Namen für Exoplaneten gesucht

Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat ein Verfahren gestartet, bei dem die Öffentlichkeit bei der Namensgebung von 305 Exoplaneten mitbestimmen darf. Diese Namen werden dann offiziell als Bezeichnung für die Planeten akzeptiert. Momentan erhalten extrasolare Planeten einen Namen, der sich aus einem für ihren Mutterstern anerkannten Katalognamen und einem angefügten kleinen Buchstaben zusammensetzt (z.B. „Beta Pictoris b„, wobei „Beta Pictoris“ der Name des Sterns ist und „b“ den ersten Planeten bezeichnet, der bei dem Stern entdeckt wurde. Weitere Planeten in diesem System bekämen dann die Anhänge „c“, „d“, …). Mit der nun gestarteten Aktion möchte die IAU zum einen eine breitere Öffentlichkeit für die Exoplanetenforschung begeistern und zum anderen dafür sorgen, dass eingängigerer Namen für die Planeten gefunden werden.

Leider ist das Verfahren zur Namensgebung jedoch einigermassen kompliziert. So können Namenvorschläge nur von der IAU anerkannten Organisationen (z.B. Astronomievereine, Planetarien, etc.) eingereicht werden. Die Namen selber müssen ebenfalls gewisse Kriterien erfüllen (Namen von lebenden oder verstorbenen Menschen, Produktnamen, Firmennamen sind u.a. nicht erlaubt). Am Ende des Verfahrens sollen dann aber alle, die Lust haben, mit abstimmen können, welche Namen die Planeten dann wirklich erhalten.

Alle notwendigen Informationen finden man auf dieser Webseite (in englisch).

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Nach dem Studium der Physik in Heidelberg promovierte Sascha Quanz am Max-Planck-Institut fuer Astronomie. Im Anschluss daran arbeitete er 2 Jahre in einer internationalen Unternehmensberatung, bevor seine Wissenschaftskarriere in der Schweiz fortsetzte. Seit 2009 forscht er an der ETH Zürich über Extrasolare Planeten und ihre Entstehung.

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