Quantenphysik, Bewusstsein & Medien

Medienschelte die Dritte

Es wirkt wie eine Sensation: Die Seele existiert auch nach dem Tod. Es wirkt wie Naturwissenschaft: das Thema befindet sich in der Rubrik Quantenphysik. Und es betrifft irgendwie alle. Man hat eine Ahnung, weiß aber nicht genau worum es geht: Seele, unsterbliches Bewusstein, quantenphysikalische Verschränkungen.

Nach neusten Erkenntnissen der Quantenphysik soll es physikalisch beschreibbare Seelenzustände geben. Die Grundlage dafür findet sich bereits in Einsteins Verschränkungsprinzip, das seit neustem experimentell nachgewiesen wurde. (3) 

Hat die Naturwissenschaft etwas zu solchen Vorstellungen zu sagen? Inzwischen gibt es eine Reihe von namhaften Physikern, die solche Effekte für real halten. Dabei kommen sie zu dem revolutionären Schluss, dass es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt. Das Fundament für die atemberaubende These liefert das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung. (1)

Ich bin kein Physiker und „Quantenzustand des Geistes“ hört sich atemberaubend an. Interessant. Und daher bin auch ich für Vereinfachungen, aber gegen Dummheiten.  

Ein Sprichwort sagt: das Stück ist nicht zu Ende, bevor der Vorhang fällt: „Der Text enthält Exklusivauszüge aus dem gerade erschienenen Buch des Autors „Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal“. Verlag BoD Norderstedt, ISBN 3833474203, Preis EUR 14.90.“ (1)

Und unter welcher Rubrik soll ich Ihrer Meinung nach diesen Blogbeitrag einordnen: Alltagspsychologie? Psychische Störungen? Klassiker? Kurioses? Gruppennormen? Kommunikation?

Quellen:
(1) Welt Online: Die Seele existiert auch nach dem Tod

(2) Kritisch gedacht – der Wissensblog: Jenseitige Quantenphysiker oder wie Rolf Froböse sein Buch besser verkaufen will

(3) Readers Edition: Die Lösung des Rätsels des Pyramidenbaus

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Nahtod-Erlebnisse

    Bei den Nahtod-Erlebnissen wurden lebende Menschen einfach als tot erklärt und deren Erlebnisse in lebensbedrohenden Situationen als Jenseitserlebnis beschrieben: Dr. Moody´s ´Leben nach dem Tot´.

    Wenn man sooo arbeitet, wird man bald herausfinden, dass die Currywurst eine eigene Seele hat.

    Weil es sich bei der bisherigen Erklärung für Nahtod-Erlebnisse um das Ergebnis einer ärztlichen Fehldiagnose handelt kann man diesen Blogbeitrag entweder unter ´Fehldiagnose´ oder unter ´verspäteter Aprilscherz´ einordnen.

    Bisher weiss man noch nicht einmal, ob es überhaupt eine Seele gibt, was eine Seele ist – oder ob eine Seele nur eine virtuelle Gehirnsimulation ist.

  2. Physiker-Seele

    Die in dem Welt-Online Beitrag ´Die Seele existiert auch nach dem Tod´ angesprochene Behauptung vom Physiker Prof. Niemz – wonach sich die Seele mit Lichtgeschwindigkeit von einem Sterbenden verabschiedet – ist äußerst seltsam.
    – Ausgerechnet, wenn es einem Menschen am Schlechtesten geht, haut die Seele mit Lichtgeschwindigkeit ab, und läßt ihn im Stich: So eine Seele möchte ich nicht einmal geschenkt.
    – Prof. Niemz sieht das ´Tunnelerlebnis´ als Hinweis darauf, dass seine Theorie richtig ist. Das ist seltsam! Dann würde man ja bei Nahtod-Erlebnisse nur eine Seele haben, welche sich mit Lichtgeschndigkeit von ihrem Menschen verabschiedet – aber es gibt nie Berichte, wo sie wiederkommt. => d.h. nach einem Nahtod-Erlebnis hat man keine Seele mehr.
    – Bei den Nahtod-Erlebnissen wird oft berichtet, dass die Menschen den Eindruck hätten, dass sie auf sich hinabschauen konnten. Das ist aber komisch: Denn während die Niemz´sche Seele mit Lichtgeschwindigkeit herumsaust, beobachtet sie gleichzeitig ihren eigenen Menschen => daraus stellt sich natürlich die Frage: ist das ganze Gedankengebäude des Physikers ein Unsinn?, hat man gleichzeitig mehrere Seelen? oder – wie im vorherigen Beitrag angesprochen – hat auch die Currywurst eine Seele?

  3. Keine Kategorie. Tags, wir brauchen hier dringend Tags. Wenn man nach denen dann noch Blogübergreifend suchen könnte…

  4. Quantenmechaniker

    Vielleicht kann Joachim Schulz etwas dazu sagen? Über ein ähnliches Thema hat er kürzlich geschrieben. Da ging es um den freien Willen und Quantenzustände:

    Zufall ist kein freier Wille

    Ich habe die verlinkten Texte noch nicht gelesen, aber mir ist nicht klar, was verschränkte Teilchen mit dem Bewußtsein zu tun haben sollen? Das ist ja sowieso das große Rätsel, wie aus elektrochemischen Signalen, beispielsweise wenn ich mir in den Finger schneide, sich bei mir die Empfindung Schmerz einstellt oder wenn der Schmerz ganz heftig wird ich bewußtlos werde. Was sollen mir da die Quantenzustände erklären? Aber vielleicht sollte ich erstmal die verlinkten Texte lesen.

  5. Quantenmechanischer Unsinn?

    Heute wird jeder Blödsinn mit Hinweis auf quantenmechanische Verschränkungen, Quantenmechanik oder Quantenfluktuation als mehr oder weniger gesicherte Realität betrachtet.
    Man geht davon aus, dass sich niemand traut, diesem Unsinn zu widersprechen – oder dass Fachleute diesem Unsinn bewusst nicht widersprechen, weil sie etwas Besseres zu tun haben, als sich mit jedem Blödsinn zu beschäftigen.

    Z.B.: Eine neue Theorie bezieht sich auf Multiversen; d.h. unser Universum existiert angeblich gleichzeitig noch in einer unendlichen Zahl von gleichen bzw. ähnlichen Versionen.
    Das folgende Zitat stammt aus dem Heft 05/2008 P.M. Magazin (Seite 20):
    „Schon in einem Satz wie >>Einhörner existieren nicht>Einhorn

  6. Kurioses.

    Ehrlich gesagt, die erste Formulierung, die sich mir beim Lesen des Welt-Artikels aufdrängte, war „grober Unfug“.

    Die Idee, psychische und spirituelle Phänomene auf Quantenmechanik zurückzuführen, ist ja in gewissen Kreisen durchaus ganz massiv en vogue. Allerdings nicht bei Leuten, die von Quantenmechanik tatsächlich ein bisschen Ahnung haben… 😉

    Ich vermute, das ist einfach wieder der bekannte Deppen-Syllogismus: Ich verstehe nichts von der Seele und ich verstehe nichts von Quantenmechanik, also müssen beide was miteinander zu tun haben.

  7. Viele Welten

    „Eine neue Theorie bezieht sich auf Multiversen; d.h. unser Universum existiert angeblich gleichzeitig noch in einer unendlichen Zahl von gleichen bzw. ähnlichen Versionen.“

    Du meinst wahrscheinlich die Viele-Welten-Theorie von Hugh Everett. Die ist aber schon 50 Jahre alt.

  8. @ Fischer

    ..sofern der „Deppen-Syllogismus“ Deine Erfindung sein sollte, beantrage ich hiermit Deine Aufnahme in die „Hall of Fame“ der Logik.

    Sofern er woanders herkommt, beglückwünsche ich Dich zu diesem Fundstück.

  9. Wie geschaffen für Froböse…

    … ist der in der Tat wunderschöne Syllogismus weiter oben.

    Ich stimme auch hier der herben Kritik am Buch von Froböse voll und ganz zu. Meinen Beitrag auf „Jenseitige Quantenphysiker oder wie Rolf Froböse sein Buch besser verkaufen will“ paste ich hier nochmals rein, da ich sowohl Medienkritik (Welt) als auch Autorkritik (Froböse) als dringend nötig erachte.

    Wer das Thema Quantenphysik wirklich verstanden hat und darüber – und über die möglichen Implikationen und Interpretationen – ein Buch schreiben möchte, kann dieses komplexe Thema keinesfalls mit lediglich 114 lächerlichen Seiten abhandeln. Wer anderes behauptet, versteht weder die Quantenmechanik noch deren Interpretationsprobleme.

    Im Übrigen ist es in der Physikergemeinde keineswegs eine ausgemachte Sache, dass Quantenkorrelationen sich schneller als Licht ausbreiten. Es gibt unter anderem von David Deutsch aus Oxford, Dieter H. Zeh aus Heidelberg, Wojciech H. Zurek vom Los Alamos Laboratory in New Mexico und vielen vielen anderen – wirklich ernst zu nehmenden FORSCHERN (im Gegensatz zu Autoren wie Froböse, welche ich als Dilettanten bezeichnen muss) – Ansätze, die sämtliche hahnebüchenden Eso-Theorien a la Froböse über den Haufen werfen können (mitsamt des metaphysischen Schlackengepäcks). Nicht zuletzt die Dekohärenztheorie, deren Vorhersagen bereits experimentell teilweise bestätigt werden konnten, hat gezeigt, wie vorsichtig man bei der Interpretation der quantenmechanischen Verschränkungsphänomene sein sollte, wenn man sie auf die menschliche Wahrnehmung o. ä. anwenden möchte (das gilt übrigends auch im Falle der Everett`schen Interpretation).

    Froböse macht sich selbst und dem Leser mit seinem Buch ein x für ein u vor, lediglich um einen Zeitgeist-Bestseller zu landen und die Kröten dafür zu kassieren – und sicherlich auch, um damit (bis zum baldigen Verfallsdatum) in hellem Glanze in der Öffentlichkeit erstrahlen zu können. Dass er das aber nicht kann, wiewohl ihm dafür sowohl fachlich als auch persönlich die nötige Reife fehlt, sieht man an betreffenden Kommentaren auf der oben verlinkten Seite und an der Reaktion des Autors auf die hier aufgeworfenen Fragen. Einmal mehr bleibt bei der ganzen esoterischen Verbrämung der Quantenphysik ein Buch (ein Büchlein!) übrig, welches lediglich die uninformierten Sensationsleser beeindrucken kann, deren Weltbild aber vielleicht schon bald mit dem nächsten Bild-Artikel über den fatalen Irrtum eines “überlichtschnellen Informationsaustausches” zusammenbrechen wird.

  10. @ Lars Fischer: Deppen-Syllogismus

    Hallo Lars
    Dein ´Deppen-Syllogismus´ und seine Beschreibung gehört für mich zu den schönsten und treffendsten Begriffen der letzten Jahre.
    Vielleicht wird das noch das ´Wort des Jahres´.
    Glückwunsch

  11. Nicht alles ist Physik…

    Dass auch eine relativ seriöse Zeitung wie die Welt solch einen Unsinn kritiklos übernimmt, ist schon bedenklich. Eigentlich wurde in den vorherigen Kommentaren ja schon alles gesagt. Nicht einmal die am leichtesten recherchierbaren Aussagen aus dem Artikel sind wahr. Nicht Anton Zeilinger sondern Alain Aspect hat die Verschränkung von Quantenzuständen nachgewiesen. Albert Einstein ist nicht „auf diesen seltsamen Effekt gestoßen, hat ihn aber als „spukhafte Fernwirkung“ später zu den Akten gelegt.“ Vielmehr haben Einstein, Podolski und Rosen mit ihrem Gedankenexperiment die Vollständigkeit der Quantenmechanik in Frage stellen wollen. Bei der Nennung von Zeillinger und Einstein handelt es sich also schlicht um „name dropping“. Wenn diese bekannten Physiker für den Effekt stehen, dann muss ja etwas dran sein.

    Man findet leider in solchen pseudowissenschaftlichen Darstellungen immer wieder den gleichen Trick: Es wird impliziert, dass alles, was ein Physiker von sich gibt, Physik sein müsse. Das ist natürlich Unsinn. Auch wir Physiker spekulieren schonmal ins Blaue oder versuchen uns ein Wenig in Philosophie. So ist meines Erachtens auch das Zitat von Hans-Peter Dürr zu deuten. Der Dualismus zwischen Körper und Seele hat mit Physik nichts zu tun.

  12. Hallo,
    ich denke als Resüme kann man daraus schließen,
    das jeder mal blöd ist, die Frage ist nur wie oft und auf welchem Niveau.
    Ich schließe mich selbst nicht aus, und denke es ist eine Frage der Zeit wann jede Aussage ad absurdum geführt wird.

    Gruß Uwe Kauffmann

    (*Wer im Schlachthaus sitzt soll nicht mit Schweinen werfen.*)

  13. @all

    Hallo.
    niemand redet hier über die verständliche Sehnsucht an eine Seele zu glauben.
    Die Sehnsucht sie begreifbar (Wenn auch in diesem Fall sehr theoretisch.)zu machen.

    Niemand macht sich Gedanken öb diese kleine schlaue Frau einfach mal ausprobieren könnte, ob es bei ihr auch funktioniert, wenn sie ein einfaches und offensichtliches gut zu kritisierendes Thema blogt.
    Das wir alle abgehen wie ein Zäpfchen und nach Stammtischmanier draufhauen.

    Web 2.0 ein neues Medium für den ewig alten Mensch?
    Dem zitierte Artikel ist nur unter esoterischen Gesichtspunkten etwas abzugewinnen keine Frage.
    Aber niemand sagt offen Seele so ein Quatsch daran glaube ich nicht.
    Sorry wenn ich hier so auf die Pauke haue, aber der glatte schnelle und runde Blog, ging mir einfach auf die Nerven.

    Gruß Uwe Kauffmann

  14. Esothysik

    Die Verquickung moderner Physik mit esoterischen Diskursen ist sogar noch älter. Nämlich (fast) so alt wie die moderne Physik selbst. Kostprobe: Der Artikel „Gibt es eine vierte Dimension? Wo bleiben die Gespenster? Die Welt als Raum, Zeit und Stoff“ aus dem Berliner Tagblatt vom 11.12.1926. Ähnlich wie Spiritisten die „Seelen der Toten, die Geister und Gespenster“ in eine weitere Dimension jenseits der drei wahrnehm- und vorstellbaren verlegten, erkläre seit neuestem auch die Physik eine verborgene vierte Deimension ihr eigen.

    Der Schriftsteller Hermann Broch gestattete sich in den 1930ern den Spaß, diese Art weit verbreiteter Verschränkung 🙂 von vulgarisierten Versatzstücken aus der Physik einerseits und Fantasien über Spuk u.ä. andererseits in seinem Filmskript „Das Unbekannte X“ aufzuspießen. Darin gibt es eine Albert Einstein nachempfundene Figur, Prof. Weitprecht, deren bahnbrechende neue physikalische Theorie gerade experimentell bestätigt wurde. Ein sensationslüsterner Schwarm von Reportern empfängt den Professor bei seiner Einreise in die USA mit den Worten: „Ist es richtig, dass kraft Ihrer Theorie nunmehr eine exaktwissenschaftliche Verbindung mit dem Geisterreich hergestellt ist?“ Die Passage passt wunderbar zu unserem Medienschelte-Thema. Denn im Roman antwortet Weitprecht/Einstein auf die Frage so: „‚Ja … wie kommen die Herren auf das Geisterreich?‘ …Der betreffende Reporter: ‚Die vierte Dimension spielt doch … bei Ihnen eine bedeutende Rolle … oder sind SIe im Stande, dies zu bestreiten?‘ Weitprecht: ‚Allerdings … wir haben eine vierte Dimension eingeführt, aber …‘ Der Reporter: ‚Kein Aber, Herr Professor … bei dem starken Interesse, das in unserem LAnd der vierten Dimension entgegengebracht wird …'“ Einfach köstlich, oder? (Wenn’s nicht so traurig wäre.)

  15. Seele

    „niemand redet hier über die verständliche Sehnsucht an eine Seele zu glauben.“

    Das ist doch gar nicht das Thema. Zumindest war es für mich keins. Es ging nur darum, daß die Quantentheorie als Erklärung für eine Seele herhalten soll.

    Und die Nahtodeserfahrungen die überzeugen mich auch nicht ganz. Wobei ich da diese Erfahrungen mit der Röhre und dem Licht meine. Diese Erlebnisse sollen individuell verschieden sein. Andere haben da auch ganz schrecklich Sachen gesehen. Es wird wohl kulturell bedingt sein und wohl auch weil sich das Verhältnis der Neurotransmitter verändert und man dann „Visionen“ hat. Detlef B. Linke hat dazu mal einen guten Artikel in Gehirn & Geist geschrieben.

    Anders verhält es sich mit den Nahtodeserfahrungen, wo die bewußtlosen Patienten später schildern konnten, was im OP-Saal passierte. Einer beschrieb die Seriennummer eines Medizinischen Gerätes, welches er aber vom Bett aus gar nicht einsehen konnte. So etwas kann man nicht mehr „vernünftig“ erklären. Oder hat da jemand eine passende Erklärung für? Zufall?

  16. @Uwe Kauffmann

    Für die Frage nach dem Verständnis einer Sehnsucht nach Seele müssen Sie glaube ich auf einen anderen blog hier gehen. Dort wird diese Frage sehr detailliert unter die Lupe genommen.

    HIER geht es um Kritik an wissenschaftlichen „Halbwahrheiten“, die von einigermaßen seriösen Verlagen (Welt) sozusagen in die Welt gesetzt werden, weil man m.E. ja „Kollegen“ unterstüzten möchte. Damit nimmt man eben das Risiko der – massiven – Kritik auf sich. Punkt. Und nicht nur das. Wer sein Buch so anheischig und vor allem in Unkenntnis der Sache bewirbt, sozusagen auf Stammtischniveau, wird mit stammtischartigen Reaktionen rechnen dürfen und müssen. Das war bereits bei Dawkins so und ist hier nicht anders. Punkt. Und auch die „Stammtischkommentare“ sind dann völlig angebracht.

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tode gibt, spielt hier so gut wie keine Rolle. Die Antwort auf diese Frage ist entweder ja oder aber nein. Punkt. Daran ändern – bis möglicherweise stichhaltigere Fakten vorliegen – auch noch so viele Bücher nichts, ebenso wie an der Antwort auf die Frage nach der Existenz Gottes. Auch hier könnte man Millionen von Büchern von Theologen oder aber Atheisten anführen und käme keinen Schritt weiter.

    Das Thema HIER ist zum Einen die Art und Weise wie aus wissenschaftlich bisher noch nicht ganz ausgeloteten Gebieten Kapital geschlagen wird und damit eng verbunden zum Anderen, wie mit diesen wissenschaftlich noch nicht ganz verstandenen Befunden umgegangen wird. Wenn ich persönlich also so etwas lesen muss wie

    „Erst vor kurzem hat der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger den experimentellen Nachweis dafür geliefert, dass dieser Effekt in der Realität tatsächlich existiert“,
    [Quelle: http://www.readers-edition.de/2008/04/08/quantenphysiker-behaupten-es-gibt-ein-jenseits/%5D

    dann ist für mich klar, dass der Autor keine Ahnung hat und lediglich Aufgeschnapptes aneinanderreiht.

    Und was soll das Ganze Ihrer Meinung nach hier mit der „kleinen schlauen Frau“ zu tun haben? (und warum eigentlich „klein“???). Dies ist ein blog-Thema, und solange der Autor nicht Stellung hier bezieht zu dem, was er uns zum Lesen angeboten hat, sehe ich keine Notwendigkeit, mir nun auch noch über die sehr clevere Katja Schwab Gedanken zu machen und deren Motive. Denn letztere sind völlig klar von ihr (weiter oben) benannt worden.

    Also nicht falsch verstehen: Ob die Leute, die hier bloggen, an eine unsterbliche Seele glauben, tut NICHTS zur Sache. Einige werden vielleicht daran glauben, andere nicht. Ich persönlich glaube daran und sage das hier offen. Aber was heißt das schon??? Habe ich damit die – objektive – Antwort auf die o.g. Frage? Nein. Denn ich kann mich irren. Glaube ist eben Glaube. Und empirische Daten sind empirische Daten. Mit der Quantenphysik jedenfalls lassen sich zum jetztigen Zeitpunkt Phänomene wie die Nahtoderfahrungen nicht erklären. Das mag sich in der Zukunft ändern, vielleicht; aber bis dahin sollte man die Kirche im Dorf lassen, ansonsten werden Ihre „Schweine“ eben zwangsläufig durchs Dorf getrieben, bis sie wissen, wo sie hingehören.

  17. Ein verschränktes Gehirn…

    …müssen diese Journalisten haben, welche den Effekt der Verschränkung (den man ja nun nicht erst seit gestern; schon Einstein, Podolski und Rosen haben daraus 1935 ein Paradoxon formuliert und John Bell hat in den 1960ern erste Experimente dazu gemacht) mit einer immateriellen Seele in Zusammenhang bringen.

  18. Doch ein ganz guter Blog geworden.

    @all,
    erst mal sorry ich war wohl ein wenig unflätig.
    Ich denke auch wir verschenken etwas, wenn wir uns einseitig, auf solche Dummheiten stürzen.

    @Oberhausen,
    mit Ihrem Komentar kann ich gut Leben. Ich habe aber immer noch animositäten was das Stammtischniveau im allgemeinen angeht.

    Vieleicht bin ich da auch zu empfindlich. Was man nichr ganz vergessen sollte, ist das hinter den meisten journalistischen Unternehmungen, ein wirtschaftendes Unternehmen steht.
    Ich höre deshalb gern DLF, die werden eh bezahlt und die hören eh nicht so viele Leute, das das zu echtem gesellschaftlichem Aufruhr führen könnte.

    Gruß Uwe Kauffmann

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