Tierwohl verstehen

Landwirte und Tierärzte betonen aktuell immer wieder, dass die moderne Tierhaltung weitaus tiergerechter sei als früher – eine Aussage, die man bei einem Blick in einen modernen Milchviehstall unterschreiben kann. Hohe Decken, viel Licht sowie Luft und weiche Liegeflächen sind nur einige Belege. Andererseits waren gesunde und „zuverlässig produzierende“ Tiere früher genauso wichtig wie heute. Und überhaupt: was hat die intensive Schweinehaltung mit Tierwohl zu tun? David Fraser, ein australischer Animal Scientist, sieht uns hier mit einer Werte-Debatte konfrontiert.

Um Tierwohl wirklich verstehen zu können, müssen wir aber noch einen weiteren Schritt zurückgehen, schließlich ist Tierwohl keine Wissenschaft im eigentlichen Sinne. Wissenschaft ist grundsätzlich unberechenbar. Niemand in der Forschung weiß vorher, was nachher rauskommt. Die Spannweite der Ergebnisse kann daher von Nobelpreis bis Murks reichen. Im Gegensatz dazu wissen wir beim Tierwohl schon zu Beginn sehr genau, dass am Ende der Forschung mehr Wohl fürs Tier stehen soll. Fraser nennt diesen Forschungszweig daher „mandated science“.¹ In der Praxis dürfte dazu zB. das von mir besuchte Privathof-Geflügel von Wiesenhof zählen. Dieses wurde zwar von der LMU München wissenschaftlich begleitet, aber insgesamt wusste man schon zu Beginn recht genau wie das Konzept am Ende aussehen sollte.

Definition Tierwohl

Die World Organization of Animal Health definiert Tierwohl so:
Tierwohl richtet sich nach den Fähigkeiten eines Tieres mit den Bedingungen seines Lebensraumes klar zu kommen. Aus Sicht des Tierwohls ist ein Tier in einem guten Zustand, wenn es gesund ist und gut gefüttert wird sowie keine Angst, Schmerzen oder sonstigen Stress erfährt. Zudem sollte es in der Lage sein natürliche Verhaltensweisen. Aus Sicht des Tierhalters umfasst Tierwohl ein gutes Management, ein gutes Handling (Umgang mit den Tieren, siehe Stockmanship), Vorbeugung von Krankheiten und – da man den Tieren den Schnupfen nicht verbieten kann² – auch tiermedizinische Behandlungen.

Tierwohl als Werte-Debatte

Kommen wir mal zur industriellen Revolution, die Fraser gleichermaßen in Buch und Paper zur Herleitung seiner Werte-These heranzieht. Zu jener Zeit gab es seinen Ausführungen nach zwei Strömungen. Die einen waren schwer begeistert von dieser Entwicklung und glaubten an den daraus resultierenden Fortschritt und letztlich Wohlstand. Im Kontrast dazu standen jene, die sich vor dieser Entwicklung eher fürchteten und den sich entwickelnden Städten nichts abgewinnen konnten. Sie propagierten das idyllische Landleben als Ort der Ruhe und Entspannung. Eine interessante Parallele zu aktuellen Debatten über unsere Landwirtschaft sowie die Tierhaltung. Gerade in den Medien schlägt Kritikern der durch den Strukturwandel geförderten Agrar-Industrialisierung hier viel Sympathie entgegen. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft aus der Vergangenheit gilt im Kontrast als erstrebenswert.

Exakt deshalb bieten auch gleichermaßen die konventionelle Schweine- sowie die Geflügel-Haltung verstärkt Grund zur Debatte, schließlich sind die Tiere hier permanent im Stall. Wenn ein Landwirt aber argumentiert, dass seine Tiere so vor Sonnenbrand oder Frost geschützt seien und auch nicht beim Wühlen bzw. Scharren in der Erde von Parasiten überfallen würden, ist das eine valide Argumentation – ja, gerade auch pro Tierwohl. Allerdings gilt das ebenso vice versa: wenn ein Landwirt seine Tiere so hält, dass die auch mal raus können und wühlen können statt nur im Stall zu sein, ist das eine ebenso ernstzunehmende Argumentation pro Tierwohl. Wenn wir für den Moment einfach mal festhalten, dass es keine perfekte Tierhaltung gibt, werden beide Varianten von der oben erwähnten Definition zu Tierwohl legitimiert. Entscheidend ist, welcher Aspekt seitens der Tierhalter stärker gewichtet wird. ³

Auch Legebatterien wurden früher nicht aus purem Sadismus gegenüber Hennen erfunden. Ein starkes Argument war die Hygiene, da die Tiere zum einen nicht in ihrem Kot standen und zum anderen keinen Kontakt zu Parasiten/Viren von außen hatten. Im Online-Archiv der Cornell Universität fand ich dazu das Buch “Eggs from every cage”. Darin berichtet ein Landwirt, warum diese Käfige für ihn die perfekte Form der Hennenhaltung darstellen – natürlich immer mit Blick auf Management und Ökonomie. Ich zitiere einfach mal einige Abschnitte, die mir während der Lektüre aufgefallen sind:

The domestic hen is not a particularly brainy creature, but I think she is sensitive to atmosphere. An attendant who feels friendly towards his birds, and when handling them treats them gently, will get better results than one who regards his charges as just a job to be got through as quickly as possible. Good stock well treated used to show a very reasonable profit before the war. One cannot say what the position will be in the future, nor how long the transition period will last. But if the poultry industry in general is to flourish at all, prices will have to be adjusted to show a worth-while margin for the average egg farmer. In this case the battery should do well, as it is the most economic method of producing the table egg.

First, that every bird should receive some sort of attention each day. They like seeing their attendant about the house as is very evident from the way they greet him. Also trouble is more
readily spotted if every house is worked in each day.

All work in a laying battery house should be done as smoothly as possible. The birds have no objection to a steady noise nor to rapid but steady movement. But they do resent sudden crashes and bangs and particularly people suddenly darting past their cages or waving sacks and buckets about.

(Hervorhebungen von mir)

Das ist schon ziemlich interessant. Aus heutiger Sicht lassen sich diese Tipps (regelmäßige Durchgänge, damit sich die Tiere an Tierhalter gewöhnen und ruhiger Umgang mit ihnen) problemlos mit wissenschaftlicher Literatur von Paul Hemsworth oder Temple Grandin zum Umgang mit Tieren bzw. zu Mensch-Tier Interaktionen als korrekt belegen. Was Swepston noch nicht wusste oder nicht bemerkt hat: hastige Bewegungen sind durchaus ein Problem. Hühner hassen sowas.
Gut, bei aller Liebe und Verständnis war das Konzept in seiner damaligen Form letztlich doch irgendwie Murks. Drahtböden mögen zwar hygienisch gewesen sein, schadeten aber den Füßen der Tiere (weil die Böden schräg waren, damit die Eier besser rau rollen konnten und sich die Tiere dadurch fester hielten, um sicher zu stehen), und zu hohe Besatzdichten pro Käfig führten zu Aggressionen.

Trotzdem fällt es mir schwer dem Autor des damaligen Buches – H. E. Swepstone – irgendeine Art von Bösartigkeit zu unterstellen – ebensowenig wie ich eine solche der konventionellen Landwirtschaft heute weder unterstellen kann noch will. Es ist aber ein Parade-Beispiel für die Werte-Problematik, die sich bei Fraser gleichermaßen durch Buch und Paper zieht. Für Swepstone war die Sache klar: er hielt die Tiere lieber in Käfigen, was ihm eine effektive Betreuung – bei Bedarf auch für Einzeltiere – ermöglichte, schließlich brauchte er so bestimmte Tiere nicht erst im Freiland zu suchen und dabei die ganze Herde aufzuscheuchen. Für andere war/ist wiederum genau das die perfekte Form der Tierhaltung unter freiem Himmel mit der Möglichkeit für die Tiere zu scharren – mit dem Nachteil eines höheren Zeitaufwandes oder Parasiten. Dafür gibt es aber keine beschädigten Ballen durch Drahtgitter.

Das ist der trade off im Spannungsfeld zwischen Management und Ökonomie.

Fraser schließt zumindest sein Paper dann auch mit den Worten, dass es unerlässlich sei, die verschiedenen Sichtweisen zu Tierschutz und Tierwohl zu verstehen, wenn wir gleichermaßen die Akzeptanz einer konventionellen Stallhaltung wie auch einer meist ökologischen Freiland-Haltung anstreben. Ansonsten werden wir auch in Zukunft die immer gleichen sinnlosen Debatten führen – angeführt von Medien und Politik, die ein Bauernhof-Idyll beschwören und damit all jene Landwirte angreifen, die sich in der Praxis für eine andere konventionelle Tierhaltung entschieden haben, während immer weitere Forderungen nach verschärften Auflagen bei Tier- und Umweltschutz die bäuerliche Landwirtschaft in weite Ferne rücken lassen, schließlich deutet bislang wenig auf einen Richtungswechsel beim Strukturwandel hin, sprich: Betriebe werden auch weiterhin größer, die Konzentration wird ebenfalls zunehmen.

Geholfen ist damit am Ende niemandem.

Schlussbemerkung

Seit ich 2009 auf Temple Grandin aufmerksam wurde und mich stetig weiter mit Tierwohl und Animal Handling oder auch Stockmanship beschäftigte, war ich zwischendurch schon der Meinung ein fundiertes Verständnis entwickelt zu haben – bis ich dann Frasers Ausführungen entdeckte. Diese hätte zu Beginn lesen müssen. Das hätte mir viele sinnlose Paper über die Frage, was denn Tierwohl sei, erspart. Wenn Ihr am Beginn Eures Interesses steht, empfehle ich Euch diese Reihenfolge: David Fraser (Understanding Animal Welfare) > Temple Grandin (Animals make us human) > John Webster (Animal Husbandry Regained).


Anmerkungen

  1. Schwierige Kiste, fällt mir gerade auf. Vorher zu wissen worauf man nachher hinaus will, ist natürlich nicht zu verwechseln mit Knallchargen wie Seralini, der durch falsches Studien-Design und intransparenten Umgang mit Daten ein bestimmtes Ziel, die Verunglimpfung der Gentechnik, zu erreichen versuchte. Wissenschaftliche Standards müssen natürlich gewahrt bleiben.
  2. Einschub von mir
  3. Bevor ich für diese Meldung eins auf den Deckel bekomme: auch in der konventionellen Stallhaltung (ohne Auslauf) gibt es für Schweine entwickelte Spielzeuge, die das Bedürfnis nach Spiel/Beschäftigung der Tiere befriedigen – siehe zB. Wühlkegel.

Referenzen

  • Paper „Understanding Animal Welfare“ by David Fraser (erhältlich zB. über ncbi)
  • Sein gleichnamiges Buch

Veröffentlicht von

Wissenschafts- und Agrarblogger seit 2009 – eher zufällig, denn als „Stadtkind“ habe ich zur Landwirtschaft keine direkten Berührungspunkte. Erste Artikel über Temple Grandin und ihre Forschungen zum Thema Tierwohl wurden im Blog dann allerdings meiner überwiegend ebenfalls nicht landwirtschaftlichen Leserschaft derart positiv aufgenommen, dass der Entschluss zu einer stärkeren Beschäftigung mit der Landwirtschaft gefallen war. Auch spätere Besuche bei Wiesenhof und darauf folgende Artikel konnten die Stimmung nicht trüben. Seit 2015 schreibe ich auch gelegentlich für das DLG-Blog agrarblogger.de, teile meine Erfahrung in der Kommunikation als Referent und trage nebenbei fleißig weitere Literatur zum Thema Tierwohl zusammen. Auf Twitter bin ich unter twitter.com/roterhai unterwegs.

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, ein sehr guter Beitrag. Mir gefällt der Hühner-Teil. Mein Großvater hatte früher Milchkühe und Hühner. Zitat unseres Tierarztes damals anlässlich der Tuberkulose-Bekämpfung: seit die Hühner in Käfigen sitzen (und eben nicht mehr in jeder Ecke rumlaufen) ist die Tuberkulose beim Rind verschwunden. Es gab wirklich jede Menge (gute?) Gründe die Tiere in Käfige zu packen. Tierquälerei war nicht die Intention.
    Ein interessanter Beitrag zum Thema Tierwohl ist letztens im Hoard’s Dairyman erschienen. „The comfortable cow is a human illusion“ von Don Höglund und Bonnie Beaver. Sie listen ebenfalls Haltungsaspekte auf, die sowohl als gut oder schlecht angesehen werden können. Fazit: solange uns die Tiere nicht sagen können, was ihnen lieber ist, wird Tierwohl eine menschliche Illusion bleiben.

    • Hallo Frau Wagner,

      es freut mich, dass Ihnen mein Artikel gefällt. Allerdings würde ich nicht so weit gehen und Tierwohl lediglich als Illusion bezeichnen. Sind zB. die Liegeflächen für Milchkühe nicht weich genug, kann es zu Läsionen an den Gelenken kommen. Auch die Größe der Liegeboxen ist wichtig. Sind diese für die Tiere zu klein, ist das ebenfalls unangenehm und die Tiere stehen womöglich öfter als es gut für sie ist. Derlei Probleme bzgl. des Tierwohls lassen sich durch eine gute Tierbeobachtung ziemlich zweifelsfrei entdecken und ändern.

      Eine ähnlich klare Situation haben wir beim Mastgeflügel. Die populären Rassen mögen zwar sehr effektiv bei der Futteraufnahme sein, trotzdem ist das schnelle Muskelwachstum ein reales Tierwohl-Problem, wenn die Knochen in der Entwicklung nicht mitkommen.

      Bei dem Beispiel der Legebatterien war es mir wichtig zu erklären, dass die Intention keine böse war, was Sie ja auch verstanden haben. Trotzdem waren diese Käfige gerade in ihrer ursprünglichen Form alles andere tiergerecht. Hier wurde die Hygiene – und damit die Tiergesundheit – als Tierwohl-Aspekt über alles andere gestellt, wobei die Besatzdichten so hoch waren, dass Tiere sich gegenseitig verletzt haben und gestresst waren, dadurch litt die Futteraufnahme und Legefähigkeit, während die Füße unter den Drahtböden litten. Come on. Also im Grunde waren sie doch Murks, gute Intention hin oder her.

      Um diesen Trade off zwischen Tiergesundheit und dem Ausleben natürlicher Verhaltensweisen zu verstehen, ist das Beispiel aber dennoch super 😉

      • Es geht dabei mehr um fehlerhaftes Interpretieren und Anthropomorphisieren. Spinka (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159106001067) zeigt das beispielsweise wunderbar am Begriff des „natürlichen Verhaltens“ auf.
        Kennzahlen wie die Liegedauer einer laktierenden Kuh können zwar auf gesteigertes Tierwohl bei statistischen Erfassungen hindeuten, bei individueller Betrachtung jedoch tierwohlmindernde Gründe (Krankheit bspw.) sich dafür verantwortlich zeigen. Höglund setzt da eher eine Begriffskritik an der „glücklichen“ Kuh und den damit verbundenen öffentlichen Diskurs an und stellt nicht das Vorhandensein von objektiven, messbaren Verbesserungen der Tierhaltung in Frage.

        • Hallo Lele,

          stimmt schon, deshalb ist die Tierbeobachtung im Alltag auch so wichtig, damit Tierhalter ihre Tiere kennen und dann auch bemerken können, dass ein Tier Probleme hat. Steht bspw. eine Kuh immer als erste im Melkstand und plötzlich nicht mehr, sollte man mal nachschauen. Dafür gibt es zB. Trackingsysteme, die die Aktivitäten jedes Tieres aufzeichnen und über die Daten lassen sich dann ebenfalls Probleme erkennen. Und natürlich ist es gut, wenn eine Kuh in ihrer Box liegt, wenn sie da aber nur noch liegt, muss gehandelt werden.

  2. Fraser stellt die Gegensätzlichkeit, die sozusagen philosophisch-ethische dar, was die Freilandhaltung und die Käfighaltung betrifft, welche Schlüsse wären daraus zu ziehen (außer sich eben bestimmte Debatten zu ersparen)?
    Am Rande angefragt: Kann es Käfighaltung geben, bei der der Unterboden Scharren erlaubt und sich womöglich gelegentlich auch Vertilgbares ergibt oder wäre dies generell, auch im Vergleich zur Freilandhaltung (die generell unwirtschaftlich sein müsste) unwirtschaftlich?

    • Fraser behandelt das Thema Tierwohl in seinem Buch ziemlich grundsätzlich, beginnend mit der Bibel, geht aber im späteren Verlauf auch auf das Tierverhalten und die Physiologie ein – ein Rundumschlag, der ihm erstaunlich gut gelingt.

      Zur Frage:
      Ein recht simpler Schluss wäre, dass es eben keine Tierhaltung ohne damit einhergehende Probleme gibt. Zudem beinhaltete die zunehmende Industrialisierung (wenn man es so nennen möchte) der landwirtschaftlichen Tierhaltung in der Vergangenheit eben auch einen Tierwohl-Aspekt, da die Gesundheit der Tiere zweifellos dazugehört – auch dann noch, wenn die Legebatterien selbst die Tiergesundheit beeinträchtigten.

      Die frühere Käfighaltung gibt es heute ja nicht mehr. Es gibt aber noch Käfige, die sind aber ausgestaltet. Unter anderem gehören Nistplätze dazu, die für die Tiere extrem wichtig sind und ihnen somit eine Menge Stress nehmen. Scharren mit „Belohnung“ dürfte für eine arge Staubkonzentration in der Luft sorgen, das halte ich für nicht umsetzbar.

      • Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Schewe.
        Ansonsten ist das Tierwohl auch ein philosphisches Sujet und es kann auch bei der Bibel angefangen werden, Dominium Terrae und so, aber auch anderes meinend.
        Liest sich ganz gut, wie Sie David Fraser zitieren & interpretieren.

        • Danke für das Kompliment. Sie sollten sich zumindest mal sein kostenlos verfügbares Paper „Understanding Animal Welfare“ gönnen. Lohnt sich! Das hier wird nicht mein letzter Artikel zu Fraser gewesen sein.

          • Ist notiert, Herr Schewe, i.p. Tierwohl gilt es wohl erst einmal die Hausaufgaben zu machen, danke für den Hinweis, also: Davis Fraser, ‚Understanding Animal Welfare‘ ist nun wirklich notiert.

            MFG
            Dr. Webbaer

          • Das Buch ist nicht ganz billig. Nehmen Sie erstmal das Paper – wenn Sie dann unbedingt mehr wissen wollen, auch gut 😉

            Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne hier in den Kommentaren, ich kann gerade nicht sagen, wann der nächste Artikel dazu kommt.

  3. > Wenn ein Landwirt aber argumentiert, dass seine Tiere so vor Sonnenbrand oder Frost geschützt seien und auch nicht beim Wühlen bzw. Scharren in der Erde von Parasiten überfallen würden, ist das eine valide Argumentation – ja, gerade auch pro Tierwohl.

    Das ist für mich aber keine valide Argumentation für reine Stallhaltung. Wenn ein Tier draußen durch Sonnenbrand, Frost oder Parasiten gefährdet ist, dann ist das ein Zeichnen für ein unzureichendes Gehege (kein Schatten, keine Rückzugmöglichkeit, keine Hygiene) aber kein Argument dafür, ein Tier permanent im Stall zu halten.

    • Hallo Jochen,

      entschuldige die späte Antwort, muss Deinen Kommentar verpasst haben. Nehmen wir zB. Schweine, dann haben diese Tiere kaum bis keine Schweißdrüsen. „Einfach nur Schatten“ reicht da nicht, es bräuchte dann auch etwas zum Suhlen, um die Körpertemperatur über die Verdunstung der Feuchtigkeit zu regulieren – und das ist dann wieder aus Sicht der Tierhygiene schwierig, schließlich muss sich der Bestand auch gut betreuen lassen.

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