Über die Kluft zwischen Landwirten und Konsumenten

Deliberative Bürgerbeteiligung – was auf den ersten Blick so steif wie ein Schwanz in der Hochzeitsnacht erscheint, soll also die Kluft zwischen Politikern, uns Konsumenten und jenen, die unsere Lebensmittel produzieren, schließen. Oder zumindest verkleinern.

Diesen Lösungsansatz schlagen die Autoren des WBA-Berichtes vor. Ich habe mir dieses Kapitel angeschaut und mal aufgeschrieben, was ich davon halte.

Ganz kurz: wenn verschiedene Akteure im Rahmen eines politischen Prozesses für einen Austausch von Argumenten und vielleicht auch Sorgen zusammenkommen, ist das eine gute Sache. Auch der Aspekt, dass fachlichen Laien Sachverständige zur Seite gestellt werden, gefällt mit gut. Allerdings macht eine Schwalbe keinen Sommer – und ein Bauer noch keine Landwirtschaft.

Zum Lesen muss ich Euch mal wieder rüberschicken – also nach drüben zur DLG. Dort kann ich jetzt auch auf Eure Kommentare eingehen 😉

PS: Der Bericht hat über 425 Seiten, so einen Klopper kann man nur nach und nach besprechen, weshalb das hier zwar der erste Artikel von mir ist, aber nicht bleiben wird. Was mich noch umtreibt, ist zum Beispiel die Kommunikation seitens der Industrie, die sich in weiten Teilen ziemlich verquer ist – irgendwo zwischen heiler Welt und Technokratie.


Veröffentlicht von

Wissenschafts- und Agrarblogger seit 2009 – eher zufällig, denn als „Stadtkind“ habe ich zur Landwirtschaft keine direkten Berührungspunkte. Erste Artikel über Temple Grandin und ihre Forschungen zum Thema Tierwohl wurden im Blog dann allerdings meiner überwiegend ebenfalls nicht landwirtschaftlichen Leserschaft derart positiv aufgenommen, dass der Entschluss zu einer stärkeren Beschäftigung mit der Landwirtschaft gefallen war. Auch spätere Besuche bei Wiesenhof und darauf folgende Artikel konnten die Stimmung nicht trüben. Seit 2015 schreibe ich auch gelegentlich für das DLG-Blog agrarblogger.de, teile meine Erfahrung in der Kommunikation als Referent und trage nebenbei fleißig weitere Literatur zum Thema Tierwohl zusammen. Auf Twitter bin ich unter twitter.com/roterhai unterwegs.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Es gibt keine Perfektion, wer danach strebt, wird ganz sicher scheitern. Außerdem: wenn wirklich jede Einzelmeinung individuell beachtet werden und Einfluss nehmen soll, kommen wir am Ende nirgendwo raus. Eine gewisse Ordnung ist also notwendig, um sich – wie ich meinem Artikel schrieb – nicht auf dem Weg zu einer allgemein akzeptierten Nutztierhaltung zu verlieren.

      Dank genannter Angebote wie auch durch dieses Blog kann der Blick aller Beteiligter dazu noch ein ganzes Stück erweitert werden, was ich für eine Entscheidungsfindung für wichtig halte.

        • Ganz sicher! Wie übrigens auch alle anderen Blogs, die solche Themen behandeln, wobei die entstehenden Diskussionen der wichtigste Teil sind, denn nur so können Meinungen und Ansichten überprüft werden, was ich Ihnen aber nicht zu erklären brauche 😉

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