Gehirndoping: Die mediale Konstruktion von Fakten

Das Thema „Gehirndoping“ erfährt ein mediales Comeback. Beinahe wöchentlich erscheinen Berichte über den Konsum von Medikamenten, um sich schlauer zu machen. Doch wie genau nehmen es die Journalisten mit diesem sensiblen Thema? Ein Erfahrungsbericht

Auch Wissenschaftsmeldungen müssen sich an ökonomischen Kriterien messen lassen. Eine Meldung muss Aufmerksamkeit erwecken, unterhalten und darf dann noch informieren. Vielleicht gilt das für wissenschaftlichen Journalismus sogar noch mehr als für andere Sparten, denn die Wissensseiten werden eher als ein verzichtbarer Luxus angesehen als andere Ressorts. In wirtschaftlich harten Zeiten würde niemand im Traum daran denken, etwa den Politikteil zu schließen, um Kosten zu sparen. Zumindest in den USA geht derweil ein Umbau vonstatten, dem die Wissenschaftsberichterstattung zum Opfer fällt.

Vor diesem Hintergrund könnte man jetzt eine düstere Geschichte über die finanzielle Abhängigkeit und die (Überlebens-) Interessen der Wissenschaftsjournalisten schreiben. Ich will hier lieber ein paar eigene Erfahrungen aus jüngster Zeit schildern, die, zugegeben, Zufall sein können. Allmählich zeichnet sich aber eine Systematik in der Falschdarstellung in Berichten über das Gehirndoping ab. So musste ich an früherer Stelle schon auf gravierende Faktenfehler in den Sendungen ARD-Panorama und 3sat-nano hinweisen. Diesmal geht es aber um Radio- und Printberichte.

Lektion 1 – Das Telefoninterview

Im April kontaktierte mich eine Redakteurin der Deutschen Welle. In einem Beitrag haben sie schließlich über die Verbreitung von Aufputschmitteln berichtet. Dabei ging es vor allem um den Konsum bei jungen Leuten. Eine Frage zielte auf die Nebenwirkungen der Substanzen:

Das ist schwer, allgemein zu sagen, weil natürlich jede Substanz hier unterschiedlich ist. Aber was man sagen kann, ist, dass man in seiner Selbsteinschätzung getrübt wird. (Stephan Schleim, 15.04.2009, 00:04:53)

Tatsächlich haben manche Experimente gezeigt, dass sich Versuchspersonen durch die Einnahme bestimmter Aufputschmittel zwar für besser hielten, aber gar nicht besser waren als ihre Kontrollgruppe. Was ist aber mit meinem Statement? Das hört sich so an, als würde eine Trübung der Selbsteinschätzung generell bei allen Substanzen eintreten, nicht nur in bestimmten Fällen. Die Aussage ist wesentlich dramatischer als die wissenschaftlichen Daten es nahelegen. Es ist also entweder falsch gewesen (mea culpa), aus dem Kontext heraus zitiert und damit falsch geworden oder wurde bewusst so geschnitten, um die Aussage zu verändern. Meine Bitte um Klärung blieb von der Redakteurin leider unbeantwortet. Lektion 1 lautet daher: Wenn du ein Interview gibst, zeichne es besser selbst auf, damit du hinterher noch kontrollieren kannst, was du wirklich gesagt hast.

Lektion 2 – Die Expertin

Von Anfang an professionell trat eine Redakteurin vom Handelsblatt auf, die für das Magazin „Junge Karriere“ einen insgesamt sehr ausgewogenen und gut recherchierten Artikel schrieb. Wundern musste ich mich allerdings über einige Unstimmigkeiten bei den Zitaten, die wir eigens nach dem Telefonat schriftlich abgesprochen hatten. So heißt es an einer Stelle, an der es um die Verbreitung des Substanzmissbrauchs ging:

Die nach dem Wissen von Stephan Schleim einzig aussagekräftige US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass von 11000 befragten College-Studenten 4,1 Prozent angaben, im letzten Jahr stimulierende Substanzen wie den Ritalin-Wirkstoff Methylphenidat eingenommen zu haben. (Handelsblatt Junge Karriere, 4/2009, S. 75)

Darüber habe ich selbst gestutzt – die Studie, um die es hier geht, ist zwar tatsächlich sehr sauber durchgeführt worden, aber ist sie darum die „einzig aussagekräftige“? Nach unserer Absprache hätte es hier heißen müssen, „die aussagekräftigste Studie“. Tatsächlich hatte ich meine Änderung noch mit einem Kommentar für die Redakteurin versehen, es gebe eine Handvoll guter Studien. Nun finde ich den Fehler nicht so dramatisch, lässt er mich höchstens vor Kollegen, die im selben Bereich geforscht haben, dumm dastehen. Schade fand ich nur, dass die Redakteurin auch hier zu meiner Nachfrage schwieg. Lektion 2 lautet daher: Auch wenn du es mit Experten zu tun hast und du Sicherheitsvorkehrungen triffst, kann das Ergebnis trotzdem anders ausfallen.

Lektion 3 – Die Vergesslichen

Ganz so auf die leichte Schulter nehmen ließ sich ein Bericht in der jüngsten Ausgabe von „Stern Gesund Leben“ jedoch nicht. Auch wenn das Gespräch mit dem Redakteur sehr nett verlaufen war und wir die Statements wieder schriftlich abgestimmt hatten, ist es hier zu einer dramatischen Fehldarstellung gekommen. Zu den gesundheitlichen Risiken werde ich hier mit folgender Aussage zitiert:

Da drohen als Nebenwirkungen möglicherweise nicht nur körperliche Schäden, sondern auch Veränderungen der Persönlichkeit, wie sie zum Beispiel bei der Tiefenhirnstimulation bei Parkinsonpatienten entstehen. (3/2009, S. 89)

Dass die Tiefenhirnstimulation automatisch solche Veränderungen hervorruft, ist natürlich völliger Unsinn. Vielen kranken Menschen konnte damit geholfen werden, wenn die Krankheit weit fortgeschritten war und die Medikamente nicht mehr halfen. Das hatte ich in der Abstimmung der Statements so auch ganz ausdrücklich geschrieben. Nach meinen bisherigen Erfahrungen habe ich diesmal direkt die Redaktion des Stern angeschrieben und mich nicht mehr an die Einzelperson gewandt. In meiner E-Mail vom 23. Juni hieß es entsprechend spitz formuliert:

Es ist eine Sache, wenn aus so einem langen Gespräch die Punkte ausgewählt werden, die ich eher für banal und trivial halte; es ist eine andere Sache, wenn ich wegen eines falschen Statements vor meinen Kollegen als Idiot dastehe [siehe Handelsblatt, Anm.]. Damit könnte ich aber auch noch leben. Kein Verständnis habe ich jedoch dafür, wenn unter meinem Namen Hunderte, vielleicht Tausende schwerkranker Menschen verunsichert werden, wie es jetzt geschehen ist.

Es dauerte zehn Stunden, bis sich der Redakteur bei mir entschuldigte. Die Änderungen seien in der Redaktion verloren gegangen. In der kommenden Ausgabe des Magazins wird nun meine Richtigstellung abgedruckt. Die dritte Lektion lautet daher: Wenn du möchtest, dass ein Missstand behoben wird, dann vertraue nicht auf das Entgegenkommen des Redakteurs, sondern wende dich mit Nachdruck an die Redaktion.

Lektion 4 – Der Enthusiast

Ein Redakteur des Campus-Magazins eines großen Verlags wendete sich vor einiger Zeit mit der Bitte um ein Interview an mich. Auffällig war, dass er auch schon vor dem Expertengespräch ganz genau wusste, was Sache ist. Er schrieb:

Immer mehr Studenten mißbrauchen das Medikament Ritalin um ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Das ließ mich aufhorchen. Schließlich halte ich selbst schon seit Jahren Ausschau nach Daten, welche diese in den Medien so oft getroffene Aussage über den zunehmenden Konsum oder wie hier „immer mehr Studenten“ stützen – bisher ohne Erfolg. Das wollte ich genauer wissen und antwortete daher mit einer kritisch-zurückhaltenden E-Mail. Damit war unsere Korrespondenz dann auch beendet und wahrscheinlich war es auch besser so. Wer weiß, was sonst aus meinen Statements geworden wäre. Der Redakteur wird schon jemanden gefunden haben, der ihm die passende Aussage zu seiner Story gegeben hat. Meine vierte Lektion: Kommt dir eine Anfrage komisch vor oder möchte dir ein Journalist nichts über seine Hintergrunde erzählen, dann lässt du die Sache am besten fallen.

Fazit

Diese Beispiele zeigen, wie leicht etwas in der Arbeit mit Journalisten schief gehen kann – selbst wenn Vereinbarungen das ausschließen sollten. Eine dankbare Alternative sehe ich inzwischen in Live-Gesprächen. Wenn man sich hier verplappert, dann ist man wenigstens selbst Schuld und ist nicht den undurchschaubaren Vorgängen einer unbekannten Redaktion ausgeliefert. Sehr zufrieden war ich etwa mit der zweistündigen Diskussion zum Thema, die am 13. Juni von Deutschlandradio Kultur gesendet wurde (MP3 erste Stunde, zweite Stunde). Die Aufregung, „auf Sendung“ zu sein, wiegt den Ärger, den man bei anderen Formaten hinterher hat, allemal auf.

Postscriptum vom 30. Juli 2009:

Heute erreichte mich die Folgeausgabe von Stern – Gesund Leben (4/2009). Auf S. 6 ist mit Bezug auf den oben genannten Artikel folgender Text abgedruckt:

Nicht korrekt zitiert. Auf Seite 89 werde ich mit der Aussage zitiert, die Tiefenhirmstimulation bei Parkinsonpatienten führe zu Persönlichkeitsveränderungen. Das ist in dieser Allgemeinheit nicht korrekt. Zutreffend ist, dass der Eingriff in manchen Fällen mit Spielsucht und verstärktem sexuellem Verlangen in Zusammenhang gebracht wurde. Wissenschaftlich spricht man von verminderter Impulskontrolle. Vielen Patienten konnte mit dem Verfahren aber schon geholfen werden, wenn Medikamente nicht mehr wirkten. Allgemein möchte ich auf die Möglichkeit hinweisen, dass Eingriffe ins Gehirn zu Persönlichkeitsveränderungen führen können – sei es durch Medikamente, Operationen oder auch Unfälle. Daran sollten wir denken, bevor wir uns mit Medikamenten schlauer machen. Stephan Schleim, 53127 Bonn

Damit ist der Irrtum im Stern für mich aus der Welt geschafft. Von den anderen Journalisten habe ich nach wie vor keine Antwort erhalten. Die Überschrift hat die Redaktion übrigens selbst gewählt. Ich hatte es den Journalisten freigestellt, den Vorfall als Missverständnis darzustellen. Diese Lösung spricht meines Erachtens für das Bemühen um Korrektheit seitens der Redaktion.

Foto: © Tim Heinrichs-Noll (timmeyy) PIXELIO

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www.schleim.info

Menschen-Bilder: Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft Stephan Schleim blickt über den Tellerrand von Psychologie sowie Hirnforschung und diskutiert, was die Forschungsergebnisse eigentlich bedeuten, wie sich Gesellschaft und Wissenschaft zueinander verhalten. Stephan Schleim hat an den Universitäten Mainz und Frankfurt u.a. Philosophie, Informatik und Psychologie studiert (Magister Artium, 2005). Nach einem Praktikum am Max Planck-Institut für Hirnforschung und einem Forschungsbesuch am California Institute of Technology ging er an die Universitätskliniken Frankfurt und Bonn, wo er mit der funktionellen Magnetresonanztomographie moralische und juristische Entscheidungen untersuchte. Sein ausgeprägtes theoretisches und ethisches Interesse führte zu mehreren Publikationen im Bereich der Neurophilosophie und Neuroethik. Am Institut für Kognitionswissenschaft in Osnabrück wurde er 2009 mit seiner Doktorarbeit "Norms and the Brain" promiviert. Seit Oktober 2009 war er Forscher in der Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, seit 2010 als Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Vom Oktober 2012 bis März 2013 war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2015 ist Stephan Schleim Associate Professor in Groningen. Seit 2005 ist Stephan Schleim auch als Wissenschaftsjournalist aktiv, veröffentlicht in verschiedenen deutschprachigen Medien mit Übersetzungen ins Italienische, Niederländische und Portugiesische. 2008 erschien sein erstes Buch "Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung", 2011 sein Buch "Die Neurogesellschaft – Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert."

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Abgehoben ist nicht verschoben

    Sehr geehrter Herr Schleim,
    ich wundere mich seit geraumer Zeit, warum ihr Beitrag unkommentiert bleibt.
    Nun seit dem ich ihn gestern Abend gelesen habe, weiß ich warum, er ist gut, vielleicht zu gut.

    Da hier ja bis dato kein Betrieb ist und ich bis auf die reinen Leser, ja quasi allein bin, möchte ich einen meiner unverständlichen Kommentare absetzen.

    Ich habe hier ja schon an anderer Stelle
    den Satz geprägt:“Wissenschaft ist die Kunst die Wissenschaft schafft.“

    Wenn ich also nun auf das kleine unschuldige Wort Wissenschaft, mit dem Beil losgehe, entsteht Wissen schaf(f)t(„määäh,määäh,määh“:Ok ein kleines f, um den Lärm zu beenden. 🙂 )

    Jetzt noch ein bisschen am Feintuning der Kurzweile gestellt und aus dem Nomen wird die Aufforderung „wissen schaffen“.

    Was ich damit sagen will, ist das Journalismus und Wissenschaft am gleichen Objekt arbeiten.
    Mit Nichten aber mit dem gleichen Anspruch, noch der selben Methodik, weder mit dem gleichen Ziel, noch begehen beide den selben Weg.
    Wenn man nun die Floskel, der Weg ist das Ziel, in die Manege wirft, erscheint es so, als sei die Nähe der beiden Kontrahenten eher eine räumliche, als eine geistige. Sie haben nur beide die selben Kunden.
    Das Weltwissen, die Gesellschaft und das Individuum.

    Um es scherzhaft zu sagen, sind es zwei
    ganz unterschiedliche Männer, die beide in ein und die selbe Frau verliebt sind.
    Im schlimmsten Falle sehen sie
    beide in ihr,jeweils eine ganz andere Person und werden ihr beide dennoch nicht gerecht.

    Auf eine umfangreiche Beschreibung gesellschaftlicher Prozesse und umfassende Kritik zur selben, habe ich hier wohlweislich verzichtet und hoffe dem ein oder anderen Leser ein Grinsen oder Augenzwinkern zu entlocken.
    Mit einem Kopfschütteln oder Stirnrunzeln, bin ich zur Not auch zufrieden.

    Der von Ihnen verlinkten Audiobeiträg, kommt dann am Wochenende dran.
    DLF alle Achtung, dass ist schon mal was.
    Wenn die an der Meinung(Wissen) eines
    Menschens interessiert sind.
    Die sind unabhängig und können und können
    auf Meinung (Fäkalwort). Ich zumindest habe mich bei diesem Sender noch nie unterfordert gefühlt. Ich würde mich freuen Sie dann in einigen Jahren in der Sendung Essay und Diskurs hören zu können.
    Bei ihrer Qualitätsentwicklung, sehe ich da auch keine echten Hindernisse. Danke für Ihren Beitrag.

    M.f.G. Uwe Kauffmann

  2. @ Kauffmann

    Danke für Ihren Beitrag und danke auch für die Blumen; ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber, wo ich in ein paar Jahren sein werde oder auch nicht — die Zukunft wird schon von alleine passieren, wenn sie eben passiert. Außerdem versuche ich, diese Medienpräsenz eher als ein Modephänomen zu sehen als das mit meiner Person in Zusammenhang zu bringen.

    Nun, dass dieser Beitrag nicht kommentiert wurde, das hat mich einerseits auch überrascht, andererseits eben nicht.

    Ich glaube, dass Journalisten tendenzeill zueinander halten und sich lieber auf ihre Arbeit konzentrieren als Kollegen zu kritisieren (mit Ausnahme schwerer Verstöße gegen die journalistische Ethik).

    Persönlich bin ich gar nicht so sehr wegen der Fehler verärgert, sondern wegen der Reaktion, die eben oft im Ignorieren bestand. Insofern hat mich der wesentlich gravierende Irrtum beim Stern viel weniger geärgert als die subtileren Unstimmigkeiten in der Radiosendung oder beim Handelsblatt.

    Vielleicht halten mich die Leute auch für einen Spinner, weil ich mich über solche Dinge aufrege, und wollen mich deshalb lieber ignorieren, als sich von mir auf die Nerven gehen zu lassen. Na ja, ich muss schon gestehen, dass bei mir das Bedürfnis nach Korrektheitdeutlicher ausgeprägt ist als bei anderen; aber mit meinem Verständnis von „Wissensgesellschaft“ und „Vernunft“, da geht das nicht anders.

  3. Die Sehnsucht Wahrheit kaufen zu können

    Hallo,
    das Sie keine profilneurotische Beweggründe
    haben ist mir schon länger klar. Man könnte
    Ihnen sogar vorwerfen das Sie ein wenig verträumt und selbstvergessen sind. 😉

    Im Leben und also auch im Beruf ist Motivation immer ausschlaggebend. Ich hatte
    früher bei guten journalistischen Produkten, den Eindruck, das sie einen weitestgehend Wertfrei (Nur mit politischer Grundfärbung) versuchten zu informieren, sogar manchmal ein Türchen zur Notdurft der Neugier bereit hielten.

    Ich denke mal das diese Journalisten, eine Motivation hatten, die wir nachvollziehen und gutieren können.

    Welche Motivation heutige Journalisten haben, darüber möchte ich eher nicht Nachdenken, aber ich gehe mal davon aus, dass sie eher der von PR-Managern ähnelt.

    Dieser Vergleich mit den Krähen kommt mir nicht sehr passend vor, ich denke mal das dieses Klientel für eine gute Nachricht, durchaus dem Kannibalismus anheim fällt.
    Passender finde ich, dass man sie alle am Aas trifft. Leider nicht mit der Funktion der Gesundheitspolizei.

    Ich denke mal das mit dem ignorieren sehen Sie zu eng, es ist wohl eher die Tatsache, das es nichts älteres als die Tatsache von gestern gibt.
    Es ist wohl eher der Zeitdruck des Tagesgeschäfts der einen halt zum alten Nachrichtenlieferant werden läst.

    Das es in einer Zeit in der ich mir meine
    Realität mit der Fernbedienung aussuchen kann, bei Nachrichten nach der verwurstung der Schlagzeile oft die Luft raus ist, finde ich nicht verwunderlich.

    Nachrichten sind halt mehr als ein Produkt.

    Ganz abstrakt glasiert:

    http://de.wikipedia.org/wiki
    /Informationstheorie

    Aber da sage ich Ihnen ja nichts neues.
    Die Schnittstellen zwischen Geisteswissenschaften und Technik, sind ja Ihr Zuhause.
    Einen schönen Sonntag noch.

    Gruß Uwe Kauffmann

    (*…., wenn man Glück hat bekommt man einen Eindruck davon, vom Leben geschenkt. Leider ist sie weder universell, noch teilbar und selten vermittelbar. Sie ist ein Fünkchen Gewissheit, vielleicht nur ein Gefühl, dass die eigene res cocnitas, ein brauchbares Konstrukt ist. Ansonsten ist Wahrheit leider eine empirische Größe.
    Ist ja in der Wissenschaft gängige Vorgehensweise. 😉 *)

  4. @ Kauffmann

    Den Aspekt der Motivation, den Sie hier ansprechen, werde ich sicher in dem einen oder anderen Beitrag zum Wissenschaftsjournalismus noch aufgreifen.

    Sollen die Journalisten primär begeistern? Sollen sie primar informieren? Oder sollen sie primär gar eine Art Wachhund sein?

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