Religion – Ort der Beheimatung und Identität?

„The clash of cultures“ des amerikanischen Politologen Samuel Huntington war Alarmsignal in einer Welt, die sich auf eine sich immer mehr vereinheitlichende Globalkultur hinzubewegen meinte. Man könnte – spätestens seit dem 11. September – seine Thesen auch umformulieren und von „The clash of religions“ sprechen. Dass dies verhindert werden muss, versteht sich von selbst. Wie aber kann angesichts der ungeheuren Verschiedenheit der Religionen ein Miteinander gedeihen?

Reicht das optimistische und vielleicht etwas zu optimistische Weltethosprojekt von Hans Küng dazu aus? Hat eine auf Ethik verdünnte Religiosität die Kraft, zentrifugale Tendenzen abzufangen? Gibt es so etwas wie eine Beheimatung in den Religionen, eine Identität, die sich gegenüber so verschiedenen Religionen wie die der Sikhs und dem französischen Katholizismus durchhält, ohne in allgemeine Appelle eines friedlichen Miteinanders abzugleiten? Oder positiv gefragt: Gibt es in den Religionen selbst Aspekte, die in einer globalisierten Welt das Moment der Beheimatung und der Identität gleichermaßen befördern?

Diese Elemente gibt es in der Tat. Es ist die Mystik, die in allen Religionen als ein Element wahrgenommen wird, das auf einen gemeinsamen Quellgrund menschlicher Religiosität hinzweisen scheint. Der Mystiker ist jemand, der in intensivster Weise die Erfahrung gemacht hat, ganz und gar er selbst zu sein – Identität – dies aber aufruhend auf einer Einklangserfahrung mit dem Kosmos, der Welt insgesamt – Heimat! Im Mystiker kommt also Identität und Beheimatung auf eine nicht mehr überbietbare Weise zusammen, aber nicht auf der Grundlage eines zweifelhaften geographischen Partikularismus, sondern auf der Grundlage eines nicht mehr überbietbaren Universalismus. So gesehen wäre die Mystik eigentlich die natürlich Weltreligion einer globalisierten Welt, und dies unbeschadet der lokalen historischen Färbung.

Auch historisch gesehen kann man diese universale und identitätsstiftende Kraft der Mystik verifizieren. Als die ersten Japaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Deutschland kamen, um deutsche Philosophie und Religionswissenschaft zu studieren, lernten sie auch die Werke von Meister Eckhart kennen. Und sie erkannten in ihm einen der Ihren. Ihre Meister Dogen und Hakuin, die im Zen beheimatet waren, hatten mit der Satori oder Kensho Erfahrung offenbar ähnliche Erfahrungen gemacht wie Meister Eckhart, wenn er von der Gottesgeburt in der menschlichen Seele spricht. Shizuteru Ueda hat die Ergebnisse dieses religionsgeschichtlichen Vergleichs in seinem bekannten Buch „Die Gottesgeburt in der Seele und der Durchbruch zur Gottheit“ zusammengefasst. Und der Klassiker von Eugen Herrigel „Zen oder die Kunst des Bogenschießens“, den er in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach einer Ausbildung zum Bogenschützen in Japan geschrieben hatte, zeugt von einer ähnlichen Erfahrung in der Gegenrichtung.

Ähnliche Überlegungen kann man auch im Hinblick auf den Hinduismus und Meister Eckhart anstellen. Die Werke von Shankara etwa weisen ebenfalls erstaunliche Parallelen zu denen Meister Eckharts auf. Wie aber steht es mit dem Islam? Gerade hier ist der Dialogbedarf doch besonders groß. Ist der Islam mit seiner strengen Transzendenz Allahs und der rigiden Handhabung des Gesetzes überhaupt offen für die doch sehr stark auf das Erleben bezogene Mystik? Hier ist in der Tat für die Zukunft noch erhebliches Potenzial innerhalb des Islams zu entdecken. Denn auch der Islam hält mystische Schätze bereit. Die Mystik Rumis mit der Meister Eckharts zu vergleichen und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten wäre von allerhöchster religionswissenschaftlicher und religionspolitischer Wichtigkeit. Hier steckt die transreligiöse Mystikforschung noch in den Kinderschuhen. Was aber erlebt eigentlich der Mystiker? Sich selbst, das Sein oder Gott? Was immer er erleben mag, das mystische Erlebnis hat verbindende Kraft über Grenzen hinweg, das dem Mystiker die Beheimatung im Ganzen, im Kosmos, und Identität gleichermaßen bietet.

Wolfgang Achtner

Wolfgang Achtner ist Professor für Systematische Theologie an der an der Justus Liebig Universität Giessen, sowie Gründer und Direktor der Transscientia Instituts für interdisziplinäre Wissenschaftsentwicklung, Philosophie und Religion. Prof. Dr. Wolfgang Achtner

27 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Naja

    Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt innerhalb einer Religion Heimat gibt. Nach meiner subjektiven Erfahrung ist es jedenfalls ein Kulturschock, wenn man innerhalb der ev. Kirche von einem Dorf in das nächste wechselt. Auch wenn man laut Lohnsteuerkarte dieselbe Religion hat, ist man doch ein Fremder.


  2. Hat eine auf Ethik verdünnte Religiosität die Kraft, zentrifugale Tendenzen abzufangen?

    Das kann man nur hoffen. Dass Religionen mehr trennen als verbinden, erleben wir täglich, und das sogar innerhalb eines Kulturkreises.

    Gerade erst durfte ich miterleben, wie eine erfahrene, examinierte Pflegekraft ihren Arbeitsplatz verloren hat, bloß weil sie die Konfession wechselte, von katholisch zu evangelisch.

    Religion als Ort der Beheimatung? Erzählen Sie das mal dieser Frau, die man von heute auf morgen hinausgeworfen hat.

    Im Übrigen kann man meines Erachtens die individuelle „Religiosität“ oder Spiritualität gar nicht „verdünnen“. Das sind Charaktermerkmale, die man ganz unabhängig von einer Religionszugehörigkeit hat oder zumindest haben kann. Was verdünnt werden sollte, und zwar so stark wie möglich, das sind gewisse Glaubensinhalte, die zur Trennung zwischen den Religionsgemeinschaften beitragen.

  3. Stefan

    Ich glaube das Deine Erfahrungen mit der Religion bei einem Umzug ganz normal sind. Religion und Kirche werden von den handelnden Menschen beeinflusst und das ist zeitlich und örtlich sehr unterschiedlich. Wir würden uns mit Sicherheit in der mittelalterlichen Kirche nicht zurechtfinden.

  4. Religionsfreie Mystik und Toleranz

    Ich würde gar noch einen Schritt weitergehen und Mystik das Potential einräumen, auch Atheisten an Bord holen zu könenen. Selbst als „starker“ Atheist ist man nicht automatisch vor einem erweiterten Erleben des Seins gefeit.

    Mystik bedarf nicht zwingend einer Religion als Träger und verbindet ohne gar besser, weil das Trennende weg fällt. Die Lebensschule der Rosenkreuzer war vielleicht die erste globale Bewegung, die das so lehrt (nein, ich bin Freidenker und kein Mitglied und hoffe, ich habe diesen Blog nun nicht auch noch in die Verschwöhrungsecke gedrängt ;).

    Ich denke, personalisierte Gottheiten gibt’s nur, weil sich Menschen nach einem Führer sehnen, der einem die Verantwortung abnimmt. Vermutlich wird Mystik die nächste, finale Welt-„Religion“ sein, sofern wir unsere moderne Technik überleben. Und als Massnahme sehe ich dazu nur Herzensbildung, Bildung des Emotionsquotienten, Bildung des Seelenquotioenten, Schulung im Menschsein, Herzensbildung und nochmals Herzensbildung auf Basis von Religion und Geisteswissenschaften, je nach Kulturkreis.

    Wie das strategisch effizient umzusetzen wäre – da bin auch ich überfragt, ich bin kein Politiker. Aber vielleicht müssten die richtigen gewählt werden, die Schulen so gestalten, dass Menschen und nicht Hochleistungsautomaten (oder hirnlose Nachbeter) heran gebildet werden. Die seit je her vorherrschende Politik (und Religionsauslegung) der Angst lähmt heute den ganzen Planeten. Aber so funktioniert Macht halt am besten…

  5. Mystik?

    Vielleicht, wahrscheinlich verstehe ich von Mystik zu wenig. Aber von dem aus, was ich bisher (von außen!) wahrgenommen habe, kann ich mir schlicht nicht vorstellen, dass M zu einer Kraft werden kann, die die verschiednsten Menschen dieser Welt verbinden oder verbünden könnte. Das dürften doch allesamt zwar sicher interessante und persönlich befriedigende aber doch private Erfahrungen sein, die zumindest hierzulande sich nur besonders Gebildete leisten können und nicht Leute, die besinnungsloser von Termn zu Termin bzw. von Einkaufsschnäppchen zu Freizeitevents hetzen.
    Oder wie wäre gegebenenfalls Mystik anders darzustellen und gesellschaftlich – von „religionspolitischer Wichtigkeit“ schrieben Sie – zu organisieren? Bzw. wie wäre M fähig, „zentrifugale Tendenzen“ wirksam „abzufangen“?!

  6. Mytik vs. Religion

    Was ist der eingentliche Unterschied?

    Kann aus einer privaten ggf. primitiven Mystik nicht eine religion werden oder sind die Religionen nicht aus einer Mystik entstanden?

    d.h. „kultivierte“ Mytik = Religion?

  7. Samuel,

    ich persönlich verwende lieber den Begriff des „Konzeptes“ (i.S.v. das Erfasste, Aufgenommene) – statt „Träger“ – für die Interpretation und Einbettung mystischer Erfahrung. Wie Mystik individuell interpretiert und eingebettet wird, hängt stark von der individuellen und kulturellen Prägung ab. Die mystischen Erfahrungen – es gibt ja nicht nur eine – scheinen durchaus auch unterschiedlich auf. Religionen sind dafür nicht notwendige, aber geeignete „Konzepte“. Ob sie – dem Mystiker – eher trennend sind, oder lediglich „unterschiedliche Farben eines einzigen Lichtes“, das hängt wohl eher am Einzelnen, seinem Denken, seiner Toleranzbefähigung, seiner Einsichtsfähigkeit usw.

    Mystik kann weder eine Metareligion noch eine Universalie werden. Sie bleibt letztlich unsagbar; jedes Wort ist Interpretation und bereits Glaube. Zwangsläufig entstehen Unterschiede, und das ist wohl auch gut so. Hinzu kommt, dass Forscher wie Michael Blume Recht haben könnten, dass Religion mehr ist als nur ein Kulturelles. Der Mensch der Zukunft würde dann mehr zu leisten haben, wenn er denn je… naja.

    Im Übrigen: Ja, natürlich kann Mystik unabhängig von Theismus sein. Und ja (!): Herzensbildung, unbedingt.(Aber auch Geistesschulung).

  8. Herr Aichele,

    es war nicht nur Gert Scobel (wenn ich mich recht erinnere), der z.B. Meditation öffentlich als reguläres Schulfach vorschlug. Das ließe mehrere positive Effekte erwarten, wie bessere Kontrolle der Affekte und Emotionen, Konzentrationsfähigkeit u.a., aber auf Dauer auch eine Zunahme mystischer Erfahrung, die weniger selten ist, als viele Menschen glauben. Und das nicht nur bei Gebildeten.

    Wenn man diesem Gedanken folgt, dann sollte sicherlich ein Verbund mit Schulung in Philosophie und Religion hinzutreten (in weit höherem Anspruch, als ich es seinerzeit in der Schule erlebte). Allerdings haben wir derzeit ganz andere Prioritäten in unserer Gesellschaft.

  9. P.S., Samuel,

    stellen wir neben den Begriff des Konzeptes noch jenen des Kontextes, in dem sich die mystische Erfahrung zunächst ereignet, in dem die Interpretation ihren Anfang nimmt, um in ein Konzept gebettet zu werden. Vielleicht wird es dann etwas klarer, was ich meine.

  10. Herr Achtner,

    „Im Mystiker kommt also Identität und Beheimatung auf eine nicht mehr überbietbare Weise zusammen, aber nicht auf der Grundlage eines zweifelhaften geographischen Partikularismus, sondern auf der Grundlage eines nicht mehr überbietbaren Universalismus. So gesehen wäre die Mystik eigentlich die natürlich Weltreligion einer globalisierten Welt, und dies unbeschadet der lokalen historischen Färbung.“

    Während ich bei Samuel eher ein „Sollte“ zu lesen vermeine, verstehe ich Ihren Konjunktiv ganz anders. Liege ich da falsch?

    Um nicht missverstanden zu werden: Ich begrüße sehr jedes Erkennen des Einen hinter der Vielfalt, stehe aber einem „Sollte“ skeptisch gegenüber. (Möglicherweise aus resignativem Realismus).

  11. Hallo Stefan

    Grundsätzlich pflichte ich Dir bei, dass jeder seinen eigenes Konzept und eigenen Kontext mitbringt, in dem er seine Erfahrungen einordnet und interpretiert. Dies führt oft selbst innerhalb eines Glaubenssystems zu Grabenkämpfen.

    Trotzdem bin ich z.Zt. wie Herr Achtner der Überzeugung, dass Mystik zu einer Meta-„Religion“ das Zeug hat. Bis anhin machte ich mit Mystikern wie auch mit Musikern verschiedenster Couleur die selbe Erfahrung: Gleiche oder kompatible Konzepte sind nicht nötig für eine erste Verständigung und einen ersten Austausch.

    Ein langsamer 3/4 Tackt z.B. ist gediegen, ein zügiger 6/8 hat drive zum Tanzen, ein 2/4 stampft oder hüpft, etc. Das scheint wirklich universell zu sein.

    Wie Mathe sind auch verinnerlichte Barmherzigkeit, die Fähigkeiten zu z.B. Energiearbeit oder im Jetzt zu sein, universale Werte – universale „Taktarten der Mystik“, die individuellen Konzepten übergeordnet zu sein scheinen. Aber sie bedingen natürlich eine Ausbildung der Fähigkeiten.

    Musik hat den Vorteil, dass sie intuitiv zugänglich ist, kommt aber wie Mystik erstmal ohne Geistesbildung aus. Umso umfassender eine (ausgeglichene) Bildung von Hand, Hirn und Herz ist, desto interessanter wird natürlich eine Begegnung – erst recht, wenn man sich über eine Sprache austauschen kann.

    Ob nun Sikhs, Moslems, Hindus, Schamanen, Christen oder Theismusfreie etc – ab einem gewissen Herzensbildungs-„Niveau“ waren Konzepte/Glaubenssysteme oder Kontexte in meinem Leben nie hinderlich, sondern durchwegs interessant, selbst wenn die Menschen null Geistesbildung hatten. Im Gegensatz dazu kann meiner Erfahrung nach zuviel Geistesbildung den Kontakt zu sich selbst stören, man wird „verbildet“. Wenn ich heraus gefunden habe, wie man dieses Niveau zuverlässig und geschwind global erhöhen kann, melde ich’s beim Patentamt.

    Aber meine Begegnungen mit Vertretern der verschiedenen Konzepte mögen nicht representativ sein. Vielleicht hatte ich einzig „Glück“, v.a. Menschen mit einer ausgeprägten Differenzverträglichkeit (Hans Saner) zu begegnen. Man findet ja des öfteren, was man sucht – und manchmal ja auch nicht… Wer kann schon sagen, wie das funktioniert. Aber was funktioniert, ist zumindest Wahrheit. 🙂

  12. Hallo Samuel,

    die Mystik ist die [eine] Seele der Religionen. Aber sie ist nicht selbst Religion.

    Mir scheint, unsere „Divergenzen“ beruhen auf Definitionsunterschieden. Wichtig finde ich das nicht. Mir ist durchaus sympathisch, was du schreibst.

    Wenn ich auf den Überschriftenbezug in Herrn Achtners Artikel zurückkommen darf: Meister Eckhart hat für sein „Konzept“ seinen Kontext des Christlichen nicht verlassen. Und Rumi spricht zwar das Transkonfessionelle an, kommt jedoch auch immer wieder auf den Propheten zurück. Wer sich – als religiöser Mensch – heute der Mystik öffnet, verlässt schon eher mal seinen eigentlichen religiösen Kontext endgültig. Das ist zu Beginn wie Urlaub in einem weiten, fremden Land. Befreiend, faszinierend, überraschend, wohltuend. Irgendwann setzt bei so Manchem dann aber doch mal Heimweh ein. Oder besser: Man spürt auch so etwas wie einen Verlust. Nicht selten fehlt konkrete Gemeinschaft im gleichen Geiste und gleicher Sprache – wir sind ja letztlich alle auch soziale Wesen. Heimat hat auch mit solcher Gemeinschaft zu tun. Und üblicherweise klingelt man nicht mal so eben beim Nachbarn: „N’abend Heinz. Was macht die Mystik?“ Ich würde sagen, es dauert oft schon eine – nicht nur passive – Weile, bis das „neue Land“ auch als neue Heimat wirklich verinnerlicht ist. Vermuten würde ich weiter, dass viele Menschen gar nicht geneigt sind, sich auf den Weg zu machen, ihre alte Heimat zu verlassen. Es könnte aber auch schön sein, seine alte Heimat als Teil des großen Landes in neuer, gewandelter Architektur zu entdecken. Unterschiedliche Möglichkeiten könnte es geben, je nach dem, wie Menschen halt gestrickt sind.

    Das sind freilich – in größerem Maßstab betrachtet – Übergänge. Visionen davon, was einst sein kann oder sollte, sind immer in die Zukunft projizierte Jetzt-Perspektiven, welche die kommenden, noch unbekannten Entwicklungen nicht berücksichtigen können.

  13. Hi Stefan

    Ja, Definitionsunterschiede sind das grösste Übel. Und enge Realitätstunnels das zweit grösste. Danach kommt irgendwann mal nass-kaltes Wetter. 🙂

    Verschiedenste Suchende aus meinem Umfeld steuerten irgendwann einen vermeintlich sicheren Hafen an, aus Gründen, wie Du sie beschreibst – Heimat, Gemeinschaft, Vertrautheit, Geborgenheit, ob katholisch, evangelisch, evangelikal, vedisch oder auch im puren Rationalismus oder Materialismus. Oder im freiwilligen Tod.

    Hoch im Kurs stehen die einfachen Antworten und ich denke, Menschen fürchten sich davor, fest zu stellen, dass es keine definitiven Antworten gibt – nur Möglichkeiten. Was bedeutet, es gibt keinen festen Grund, auf dem man stehen könnte. Dazu kommt, dass ein Mensch ein geschlossenes System ist: Er ist mit sich alleine und kann nichts dagegen tun. Er kann sich zwar einer Gemeinschaft anschliessen, aber diese wird nie das Meer sein, in dem er sich als Tropfen einfügen kann – was seine innerste Sehnsuch ist. Er kann bloss darauf hoffen, dass eine Gemeinschaft es können möge – aber es wird nie so sein.

    Das klingt erst mal sehr depressiv und ist schwer auszuhalten. Aber ich denke, es ist neben dem Tod das einizige, was man als gegeben annehmen kann. Und die Angst, die daraus entsteht, scheint mir die Wurzel aller Ängste.

    Die grosse Kunst einer Lebensschule ist wohl, Menschen bei dieser Erkenntnis zu begleiten, ohne dass sie in irgend einer Weise Schaden nehmen (danke an meinen inneren Lehrer). Spirituelle Kriesen sind ja nicht ohne und der beste Zeitpunkt für diese Erkenntnis ist bestimmt der, nachdem man den Ozean in sich gefunden hat, wenn man nach Jahren oder Jahrzehnten der Besuche als Tropfen darin das Vertrauen entwickelt hat, dass da tatsächlich ichbin.

    Die ware Heimat ist keine Gegend, kein Glaubenssystem, keine Gemeinschaft. Heimat ist Aufgabe (i.S.v. Auftrag) meiner selbst und Aufgabe (i.S.v. loslassen) meines Selbstbildes – sie ist da, wo ichbin. Natürlich kann man diese Heimat für ein paar Augenblicke teilen – und das ist wundervoll (und manchmal auch risikohaft, wenn es zum falschen Zeitpunkt unstillbare Sehnsüchte weckt) – aber seine eigene muss jeder selber erreichen. Sie kann nicht gegeben werden.

    Die Kunst des Asketen besteht nicht darin, auf Liebe zu verzichten, sondern sie zu ertragen. Man könnte das vielleicht übersetzen mit: Die Kunst des Menschseins besteht darin, auszuhalten, dass jede irdische Heimat eine Illusion ist. Aber wir sind ja hier, um einander zu helfen. 🙂

    Du schreibst: „Irgendwann setzt bei so Manchem dann aber doch mal Heimweh ein. Oder besser: Man spürt auch so etwas wie einen Verlust. Nicht selten fehlt konkrete Gemeinschaft im gleichen Geiste und gleicher Sprache – wir sind ja letztlich alle auch soziale Wesen.“

    Das kenne ich gut. Aber muss nicht zwangsläufig genau dieser Verlust einer Heimat fühlbar sein, wenn man die alte verlassen, die neue aber noch nicht ganz erreicht hat? Auch als eine Art Schutzmechanismus, die einem zurückhält, solange man noch nicht wirklich bereit ist? Und wenn man bereit ist und losgeht, ist man letzten Endes auf sich alleine gestellt – Gleichgesinnte hin oder her. Das Heimweh ist die Sehnsucht des Bioroboters nach dem bekannten, sicheren Hafen. Der Verlust betrifft den Tod das alten Selbst, der Übergang, die Kreuzung Jesus. (Wir alle sollten für unsere eigenen Sünden sterben, nicht nur er. 🙂

    Blöderweise sind Gemeinschaften freidenkender Wahrheitssucher nicht gerade an jeder Strassenecke zu finden. Persönlich konnte ich glücklicherweise die letzten 25 Jahre stehts das vollste Vertrauen haben, dass ich irgendwie finden werde, wonach ich suche: Eben diese Heimat. Es waren meistens einzelne Menschen da, die mich begleiteten. Auch ein einsames, depressives ¾ Jahr war dabei, um genau hinschauen zu können, was da mit mir geschieht.

    Rückblickend scheint mir heute das alles eigentlich ziemlich einfach. Es braucht bloss Wille, Aufmerksamkeit und Glaube, dass da etwas sein könnte. Und um den Bogen nochmals zu schliessen: Als zukünftige Meta-„Religion“ sehe ich durchaus eine „konzeptfreie“ Mystik und ich hege die Hoffnung, dass die moderne Physik dem Ganzen noch etwas auf die Sprünge hilft. Allerding beängsigt mich auch eine mögliche apokalyptische Selbstzerstörungstendenz, wenn die Menschheit plötzlich ihrer personalisierten Götter, ihrer vermeintlichen Identität, beraubt wird und nichts übrig bleibt als Nichts.

    Ich hoffe, Du kannst meinem Geschwurble einigermassen folgen! Klingt fataler, wie ich es eigentlich meine. Tschuldigung für den langen Text. 🙂

    PS: Zwar hier offtopic, aber trotzdem: Ich würde gerne mal in einem geeigneten interessierten Kreis diskutieren, wonach ein genug komplexes Systeim eine Bewusstsein entwickelt. Also ein Haufen Nervenzellen, ein Ameisenhaufen, ein Wald, eine Menschenwelt, das irdische Leben, Galaxien, oder der ganze Kosmos, was dann irgendwie der Ozean sein könnte (Information). Gott ist eine Funktion. Oder gibt’s das schon irgendwo zu lesen? Ich schätze mal, Du kennst Dich da besser aus…

    liebgrüsslich

  14. Samuel am 20.10.2010

    Hallo Samuel,
    Dich beängstigt also eine „mögliche apokalyptische Selbstzerstörungstendenz, wenn die menschheit ihrer personalisierten Götter beraubt wird“

    ICH glaube, darüber brauchst du Dir wirklich keine ernsthaften Sorgen zu machen.Oder hast Du schon einmal davon gehört,dass ein kleines Kind von apokalyptischen Ängsten befallen wurde, wenn es
    im Verlauf seiner intellektuellen Entwicklung entdeckt hat, dass es den Osterhasen, den Nikolaus oder das „Christkindchen“ in der Realität eigentlich gar nicht gibt.Und dass ihm die Erwachsenen,warum auch immer eine falsche Realität vorgespielt haben.Im Gegenteil:
    ICH glaube, genauso wie das Kind werden die meisten Menschen glücklich sein, endlich geistig „erwachsen“ geworden zu sein und endlich erkannt zu haben, dass die „verlorenen“ Götter eben nicht etwas für sie existenziell Wichtiges waren, sondern durchaus verschmerzbare kleine „Lebenslügen“ deren Notwendigkeit und „Wahrheit“ man ihnen irgendwann einmal eingeredet hat.
    Es gibt keinerlei Grund, warum Menschen sich klein, nichtig oder allein und einsam fühlen sollten, wenn Menschen auf den Glauben an persönliche Götter oder an etwas „mystisches“ in der Welt verzichten.
    Es gibt für intellektuelle Betätigungen dieser Art noch weite Räume in den Bereichen der Vernunft, der Philosophie und der Wissenschaften.
    Wenn man sich dann noch mit einer aufgeklärt- vernünftigen Ethik beschäftigt, kann man ein durchaus angstfreies und sinnerfülltes Leben verbringen.

  15. ..

    @Stefan
    Uh, ich war wohl wieder mal etwas unpräzise. Um eine Analogie zu bemühen: Der Mensch als ganzes ist ein offenes System – der mit dem Auge sieht und dem Ohr hört. Derjenige, der nur mit dem Hirn sieht und hört, hat keine Möglichkeit, sein System zu verlassen.

    Zum OT: Danke für den Link. Ich meinte sowas wie dass eine Schwarmintelligenz aller Galxien die Schöpferin sein könnte, eine alles irdischen Lebens eine Halbgöttin, usw. Dass möglicherweise auf solchen Ebenen auch ein Bewusstsein entstehen könnte.

    @Louis
    ich halte es mit Hans-Peter Dürr: Was ich exakt beschreiben kann, geht genauso exact an der Wirklichkeit vorbei. Es ist zwar noch gut genug für die Ralität – aber Realität ist nicht alles.

    Und mit St. Augustin (erster Erzbischof von Canterbury, ?-604/605): Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen.

  16. @ Samuel um 03.07

    Zu H.P. Dürr:
    Ich hoffe, ich muss nicht mal eine Brücke betreten, die jemand konsruiert hat, der denkt wie H.P. Dürr, nämlich exakt an der Realität VORBEI. Übrigens: Es gibt auch realistische Quanten – Interpretations- Versuche.

    Zu St. Augustin.
    Das ist die These von Gott als Lückenbüser für (noch) nicht vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse. Viele zeitgenössische Theologen reden ziemlich abschätzig über sie.
    Fr, Grüße
    little Louis

  17. Wir und die Anderen

    Das „Wir“ ergibt nur einen Sinn, wenn es durch die „Anderen“ begrenzt wird. Dem werden Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe, möglicherweise widersprechen. Sie halten ein grenzen – und ausgrenzungsloses „Wir“ für möglich, welches Sie als „Universalismus“ bezeichnen. Ich würde Ihnen zustimmen, dass die Religionen irgendwann in der Zukunft nicht mehr die normative Matrix liefern, welches das „Wir“ und die „Anderen“ fein säuberlich auseinanderdividiert. Das wird genau dann der Fall sein, wenn Religionen nicht mehr identitätsstiftend wirken und sich die Grenzen von Heimat und Fremde entlang gänzlich anderer Kategorisierungen ziehen lassen.

    Sie sehen in der mystischen Erfahrung einen möglichen Weg, eine Heimat für alle zu schaffen, ein „wir“, das im Idealfall alle miteinschliesst und aufgrund fehlender Differenzen keine Anlass zu (gewalttätigen) Konflikten mehr bietet. Ich stehe dieser Aussage ziemlich ratlos gegenüber, wohl deshalb, weil mir eine solche Erfahrung nie zu Teil wurde.

    Möglicherweise befremdet Sie meine binäre Logik, welche Identitäten lediglich in binären Gegensätzen zu denken vermag. Und in der Tat ist dies eine Kritik, welche in der philosophischen Richtung des Poststrukturalismus eine zentrale Rolle spielt. Aber auch da wird erkannt, dass die Auflösung binärer Logiken stets neue an ihre Stelle setzt.

    Sicher haben Sie schon einmal einen Film gesehen, in dem sich die Menschheit als Ganzes von einer ausserirdischen Spezies in ihrer Existenz bedroht sah. Ich will hier nicht über die zweifelhafte Qualität dieser Hollywoodschunken diskutieren, darum geht es mir nicht. Interessant ist das wiederkehrende Muster, dass nämlich sich die Menschheit dann einigt, weil die Ausserirdischen, welche die „Anderen“ sind, ein „Wir“ ermöglichen. Erst das Erscheinen der „Anderen“ ermöglicht die Grenzziehung und damit die Identitätsstiftung.

    Es wäre interessant, die Meinung eines Evolutionsbiologen dazu zu hören.

  18. Mystik

    In der Tat, Mystik ist der Schnittpunkt, wo die so sehr auf Unterscheidung bedachten Religionen im Unendlichen zusammenfinden – und auch oft schon zusammengefunden haben, wie von W. Achtner erwähnt. Der Mystik gelingt das, weil sie das Höhere, Heilige intuitiv erlebt – jenseits dogmatischer Unterweisung.
    Mit der Mystik ist zwar die sicherste Richtung gewiesen, nämlich der affektive Weg zur Einheit und zum Frieden für die Menschheit. Mystik hat nur den Nachteil, dass sie die Verbindung von höchster Sensibilität/Sinnlichkeit und zugleich höchster Intellektualität voraussetzt. Also ein Minderheitenweg, auf dem sich die Führer der Religionen zwar treffen könnten, ansonsten: „Sag es niemand, nur den Weisen…“ oder altchinesisch: „Man kann dem Brunnenfrosch nicht vom Ozean erzählen.“

    Weit weniger elitär, wenn auch nicht ganz ohne Anspruch ist die poetische Annäherung über die Einfühlung zum „Tat twam asi“: das im Mitmenschen, aber auch in Tier und Pflanze Gott und damit sich selbst als Gottes Ebenbild zu erkennen -und dabei Heimat im Sein zu finden. Die Einbeziehung der Mitgeschöpfe ist sehr wichtig, denn ein Gaza-Palästinenser z.B. kann eher in seinem wenn auch noch so sehr geschundenen Esel sich selbst erkennen als im verhassten Erzfeind.

    Nicht linear (erst die Tiere, dann die Menschen) ist das zu denken, sondern konzentrisch: von allen Seiten auf das gleiche Ziel zu. – Und was gäbe es dann zu mäkeln, wenn als gemeinsame Mitte (ähnlich wie bei der Mystik) nur praktizierter Friede und Gerechtigkeit als oberste Werte übrig blieben, ohne allen ideologisch-theologischen Überbau? (Über dessen ungeheure – anachronistische? – Macht belehrt uns zur Zeit allerdings der islamistische Selbstmord-Terror.)

  19. methode

    jeder, der einen Grundkurs in quantitativer Sozialforschung belegt hat, weiß, dass die Probanden die Antworten geben, von denen sie glauben,sie würden erwartet, bzw./oder aber die, die mit ihrem Selbstkonzept kompatibel sind. Also: ab in die Tonnen mit dieser Untersuchung

  20. Identität

    „jemand, der in intensivster Weise die Erfahrung gemacht hat, ganz und gar er selbst zu sein – Identität –“ da ist der Herr Pfarrer aber auf seiner Ahnungslosigkeit ausgerutscht. Ist es zuviel verlangt, mal im soziologischen Wörterbuch oder wenigstens in Wikipedia nachzuschauen, was die verwendeten Begriffe eigentlich meinen ?

  21. @methode

    Jeder, der sich an die eigene Nase fassen kann, weiß, was Studien zur Religiosität wert sind, wenn eine abweichende Meinung mit der Todesstrafe belegt ist oder zumindest mit viel Unannehmlichkeiten.

    Aber zum Glück gelten solche Erkenntnisse ja immer nur für die Studien mit dem ideologisch unerwünschten Ergebnis.

    Haben Religionswissenschaftler hier im Block eigentlich auch mal eigene Feldstudien gemacht, oder werden immer nur die Arbeiten andere Disziplinen frei interpretiert?

  22. 672. Wenn ihr die Wahrheit wegnehmt oder sie manipuliert, dann ist sie nicht mehr die Wahrheit. Alles, was übrig bleibt, ist eine leere Hülse.
    Mittwoch, 9. Januar 2013, 10:45 Uhr

    Meine innig geliebte Tochter, wie vertraut Mich doch die Menschen zur Sprache bringen, jeden einzelnen Tag, und doch Bin Ich so weit von ihnen entfernt.

    Viele rufen instinktiv Meinen Namen aus, als Redewendung, ohne wirklich zu begreifen, wie sie Meinen Namen verwenden. Es ist nicht nur so, dass man Mich nicht ehrt, man zollt Mir auch keinerlei Respekt. Mein Name wird dann, wenn große Reibereien herrschen, verwendet, um andere Menschen zu verfluchen. Wie Mich das doch verletzt und erschüttert, dass Ich auf diese Weise benutzt werde.

    Vieler gebrauchen Meinen Name im täglichen Gespräch, aber nicht so, dass Meine Rolle als der Erlöser der Menschheit angesprochen wird.

    Wie Ich doch wünsche, dass Ich jene Atheisten und Agnostiker aufrufen könnte, damit sie zuhören könnten, wie sie Meinen Namen in ihren täglichen Gesprächen verwenden. Wenn es eine Gewohnheit ist, warum verwendet ihr dann keinen anderen Ausdruck? Warum bezieht ihr Mich ein, wenn ihr Mich nicht akzeptiert? Warum benutzt ihr Mich als eine Form der Gotteslästerung, wenn ihr nicht glaubt, dass Ich existiere?

    So viele Menschen tun Mich als nicht wichtig für ihr Leben ab. Ich werde zur Seite gestoßen, als ob Ich ohne Bedeutung sei.

    Viele Seelen, die an Mich glauben, üben ihren Glauben nicht aus. Daher gelingt es ihnen nicht, ihre Seelen vorzubereiten. So viele wissen nicht, wann sie von dieser Erde und in das nächste Leben genommen werden, und dann haben sie einen schrecklichen Fehler gemacht. Denn sie sind nicht gut genug vorbereitet, um in Mein Königreich einzugehen.

    An dem Tag, wo sich die Seelen in zwei Gruppen getrennt finden, wird ihnen letztendlich die Wahrheit der Zukunft offenbart werden. Wehe dem Menschen, der sich auf diesen großen Tag nicht vorbereitet hat und der die Zeit vergeudet hat, die ihm auf Erden gewährt worden ist.

    Was die anderen Menschen betrifft, die sich geweigert haben, der Wahrheit zuzuhören, und die Mich öffentlich erniedrigt und abgelehnt haben, ihr Schrecken wird unmöglich zu beschreiben sein. Es wird an diesem Tag Weinen, Hysterie und Erschütterung zu sehen sein, wenn diese Seelen erkennen, dass der Weg, den sie gewählt haben, sie nur in die Feuer des Abgrundes geführt hat.

    Jetzt ist die Zeit des geistigen Neubeginns für die Seelen, die mit dem Geschenk gesegnet sind zu sehen, wie die Prophezeiungen von alters her jetzt in der Welt stattfinden, wie es vorausgesagt worden ist.

    Ich schaue auf die Welt und Ich sehe schreckliche Verwirrung, weil die Menschen hineingezogen werden in Lügen darüber, wie die Welt geschaffen wurde, — diese Lügen, die darauf angelegt sind, die Menschen von der Wahrheit abzubringen.

    Ich sehe, wie guten Menschen gesagt wird, sie sollen ihr Verstehen Meiner Lehren aufgeben, diese verwerfen und stattdessen die Sünde akzeptieren. Dann werden sie ermutigt, die Sünde zu loben, bis sie selbst überzeugt sind, dass Ich, Jesus Christus, ein Auge zudrücken werde.

    Die Wahrheit Meiner Lehren ist der eigentliche Kern des Christentums. Wenn ihr die Wahrheit wegnehmt oder sie manipuliert, dann ist sie nicht mehr die Wahrheit. Alles, was übrig bleibt, ist eine leere Hülse.

    Es ist an der Zeit zu erkennen, ob ihr vorbereitet seid oder nicht, euch durch den modernen New-Age-Spiritismus täuschen zu lassen oder standhaft zu bleiben und das Heilige Wort Gottes zu verteidigen. Es mag euch jetzt nicht wichtig erscheinen, aber wenn der Tag kommt, an dem Ich komme, um zu richten, wird einzig und allein die Wahrheit in Meinem Königreich zulässig sein.

    Wenn ihr Lügen akzeptiert, dann seid ihr nicht aufrichtig. Dann seid ihr nicht ehrlich. Deshalb werdet ihr keine Gnaden erhalten. Ihr werdet wie ein leeres Gefäß sein, das in den Meeren segelt und mit seiner Ladung, die nur in euren Köpfen existiert, prahlt. Es wird niemanden von Nutzen sein, dieses falsche Gefühl von Sicherheit. Es wird euch keinen Zugang zu den Schlüsseln Meines Neuen Paradieses geben.

    Betet jeden Tag, als ob morgen euer letzter Tag wäre, denn ihr kennt nicht die Zeit Meines Zweiten Kommens. Es wird unerwartet geschehen. Dann, wenn dieser Tag anbricht, wird es wenig Zeit zur Umkehr geben. Ihr werdet entweder Mich und Meine Verheißung, euch in Mein Königreich zu bringen, annehmen oder ihr werdet zu dem Ort geschickt werden, von dem es keine Rückkehr gibt.

    Euer Jesus

    http://www.diewarnung.net

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