Die neuen Väter

Bei unseren Kindern sehen die klassischen Mutter-Vater-Kind Spiele vielleicht nicht mehr so traditionell aus. Bei ihnen geht vielleicht der Vater nicht zur Arbeit, sondern zum Babyschwimmen und die Mutter verabschiedet sich zu einer Konferenz. Die Veränderung des traditionellen Rollenmodells der Familie wurde in der letzten Zeit in der Gesellschaft diskutiert. Die Medien riefen bereits die neuen Väter aus …

Obwohl das konventionelle Rollenmodell der Familie noch nicht ausgedient hat, haben sich „neue Vatertypen“ gebildet. Denn „die gesellschaftlichen Erwartungen an den „zeitgemäßen“ Vater sind hoch: Er soll sich aktiv, kompetent und emotional in der Kindererziehung engagieren und zudem partnerschaftlich Einsatz zeigen“.

Soziologen des Frankfurter Instituts für Sozialforschung haben die Rolle des Vaters und ihre Auswirkungen auf die Familienkonstellation mit Hilfe von 1500 Vätern von Grundschulkindern untersucht und fanden drei „neue“ Typen von Vätern.

1. Der egalitäre Vater

Ihr Konzept von Vaterschaft (28 Prozent der Befragten) basiert auf emotionaler Kompetenz und reflexiver Auseinandersetzung mit ihren Aufgaben. Die Beziehung zum Kind ist für diese Väter von hoher Bedeutung – auch für das eigene Selbstverständnis.

2. Der fassadenhafte Vater
Er (25 Prozent der Befragten) lehnt ein traditionelles Rollenbild der Familie ebenfalls ab, hat aber keine klare Vorstellung davon, „wie er als Vater sein will“, und „fühlt sich in Erziehungsfragen oft überfordert und hat keine hinreichenden Lösungen, um Alltagsprobleme zu bewältigen“.

3. Der randständige Vater

„Randständige“ Väter (etwa 10 Prozent der Befragten) fühlen sich in der Dreierkonstellation Vater–Mutter–Kind wenig akzeptiert. Sie wollen sich mehr in der Familie engagieren, stoßen damit aber bei ihrer Partnerin auf Unbehagen, die solche Vorstöße als Eingriff in ihren Kompetenzbereich erlebt.

Quelle: Zeit, Zärtlich, aber stark Psychologie Heute, Väter auf der Suche nach ihrer neuen Rolle

(kat)

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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