Treibhauseffekt widerlegt!

Prominente Physiker erhalten regelmäßig Zuschriften von Laien, die ein perpetuum mobile gefunden haben wollen und uns damit von allen Energiesorgen befreien. Ich habe dazu noch einen dicken Ordner mit Zuschriften, in denen Laien einen fatalen Fehler in der Treibhaustheorie gefunden haben wollen, den alle Klimaforscher seit Jahrzehnten übersehen haben. Sie glauben, ein für alle mal widerlegt zu haben, dass der Mensch das Klima aufheizt.

Ich schaue mir diese Thesen immer an – vielleicht ist ja ein ernst zu nehmendes Argument dabei. Doch in der Regel braucht man keine fünf Minuten, um den Denkfehler zu entdecken. Zumal die Argumente sich oft wiederholen – nach ein paar Jahren hat man fast alles schon mal gelesen.

Ein besonderer Fall ist ein gerade im Internet publiziertes "Positionspapier zur Widerlegung der staatlich sanktionierten Klimaszenarien" von Dr. Siegfried Dittrich aus Hamm. Besonders deshalb, weil er die anthropogene Erwärmung nicht nur einmal, sondern gleich fünffach „falsifiziert“. Und besonders auch deshalb, weil der Wirtschaftsrat der CDU  sich bei einer Sitzung am 28. August ausgiebig mit Dittrichs Thesen befassen will.

Was also ist von Dittrichs Thesenpapier zu halten? Im Untertitel verspricht es:

Es geht nur um simpelste Zusammenhänge: 5 Falsifikationen reichen aus, um den ganzen Unsinn der Klimahysterie klar zu erkennen.

Gleich zu Beginn überrascht Dittrich mit der Aussage, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre „selbst nach Verbrauch aller fossilen Brennstoffe wegen partieller Aufnahme durch die Ozeane und zunehmender Photosynthese bei weitem nicht erreichbar sein dürfte“. Dass da etwas nicht stimmen kann, zeigt schon eine einfache Überschlagsrechnung: in den letzten zehn Jahren haben unsere Emissionen die CO2-Konzentration im Mittel um 2 ppm jährlich erhöht. Würden wir die Emissionen auf diesem Niveau einfrieren und Ozean und Biosphäre würden weiterhin den gleichen Anteil aufnehmen wie bislang (alles optimistische Annahmen), dann würde die Konzentration weiter um jährlich 2 ppm steigen, und wir hätten sie noch vor Ablauf diesen Jahrhunderts verdoppelt (auf über 560 ppm von den vorindustriellen 280 ppm). Ich habe noch niemanden gehört, der der Auffassung war, dass wir schon bei konstantem Verbrauch bis zur Jahrhundertwende keine Kohle mehr haben. Bislang hat die Menschheit insgesamt rund 500 Gt Kohlenstoff emittiert. Die fossilen Brennstoffreserven werden auf 3000-5000 Gt geschätzt.

Als nächstes berechnet Dittrich, wie stark seiner Meinung nach eine Verdoppelung der CO2-Konzentration das Klima im Gleichgewicht aufheizen würde – dieser Wert ist als „Klimasensitivität“ bekannt. Laut Dittrich beträgt sie 0,34 Grad. Der IPCC-Bericht dagegen spricht von einer Klimasensitivität von ca. 3 Grad, mit einer Unsicherheitsspanne von 2 – 4,5 Grad. Dittrich allerdings behauptet durchgehend, IPCC würde von 4,5 oder gar 6,5 Grad ausgehen. Die IPCC-Abschätzung beruht auf über einem Dutzend unabhängiger Studien, die u.a. aus den Klimaschwankungen in der Erdgeschichte die Klimasensitivität ableiten.

Die Diskrepanz zu Dittrich hat mehrere Gründe. Er beginnt mit einem fundamentalen Denkfehler, denn er führt die Berechnung für die Erdoberfläche durch statt für die obere Atmosphäre. An der Oberfläche gilt aber die einfache Strahlungsbilanz (abgestrahlte Wärmestrahlung muss aufgenommene Sonnenstrahlung ausgleichen) gar nicht, die der Rechnung zugrunde liegt. An der Erdoberfläche gibt es nämlich zusätzliche Wärmetransporte innerhalb der Atmosphäre (Konvektion). Dittrich zieht dann fälschlich vom Strahlungsantrieb von 3,7 W/m2 (für CO2-Verdoppelung) noch je 30% für Wolken und Wasserdampf ab – weiteres Indiz dafür, dass er gar nicht weiß, wie dieser Strahlungsantrieb eigentlich berechnet wird (nämlich bereits für realistische Temperatur- und Wasserdampfprofile und Wolkenanteile der Atmosphäre, für jede Spektrallinie einzeln, um den Überlapp mit der Absorption durch Wasserdampf zu berücksichtigen – siehe IPCC-Bericht Seite 140 oder für Details z.B. Myhre und Stordal 1998). Der direkte CO2-Effekt, korrekt berechnet, beträgt 1,1 Grad, nicht 0,34 Grad.

Zum zweiten bestreitet Dittrich die Bedeutung der bekannten Rückkopplungen (Eis-Albedo, Wasserdampf, Wolken) die in der Summe den direkten CO2-Effekt noch verstärken. Wie Urs Neu hier kürzlich schon dargestellt hat, handelt es sich dabei jedoch um detailliert in vielen Studien untersuchte und nachgewiesene physikalische Effekte, die man nicht willkürlich einfach weglassen kann. Ohne diese Rückkopplungen hätte es zum Beispiel die Eiszeiten auf der Erde nicht gegeben. Dittrich versucht auch gar nicht erst, irgendwelche wissenschaftlichen Belege anzugeben, weshalb die Stärke dieser Rückkopplungen seiner Meinung nach praktisch Null sein soll.

Der IPCC und die ihm hörigen Klimainstitute haben daher in recht selbstherrlicher Weise den ohnehin schon zu hoch errechneten Wert von 1,1 °C mittels dubioser Computersimulationen (angebliche Rückkoppelungsmechanismen, die durch zunehmende Wasserdampfbildung und Eisflächenschrumpfung ausgelöst werden sollen) noch um ein Vielfaches angehoben.

Da er dank falscher Rechnung auf 0,34 Grad kommt, IPCC jedoch nach seiner Ansicht auf 4,5 oder 6,5 Grad, behauptet Dittrich später im Text immer wieder, IPCC würde „dem CO2-Einfluß eine 13- oder gar 19-fache Verstärkung” zuweisen oder eine „13-fache Rückkoppelung“ verwenden. Dies stimmt natürlich nicht; die Rückkopplungen verstärken nach Stand der Wissenschaft die Erwärmung etwa um einen Faktor 3, nämlich vom direkten CO2-Effekt von 1 Grad auf eine Klimasensitivität von 3 Grad.

Die ganze Maßlosigkeit, mit der hier vorgegangen wurde, zeigt sich daran, daß der von uns Kritikern errechnete Erwärmungswert von 0,34 °C gleich um das 13-fache bzw. 19-fache übertroffen wird.

Doch nun zu den „5 Falsifikationen“.

Falsifikation Nr. 1

Hier behauptet Dittrich: wenn IPCC Recht hätte, dann sollten unsere Emissionen bislang schon eine Erwärmung um 2,0 bzw. 2,9 Grad verursacht haben. Wie man diese Rechnung korrekt durchführt, kann man z.B. in unserem Buch Der Klimawandel  nachlesen (S. 45). Dittrich macht dabei gleich drei Fehler: er nimmt eine zu hohe Klimasensitivität an, er ignoriert den abkühlenden Effekt der Aerosole und er „vergisst“ die thermische Trägheit der Ozeane. Dies obwohl er zuvor korrekt schreibt, die Klimasensitivität „bezieht sich auf den Gleichgewichtszustand, der allerdings wegen der thermischen Trägheit der Meere erst nach längerer Zeit erreicht wird.“ Er muss also wissen, dass seine Rechnung in diesem Punkt falsch ist. Neu ist sie übrigens auch nicht – sie ist (samt der Fehler) vom US-Klimaskeptiker Lindzen abgeschrieben, die Widerlegung dazu wurde hier publiziert.

Falsifikation Nr. 2

Die geht so: Dittrich konstruiert sich eine falsche Kurve (die rote Kurve in seiner Grafik), er schreibt „IPCC-Kurve“ daran, und dann folgert er:

Die rote IPCC-Kurve verläßt dagegen wegen der zugrundeliegenden 13-fachen Verstärkung schon bei 125 ppm CO2 den positiven Temperaturbereich, was in sich natürlich ein Widerspruch ist und die durchgeführte Computersimulation auf einfache Weise ad absurdum führt.

Problem ist nur: eine solche Kurve findet sich nirgendwo im IPCC-Bericht – sie ist eine Erfindung von Dittrich. Sein Fehler dabei: er hat eine logarithmische Kurve durch zwei Punkte gelegt, wobei der eine der abgeschätzte direkte CO2-Anteil am natürlichen Treibhauseffekt ist (ohne alle Rückkopplungen), während der zweite die CO2-Erwärmung mit allen Rückkopplungen darstellt. Dies ist gewissermaßen Äpfel mit Birnen zu einer Kurve verbinden, und ebenso falsch wie sinnlos – wie das Ergebnis dann ja auch zeigt. Auch dieses Argument liegt übrigens schon lange in meinem dicken Ordner mit kuriosen Zuschriften – allerdings bislang nur in Tabellenform, nicht mit einer schicken Grafik.

Ein größerer Schildbürgerstreich erscheint hiernach kaum mehr vorstellbar.

Falsifikation Nr. 3

Hier geht es um den Einfluss der übrigen Treibhausgase wie Methan, Lachgas, Ozon und FCKW. Dittrich dazu:

Wo sind eigentlich die vielfachen Rückkoppelungseffekte aller dieser Erwärmungsauslöser geblieben und wo erst recht der wesentlich größere, der sich aus dem solaren Einfluß hätte ergeben müssen? Wenn dem CO2-Einfluß eine 13- oder gar 19-fache Verstärkung zugewiesen wird (bis zu 2,0 bzw. 2,9 °C, wobei allein schon das bei weitem nicht erreicht wurde), muß auch für die anderen Erwärmungsfaktoren der gleiche Zuwachs zu erwarten sein. Ein kurzer Überschlag zeigt, daß man hier für das vergangene Jahrhundert mit einem Gesamteffekt von bis zu 8 bzw. 12 °C hätte rechnen müssen. Wo nehmen die Klimainstitute nur den Mut her, uns solchen Rückkoppelungswahnsinn zu suggerieren.

Der „Rückkoppelungswahnsinn“ liegt hier allerdings allein in Dittrich’s Kalkulation, nicht beim IPCC. Selbstverständlich wirken die physikalischen Rückkopplungen in allen Klimamodellen völlig unabhängig davon, aus welcher Ursache sich das Klima ändert – ob durch Methan, CO2 oder die Sonne. Wenn es wärmer wird, nimmt in den Modellen der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zu, die Eis- und Schneebedeckung nimmt ab, und das verstärkt die Erwärmung. Dass dies auch auf der realen Erde passiert, ist nicht nur physikalisch plausibel sondern durch Messungen belegt. Und wenn Herr Dittrich glaubt, die Modelle würden mit dieser Rückkopplung für das vergangene Jahrhundert eine Erwärmung von 8 bzw. 12 Grad liefern – warum schaut er sich die Ergebnisse dieser Modelle nicht einfach mal an? Im IPCC-Bericht sind die Resultate für das vergangene Jahrhundert abgebildet und mit den Messdaten verglichen (Abb. SPM4 und TS23). Viele Behauptungen über den IPCC-Bericht lassen sich sehr einfach falsifizieren: durch Nachsehen im IPCC-Bericht.

Entweder ist hier bewußt manipuliert worden, um die Ergebnisse passend zu machen, oder man hat in höchst fahrlässiger Weise versäumt, die hochgerechneten Prognosen mit den beobachtbaren Fakten zu vergleichen

Falsifikation Nr. 4

Diese beruht auf einem langjährigen Dauerbrenner der Skeptikerdiskussion: der Diskrepanz zwischen den Satellitenmessungen über die Temperaturentwicklung der Troposphäre und dem, was die Klimamodelle vorhersagen. Allerdings habe ich noch nirgends so die Tatsachen auf den Kopf gestellt gesehen wie bei Dittrich:

Die Klimainstitute haben die neue Beweislage allerdings bisher noch nicht anerkannt, wissen sich im Moment aber nur so zu helfen, daß sie die Richtigkeit der Satellitenmessungen in ihrem gesamten Umfang anzweifeln.

Korrekt ist, dass es jahrelang Diskrepanzen nicht nur zwischen Satellitendaten und Modellen, sondern auch zwischen verschiedenen Auswertungen der gleichen Satellitendaten durch unterschiedliche Forschergruppen gegeben hat. Den Ursachen ist man nachgegangen, und man hat dabei eine Reihe von Fehlern in den Satellitenauswertungen entdeckt – u.a. einen simplen Vorzeichenfehler in einem Computerprogramm. Nachdem die Fehler inzwischen korrigiert sind, sind auch die Diskrepanzen verschwunden. All dies ist in der Fachliteratur sauber dokumentiert, im Gegensatz zu Dittrichs Behauptungen.

Dies ist übrigens eines von mehreren Beispielen, wo sich bei Diskrepanzen zwischen Modellrechnungen und Daten die Modelle im Nachhinein als richtig erwiesen haben. Ein anderes Beispiel aus meinem eigenen Forschungsfeld waren die zu warmen Meerestemperaturen im Pazifik in der letzten Eiszeit, die man aus Sedimenten rekonstruiert hatte, und die viele Jahre den Temperaturen widersprachen, die Modellrechnungen des Eiszeitklimas dort ergaben. Inzwischen sind andere, zuverlässigere Methoden der Temperaturrekonstruktion entwickelt worden, und die Rekonstruktionen der Paläo-Datenkollegen stimmen nun mit dem überein, was wir Modellierer schon immer gesagt haben. Genauso gibt es umgekehrt Beispiele, wo Diskrepanzen zwischen Modell und Daten auf Modelldefizite aufmerksam gemacht haben und zur Verbesserung der Modelle genutzt wurden.

Warum machen wir uns hiernach dann eigentlich solche gewaltigen Sorgen um die Zukunft unseres Erdplaneten? Offenbar deswegen, weil die von der Bundesregierung und auch wohl von Lobbyisten einseitig begünstigten Klimainstitute es so sollen und wollen.

Falsifikation Nr. 5

Diese lautet: wenn es derart verstärkende Rückkopplungen gäbe, dann müsste das Klima durch einen „run-away-Effekt“ völlig aus dem Ruder laufen – was jedoch bei vergangenen Warmzeiten der Erdgeschichte nie geschehen ist. Um dies einzusehen, könnten „die zugrundeliegenden wissenschaftlichen Zusammenhänge völlig ausgeklammert bleiben“ – der „gesunde Menschenverstand“ reiche dazu aus.

Sicher? Die Erwärmung ΔT aufgrund eines Antriebs A ergibt sich als:

ΔT = r·A + f·ΔT

Der Antrieb A könnte zum Beispiel eine CO2-Verdoppelung sein und daher den Wert 3,7 W/m2 haben.  r·A ist der direkte Effekt des Antriebs, in dem Fall also die oben erwähnten 1,1ºC – dies kann man aus der Stefan-Boltzmann-Gleichung in guter Näherung leicht ausrechnen (für die „top-of-atmosphere“ Bilanz, nicht am Boden, s.o.!) Hinzu kommt die Rückkopplung, sie ist proportional zu ΔT, und der Proportionalitätsfaktor f heißt feedback-Faktor. Löst man die Gleichung nach ΔT auf, ergibt sich

ΔT = r·A /(1-f)

Die Verstärkung durch die Rückkopplung beträgt also 1/(1-f). Diesen Faktor nennt man gain – es ist der oben erwähnte Faktor 3 (von dem Dittrich fälschlich behauptet, er sei 13 oder 19). Für f<0 ist die Rückkopplung negativ (abschwächend), für f>0 ist sie positiv (verstärkend), und für f=1 erhält man eine instabile Rückkopplung, also den von Dittrich genannten run-away-Effekt. Kurzum: für einen Verstärkungsfaktor von 3 oder auch 13 oder 19 ist ein run-away-Effekt ausgeschlossen; er tritt vielmehr dann ein, wenn f gegen 1 und damit die Verstärkung gegen Unendlich geht. Dies ist elementare Klimatologie – ich lade Herrn Dittrich gerne im Wintersemester in meine Vorlesung an der Uni Potsdam ein, wo dies behandelt wird.

In der realen Fachdiskussion haben wir genau das umgekehrte Problem: unsere Modelle können mit den bekannten Rückkopplungen mehrere frühere Warmzeiten der Erdgeschichte nicht im vollen Umfang erklären. Sie liefern für Warmklimate keine run-away-Erwärmung sondern zu kühle Ergebnisse, insbesondere in Polargebieten (siehe diesen Artikel). Es ist daher nicht auszuschließen, dass wir die Rückkopplungen im System möglicherweise noch unterschätzen – dies muss durch weitere Forschung geklärt werden.

Wir erleben z. Zt. die nahezu unvorstellbare Herbeiforschung einer Klimaentwicklung, die auch nicht im geringsten mit den vorliegenden Fakten übereinstimmt.

Dittrich erwähnt am Rande mehrfach noch eine weitere beliebte Skeptiker-These: dass die Sonnenaktivität die Erwärmung zum großen Teil erklären könne. Zum Beleg verweist er allerdings nur auf einen Aufsatz von Horst Malberg, einem inzwischen pensionierten Berliner Meteorologen. Malberg hat seine Thesen seltsamerweise als Anhang zur von ihm selbst herausgegebenen „Berliner Wetterkarte“ publiziert und damit das Begutachtungsverfahren umgangen, mit dem bei normalen Fachzeitschriften Artikel auf methodische Korrektheit geprüft werden. Die Arbeit wäre angesichts der methodischen Schwächen wohl auch nicht von einer regulären Fachzeitschrift angenommen worden.

Dittrich erwähnt auch nicht, dass die Sonneneinstrahlung über die letzten hundert Jahre nur um 0,12 (maximal 0,3) W/m2  zugenommen hat, im Vergleich zu den 1,7 W/m2 durch den anthropogenen CO2-Anstieg. Daher würde die Sonne noch eine vielfach größere Verstärkung als das CO2 benötigen, um die Erwärmung zu erklären. Auch, dass die Zunahme der Sonnenaktivität vor 1950 geschah und damit wohl kaum die Ende der 1970er einsetzende starke Erwärmung erklären kann (drei Viertel der globalen Erwärmung fanden seit 1980 statt), erwähnt er nicht.

Hiermit fällt auch gleichzeitig das gesamte fiktive Klimagebäude in sich zusammen, einschließlich der von den Politikern beschlossenen Zwangsmaßnahmen zur Bevorzugung der erneuerbaren Energien, die bis auf die Wasserkraft wegen ihrer Unwirtschaftlichkeit und ihres teilweisen Verschandelungscharakters z. Zt. weitestgehend überflüssig sind.

Die oben genannten Thesen zirkulieren seit Jahren im Internet, und sie werden das mit Sicherheit auch noch in zehn Jahren tun – ganz egal wie falsch sie sind und wie oft die Klimaforscher darauf hinweisen. Der Grund: es gibt genügend leichtgläubige Menschen, die diese Dinge glauben wollen und sie daher nicht kritisch hinterfragen. Auf ein halbwegs seriöses Argument gegen die anthropogene Erwärmung warten wir bislang vergebens. Gäbe es eines, Dittrich hätte es wohl in seiner Liste präsentiert. 

Folgt man dem Link am Ende von Dittrichs Text zur Website seines Vereins EIKE, findet man dort eine aktuelle Meldung (6. August), in der „die Parallelen zwischen der Euthanasie-Lehre der 30er-Jahre und der aktuellen Klimawandel-Agitation“ diskutiert werden.

Bleibt die Frage, was der Wirtschaftsrat der CDU sich von einem Vortrag und Diskussion derartiger Thesen verspricht. Ich unterstelle einmal, dass die Mitglieder des Wirtschaftsrates an einem Verstehen der realen Welt interessiert sind – nur auf dieser Basis lässt sich schließlich erfolgreich wirtschaften. Plant der Wirtschaftsrat eine eigene fachliche Bewertung der Thesen von Dittrich, etwa um auf dieser Basis zu einer vom IPCC abweichenden Einschätzung der Klimaentwicklung zu kommen? Man fragt sich unwillkürlich: wie viele der oben genannten Denk-, Rechen- und Faktenfehler von Dittrich würde man überhaupt erkennen? Die nach T differenzierte Stefan-Boltzmann-Gleichung, logarithmisches Degressionsverhalten – das dürfte für einen Laien hinreichend fachchinesisch klingen, um als Wissenschaft durchzugehen und sich ansonsten einer weiteren Einschätzung zu entziehen. Es gehört zur Methode der „Klimaskeptiker“, durch diese Art von für Laien undurchsichtiger Scheinwissenschaftlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass "die Experten sich noch streiten".

Man muß fast davon ausgehen, daß bei den „Klimaschützern“ der Verstand ausgehakt hat.

Im Grunde gibt es für einen Laien hier nur die Möglichkeit, sich auf die seit über hundert Jahren in der Wissenschaft etablierten Mindeststandards und Institutionen der Qualitätssicherung zu verlassen. Man könnte zum Beispiel fragen, wieso eine derart bahnbrechende und folgenreiche Berechnung, die eine Klimasensitivität von nur 0,34 ºC statt der in der Fachwelt bislang akzeptierten 3 ºC ergibt, nur Laien präsentiert und nicht in der Fachliteratur publiziert wird? (Man ahnt schon die Replik der „Skeptiker“: das ginge nicht, denn nicht nur die Klimainstitute seien alle „IPCC-hörig“, sondern auch die wissenschaftlichen Fachzeitschriften…)

Unsere großen Physiker des vergangenen Jahrhunderts, die sonst sicher ein Machtwort gesprochen hätten, sind leider inzwischen ausgestorben. Wir Kritiker können daher nur hoffen, ohne jede Überheblichkeit ganz in ihrem Sinne gehandelt zu haben. 

Vielleicht sollte sich der Wirtschaftsrat als nächstes doch lieber einem ergiebigeren Thema zuwenden, das zudem immense wirtschaftliche Vorteile verspricht: könnte nicht vielleicht doch etwas dran sein, am perpetuum mobile? Gerade heute hat mir wieder jemand eine Beschreibung eines solchen gesandt. Selbstbewusst schreibt der Autor, dass mit seiner Erfindung "entgegen dem Energiesatz Energie doch erzeugt werden kann"…

(Alle hervorgehobenen Zitate stammen aus Dittrichs eingangs verlinktem Poitionspapier, gelesen am 25.8.2008)

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

86 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Eigene Bewertung

    „Plant der Wirtschaftsrat eine eigene fachliche Bewertung der Thesen von Dittrich, etwa um auf dieser Basis zu einer vom IPCC abweichenden Einschätzung der Klimaentwicklung zu kommen?“

    Das halte ich wirklich für äußerst unwahrscheinlich. Ich vermute eher, dass man sich im Sinne der „Ausgewogenheit“ dazu hat überreden lassen, auch mal einen Klimaskeptiker einzuladen. Wie man nun ausgerechnet an einen Vortragenden mit derart seltsamer Internet-Präsentation („Europäisches Institut für Klima und Energie Jena“) gelangt ist, ist mir allerdings ein Rätsel. Eine grundlegende Veränderung der Position des Wirtschaftsrates in Bezug auf den Treibhauseffekt ist von dem Vortrag meines Erachtens aber sicher nicht zu erwarten – ich gehe stark davon aus, dass es sich nur um einen Fall von falsch verstandener Ausgewogenheit handelt.

    Andererseits zirkuliert in politischen Kreisen mittlerweile ja auch schon die Mär vom CO2-neutralen Atomstrom…

  2. Wie gut für die Klimaprotagonisten, dass es die Dittrichs, Gerlichs usw. gibt, dann kann man die Klimadiskussion auf einen beherrschbaren Nebenkriegsschauplatz lenken. Viel interessanter für den Wirtschaftsrat der CDU wäre doch die Frage, um welchen Anteil die deutschen Solarstromsubventionen von ca. 100 Milliarden in den nächsten 20 Jahren den Temperaturanstieg vermindern werden (ca. 0,0001Grad). Die Abschätzung von Aufwand und Nutzen sollte doch gerade ein Thema für ein solches Wirtschaftsgremium sein.

  3. Suchen Sie mal im Netz mit dem Stichwort „Evolution“, wenn Sie sich nerven lassen wollen (die Kreationisten haben das Netz mit ihrem Nonsense geflutet). Oder lesen Sie die täglichen Kommentare zu Online-Zeitungartikeln – ich brauch danach keine Kaffe mehr, mein Blutdruck steigt dann ganz von allein.
    Die Leut wollen kein Atom in ihrer Steckdose und Soja ohne Gene. Sie wissen wie selbstverständlich über Geheimverträge zwischen Regierungen wie den USA und Israel Bescheid. Sie fallen massenweise auf Webseiten herein, wie z.B. die, die gegen die Verseuchung unseres Planeten durch Diwasserstoffoxid kämpfen oder die, die glauben machen wollen, dass in Japan Katzen zu Dekorationszwecken in Flaschen verkauft werden („Bonsaikitten“).
    Esoteriker sorgen für eine flächendeckende Verteilung von Rosenquarzen vor Bildschirmen von Sekretärinnen, Homöopathen zocken ihre Kunden mit „ultrakolloidalem“ Wasser (einmal kräftig geschüttelt) ab – und Religionswissenschaftler sind sowieso alle (auch in diesem Forum).
    Ich hab ja auch den fast unwiderstehlichen Trieb, kräftige Backpfeifen zu verteilen, wenn jemand (meist weiblichen Geschlechts) im TV das Wort „Energie“ in den Mund nimmt – muss mich ja dann aber auch immer beherrschen… Warum sollte es Ihnen als Klimatologe also besser gehen als mir ;-P – als Naturwissenschaftler sitzen wir alle im gleichen Boot…
    Ach ja, ich wünsch Ihnen noch viel Spaß bei den vermutlich demnächst auf Sie einprasselnden Kommentaren. Ihre Gegenspieler neigen in letzter Zeit tatsächlich im Netz zu etwas heftiger Hyperaktivität… Wenigstens können Sie dadurch wieder mal ruckzuck zu den meistkommentierten und meistgelesenen Artikeln vorstoßen. 😉

  4. Solarstromsubventionen

    @Michael Adeno

    Schon mal was von Anschubfinanzierung/Anschubförderung innovativer Technologien gehört?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in 20 Jahren keine Solarstromförderung mehr benötigen… Solarstrom wird dann auch ohne Förderung vielfach billiger sein als Kernkraft, Kohle, Öl und Co!

  5. @ Michael Niedermaier

    Einerseits haben Sie mit Ihrer Analyse recht: Websites wie EIKE oder die „Achse des Guten“ (unter Journalisten besser bekannt als „Achse des Blöden“) ähneln „Bonsaikitten“, indem sie mit dümmlichen Falschinformationen bei naiven Menschen für künstliche Aufreger sorgen. Es gibt aber auch entscheidende Unterschiede: die „Klimaskeptiker“ verfügen über erhebliche Sponsorengelder aus der Industrie, nutzen professionelle Werbefachleute und versuchen, die Politik zu beeinflussen – mit erheblichem Erfolg, denn seit vielen Jahren kommen die Klimaschutzbemühungen nicht recht vom Fleck, u.a. wegen der Widerstände aus der Wirtschaft.

  6. Muss das sein?

    Fragt man sich beim Lesen des Beitrages?

    Herr Rahmstorf, haben Sie als Klimawissenschaftler das nötig?

    *Auf ein halbwegs seriöses Argument gegen die anthropogene Erwärmung warten wir bislang vergebens.*

    Wie wäre es z.B. mit der Abnahme der Aerosole und der damit zunehmenden Globalstrahlung? Nicht nur in Potsdam, sondern nahezu weltweit.

    http://saekular.pik-potsdam.de/…/strahl_year.gif
    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/…jpg
    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/…jpg
    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/…jpg

    *könnte nicht vielleicht doch etwas dran sein, am perpetuum mobile? Gerade heute hat mir wieder jemand eine Beschreibung eines solchen gesandt. Selbstbewusst schreibt der Autor, dass mit seiner Erfindung „entgegen dem Energiesatz Energie doch erzeugt werden kann“…*

    Handelt es sich dabei vielleicht um das Trichterrad?

    Das wurde sogar per Patent angemeldet.

    http://www.patent-de.com/…/DE202006018134U1.html
    http://www.kn-online.de/…rfindet_Trichterrad.htm

    Herr Rahmstorf, Ihre Aufregung kann ich nicht nachvollziehen. Lassen Sie doch den „Skeptikern“ ihr Vergnügen.

    [Antwort: Da die Aerosolverschmutzung der Atmosphäre ja zunächst vom Menschen verursacht wurde, kann ihre allmähliche Beseitigung wohl kaum Ursache der globalen Erwärmung sein – wenn wir sie komplett beseitigt haben, sollte das Klima dann ja wieder so aussehen, wie bevor der Mensch die Atmosphäre mit Aerosolen verschmutzt hat. Im übrigen würde ein zusätzlicher Effekt wie Aerosole, oder Sonnenaktivität, oder was auch immer, ja nicht an der Tatsache rütteln, dass wir die CO2-Konzentration stark erhöht haben, und dass CO2 als Treibhausgas das Klima aufheizt, wie seit dem 19. Jahrhundert bekannt ist. Um dies zu negieren, muss man schon an elementarer Physik zweifeln. Stefan Rahmstorf]

  7. Skeptiker und ihre Argumente

    Porfessor Giaever – Nobelpreisträger 1973

    http://video.google.de/…1890401854789717&ei=

    Dr. David Evans – von 1999 bis 2005 verantwortlich für die Erfassung der Australischen CO2-Emissionen.

    http://blogs.abc.net.au/…iles/dr_david_evans.mp3

    Prof. Lüdecke

    http://www.schmanck.de/Antwort_Neu_Kritik.pdf

    Und Climate Review – Klimakritische Veröffentlichungen Peer Review

    http://climatereview.wordpress.com/

    Die Kritik an Treibhauseffekt hört sich für mich sehr plausibel an. Ich denke eine sachliche Auseinandersetzung damit könnte nicht schaden. Herr Rahmstorf, warum laden Sie die Herren nicht einfach mal zu einer öffentlichen Debatte ein.

    [Antwort: Ich meine, gerade mit den Sachargumenten setzen wir uns ja hier auseinander – auch in obigem Artikel. Ansonsten kann ich nur wiederholen: wer ein wichtiges und seriöses Sachargument hat, um den Einfluss des Menschen auf das Klima neu zu bewerten, der sollte das sauber in der Fachliteratur dokumentieren, sodass es auch in die Fachdiskussion einfließen kann. Wenn Sie mich auf eine entsprechende Fachpublikation der o.g. drei Herren hinweisen können, sehe ich mir diese gerne an. Stefan Rahmstorf]

  8. @Prof. Rahmstorf – Aerosole

    *wenn wir sie komplett beseitigt haben, sollte das Klima dann ja wieder so aussehen, wie bevor der Mensch die Atmosphäre mit Aerosolen verschmutzt hat.*

    Tut es das nicht annähernd auch? Um 1940 war die Globaltemperatur nur ca. 0,2°C geringer als heute und da lagen die S02-Emissionen z.B. in den USA schon deutlich höher als heute.

    Natürliche Variationen wie PDO und AMO stimmen auch sehr gut mit diesem Verlauf überein. Betrachte ich hingegen das CO2, so sehe ich erst eine Übereinstimmung ab ca. 1980.

    Bis 1980 kann man den globalen Temperaturverlauf sehr gut ohne CO2 erklären. Selbst wenn CO2 für die Temperaturerhöhung von ca. 0,2°C gegenüber 1940 verantwortlich sein sollte, dann sehe ich hier keinen Grund zur Panik. Die Aerosole zeigen doch, wie man schnell wieder eine Abkühlung herbeiführen kann. Nach dem Pinatuboausbruch 1991 sank die Globaltemperatur für ca. 2-3 Jahre um ca. 0,5°C.

    Man könnte z.B. den Fulgzeugkraftstoffen Schwefel beifügen und die Stratosphäre „impfen“. Davon wäre die Troposphäre weitgehend unbetroffen. Siehe z.B. Paul Crutzens Vorschlag.

    http://www.zeit.de/2006/35/28-Schwefel-Klima

    Ich verstehe jedenfalls die ganze Aufregung nicht. Wenn CO2 verantwortlich ist und die Temperaturen wie prophezeit weiter steigen sollten, dann gibt es eine schnell wirkende und einfache Lösung, mit geringen Risiken, das Problem zu beheben.

    [Antwort: Lieber Herr Krüger,

    – die globale Temperatur lag Mitte des 20. Jh (1946-1955) um 0,2 ºC höher als Anfang des 20 Jh. (1896-1905). Ende des 20 Jh. (1996-2005) war sie 0,6 ºC höher als Mitte des 20. Jh. Wir liegen heute um 0,8 ºC über dem vorindustriellen Temperaturniveau, und nicht annähernd auf dem gleichen Niveau.

    – Zu den Nebenwirkungen des Geoengineering-Voschlags von Nobelpreisträger Paul Crutzen siehe
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2008/08/climate-change-methadone/
    Paul Crutzen kenne ich persönlich sehr gut, und er hat nach eigener Aussage diesen Vorschlag aus Verzweiflung gemacht, weil er die Klimaentwicklung im Gegensatz zu Ihnen als sehr bedrohlich empfindet. Stefan Rahmstorf]

  9. @Prof. Rahmstorf

    *- die globale Temperatur lag Mitte des 20. Jh (1946-1955) um 0,2 ºC höher als Anfang des 20 Jh. (1896-1905). Ende des 20 Jh. (1996-2005) war sie 0,6 ºC höher als Mitte des 20. Jh. Wir liegen heute um 0,8 ºC über dem vorindustriellen Temperaturniveau, und nicht annähernd auf dem gleichen Niveau.*

    Das ist mir durchaus bekannt, wenn auch die Werte ein wenig anders sind, wenn ich sie ablese. Die Globaltemperatur passt bis 1980 sehr gut mit der Sonnenaktivität überein.

    WoodForTrees.org

    Aerosole spielen erst seit Anfang des 20. Jarhunderts eine Rolle. Deshalb beziehe ich mich auch auf den vergleichbaren Zeitraum um 1940 in dem nicht nur die Sonnenaktivität annähernd wie heute war, sondern auch PDO- und AMO-Index ähnlich wie heute waren. Also ein vergleichbarer Zeitraum.

    Um 1940 lag die Anomalie bei 0,2, heute liegt sie bei 0,4. Macht eine Differenz von ca. 0,2°C.

    WoodForTrees.org

    1998 hatten wir einen El Nino und 2002-2007 einen positiven ENSO-INDEX. Das erklärt u.a. die leicht höhere Temperatur dieser Jahre.

    Also alles sehr schön ohne CO2 erklärbar, bis auf eine Differenz von vielleicht 0,2°C.

    [Antwort: Siehe Grafik der globalen Temperatur – Sie haben sich mit den Jahren um 1940 selektiv ein paar ganz besonders warme Jahre für Ihre Argumentation herausgepickt.

    Grundsätzlich stellen Sie die Frage: kann man den Temperaturverlauf der letzten 100 Jahre ohne CO2 erklären? Sie versuchen das qualitativ. Quantitativ ist diese Frage von allen Klimamodellen bereits durchgerechnet worden (siehe IPCC-Bericht), und die einhellige Antwort ist: nein. Ohne CO2, nur durch die anderen Antriebe, kann man die Messdaten nicht in Übereinstimmung mit den Modellergebnissen bringen.

    Noch fundamentaler: selbst wenn man den beobachteten Temperaturverlauf theoretisch auch ohne CO2 erklären könnte – das ändert nichts an der Tatsache, dass wir die CO2-Konzentration tatsächlich erhöht haben, und dass wir die Wirkung des CO2 seit über hundert Jahren kennen; sie ist physikalisch gut verstanden – wollen Sie sie bestreiten? Dann müssten Sie ganz anders argumentieren, nämlich so wie es der oben zitierte Herr Dittrich versucht (wenn auch nicht seriös).

    Es war ja auch nicht so, dass man eine globale Erwärmung beobachtet und im Nachhinein nach einer Erklärung gesucht hat. Im Gegenteil: zuerst war die Physik des Treibhauseffekts verstanden (im 19. Jahrhundert), dann hat man den Anstieg der CO2-Konzentration nachgewiesen (in den 1950ern) und daraus korrekt vorausgesagt, dass das Klima sich erwärmen sollte, und erst später (in den 1980ern) konnte man belegen, dass die globale Erwärmung tatsächlich wie vorhergesagt eingetreten ist.

    Irgendwelche zusätzlichen Effekte auf das Klima zu diskutieren (Aerosole, Sonne, etc.) ist zwar interessant – stellt aber in keiner Weise die Klimawirkung unserer CO2-Emissionen in Frage, die übrigens auch durch viele Beispiele aus der Klimageschichte bestätigt wird. Wie im Artikel oben gesagt: die Klimageschichte liefert eher Hinweise, dass wir die CO2-Wirkung noch unterschätzen könnten. Stefan Rahmstorf]

    U.a. von Scafetta und West gibt es dieser Paper von 2007 zum Einfluss der Sonne.

    Phenomenological reconstructions of the solar signature in the Northern Hemisphere surface temperature records since 1600 (pdf)

    Paper zum Einfluss der Aerosole – Global Dimming im 20. Jh. – finden sich u.a. hier.

    Stärkere Erwärmung durch weniger Luftverschmutzung

    Sie sagen

    *Paul Crutzen kenne ich persönlich sehr gut, und er hat nach eigener Aussage diesen Vorschlag aus Verzweiflung gemacht, weil er die Klimaentwicklung im Gegensatz zu Ihnen als sehr bedrohlich empfindet.*

    Das ist ja schön. Und ich kenne z.B. John Burrows persönlich, den eine langjährige freundschaftliche Partnerschaft mit Paul Crutzen verbindet.Zu besorgten Studenten sagte Herr Burrows: „Mann soll sich bloß keine Sorgen um den Treibhauseffekt machen, zur Not ein paar Aerosole in die Atmosphäre gebracht …“. Ist aber schon einige Jahre her.

    Ich glaube da kommen wir nicht auf einen Nenner. Trotzdem möchte ich Ihnen für die Beantwortung meiner Fragen danken.

  10. Herr Rahmstorf,
    #wenn wir sie komplett beseitigt haben, sollte das Klima dann ja wieder so aussehen, wie bevor der Mensch die Atmosphäre mit Aerosolen verschmutzt hat#
    Da gibt es ja nun wirklich auch andere Einflüsse, als nur anthropogene – wie auch Sie schon sagten, z.B. die Sonnenaktivität.
    Es gibt auch die Aussagen, das die Temperatur kontinuierlich seit dem Ende der kleinen Eiszeit ansteigt, auch ansteigen würde „ohne uns“.
    Mit der Erwärmung der Meere einhergehender Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre ist dann ja zu erwarten.
    Und was das Risiko anbelangt, da kann man nun wirklich geteilter Meinung sein.
    So schlimm wie es unwidersprochen in den Medien gern berichtet wird es kaum werden.
    Das verschiedene wirtschaftliche Interessenten natürlich die Katastrophe propagieren ist aus deren Sicht so verständlich wie anders herum für die von Ihnen immer wieder gern zitierten Lobbyisten der Öl- und Kohleindustrie.

  11. CO2-Anstieg durch Erwärmung?

    @Krishna Gans

    „Mit der Erwärmung der Meere einhergehender Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre ist dann ja zu erwarten.“

    Aus dieser These ergibt sich natürlich die Frage, wo denn all das CO2 gebleiben ist, das wir Menschen seit rund 200 Jahren in die Atmosphäre blasen?

    Eine Überschlagsrechnung ergbit doch im Gegenteil das Ergebnis, dass der CO2-Anstieg sogar geringer als zu erwarten ausfällt, was dadurch erklärt werden kann und auch beelgt ist, dass die Meere netto eine Senke für CO2 sind.

  12. CO2

    @Udo P.
    #“Mit der Erwärmung der Meere einhergehender Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre ist dann ja zu erwarten.“

    Aus dieser These ergibt sich natürlich die Frage, wo denn all das CO2 gebleiben ist, das wir Menschen seit rund 200 Jahren in die Atmosphäre blasen?#

    Das Meer ist ja nun nicht gleichmäßig warm oder gleichmäßig kalt.
    Das ist zwarr im Detail so noch nicht aufgedröselt worden, zumindest habe ich es nicht gelesen.
    Wir haben ja angeblich alles global, Temperatur, CO2 etc.
    Dummerweise ist aber weder Klima, noch Temperatur noch CO2 in irgendeiner Form global, eben auch die Meerestemperaturen nicht.
    Dort wo das Meer warm / wärmer ist / wird, gast CO2 aus, in den kalten Regionen kann es natürlich CO2 aufnehmen.
    Und CO2 steigt nunmal als Folge von Erwärmung an, auch ohne Menschen und Industrie. Der menschliche Anteil ist und bleibt nun mal sehr gering gemessen an der Gesamtmenge.

  13. @Udo P. CO2Anstieg und Erwärmung

    Hallo Herr Udo P. ,
    sie und Herr Gans haben beide Recht.
    Um dies zu untermauern, möchte ich als Ausgangspunkt aus dem Buch von Mojib Latif „Bringen wir das Klima aus dem Takt ?“ zitieren.
    Das Zitat M. Latif S.64/65: „ … Mit Hilfe dieser Messungen und vieler anderer Beobachtungen kann man die globale Kohlenstoffbilanz abschätzen. Grundsätzlich kann man sagen, dass etwa die Hälfte des durch den Menschen in die Atmosphäre emittierte CO2 von den Ozeanen und der Vegetation aufgenommen wird, während die andere Hälfte in der Atmosphäre verbleibt. Obwohl die Kohlenstoffflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre oder Land und Atmosphäre sehr viel größer sind als die Störung durch den Menschen, ist der dominierende Faktor, da sich die natürlichen Kohlenstoffflüsse, obwohl deutlich größer, weitgehend ausgleichen, z.b. gelangt vom Ozean normalerweise so viel CO2 in die Atmosphäre, wie er selbst wieder aufnimmt. Das gleiche gilt für die Flüsse zwischen Land und Atmosphäre. Diese Balance garantierte in den letzten Jahrhunderten eine relativ konstante atmosphärische CO2 Konzentration von etwa 280 ppm.“
    Nehmen wir also diesen von Herrn Latif beschriebenen stationären Zustand mit 280 ppm als Ausgangspunkt. Erhöht sich jetzt, durch welche Ursache auch immer, nur die mittlere Temperatur der Erdoberfläche und Atmosphäre, und alle anderen Variablen und Parameter bleiben konstant, dann sorgt die bekannte Physik zur Löslichkeit von Gasen in Wasser dafür, dass sich ein neuer stationärer Zustand mit einer höheren atmosphärischen CO2 Konzentration einstellt. Das heißt es ist prinzipiell ein Anstieg der CO2 Konzentration zu erwarten, wie Herr Gans schreibt.
    Damit hat Herr Gans Recht.
    Allerdings kann die Zeitdauer bis dieser Zustand erreicht ist nicht aus der Thermodynamik abgeschätzt werden. David Archer schreibt dazu in seinem Buch „Global warming – understanding the forecast“: „… Computer model experiments show that it takes hundreds of years for the atmospheric CO2 concentration to approach this equilibrium value. “
    Das heißt, der neue höhere stationäre Wert der CO2 Konzentration wird erst lange nach einer Temperaturerhöhung erreicht. Das heißt die CO2 Konzentration steigt langsam an.
    Stört man nun den stationären Zustand mit 280 ppm CO2 durch eine Erhöhung der CO2 Konzentration der Atmosphäre durch Verbrennung fossiler Brennstoffe z.b. auf 370 ppm, dann sorgt die bekannte Physik des Treibhauseffektes für eine Temperaturerhöhung. Diese Temperaturerhöhung legt dann einen neuen stationären Wert für die atmosphärische CO2 Konzentration fest der größer als 280 ppm ist.
    Da der Ozean nicht mit CO2 gesättigt ist, wirkt er entweder als Senke oder als Quelle. Als Senke falls der aktuelle Wert der atmosphärischen CO2 Konzentration von 370 ppm oberhalb der neuen stationären Konzentration liegt . Als Quelle falls der aktuelle Wert der atmosphärischen CO2 Konzentration von 370 ppm unterhalb der neuen stationären Konzentration liegt.
    Wenn ich Herrn Latif richtig verstehe, gehen die Klimaforscher davon aus, dass bei unseren aktuellen Verhältnissen der Ozean als Senke wirkt. Eine Überschlagsrechnung, dazu habe ich noch nicht gesehen, wäre aber daran interessiert wie sie gemacht wird.
    Damit haben auch Sie Recht Herr Udo P.
    Wir haben es also mit zwei Modellprozessen zu tun, die im Rahmen eines Modells der realen Welt diskutiert werden. Die reale Welt ist aber ein vernetztes nichtlineares System. In einem vernetzten nichtlinearen System können einfache Ursache – Wirkungsbeziehungen nicht aus der beobachteten Korrelation von 2 Messgrößen(z.B. Temperatur, CO2 Konzentration) abgeleitet werden. Damit lässt sich aus dieser Beobachtung alleine nicht ableiten, welcher der beiden Prozesse dominiert bzw. mit welcher Stärke und Zeitkonstante beide Prozesse in der Realität ablaufen.
    Die Klimaforschung, wenn ich das richtig verstehe, hat gezeigt, dass ihre Modellsimulationen das können. Aus diesen Simulationen ergibt sich: Die Oberflächentemperatur steigt vor allem aufgrund der erhöhten CO2 Konzentration in der Atmosphäre und die Ozeane wirken als CO2 Senke.

  14. @ Krishna Gans

    „Das Meer ist ja nun nicht gleichmäßig warm oder gleichmäßig kalt.“

    Diese Erkenntnis wäre ja schon eine Basis um Weiterzudenken …

    „Dort wo das Meer warm / wärmer ist / wird, gast CO2 aus, in den kalten Regionen kann es natürlich CO2 aufnehmen.“

    … jetzt kommen wir der Sache schon näher …

    … oder nicht?

    „Und CO2 steigt nunmal als Folge von Erwärmung an, auch ohne Menschen und Industrie. Der menschliche Anteil ist und bleibt nun mal sehr gering gemessen an der Gesamtmenge.“

    Tja lieber Krishna Gans, woher kommt dann das CO2, wird es von Aliens auf die Erde gebeamt?

    mfg

  15. CO2

    @Günter Hess
    Das Problem beim CO2 ist ja eigentlich folgendes und wird eigentlich eher ungern erwähnt:
    Wir reden über einen globalen CO2 Durchschnitt von X ppm, gemessen auf einem Vulkan Mauna Loa. Dieser Messwert wird wie eine heilige Kuh einerseits, wie die Ausgeburt der Hölle andererseits auf den Schild gehoben.
    Dann kommt das Argument der CO2 Senke, das Meer nimmt CO2 auf, sodaß der Anstieg insgesamt geringer ist als er eigentlich sein müßte, weil wir bösen Buben einen 3%igen Anteil am Anstieg haben.

    Eine Senke unseres CO2s für diese 3% – wo kommen die anderen 97% her ?
    Da ist offensichtlich keine Senke für vorhanden ?

    Diese x ppm, gemessen am Mauna Loa, quasi als Hintergrundbestand / Dauerbelastung kommt in der Regel mit dem Meer, das für dieses gemessene CO2 eine Senke darstellen soll ünerhaupt nicht in Berührung ( so hoch war denn der Meeresspiegelkanstieg wohl nun doch nicht ).
    Mit dem ganzen CO2 Hokuspokus stimmt so einiges nicht.
    Es stellt sich ein Herr Rahmstorf hin und behauptet:
    #Nicht in der wissenschaftlichen Fachliteratur – ich nehme an Sie meinen die Thesen von Herrn Beck, die außerhalb der Wissenschaft stehen.#
    http://www.wissenslogs.de/…n/page/3#comment-5706
    Beck ist zwar „nur“ Biologielehrer, Diplombiologe und Biochemiker und hat nicht von ihm gemessene CO2 Werte ausgewertet, die so manchem evtl. nicht passen.
    Fest steht, daß für die bodennahen Aktivitäten des CO2 ( Senke etc ) die Mauna Loa Messwerte null Aussagekraft haben, die Auswertungen des Herrn Beck aber schon.
    Es gibt ja bereits über die Verweildauer von CO2 diverse unterschiedliche Annahmen, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Bilanz.
    Bitte versuche keiner klar zu machen, CO und seine Wirkung sein verstanden – das geben die Veröffentlichungen nicht her, sonst käme man bei Verdoppelung nicht auf mehrere Grad Unterschied in der zu erwartenden Erwärmung.

  16. @ Krishna Gans CO2 Messungen

    Hallo Herr Gans,
    meines Wissens nimmt man die Werte am Mauna Loa ja gerade, weil sie soweit oben und soweit weg vom Land und der hohen Bevölkerungsdichte gemessen sind und deshalb repräsentativ für die durchmischte Atmosphäre sind. Herr Neu hat ja in einem Beitrag zu „Zwei Planeten“ angedeutet, dass es mittlerweise ähnliche Messungen an anderen Orten gibt, die man zum Vergleich heranziehen kann. Es wäre schön ein Zitat zu bekommen.
    Die Messungen die Herr Beck zeigt sind vermutlich nicht 1:1 vergleichbar.
    In der Industrie würden wir in so einem Fall, d.h. zwei unabhängig Datensätze stimmen nicht überein, die Messystemanalyse für beide Messungen ansehen (Englisch Gage R&R). Das heißt man schaut sich Experimente und Messungen an die zur Kalibrierung, Wiederholbarkeit, Linearität und Reproduzierbarkeit des Messmittels und der Messmethode gemacht wurden.
    Ich gehe davon aus, dass das im Rahmen des IPCC-Prozesses sehr sorgfältig durchgeführt wurde. Bei den Datensätzen die von Herrn Beck im Internet veröffentlicht wurden wäre ich mir nicht so sicher.
    Da ich aus der Praxis an vergleichbar einfachen Systemen aus der Prozesstechnik weis, wie schwierig das sein kann, würden mich Veröffentlichungen zum Thema Messmittelfähigkeit und Messmethode zur CO2 – Messung in der Atmosphäre, speziell am Mauna Loa, sehr interessieren. Vielleicht können Herr Neu oder Herr Rahmstorf dazu Zitate oder Links veröffentlichen bzw., da würde ich mir auch einmal einen Beitrag in der Klimalounge wünschen bzw. anregen, wenn das nicht zu vermessen ist.

  17. @ Prof. Rahmstorf Herr Neu

    Hallo Herr Herr Rahmstorf, Herr Neu,
    ich hätte einen Bitte, Wunsch. Siehe auch meine Antwort auf Herrn Gans.
    Mich würden Veröffentlichungen zum Thema Messmittelfähigkeit und Messmethode zur CO2 – Messung bzw. auch zur Temperaturmessung in der Atmosphäre sehr interessieren. Vielleicht können Sie dazu Zitate veröffentlichen oder auch einmal einen Beitrag in der Klimalounge initiieren.

  18. CO2 in Bodennähe

    Sehr geehrter Prof. Rahmstorf,

    es wird ja viel über steigende CO2-Konzentrationen geschrieben. Gemessen wird das aber offenbar nur in Gegenden mit extrem reiner Luft.

    Ich beschäftige mich hier auf den Philippinen ziemlich intensiv mit landwirtschaftlichen Experimenten, Thema Terra Preta. Also Kunstdünger-Ersatz bei gleichzeitiger CO2-„Endlagerung“ im Boden. Nach vielen Fehlversuchen gibt es jetzt erste Erfolge, die selbst befreundete Wissenschaftler verblüffen.

    In den nächsten Wochen plane ich einige Versuche, bei denen in Bodennähe der CO2-Gehalt der Luft erhöht werden soll, um das Pflanzenwachstum zu beschleunigen. Wenn das klappen sollte könnte das weitreichende Folgen haben, denn das ist absolute Low-Tech und kann von jedem Kleinbauern mit Bordmitteln immitiert werden.

    In diesem Zusammenhang würde mich brennend interessieren, wie hoch eigentlich normalerweise die CO2-Konzentration in industriefernen Agrar-Gegenden im Bereich von 10-80 cm über dem Boden liegt? Wo kann man im Internet entsprechende Meßwerte finden? Haben sich diese Werte auch in den letzten 150 Jahren erhöht? Ich habe lange recherchiert und bin nicht fündig geworden.

    Ich mache das alles auf rein privater Basis und finanziere die Projekte praktisch nur mit meiner Firmen-Portokasse. Deshalb habe ich keine Mittel, um mir teure Meßgeräte anzuschaffen. Das ist im Prinzip auch nicht nötig, denn von anderen wissenschaftlichen Arbeiten weiß ich, welche Maßnahme den CO2-Gehalt um wieviel Prozent erhöhen. Trotzdem wäre es gut zu wissen, um welche absoluten Werte es da gehen könnte. Z.B. ist bekannt, dass in Gewächshäusern der optimale CO2-Gehalt bei 1.100 bis 1.400 ppm liegt, je nach angebauter Pflanzenart.

    Vielen Dank im voraus und beste Grüße aus dem Tropenparadies, Jochen Binikowski

  19. Zunahme der Photsynthese?

    Mich macht eine Aussage aus dem Zitat von Dr. Siegfried Dittrich(…“eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre „selbst nach Verbrauch aller fossilen Brennstoffe wegen partieller Aufnahme durch die Ozeane und zunehmender Photosynthese bei weitem nicht erreichbar sein dürfte“) stutzig. Nimmt die Photosynthese wirklich zu? Ist es nicht eher so, dass durch die Abholzung der Wälder weltweit und durch die Desertifikation von Ackerland(laut UNO „verwüsten“ jedes Jahr ca. 50 Millionen Hektar)die Photosyntheserate eher abnimmt? Oder wird das wieder wettgemacht durch Algenwachstum im Meer?

    Viele Grüsse!

  20. Photsynthese

    Hallo Robert,

    ich denke, das ist ziemlich unmöglich zu berechnen, weil es auch Gegenden gibt, wo die Biomasse zunimmt. Es kommt also auf den Saldo an.

    Wenn ein Urwald unangetastet bleibt, ist er in etwa CO2-neutral, weil absterbende Biomasse das zuvor gebundene CO2 wieder abgibt.

    Ein Wald ist nur dann eine (vorübergehende) CO2-Senke, wenn regelmäßig Holz entnommen und dann nachgepflanzt wird und das entnommene Holz nicht verbrannt oder kompostiert wird. Also langfristig erhalten bleibt, z.B. in form von Möbeln, Bauholz etc.

    Noch effektiver in Bezug auf CO2-Senke ist es, aus dem entnommenen Holz Holzkohle herzustellen. Entweder man pulverisiert die Holzkohle und pflügt sie in die Ackerböden, dann ist der Kohlenstoff für Jahrtausende im Boden gebunden und man spart auf diesen Böden Kunstdünger, Herbizide und Bewässerungskosten.

    Die zweitbeste Lösung ist, die Holzkohle als Ersatz für Steinkohle zu verwenden, da der Brennwert ähnlich ist. Dies wird u.a. in Brasilien im großen stil praktiziert, z.B. beschickt dort Fa. Mannesmann Röhrenwerke die Hochöfen mit Holzkohle. Damit wird weniger fossile Kohle verbraucht.

    Selbstverständlich funktioniert das auch mit landwirtschaftlichen Abfallstoffen, die sonst einfach ungenutzt verrotten oder abgefackelt werden. Es wird weltweit an neuen Methoden geforscht, diese Biomasse in einem Rutsch zu Strom, Holzkohle, Holzasche (Dünger) und Abwärmenutzung zu verarbeiten, also den Wirkungsgrad der Pyrolyse extrem zu erhöhen.

    Auf meiner Homepage gibt es dazu nähere Informationen:

    http://www.buddel.de/kft/terra_preta.htm

  21. @Krishna Gans Becks Paper

    Hallo Herr Gans,
    habe Ihren Rat befolgt und die Arbeit von Herrn Beck durchgelesen. Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass man die Daten nicht 1:1 vergleichen kann. Die Beck’sche Datenbibliographie zeigt vermutlich einen Überblick über viele lokale CO2-Konzentrationen. Die Mauna-Loa und die Proxy-Daten wollen aber die Hintergrundkonzentration (Baseline) fernab von menschlichen Aktivitäten bestimmen. Dazu sind die durch Beck ausgewerteten Daten wohl eher nicht geeignet. Den Vorwurf den Beck an Keeling macht, Daten unterdrückt zu haben, konnte ich nicht verifizieren, da mir die Literaturstelle nicht zugänglich ist. Ich habe aber in einer Replik von Ralph Keeling auf Beck gefunden, dass C.D. Keeling einige Daten verworfen hat, weil sie nicht geeignet schienen die CO2 Hintergrundkonzentration (Baseline) zu bestimmen.
    Nichtsdestotrotz bin ich auch der Meinung, dass der Artikel von Beck ein sehr interessanter Diskussionsbeitrag ist, wenn man historische CO2-Daten betrachtet. Immerhin weist er mit Recht darauf hin, dass es keinen Grund gibt, die volumetrische, gravimetrische, manometrische oder titrimetrische Bestimmung von CO2 aufgrund von Messunsicherheiten auszuschließen. Denn dass diese Messungen sehr präzise sind, hat Otto Hahn beim Nachweis der Kernspaltung gezeigt. Ausserdem sind die Messungen sicherlich ähnlich genau wie Proxyabschätzungen.
    Ich gehe aber davon aus, dass Keeling in der Tat nur Daten verworfen hat, die nicht geeignet schienen die Hintergrundkonzentration abzuschätzen.

  22. Urwälder / CO2

    @Jochen

    Über Urwäldern werden teilw. über 400 ppm CO2 gemessen.Irgendwann driften die in die Höhe…..

    @Günter Hess
    Es gab vor Keeling keine anderen Messungen, die eine s.g. Hintergrund“belastung“ gemessen haben.
    Unabhängig davon waren viele Messungen in „neutralen“ Gebieten, fern von Industrie, sofern damals davon gesprochen werden konnte.
    Man beachte mal die Messorte.

  23. CO2 Google scholar

    @Herr Rahmstorf
    Sie gaben in dem Hurrikan Blogg den Tip es mal mit google.scholar zu versuchen, um an Fachbeiträge / -veröffentlichungen heranzukommen.
    Da dort die Antwortmöglichkeit wohl gestoppt wurde, meine Antwort folglich hier, auch on topiv:
    Was mich dazu gebracht hat, spaßeshalber nach „e.g. beck“ „co2“ „climate“ zu suchen:
    http://scholar.google.de/…amp;btnG=Suche&lr=
    Na, und was finde ich an exponierter erster Stelle ?
    „180 years of atmospheric CO2 gas analysis by chemical methods“
    Also, vielen Dank für die Erinnerung an google.scholar.

  24. Becks Daten

    Das Problem mit Becks Daten ist wie bereits erwähnt, dass es sich nicht um Hintergrundbelastung handelt.

    Während beispielsweise beim SO2 oder NO2, die relativ rasch abgebaut oder umgewandelt werden, die Konzentration in ländlicher Umgebung als „Hintergrundkonzentration“ gilt (d.h. die Konzentration, die ausserhalb von Ballungsräumen gemessen wird), geht es beim CO2 um den Treibhauseffekt und damit um einen anderen „Hintergrund“. Die CO2-Konzentration nimmt viel weniger schnell ab, so dass es nicht genügt, in einem ländlichen Gebiet zu messen.
    Für den Treibhauseffekt ist die Konzentration in der freien Troposphäre entscheidend. Deshalb können nur Daten in weit abgelegenen Gegenden verwendet werden (Alaska, Hawaii, Antarktis u.a.), wo die bodennahen Konzentrationen ungefähr mit denjenigen in der freien Troposphäre übereinstimmen.

    Heutige Messungen zeigen in Ballungsräumen weit über 400ppm und grosse lokale Schwankungen. Die Messungen auf dem Mauna Loa, in der Antarktis oder in Alaska zeigen nur wenig Schwankungen (einige ppm) innerhalb eines Jahres.

    Die Beck’schen Kurven zeigen hingegen zum Teil 50-80ppm Schwankungen innerhalb eines Jahres (unterschiedliche Messorte). Dies entspricht eindeutig den lokalen Schwankungen in quellnahen Gebieten und nicht den Messungen, die für den Treibhauseffekt entscheidend sind. Deshalb lassen sich diese Daten nicht mit den Mauna Loa und den Eisbohrkern-Daten vergleichen. Die Beck-Daten kann man nur mit heutigen Boden-Messungen in Zentraleuropa vergleichen. Das tut Beck leider nicht.

  25. @ Krishna Gans CO2

    Hallo Herr Gans,
    wenn es keine Messungen zur Hintergrundkonzentration gibt, ist es da nicht in der Tat besser die Proxydaten dafür zu nehmen?

  26. @Urs Neu Becks daten

    Hallo Herr Neu,
    Becks Daten zeigen unter anderen 1939 – 1941 (Kreutz W.) eine mittlereCO2 Konzentration von 438.5 ppm gemessen mit mehr als 25.000 Messungen in Gießen unter sehr genau beschriebenen Bedingungen.
    Es wär doch eigentlich interessant unter genau diesen Bedingungen heute zu messen und die Daten zu vergleichen.
    Wir haben in Gießen sicherlich die Katasteramtsdaten damals und heute in Bezug auf Bebauung und Bevölkerungsdichte. Wir kennen vermutlich genau die Bepflanzung damals und heute, können die pro Kopf CO2 Emission damals und heute abschätzen, sowie die industrielle CO2 Emission rekonstruieren und die heute bestimmen.
    Für eine experimentelle Studienarbeit in Klimatologie doch ein schönes Thema, oder nicht? Vielleicht kann man dann ja die Hintergrundkonzentration damals schätzen.
    Damit könnte man ja dann auch Beck direkt experimentell widerlegen. Eigentlich würde ich denken, dass das schon gemacht wurde.
    Sie sprechen von weit über 400 ppm in Ballungsräumen, könnten sie da ein Zitat angeben?

  27. @Günter Hess

    Die Berechnung von lokalen CO2-Konzentrationen aus Emissionen und Wetterbedingungen ist nicht ganz einfach und bräuchte gute Ausbreitungsmodelle.

    Einige Beispiele zu Messungen in urbanen Räumen:
    http://www.uni-duisburg-essen.de/…ninger2004.pdf
    http://cat.inist.fr/…fficheN&cpsidt=19681863
    http://www.journalarchive.jst.go.jp/…artpage=357

    Die Kreutz-Daten stammen aus dem Ballungsraum Giessen.
    Die Güte der Messung ist nicht einfach aus der theoretischen Genauigkeit der Methode abzulesen. Wichtig ist jedoch die regelmässige Kalibration gegenüber einer Referenzmessung. Darüber berichtet Kreutz nichts. Auch wenn die „Genauigkeit“ einer Methode sehr gross ist, d.h. verschiedene Messungen der gleichen Luftprobe sehr nahe beieinander liegen, können erhebliche Unterschiede zwischen Anwendungen der gleichen Methode durch unterschiedliche Labors entstehen, eben durch Unterschiede in der Kalibration. So haben beispielsweise Vergleichsmessungen in den verschiedenen Schweizer Kantonen gezeigt, dass noch in den 1990er Jahren Ozonmessungen auch bei gleicher Messart systematische Abweichungen von über 30% aufwiesen, trotz „Genauigkeit“ der Messmethode von wenigen Prozent.
    Bei der Diskussion der „Genauigkeit“ bezieht sich Beck eben nur auf Schwankungen des Messgerätes (nach Beck 3%). Diese sind jedoch nicht entscheidend, sondern die Kalibration. So sind beispielsweise Abweichungen der von Kreutz verwendeten Methode zur titrimetrischen Messung von rund 4% beobachtet worden.
    Grundsätzlich können solche Konzentrationsmessungen beim Fehlen eines (weltweiten) Referenzstandards nicht ohne weiteres verglichen werden. Da Kreutz kein Wort über irgendwelche Kalibration verliert, kann somit der Mittelwert nicht einfach mit anderen Messungen verglichen werden. Auch ist bei fehlender regelmässiger Kalibration nicht klar, ob durch die Alterung der Messeinrichtung systematische Abweichungen entstehen. So zeichnet sich beispielsweise über die gesamte Messdauer ein starker Trend ab. In der ersten Hälfte der Messperiode ist der Mittelwert knapp 390 ppm, in der zweiten Hälfte hingegen 430 ppm. Eine Erklärung dafür fehlt. Solch starke Jahr zu Jahr – Schwankungen sind eher unwahrscheinlich. Auch zeigen die Daten saisonale Maxima im Januar und August, während man heute in der Nordhemisphäre vegatationsbedingt immer ein Maximum im Mai/Juni und ein Minimum im Winter beobachtet. Auch dafür gibt es keine Erklärung.

    Also viele, viele offene Fragen…
    Die Messung von Luftschadstoffen ist sehr heikel, die Vergleichbarkeit von Messungen noch mehr. Auch heute noch.

  28. CO2

    @Urs Neu
    CO2 gehört nicht zu den gemessenen s.g. Luftschadstoffen, im Gegensatz zu CO, NOx, SO2, O3 -wie sie in den Luftmeßnetzen der BRD erfaßt und ausgewertet werden.
    Das mag in der Schweiz anders sein.

  29. @Urs Neu CO2 Messungen

    Hallo Herr Neu,
    Danke für die Links und die Information.
    Ihre Bedenken bezüglich der Kalibrierung von CO2 Messdaten teile ich, allerdings bleiben für mich als Laien ähnliche Fragen in den Messungen aus Nagoya und in Essen und in den Beck’schen Messungen offen. (aus ihren Links, Zitaten)
    Wenn ich mich richtig erinnere zeigen Messungen von Spurengasen ja eigentlich bei systematischen Fehlern immer eher zu geringe Werte an. Ist dann nicht Beck’s Kritik berechtigt, dass subjektiv einige Messdaten verworfen wurden (Kreutz) und einige Messdaten benutzt wurden (Reiset), um die Eisbohrkernmessungen zu verifizieren?
    Diese Korrelation von Messungen an Eisbohrkernen mit der Hintergrundkonzentration stelle ich mir als Laie dann auch als heikel vor. Oder ist es da einfacher?
    Das Paper von Aikawa et al zeigt z.b. ebenfalls die höheren CO2 Werte im Winter. Man könnte ja z.B. auch vermuten, dass in Ballungsgebieten wie Nagoya, Essen oder Gießen die Heizungen im Winter dominieren. Eigentlich sind doch die in diesen Ballungsgebieten gemessenen Werte erstaunlich niedrig .
    Wir haben nämlich zunächst 438 ppm in Gießen 1940, 381 ppm in Nagoya 1991, 404 ppm in Essen 2003. Für die gleichen Jahre ergeben sich aus der Mann et al. Kurve für die Hintergrundkonzentration 305 ppm in 1940, 353 ppm in 1991 und 372 ppm in 2003.
    Um das zu erklären müssen wir für die Messungen von W. Kreutz einen systematischen Messfehler von der Größenordnung ca. 100 ppm annehmen.
    Ich würde Ihnen da auch zustimmen. Viele offene Fragen…

  30. @ Günter Hess

    Ich verstehe Ihre Argumentation nicht ganz.
    Weshalb sollten systematische Fehler nur zu tiefe Werte anzeigen? Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht, mindestens bei all den Spurengasmessungen und -resultaten, mit denen ich selber zu tun hatte.
    Halten Sie wirklich den Vergleich von Messungen in unterschiedlichen Einzeljahren an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Messmethoden für sinnvoll? Die Messungen von Kreutz zeigen ja Schwankungen von Jahr zu Jahr um mehr als 40 ppb. Wie wollen Sie durch den Vergleich mit einzelnen Messjahren irgend eine sinnvolle Aussage machen können? Mit den heutigen Messungen kann man nur zeigen, dass die Werte in Quellnähe deutlich von der Hintergrundkonzentration abweichen. Ein vernünftiger Vergleich ist jedoch kaum möglich.

    Unabhängig davon, ob jetzt in Giessen das Maximum im Winter (durch Heizung) oder im Sommer (durch Vegetation) auftritt, ist die beobachtete Kurve mit einem Maximum einmal im Sommer und dann im Winter sehr schwer zu erklären (entweder ist es das eine oder das andere).

    Wir haben leider überhaupt keine Informationen über die Kalibration der Beck-Messungen, über mögliche Kontaminationen von Ansaugrohren, Druckänderungen usw., usw. Heute stehen für die Eichung Referenzgase zur Verfügung, das war zur Zeit von Kreutz noch kaum der Fall. Der Vergleich von solchen Messungen mit heutigen Werten ist deshalb äusserst problematisch.

    Zur Zeit der Messungen von Reiset in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts sind die CO2-Emissionen und damit der Quelleinfluss noch deutlich kleiner. Auch diese Daten sind jedoch deswegen noch lange nicht problemlos.

    Von den Auswertung von Eisbohrkerndaten kennen wir alle Umstände, wir können Kontaminationen etc. kontrollieren. Es gibt jedoch auch hier z.T. Probleme mit chemischen Umwandlungen in den Luftbläschen. So sind beispielsweise die Konzentrationen aus dem Grönlandeis deutlich unsicherer, weil sie mehr Staub enthalten, der chemische Reaktionen auslösen kann. Daten von verschiedenen Eisbohrkernen stimmen in der Antarktis viel besser überein als in Grönland.

    All diese Dinge müssen berücksichtigt werden. Dies bedeutet viel Arbeit und gute Recherechen. Mit dem Vergleich von Einzelmessungen ist es nicht getan. Auch 25’000 Messungen über ein Jahr an einem Ort sind nur ein Punkt im Raum-Zeitfeld global/letzte 200 Jahre).

  31. CO2 Messungen

    @Urs Neu

    #Dies bedeutet viel Arbeit und gute Recherechen. Mit dem Vergleich von Einzelmessungen ist es nicht getan. Auch 25’000 Messungen über ein Jahr an einem Ort sind nur ein Punkt im Raum-Zeitfeld global/letzte 200 Jahre).#

    Ja, es gibt viel zu tun, packt es endlich an.
    Ich habe bisher von der AGW-Vertreter Seite bisher wenig bis nichts sachliches über die von Beck veröffentlichten und untersuchten, nicht gemessenen ( Herr Neu, auch Sie schreiben :“Wir haben leider überhaupt keine Informationen über die Kalibration der Beck-Messungen“ ) Daten gelesen – außer Fälschung, Blödsinn und ähnlich diffamierende, an der Sache komplett vorbeigehende Frechheiten, in Kombination mit dem Hinweis, daß er „Biologielehrer“ ist – eine Schande, nicht wahr. Ein Glück, daß er nicht Rentner ist, dann hätte man noch einen Angriffspunkt gehabt.
    Der Diplombiologe und Biochemiker wird wissentlich (?) unterschlagen.
    Ihrseits kommt wenigstens mal rüber, daß Sie zumindest wissen, was geschrieben wurde, schon mal ein beachtlicher Fortschritt. Beinahe hätt ich geschrieben Sie kommen ja auch aus der schönen Schweiz……

  32. Treibhauseffekt widerlegt

    Hätte der Experte sich nicht mit der Physik der Ozeane befasst, sondern mit der Spektralanalyse, dann wüsste er, logisches Denken vorausgesetzt, dass keine Gashülle einen nahezu „schwarzen Körper“ wie die Erde an ihrer Abkühlung hindern kann.
    Jeder von uns ist froh, wenn nach klarter nacht und empfindldicher Abkühlung wieder die Sonne scheint und die bei Nacht abgekühlte Erdoberfläche mitsamt der Luft wieder zu erwärmen.

  33. @Urs Neu Kalibrierung Damals und Heute

    Hallo Herr Neu,
    So weit sind wir gar nicht von einander weg. Ich will eigentlich vor allem etwas lernen. Im Übrigen schätze ich Sie als Diskussionspartner sehr. Danke schön dafür.
    Sie fragen, warum sollten systematische Fehler nur zu tiefe Werte anzeigen. Da haben wir anscheinend andere Erfahrungen. Da lerne ich gerne dazu.
    Zu dem Vergleich von Einzelmessungen: Sie hatten diesen Vergleich doch oben vorgeschlagen: „ … Heutige Messungen zeigen in Ballungsräumen weit über 400ppm und grosse lokale Schwankungen… Die Beck-Daten kann man nur mit heutigen Boden-Messungen in Zentraleuropa vergleichen. Das tut Beck leider nicht.“
    Da habe ich einfach mal zwei ihrer Literaturstellen (die dritte war mir nicht zugänglich) mit den Daten von W. Kreutz verglichen. Dass diese Einzelmessungen nicht für belastbare Aussagen zur Hintergrundkonzentration hergenommen werden können da stimme ich vollkommen zu. Das gilt aber auch für Messungen im 19. Jahrhundert, denn auch da hat Beck Daten gezeigt, die höhere Messwerte zeigen, als die von Reiset.
    Ich finde eben nur, dass Beck mit diesem Punkt der Kritik an Callendar und Keeling Recht hat. Man darf diese Daten nicht selektiv verwenden, um zum Beispiel Eisbohrkernmessungen zu validieren.
    Ich denke auch, dass man für belastbare Aussagen ein globales Netz an kalibrierten und vergleichbaren Messdaten braucht. Aber daran arbeiten die Klimaforscher ja.
    Zum Thema Kalibrierung sollte man allerdings noch berücksichtigen, dass bei den historischen volumetrischen Methoden, die Messgröße oder das Messsignal ist ein Volumen.
    Chemiker auf der ganzen Welt können mit diesen Methoden deshalb unter Verwendung von geeichten Pipetten, Büretten und Waagen reproduzierbare und vergleichbare Messungen durchführen. Das gelingt mit standardisierten Verfahren und Arbeitsvorschriften, die jeder benutzt. Die Messgeräte waren mit hoher Wahrscheinlichkeit sorgfältig ausgelitert und geeicht. Die Änderung dieser Eichung des Volumens mit der Zeit bei Glas ist vernachlässigbar. Darüber hinaus verwendet man spezifische Absorptionsmittel mit sorgfältig eingewogenen Konzentrationen. Die Titrationsmittel werden frisch hergestellt. Die dabei benutzen Glasgefässe sind besonders einfach durch spülen und ausheizen zu reinigen. Da hat man bei modernen Materialien wie Edelstahl oder Teflon mehr Probleme.
    Interessanterweise schreibt Beck explizit, dass die historischen Daten darüber hinaus zwischen den einzelnen Gruppen verglichen und mit Standardgasen kalibriert wurden.
    Nimmt man nun die non-dispersive Infrarotabsorption (NDIR), mit der heute oft CO2 im Feld und am Mauna Loa gemessen wird, dann stellt man fest dass man einen sehr unspezifischen Infrarotdetektor hat, der regelmäßig aufwendig kalibriert werden muss.
    Das spezifische Gas misst man selektiv mit geeigneten Filtern. Aufgrund der Bandbreite des Filters können Überkreuzsensitivitäten die Messung beeinflussen. Allerdings hat man das heute im Griff, so wie man das früher bei den chemischen Methoden auch im Griff hatte.
    Man braucht für die Kalibrierung eines NDIR- Gerätes eigentlich mindestens drei Referenzgase die mit den CO2-Konzentrationen zumindestens den Messbereich überstreichen. Darüberhinaus ein sauberes Null-Gas ohne CO2, um einen möglichen Bias auszugleichen bzw. die Referenzzelle sowie die Bandfilter zu überprüfen.
    Bei den von Ihnen angeführten Zitaten beschreiben Aikawa et al. eine Kalibrierprozedur die mit einer CO2-Konzentration als Standard auskommt. Das heißt sie kalibrieren einmal pro Woche ihr Gerät mit einem Standardgas von 368 ppm CO2.
    Henninger et al. beschreiben ihre Kalibrierprozedur nicht.
    Vielleicht könnten sie Herr Neu, dazu was sagen? Was ist denn eigentlich der international anerkannte Kalibrierstandard für Feldmessungen mit NDIR. Ist es die Methode die am Mauna Loa verwendet wird?
    Darüber hinaus würde mich interessieren, wie Eisbohrkernmessungen kalibriert werden. Ich habe zwar eine Literaturstelle zu unterschiedlichen Techniken gefunden, aber nichts zu Genauigkeiten und Kalibriervorschriften.

  34. @Krishna Gans Zustimmung

    Hallo Herr Gans,
    ich finde auch, dass Herr Beck, viele der „ad hominem“-Angriffe nicht verdient hat.
    Ob er sie provoziert hat, weis ich nicht.
    Meine Beobachtung ist es, dass oft vergessen wird was die wissenschaftliche Diskussion ausmacht.
    Zunächst einmal besteht ein wissenschaftlicher Artikel neben Einleitung und Referenzen, aus Beobachtungen, Hypothesen, Messergebnissen, daraus abgeleiteten Resultaten, kritischer Diskussion, Schlußfolgerungen und Vorschlägen für weitere Experimente. Vielleicht habe ich auch noch einiges vergessen.
    Der Wert eines Artikels kann sich alleine aufgrund eines dieser Elemente zeigen.
    Der Artikel von Beck: „180 Years of Atmospheric CO2 Gas Analysis by Chemical Methods“ ist zunächst eine interessante Beobachtung der historischen Messdaten, unabhängig, ob man seine Schlussfolgerungen teilt oder nicht.
    Schlußfolgerungen sind ja im übrigen eigentlich dazu da, um in die wissenschaftliche Diskussion einzusteigen. Man hat aber oft den Eindruck, man weist sich in den Blogs als Experte aus, wenn man die Consensus-Schlußfolgerungen reproduziert.

  35. @Wolfgang Thüne Spektralanalyse

    Hallo Herr Thüne,
    können Sie das etwas genauer erklären?
    Im Übrigen finde ich ihren Angriff auf Herrn Rahmstorf ausdrücklich nicht gut und schlechten Stil.

  36. @Günter Hess

    Hallo Herr Hess,
    die hier gemachten Äußerungen von Herrn Neu über die von mir analysierten historischen CO2 Messungen treffen nicht zu. Weder zu den Daten noch zur Kalibrierung. Hätte er die Literatur dazu gelesen käme er zu einem anderen Urteil.
    Sie finden nahezu alle Original-Literatur und alle nachfolgenden Veröffentlichungen zu meinem Papier „180…“ auf meiner Webseite:
    http://www.biokurs.de/treibhaus/180CO2_supp.htm
    Ca. 30% der historischen Messungen wurden an Küsten, auf dem Meer und in der höheren Troposphäre gemacht.( siehe hier: http://www.biokurs.de/…/bayreuth/bayreuth2e.htm.
    Bitte klicken Sie die einzelnen Orte an.
    Diese Messungen entsprechen dem heutigen Messnetz und den Backgroundmessungen.
    Gerade im Zeitraum des Anstiegs der CO2 Konzentration im 20. Jahrhunderts in den 20er und 30 er Jahren findet man auch Messungen nach der heutigen Backgrounddefinition, die erste im Flugzeug wurde 1935/36 über Helsinki gemacht (364 ppm).
    Wenn sie die vertikalen CO2 Profile vergleichen z.B. hier:http://www.biokurs.de/…bayreuth/bayreuth2ye1.htm
    dann sehen Sie klar, daß unterhalb ca. 2-5 km die beobachten großen Schwankungen zu sehen sind und oberhalb deutlich weniger. Der Mittelwert oberhalb 5km ist aber ca. derselbe wenn sie die Messungen in Bodennähe mitteln. Deshalb sind die von mir bewertenen CO2 Messungen , bei denen ich u.a. Wert darauf gelegt habe lokale Quellen zu quantifizieren und zu korrigieren typisch.
    In den Jahren 1925 -1936 ist u.a. die CO2 Konzentration über dem Atlantischen Ozean innerhalb (80N/(80S) genau gemessen worden (Wattenberg/Buch). Dort gibt es keine Kohlekraftwerke und man fand je nach Saison und Meeresströmung Werte über 400 ppm. Die Originaldaten finden Sie alle im Link oben.

    mfg Ernst Beck

  37. @Urs Neu

    Sehr geehrter Herr Neu,

    Sie beurteilen in Ihrem Statement hier die CO2 Messungen in Giessen 1939-1941. Da ich diese in mehreren Arbeiten im Detail analysiert habe, darf ich einige Ihrer Aussagen korrigieren. Sie finden die Analysen z.B. in meinen Vortrag an der Uni Bayreuth vom 17.7.08 http://www.geo.uni-bayreuth.de/…08_ss&id2=13 und im Detail hier:
    http://www.biokurs.de/…/bayreuth/bayreuth2e.htm. Bitte klicken Sie rechts oben Giessen an.
    Sie schreiben:
    „Die Kreutz-Daten stammen aus dem Ballungsraum Giessen.“
    Die Daten stammen von einer Wetterstation in der Peripherie Giessens mit ca. 40 000 Einwohner damals, keiner Industrie, einem großen Rangierzentrum und Militäranlagen im Km-Umkreis.
    Sie schreiben:“Wichtig ist jedoch die regelmässige Kalibration gegenüber einer Referenzmessung. Darüber berichtet Kreutz nichts“.
    Die regelmäßige Kalibrierung damals wie heute war Standard, Kreutz schreibt über die Vorversuche und gibt Referenzen zur Qualität des handelsüblichen Meßgerätres an. Bitte lesen Sie die umfassende Arbeit des Entwicklers P. Schuftan zur Kalibrierung. Der Rest Ihrer Äußerungen sind meist Spekulationen. Ich empfehle die Lektüre meiner Analyse. Kreutz hat klar und quantitativ die Beinflussung der Luftmassen vom Standort analysiert. Ich habe eine Bodenanalyse des Sandbodens um den Standort und eine Analyse der Beeinträchtigung durch militärische Aktionen im Messzeitraum und durch Rangierbetrieb einer 500 m entfernten Bahnstrecke durchgeführt. Ergebnis siehe Abbildung im Link. Man kann nur das 1. Jahr bis ca. Juni verwenden. Der Jahresmittelwert einer perfekten saisonalen Variation aus Tagesmittelwerten (alle 1,5 Std.)unter Verwendung der Luftmassen ohne Einfluß aus Nord und Ost: 385 ppm, Amplitude 54 ppm. Dies entspricht völlig vergleichbaren kontinentalen Messungen gleichen Breitengrads. Z.B. die modernen Schauinslanddaten zeigen nur unter Eliminierung der Tageswerte und umfangreicher Statistik eine Mauna-Loa Kontur.
    An anderer Stelle schreiben Sie: „Das Problem mit Becks Daten ist wie bereits erwähnt, dass es sich nicht um Hintergrundbelastung handelt.“
    Mit Verlaub, seit wann ist CO2 eine Belastung? Sie meinen den Background. Dann empfehle ich Ihnen dringend die Lektüre der im Vortrag aufgeführten historischen Backgroundmessungen, die vergleichbar mit den Messstandorten heute sind samt Primärliteratur.( siehe Link oben).

    Sie schreiben weiterhin:
    „Die Beck’schen Kurven zeigen hingegen zum Teil 50-80ppm Schwankungen innerhalb eines Jahres“. Ich stimme zu. Dies entspricht den Schwankungen unterhalb 3-5 km in einem vertikalen CO2-Profil. ( z. B. Surgut (siehe http://www.biokurs.de/…bayreuth/bayreuth2ye1.htm).
    Nur entspricht der Mittelwert in Bodennähe ziemlich exakt dem des Background oberhalb 5 km.
    Ich empfehle Ihnen dringend die Fachliteratur z.B. von Kauko, Buch, Wattenberg zum Thema präzise Messungen des Luft-CO2-Gehaltes, Kalibrierung und Schwankung an Land und See 1920-1940.

    Ernst Beck

  38. CO2-Schwankungen

    http://www.biokurs.de/…2/bayreuth/bayreuth2e.htm

    Wenn ich mir diese Kurve ansehe, steltl sich spontan die Frage, wo denn diese immensen Schwankungen im CO2-Gehalt der Atnmosphäre ihre Ursachen haben können.

    Wen besser fragen, als den Urheber selbst. Da nach eine reinfachen Überschlagsrechnung ein ppm ca. 2 Milliarden Tonnen CO2 entspricht, sollte Herr Beck in der Lage sein, zu erklären, wohin so gewaltige Mengen zum Beispiel von ca. 1822 bis 1842 (Absturz von 450 auf 350 ppm, also rund 200 Milliarden Tonnen CO2) verschwunden sind, bzw. wie der Peak zwischen 1930 und ca. 1953 zustande kommt, wo annähernd große Mengen plötzlich in der Atmosphäre auftauchen um dann wieder ebenso plötzlich zu verschwinden.

    Ebenso ist es von Interesse, warum Herr Beck seine Kurve, die doch wohl jüngeren Datums ist, einfach um 1965 enden lässt, also die genauestens bekannte CO2-Konzentration der letzten 40 Jahre einfach unter den Tisch fallen lässt? Passt die jüngste Entwicklung etwa nicht in sein Konzept?

  39. Beck

    @Walter Kumran
    Der Artikel heißt „180 Jahre historische CO2 Messungen“ – Messungen vor Mauna Loa durch Keeling z.B.
    Die aktuellen Werte sind ja bekannt, die historischen eben nicht.
    So gesehen passen diese Messungen nicht in das Konzept:
    „historische Messungen“
    Stimmt, aber nicht mit Ihrer Implikation im Hinterkopf.
    ;.)

    #Wen besser fragen, als den Urheber selbst#
    Herr Beck hat nicht gemessen, sondern Messdaten ausgewertet. Die Ursprünge hätten die damaligen Messenden finden müssen.
    Nur haben die eben nur gemessen, und da es sich, wie auch heute, schon damls nicht um einen Schadstoff handelt, war es Ihnen wohl schlicht egal.
    Aber vermutlich wissen wir immer noch nicht, mit welchem Tempo Meere CO2 vereinnahmen oder wieder ausgasen können.

  40. @Walter Kumran

    Die Antworten auf Ihre Frage finden sie alle in meinen Vorträgen besonders dem in Bayreuth. Da ich die CO2-Messungen nach den chemischen Methoden untersucht habe, die bis ca. 1961 verwendet wurden, enden meine Analysen da. Die erhöhten CO2 Mengen zwischen 1920 und 1940 stammen nachweislich aus den Meeren (siehe Vortrag). Die historischen zyklischen und modernen bis heute ansteigenden CO2 Werte sind Teil eines ca. 65 jährigen Zyklus (Polyakov 2004).

    Präzise CO2-Messungen sind seit 1557 möglich seit der Einführung der Pettenkofer-Methode, zuvor deutet alles auf eine Abfallen nach der Tamborakatastrophe hin 1815(Jahr ohne Sommer 1816. Für alle weiteren Fragen siehe meine Publikationen.

  41. @Ernst Beck

    Hallo Herr Beck,
    danke für ihre Antwort, die Links und die Hinweise.
    Eine Frage: Gibt es denn Messungen in Gießen heute an der gleichen Station?

  42. @Kumran

    *Wen besser fragen, als den Urheber selbst. Da nach eine reinfachen Überschlagsrechnung ein ppm ca. 2 Milliarden Tonnen CO2 entspricht, sollte Herr Beck in der Lage sein, zu erklären, wohin so gewaltige Mengen zum Beispiel von ca. 1822 bis 1842 (Absturz von 450 auf 350 ppm, also rund 200 Milliarden Tonnen CO2) verschwunden sind, bzw. wie der Peak zwischen 1930 und ca. 1953 zustande kommt, wo annähernd große Mengen plötzlich in der Atmosphäre auftauchen um dann wieder ebenso plötzlich zu verschwinden.*

    Diese Fragen hat auch schon Herr Potratz gestellt. Haben Sie nicht Herrn Becks Links gelesen? Dort gibt es einige Antworten darauf.

  43. Meeresspiegel Anstieg

    Vor einigen Tagen habe ich eine Reportage über die Hochwasser-Problematik in Venedig gesehen. Die zunehmenden Überflutungen wurden ausschließlich der Landabsenkung durch zuviel Grundwasserentnahme zugerechnet. Kein Wort von steigenden Meeresspiegel. Das kam erst zum Schluß, da wurde gesagt, dass wenn der Meeresspiegel wirklich um 50 cm steigen sollte, dann, und nur dann, gibt es echte Probleme.

    Es gibt die Industrialisierung schon seit 150 Jahren und Venedig dürfte der Ort mit der besten und genauesten Wasserstand-Aufzeichnungen auf der Welt sein.

    Frage an die Experten: Warum macht sich der Anstieg in Venedig nicht bemerkbar? Die höchste bislang gemessene Flut war 1966…

  44. @Günter Hess

    Sehr geehrter Herr Hess,
    im Zuge meiner Recherchen habe ich die alte und neue Wetterstation in Gießen besucht. Bis vor einigen Jahren hat man in der alten tatsächlich noch Messungen gemacht. Danach wurde aufs freie Feld umgezogen, denn schon seit den 60er/70er Jahren war die Bebauung soweit fortgeschritten, daß die Station in Gießen lag. (Photo der alten von 1939 siehe meine Webseite). Die Messdaten der neuen Station sind beim DWD verfügbar allerdings wird seit Jahrzehnten kein CO2 mehr gemessen. Die Station ist eine typisch kontinentale mit starken Schwankungen in Bodennähe. Ich habe übrigens auch mit dem Sohn von W. Kreutz gesprochen, der damals 1939 der Direktor der Station war, promovierter Meteorologe war und genau wußte was er tat. Vorversuche zu den CO2 Messungen in Gießen wurden in Heidelberg gemacht. Kreutz hat die Meßgeräte der Station, die damals state of the art waren selbst ausgewählt und installiert bzw. kalibriert. Das CO2 Messgerät war von dem genialen Linde-Chemiker Paul-Schuftan konstruiert, idiotensicher und fähig in 5 Minuten manometrisch einen präzisen Meßwert zu anzuzeigen. Dazu wurden wie heute oft die zu untersuchende Luft in Flaschen angeschlossen. Keeling hat 15 Jahre später ebenfalls ein Manometer gebaut um CO2 zu messen hat allerdings zuvor das CO2 auskondensiert.Die Messung einer Probe dauerte ca. 1,5 Std. und hatte einen größeren Fehlerbereich bis ca. 1964 als bei Kreutz. Durch den Krieg, die hohen Werte und möglicherweise die Tatsache, daß Keeling kein Deutsch konnte blieb die Meßreihe Kreutzs unberücksichtigt.
    Kreutz hat die wichtigsten lokalen Einflüße klar gemessen und quantifiziert. (siehe Diagramm auf meiner Kreutzseite)Die Kontamination durch Militär und Rangierbetrieb ab Juni 40 wurde natürlich nicht erwähnt.
    Trotzdem sind die Daten so umfangreich, daß eine Vergleich mit aktuellen Landmessungen gleichen Breitengrads möglich ist und heute ein ähnliches Ergebnis bringt wie damals.
    Absolut vergleichbar mit den heutigen Backgroundmessungen sind die von H. Wattenberg 1925-27 auf dem Südatlantik und K. Buch 1917 – 1936 auf dem Nordatlantik praktisch ohne Kontamination durch anthropogene oder andere Quellen außer dem Ozean.Das Ergebnis finden Sie in meinem Bayreuth-Vortrag.Wie vielleicht bekannt fand damals eine extreme arktische Erwärmung statt, stärker als heute mit Temperaturänderungen um Spitzbergen innerhalb weniger Jahre (1918-1936)von >+12 °C. Diese Erwärmung führte zu Ausgasungen von CO2 aus den Warmwasserströmen von u.a. 25,5 ppm CO2 /1°C (gemessen).

    mfg Ernst Beck

  45. @Ernst Beck

    Hallo Herr Beck,
    wenn ich mir ihre historischen Daten anschaue, dann könnte man sie doch auch folgendermaßen interpretieren:
    Lokale Einflüsse, die einem stetig ansteigenden Untergrund (oder Background) überlagert sind.
    Damit wäre es doch kein Widerspruch zu den Keeling-Kurven oder nicht?

  46. Autoversicherung nach CO2-Ausstoß

    Nicht nur unsere Stromkonzerne verdienen Milliarden, indem sie geschenkte Emissionszertifikate uns Kunden in Rechnung stellen. Auch andere Branchen wollen etwas vom CO2-Kuchen abhaben, da ist denen nichts zu idiotisch:

    http://de.news.yahoo.com/…cherungen-f41e315.html

    KFZ-Versicherung nach CO2-Ausstoß. Wetten, dass mindestens 98% aller Autofahrer draufzahlen? Und mancher Klimaforscher einen lukrativen Beratervertrag bekommt?

  47. Emissionshandel

    Ganz so dringend kann das Problem mit der CO2-Reduzierung nicht sein. Jedenfalls war heute zu lesen, dass die Bundesregierung die ab 2010 anfallenden Einnahmen aus dem Emissionshandel nur zu einem kleinen Teil für Umweltprojekte einsetzen will, der große Rest geht in den Haushalt.

    Mal sehen welche CO2-Sonderabgabe (= Steuererhöhung) als nächstes kommt. Mein Favorit ist ein CO2-Aufschlag auf Zigaretten. Immerhin hat das damals mit dem Anti-Terror Aufschlag für Raucher prima geklappt. Seitdem ist die Anzahl der Selbstmordattentate in Deutschland ja drastisch zurückgegangen. Da wird das mit der CO2-Reduzierung bestimmt auch ein großer Erfolg.

  48. Prof. Malberg u. d. Berliner Wetterkarte

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,

    Sie schreiben u.a. „Dittrich erwähnt am Rande mehrfach noch eine weitere beliebte Skeptiker-These: dass die Sonnenaktivität die Erwärmung zum großen Teil erklären könne. Zum Beleg verweist er allerdings nur auf einen Aufsatz von Horst Malberg, einem inzwischen pensionierten Berliner Meteorologen. Malberg hat seine Thesen seltsamerweise als Anhang zur von ihm selbst herausgegebenen „Berliner Wetterkarte“ publiziert und damit das Begutachtungsverfahren umgangen, mit dem bei normalen Fachzeitschriften Artikel auf methodische Korrektheit geprüft werden. Die Arbeit wäre angesichts der methodischen Schwächen wohl auch nicht von einer regulären Fachzeitschrift angenommen worden“.

    Haben sie keine Kenntnis von den wirklichen Vorgängen??

    Prof. Malberg wurde von den Herausgebern der Berliner Wetterkarte in die Beilage „verbannt“ (da es über seine Ansichten „Irritationen“ gab) und hat sich nicht etwa vor einer wissenschaftlichen Begutachtung gedrückt!
    Nachzulesen in der Berliner Wetterkarte vom 6. Mai 2008: http://www.schmanck.de/Zensur.DOC

    Ich gehöre selbst nicht zu den Klimaskeptikern und bewundere Ihre wissenschaftliche Arbeit, insbesondere ihre Forschung über abrupte Klimawandel, aber ich denke hier ist Ihnen ein großer Fehler unterlaufen, wodurch ein vollkommen falscher Eindruck von Prof. Malberg entsteht.Ich denke es ist ein Gebot der Fairness, die Sache richtig zu stellen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Jens Christian Heuer

    [Antwort: Lieber Herr Heuer, das von Ihnen verlinkte aktuelle Schreiben, das mir noch nicht bekannt war (vielen Dank für den Hinweis) bestätigt meine Aussage, dass es sich nicht um eine Fachpublikation mit externer Begutachtung handelt, sondern die Publikationen dort allein in der Verantwortung der Autoren liegen. Im Web of Science ist diese Publikation auch nicht gelistet. Laut Web of Science hat Herr Malberg insgesamt 10 begutachtete Fachpublikationen vorzuweisen, von denen nur eine nach 1984 erschienen ist. Nur 2 dieser Publikationen sind mehr als 2 mal zitiert worden. Ich glaube daher nicht, dass ich einen „vollkommen falschen Eindruck“ vermittle. Stefan Rahmstorf]

  49. Malberg

    @Jens Christian Heuer
    Sehr schön, solche Worte von einem „nicht Skeptiker“ zu lesen.
    Ich muß gestehen, daß mir diese Passage entgangen ist.

    Neben dem üblichen Vorwurf Pensionär, alternativ auch Rentner, hat Herr Rahmstorf auch übersehen, daß Prof. Dr. Horst Malberg Direktor des Instituts für Meteorologie der Freien Universität Berlin war, nicht nur um „einem inzwischen pensionierten Berliner Meteorologen“.
    Einer Wertung solcher Einschätzungen überlasse ich den geneigten Lesern.

  50. Prof. Malberg u. d. Berliner Wetterkarte

    Lieber Herr Prof. Rahmstorf,
    Danke für Ihre Antwort! Noch ein paar Ergänzungen aus meiner Sicht:
    Die Berliner Wetterkarte wurde bekanntlich von Prof.Scherhag gegründet, der u.a. die Entstehung dynamischer Tiefdruckgebiete aufklärte (Höhenströmung, Divergenztheorie)und damit die Wettervorhersage revolutionierte (Neue Methoden der Wetteranalyse und Wetterprognose von Dr. Richard Scherhag, Berlin.
    Springer-Verlag Berlin/Göttingen/Heidelberg
    1948.
    Es war von Anfang an nicht als eine Zeitschrift für reine Fachpublikationen mit externer Begutachtung gedacht, sondern als eine freie und eigenständige Institutszeitschrift, die mit aktuellen Wetterberichten und -besprechungen vor allem dazu beitragen sollte, das Interesse für die Meteorologie und das Wettergeschehen auch in der Berliner Öffentlichkeit (insbesondere auch in den Schulen) zu wecken „und damit eine immer engere Zusammenarbeit zwischen Forschung, Unterricht und praktischem Wetterdienst herbeizuführen“ (Zitat Scherhag,http://wkserv.met.fu-berlin.de/INFO/info12.htm). Selbstverständlich wurde dort auch immer über die aktuellen Forschungen im Institut berichtet und auch Fachpublikationen veröffentlicht (z.B. über die plötzlichen Stratosphärenerwärmungen), aber immer unter der Eigenverantwortung des jeweiligen Autors, so die Idee Scherhags.Die Berliner Wetterkarte sollte ein Ort des freien Gedankenaustauschs sein und auch unkonventionellen Ansichten ein Forum bieten. Prof. Malberg steht nun genau in dieser guten Tradition. Er ist ein direkter Schüler Scherhags und leitete jahrelang das Meteorologische Institut der FU Berlin (und verfasste auch ein vielfach empfohlenes lehrbuch der Meteorologie und Klimatologie). Von daher ist es für ihn sicher selbstverständlich, möglichst oft in der Berliner Wetterkarte zu publizieren, um diese großartige Tradition der Zeitschrift zu unterstützen. Mit einem Ausweichen vor wissenschaftlicher Begutachtung oder einer Scheu vor inhaltlicher Kritik hat das deshalb meines Erachtens überhaupt nichts zu tun. Mit so einer Annahme täte man Malberg sicher Unrecht!
    Eine wissenschaftliche Kritik würde mit Sicherheit auch in der Berliner Wetterkarte mit ausdrücklicher Zustimmung von Prof. Malberg veröffentlicht, und dann könnte eine wirklich freie Debatte beginnen…

    Mit besten Grüßen
    Jens Christian Heuer

    [Antwort: Lieber Herr Heuer, in der Wissenschaft müssen auch „unkonventionelle Ansichten“ den Grundanforderungen an eine korrekte Methodik z.B. in der Statistik genügen. Diese zu sichern ist Aufgabe des peer review. Die betreffenden Publikationen von Malberg sollen ja keine Meinungskommentare sein sondern wissenschaftliche Analysen. Wenn er glaubt, diese seien methodisch in Ordnung (ich habe da begründete Zweifel) und er sie in der klimatologischen Fachwelt ernsthaft zur Diskussion stellen will, sollte er sie einfach in einer normalen klimatologischen Fachzeitschrift publizieren, die ja alle Orte des „freien Gedankenaustausches“ auf solider fachlicher Basis sind. Seit 6 Jahren publiziert er stattdessen immer wieder Ähnliches in der Berliner Wetterkarte, die wohl kaum ein Klimatologe überhaupt kennt (Klimatologie ist ja nicht Wetterkunde). Stefan Rahmstorf]

  51. Darstellung Treibhauseffekt

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,

    ich glaube, die Klimawissenschaftler machen es sich selbst schwer mit der Art ihrer populären Darstellung des Treibhauseffektes, der dann Grundlage für Irritationen ist.

    Es wird weitgehend von der Strahlungsbilanz gesprochen und von konvektiven Wärmeeintrag in die Atmosphäre (also keine Strahlungsbilanz) und dann sollen die Menschen glauben, daß die Computerprogramme richtig sind, weil alles so umfangreich ist – und jedes Programm etwas anderes liefert. Also wird erst einmal eine schlüssige Beschreibung gebraucht.

    Dazu muß die Atmosphäre zweigeteilt betrachtet werden: unten ein konvektiver Bereich (Troposphäre), in dem die Strahlungsbilanz nicht erfüllt ist und wo der Temperaturgradient durch die Konvektion bestimmt ist (durchschnittlich -6,5K/km). Durch die Veränderung der Spurengase ändert sich der Temperaturgradient fast nicht (das zeigen die Messungen). Darüber ist die Stratosphäre, die konvektionsarm ist und wo weitgehend die Strahlungsbilanz gilt. In der Zone der Strahlungsbilanz ist der Temperaturgradient größer (weniger negativ bzw. positiv ist). Wenn unter Annahme keiner Konvektion der Temperaturverlauf aus der Strahlungsbilanz berechnet wird, so sinkt der Temperaturgradient unter einer bestimmten Höhe auf kleiner -6,5K/km – also wird die Luftschichtung instabil und die Konvektion setzt ein. Durch die einsetzende Konvektion wird der Temperaturgradient auf -6,5K/km begrenzt. Höhe und Temperatur des Umschlags vom konvektiven Bereich auf den konvektionsarmen Bereich (Tropopause) bestimmen die Oberflächentemperatur der Erde: steigt die Tropopause ohne viel kühler zu werden, wird der Höhenbereich der Troposphäre mit seinem konstanten Temperaturgradienten größer und an der Erdoberfläche wird es wärmer.

    Dieser Umschlagpunkt wird durch die durchschnittliche Absorptionslänge bestimmt (wird der CO2-Anteil höher sinkt die durchschnittliche Absorptionslänge) und deswegen steigt die Tropopause. 2K Oberflächenerwärmung bedeuten eine Höhenanhebung des Temperaturgradienten um ca. 300m.

    Die Betrachtung der Durchsichtigkeit der Atmosphäre (ob da noch 0,1% oder 0,01% durchdringen) bei verschiedenen Wellenlängen ist da unerheblich – das alles spielt sich hauptsächlich in der Troposphäre ab und dort wird der Temperaturgradient nicht von der Strahlungsbilanz, sondern von der Konvektion bestimmt. Anmerkung: in der Troposphäre ist die Strahlungsemission größer als die Strahlungsabsorption.

    Der Wasserdampf dürfte kaum eine Rolle spielen. Im Bereich des Umschlagpunktes ist kaum noch Wasserdampf vorhanden (

  52. Prof. Malberg u. d. Berliner Wetterkarte

    Lieber Herr Prof. Rahmstorf,

    Sie Schreiben:“ …in der Wissenschaft müssen auch „unkonventionelle Ansichten“ den Grundanforderungen an eine korrekte Methodik z.B. in der Statistik genügen. Diese zu sichern ist Aufgabe des peer review. …Wenn er glaubt, diese seien methodisch in Ordnung (ich habe da begründete Zweifel) und er sie in der klimatologischen Fachwelt ernsthaft zur Diskussion stellen will, sollte er sie einfach in einer normalen klimatologischen Fachzeitschrift publizieren, die ja alle Orte des „freien Gedankenaustausches“ auf solider fachlicher Basis sind.“
    Alles vollkommen richtig (!), wenn, ja wenn da nicht die besondere Geschichte der Berliner Wetterkarte, mit Ihrer ganz eigenen Philosophie wäre! Inhaltliche und methodische Kritik ist ja auch hier möglich, nur eben erst im nachhinein.
    Ich möchte aber noch auf einen anderen Aspekt zurückkommen. Malbergs Beitrag wurde in eine spezielle Beilage für Beiträge von Autoren von außerhalb des Meterologischen Instituts der FU Berlin „verbannt“, entgegen der bisherigen Praxis auch gegenüber ehemaligen Institutsangehörigen. Warum sol eigentlich nicht auch innerhalb eines wissenschaftlichen Instituts Meinungsvielfalt herrschen und auch in dessen Publikationen zum Ausdruck kennen. Das sollte doch gerade auch eine Minderheitsmeinung gelten, wie sie Prof. Malberg in der Klimadebatte mit Sicherheit vertritt.Wäre es besser gewesen, sich an Voltaire zu orientiern, der einmal schrieb:“Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst“?

    Beste Grüße
    Jens Christian Heuer

    [Antwort: Lieber Herr Heuer, die Meinungsfreiheit steht doch überhaupt nicht zur Debatte – auch ich würde die Meinungsfreiheit stets leidenschaftlich verteidigen. Aber Wissenschaft ist nicht einfach Meinung, sondern hat ganz bestimmte Qualitätsstandards, auf die die Menschen sich verlassen können müssen. Es ist eben nicht Meinung, ob eine bestimmte Korrelation statistisch signifikant ist oder nicht, sondern dafür gibt es objektive Kriterien. Solange Herr Malberg nicht bereit ist, seine Datenanalysen (nicht seine Meinung!) diesen Kriterien gemäß in einer normalen begutachteten Fachzeitschrift zu dokumentieren, solange stehen sie außerhalb der Wissenschaft und werden von anderen Wissenschaftlern nicht ernst genommen oder kommentiert. Ich persönlich halte es auch für ethisch fragwürdig, Laien gegenüber diese Datenanalysen zu präsentieren, wie Herr Malberg es in seinen Vorträgen tut, wenn er nicht bereit ist, sie vorher in der Fachliteratur der Kritik der Fachkollegen auszusetzen. Siehe dazu meinen ersten Aufsatz in der KlimaLounge.
    Stefan Rahmstorf]

  53. Sehr seltsame Rahmstorf -Theorie

    Zitat Rahmstorf:

    ****
    „Klimatologie ist ja nicht Wetterkunde“
    ***

    Interessant, wieder was gelernt, von Herrn Rahmstorf:

    Denn nach dieser These/Theorie/Sichtweise/Ideologie von Herrn Rahmstorf basiert Mathematik/Algebra/Statistik wohlmöglich auch gar nicht nicht auf Zahlen…??!!

    Weiß Herr Rahmstorf wirklich, wovon er spricht…??

  54. Wettergeschichte

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,

    Ich gehöre zu den angesprochenen Laien. Ich habe nur 4 Semester Meteorologie studiert, ohne Abschluß, besitze aber einen Magister in Geschichte: Und das ist dann eben mein
    Spezialgebiet.
    Ich würde es niemals wagen, in der Physik etwas zu diskutieren,
    von dem ich keine Ahnung habe.
    Aber ich verlasse mich auf das, was ich sehe und selbst recherchiert habe.
    Und das ist Wettergeschichte.
    Wer sich intensiv damit auseinandersetzt, wird, so denke ich, erkennen, dass das Wetter immer eine Katastrophe war.
    Wo ist denn die Klimakatastrophe, die schon vor 20 Jahren angekündigt wurde?
    Immer wieder wird von Zunahmen aller möglichen schlimmen Wetterereignisse gesprochen, jede Flut, jeder Sturm usw. wird immer gleich zum Anlass genommen als Beleg für eine Katastrophe.
    Ich sehe das einfach nicht. Nach dem, was ich recherchiert habe, hat sich im
    Grunde nichts geändert. Nur die Präsenz der Medien hat gewaltig zugenommen.
    Es gibt keine Zunahme der wetterbedingten Katastrophen. Versicherungsschäden steigen, weil immer mehr Menschen wertvolleres Gut in gefährdeten Gebieten versichern. So schreibt C. Schönwiese in seinem 2007 erschienenen Klima- Atlas: „Die Aussage, das Klima in Europa sei generell extremer geworden, lässt sich nicht halten. Der Atlas offenbart, dass sich das Klima innerhalb Europas ganz unterschiedlich entwickelt hat.“
    Die Häufigkeit und Intensität von Hurrikanen und Taifunen unterliegt einem zyklischen Wechsel. Von einer Zunahme kann keine Rede sein. Selbst Fred Pearce schreibt 2008 in seinem Katastrophen- Buch „Das Wetter von morgen“: „Bislang konnte nichts Außergewöhnliches an den einzelnen Hurrikanen der letzten Zeit festgestellt werden. Der größte jemals beobachtete ist Taifun „TIP“ von 1979 mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h.“Die katastrophalen Auswirkungen von Hurrikan „Katrina“ 2005 zum Beispiel hatten ihre Ursache in den maroden Deichen, und nicht im Hurrikan selbst. Ebenso die verheerenden Schäden in Myanmar (Birma) nach dem Taifun 2008: Dieses Gebiet war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gerade wegen der Gefährlichkeit nicht besiedelt. Erst die britischen Kolonialherren lockten Bauern in das Gebiet, um Reis für den eigenen Bedarf ernten zu können.
    Auch die intensive Hurrikan- Saison 2008 liegt innerhalb dieser zyklischen Wechsel.

    [Antwort: Sie kommen hier zu gegensätzlichen Ergebnissen wie der letzte IPCC-Bericht, der nach Auswertung der weltweiten Wetterdaten eine Zunahme bestimmter Extreme feststellt. Ich würde hier – wie bei Herrn Malberg – empfehlen, dass Sie Ihre Resultate in der Fachliteratur zur Diskussion stellen, wenn sie ein ernsthafter Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion sein sollen. So werden sie auch im nächsten IPCC-Bericht berücksichtigt werden. Stefan Rahmstorf]

  55. Treibhauseffekt widerlegt!

    Es gibt keinen Treibhauseffekt, weder einen angeblich natürlichen noch einen unnatürlichen!
    Wie das Gravitationsgesetz von I. Newton unverändert Gültigkeit hat, so auch sein Abkühlungsgesetz (cooling law)!
    Fazit: Kein Körper, der selbst unentwegt Energie abstrahlt, kann sich mit der von ihm selbst abgestrahlten Energie erwärmen.

  56. Treibhauseffekt widerlegt! Wirklich?

    Herr Thüne schrieb am 23.09.2008(14:38) : Treibhauseffekt widerlegt!

    bringt aber außer Behauptungen dazu nichts.

    Ohne den Treibhauseffekt ist noch nicht mal die bekannte Temperaturabnahme mit der Höhe (-6,5K/km) zu erklären, denn damit die Vertikalzirkulation funktioniert, muß die Emission der Treibhausgase größer als die Absorption sein. Lesen Sie bitte mal meinen Beitrag (Jochen Ebel: Darstellung Treibhauseffekt 23.09.2008 08:21) . Leider fehlt der Schluß, den ich nachfolgend wiederhole:

    Der Wasserdampf dürfte kaum eine Rolle spielen. Im Bereich des Umschlagpunktes ist kaum noch Wasserdampf vorhanden (

  57. Fachpublikation

    Hallo Herr Prof. Rahmstorf,

    bei „Wolfram“ scheint die Sache ähnlich gelagert zu sein wie im Morgenpost – Hurricane Thread mit Herrn Sävert. Dazu hätte ich einmal folgende Frage:

    Wie funktioniert das peer-view genau? Vor allem, haben Verfasser, die nicht hauptberuflich in einer anerkannten Forschungseinrichtung tätig sind, überhaupt eine Chance auf Veröffentlichung? Falls ja, könnten Sie dafür ein Beispiel benennen?

    Mir ist schon klar, dass bei der Fülle von Fachbeiträgen irgendwo eine Art Filter existieren muß, um den Überblick zu behalten. Allerdings gehen dadurch auch viele wichtige Arbeiten von „qualifizierten Laien“ der Wissenschaft verloren.

    Es gibt weiterhin viele Wissenschaftler, die ihre Arbeiten nicht in Fachmagazinen einem peer-view unterziehen lassen können, weil sie z.B. dazu keine Zeit haben oder die Arbeit nicht in allen Punkten den formalen Kriterien entsprechen, in der Kernaussage hingegen extrem wertvoll sind.

  58. @Jens Christian Heuer Qualitätsstandard

    Hallo Herr Heuer,
    Prof. Dr. Horst Malberg hat ein anerkanntes Lehrbuch zur Meteorologie und Klimatologie geschrieben. Dass er ein Fachmann auf seinem Gebiet ist, wird sicher niemand bestreiten. Außerdem ist er als Naturwissenschaftler dem wissenschaftlichen Ehrenkodex verpflichtet. Deshalb kann man seiner Meinung getrost einigen Wert beimessen.
    Allerdings hat auch Prof. Dr. Rahmstorf recht, wenn er auf die Einhaltung eines wissenschaftlichen Qualitätsstandards hinweist. Letztendlich ist besonders in den angewandten Wissenschaften ein einzelner Wissenschaftler nur selten in der Lage alle für seine Untersuchungen benötigten Fachgebiete und Methoden so zu beherrschen wie ein Spezialist. Wer von uns hätte beim Lesen von Veröffentlichungen nicht schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
    Dass das eine Ausnahme bleibt verhindern in den meisten Fällen die Referees im Peer-Review.

  59. @Jochen Ebel Wasserdampf

    Hallo Herr Ebel,
    wenn der Wasserdampf keine Rolle spielt, dann ist nach meinem Verständnis die Temperaturerhöhung bei Verdoppelung von CO2 von ca. 300 ppm auf 600 ppm auf ca. 1.2 °C beschränkt.
    Das ist die sogenannte equilibrium climate sensitivity ohne Feedbacks, die z.b Hansen et al. schon 1985 (Science 30 August 1985: Vol. 229. no. 4716, pp. 857 – 859) mit 1.2 – 1.3 °C angegeben haben.
    In diesem Paper schreiben sie dann auch, dass mit Feedbacks (z.B. Wasserdampf Feedback), die
    equilibrium climate sensitivity mit Feedbacks bei Verdoppelung von CO2 von ca. 300 ppm auf 600 ppm ca. 3°C +/- 1.5°C beträgt.
    Man kann also gut und gerne festhalten, dass Wasserdampf sehr wohl eine Rolle spielt.

  60. Klimatologie

    @Herr Rahmstorf

    #Klimatologie ist ja nicht Wetterkunde#

    Klima ist nun mal die Statistik des Wetters, und Klima kann man letztendlich nicht komplett ohne Wetter beschreiben.
    Klimtologie ist auch kein Studienfach, zumindest nicht in DE.
    Klima wird gewöhnlich in der Geographie angesiedelt, wo die Klimazonen angesprochen werden, von denen wir in DE mindestens 3 haben.
    So ein Elfenbeinturm-Fachist Klimatologie nicht – und Meteorologie ist nichts, auf das man hinabsehen müßte.
    Ohne gäb’s keine „Climatology“

  61. Günter Heß Wasserdampf

    Günter Heß schrieb zum Wasserdampf am 23.09.2008 |21:26

    Die Gegenstrahlung wird durch Wasserdampf höher, aber das ist nur Teil des Temperaturgradienten. Jetzt weiß ich aber warum der Schluß nicht kam: kleiner als Zeichen wurde als htm-Befehl interpretiert.

    Der Wasserdampf dürfte kaum eine Rolle spielen. Im Bereich des Umschlagpunktes ist kaum noch Wasserdampf vorhanden (kleiner -50°C) und die Wasserdampfstrahlung ist unabhängig von der Oberflächentemperatur: ist die Oberflächentemperatur höher ist Wasserdampf zwar noch in größeren Höhen vorhanden, aber da Wasserdampfkonzentration und Temperatur miteinander korreliert sind, ist die Intensität der Wasserdampfstrahlung in der Tropopause fast unabhängig von der Oberflächentemperatur.

    Die Änderung des Albedo (Eisbedeckung, Wolken usw.) bleibt natürlich als Rückkopplung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jochen Ebel

  62. @Jochen Ebel Wasserdampf

    Hallo Herr Ebel,
    im IPCC TS 2007 Report liest sich das aber doch anders.
    Hier einige Auszüge:
    „ ……….
    However, as global mean temperatures increase,
    tropospheric water vapour concentrations increase
    and this represents a key feedback but not a forcing
    of climate change. …
    Upper-tropospheric water vapour is also increasing.
    Due to instrumental limitations, it is difficult to assess
    long-term changes in water vapour in the upper
    troposphere, where it is of radiative importance.
    …“
    Wie wirkt denn nun der Wasserdampf?

  63. Wirkung von Wasserdampf

    Günter Heß Wasserdampf am 24.09.2008 um 20:28

    Hallo Herr Heß,
    Zuerst mal die Übersetzung:

    „ …Allerdings werden sich, wenn die globalen mittleren Temperaturen steigen, die troposphärischen Wasserdampf-Konzentrationen erhöhen und dies entspricht einer sehr wichtigen Rückkopplung, aber nicht einem Strahlungstrieb des Klimawandels. …
    Der Wasserdampf in der oberen Troposphäre steigt ebenfalls. Durch die instrumentellen Einschränkungen ist es schwierig die langfristigen Veränderungen durch Wasserdampf in der oberen Troposphäre zu beurteilen, wo er von radiativer Bedeutung ist. …“

    Die Erhöhung der Wasserdampfkonzentrationen habe ich ja selbst genannt. Allerdings habe ich Probleme, die Erhöhung der Gegenstrahlung als sehr wichtigen Rückkopplung zu bezeichnen. Diese Erhöhung der Gegenstrahlung kann man zwar als Rückkopplung bezeichnen, fängt sich dann aber leicht in seiner eigenen Betrachtung. Als Rückkopplung ist es eine Mitkopplung und bei Mittkopplungen besteht immer die Gefahr der Selbsterregung (Bode-Diagramm). Wird es aber richtig als Folge der Hebung der Gradientenkurve gesehen, besteht diese Gefahr nicht. Betrachtet man den Erde-Venus-Vergleich (http://www.nature.com/…617a_F2.html#figure-title ) so wird deutlich, das sich der Temperaturgradient unabhängig vom Wasserdampf einstellt: wenn kein Wasserdampf vorhanden ist, übernehmen andere Treibhausgase die Funktion des Wasserdampfes zur Aufrechterhaltung des Temperaturgradienten, der eine Folge der Konvektion und nicht der Strahlungsbilanz ist. Sehr schön an dem Diagramm ist auch die Hebung der Tropopause infolge der Verkürzung der Absorptionslänge (höhere CO2-Konzentration) zu sehen. Auch der Bruch der konstanten Adiabate wegen der geschlossenen Wolkendecke der Venus ist zu sehen – die in dieser geschlossenen Form nicht auf der Erde ist.

  64. Malberg

    @Herr Rahmstorf

    „Offener Brief an Prof. Rahmstorf
    Sehr geehrter Herr Kollege,
    mit einigem Befremden habe ich in Ihrer Replik auf das Positionspapier des Chemikers Dr. Dittrich Ihre Ausführungen über mich zur Kenntnis genommen. Ich bin erstaunt, dass ein erfahrener Wissenschaftler wie Sie, so wenig Sorgfalt bei seiner Wortwahl und seinen Behauptungen aufbringt. „

    http://www.eike-klima-energie.eu/…cle_3_1247=420

    Immer mehr Wissenschaftler monieren zurecht Ihren Stil und Ihre Vorgehensweise. Haben Sie das nötig, oder ist das der letzte Strohhalm gewissermaßen.
    Diese von Ihnen praktizierte „globale“ Kritik zieht sich wie ein roter Faden durch Ihre „Öffentlichkeitsarbeit“.
    Sinnvoller wäre, sich intensiver mit der Wissenschaft selber zu beschäftigen statt „nur“ immer den ewigen Querulanten zu spielen.
    Wo bleibt der Protest gegen den CO2 Artikel im SPON, bei dem wohl mit falschen Zahlen gearbeitet wird, natürlich im Alarmismus-Stil. Kommt der noch ?
    Oder besteht da eher weniger die notwendigkeit.

    Ich hoffe doch auf die Durchlässigkeit des Zensur-Filters.

  65. @Jochen Ebel Höhe der Temperaturantwort

    Hallo Herr Ebel,
    ich verstehe ihre qualitativen Ausführungen soweit.
    Aber der quantitative Wert für die equilibrium climate sensitivity (mit Feedbacks bei Verdoppelung von CO2 von ca. 300 ppm auf 600 ppm) von 3°C +/- 1.5°C wird aufgrund von Modellen mit dem „Water Vapor Feedback“ errechnet (Hansen et al. 1985).
    Ich dachte, die zusätzliche Strahlungswirkung des Wasserdampfes ist in diesen Modellen drin. Wenn sie diese Wirkung wegdiskutieren, brauchen sie in ihrem Modell eine andere Erklärung für die quantitative Höhe der equilibrium climate sensitivity.
    Danach hatte ich gefragt.

  66. Höhe der Temperaturantwort

    Günter Heß fragte nach der Höhe der Temperaturantwort am 26.09.2008 um 19:46

    MIt Zahlen kann ich leider noch nicht dienen, weil ich scheinbar beim Urschleim anfangen muß. Zwar steht in der Literatur mal hin und wieder was dazu, daß sich die Tropopause bei Zunahme der CO2-Konzentration ändert, aber weder eine konsistente Theorie noch richtige Zahlenwerte. Die Beobachtung (z.B. http://www.mif.uni-freiburg.de/…hte/252a_Erg.pdf S. 5) zeigt den von mir beschriebenen Sachverhalt: Der Temperaturgradient bleibt praktisch bis 9 km Höhe konstant, hebt sich aber (rote Temperaturkurve – 1996 … 2000 – über der grünen – 1967 … 1971). Oberhalb von 12 km ist die rote Kurve links der grünen – also kälter. Etwas könnte man aus der CO2-Zunahme von 1969 bis 1998 die Klimaempfindlichkeit ableiten, aber ich bin überzeugt, mit einer Spektralrechnung klappt das noch besser.

    Aber noch mal Wasserdampf: die Änderung müßte ganz anders aussehen, wenn der Wasserdampf eine direkte Rolle spielen würde – oben hat sich der wenige Wasserdampf kaum verändert – unten waren große Änderungen.

  67. @Jochen Ebel Wasserdampf

    Hallo Herr Ebel,
    Wirkt nicht der Wasserdampf ganz einfach dadurch als Feedback, dass eine Zunahme seiner Konzentration die Emission langwelliger Strahlung im spektralen Emissionsfenster zusätzlich behindert?
    Sprich, erhöhte Absorption.
    Da eine Erhöhung der Temperatur die Wasserdampfkonzentration exponentiell erhöht, findet doch dieses Feedback statt, egal welcher Mechanismus die Temperaturerhöhung bewirkt, oder nicht?
    Damit erhöht sich ja auch generell der „climate sensitivity parameter“. Ich glaube um ca. einen Faktor 2. Das ist dann in jedem Modell ein substantieller Beitrag zum Treibhauseffekt durch Wasserdampf.

  68. Wasserdampf

    Günter Heß schrieb zu Wasserdampf am 03.10.2008 um 10:12

    Mitkopplung (eine spezielle Rückkopplung – die andere Art wäre Gegenkopplung) bedeutet eine Unterstützungshilfe, wenn ohne Vorhandensein der Mitkopplung der Effekt kleiner wäre. Speziell die Vermutung hier: Sagen wir z.B., ohne Erhöhung der Wasserdampfkonzentration wäre die Temperaturerhöhung e = 0.5K, wenn Wasser verdampft, dann soll die Temperaturerhöhung bespielsweise e‘ = 1K sein (Erhöhung um den Faktor zwei). Dann würde die Hälfte des Augangs auf den Eingang rückgekoppelt nach e‘ = e/( 1- v) mit v = 1/2. Würde v von 1/2 auf 1 steigen, wäre eine Mitkopplung instabil.

    Meine Rechnungen lassen vermuten (zeigen kann ich erst nach Abschluß der Rechnung sagen), daß die Erhöhung der Temperatur 1 K ist – unabhängig davon, ob Wasserdampf zusätzlich dazu kommt oder nicht. Nur das Spektrum der Gegenstrahlung ist mit Wasserdampf anders – und das führt zu der Behauptung der Wasserdampfmitkopplung (feed-back).

    Gruß

  69. Ergänzung Wasserdampf

    Durch den Wasserdampf ändert sich auch das Verhältnis zwischen konvektiven und radiativen Wärmeeintrag in die Atmosphäre – aber kaum der Temperaturverlauf in der Atmosphäre. Die erhöhte Abstrahlung aus dem Wasserdampf kühlt die Luft stärker ab und das erhöht die Zirkulationsgeschwindigkeit. Denn bei freier Konvektion ändern schon minimalste Temperaturänderungen die Strömungsgeschwindigkeit gewaltig.

    Gruß

  70. fahrlässige Skeptiker

    Bei der Diskussion um die Klimaerwärmung wird ein ganz wesentliches Argument immer wieder vergessen. Egal ob es den Treibhauseffekt und eine globale Erwärmung gibt oder nicht – die Menschheit muß ihren Verbrauch von fossilen Rohstoffen ändern. Es gibt einen ganz einfachen Grund, und der lautet, daß die fossilen Rohstoffe (wie alle Rohstoffe) nur in endlicher Menge zur Verfügung stehen und eigentlich viel zu Schade zur reinen Energiegewinnung sind. Sind einmal die fossilen Rohstoffe alle unwiderbringlich verloren (weil verbrannt – wir verbrennen ja leichtsinnigerweise auch noch unseren „Müll“), dann hat die Menschheit keine Chance mehr, durch Nutzung neuartiger Werkstoffe und Technologien (für die man sehr wahrscheinlich besser auf Erdöl zurückgreift) Alternativen für die Energiegewinnung zu entwickeln (dazu würde ich z. B. auch die Suche und Ausbeutung von extraterrestrische Lagerstätten zählen, also im ersten Schritt auf dem Mond, zählen, oder spezielle Technologien zur regenerativen Energiegewinnung). Dann ist es leider zu spät. Und die Menschheit wird langsam ihren Technologiestand verlieren und zurück ins frühe Industriezeitalter fallen.

    Ich finde, das ist ein so wesentlicher Grund, daß sich jede Diskussion der Skeptiker erübrigt. Ihre Ignoranz gegenüber der Endlichkeit von Rohstoffen disqualifiziert sie automatisch und in einer Weise, daß es offensichtlich ist, daß es ihnen nicht um das Wohl und die Zukunft der Menschheit geht, sondern einzig und allein um das Wohl derjenigen, die aus dem bloßen Vernichten fossiler Rohstoffe Profit machen.

    PS: Man kann natürlich Kunststoffe auch ohne Erdöl herstellen, aber das benötigt unvergleichlich viel mehr Energie.

  71. CO2 kann es eigentlich nicht sein

    Hier werden sehr wissenschaftliche Debatten geführt, die ich wegen mangelnder Fachkenntnise nicht kommentieren kann. Ein Punkt wird aber immer gern unterschlagen wenn CO2 als Grund für die Erwärmung angegeben wird: im frühen Mittelalter wurde in Grönland (=Greenland) Ackerbau betrieben d.h. es war wärmer als heute obwohl die grossen CO2 Mengen noch gar nicht vorhanden waren! Wie erklären Sie denn das Herr Rahmstorf??
    Mein Fazit: Alle heutigen Modelle sind sind nicht gut genug, um sichere Klimaprognosen zu erstellen (hat übrigens auch das IPCC gesagt).

  72. Machtwort

    Unsere Top-Wissenschaftler haben ja grad in Stockholm ein Machtwort gesprochen. Nur nicht ganz so, wie es sich der Herr Dittrich aus Hamm wohl erhofft hätte. Vermutlich sind die 17 Nobelpreisträger aber jetzt wohl keine großen Wissenschaftler mehr. Per Definition.

  73. Erde – ein OFFENES system!

    Es gibt keinen Treibhauseffekt in einem offenen System! Das ist physikalisch UNMÖGLICH. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass Entropie (umgangssprachlich Wärme)NIE, wirklich NIE von einem Gegenstand höherer Temperatur zu einem Gegenstand niedrigerer Temperatur fließen kann! (Kalter Topf kühlt nicht ab und wärmt die Herdplatte weiter auf) Das heißt im Klartext: Die kältere Atmosphäre der Erde kann nicht die wärmere Erde erwärmen! ES IST NICHT MÖGLICH. Zudem ist die Erde ein offenes System, dass beständig Wärme ins kalte Universum abstrahlt, um so wärmer sie ist um so mehr strahlt sie. Außerdem wird die Sonnenaktivität völlig außer acht gelassen, die einen riesen Faktor darstellt. Diese ganzen unbeständigen Werte werden in den Computer-Modellen mit Parameter ersetzt und zusätzlich wird der Hauptfaktor, der die Erde erwärmt, also die Sonne, auch standardisiert, wobei bekannt ist, dass die Sonnenaktivität schwankt. Wichtig zu wissen ist auch, dass es Perioden in der Zeit der Erde gab, in denen die Temperatur sowie die CO2-Konzentration um einige höher war als heute. Wie kann das ohne den bösen Menschen geschehen?
    Die Erde erwärmt sich seit 10 Jahren nichtmehr, was auch dem IPCC bekannt ist. Dies liegt daran, dass die Sonnenaktivität in eine schwache Periode ist, welche noch ca. 30 Jahre fortbestehen wird.
    Diese Klimakatastrophe wurde von einer Hand voll sehr intelligenten Kaufmännern ins Leben gerufen, die ein richtig großes Geschäft mit der Angst und dem guten Willen der Menschen machen wollten und dies sogar geschafft haben. Stoppt den Wahnsinn, denkt selber nach und begreift, dass selbst Klimawissenschaftler die Physik nicht einfach ignorieren können, sondern nur Daten manipulieren können. Die Frage „Cui bono?“ (Wem nützt es?) ist bei jedem Problem essentiell und bei diesen Milliarden von Euros, die da fließen, und der Physik, die den antropogenen Klimawandel (vorsicht, nicht den Klimawandel an sich! Dieser ist durchaus vorhanden!) falsifiziert, sollte die Entscheidung auf der Hand liegen.

    Mit freundlich Grüßen
    Patrick

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