Mein Weihnachtsgeschenk

In meinem Leben weihnachtet es jetzt zum fünften Male.

Nun, was ist schon Weihnachten, wenn keine 2.000-jährige Judenobsession? Das will und soll gefeiert werden.

Also werde ich heute Abend wieder Ethnologe und Kulturtourist zugleich, diesmal geht’s in die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg.

Davor aber noch ein Stückchen jugendlicher Naivität aus dem Jahre 2008.


Leistung

Das große Projekt
Ein Lebensprojekt
So zu sein
Wie

Dem wird nicht geholfen
Der auch nur versucht
So zu leben
Wie

Viel Mühe muss sie sich geben
Ankennung wird sie keine erlangen
Wenn sie auch endlich genau so tut
Wie

Wie diejenigen
Die Bodenständigen
Die wirklich so sind
Als ob

 

Veröffentlicht von

www.berlinjewish.com/

Mancherorts auch als der Rebbe von Krechzn* bekannt, heißt der Autor von "un/zugehörig" eigentlich Yoav Sapir. Er ist 5740 (auf Christlich: 1979) in Haifa, Israel, geboren und hat später lange in Jerusalem gelebt, dessen numinose Stimmung ihn anscheinend tief geprägt hat. Nebenbei hat er dort sein M.A.-Studium abgeschlossen, während dessen er sich v. a. mit dem Bild des Juden im Spielfilm der DDR befasst hat. Seit Sommer 2006 weilt er an akademischen Einrichtungen im deutschsprachigen Mitteleuropa: anfangs in Wien, später in Berlin und dann in Heidelberg. Nach einer Hospitanz im Bundestag arbeitet er jetzt selbstständig in Berlin als Autor, Referent und Übersetzer aus dem Hebräischen und ins Hebräische. Nebenbei bietet er auch Tours of Jewish Berlin. * krechzn (Jiddisch): stöhnen; leidenschaftlich jammern.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Frohe Weihnacht!

    Na denn, also auch Dir von Herzen schöne Feiertage! Und viel Freude bei der „ethnologischen Studie“. 🙂

    Hast Du das Gedicht selbst geschrieben? Ich finde dieses richtig gut.

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