Dammbruch und Schlammflut in Brasilien

Schlammströme stellen eine große Gefahr in bergigen Gebieten dar. Das gilt natürlich ganz besonders, wenn die Hänge durch menschliche Aktivitäten noch zusätzlich geschwächt sind. Oder, wenn sie, wie am 5. November im Südosten Brasiliens geschehen, durch menschliche Aktivitäten überhaupt erst entstehen. Hier hatte ein Damm eines Beckens mit Abraum und Abwasser eines Eisenerzbergwerkes nachgegeben und einen Schlammstrom zu Tal geschickt.

Insgesamt sollen rund 60 Millionen Kubikmeter Abwasser ausgeflossen sein. Der direkt unterhalb des Dammes gelegene Ort Bento Rodrigues wurde von den Schlammmassen stark getroffen und hunderte von Häusern zerstört. elbst in dem gut 80 Kilometer entfernten Ort Barra Longa war die Flutwelle Berichten zufolge noch gut 15 m hoch. Und bis in 300 Kilometern Entfernung ist die Trinkwassergewinnung durch das Ereignis beeinträchtigt. Bis zum 12. November waren 9 Todesopfer zu beklagen, wobei noch 19 Personen als vermisst galten.

Die beiden Aufnahme vom Operational Land Imager (OLI), Landsat 8 vom 12. November zeigt das Ausmaß des Schlammstroms, das man gut im Vergleich zu der Aufnahme vom 11. Oktober erkennen kann.

Flooding in Brazil After Dam Breach

Schlammstrom in Brasilien, Aufnahme vom Operational Land Imager (OLI), Landsat 8, 12. November 2015. NASA Earth Observatory images by Joshua Stevens, using Landsat data from the U.S. Geological Survey. Caption by Kathryn Hansen.

Flooding in Brazil After Dam Breach

Die selbe Regioin am 11. Oktober 2015Aufnahme vom Operational Land Imager (OLI), Landsat 8, 12. November 2015. NASA Earth Observatory images by Joshua Stevens, using Landsat data from the U.S. Geological Survey. Caption by Kathryn Hansen.

 

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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