Ein Schlag für die Genderwissenschaft?

Ergänzend zu meinem Artikel über die Definition von Gender und die geringen Gender-Unterschiede in mathematischer Leistung habe ich auf Zeit-Online einen erstaunlichen Artikel gefunden. “Eine neue Studie”, so behauptet Zeit-Online, gäbe “den Anhängern der Evolutionspsychologie recht”. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sei somit hauptsächlich auf genetische Unterschiede zurückzuführen, soziologische Faktoren spielten eine untergeordnete Rolle. Diese Meldung wäre eine Sensation, wenn sie richtig wäre. Ist sie aber nicht.

Glücklicherweise ist die Studie, auf die sich Zeit-Online beruft, frei abrufbar und ich konnte sie mir heute Abend in ruhe durchlesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Autoren der Studie gar nicht behaupten, sie könnten zwischen genetischen und gesellschaftlichen Effekten unterscheiden. Ein Schwachpunkt dieser Studie, der Zeit-Online vielleicht in die Irre geführt hat, ist dass die Autoren der Studie durchweg “sex differences” schreiben, wo sie “gender differences” meinen. Das ist keine echte Schwäche der Studie. Sie unterscheiden einfach die beiden Aspekte des Geschlechts, Sex und Gender, nicht. Sie fassen beide Seiten der Medaille unter dem Begriff Sex zusammen, so wie wir Physiker die Aspekte Trägheit und Schwere in der Regel unter dem Begriff Masse zusammenfassen. Ich werde im Folgenden dennoch Gender schreiben, denn schließlich geht es in der Studie um Persönlichkeitsunterschiede, nicht im körperliche Unterschiede der Geschlechter.

In der Studie geht es darum, eine Methode zu finden, bei der Gender-Unterschiede so deutlich wie möglich zu Tage treten. Dabei verwenden die Autoren im wesentlichen drei Methoden. Zum Ersten wählen sie die passende Genauigkeit, mit der Unterschiede in der Persönlichkeit kategorisiert werden. Dann verwenden sie nicht direkt beobachtbare Variablen, sondern sogenannte latente Variablen. Und zum Dritten fassen sie aus den in den verschiedenen Aspekten der Persönlichkeiten gemessenen Gender-Unterschiede nicht durch Mittelung, sondern durch eine geometrische Addition zusammen. Zum zweiten Punkt kann ich nicht viel sagen, weil ich mit den Details der statistischen Analyse nicht vertraut bin, wesentlicher sind aber die beiden anderen Punkte, die ich kurz erläutern möchte, bevor ich meine Einschätzung zur Brauchbarkeit der Studie gebe.

Genauigkeit

In der Psychologie gibt es ein Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit, dass man als The Big Five  bezeichnet. Die Persönlichkeit wird in die fünf Messgrößen eingeteilt. Eine davon ist die Extraversion, die sowohl Herzlichkeit als auch Dominanz beinhaltet. Nun, so die Autoren, erzielen Frauen in der Regel in Herzlichkeit, Männer in Dominanz einen höheren Messwert. Im Mittel gleicht sich der Gender-Unterschied weitgehend aus. Die Reduktion der Persönlichkeit auf wenige zusammenfassende Aspekte neigt also dazu, Gender-Unterschiede zu verbergen. Misst man dagegen zu viele unabhängige Werte, so wird die Statistik in der Regel schlecht und man bekommt unzuverlässige Ergebnisse. Die Autoren messen also die Genderunterschiede anhand von fünfzehn Eigenschaften. Ein Kompromiss zwischen statistischer Genauigkeit und Schmalbandigkeit der Eigenschaften.

Die Studie verwendet Daten von 1993, die Stichprobe umfasste 5137 Frauen und 5124 Männer mit eher überdurchschittlicher Bildung. Heraus kam, dass die meisten Gender-Unterschiede in den 15 Persönlichkeits-Eigenschaften eher klein bis mittel waren. Richtig groß waren sie nur bei “sensitivity”, also Empfindsamkeit, wo Frauen im Mittel um 2,29 Standardabweichungen besser abschnitten als Männer und in “warmth”, also Wärme, wo Frauen noch 0,89 Standardabweichungen höher lagen. Verschwinden klein waren Gender-Unterschiede bei “abstractedness”, “liveliness” und “perfectionism”.

Die Gesamtabweichung

Bis hierher ist das eigentlich keine Überraschung. Dass es Unterschiede zwischen Gendern gibt, ist bekannt. Bei den meisten Eigenschaften sind diese auch in der vorliegenden Studie nicht überwältigend groß. Jetzt machen die Autoren aber einen gewagten Schritt. Anstatt den Mittelwert aller Gender-Differenzen zu nehmen bilden sie eine Art Abstand in einem 15-dimensionalen Zustandsraum der Psyche. Ist das nicht toll? Und da lästere noch einer über die elfdimensionale Stringtheorie.

Die Argumentation ist folgende: Wenn zwei Städte irgendwo auf einem Gelände liegen. Die eine ist 3000 Fuß höher als die andere, liegt 3 Meilen nördlicher und 3 Meilen östlicher, dann stellt man den Abstand nicht durch Bildung des Mittelwertes, sondern durch den Satz von Pytagoras fest. Also: Abstandsquadrat ist Summe der Quadrate der drei Koordinatendifferenzen. Das kann man auf fünfzehn Dimensionen und auf nicht ganz unabhängige Koordinaten verallgemeinern. Man bekommt eine Metrik (einen Maßstab für Abstände) in einem abstrakten multidimensionalen Eigenschaftsraum.

In diesem Eigenschaftsraum, so stellen die Autoren fest, ist der Genderabstand groß. Das ist kein Wunder, denn dieser “Abstand” ist immer deutlich größer als die Einzelwerte. Wenn alle gemessenen Genderunterschiede nur bei 0,1 Standardabweichungen lägen, käme man bei 15 unkorrelierten Messgrößen auf einen Wert von fast 0,4, also einen moderaten Genderunterschied. Bei nur fünf Messgrößen käme man auf nur 0,2. Das Ergebnis wird um so überzeugender, je mehr kleine Genderunterschiede dazukommen.

Das wäre dann auch einer meiner Einwände gegen diese Art der Datenauswertung: Sie ist darauf ausgelegt, einen möglichst großen Gender-Unterschied zu bekommen. Und sie leistet das auch. Aber was lernt man daraus? Eigentlich gar nichts, denn das Ergebnis ist extrem abstrakt. Es ist nur noch eine Zahl, eine geometrische Summe aus allen gemessenen Genderunterschieden.

alt

Das Verhalten von Kätzinnen und Katern unterscheidet sich hauptsächlich in der Paarungszeit.

Solch eine Zahl ist ungeeignet, zwischen verschiedenen Erklärungsmodellen für Genderunterschiede zu unterscheiden. Nach dem evolutionären Erklärungsmodell kommen Genderunterschiede durch genetische Mutationen und natürliche Auslese zustande. Das führt nicht zu der Annahme, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern so groß wie möglich ausfallen müssen. Es gibt eine Menge Säugetiere, bei denen das Geschlecht an äußerlicher Erscheinung und generellem Verhalten außerhalb der Paarung kaum auszumachen ist. Die Evolution bevorzugt also keinesfalls  generell große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das ist nur bei den Eigenschaften der Fall, bei denen ein Geschlechtsunterschied für die erfolgreiche Vermehrung vorteilhaft ist.

Ebenso sagen soziologische Modelle, die Gender-Unterschiede hauptsächlich auf den Vorgang der Sozialisation zurückführen, nicht voraus, dass der Gesamt-Genderunterschied klein sein muss. Natürlich könnte der höhere Durchschnittswert in Feinfühligkeit bei Frauen auf Erziehung oder auf Wechselwirkung zwischen Individuen und ihrer Peer-Group zurückzuführen sein und damit zu einem hohen Gesamt-Unterschied beitragen. Auch dieses Modell kann Genderunterschiede erklären.

Ein hoher Gesamtwert, wie er hier vorgelegt wird stützt also weder das genetische, noch widerlegt er das soziologische Erklärungsmodell. Er stellt auch meines Erachtens keinen Schritt zu einem besseren Verständnis der Genderunterschiede dar, weil er zu grob abstrahiert. Es werden alle Details, die vielleicht Hinweise auf Fragen zur Genderentwicklung geben könnten, zu einer nichtssagenden aber dafür unerwartet großen Zahl verwurstet. Wer große Zahlen braucht, kann sie so generieren. Wer etwas aus Studien lernen will, sollte sich die Details ansehen. Da sind die Genderdifferenzen moderat bis klein.

Update 22.01.2012:

Weiteres zum Thema Gender auf meinem privaten Blog: Gender sells

Joachim Schulz

Veröffentlicht von

www.quantenwelt.de/

Joachim Schulz ist Gruppenleiter für Probenumgebung an der European XFEL GmbH in Schenefeld bei Hamburg. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in der Quantenoptik, in der er die Wechselwirkung einzelner Atome mit Laserfeldern untersucht hat. Sie führte ihn unter anderem zur Atomphysik mit Synchrotronstrahlung und Clusterphysik mit Freie-Elektronen Lasern. Vier Jahre hat er am Centre for Free-Electron Laser Science (CFEL) in Hamburg Experimente zur kohärenten Röntgenbeugung an Biomolekülen geplant, aufgebaut und durchgeführt. In seiner Freizeit schreibt er zum Beispiel hier im Blog oder an seiner Homepage "Joachims Quantenwelt".

34 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. wird ihnen egal sein

    Die Genderwissenschaften sind nur sehr eingschränkt Wissenschaften.

    Poststrukturalismus an sich, der einen großen Teil der Genderwissenschaften ausmacht, ist bereits wissenschatsfeindlich. Die Sprache konstruiert die Wirklichkeit, es gibt keine objektiven Fakten? Da sollte es jedem Wissenschaftler doch bereits den Magen umdrehen.

    Natürlich muss es in einer Spezies keine Geschlechterunterschiede geben. Aber wir sind erkennbar eine Spezies mit Geschlechterunterschieden.

    Unterschiede, die sich evolutionär ausgewirkt hat, sind überall über unserem Körper und Geist zu erkennen. Männer sind stärker und kräftiger und größer als Frauen (im Schnitt). Das ist allgemein ein Zeichen für eine starke intrasexuelle Konkurrenz, wie sie auch bei unseren nächsten Verwandten, Schimpansen und Gorillas vorzufinden ist. Eine solche Konkurrenz zeigt sich natürlich auch im übrigen, wirkt sich auf den Umgang im Wettbewerb und auf Aggression und viele andere Punkte aus.

    Dann haben wir mit den weiblichen Brüsten auch ein klassisches Zeichen sexueller Selektion, die wiederum vererbbare Vorstellungen von Attraktivität getrennt nach Geschlechtern voraussetzt, was bereits Grundsätzen de Poststrukturalismus und der Genderwissenschaft, die diese als rein sprachlich konstruiert ansieht, widerspricht.

    Dann haben wir vollkommen andere Hormone. Diese haben natürlich auch Wirkungen. Testosteron und Östrogene wirken sich auch auf die Psyche aus und Männer und Frauen produzieren sie in vollkommen verschiedenen Umfang.

    Gegenwärtiger Stand der biologischen und medizinsichen Forschung ist, dass pränatales Testosteron bereits erhebliche „Vorformatierungen“ bewirkt, die dann später ausgebaut werden
    http://scholar.google.de/…p;as_ylo=&as_vis=0

    Das schlimme ist dabei nicht, dass die Genderwissenschaften eine andere Auffassung haben, in der sie insbesondere das soziale betonen. Es ist, dass sie den Rest der Forschung einfach ignorieren und ihre Grundannahme, dass alles durch Sprache konstruiert ist (eben auch die dagegenstehende Forschung) nicht hinterfragen. Statt dessen zieht man entgegenstehende Forschung schlicht als „Backlash“. Wer sich aber gegen Kritik abschottet, der betreibt keine Wissenschaft, die diesen Namen verdient.

  2. Umgekehrt …

    > Ein Schwachpunkt … ist[,] dass die Autoren
    > … „sex differences“ schreiben, wo sie
    > „gender differences“ meinen.

    … wird ein Schuh daraus: Herr Schulz schreibt „gender differences“ wo er „sex differences“ meint.

    Die Autoren werden sich möglicherweise auf den Standpunkt gestellt haben, das „Sex“ ein doch recht eindeutiges Merkmal ist.

    Nüchtern betrachtet ist „Gender“ dagegen eine Schnapsidee eines medizinischen Scharlatans (John Money), die bereits durch ihre Erstanwendung (David/Brenda Reimer) ad absurdum geführt wurde. Das diese Idee von einer gescheiterten Philosophin (Judith Butler) exhumiert wurde und seither als intellektuelles Zombie durch die Pseudowissenschaften geistert, macht die
    Idee nicht eben seriöser.

    Ich darf mir noch den Hinweis gestatten, dass der Beitrag auf einer ungeeigneten Seite veröffentlicht wurde. Diese Seite hier heißt nämlich „scilogs“, „sci“ wie „sciene“, was nun wiederum mit „Wissenschaft“ zu übersetzen ist.
    Die Pseudowissenschaften heißen im Englischen aber „Humanities“.
    Wenn Herr Schulz also (bei konstanter Qualität) zu den Wissenschaften zurückfinden will, dann freue ich mich schon sehr auf seinen nächsten Beitrag mit dem Titel „Ein Schlag für die Sauerstoffwissenschaft?“ in dem er uns über die neuesten und bahnbrechenden Fortschritte der Phlogistonwissenschaften informiert.

  3. Dieser Text gefällt mir noch besser als der letzte (vgl. dazu auch einen neuen Artikel bei Zeit-Online – die Kommentare sprechen Bände). Es ist typisch für Evopsych-Publikationen, dass möglichst große Unterschiede zwischen Gendern „herausgefunden“ werden. Anders ließen sich Evopsych-Theorien ja auch nicht untermauern.

  4. Vielen Dank.

    Ich würde gerne auf einen Flattr Button klicken. Leider gibt es keinen. Wäre sicherlich eine Überlegung wert. (-> flattr.com)

  5. Stärke der Genderdifferenzen

    „Wer etwas aus Studien lernen will, sollte sich die Details ansehen. Da sind die Genderdifferenzen moderat bis klein.“

    Ich hatte hier mal aus einer Metastudie ein paar Zahlen besprochen:
    http://allesevolution.wordpress.com/…ektstarken/

    (Spelling – 0,45 Language 0,40); Mechanical Reasoning (+0,76), Spatial perception (+0.44); Mental rotation (+0.73); Sexuality: Masturbation (+0.96) Sexuality: Attitudes about casual sex (+0.81); Agreeableness: Tendermindedness (-0.91);

    Finde ich nicht so gering. Aber natürlich stellt sich die Frage, ob es sozial oder biologisch ist.

    Es gibt durchaus Forschung, die bei mechanical reasoning für Biologie spricht, zB ein Zusammenhang mit prenatalen Testosteron
    http://www.eje.org/content/155/suppl_1/S123.short

    Vielleicht ja mal ein Ansatz für einen neuen Artikel?

  6. Evolution vs. „Gender“

    > Es ist typisch für Evopsych-Publikationen,
    > dass möglichst große Unterschiede zwischen
    > Gendern „herausgefunden“ werden.

    Die Evolution ist so bewiesen wie irgend etwas überhaupt bewiesen werden kann. Wer die Evolution oder ihre Auswirkungen leugnet, erreicht ausschließlich, dass er sich lächerlich macht.

    Das gilt für „Gender“-Apologeten nicht minder als für Kreationisten.

    Nach allem was wir wissen, gibt „Gender“ ebenso wenig wie einen „intelligenten Designer“.

  7. @Name (notwendig)

    „Es ist typisch für Evopsych-Publikationen, dass möglichst große Unterschiede zwischen Gendern „herausgefunden“ werden. Anders ließen sich Evopsych-Theorien ja auch nicht untermauern.“

    Und das Argument schließt aus, dass tatsächlich Unterschiede vorhanden sind?

    Da könnte man genau so anführen „es ist typisch, dass Genderwissenschaften alles als gesellschaftlich konstruiert ansehen, denn sonst haben sie ja nichts zu dekonstruieren.“

    Es gibt genug Studien, die Unterschiede aufzeigen.

  8. @ Norbert J.

    Einspruch: Die Geisteswissenschaften bestehen nicht nur aus den Judith Butlers dieser Welt, ebenso wie die Naturwisschenschaftne nicht nur aus Lyssenkos bestehen.

  9. @ Christian: Lesen ist eine sehr wichtig Kulturtechnik, wie ich immer wieder feststellen muss. Ich schrieb „möglichst große Unterschiede“.

    @ Norbert: Wer leugnet hier was? Und vor allem: Wer macht sich lächerlich?

  10. Veröffentlichungen zum Thema Mann/Frau

    Ich mag in den Zeitungen keine solchen Artikel mehr lesen. Meist sind solche Veröffentlichungen von Vorurteilen oder Aggressionen gegen das jeweils andere Geschlecht geprägt.Aber wie es so ist- die Menschheit ist von Selbsterkenntnis meilenweit entfernt…
    Vielleicht sitzen Frauen bald wieder hinten im Bus? Oder sie sollen in der Gemeinde schweigen wie Paulus schrieb?

  11. Wissenschaft?

    Genderwissenschaft? *lach* Gender ist alles, aber bestimmt keine Wissenschaft.

    Ich als Naturwissenschaftler verbitte mir soetwas Wissenschaft zu nennen.

  12. @Name (notwendig)

    > @ Norbert: Wer leugnet hier was?

    Die Evolutionstheorie macht klare, falsifizierbare Aussagen und (im konkreten Kontext als Evolutionspsycholgie) klare, falsifizierbare Vorhersagen.
    Diese Aussagen und Vorhersagen sind nicht nur nicht falsifiziert worden sondern treffen in bemerkenswert exakter Weise die Wirklichkeit, die wir beobachten (bzw. beobachten können, falls wir wollen).

    Das Konstrukt „Gender“ wurde wie bereits erwähnt bereits durch seine Erstanwendung ad absurdum geführt, David Reimer wurde einfach kein Mädchen. Darüber hinaus sind die Grundannahmen der Tabula Rasa-Behauptungen naturwissenschaftlich widerlegt. Männer und Frauen sind nicht gleich, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern überwiegen deutlich die individuellen Unterschiede innerhalb der Geschlechter.

    Wer trotz dieser nun nicht gerade brandneuen Forschungslage mit dem Konstrukt „Gender“ hantiert, leugnet letzten Endes die Evolution bzw. die offenkundige Tatsache, dass auf weiblichen Säugetieren ein anderer Selektionsdruck lastet als auf männlichen Säugern.

    Diese Schuhe mag sich der Autor der abenteuerlichen Behauptung „Das Verhalten von Kätzinnen und Katern unterscheidet sich hauptsächlich in der Paarungszeit.“ anziehen ebenso wie eine Person, die behauptet „Es ist typisch für Evopsych-Publikationen, dass möglichst große Unterschiede zwischen Gendern „herausgefunden“ werden. Anders ließen sich Evopsych-Theorien ja auch nicht untermauern.“.

    Beides ist exakt das, was Kreationisten machen: Sie leugnen aus weltanschaulichen Gründen wissenschaftliche Erkenntnisse, konkret: die Evolutionstheorie.

    > Und vor allem: Wer macht sich lächerlich?

    Hohlwelt-Theoretiker, von Außerirdischen Entführte, Orgon-Energetiker, Kreationisten, Gender-Apologeten, Betreiber einer Web-Seite namens „scilogs.de“ die Evolutionsleugnern Platz einräumt und die Redaktion einer Wissenschaftszeitschrift, die ernstlich Bäume opfert, um die Frage ob Theologie eine Wissenschaft sein könnte erörtern zu lassen.

  13. @Christian:

    Natürlich konstruiert auch die Sprache die von uns erlebte Wirklichkeit, ebenso wie eingeschränkte Sinnesorgane die Wirklichkeit so konstruieren wie wir sie erleben.
    Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es nicht eine „echte“ Wirklichkeit „da draußen“ gibt und die kein Maßstab sein soll.

    Es berufen sich tatsächlich viele der PoststrukturalistInnen auf Adorno, Horkheimer und Co und lehnen den Begriff „Wirklichkeit“/“Wahrheit“ vollständig ab – Popper hat da mMn richtig argumentiert und gefolgert, dass dann die eigene Ideologie zur Wahrheit verkommt und es keine Hinterfragungsmöglichkeit mehr gibt.
    Es bedarf, nach Popper, den Begriff der „Wahrheit“, nicht weil wir die jemals erlangen können, sondern um unsere eigene Ideologie (und alles ist nach Popper Ideologie, auch wissenschaftliche Theorien) daran messen zu können. Oder anders gesagt, um einen Anreiz zu haben, seine eigene Ideologie zu hinterfragen und Methoden zu entwickeln die das gewährleisten.

    Nur wird dabei vergessen, dass wir hier von den VertreterInnen der Genderwissenschaften im deutschsprachigen (teils französischen) Raum sprechen. Hier hat diese „Hegelei“ in den Sozialwissenschaften noch immer Hochkonjuktur. Und eben diese Vorstellung, die die Herrn Professoren Adorno und Co verbreitet haben, ist der gleiche positivistische Ansatz eines Hegels.

    In anderen Ländern hat Hegel bei weitem nicht diesen Stellenwert, wie im deutschsprachigen Raum. Ganz in Gegenteil berufen sich viele auf die Konzepte Poppers bezüglich der Sozialwissenschaften (nicht ganzheitliche Erklärungen suchen, sondern Schritt für Schritt und falsifizierbare Theorien formulieren).

    Sie tun also den Genderwissenschaften unrecht, wenn sie diese auf die hier in Deutschland vertretene Auffassung von Forschung beschränken.

    Auch verwechseln sie Sex mit Gender. Keine Frage das biologische Geschlecht ist evolutionär entstanden, ist aber selbst hier bei weitem nicht so eng gefasst, wie die meisten annehmen. Intersexualität ist ein Beispiel, ausgenommen sie möchten in Kategorien wie „Normal“ und „Anormal“ argumentieren, nur sind wir dann nahe an einer Perversions-Debatte.

    Gender bezeichnet das, was uns zu „Männer“, „Frauen“, „Transgender“ in der Gesellschaft macht: Also „Mann geht arbeiten, Frau bleibt zu hause und kocht“, um ein sehr simples Beispiel zu benennen. Aber auch, dass Babys in rosa Anzug Puppen bekommen und Babys in blauen Anzug Bauklötze (egal welches biologische Geschlecht das Baby hat).

    Aber ich möchte sogar soweit gehen, dass auch Gender Teils Ursachen in der biologischen Evolution haben kann (ich weiß es nicht, ich spreche es nur einmal an). Also dass das was uns zu „Männer“ oder Frauen“ in einer Gesellschaft macht, ebenfalls zum Teil biologisch determiniert ist.

    Nur ist/sollte unser kritisches Denken soweit fortgeschritten (sein), dass wir diese Mechanismen hinterfragen und kritisieren. Wir sind nicht mehr oder nicht ausschließlich an evolutionäre Prozesse gebunden. Vielmehr gibt es Beispiele wo die kulturelle Evolution die biologische beeinflusst (einfaches Beispiel: Milchverträglichkeit).

    Um mit Dawkins zu sprechen: Der ist immer dafür kritisiert worden, dass er in „The Selfish Gene“ den Menschen als „scheppernden Roboter“ dargestellt hat, der von seinen selbstsüchtigen Genen gesteuert wird – aber er hat auch geschrieben, dass der Mensch durch sein Gehirn aus diesem Prozess sich lösen kann. Er hat sogar ein Beispiel angegeben, die (mehr oder weniger ;-)) Enthaltsamkeit der Priester. Also der Memkomplex katholischer Glaube hat sich aus dem evolutionär bestimmten Muster gelöst.

    Ebenso können wir uns die Frage stellen, ob die Gender-Unterscheidung (nicht nur die des Sex) sinnvoll ist, ob diese einer modernen Gesellschaft gerecht werden. Wobei noch nicht einmal gesagt ist, ob die Unterscheidung von Gender tatsächlich auch biologische Ursachen hat oder ob nur gesellschaftliche. So sollten wir uns auf jeden Fall die Frage danach stellen.

    Und eben weil wir diese Gender-Unterscheidung hinterfragen können, muss die Frage angesprochen werden. Man kann ja nicht einfach argumentieren, dass Frauen die sich ungerecht behandelt fühlen (und es in diesem Sinne auch werden), sich gefälligst den biologischen Gegebenheiten hingeben müssen. Gerade die Kritik dieses 50er-Weltbild zeigt doch, dass wir daran etwas ändern können.


  14. Die Evolutionstheorie macht klare, falsifizierbare Aussagen und (im konkreten Kontext als Evolutionspsycholgie) klare, falsifizierbare Vorhersagen.

    Die Evulotionspsychologie ist zirkelschüssige Spökenkiekerei, die ihre Thesen aus unbewiesenen Prämissen herleitet = Mumpitz.

    Im Grunde gehts hier auch gar nicht um Gender(pseudo)wissenschaft, sondern um wissenschaftliche Methodik. Wie der Autor sehr schön ausführt, kann man damit fast alles „beweisen“.

  15. tja

    Es gibt uebrigens noch eine Antwort von J Hyde der Autorin der gender similarities hypothesis (hoffe der Link geht hier nicht kaputt..): http://www.plosone.org/…a-4789-95ae-b47be9480338

    An sich kann das schon sinnvoll sein die Mahalanobis-Distanz zu berechnen. Insofern man begruenden kann dass die beiden Gruppen multivariat normalverteilt sind (was in dem Paper von del Giudice nicht getan wurde). Del Guidice schreibt selbst in einem frueheren Paper dass |d| aequivalent ist zur Mahalanobis-Distanz im eindimensionalen Fall. Die Mahalanobis Distanz wird aber groesser schon allein durch die hoehere Dimensionalitaet, daher wuerde ich eher bezweifeln, dass D und |d| vergleichbar waeren.

  16. so so

    „Die Evulotionspsychologie ist zirkelschüssige Spökenkiekerei, die ihre Thesen aus unbewiesenen Prämissen herleitet = Mumpitz.“

    Na klar doch. Evolutionäre Mechanismen hatten und haben keinerlei Einfluss auf Wahrnehmung und Verhalten. Kann gar nicht sein. Und die Welt ist hohl.

  17. @RD

    Das hat niemand behauptet. Keine Nebelgranaten werfen!

    Die Behauptung war, dass Evulotionspsychologie „zirkelschüssige Spökenkiekerei“ ist, „die ihre Thesen aus unbewiesenen Prämissen herleitet = Mumpitz“.

    Nicht, dass Wahrnehmung und Verhalten nicht durch evolutionäre Mechanismen beeinflusst wird.

  18. @Norbert: Evopsych hat mit der Evolutionstheorie ungefähr soviel zu tun wie Kreationisten mit Darwin. Ansonsten bitte noch ein paar mal Joachims Artikel lesen.

  19. @Studierendenfutter und Name (notwendig)

    > Die Evulotionspsychologie ist zirkelschüssige
    > Spökenkiekerei, die ihre Thesen aus
    > unbewiesenen Prämissen herleitet = Mumpitz.
    und
    > Evopsych hat mit der Evolutionstheorie ungefähr
    > soviel zu tun wie Kreationisten mit Darwin.

    Falls euch gelegentlich der aktuelle Trend zum Erstargument einholen sollte, dann tut euch bitte keinen Zwang an.

  20. @Gustav

    > Vielmehr gibt es Beispiele wo die kulturelle
    > Evolution die biologische beeinflusst
    > (einfaches Beispiel: Milchverträglichkeit).

    Gerade die Milchverträglichkeit Erwachsener ist ein Beispiel dafür, dass die biologische Evolution die Kulturelle beeinflusst. Rinderzucht wird genau dort betrieben, wo erwachsene Menschen Laktose verdauen können.
    Würde die Rinderzucht die Laktoseverträglichkeit hervorrufen, dann gäbe es in Asien milchtrinkende Mutanten.

    > aber er (Dawkins) hat auch geschrieben, dass
    > der Mensch durch sein Gehirn aus diesem Prozess
    > sich lösen kann

    Das mag sein, ist aber schlicht nicht die Frage.
    Die Frage ist, ob unsere Vorfahren sich bereits so früh aus diesem Prozess gelöst haben, dass wir heutigen Homo Sapiens nicht mehr die Ergebnisse von deren blinder Selektion sind.

    Diese Frage darf angesichts der zur Debatte stehenden Zeiträume (1000 Jahre sind gerade mal 50 Generationen) mit Fug und Recht verneint werden.

    Es bliebe also höchtens zu diskutieren, ob die (höchst hypothetischen) Nachkommen des heutigen Homo Sapiens in 200.000 Jahren sich durch Gender statt durch Sex fortpflanzen werden.

  21. @Gustav (Nachtrag)

    > Gender bezeichnet …, dass Babys in rosa Anzug
    > Puppen bekommen und Babys in blauen Anzug
    > Bauklötze (egal welches biologische Geschlecht
    > das Baby hat).

    Nun zeigt aber gerade der Versuch des Dr. Money, dass selbst Kastration plus weibliche Hormone nicht ausreichen, um aus einem biologischen Jungen ein soziales Mädchen zu machen.
    ==> Gender existiert gar nicht oder nur in vernachlässigbarem Umfang.
    q.e.d.

  22. @Dominik

    Danke für diesen Kommentar, der endlich mal zum Thema ist.

    Ja, die Abstandsnorm D kann sicher manchmal hilfreich sein. Aber vermutlich nicht zu der Frage, wie groß der genetische und wie groß der kulturelle Einfluss auf die Genderdifferenzen ist.

    Allerdings muss man, wie du richtig anmerkst, Normalverteilung nachweisen, damit der Wert von D als „Trennschärfe“ sinnvoll ist.

    Was auch helfen würde ist, wenn man den Vektor entlang der größten Differenz des Abstandes, also der, der den Abstand D hat, für jede/n Probanden berechnen würde und auf einer Grafik für Gender getrennt auftragen würde. Dann sähe man ja, wie gut der Parameter zur Genderdifferenzierung taugt. (Allerdings wird der Parameter beinahe mit Sensitivity identisch sein.)

    Aber selbst dann leistet es noch nicht die Trennung von genetischen und sozialen Faktoren, weil es ja alle Unterschiede vermischt.

    @alle:
    Ich bitte um Verständnis, dass ich auf Beiträge, die nichts mit dem hier angeschnittenen Thema zu tun haben, nicht eingehen werde. Ich danke @Gustaf für die Interessanten Gedanken und bitte @Norbert J. von weiteren Kommentaren auf den bisherigen Niveau abzusehen. Ich werde sie sonst löschen.


  23. Na klar doch. Evolutionäre Mechanismen hatten und haben keinerlei Einfluss auf Wahrnehmung und Verhalten. Kann gar nicht sein. Und die Welt ist hohl.

    Ja, die altbekannten Abwehrmechanismen! Schauen Sie sich einfach die Psycholohie an. Das ist nicht einmal auf das Heute bezogen eine Wissenschaft, die wirkliche belastbare Vorrausssagen treffen kann, sondern lediglich Mutmaßungen liefert. Nicht umsonst nennt man sie im engl.sprachigen Humanity und nicht Science. Und diese Fachrichtung, die also sogar über heute lebende Menschen nur Vermutungen anstellen kann, soll plötzlich aus ein paar Knochen und Steinen die psychische (!) Befindlichkeit von Steinzeitlern wasserdicht beschreiben können? Wie soll sie dass denn machen? Es bleibt doch gar nichts anderes übrig, als das, was man heute vorfindet, in die Steinzeit zu extrapolieren und damit das Heute zu begründen. Und das ist ein Zirkelschluss und Mumpitz. Das ist so wissenschaftlich, wie Astrologie.

    Die Anwesenden sollten sich vielleicht mal selbst befragen, was ihnen so wichtig ist an einem möglichst großen Geschlechtsunterschied. Einige scheinen fast ihr gesamtes Selbstverständnis darauf zu begünden.

  24. @Joachim

    Apropos, an sich ist das schon ueblich, die Beobachtungen (bzw hier die Individuen) als Punkte in einem (hier) 15-dim. euklidischen Raum zu betrachten. Es gibt auch Modelle deren Traeger p-dim. Hyperkugeln sind, das klingt zwar lustig aber funktioniert ganz gut fuer manche Fragestellungen 🙂

    Was mich dennoch wundert, in dem R-Code den die Autoren veroeffentlich hatten, sieht das so aus als haetten sie bei der Berechnung der Mahalanobis-Distanz die Kovarianzmatrix mit der Korrelationsmatrix verwechselt. In meinem kurzen Test gestern abend hatte ich zwar keine grossen Unterschiede dabei festgestellt, aber merkwuerdig waere das ja schon.
    Wie gesagt ist der Abstand an sich schon nicht so einfach zu interpretieren und nicht mit dem |d| vergleichbar; daher rechnen die Autoren noch sone Art Ueberlappung aus; da steckt ja auch wieder die Normalverteilungsannahme drin. Da haetten sie auch gleich nen statistischen Test machen koennen wenn sie nachweisen wollten, dass da eine Lageverschiebung zwischen den beiden Verteilungen gibt. Aber daraus folgt dann noch nicht, wie du richtig bemerkt hast, dass der Unterschied soziale oder genetische Ursachen hat.

  25. „Gerade die Milchverträglichkeit Erwachsener ist ein Beispiel dafür, dass die biologische Evolution die Kulturelle beeinflusst. Rinderzucht wird genau dort betrieben, wo erwachsene Menschen Laktose verdauen können.
    Würde die Rinderzucht die Laktoseverträglichkeit hervorrufen, dann gäbe es in Asien milchtrinkende Mutanten.“

    Das widerspricht jeder wissenschaftlichen Erkenntnis, wo eben sich die Milchverträglichkeit aus einer kulturellen Evolution entwickelt hat.

    Weitere Diskussion erübrigt sich, denn ersten bringen sie nur pseudowissenschaftliche Erkenntnisse mit einem Wahrheitsanspruch und 2. bei solchen Sätzen: „Nachkommen des heutigen Homo Sapiens in 200.000 Jahren sich durch Gender statt durch Sex fortpflanzen werden“, zeigen sie, dass sie entweder nicht die Argumente verstehen wollen oder nicht können. UNd an Wahrheits- und „das darf nicht sein“-Diskussionen habe ich kein Interesse,

  26. @Dominik

    Keine Frage, 15 Messwerte zur Auswertung als vieldimensionalen Raum aufzufassen ist eine gute Idee. Ich habe es nur etwas spöttisch formuliert um den Text etwas aufzulockern. Mea culpa.

    Tatsächlich freute es mich, die vertraute Algebra auch in den Gesellschaftswissenschaften wiederzuentdecken.

  27. Normale Statistik

    Die Autoren wenden doch nur ein Verfahren der multivariaten Statistik an. Solche Verfahren sind doch in vielen Bereichen der Natur- und Sozialwissenschaften, wo eine große Zahl statistischer Variablen vorliegt, weitverbreitet, um Zusammenhänge zwischen den Variablen zu erkennen und die Zahl der Variablen auf wenige aussagekräftige zu reduzieren. Zu derartigen Verfahren zählt etwa auch die Methode der Hauptkomponentenanalyse. Im wesentlichen handelt es sich um lineare Algebra in hochdimensionalen Räumen.
    Ob die Autoren ihr Verfahren korrekt angewandt haben, kann ich als Laie auf diesem Gebiet der Statistik natürlich nicht beurteilen. In jeder Statistik lauern ja viele Fußangeln.

    Ferner geht es den Autoren nur darum, eine geeigneteres Verfahren zu Messung von Persönlichkeitsunterschieden zwischen den Geschlechtern zu finden, das als Grundlage für fundierte Untersuchungen von sozialen und biologischen Einflußfaktoren dienen kann.

    Selbst äußern sie sich ja nicht zur Bedeutung dieser Einflußfaktoren.

    Immerhin glauben sie mit ihrem Verfahren statistisch recht deutliche Persönlichkeitsunterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen zu können.

    Da nun der Eindruck besteht, daß die Gender-Wissenschaft dazu tendiert, deutliche Geschlechtsunterschiede überhaupt zu leugnen, haben die Autoren des Zeitartikels anscheinend in einem unzulässigen Umkehrschluß in dieser Studie einen Beleg für biologische Ursachen dieser Unterschiede gesehen.

    Derartige Mißverständnisse dürften in der Wissenschaftsjournalistik wohl häufiger vorkommen. Insofern ist das Ganze ein völlig banale Angelegenheit.

    • Joachim Schulz

      Gender ist ein Fachbegriff für verschiedene gesellschaftliche und soziale Aspekte des Geschlechts. Von einem Fachbegriff erwartet man weder, dass er falsifizierbar ist, noch dass er wissenschaftliche Voraussagen macht. Möglicherweise verwechseln Sie Gender mit irgendwas anderem.

  28. Hallo Joachim,

    ich wollte fragen, ob es dir recht wäre, wenn ich deinen Blog in nächster Zeit mal auf meinem Blog gleichheitunddifferenz.wordpress.com vorstelle? Meiner Ansicht nach ist dein Blog (zusammen mit Dr. Mutti) einer der besten zum Thema Genderwissenschaften und ich finde es schade, dass Du nicht mehr viel zum Thema schreibst.

    LG

    Margret

    • Joachim Schulz

      Hallo Margret,

      ja klar. Sehr gern. Und vielen Dank für die positive Rückmeldung. Ich komme im Moment mit einem Säugling zuhause kaum zum Bloggen. Aber ich seh mich gerne um, ob es mal wieder was zum Thema zu schreiben gibt.

  29. Alles klar, vielen Dank. Ich wollte es nicht ohne deine Zustimmung tun. Es kann dir halt passieren, dass dann wieder einige vom antifeministischen Kaffeekränzchen bei dir vorbeischauen.

    Und herzlichen Glückwunsch!!! Das Leben mit Säugling ist anstrengend (und schön) aber es wird besser (obwohl ? 😉 ).

    Deine Physikthemen lese ich auch immer wieder gerne, da tatsächlich für Laien halbwegs verständlich (was absolut ungewöhnlich ist).

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