Public Viewing zum Dritten

Wie gesagt, Sprachnörgler interessieren sich nicht besonders für Tatsachen, und darum war es vorhersehbar, dass sie sich auch durch ein repräsentatives Korpus nicht von ihrer morbiden Interpretation des Begriffs Public Viewing abbringen lassen würden.

Tom S. Fox, der schon im Bremer Sprachblog ausgiebig getrollt hat und vor einigen Wochen unter dem Namen A. Nonym auch im Sprachlog angekommen ist, nennt zwei Quellen, die er für gewichtiger hält als ein 100-Millionen-Wörter-Korpus: Den amerikanischen Autor John Madison, der das Blog „Nothing for Ungood“ betreibt, und einen nicht genannten Freund, dem er eine E-Mail geschrieben hat.

John Madison behauptet das in der Tat. Allerdings verdient er nun einmal sein Geld damit, Deutschen einzureden, er beschreibe „[d]eutsche Seltsamkeiten aus amerikanischer Perspektive“ (so der Untertitel seines Buches zum Blog). Dabei liegen die Seltsamkeiten sehr häufig einzig und allein an seiner Überzeugung, dass er ganz persönlich der Maßstab dafür sei, wie die Amerikaner denken, sprechen und handeln. Mit anderen Worten, er ist eine Art Bastian Sick für in Deutschland lebende Amerikaner. Man mag das, was er schreibt, amüsant finden (über Humor lässt sich ja leider nur schwer streiten), aber man sollte seine Glossen nicht mit Tatsachenbeschreibungen verwechseln.

Übrigens sollte man sich unbedingt die Kommentare unter Madisons Beitrag durchlesen: darunter sind amerikanische Kommentatoren, die allen Ernstes das Recht für sich beanspruchen, selbst dann als absolute Authorität für die englische Sprache zu gelten, wenn man sie mit authentischen Belegen konfrontiert, die ihre Meinung widerlegen — nur einer von vielen Gründen, warum die Meinung einzelner Muttersprachler mit Vorsicht zu behandeln ist.

Das gilt natürlich auch für die Meinung des einzelnen Muttersprachlers, die der a.nonyme Tom S. Fox angeblich per E-Mail eingeholt haben will — leider, denn auch wenn Tom S. Fox das nicht merkt, bestätigt sie ja genau das, was ich in meinen beiden vorangehenden Beiträgen zu diesem Thema gesagt habe: dass der Begriff Public Viewing sich auf jede Art öffentlicher Betrachtung von etwas beziehen kann, darunter natürlich auch, aber eben nicht ausschließlich, auf aufgebahrte Leichen.

Einen interessanteren Ansatz hat Volker Weber in seinem Blog vowe.net gewählt. Er hat über Twitter englische Muttersprachler gebeten, im zu tweeten, was ihnen bei den Wörtern public viewing als erstes in den Sinn kommt und dann die Antworten veröffentlicht. Zählt man alle Antworten zusammen (einschließlich derer, die in seiner Time Line, aber nicht auf seiner Liste auftauchen), so ergibt sich tatsächlich eine knappe Mehrheit von 56 Prozent für den Begriff „Funeral“, 32 Prozent denken an Kunst oder andere Ausstellungen, und 12 Prozent an andere Dinge.

Diese Umfrage ist natürlich nicht repräsentativ, vor allem, weil die Befragten die vorangehenden Antworten kennen (und sich zum Teil sogar auf diese beziehen), aber immerhin zeigt sie, dass es einen nicht zu vernachlässigenden Teil englischer Muttersprachler geben könnte, die bei Public Viewing zuerst oder ausschließlich an Beerdigungen denken.

Das widerspricht den Belegen aus dem British National Corpus, auf die ich in meinem letzten Beitrag verlinkt habe und unter denen sich kein einziges entsprechendes Beispiel findet. Deshalb fand ich folgenden Kommentar eines John Lindsay unter Volker Webers Beitrag interessant, der sich fragt, ob es sich hier möglicherweise um einen dialektalen Unterschied zwischen britischen und amerikanischen Varietäten des Englischen handeln könnte:

I was wondering why you were asking that. I must admit funeral wouldn’t have occurred to me … It would be interesting to know how many of the people that responded funeral were Americans cos some of the names I recognise as being American — is it an American figure of speech?

Um John Lindsays Verdacht zu überprüfen, habe ich eine Stichprobe des Suchbegriffs "public viewing" von britischen und US-amerikanischen Webseiten genommen, wobei ich alle Treffer, die sich in irgendeiner Weise auf Sportereignisse bezogen, weggelassen habe (auf den amerikanischen Webseiten war das ein einziges Beispiel, auf den Britischen war es eine Handvoll). Das Ergebnis bestätigt tatsächlich Lindsays Vermutung:

Die Verwendung des Wortes Public Viewing für das öffentliche Zurschaustellen von Leichen ist in den USA offensichtlich deutlich verbreiteter als in Großbritannien (und interessanterweise bezogen sich die Beispiele auf den britischen Webseiten größtenteils auf Michael Jackson, könnten also aus der amerikanischen Presse übernommen sein).

Aber trotzdem ist diese Bedeutung nicht die häufigste: Sie ist genauso häufig wie die Bedeutung „Ausstellung“ und macht, wie diese, nur knapp über ein Drittel der Belege aus. Amerikaner, die ernsthaft immer erst an Beerdigungen denken, wenn sie Public Viewing hören, müssen also nicht nach Deutschland fahren, um morbide Verwirrung zu erleben: Ihnen begegnen auch zu Hause genügend Anlässe. Man kann sich das bildhaft vorstellen: „Was, ein Toter im Museum? Ach, gottseidank, nur ein Bild … Was, ein Toter im Theater? Ach, nur eine Premiere, und ich dachte schon … Was? Ein Toter im Rathaus? Ach, es liegen nur Baupläne aus, na, da hast du mir aber einen Schrecken eingejagt … Was? Das Bestattungsinstitut zeigt einen Film? Ach, diesmal ist es wirklich eine Leiche, wie traurig und verwirrend zugleich…“.

Ich bleibe deshalb bei meiner Meinung, die inzwischen für jeden, der irgendwie für empirische Evidenz zugänglich ist, als abgesichtert gelten dürfte: Die Bezeichnung Public Viewing ist auch im internationalen Kontext unproblematisch. Dass sie in den USA nie und in Großbritannien selten für öffentliche Übertragungen von Fußballspielen verwendet wird, kann man interessiert zur Kenntnis nehmen, aber weder die USA noch Großbritannien haben zu entscheiden, wie sich englische Begriffe im internationalen Sprachgebrauch entwickeln.

Dass es möglicherweise Menschen gibt, die darauf bestehen, dass jedes Wort nur eine Bedeutung und dieses hier nur die Bedeutung „Aufbahrung“ haben darf, sollten wir nicht zu unserem Problem machen.

Und selbst wenn wir es täten, könnten wir den Begriff bedenkenlos weiter verwenden: Die Spiele der US-amerikanischen Fußballnationalmannschaft der Männer erinnern in Dynamik und Spielaufbau ja ohnehin stark an die öffentliche Zurschaustellung von Leichen

 

[Nachtrag: Wer mir nicht glaubt, glaubt vielleicht der englischen Muttersprachlerin und lizenzierten Übersetzerin Margaret Marks, die in ihrem Transblawg über das Wort schreibt.]

© 2010, Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch

Nach Umwegen über Politologie und Volkswirtschaftslehre habe ich Englische Sprachwissenschaft und Sprachlehrforschung an der Universität Hamburg studiert und danach an der Rice University in Houston, Texas in Allgemeiner Sprachwissenschaft promoviert. Von 2002 bis 2010 war ich Professor für Englische Sprachwissenschaft an der Universität Bremen, im August 2010 habe ich einen Ruf auf eine Professur für anglistische Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg angenommen. Mein wichtigstes Forschungsgebiet ist die korpuslinguistische Untersuchung der Grammatik des Englischen und Deutschen aus der Perspektive der Konstruktionsgrammatik.

35 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die unendliche Geschichte …

    Mir fällt bei so etwas immer Otto ein, aus seiner mittlerweile prähistorischen Humorphase: „Ach, erzählen Sie mir doch nichts von Tatsachen! Das sind Fakten, meine Damen und Herren!“

  2. Ich (Engländerin) bin ebenfalls erstaunt über die große Aufregung. Vor Jahren, als ich „Handy“ zuerst auf Deutsch hörte, war ich leicht verärgert, aber ich sehe ein, dass Lehnwörter verändert werden. Ich übersah, dass nicht nur Engländer sich darüber aufregen können, sondern vor allem Deutsche. Es scheint, als ob niemand davon ablassen könnte, zu sagen „Ich weiß es! es bedeutet öffentliche Aufbahrung“ – aber es sind einfach ein Adjektiv und ein Substantiv, und die Bedeutung im Fußball bürgert sich eben ein. Ich habe die Sache auch etwas langwierig gebloggt.

  3. Look who’s talking ….

    Offenbar sind einige der Kommenator(inn)en, die dem Herrn Madison so eifrig Beifall zollen, in der englischen Sprache weniger sattelfest als sie meinen:

    http://nothingforungood.com/…ewing/#comment-1449

    Das verb „to procrastinate“ bedeutet nämlich keineswegs das, was die Dame offenbar meint.

    Ist mir ja im Grunde egal, und ich wäre der Letzte, der es jemandem übel nimmt, wenn man Anderen mit „big words“ imprägnieren will, aber das fiel mir dort gerade auf.

    Übrigens: „Authorität“? War das Absicht? (Und: nein, anderswo als im Sprachlog – den ich sehr schätze – würde ich so eine Bemerkung nicht machen)

  4. Autorität

    Autorität schreibt man anders als ‚authentisch‘ ohne h: „…als absolute Authorität für die englische Sprache zu gelten, wenn man sie mit authentischen Belegen konfrontiert, die ihre Meinung widerlegen…“ Das stört mich in dem Satz ein bißchen. Wahrscheinlich weil ich ihm, wie dem ganzen Beitrag, zustimmen möchte. Okay, über Geschmack läßt sich sowenig streiten wie über Humor.

    Übrigens habe ich auch eine amerikanische Muttersprachlerin und studierte Anglistin nach ‚public viewing‘ gefragt, nämlich meine Freundin. Sie sagte, sie kenne den Ausdruck aus Amerika überhaupt nicht.

    Und damit verging mir die Lust, weitere Erkundigungen in meiner amerikanisch-englisch-französisch-ostafrikanisch-japanisch-deutschen Patchwork-Familie zu betreiben. Mir scheint, es gibt wichtigere Dinge als Sprachnörgeln. Wie ich mal vor Jahrzehnten irgendwo las: „Was ist schon die Weltrevolution gegen eine angeschnittene Flanke.“

  5. Prokrastination

    @Michael Khan: Das mit dem „procrastinating“ hätt ich jetzt aber schon gerne erklärt. Die Frau verplempert ihre Zeit – in der sie wohl was wichtigeres zu tun hatte – mit dem Lesen von „nothing for ungood“. Ist das keine Prokrastination?

  6. @ohno: to procrastinate

    Wird das Wort „to procrastinate“ richtig verwendet, erwarte ich schon, dass sich aus dem Kontext ergibt, dass da etwas Wichtiges willentlich hinausgeschoben wurde, denn das Wort bedeutet nicht einfach „Zeit verplempern“, sondern „zögern und etwas, was getan werden sollte, willentlich hinausschieben“.

    http://www.merriam-webster.com/…ry/procrastinate

    http://www.woxikon.de/eng/procrastinate.php

    http://en.wikipedia.org/wiki/Procrastination

    http://www.dict.cc/?s=to+procrastinate

    … usw.

    Wenn diese Bedeutung im zitierten Kommentar besagter Dame wirklich gewollt war, verstehe ich nicht, was sie damit sagen wollte, denn ohne Angabe dessen, was sie willentlich hinausschob, macht ihre Aussage keinen Sinn.

    Natürlich hat jeder Mensch immer etwa Wichtigeres zu tun. Insofern wäre wirklich jedes Verplempern von Zeit eine Prokrastination. Aber das ist ja nun wirklich etwas dünn.

    Ich gehe daher davon aus, dass sie das wirklich nur im Sinne von „Zeit verplempern“ meinte. Dann passt allerdings dieses Verb nicht.

    So ein Fehler ist ja auch nicht weiter schlimm. Aber er fällt deswegen auf, weil es sich um einen zustimmenden Kommentar zu einem Blog-Artikel handelte, der sich über die falsche Benutzung englischer Worte mokierte. Sonst hätte ich dazu nichts weiter gesagt.

  7. Immerhin ist A. Nonym hier wenigstens mal auf den Inhalt des Beitrags eingegangen anstatt nur seine schlechte Laune hinzukotzen.

    Übrigens, nette Grafiken!

  8. Mein Vater ist Engländer und kannte das Wort vor der WM 2006 nach eigener Aussage auch nicht. Es stört ihn aber so wenig, dass er es jetzt auch im Englischen für öffentliche Fußballübertragungen nutzt.

  9. So ein sinnloses Wortgeklingel…

    zur Verteidigung von „Public viewing“ – das ist schon erstaunlich, womit manche Leute so ihren Tag verbringen! Ist es denn so schwer, eine halbwegs griffige deutsche Formulierung für das Anschauen von Fußballspielen auf Großleinwänden zu finden? Vor vier Jahren hatte ich mich wunderbar über den Ausdruck „Rudelgucken“ gefreut, den ich bei Studenten aufgeschnappt hatte!
    Über 50 % der Deutschen sprechen überhaupt kein Englisch, und vom Rest ist nur ein kleiner Anteil fähig, sich wirklich gut und fließend auf Englisch auszudrücken. Ich erwarte daher, in meinem Land in der Öffentlichkeit, auf Behörden und von Unternehmen, die mir etwas verkaufen wollen, in meiner Muttersprache angesprochen zu werden! Ich ertrage es einfach nicht, immer häufiger mit irgendwelchen Parolen aus Werbefuzzi-Hirnen sprachlich zugemüllt zu werden. Die Flut englischer Ausdrücke offenbart doch vor allen einen erschreckenden Mangel an Kreativität –und eine abstoßende Geringschätzung, ja Verachtung gegenüber der nicht Englisch sprechenden Mehrheit in Deutschland.
    Ich möchte keineswegs – auch wenn mir das sicher einige übereifrige Anglizismen –Freunde unterstellen werden – eine Verbannung aller englischen Ausrücke, aber hier wie überall gilt: „Es kommt auf die Dosis an, ob ein Stoff giftig wirkt“.
    PS. Wie wird eigentlich „Public viewing“ z. B. in Frankreich und in Spanien genannt?

  10. ‚Rudelkucken’*, wirklich? Klar, ich habe einen nicht immer ganz gesunden Humor, aber wollen wir als „offiziellen“ Begriff wirklich einen, der von Suchmaschinen wegen seiner Nähe zu ‚Rudelbumsen‘ gebannt würde?

    Die – zugestanden: sehr alberne – Debatte um die Bedeutung von ‚public viewing‘, Herr Quentmeier, wurde nicht von den Apologeten Englisch erscheinender Wörter losgetreten. Es waren einige Pseudo-Sprachschützer oder Menschen, die sich clever geben wollten, die ganz einfach Blödsinn als Wahrheit ausgeben. Dann wird das ein wenig aufgebauscht, diejenigen, die es immer schon gewusst haben, schürzen ihre Mundwinkel zu hämischem Grinsen.

    Klar, die Mechanismen sind offensichtlich und immer gleich. Wer sich allerdings den Deppen [sic!] nicht in den Weg stellt, sollte sich nicht wundern, wenn sie die Diskurse dominieren. Wenn der klügere nachgibt, zerstören die Dummen die Welt.

    Wir müssen nicht über ‚public viewing‘ diskutieren, ebenso wenig wie über ‚blaue Hemden‘. Leider haben eine Handvoll Herr- und Damschaften sich ausgerechnet diesen Neologismus – auf der Basis einer einfachen NP mit attributiv genutztem Adjektiv vor nominalisiertem Verb ohne neue, eigenständige Bedeutung – ausgesucht, um mal wieder einen Popanz zum Einreißen aufzubauen.

    *Ich bin Hamburger, ich lasse mir von Süddeutschen nicht sagen, wie das geschrieben wird.

  11. @Armin Quentmeier

    zur Verteidigung von „Public viewing“

    Es ging im Artikel doch gar nicht um die „Verteidigung“ des Begriffs. Nicht gelesen?


  12. Über 50 % der Deutschen sprechen überhaupt kein Englisch, und vom Rest ist nur ein kleiner Anteil fähig, sich wirklich gut und fließend auf Englisch auszudrücken. Ich erwarte daher, in meinem Land in der Öffentlichkeit, auf Behörden und von Unternehmen, die mir etwas verkaufen wollen, in meiner Muttersprache angesprochen zu werden!

    Noch viel weniger Deutsche sprechen Französisch oder gar Latein und trotzdem benutzen Sie fröhlich Wörter, die aus diesen Sprachen entlehnt wurden. Das sollten Sie sofort unterlassen, denn erfahrungsgemäß sind Lehnwörter wie Restaurant, Balkon, Baguette oder Rendezvous für Menschen, die nicht Romanistik studiert haben, völlig unverständlich und werden stets als Affront aufgefasst!

  13. Armin Quentmeier

    Okay, lassen wir die quasi Beleidigung („übereifrige Anglizismenfreunde“) mal unter den Tisch fallen.

    Sie erliegen leider dem Irrglauben, das Verständnis von Anglizismen hätte etwas mit Sprachkenntnissen zu tun. Hat es nicht (oder nur sehr eingeschränkt). Ein Beispiel: ich bin im alemannischen Sprachraum groß geworden. Dort benutzt man oft (aber nicht immer) ‚iiläse‘ (einlesen) wenn man etwas einscannt. Meine Oma weiß gar nicht wovon wir sprechen, und das, obwohl wir die schöne deutsche Entsprechung eines Anglizismus verwenden. Der Punkt ist doch der: zwar ist meine Oma nicht mit Englischkenntnissen ausgestattet, aber viel entscheidender ist, dass sie auch keine Computerkenntnisse hat. Deshalb ist es völlig schnurz, ob wir einen Anglizismus verwenden oder seine deutsche Übersetzung.

    Ähnlich ist es mit ‚public viewing‘ – wenn ich nicht weiß, was es bezeichnet, nutzen mir meine Deutschkenntnisse bei ‚Rudelgucken‘ herzlich wenig.

    Nun mag man die „Anglizismenflut“ der Werbebranche doof finden, das bleibt Ihnen unbenommen. Aber die Werbesprache ist und bleibt Werbesprache – und mein Gefühl ist, dass ihr Einfluss auf die Alltagssprache doch recht begrenzt ist.

  14. Rudelgucken?

    Ehrlich? Da soll ich wissen, dass das was harmloses ist? Was hat das mit Fernsehen oder Fussball zu tun?
    @ Garteh wg.französisch: Da gebe ich Ihnen 100% recht! Die Schreibweisen machen einen zu dem doch zu schaffen… 😉

  15. Eingeschränkte Lesefähigkeit?

    Einige Diskutanten haben offenbar große Schwierigkeiten, einen kurzen Text zu lesen und dann auch noch zu verstehen:

    @Gareth: „Ich möchte keineswegs – auch wenn mir das sicher einige übereifrige Anglizismen –Freunde unterstellen werden – eine Verbannung aller englischen Ausrücke, aber hier wie überall gilt: „Es kommt auf die Dosis an, ob ein Stoff giftig wirkt“.“
    Hallo, es geht um das Übermaß an (pseudo-)englischen Ausdrücken und Redewendungen, nicht um eine zwanghafte Sprachreinigung. Das gilt natürlich auch für Fremdwörter aus allen anderen Sprachen!
    Und was das „Rudelgucken“ angeht, auch hier noch eine Anmerkung für die etwas Schwerfälligeren und alle anderen, die bewußt etwas mißverstehen wollen: Zitat: „Vor vier Jahren hatte ich mich wunderbar über den Ausdruck „Rudelgucken“ gefreut, den ich bei Studenten aufgeschnappt hatte!“ Eigentlich ist dieser Satz selbsterklärend, aber noch mal zur Sicherheit: Ich will dieses Wort nun wirklich nicht als allein zulässigen Ausdruck für „public viewing“ verwendet sehen; ich habe mich aber sehr über die sprachliche Kreativität junger Leute gefreut, denen das „publing viewing“- Gefasel offenkundig auf die Nerven ging.
    @ suz: „die quasi Beleidigung („übereifrige Anglizismenfreunde“)“: Sie sind aber ein Sensibelchen! Denken Sie doch bitte mal über „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ nach – wenigstens ein bißchen!

    … und der große Khan liest am besten noch mal den ganzen Artikel und denkt noch mal ein bißchen nach!

  16. @Armin Quentmeier

    … und der große Khan liest am besten noch mal den ganzen Artikel und denkt noch mal ein bißchen nach!

    Ich denke, von uns beiden bin ich derjenige, der beides getan hat.

    Im Artikel geht es nicht darum, „Public Viewing“ ein verteidigenswerter oder verdammenswerter Begriff sei. Es geht allein um die Frage, ob die von Einzelnen aufgestellte Behauptung zutrifft, „public viewing“ würde im englischen Sprachraum als „Leichenbeschau“ verstanden. Dies scheint nicht so zu sein, wofür reichlich Belege geliefert werden.

    Anlass zu einer Generalabrechnung mit Anglizismen, ob überflüssig oder nicht, sehe ich im gegebenen Kontext nicht. Ich habe nach wie vor nicht den Eindruck, sie hätten den Artikel gelesen. Zumindest aber disktutieren Sie über ein ganz anderes Thema.

    Ich selbst könnte durchaus auf den einen oder Anglizismus verzichten. Wenn es darum ginge, würden Sie bei mir offene Türen einrennen.

    Aber davon schreibt Herr Stefanowitsch zumindest hier nichts, es geht hier allein darum, ob eine konkrete semantische Behauptung zutrifft oder nicht. Solche Fragestellungen sind in einem Blog mit der Bezeichnung „Sprachlog“ durchaus gut aufgehoben.

    Wenn Sie mich kurz aufklären könnten, was an meiner Darstellung unzutreffend ist und welche Stelle des Artikels ich fehlinterpretiert habe (d.h., wo sich meine eingeschränkte Lesefähigkeit und die der Anderen manifestiert) wäre ich Ihnen dankbar.

  17. Rendezvous

    @Gareth ich kann mich der Verwunderung nur anschließen, warum sich niemand über französische Wörter im deutschen aufregt. „Rendezvous“ wäre doch auch ein schönes Beispiel für eine falsche Verwendung. In Frankreich bedeutet es irgendeinen Termin – also auch mit dem Zahnarzt – während es im Deutschen immer in der Bedeutung „rendezvous amoureux“ verwendet wird.

    Liegt die mangelnde Aufregung daran, dass sich selbst Sprachnörgler an die große Menge dieser Wörter gewöhnt haben, weil sie schon ein paar Jahrzehnte länger benutzt werden?

  18. @Gareth

    Noch viel weniger Deutsche sprechen Französisch oder gar Latein und trotzdem benutzen Sie fröhlich Wörter, die aus diesen Sprachen entlehnt wurden.

    Um auf das Thema des Blog-Artikels Bezug zu nehmen: Da ging es ja darum, dass jemand behauptet hat, „public viewing“ habe in Deutschland eine ganz andere Bedeutung als in der Herkunftssprache – wobei diese Behauptung im gegebenen fall anscheinend nicht zutrifft.

    Es stimmt, dass die es in der deutschen Sprache viele französische Lehnwörter gibt.

    Viele Franzosen machen sich darüber lustig, dass die meisten Deutschen diese Lehnwörter falsch aussprechen („Accessoire“), einfach frech das Geschlecht ändern (das Restaurant, die Garage) oder eine andere Semantik unterstellen als im Französischen oder Bedeutungen weglassen, die das Wort im Französischen hat („der Amateur“).

    Aber was soll’s, das ist halt so, wenn ein Wort von der einen in die andere Sprache übergeht.

    Interessant finde ich vielmehr, wie dieser Übergang vonstatten geht, ob er wirklich von einem Werbetreibenden erdacht wird wie das unlängst hier diskutierte „Call-a-bike“ oder von Schichten der Gesellschaft, beispielsweise Einwanderern oder Urlaubern importiert wird.

    Auffällig ist, dass oft Lehnworte für Sachverhalte verwendet werden, die beliebig schwammig sind. Wer kann denn schon genau beschreiben, was ein Accessoire oder ein Lifestyle-Produkt genau ist? Darunter versteht doch jeder, was er will.

    Es ist aber beleibe nicht so, dass in solchen Fällen der Schwammigkeit, wo gar nicht klar ist, was nun überhaupt gemeint ist, immer nur Fremdwörter herhalten müssen. Beispiel: Das Modewort „Nachhaltigkeit“. Das hatte früher eine ganz klare Bedeutung: „das wird unsere Geschäftsbeziehungen nachhaltig schädigen“, heute aber sehe ich es täglich in unterschiedlichen Bedeutungen, u.a. „nachwachsend“, „nicht verschmutzend“, „wiederverwertbar“ und noch vieles Anderes mehr – wie’s gerade passt.

    Der englische Begriff „sustainable“, an den sich dieser Begriff wohl anlehnen soll, hat im Englischen eine deutlich klarer umrissene Bedeutung. „Sustainable growth“ ist dort Wachstum, das so angelegt ist, dass es die vorhandenen Ressourcen nutzt, ohne sie zu überfordern.

    Ich vermute, wenn „sustainable“ nicht so aussehen würde, als sei es schwer auszusprechen, dann hätte man es einfach übernommen. So aber hat man einfach ein existierendes deutsches Wort genommen und ihm statt einer klaren mehrere schwammige Bedeutungen gegeben.

    Das finde ich schon eher problematisch – Sprache dient der Kommunikation und bedingt, dass sowohl der Sprecher oder Schreiber als auch der Hörer oder Leser ein gegebenes Wort gleich auffassen, also unter einer Katze ein kuscheliges Kleinraubtier und unter einem Elefanten einen großen Dickhäuter mit langem Rüssel verstehen. Da wäre es der Kommunikation sogar entgegengekommen, hätte man das Fremdwort importiert.

  19. @ Michael Khan

    … und der große Khan liest am besten noch mal den ganzen Artikel und denkt noch mal ein bißchen nach!
    Tut mir leid, noch mal zurück auf los: jetzt lesen Sie den Artikel noch mal in aller Ruhe; dazu auch noch den ersten Teil des Herrn Stefanowitsch („Public viewing oder die Rückkehr der Leichenbeschauer“), achten Sie auf dessen Attacken gegen die (angeblichen) „Sprachnörgler“ und die nicht besonders gelungenen Versuche, diese der Lächerlichkeit preiszugeben – das Ganze ist eine ebenso wortreiche wie haarspalterische Verteidigung eines Begriffes, auf den man problemlos hätte verzichten können.
    PS. Noch ein herrliches „Fundstück“: im online-Wörterbuch der TU Chemnitz gibt es ein herrliches Ergebnis, wenn man „Public Viewing“ eingibt:
    Deutsch: Großleinwand-Übertragung (f); „Public viewing“
    Englisch: outdoor screening

  20. @Armin Quentmeier

    das Ganze ist eine ebenso wortreiche wie haarspalterische Verteidigung eines Begriffes

    Wortreich ja, haarspalterisch … ja, wo denn? Und „Verteidigung eines Begriffs“, das sehe ich nach wie vor nicht, ich sehe da nichts als die fundierte Auseinandersetzung mit einer Behauptung zur Semantik eines englischen Begriffs. Also etwas, was Leser in einem linguistischen Blog erwarten.

    Aber gut, Ihnen sei Ihre Meinung belassen, auch wenn Sie sie nicht begründen mögen.

  21. Rudelkucken

    Wenn ich mal etwas mehr Zeit haben sollte (vor dem Urlaub wird das aber nichts mehr, und dann bin ich erst mal weg ;-), versuche ich die unterschiedlichen Konnotationen von „Public Viewing“ und „Rudelkucken“ so zu beschreiben, dass vllt. auch dem Herrn Quentmeier klar wird, warum das keine Synonyme sind.

    Ich finde viele pseudoenglische Werbetexte auch blöd. Ich finde allerdings auch viele deutsche Werbetexte blöd. Und das wird nicht besser, solange die Hersteller dieser Texte überzeugt sind, dass diese Konstrukte den ihnen zugedachten Zweck erfüllen. Das ist so ähnlich wie mit Drogen: Wenn man sie wirklich loswerden will, muss man die Konsumenten von der Verderblichkeit ihres Tuns überzeugen.

  22. @Peer

    Bei Paplick Fjuing weiß aber jeder sofort, dass es um Fernsehen und Fußball geht?

    Im Ernst: Rudelgucken ist ja wohl ein netter Scherz gewesen, keine ernstgemeinte Übersetzung.

  23. Public Viewing

    Die Tatsache, dass Wörter verschiedene Bedeutungen haben können, ist in der Tat eine banale und schon jedem Schüler zugänglich, der es lernt, mit einem Wörterbuch umzugehen. Insofern macht sich die Redaktion einer viel gelesenen deutschen HP auch mehr als lächerlich, wenn sie behauptet, die Einladung eines amerikanischen Geschäftspartners zum „Public Viewing“ während der WM führe zum Ende der Geschäftsbeziehungen, meinte doch jeder Amerikaner, er würde zur Beerdigung eingeladen. Nein, was zu kritisieren ist, ist die erneute Verwendung eines englischen Begriffs ohne jegliche Notwendigkeit. Dabei kommt es dann – wie auch in anderen Fällen – zu Begriffseinschränkungen, weil der „neuen“ Wendung eine semantische Frequenz zugeschrieben wird, die sie in der Originalsprache nicht hat. Man kann es fast nicht besser fassen als T. Buck in der Artikelüberschrift von 1974: „Selfmade-English“: Semantic Peculiarities of English Lone-material in Contemporary German. Wie üblich: Nichts als Sprachprotzerei!

  24. Quelle der Behauptung Aufgebahrung

    Im Bekanntenkreis habe ich „public viewing“ auch die Tage diskutiert. Einer gab dann als Quelle seine Wissen die Wörter-Datenbank Leo ein, und in der Tat, dort wird bei Eingabe von public viewing (amerk.) „Ausstellung eines aufgebahrten Leichnams“ angezeigt. Interessant auch die Diskussionsthreads, die nur von Forderungen überquellen, ein deutsches Wort dafür zu finden.

    Ich halte Leo da für ein nicht unerheblichen Faktor für die Weiterverbreitung gewisser Sprachmythen. Ich nutze z.B. auch oft Leo, um mögliche Eingrenzungen von Wortbedeutungen oder eben einfach Wörter zu finden. Konkret für public viewing liegt das Problem darin, dass es nur eine Bedeutung genannt wird und damit erst recht manche Nutzer annehmen, es gibt nur diese eine Nutzung.

  25. LEO sollte wirklich nur von Menschen genutzt werden, die es eigentlich nicht benötigen, die nur schnell einen Denkanstoß brauchen oder eine Rechtschreibhilfe. Der Nutzer muss ein sehr gutes Sprachgefühl und ’ne ganze Menge Ahnung haben; oft fehlen Standardübersetzungen, dafür sind eher seltsame Nebenbedeutungen erfasst.

    Eine kleine Ergänzung zu meiner weiter oben zu lesenden Analyse von ‚public viewing‘, die Cambridge Grammar of the English Language unterscheidet zwischen ‚composite nominals‘ und ‚compound nouns‘ [Seite 448 ff, §14.4], wobei das inzwischen berüchtigte, hier diskutierte Beispiel ersteres ist. Nur um die Terminologie in die Moderne zu bringen …

  26. Amerikaner verstehen unter „Public viewing“ etwas anderes als wir? Kunststück, sie verstehen ja auch unter „Football“ etwas anderes als wir.

  27. Ein wenig mehr Empirie

    Habe mir mal die Zeit genommen, den typischen Sprachnörgler-Lackmustest zu machen – also zwei Muttersprachler befragt. Eine US Amerikanerin über 80, ein Südengländer über 50, beide leben in ihren jeweiligen Geburtsländern, sind dort auch nie weg gewesen [für länger].

    Frage: What do you understand when a friend tells you he’s going to a ‚public viewing‘?

    Answer E: [H]e’s going to an open gallery and anyone can go. A private viewing would be by invitation only.

    Answer US: I understand that it’s something to see that’s open to the general public. Like, perhaps, a painting displayed in an art museum.

    Aus England bekam ich auch dies noch: There can be a „public viewing“ of a corpse, yes, but the term „Public Viewing“ is not specific to that and is more often associated with an exhibition at a gallery (when used without context)

  28. Interessant ist doch: Warum finden / erfinden wir englische , oder früher eher französische Lehnwörter?
    Nun gut , vieles, was sich oft langfristig eh nicht bewährt, mag aus der Werbung kommen… aus einer jeweils momentanen Mode heraus geboren sein…..
    aber warum hat sich z.B das Wort „Event“ für das der VDS als deutsche Alternative „Ereignis“ oder „Veranstaltung“ vorschlägt , so etabliert?
    Weil das Wort „Event“ eben so wie wir es verwenden, eine spezielle Konnotation hat. Es bedeutet eben nicht einfach nur , wie im Englischen „Ereignis“ -man würde nicht sagen „die Geburt meiner Tochter war eines der größten Events in meinem Leben“- und auch die „Veranstaltung „ ist keine Alternative: Das Sommerfest der freiwilligen Feuerwehr Büdingen ist vielleicht eine Veranstaltung „Sound of Frankfurt“ o.ä…. mit vielen Bühnen, DJ´s, Bands, Tanz, aufwendiger Technik, Lightshows usw… ist ein „Event“…das ist chic, das ist cool, das ist groovy (um ein paar weitere Lehnwörter zu verwenden, für die mir so recht kein deutscher Ersatz einfallen will)

    Das deutsche Wort „Veranstaltung“ entbehrt jeder Sinnlichkeit und klingt bürokratisch… kein Wunder, dass sich da „Event“ als Bezeichnung für bestimmte Veranstaltungen erfolgreich etabliert hat…. und wenn es es nur daran liegt , das uns die englische Sprache, was Popkultur betrifft, griffiger und sinnlicher erscheint.
    Ähnlich ist es mit dem „Rendezvous“, was ja im Französischen wohl auch einfach nur „Treffen“ heisst, hierzulande aber ein amouröses Treffen bedeutet, weil wir Deutschen das Französische -warum auch immer- mit Amour und Sinnlichkeit verbinden.

    Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist das englische Lehnwort „Baby“ . Dafür haben wir im Deutschen das „Neugeborene“, das „Kleinkind“, den „Säugling“ Auch wenn das Saugen an der Mutterbrust sowohl für das Kind als auch für die Mutter eine zutiefst sinnliche Erfahrung ist, sind all diese Begriffe, ähnlich, wie die „Veranstaltung“ unsinnlich und technokratisch.
    Ein liebkosendes Wort wie „Baby“ ist den Deutschen wohl nie eingefallen (warum eigentlich nicht?) und deshalb haben wir gerne das Wort „Baby“ in unsere Sprache integriert und meines Wissens hat sich über dieses Wort auch noch kein Sprachörgler aufgeregt

  29. @ Marc

    Das mit dem „Football“ war mir bekannt. Ich habe mich aber nie gefragt, was die Amerikaner jetzt in Südafrika spielen?

  30. Schön, dass Sie die Leute über den US-amerikanischen Sprachgebrauch aufklären. Aber müssen Sie wirklich klischeehaften Unsinn über den US-amerikanischen Soccer verbreiten, nur um einen mageren Schlussgag abzugreifen? Ich sage nur Viertelfinale 2002.

    Haben Sie womöglich den Schiedsrichter im Spiel Slowenien-USA 2010 bestochen, um die These zu belegen? 🙂

  31. und ich hab auch immer noch ein Handy in der Tasche und kein Mobile. Weil ungefähr 90% der leute denen ich sage, daß mein Handy klingelt wissen, was das ist.

  32. Durchhalten, Sprachnörgler…

    Noch sieben Jahre, dann könnt Ihr das große Jubiläum „400 Jahre Gegenwehr“ feiern! Hatte doch 1617 irgend ein Großgrundbesitzer Ludwig von Köthen-Anhalt bereits einen Schutzwall gegen Lehnwörter gegründet und Gelehrte wie Martin Opitz um sich geschart. Und welch hässliche Wörter sind uns Dank dieses jahrhundertelangen Kampfes erspart geblieben: Ganz zu Anfang schon Überflüssigkeiten wie „Nase“ und „Fenster“ – erfolgreich abgewehrt. Etwas später dann (wieso nehmen die Kommentatoren eigentlich stets nur Beispiele, die immer noch offensichtlich französisch klingen?) Unangebrachtes wie „Elan“ und „Büro“ – erfolgreich aus der deutschen Sprache ferngehalten. Mann, was haben wir gelacht über den Spinner, der als erster aus bureau das absurde „Büro“ machte! Und auch heute wieder: da schreit doch die ganze Welt auf, weil wir so unpassend „Public Viewing“ sagen. Da muss das ja wieder verschwinden!

    Also los, Ihr Spracheiferer, auf in den Kampf; Cervantes schaut Euch aus dem Grab wohlwollend zu!

  33. Danke für den Link – allerdings denke ich, ein deutscher Dozent oder Professor überzeugt immer, eine Übersetzerin selten!