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Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Um sie besser zu verstehen, gibt es eine Vielzahl von wissenschaftlichen Expeditionen, oft auf Schiffen der deutschen Forschungsflotte.

Vom 18. bis 27. Februar ist das Forschungsschiff MARIA S. MERIAN unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit einem internationalen Forscherteam nahe der Kapverdischen Inseln unterwegs. Ihr Ziel und Forschungsschwerpunkt ist der Senghor Seamount, ein Unterwasserberg. An Unterwasserbergen bilden sich vielfältige Ökosysteme, die aber noch weitgehend unverstanden sind. Diese Oasen der Ozeane bieten Lebensraum für zahlreiche Organismen. Mit verschiedensten Messmethoden wollen die Forscherinnen und Forscher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Republik Kap Verde den Ozean rund um den Senghor Seamount unter die Lupe nehmen.

Dazu installieren sie ein Observatorium auf dem Gipfel, das dort über mehrere Monate Daten sammeln wird. Damit kann dieses besondere Ökosystem erstmals über einen längeren Zeitraum in seiner Gesamtheit beobachtet werden. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

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