Eilmeldung: Geist von Deidesheim sabotiert Bloggertreffen!


+++ Geist von Deidesheim hindert Blogger an Teilnahme am Jahrenstreffen +++ SciLogs-Preis zum vierten Mal vergeben +++

Krieg in Afrika, Katastrophe in Japan und jetzt auch noch Spuk in Deidesheim – keine streikenden Bahnfahrer, sondern zürnende Geister sorgten dafür, dass einige SciLogs-Blogger auf dem vierten Bloggertreffen schmerzlich vermisst wurden. Unter anderem konnten Michael Blume, Edgar Dahl, Martin Huhn, Katja Schwab und Helmut Wicht aufgrund höherer Umstände nicht am diesjährigen Treffen teilnehmen. Im Verlauf des Treffens erhärtete sich der Verdacht, dass die Sicherheitsmaßnahmen im vorherigen Jahr, insbesondere durch den Konsum von Riesling, zum Bannen des Geists nicht hinreichten. Im Weingut mangelte es nicht an SektSchockiert gaben sich die Teilnehmer in diesem Jahr die größte Mühe, einer Wiederholung dieser Umstände vorzubeugen. Tatkräftige Unterstützung lieferte hierfür das Weingut Michael Andres. Wie auf dem Foto deutlich erkennbar ist, gab es mehr als genug Sekt für alle. Das Foto der leergeräumten Regale nach unserem Besuch habe ich gerade leider nicht zu Hand.

Zur Stärkung der Bloggermoral lieferte der Impulsvortrag von Lou Woodley einen entscheidenden Beitrag. Die Internet-Expertin von Nature.com machte anhand des „Pepsigate-Vorfalls“ deutlich, dass sich Wissenschaftsblogger ungern für kommerzielle Zwecke missbrauchen lassen. Als das bekannte Scienceblogs-Portal nämlich im Juli 2010 ohne Rücksprache mit den Bloggern eine Initiative für den amerikanischen Getränkekonzern startete, distanzierten sich einige Blogger davon und reflektierten über ihre eigene Profession. Die hohe Glaubwürdigkeit, die ihnen von der Öffentlichkeit geschenkt werde, wollten sie nicht durch einen kommerziellen Interessenkonflikt gefährdet sehen.

Seitdem sind im englischsprachigen Bereich zahlreiche neue Portale entstanden. Die deutsche Wissenschaftsblogosphäre ist bisher von vergleichbaren Eruptionen verschont geblieben. Entsprechend wurde in gewohnter Manier auch 2011 einer der SciLogs-Blogger mit einem Preis ausgezeichnet. Anatol Stefanowitsch wird mit dem SciLogs-Preis 2011 ausgezeichnetNach dem Vorschlag durch drei unabhängigen Experten gewann nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen Anatol Stefanowitsch mit sechzehn Stimmen den diesjährigen Preis vor Björn Lohmann (zwölf Stimmen) und Gunter Dueck (elf, in Abwesenheit). Stefanowitsch verwies in seiner spontanen Dankesrede darauf, dass kein Blogger aus den „harten Wissenschaften“ nominiert worden sei. Er ist nach Helmut Wicht, Michael Blume und Lars Fischer der vierte Preisträger des begehrten SciLog-Preises.

Werden die Blogger den Geist von Deidesheim austreiben können? Lesen Sie in Bälde mehr über das SciLogs-Bloggertreffen 2011.

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www.schleim.info

Menschen-Bilder: Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft Stephan Schleim blickt über den Tellerrand von Psychologie sowie Hirnforschung und diskutiert, was die Forschungsergebnisse eigentlich bedeuten, wie sich Gesellschaft und Wissenschaft zueinander verhalten. Stephan Schleim hat an den Universitäten Mainz und Frankfurt u.a. Philosophie, Informatik und Psychologie studiert (Magister Artium, 2005). Nach einem Praktikum am Max Planck-Institut für Hirnforschung und einem Forschungsbesuch am California Institute of Technology ging er an die Universitätskliniken Frankfurt und Bonn, wo er mit der funktionellen Magnetresonanztomographie moralische und juristische Entscheidungen untersuchte. Sein ausgeprägtes theoretisches und ethisches Interesse führte zu mehreren Publikationen im Bereich der Neurophilosophie und Neuroethik. Am Institut für Kognitionswissenschaft in Osnabrück wurde er 2009 mit seiner Doktorarbeit "Norms and the Brain" promiviert. Seit Oktober 2009 war er Forscher in der Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, seit 2010 als Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Vom Oktober 2012 bis März 2013 war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2015 ist Stephan Schleim Associate Professor in Groningen. Seit 2005 ist Stephan Schleim auch als Wissenschaftsjournalist aktiv, veröffentlicht in verschiedenen deutschprachigen Medien mit Übersetzungen ins Italienische, Niederländische und Portugiesische. 2008 erschien sein erstes Buch "Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung", 2011 sein Buch "Die Neurogesellschaft – Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert."

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Und wieder einmal der erste Beitrag aus dem Treffen heraus von Dir. Ich habe es mir schon fast gedacht. Freut mich das hier zu lesen. Ich bin gerade wieder zu Hause von meinem anderem Termin angekommen. Bin schon gespannt, was es von diesem Wochenende zu berichten gibt.

    Helmut, Edgar, Michael, Katja und auch ich waren diesmal nicht zugegen. Puh, das sind doch recht viele von der erste Garde. Ich hoffe, Ihr hattet trotzdem eine interessante Zeit.

  2. @ Martin

    Schade, dass du nicht dabei bist; Michael ist übrigens heute zu uns gestoßen. Später kommt von mir sicher noch ein sinnigerer Beitrag, als heute Nacht mit gefühlten drei Flaschen Wein möglich war. 🙂

    Gruß von Elmar, der gerade neben mir sitzt.

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