Sci11: Wieder kein Sex, Religion und Klimawandel

Carsten Könnecker gratuliert Anatol Stefanowitsch zum SciLogs-Preis 2011

Zum vierten Mal trafen sich am 19. und 20. März die Blogger der deutschen SciLogs im pfälzischen Deidesheim. Der Blick zurück attestierte dem Portal eine anhaltende positive Entwicklung; der Blick nach vorn stand unter dem Vorzeichen der Internationalisierung; der Blick in die Gegenwart war wie immer schnell vom Deidesheimer Riesling getrübt.

Mandelbäume in den Deidesheimer Weinbergen

Während es 2010 überraschend geschneit hatte und weiß gekleidete Weinberge die SciLogs-Blogger aus der gesamten Republik (und den Niederlanden) begrüßt hatten, hießen diesmal blühende Mandelbäume die Nerds und Journalisten im pfälzischen Deidesheim willkommen. Aus London besuchte uns sogar Lou Woodley vom Nature Network, um über die aktuelle Situation der Wissenschaftsblogosphäre zu sprechen. In meinem etwas süffisanten Live-Bericht vom Tagungsort habe ich es nach gefühlten drei Flaschen des Deidesheimer Sekts und Weins bereits angedeutet: Die in Bloggerkreisen als „PepsiGate“ bekannte Affäre markiert einen Wendepunkt, auf den sich Lou in ihrem Beitrag konzentrierte. Immerhin kehrten einige Blogger dem bekannten Portal ScienceBlogs 2007 den Rücken, nachdem die Redaktion ohne Rücksprache oder Ankündigung und gegen Bezahlung Mitarbeitern des Pepsi-Konzerns ein eigenes Forum geschaffen hatte. Kommerz und Wissenschaftskommunikation vertragen sich offenbar nicht gut mit den idealistischen Vorstellungen einiger Blogger.

Spaziergänger vor dem Steigenberger Hotel, Sci11

In der englischsprachigen Wissenschaftsbloggerwelt gebe es seitdem zahlreiche Entwicklungen. Lou machte deutlich, wie durch bekannte Markennamen (Nature, Guardian oder Wired sind nur einige Beispiele), besondere Formen der Belohnung, technischen Support und so weiter Schreiber an die jeweiligen Portale gebunden würden. Bei Spektrum der Wissenschaft haben wir von allem ein Bisschen. Auch wenn es bisher noch kein tragfähiges Zahlungsmodell gebe, würde den Blogs von den Verlagen ein hoher Zukunftswert beigemessen. Von besonderem Interesse war die kritische Grenze von fünfzig Bloggern für ein Portal, von der Lou sprach. Jenseits dieser Zahl bildeten sich schnell kleine Grüppchen, die sich untereinander in die Haare kriegen könnten. Fällt jemandem hierzu ein evolutionäres Argument ein? Doch halt: Haben die SciLogs nicht bereits diese kritische Masse überschritten, versammeln sich nicht schon siebzig Bloggerinnen und Blogger auf dem deutschsprachigen Portal? Ah hoc wurde diese Anomalie in Lous Theorie mit dem Verweis darauf wegerklärt, dass in Deutschland vielleicht andere Regeln gelten. Alternativ könnte man natürlich darauf verweisen, dass nicht alle Blogger regelmäßig schreiben – vielleicht liegt die Zahl der aktiven Schreiber im Bereich der fünfzig. Wer will das überprüfen?

Weinprobe im Weingut Michael Andres

Auch wenn die Zahlen in Deidesheim nie wichtiger sind als die Menschen: Wo wir schon einmal dabei sind… Dass innerhalb weniger Jahre aus dem kleinen BrainLogs-Portal, das im Oktober 2007 online ging, eine vier Sparten übergreifende bekannte Anlaufstelle für deutschsprachige Wissenschaftsblogs werde, das haben die Initiatoren Carsten Könnecker und Richard Zinken vielleicht gehofft aber nicht erwartet. Die Zugriffszahlen haben sich in dieser Zeitspanne vervielfacht, einige Beiträge bringen es gar auf mehrere zehntausend Hits, das deutsche SciLogs-Portal durchbrach kürzlich die Grenze von fünftausend Posts. Hier bei den Menschen-Bildern nähere ich mich übrigens dem hundertsten Beitrag (zum Teil auch dank einiger Gastblogger) und bewegt sich die Anzahl der Kommentare auf zweitausend zu. Hierfür sei an dieser Stelle auch meinen (zum Teil unglaublich sturen) mitdiskutierenden Leserinnen und Lesern gedankt.

Preisverleihung Anatol Stefanowitsch Sci11Um Zahlen ging es natürlich auch beim diesjährigen SciLogs-Preis. Wie mein Bloggerkollege Sebastian Reusch in seiner wahren Geschichte über das Treffen oder ich in meinem spukenden Vorab-Bericht bereits geschrieben habe, gewann der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch (Sprachlog) in einer spannenden Abstimmung unter den anwesenden Gästen mit sechzehn Stimmen vor Björn Lohmann (Öko-Logisch) und Gunter „Wild Duck“ Dueck. An dieser Stelle seien noch ein paar schönere Fotos der Preiszeremonie gezeigt. Da Gunter abwesend war, wird ihm der Geist von Deidesheim mit seinen rasselnden Ketten das Weinpaket für den dritten Preis spätestens zu Weihnachten persönlich vorbeibringen – oder das, was wir davon übrig gelassen haben.

Stand das erste Treffen noch im Zeichen der Frage, warum wir überhaupt bloggen, hatten wir uns im Folgejahr bereits etabliert. Mit abnehmender Bescheidenheit hieß es beim dritten Mal schon, wir Blogger veränderten die Welt. Dabei klingt das 2011 schon wieder ein Stück weniger utopisch als 2010. In welchem Zeichen stand nun das vierte Deidesheimer Treffen? Ich würde sagen, im Zeichen von Wandel und Kontinuität. Obwohl wir von Lou gelernt haben, dass die Themen Sex, Religion und Klimawandel die meisten Hits bringen, habe ich davon in diesem Jahr nichts mitbekommen. Das ist nicht unbedingt als Anregung fürs nächste Mal zu verstehen – die bevorstehenden Veränderungen im Zusammenhang mit der Internationalisierung der Blogs dank des länderübergreifenden Netzwerks von Scientific American/Spektrum der Wissenschaft werden sicher genug Gesprächsstoff liefern.

Björn Lohmann bei der Preisverleihung Sci11

Zum Schluss möchte ich noch die Gerüchte dementieren, der Geist von Deidesheim würde mit dem plötzlichen Dahinscheiden des geliebten Eisbären Knut zusammenhängen. Ich gebe zu, indem er schon ein paar Bloggerkollegen an der Teilnahme am vierten Treffen gehindert hat, hat sich die diablogische Ader unseres Hausgeists offenbart. Doch er würde niemals einen Eisbären erschrecken; zudem befand er sich zur angegebenen Zeit in meinem Weinglas. Alles reine Verschwörungstheorie, wie ich in der Gedankenwerkstatt meines Bloggerkollegen Thomas Grüter gelernt habe. Ebenso handelt es sich um eine Verschwörungstheorie, das folgende Bloggertreffen könne womöglich ohne Weinprobe stattfinden. Ich hoffe jedenfalls, dass mein Wunschdenken diese Prophezeiung widerlegen wird. Helmut hilf!

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www.schleim.info

Menschen-Bilder: Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft Stephan Schleim blickt über den Tellerrand von Psychologie sowie Hirnforschung und diskutiert, was die Forschungsergebnisse eigentlich bedeuten, wie sich Gesellschaft und Wissenschaft zueinander verhalten. Stephan Schleim hat an den Universitäten Mainz und Frankfurt u.a. Philosophie, Informatik und Psychologie studiert (Magister Artium, 2005). Nach einem Praktikum am Max Planck-Institut für Hirnforschung und einem Forschungsbesuch am California Institute of Technology ging er an die Universitätskliniken Frankfurt und Bonn, wo er mit der funktionellen Magnetresonanztomographie moralische und juristische Entscheidungen untersuchte. Sein ausgeprägtes theoretisches und ethisches Interesse führte zu mehreren Publikationen im Bereich der Neurophilosophie und Neuroethik. Am Institut für Kognitionswissenschaft in Osnabrück wurde er 2009 mit seiner Doktorarbeit "Norms and the Brain" promiviert. Seit Oktober 2009 war er Forscher in der Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, seit 2010 als Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Vom Oktober 2012 bis März 2013 war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2015 ist Stephan Schleim Associate Professor in Groningen. Seit 2005 ist Stephan Schleim auch als Wissenschaftsjournalist aktiv, veröffentlicht in verschiedenen deutschprachigen Medien mit Übersetzungen ins Italienische, Niederländische und Portugiesische. 2008 erschien sein erstes Buch "Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung", 2011 sein Buch "Die Neurogesellschaft – Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert."

25 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Stephan, du

    … bist ein Held! Jetzt ist es mir klar geworden. DU hast verhindert, dass der Geist von Deidesheim unseren geliebten Knut erschrecken konnte. Dein Vorgehen war dabei so genial wie einfach: Du hieltest den Geist in deinem Weinglas gefangen. Damit hast du eindeutig eine noch größere Katastrophe verhindert. DANKE!!!

    Da dieser Geist das jedoch nicht so einfach hinnehmen kann, will er sich jetzt rächen: Das nächste Bloggertreffen soll daher OHNE WEINPROBE stattfinden. Ob Helmut da wirklich helfen kann? Bedenke, er ist als Anatom immer erst dann zur Stelle, wenn es für die Lebenden schon längst zu spät ist…

  2. Nicht weinen

    Also, um Missverständnissen vorzubeugen, ein kleines Wort zur Weinprobenfrage:

    Wenn es nach uns geht, können wir gerne darauf abzielen, in mittlerer Zukunft das erste Blogportal der Welt zu sein, das sich damit brüsten kann, alle Weine aller Weingüter Deidesheims durchprobiert zu haben (Marc entwirft dazu bestimmt auch noch ein Gütesiegel, das bei erfolgreicher Absolvierung aller Weinproben vergeben wird).

    Die Frage war nur, ob Ihr das auch wollt – oder ob beim nächsten DeiLog-Treffen ein wenig weniger in die Gläser als in die Umgebung geschaut werden sollt.

    Viele Grüße
    Ann-Kristin

  3. @ Trota: Hervorragende Logik

    Von dieser blendenden Logik bin ich so geblendet, dass ich die Tasten nicht mehr finden, dir also auch nicht widersprechen kann; so bleibt mir nichts anderes, als dir zuzustimmen.

    Allerdings meine ich mich an den Begriff der „Vivisektion“ zu erinnern. Daher glaube ich, dass es Anatomen nicht notwendigerweise mit toten Körpern zu tun haben müssen. Gerade in der Medizinerausbildung spielte die Vivisektion doch lange Jahre eine zentrale Rolle, an manchen Schulen meiner Vermutung nach bis heute.

  4. @ Ann-Kristin: Och…

    Gerade lese ich noch im Editorial des British Journal of Psychiatry von Programmen, die es Männern einfacher machen sollen, ihre Gefühle zu zeigen, und schon heißt es hier, ich solle nicht weinen. Das treibt mir doch die Tränen in die Augen!

    Weinen im Sinne der Niederländer, die ein Zeitwort (Verbum) am liebsten dadurch bilden, dass sie ein „-en“ an ein Hauptwort (Substantivum) hängen (z.B. internetten, volleyballen usw.), will ich aber sehr gerne; nämlich wieder auf dem nächsten Bloggertreffen mit Weinprobe! Da brauchen sich auch die harten Kerle nicht zu schämen.

  5. Die Geister, die du riefst…

    Jetzt appellierst du also auch noch an den Forschergeist. Schließlich winkt ein verlockender Preis: DAS Gütesiegel der erfolgreichen Absolvierung aller Weinproben aller Weinreben aller Deidesheimer Weingüter. Ein wahrlich einzigartiges Prädikat!

    Dieses Projekt klingt sportlich. Angesichts dessen kann ich Ann-Kristins Kommentar nur zu gut verstehen. Doch vielleicht könnte zum Beispiel ein kleiner Schlossgeist dem einen oder anderen Weingeist das Fürchten lehren..

    So hättet ihr harten Kerle auch nächstes Jahr wieder etwas zum WEINen – ohne gleich sämtliche Weingeister Deidesheims per Vivisektion zu verschrecken.

  6. Weinen oder nicht weinen

    Wir können nach der sanften Einführung in diesem im nächsten Jahr ja auch den Sportsgeist mit einem SciLogs-Sonderpreis noch ein bisschen antreiben:
    Wer den umständlichsten Weg zum Weingut findet, hat gewonnen.

  7. Ich will WEINen

    Am gemütlichsten fand ich nach wie vor die erste Weinprobe: Da saßen wir alle am Tisch und ein dicker Pälzer hat uns seine Geschichten erzählt.

    Im Übrigen bin ich sehr für den Vorschlag mit dem Gütesiegel; vielleicht schaffe ich es sogar, zu den Bloggern zu gehören, die bei jedem Deidesheimer Weingut waren.

  8. @ Schleim

    Am gemütlichsten fand ich nach wie vor die erste Weinprobe: Da saßen wir alle am Tisch und ein dicker Pälzer hat uns seine Geschichten erzählt.

    Ja, das hat sich tief eingebrannt, so daß ich mir schonmal Wein bei Reichsrat von Buhl bestellt habe. Werde ich demnächst wieder tun. Ostern ist die passende Zeit dazu.

  9. @ Schleim

    Nein, die erste Weinprobe war bei Reichsrat von Buhl. Diesen Wein gab es später auch noch im Hotel. Ich habe auch einen kleinen Beweis.

    Auf Weinprobe 2008 Bild1 ist ein Restebehältnis für nicht verkosteten Wein zu sehen und das Logo auf dem Behältnis entspricht den Logo auf den Weinetiketten. Das Etikett müßte Dir noch in Erinnerung sein. Falls nicht, kannst Du Deinem Gedächtnis etwas auf die Sprünge helfen. Etikett Reichsrat von Buhl
    Auf Weinprobe 2008 Bild2 kannst Du die Flaschen im Hintergrund sehen. Es ist zwar schwer zu erkennen, aber ein Profi sieht, das ist dieser typische Glasverschluß anstatt des Korkens.

    Bei der Weinprobe 2009 Bild kannst Du im Hintergrund die Flaschen von Bassermann Jordan entdecken. Diue sind nicht so langegezogen. Und schau auf das Etikett. Das sind keine von Reichsrat von Buhl.

    Einwände?

  10. @ Martin: beinahe Überzeugend

    Hmm, zugegeben, das scheinen schlagende Beweise zu sein; aber deine Beweisführung ist nicht mehr zeitgemäß. Da musst du schon einen Hirnscan mit mir machen und zeigen, dass das Weinprobe-2008-Areal bei mir von dem Areal für falsche Erinnerungen gespeist wird. Sonst glaube ich dir gar nichts. (Und ich habe Beweise dafür, dass mein Skeptiker-Areal sehr ausgeprägt ist.) 🙂

  11. Gedankenlesen, ich kenne da einen, der hat ein Buch geschrieben, daß das so gar nicht geht. Pah, neumodischer Schnickschack!

    Im übrigen führen wir diese Diskussion jedes Jahr. 🙂 Jedes Jahr meinst Du, Buhl war die zweite Weinprobe. Vorhin war Lars noch bei mir und der sieht das ganz genauso wie ich.

    Es ist schon richtig skeptisch zu sein. Aber ohne Vertrauen macht das Leben kein rechten Spaß. Lars und mir kannst Du ganz sicher trauen.

  12. WEINen bis zum Delir…

    Was für eine tolle Diskussion das doch wieder ist. Stephan, willst du wirklich einen Hirnscan? Bist du sicher? Vielleicht würde der nicht nur Areale falscher Erinnerungen, sondern auch noch ganz andere Auswirkungen früherer Weinproben zeigen…

    Geht doch das Hirnorganische Psychosyndrom (HOPS), oft schlicht Delir genannt, typischerweise einher mit einer begleitenden Bewusstseinsstörung. Hierbei ganz klassisch: die Wahrnehmungsstörung (Orientierung, Gedächtnis). Die Orientierungslosigkeit diverser SciLogger konnten wir ja recht eindrücklich am Samstag bei der verzweifelten Suche nach dem Weg zum Weingut beobachten ;-).

    Wenn ihr also unbedingt wieder WEINen wollt, sollten wir das Ganze endlich auch wissenschaftlich angehen. Die Gehirne der SciLogger sollte bezüglich der Auswirkungen aller bisherigen Weinproben untersucht werden. Vor allem die Blogger der ersten Stunde würden mich dabei ganz besonders interessieren…

  13. @Trota von Berlin

    „Die Orientierungslosigkeit diverser SciLogger konnten wir ja recht eindrücklich am Samstag bei der verzweifelten Suche nach dem Weg zum Weingut beobachten ;-). „

    Bleib fair! Das war schon vor der Weinprobe, kann also Ursache aber nicht Wirkung des Weingenusses gewesen sein.

    Ich muss wirklich mal wieder über Kausalität bloggen…

  14. @ Joachim

    Dein Einwand ist natürlich berechtigt, aber ich wollte nicht unfair werden.

    Allerdings interessieren mich auch besonders die Blogger, die bislang jedes Mal in Deidesheim aktiv bei den Weinproben dabei waren.

    Vielleicht sollte ich mal über die akuten und chronischen Varianten der Alkoholkrankheit bloggen…

  15. Frage

    Wenn wir Stephan in die Hirnröhre schieben und zeigen ihm dieses Bild.

    Weinflaschen

    Was wird dann im Hinrscanner zu sehen sein?

    Natürlich 2008.

  16. @ Martin: Ist das alles?

    Gedankenlesen? Das ist doch das Buch von diesem Schleim! Was ist der eigentlich? Philosoph, Psychologe, Hirnforscher? Weder Fleisch, noch Fisch! Hat nicht Haynes mal in den Tagesthemen gesagt, er könne Gedanken lesen? Dem glaube ich!

    Wie soll ich euch denn vertrauen, Martin und Lars, wenn ich nicht mal eure Kortexdichte im ventromedialen präfrontalen Kortex gemessen habe? Und wer weiß, wie eure Amygdala auf emotionale Bilder reagiert! Am Ende habt ihr noch Hypoaktivierung im limbischen System. Nee, woher soll ich wissen, dass ihr keine Psychopathen seid? Die echten Psychopathen, die wirken immer so nett und charmant, dabei brüten sie in Wirklichkeit etwas Furchtbares aus.

    P.S. Zu deiner Frage, was ihr dann bei mir im Hirnscanner seht: Werde ich mit oder ohne Brille in die Röhre geschoben? Das macht meines Erachtens einen wichtigen Unterschied. Nicht, dass es am Ende heißt, Stephan würde sich nicht über Deidesheimer Wein freuen!

  17. @ Trota: B-Vitamine

    Auch wenn schon ein paar Neuronen in Folge von Alkoholkonsum das Zeitliche gesegnet haben, bezweifle ich, dass sich entsprechende Spuren schon im Gehirn erkennen lassen. Davon abgesehen achte ich immer auf den Konsum von B-Vitaminen, um dem Korsakoff vorzubeugen und trinke ich nur sehr selten bis zu einem ernsthaften Rausch.

    Wenn du es ganz wissenschaftlich willst, dann sollten wir allerdings eine Verlaufsstudie machen, denn wie können wir sonst andere Faktoren ausschließen? Dann bitte auch mit Vergleichsgruppe. In Deidesheim haben sich ja aber schon ein paar Leute freiwillig dafür gemeldet, ohne die Weinprobe auszukommen.

  18. @ Joachim: Kausalität

    Du hast wohl noch nie von rückwirkender Kausalität gehört? Also da waren beispielsweise Aristoteles, Thomas von Aquin, Leibniz, Goethe und Driesch schon wesentlich besser informiert.

    Der von dir angedrohte Artikel würde mich aber trotzdem interessieren. 😉

  19. @ Martin: P.P.S.

    Hmm, das Foto mit den Weinflaschen, war das eigentlich eine Live-Aufnahme oder aus dem Archiv gekramt? Das lässt mir nun doch keine Ruhe, hat sich wohl im Hippocampus eingebrannt und mit dem Nucleus accumbens, orbitomedialen präfrontalen Kortex und Amygdala verschaltet. Was soll ich da noch tun? Mein dorsolater präfrontaler Kortex ist machtlos!

    Aber zum Glück habe ich ja eine Flasche Deidesheimer Riesling vom Weingut Andres im Kühlschrank stehen, die Abhilfe verspricht.

  20. @ Schleim

    Letztes Jahr habe ich mir diesen Wein bestellt und aus einer Ahnung heraus habe ich dieses Foto geschossen. Dabei dachte ich an Dich. Witzig was. Ich dachte mir, es wird bestimmt eine Gelegenheit kommen, wo ich es benötige.

    So eine Ahnung, würde ich auch gerne mal in einem Hirnscanner untersuchen lassen. Aber wie soll das geschehen? Man weiß ja nicht, wenn man gerade eine hat. Da man es kaum untersuchen kann, gibt es so etwas wohl nicht. Liebe ist auch nur Einbildung.
    Oder vielleicht ist es nur ein fehlgeleitetes Sinneserlebnis? Wer weiß das schon?

    Falls Du mal jemanden für eine Vorlesung über Deidesheimer Weißwein benötigst, ich kenne da einen, der Di … 😉

  21. @ Martin: Weißwein sicher

    Dem Bericht zufolge stehlen die Leute vor allem Rotweintrauben. Sofern es mich betrifft, finde ich das zwar ungerecht, sehe ich meinen geschätzten Riesling aber nicht in Gefahr.

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