch aus, das Spezifische, das sind die Erlebnisse, die Menschen jeden Tag machen und feinfühlig genug sind , sie als ungewöhnlich anzusehen, als eine Gnade, ein Geschenk, das einem zuteil wird.
Und viele Menschen bedanken sich dafür mit einem Wegkreuz, einer Gandenkapelle, die besonders in Bayerm häufig zu finden sind.
Wenn sie Mut haben besuchen sie die Gnadenkapelle in Altötting, dort ist das Spezifische körperlich spürbar und wird ihre Lebenseinstellung verändern.
“Gut ist die Einsicht, dass der Glaube ein „Geschenk“ sei, das den Menschen zuteil wird.
Mensch Robert, aus meiner Perspektive ist das eher böse. 👋🥴
Tobias Jeckenburger,
“Das Bewusstsein, sowohl viel mit Suggestion wie auch mit echten Geisteswelten zu tun zu haben, die ziemlich universal sein können” Sehr gut !
Mit dem Wort “Geisteswelten” können wir uns von den Körperwelten abgrenzen.
Sie durchdringen sich gegenseitig. Sind wir geistig on topp , hat das positive Auswirkung auf den Körper. Der Volksmund sagt ja treffend ,” sie hat eine positive Ausstrahlung.” Und wenn die sich paart mit einer körperlichen Anziehung, dann sind wir bei den Stars und Sternchen des Showgeschäftes.
Anmerkung: der Walk of Fame zählt derzeit etwas weniger als
3000 Sterne.
Und da wir gerade beim Thema Glauben sind, die Anzahl der Heiligen der römisch -katholischen- Kirche beträgt etwa 7000 .
Anmerkung zwei: Die Protestanten haben die Heiligen abgeschafft.
Fazit: Der Glaube gehört zum Menschsein.
Fortsetzung folgt.
Glaube ist determinierender als Wissen.
Erst Wissen entwickelte sich aus Glauben.
Es sind verschiedene epistemische Einstellungen. Man könnte z.B. etwas wissen, aber eigentlich doch nicht daran glauben, d.h. letztlich nicht wirklich davon überzeugt sein, Zweifel daran hegen. Insofern haben Sie Recht: Wenn Glaube nicht nur schwaches Meinen meint (was manchmal ja der Fall ist), dann meint es die persönliche Identifikation mit Aussagen, Sätze nicht nur sagen oder abstrakt wissen, sondern sich ganz dahinter stellen und sein Verhalten davon bestimmen (determinieren) lassen.
@Christian Hoppe 17.09. 09:03
„..dann ist Glaube etwas Spezifischeres (Vertrauen ist mit darin), eben: Absorptionsfähigkeit, Suggestibilität für religiöse Inhalte, sodass diese nicht nur geglaubt, sondern WIRKLICH ERLEBT werden.“
Ist das denn jetzt verrückt? Oder doch Ausdruck geistig menschlicher Mikrokosmen auf dem Hintergrund real existierender makroskopischer und damit kosmischer Geisteswelten?
So oder so, man sollte über den eigenen Tellerrand gucken. Und andere Glaubenssysteme anderer Individuen wie auch anderer Kulturen respektieren. Aber nicht ohne zu gucken, was daraus wirklich dann in der Praxis dann wird. Und wie sich das irgendwie verallgemeinern und integrieren ließe.