Ist die Erderwärmung vorbei?

Glaubt man einigen Medien, so hat die globale Erwärmung aufgehört oder macht zumindest Pause. DIE WELT schrieb diese Woche auf der Titelseite: „Mehr Schnee, mehr Kälte – wo bleibt die Erderwärmung?“ Im Blatt dann ein Artikel von Ulli Kulke mit dem programmatischen Titel: Klimakatastrophe – alles nur heiße Luft. Dort schreibt Kulke, dass „im laufenden Jahrzehnt die globalen Temperaturen im Durchschnitt gar keinen Trend mehr nach oben anzeigen“.

Welt Eisbaer

Was steckt dahinter?

Ein Blick auf die Messdaten (siehe Grafik 1) zeigt: erstens stimmt das nicht, und zweitens vermengt man Klima und Wetter (oder allgemeiner Signal und Rauschen), wenn man einen so kurzen Zeitraum betrachtet. Über einen Zeitraum von nur 8 Jahren ist der Temperaturverlauf stark von kurzfristigen Zufallsschwankungen geprägt (siehe nähere Diskussion und Grafiken bei Realclimate). Eine gesicherte Aussage über den Klimatrend kann man aus einem so kurzen Zeitraum daher nicht ableiten. Der 8-jährige Trend schwankt stark je nach gewähltem Anfangsjahr. Er hat in den letzten dreißig Jahren sogar mehrfach nach unten gezeigt – Kulke hätte Anfang der 1980er oder Anfang der 1990er viel eher behaupten können, die globale Erwärmung habe aufgehört. Doch „im laufenden Jahrzehnt“ (also für 2000-2007) zeigt der Trend deutlich nach oben: im NASA Datensatz um 0.25ºC/Jahrzehnt und im Hadley Datensatz um 0.17ºC/Jahrzehnt. Aber: die Fehlermarge an diesen Zahlen beträgt ±0.34ºC/Jahrzehnt, daher sind 8-jährige Trends eben nicht aussagekräftig. Aufgrund eines so kurzen Zeitraums kann man nicht einmal sicher feststellen, ob der Trend nach oben oder unten geht! Zum Vergleich: der IPCC-Bericht gibt den Langzeittrend über die letzten 50 Jahre mit 0.13ºC/Jahrzehnt an, mit einer Fehlermarge von  ±0.03ºC/Jahrzehnt.

Jahresmitteltemperaturen
Grafik 1: Globale Jahresmitteltemperaturen nach den Datensätzen von NASA (rot) und Hadley Center (blau) bis einschließlich 2007. Die dicken Linien sind über 11 Jahre geglättet. Zu beachten ist, dass der Unterschied zwischen den beiden geglätteten Kurven in den letzten 5 Jahren nicht statistisch signifikant ist, da sich eine 11-jährige Glättung natürlich nur bis 2002 exact berechnen lässt (aus den Daten 1997-2007), danach ist es eine zunehmend ungenaue Schätzung. Der graue Bereich mit den gestrichelten Linien ab 1990 zeigt die Spannbreite der IPCC-Szenarien. Für Details siehe Rahmstorf et al., Science 2007.

Die Aussage von Kulke ist etwa so clever, als würde man das Kommen des Frühlings anzweifeln, weil es im Verlauf der letzten Woche kühler geworden ist – siehe unsere Satire Doubts about the Advent of Spring vom 1. April 2005.

Doch wie wär’s mit noch einem kürzeren Zeitraum? O-Ton Kulke: „Die Welttemperaturen in diesem Winter signalisieren im Vergleich zum vorherigen den steilsten Absturz seit Aufzeichnung der Wetterdaten, der Januar war der kälteste seit 15 Jahren.“ Der Hauptgrund für diesen „steilen Absturz“ ist aber nicht, dass Januar 2008 so ungewöhnlich kalt war: seine Temperatur lag deutlich über dem langjährigen Mittel und lag nur um Hundertstel unter (also im Rahmen der Messunsicherheit gleichauf mit) dem Januar 2000. Der Grund ist vielmehr, dass 2007 mit weitem Abstand der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen war. Man hätte es auch so formulieren können: inzwischen ist das Klima derart warm, dass selbst „der steilste Absturz seit Aufzeichnung“ keinen richtig kalten Januar mehr bringt (siehe Grafik 2).

Januartemperatur
Grafik 2: Globale Januartemperaturen 1900-2007 nach dem Datensatz der NASA

Lernen kann man an dieser Diskussion etwas über die Wärmebilanz unseres Planeten. Im Gleichgewicht ergibt sich die Temperatur aus der Bilanz an der Oberkante der Atmosphäre:

Sonneneinstrahlung – reflektierter Anteil = langwellige Abstrahlung

Abseits vom Gleichgewicht kommt noch der Wärmeaustausch mit dem Ozean hinzu. Langfristige Klimatrends sind hauptsächlich getrieben von Veränderungen der Sonneneinstrahlung (Sonnenzyklen, Erdbahnzyklen) und der langwelligen Abstrahlung (Treibhausgase). Die Schwankungen von Jahr zu Jahr liegen dagegen vor allem am reflektierten Anteil (Änderung der Schneebedeckung) und dem Wärmeaustausch mit dem Ozean. Ein besonders kalter Januar kann entstehen, wenn (wie dieses Jahr) ein La Niña-Zustand im Pazifik (der Ozean saugt Wärme aus der Luft auf) mit besonders viel Schnee an Land (der Sonne reflektiert) zusammen trifft. Da kurzfristige Schwankungen und langfristige Trends durch verschiedene physikalische Mechanismen entstehen, macht es keinen Sinn, aus dem Klimaverlauf über wenige Jahre Folgerungen für die Klimapolitik abzuleiten.

Zum Schluss soll nochmals Kulke zu Wort kommen:

„Doch inzwischen ist der Nordpol nach dem großen Tauwetter im vergangenen Sommer wieder zugefroren, und die globalen Klimadaten dieses Winters lassen vorerst eine Behauptung nicht mehr zu: dass sich die Erderwärmung immer stärker beschleunige.“

In der Polarnacht friert es am Nordpol? Das ist ja hoch interessant! (Das wird allerdings auch in hundert Jahren noch so sein, egal wie stark die globale Erwärmung ausfällt.)

Und wenn 8 Jahre Daten nicht ausreichen, um einen Trend zu bestimmen, wie viele Jahre braucht man wohl, um festzustellen, ob der Trend sich beschleunigt?

Kulke macht dies übrigens nicht zum ersten Mal. In unserem Buch Wie bedroht sind die Ozeane? diskutieren wir ein anderes Beispiel: als die Meerestemperaturen von 2003-2005 vorübergehend einen Zacken nach unten machten, schrieb Kulke unter der Überschrift „Es stürmt nur der Alarmismus“ in DIE WELT (25.9.2006):

In unseren Zeiten ist dies doch eine ungeheure Information, eine echte Neuigkeit in der Klima-Einheitsdebatte. Dennoch taucht sie nicht in unseren Zeitungen auf, nicht in den Fernsehnachrichten. Sie passt nicht in die Zeit. (…) Der Zeitgeist ist auf Katastrophe eingestellt. Doch die Fakten spielen da nicht immer mit.“

Dass die Verdränger der Erderwärmung wie Kulke verzweifelt die Wahrheit im Rauschen suchen, weil sie das Signal nicht wahrhaben wollen, mag man lustig finden – ein Kollege etwa brach beim Lesen von Kulkes Artikel einfach lauthals in Lachen aus. Dass allerdings eine große Tageszeitung zum wiederholten Male ihren Lesern einen derartigen wissenschaftlichen Unsinn auftischt, das ist traurig – selbst wenn manche Leser dergleichen vielleicht gerne lesen.

Update 20. März: Die NASA hat gerade die neuesten Messungen der arktischen Eisbedeckung in diesem Winter publiziert. Trotz des überdurchschnittlich kalten Winters ist die Dicke des Eises weiter zurückgegangen. Die Fläche des mehrjährigen Eises hat diesen Winter ein "all-time minimum" erreicht. Die NASA weist darauf hin, dass das dünnere Eis verwundbarer ist, wenn die Schmelzsaison einsetzt.

Update 10. April: Die NASA hat gerade die globale Temperatur für März publiziert. Die relativ kalten Monate sind vorbei: die Märztemperatur 2008 liegt exact auf der Trendlinie (siehe Abb. unten). Der März 2008 ist der drittwärmste März seit beginn der Aufzeichnungen, nach 2002 und 2005.

NASA globale Temperaturen fuer Maerz

Globale Temperaturen jeweils für den März jeden Jahres, 1900-2008, nach NASA.

Update 17. April: Laut Analyse der NOAA war der März 2008 über Land der wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen. Luftttemperaturen über dem Ozean werden noch durch die anhaltenden La Niña – Bedingungen im Pazifik gekühlt. Dieser neue Wärmerekord illustriert auch dem Laien, der den fachlichen Argumenten oben nicht folgen mochte, wie abwegig die Diskussionen über das "Ende der globalen Erwärmung" gewesen sind.

Links:
Die Klimadaten der NASA
Die Klimadaten des Hadley Center
Hier diskutieren wir eine weitere Kulke-Falschmeldung
Spiegel-online zur von Kulke gelobten "Klimaskeptiker"-Konferenz
Realclimate zur von Kulke gelobten "Klimaskeptiker"-Konferenz
Realclimate zu den angeblich "gerichtsnotorischen Übertreibungen" von Al Gore
greenpeace-magazin spießt weitere Fehler des WELT-Artikels auf.

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

186 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schwieriges Klima für die Medien

    Leider beobachtet man in verschiedenen, auch renommierten Medien immer wieder, dass lieber der Skepsis Raum gegeben wird als der sachlichen Berichterstattung. Klingt als Schlagzeile ja auch besser, weil provozierender, wenn Journalisten gegen die allgemeine Meinung anschreiben – und wie viele der Leser hoffen im tiefsten Inneren, dass doch alles gar nicht so schlimm ist, für die sind solche Artikel Wasser auf den Mühlen…
    Andere Medien hingegen bringen das Thema immer sparsamer, weil sie einen Ermüdungseffekt befürchten: Keiner will mehr Katastrophenmeldungen lesen. Traurig und bestimmt kein Aushängeschild für guten Wissenschaftsjournalismus.
    Die Wissenschafts-Pressekonferenz hat sich in ihrer Herbst-Ausgabe 2007 intensiv damit auseinander gesetzt: http://www.wissenschafts-pressekonferenz.de/…937

  2. Ist die Erderwärmung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    Sie haben selbstverständlich Recht, wenn Sie die Eignung eines 8-jährigen Betrachtungszeitraums zur Klimaprognose, bzw. Aussage als nicht geeignet postulieren. Da das Klima im Gegensatz zum Wetter keine physikalische Größe, sondern eine Definitionsgröße von uns Menschen darstellt und per Definition mindestens einen Zeitraum von 30 Jahren abdecken muss, liegen die erwähnten 8 Jahre außerhalb der Definition. Das Klima, wie das Wetter können demnach auch nie konstant sein!

    Falsch hingegen liegen Sie mit Ihrer Behauptung, der globale Temperaturtrend in den ersten 8 Jahren dieses Jahrtausends wäre steigend. Dass Gegenteil ist nachweislich der Fall. Als Beweis haben Sie eine markante Klimaanomalienkurve, aufbauend auf den Daten der NASA (und des Hadley Center) angeführt. Nun ist es nicht das erste Mal, dass das Goddard Center der NASA seine Temperaturdaten korrigieren musste. Hier sei beispielhaft an die Berichtigung (durch Steve McIntyre) erinnert, aufgrund dessen die NASA das wärmste Jahr des letzten Jahrhunderts auf das Jahr 1934 korrigieren musste. Leider kann ich Ihnen keine Bilddatei mit den korrekten globalen Temperaturabweichungen (vom langjährigen Mittel), Quelle NOAA, im Leserbrief anhängen, Sie können diese aber unter http://www.cmdl.noaa.gov/…/trends/co2_mm_mio.dat
    einsehen.

    Es mag menschlich nachvollziehbar sein, dass jemand, der sein ganzes wissenschaftliches Renommee dem anthropogenen Klimawandel gewidmet hat, mit konstruktiver Kritik Probleme zu haben scheint und sich dazu verleiten lässt, anders Denkende zu diffamieren (durch polemische Vergleiche wie “…ungefähr so clever…“, sowie “In der Polarnacht friert es am Nordpol?“) und sie sogar indirekt versucht, der Lächerlichkeit preiszugeben (“Ein Kollege brach beim lesen…lauthals in Lachen aus.“). Ich frage Sie, was hat solches in einem wissenschaftlichen Glossar zu suchen.

    *** Textstelle wegen Unsachlichkeit gelöscht, die Redaktion ***

    Nicht Herr Kulke ist verzweifelt, so wie Sie sich ausdrücken, nein, Sie sind es!, da immer deutlicher sichtbar wird, dass das Wetter, wie auch das Klima sich nicht an Modellrechnungen, oder Erhebungen (die auch noch manipuliert sind) hält, sondern seiner eigenen, vom Menschen unbeeinflussbaren Semantik folgt und somit Ihr eingangs erwähntes Renommee zu bröckeln beginnt.

    Noch etwas zu Ihrer Aussage der wärmsten Jahre und des statistischen Mittels. So beträgt der “Internationale klimatologische Referenzzeitraum“ von 1961 bis 1990. In dieser Zeitspanne liegen 20 Jahre mit unterdurchschnittlichem Temperaturniveau – wir erinnern uns noch an die Diskussion in den 1970-Jahre der drohenden globalen Eiszeit, die auf dieser Tatsache beruhte. Der “Internationale klimatologische Referenzzeitraum“ setzt also mit seinem Basisvergleich eine deutlich zu niedrige Temperatur an, an der alle nachfolgenden Durchschnittswerte der 1990-Jahre und diesen Jahrtausends logischerweise als über dem Mittel ausgewiesen werden.

    In unserem Land wird die Statistik noch dreister verbogen und zwar vom Deutschen Wetterdienst. So wurden bis zum 31.03.2001 die Temperaturdurchschnittswerte aus den gemessenen Werten von 7,30 Uhr, 14,30 Uhr und 21,30 Uhr (letzter Wert wurde doppelt gewertet) ermittelt und durch 4 geteilt. Seit 01.04.2001 wird hingegen stündlich gemessen, mit der Ausnahme, dass auch viermal am Tag gemessen werden darf, nämlich um 00-, 06-,12- und 18 Uhr-UTC. Wissenschaftlich miteinander vergleichen kann man keine dieser ermittelten Messreihen. Ungeachtet dessen, werden aber munter die seither ermittelten Werte in gleicher graphischer Darstellung, mit den vorher ermittelten Werten gezeigt. Es ist noch anzumerken, dass (fast) jedes Land seine eigene Messerfassung (zu jeweils unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlicher Gewichtung) hat, all diese Daten jedoch zu einer Globaltemperatur zusammengefasst werden.

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf, wenn einer von uns beiden auf solch einem Verfahren seine Diplomarbeit aufgebaut hätte, unser Professor hätte uns die Tür gewiesen!

    [Antwort: Sie behaupten, meine Aussage sei falsch, dass der globale Temperaturtrend 2000-2007 nach oben zeigt. Wer mir eine Falschaussage vorwirft, den möchte ich bitten, auch einen Beleg für diesen Vorwurf zu liefern. Sie tun das nicht. Ihr Hinweis auf eine Korrektur in den NASA-Daten hat mit dem globalen Trend 2000-2007 nichts zu tun. Diese Korrektur bezog sich auf einige US-amerikanische Wetterstationen und hatte keinen auf einer Grafik erkennbaren Effekt auf den globalen Temperaturlauf. Auch Ihre Aussage, 1934 sei das wärmste Jahr des 20. Jahrhunderts gewesen, bezieht sich auf die Temperaturen der USA – das hätten Sie ehrlicherweise erwähnen können. Siehe diesen Artikel auf realclimate für detaillierte Diskussion.
    Der korrekte globale Temperaturverlauf ist in meinem Beitrag ja abgebildet. Ich meine, die Daten sprechen für sich. S.R.]

  3. Kuhlke tut der skeptischen Sicht des Katastrophenhypes mit seiner sehr dünnen Argumentation, die eher selbst heiße Luft ist, keinen Gefallen. Der Focus der Kritik am Klimaaktionismus sollte sich darauf richten, dass Ressourcen zur CO2-Vermeidung sinnlos vergeudet werden anstatt sie in die erforderlichen Anpassmechanismen zu stecken.

  4. Ist die Erderwähnung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,
    ich finde es nicht seriös, wie Sie sich über Ulli Kulke mokieren. Und rein sachlich kann ich Ihnen auch nicht immer folgen. Der „Hauptgrund“ für den steilen Absturz ist doch wohl die niedrige Temperatur des Januars 2008. Der Vergleich mit 2007 lässt den Absturz zwar noch steiler aussehen, aber der Absturz ist doch da. Und was ist falsch an Kulkes Aussage, dass es seit 15 Jahren keinen kälteren Januar gegeben hat? Der Januar 2000 mag ja nur wenig wärmer gewesen sein, aber er war nun mal wärmer. Warum diese Häme gegen eine solche Aussage? Warum beschränken Sie sich nicht auf die hier angemessene Erklärung, dass Wetter und Klima nicht dasselbe sind?

    Mit freundlichen Grüßen
    J. H. von Oehsen

  5. Rahmstorf-Beitrag

    Schöne Gegendarstellung von Klimaforschungs-Kollegen von Herrn Rahmstorf

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/…u-retten/

    [Antwort: „Klimaforschungs-Kollege?“ Sind Sie sicher? Belege? Würde ein Klimaforscher Sätze schreiben wie: „Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen Ausschnitt von 50 Jahren, oder 5 Jahren betrachtet. Der gleitende Trend mittelt das Rauschen heraus“? Fünf Jahre reichen eben nicht, um das Rauschen herauszumitteln – man muss nur die Amplitude des Rauschens mit der Größe des Trends über 5 Jahre vergleichen, um das zu sehen – die relevanten Zahlen (für 8 Jahre) sind oben in meinem Artikel genannt. S.R.]

  6. Wobei…

    …die „schöne Gegendarstellung“ irgendwie nicht so ganz der wahre Jakob ist.

    Da sagt der Herr Müller von Klimakatastrophe im Brustton der Überzeugung, es gebe keine geraden Linien in der Natur, nur um in der Abbildung direkt darüber zwei dicke blaue – richtig – gerade Linien durch die Daten zu legen. Damit der Abbildung auch ja „eindeutig“ zu entnehmen ist, dass die Temperatur undsoweiter… Sehr schön.

    Wenn man den ganzen Text seziert, bleibt als eigentliches „Gegenargument“ nur dieser „Abkühlungstrend“ übrig, der nicht mal zu wirklich erkennen wäre, wenn der Autor nicht eine – zumal nach seiner eigenen Aussage unzulässige – suggestive blaue Linie durch die Daten gelegt hätte.

    Schon erstaunlich, was in gewissen Kreisen als „schöne Gegendarstellung“ akzeptiert wird.

    Immerhin hat er den Mumm, unter seinem richtigen Namen zu Posten und nicht anonym.

  7. Ist die Erderwärmung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,
    ich hatte Ihnen die Web-Seite genannt, auf der die NOAA-Temperaturdaten zu finden sind, da die Rubrik Leserbriefe leider nicht die Möglichkeit offeriert, Charts einzufügen. Hier nochmals die Webseiten. Datenquelle: http://vortex.nsstc.uahedu/data/msu/t2/uahncdc.mt, http://www.cmdl.noaa.gov/projects/src/web/trends/co2_mm_mlo.dat

    I.ü. war die Anmerkung, dass die NASA nicht zum erstenmal Temperaturdaten korrigieren musste, allgemeiner Art und nicht auf Globaltemperaturen bezogen. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob sich die Korrektur auf US-Temperaturen, oder auf Globaltemperaturen bezieht, da sowohl das eine, wie auch das andere einen Fehler darstellt. Des Weiteren habe ich Ihnen aufgezeigt, warum es in den letzten Jahren statistisch zur Kumulierung von wärmeren Jahren gegenüber Basiswerten, bzw. Werten von vor 2001 (zumindest in Deutschland) kam. Die genannten Gründe sind i.ü. auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes in einer Fußnote zu den Temperaturdaten zu finden.

    [Antwort: Sehr geehrter Herr Leistenschneider. Die in Ihrem ersten Kommentar genannte NOAA-Website führt nicht zu irgendwelchen Temperaturdaten. Die nun in diesem Kommentar ausserdem genannte Website führt auf die Satelliten-Temperaturdaten der University of Alabama in Huntsville. Diese sind nun wirklich umstritten, aufgrund einer Reihe von Fehlern und Korrekturen, die den Trend mehrmals massiv verändert haben. Das tut aber hier gar nicht zur Sache, denn der lineare Trend 2000-2007 in diesen Daten beträgt 0.17 ºC pro Jahrzehnt. Also genau der gleiche Erwärmungstrend wie in den von mir oben zitierten Hadley-Daten.
    Daher eine Bitte: wir wollen in diesem Blog eine ernsthafte, faktenbasierte Diskussion führen – wir sind ein Wissenschafts-Blog. Behauptungen, die keiner Nachprüfung standhalten, verschwenden einfach unsere Zeit und die unserer Leser – für soetwas gibt es genügend andere Websites. S.R.]

  8. Ad Hominem

    Kann Herr Rahmstorf hier eigentlich mal begründen, warum in Stellungnahmen in den Medien immer der „wissenschaftliche Gegner“ will heißen derjenige, der nicht die Rahmstorf’sche Meinung verinnerlicht hat, in seiner Reputation angegriffen wird, lächerlich gemacht wird, persönlich anggriffen wird ? Wenn es damit nicht reicht, kommt die Lobbyismus-Keule ?
    Warum ?
    Arbeitet Herr Rahmstorf umsonst ?
    Verschenkt er seine Vorträge, tritt er auf Versammlungen kostenlos auf ? Wohl kaum.

  9. Klimaweltmeister Rahmstorf

    Trickreich ist die rahmstorfsche Temperaturkurve: Dass das 11-Jahres-Mittel keinen Trend nach unten (und nicht einmal eine Seitwärtsbewegung)zeigt, liegt auf der Hand. Hätte Rahmstorf ein fliessendes 9-Jahresmittel gewählt, dann würde der Extremwert des Jahres 1998 (El-Niño-Jahr) aus dem jüngsten 9-Jahresmittel herausfallen und die Kurve einen Knick nach unten machen. Zugegeben, das ist noch kein Beweis für eine anhaltende Abkühlung, aber wetten, dass Rahmstorf nächstes Jahr ein fliessendes 12-Jahres-Mittel wählt, um möglichst lange mithilfe des Ausreisserjahres 1998 einen Temperaturtrend nach oben „beweisen“ zu können.

    [Antwort: Sie werfen mir hier Trickserei vor. Wer einen derart schwer wiegenden Vorwurf erhebt, sollte nach meiner Auffassung von seriöser Diskussion zunächst sicher stellen, dass seine Behauptungen stimmen. Ich habe für Sie die Grafik mit einer 9-jährigen Glättungsperiode gemacht, sie ist hier. Sie sieht fast gleich aus, wie die in meinem Beitrag gezeigte. Das hätten Sie sich auch denken können: 1998 war warm, 1999 und 2000 dann aber wieder kalt, 2001 und 2002 wieder warm. Es gibt keinen Grund, warum eine 9-jährige Kurve abknicken sollte. Also nochmals die Bitte: wir möchten eine sachlich fundierte Diskussion, und nicht Leute, die die Zeit von all unseren Lesern verschwenden, indem sie einfach mal falsche Behauptungen aufstellen. S.R.]

  10. Temperaturtrends in den Tropen

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,

    seit 1980 habe ich regelmäßig auf den Philippinen zu tun. Nicht nur nach meiner Einschätzung, sondern auch meiner einheimischen Mitarbeiter, wird es hier ständig kälter. Von Mitte Januar bis Anfang März lagen die Temperaturen hier um satte 5-6 Grad unter dem Normalen. Auch jetzt, wo der Dauerregen vorbei ist, sind es immer noch 2 Grad.

    Ein Kollege von mir lebt in Indonesien und berichtet über ähnliche Verhältnisse.

    Frage: Inwieweit werden die Temperaturen in den Tropen anteilig zur globalen Temperaturmessung ins Verhältnis gesetzt? In den Medien sieht man im Zusammenhang mit der Erderwärmung immer nur schmelzende Grönland-Gletscher. Die Meßstationen sind offenbar auch nicht wirklich gleichmäßig über den Globus verteilt, sondern konzentrieren sich in der Masse in den Industrieländern.

    Des weiteren würde mich interessieren, ob meine Beobachtungen zur Temperaturentwicklung hier auf den Philippinen sich mit den Werten zur globalen Messungen zugrunde liegenden Werten decken?

    Mit besten Grüßen aus dem kalten Tropenbüro

    [Antwort: Die Daten finden Sie auf der von mir angegebenen NASA-Website – dort können Sie Karten der Temperaturanomalien ansehen, und Sie können auch für jeden Breitengradgürtel den Temperaturverlauf seit 1880 anschauen. S.R.]

  11. Verdränger

    #Dass die Verdränger der Erderwärmung wie Kulke verzweifelt die Wahrheit im Rauschen suchen,..#

    Es gibt da ja mehrere Positionen, zum einen die s.g. Verdränger, die generell die Erwärmung (GW) abstreiten, die gibt es kaum (noch), dazu gehört auch Herr (soviel Zeit und Höflichkeit sollte sein, nicht wahr ?) Kulke nicht, wenn man denn die Gabe zu Lesen richtig nutzt erkennt man das (siehe 1. Satz in diesem Artikel). Dann gibt es diejeneigen, die der Meinung sind, es liegt aus welchen Gründen auch immer, eine Trendumkehr vor, dazu würde ich Herrn Kulke rechnen, auch ich tendiere dazu das anzunehmen, und, ja dann gibt es die, denen das A im AGW nach wie vor abstrus erscheint – das dürfte eigentlich die vorherrschende Meinung aller Klimahysterie-Skeptiker sein.
    (Klimaskeptiker ist ein idiotisches Wort, den Klima gibt es, als Statistik des Wetters über 30 Jahre, Klimawandel gibt es auch, muß man auch nicht skeptisch sein. Wo man skeptisch sein sollte, daß ist wg. der Hysterie, des Aktionismus, der Geldschneiderei, der angedachten ‚Weltgesellschaften‘ etc.)

  12. Schwieriges Klima für die Medien – Meine

    @ Antje
    #Leider beobachtet man in verschiedenen, auch renommierten Medien immer wieder, dass lieber der Skepsis Raum gegeben wird als der sachlichen Berichterstattung#
    Es ist aber, aus PIK-Sicht wohl eher „leider“, so, daß es auch Skepsis gibt, die sachlich begründet ist. Nicht alles ist sachlich, was das s.g. AGW begründet. Wenn Herr Rahmstorf in Artikeln Wissenschaftler angreift, ihnen vorwirft, z.B. Rentner zu sein, ist das die Sachlichkeit die wir brauchen ?
    Wohl kaum.
    Es wird Neutralität vorgegeben, aber das IPCC ist gegründet worden, um das AGW zu beweisen, nicht um herauszufinden, warum GW stattfindet oder gefunden hat.

  13. Skeptiker bleibt sachlich

    Es wäre wirklich schön, wenn die namentlich hinlänglich bekannten Klimaskeptiker hier mit der selben Sachlichkeit argumentieren würden, wie Prof. Rahmstorf dies getan hat.

    Ich bin neugierig, ob Herr Kulke, Herr Müller und Krishnag den selben Wärmeaktionismus zeigen -wie sie es jetzt beim etwas weniger warmen Januarwetter tun-, wenn die globalen Temperaturen in den nächsten Monaten wieder Rekorde nach oben schreiben!

    Wie gesagt: Es ist eben nur Wetter!

    Aber wenn die globale langfristige Temperaturentwicklung (Klima) eben steil nach oben strebt, krallt man sich als Skeptiker gerne am vorübergehend kalten Wetter fest!

    Wäre die Situation nicht so ernst, man könnte herzlich darüber lachen. Schade, dass manche Medien diesen Unsinn mitmachen!

  14. Schwieriges Klima – Antwort /Nachtrag

    @Antje
    #Leider beobachtet man in verschiedenen, auch renommierten Medien immer wieder, dass lieber der Skepsis Raum gegeben wird als der sachlichen Berichterstattung#

    Skepsis ist in der Wissenschaft der Fahrschein für den Fortschritt in der Wissenschaft, das sollte man nie aus den Augen verlieren.
    Wer sich am vermeintlichen Konsens meint orientieren zu müssen oder behauptet „science is settled“ der ist kein guter Wissenschaftler, der ist ein Bremser der schlimmsten Sorte.
    Sicher ist „Skepsis“ nicht gleich „Skepsis“, aber pauschal Skepsis verurteilen ?
    Nie und nimmer ! Sind wir „ja Sager ?“
    Mit Sicherheit nicht.

  15. @Falsche Wetterpropheten

    Na, wen haben wir denn da ???
    gehts gleich wieder an’s persönliche, ja ?
    Also bitte, genauso cool und sachlich bleiben, wie ich es in meinen Texten auch bin, MfdW, Thorsten oder wie auch immer sich „Laien mit Interesse“ so nennen.

  16. @Falsche Wetterpropheten

    Ich werde mich bis auf die bereits erfolgte Antwort an der hinlänglich bekannten Trollerei des „Falschen Wetterpropheten“, auch bekannt als „Laie mit Interesse“, „Mir fehlen die Wote“, „Thorsten“ nicht weiter beteiligen, es werden von mir keine Bemerkungen kommentiert, was nicht heißt oder heißen soll, daß ich sie akzeptiere, gutheiße oder mit ihnen einverstanden bin.

  17. @ Rahmstorf: Schneedecke

    Hat die Schneebedeckung denn so einen großen Einfluss auf globale Temperaturen? Verglichen mit der Wärmemenge, die im Ozean und im Wasserkreislauf drinstecken, ist das bisschen Albedo doch nur lokal interessant. Oder irre ich mich da?

    [Antwort: Die Energiequelle schlechthin des Klimasystems ist die Sonne. Pro Quadratmeter Erdoberfläche erreichen uns im Mittel 342 Watt an Sonnenenergie. Davon werden rund 30% reflektiert, vor allem an den hellen Flächen wie Wolken, Schnee und Eis. Würde sich der reflektierte Anteil nur um 1 % ändern, würde das die Strahlungsbilanz um 3.4 Watt/m2 verändern – das ist das Doppelte dessen, was wir bislang durch unseren Eintrag von CO2 in die Atmosphäre verursacht haben. D.h. ja: Veränderungen der Schneedecke können eine erhebliche Änderung der Wärmebilanz unseres Planeten verursachen – bis das Frühjahr kommt und den Schnee wieder abtaut. S.R.]

  18. Skeptiker bleibt sachlich

    Herr Krishnag

    Waren Sie es nicht, der Herr Rahmstorf persönlich angegriffen hat, Herr Krishnag?! #comment-1610

    Ich verstehe Ihre Anspielungen nicht.

    Bitte äussern Sie sich sachlich zum Thema!

    Wie können Sie vom WETTERrauschen (Januar) Rückschlüsse auf das KLIMA schließen? Um diese Frage geht es hier!

  19. J.H. von Oehsen

    Herr Prof. Rahmstorf hat nicht mokiert, dass Herr Kulke auf den global kühlen Januar hinweist, diese Tatsache ist unstrittig.

    Er hat beanstandet, dass Herr Kulke aufgrund dieses einen kühlen Januars („Wetterrauschen“) gleich die Klimaerwärmung in Frage stellt. Schon die Überschrift von Herrn
    Kulke: „Klimakatastrophe – alles nur heiße Luft“ lässt sich eben nicht von einem kühlen Januar ableiten!

    Wer aus einem kühlen Januar derartige Schlussfolgerungen zieht, argumentiert unseriös!

  20. Aktualisierung des Science-Artikels

    Sehr geehrter Herr Dr. Rahmsdorff,

    etwas abseits der konkreten Diskussion hätte ich folgende Frage:
    In der Science vom Dezember 2004 war ja ein Artikel erscheinen, der die Frage beleuchtet, ob es in peer-review-Magazinen einen wissenschaftlichen Konsens bezüglich der Ursachen des Klimawandels gibt (http://www.sciencemag.org/…nt/full/306/5702/1686). Das Ergebnis war ein eindeutiges „Ja“. Hat sich seit Erscheinen des Artikels daran nach ihren Informationen irgend etwas geändert? Haben die selbsternannten Skeptiker irgend einen Artikel mit ihren Thesen in einer „seriösen“ naturwissenschaftlichen Publikation untergebracht? Gibt es also irgend welche Änderungen bezüglich der in dem Science-Artikel dargestellten Fakten?

    [Antwort: Mir ist nicht bekannt, ob die Wissenschaftshistorikerin Oreskes ihre Studie aktualisiert hat. Sie können aber einen aktuellen Vortrag von ihr als Video ansehen, der sich mit den Ursprüngen der „Skeptiker“-Bewegung auseinandersetzt – sehr sehenswert. S.R.]

  21. Wow…

    Und ich hatte schon vermutet, nur die Religion-Evolution-Debatten würden manchmal unsachlich. Hier geht es ja nicht weniger deftig zu…

    Was mich jedoch wirklich ärgert, sind die unerläßlichen NS-Vergleiche. Wer gegen Herrn Rahmstorf solche „Vorwürfe“ nötig hat…

    „Von einem glaubwürdigen Wissenschaftler sollte erwartet werden, das er sich nicht der Didaktik längst vergangener Zeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in unserem Land bedient (auch damals wurde Andersdenkende zuerst – über Karikaturen – lächerlich gemacht, dann diffamiert und schließlich verfolgt…).“

    …weckt seinerseits Zweifel an seiner Urteilsfähigkeit. Das ist wirklich unterste Schublade, gegenüber Herrn Rahmstorf und gerade auch gegenüber den Menschen, die damals wirklich litten…

  22. Ist die Erwärmung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    zumindest haben wir in einem Punkt jetzt Übereinstimmung, dass es sich um einen Wissenschafts-Blog handelt, indem Behauptungen und auch Polemik keinen Platz haben sollten. Eben dieses ist in Ihrem Bericht, wie in meinem ersten Kommentar geschildert und auch eingehend dargelegt, in weiten Etappen nicht so.

    Wissenschaft lebt von Dialog und nicht von Monolog, auch wenn dies für den Betroffenen zuweilen ärgerlich erscheint, da er nicht die ihm gebührende, oder erwartete Zustimmung erhält und ist es aus wissenschaftlicher Sicht unangebracht, Andersdenkende, oder Andersargumentierende (in diesem Fall die University of Alabama) als „wirklich umstritten“ zu titulieren (was soll das Attribut wirklich) und somit in die Nähe der wissenschaftlichen Unseriosität bringt. Personen, die so handeln, setzen sich selbst diesem Verdacht aus.

    Die von mir genannte Temperaturkurve trägt den Namen „UAH MSU Global Monthly Mean Mid Troposphere Temperature Anomalies“ und ist auch über Google zu finden. Wie der Name es sagt, handelt es sich um monatlich fixierte (gemessene) globale (Troposphären) Temperaturdaten und nicht um eine mit mathematischem Geschick geglättete Temperaturfolgekurve z.B. nach der Regressionsanalyse. Sie zeigt insofern auch keinen fortschreibenden Trend, sondern lediglich die globalen Realtemperaturen von 12/1978 bis 12/2007. Um bei Ihrer Sprachregelung Ihrer ersten Antwort zu bleiben – diese Kurve, der gemessenen Temperaturen spricht für sich – sie zeigt abgesehen einem Peak um 1997/1998, keinerlei Auffälligkeiten nach oben oder unten.

    Noch zum Abschluss ein Wort über die Ermittlung der globalen Temperaturdaten, da in einem Wissenschafts-Blog dieses erwähnt werden sollte. Zur Standardisierung müssen diese Messungen genormt sein und in einer fest definierten Umgebung (sog. “Englischen Hütte“) stattfinden. Da sich die vielen hundert, oder gar tausend Messstationen in unterschiedlicher geographischer Höhe befinden, muss auf eine Bezugshöhe genormt werden, z.B. Meereshöhe. Hierzu werden zu dem Messwert pro 100m Höhenunterschied 0,65°C hinzuaddiert, da die Temperatur nach der allgemeinen Gasgleichung vom Druck abhängt und hierzu in einen festen physikalischen Zusammenhang (zumindest bei idealer Atmosphäre) steht. Das Problem dabei ist nur, dass es diese idealen Bedingungen in der Realatmosphäre nicht gibt, was für sich allein nicht kritisch ist, da es sich um ein, ich nenne es „gentleman aggrement“ handelt, an das sich alle Messerfasser halten. Problematisch wird das Ganze nur dann, wenn diese errechneten Werten, deren Fehlerquelle bzgl. der Abweichung von der Realathmosphäre nicht bekannt ist, dazu benutzt werden, um Temperaturtrends von z.B. 0,2 °C/Dekade zu ermitteln.

    Damit Sie mich nicht missverstehen. Ich komme selbst aus einem ingenieurwissenschaftlichen Fach mit hoher mathematischer Anwendung und stelle daher mathematisch hergeleitete Ergebnisse nicht in Abrede. Der Leser sollte aber zur Bewertung der Ergebnisse die Rahmenbedingungen und den Umgang mit den Eingangsgrößen kennen (in meiner ersten Stellungnahme bin ich ausführlich darauf eingegangen). Eine Realtemperaturkurve (obwohl sie das Manko besitzt, keinen Trend anzuzeigen) gibt nun einmal die Temperaturen besser wieder, als eine statistisch geglättete Kurve dies könnte.

    Auch ist Ihnen als Fachmann bekannt, dass nun einmal die Temperatur als eine der Klimabasisgrößen nie konstant sein kann und periodischen Zyklen unterliegt. Unsere Temperatur in Mitteleuropa hängt maßgeblich von der AO und NAO ab. Beide wiederum von der AMO (die NOAA-AMO-Kurven sind auch über Google zu finden) und die AMO ist periodisch. Sie hat Kalt- und Warmphasen von jeweils etwa 30-40 Jahren, was i.ü. auch für die PMO gilt, die das Klimageschehen im östlichen Nordpazifik bestimmt. In diesem Zusammenhang sind die von Ihnen ermitteltebn Temperaturtrends von 0,17 °C/Dekade alles andere als dramatisch oder gar abnormal.

    [Antwort: Sehr geehrter Herr Leistenschneider, die UAH-Daten sind insofern umstritten, als es in der Fachliteratur eine lebhafte Diskussion dazu gibt – zum Einstieg siehe die hier diskutierten Publiationen. Anderen Gruppen sind nach Auswertung der gleichen Satellitendaten zu ganz anderen Trends gekommen, und die UAH-Leute mussten mehrfach ihre Daten erheblich korrigieren, u.a. wegen eines simplen Vorzeichenfehlers in der Driftkorrektur des Satelliten. Wieso diese Daten Ihrer Meinung nach eine „Realtemperaturkurve“ liefern, die Thermometermessungen von Wetterstationen dagegen nicht, bleibt mir schleierhaft. Dies ist aber letztlich für unseren zentralen Punkt egal, denn die UAH-Daten zeigen für den hier diskutierten Zeitraum 2000-2007 exakt den gleichen Erwärmungstrend wie die Hadley-Daten. Ich habe sie selbst nach Ihrem Link heruntergeladen und das eigenhändig nachgeprüft und lade unsere wissenschaftlichen Leser ein, selbst das Gleiche zu tun. S.R.]

  23. @Michael Blume

    #Und ich hatte schon vermutet, nur die Religion-Evolution-Debatten würden manchmal unsachlich.#

    Leider zeichnen sich in der Klimadebatte und die Diskussion über den AGW ersatzreligöse Tendenzen ab.

    Oekologie & Klimawissenschaft haben zumindest den Teufel schon gefunden:
    Der Mensch und sein CO2 🙂

  24. Michael Blume

    Sehr geehrter Herr Blume,

    derartige Vergleiche sind in Skeptikerforen leider an der Tagesordnung.

    Ich halte es da mit dem Sprachwissenschaftler Mike Godwin: „Jemand der die Nazis in einer Diskussion nur erwähnt, hat sich selbst damit disqualifiziert, egal worum es ging“. Und er sagt noch etwas: „Werden in einer Diskussion Nazi-Vergleiche vorgebracht, so ist das eine Bankrott-Erklärung für denjenigen, der diese Vergleiche verwendet“.

    In diesem Sinne sollten wir mit denjenigen umgehen, die derartige Vergleiche nötig haben. Auch Krishnag billigt leider derartige Äusserungen. Wir sollten diese Provokationen einfach ignorieren und zur Sachdiskussion zurückkehren.

  25. Sehr geeherter Herr Rahmstorf,

    Ihre Aussagen wie „(…)und die UAH-Leute mussten mehrfach ihre Daten erheblich korrigieren, u.a. wegen eines simplen Vorzeichenfehlers in der Driftkorrektur des Satelliten“ fallen mir schon unangenehm auf.

    Natürlich sind Sie darüber informiert, daß auch das RSS-Team Anfang des Jahres seine Auswertereihen korrigieren mußte (und dem UAH-Team ausdrücklich für seine Mithilfe dankte).

    Sie wissen auch, daß das GISS unlängst seine Auswertereihen korrigieren mußte.

    Ihnen ist ebenfalls bekannt, daß auch die CRU-Auswertungsmethoden mehrfach angepaßt und aktualisiert wurden (was sich erübrigen würde, wenn es da nichts zu verbessern gäbe).

    Sie wissen auch, daß alle diese Korrekturen nicht zu grundsätzlich anderen Verläufen geführt haben – denn wären diese offensichtlich unplausibel gewesen, wären sie kaum so lange unentdeckt geblieben.

    Herr Rahmstorf, Ihre fortgesetzten polemischen Attacken in Haupt- und Nebensätzen gegen Forscherkollegen wie Mangini, Shaviv, Spencer, Christy und andere werfen ein schlechtes Licht auf die deutsche Klimaforschung. Das PIK sollte nicht zum ‚Potsdam Institut für Klimaforscherverfolgung‘ verkommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Flamme

    [Antwort: Zwei Dinge wundern mich. Erstens dass jemand, der den letzten Satz oben geschrieben hat, es als polemisch empfindet, wenn ich einen Datensatz „umstritten“ zu nennen wage, weil es in der Fachliteratur eine kontroverse Diskussion dazu gibt. Zweitens wundere ich mich, dass die Diskussion über die Bodenmessungen vs. Satellitendaten die Gemüter so erregt. Alle Datensätze zeigen doch nahezu exakt das Gleiche! Eine vergleichende Grafik aus dem aktuellen IPCC-Bericht habe ich für unsere an Fakten interessierten Leser hier bereitgestellt – wer sie im Kontext der zugehörigen Diskussion nachlesen will, kann das unter http://www.ipcc.ch – Kapitel 3 von Working Group 1, Seite 268. S.R.]

  26. Skeptiker bleibt sachlich

    Sehr geehrter Herr Flamme,

    es wäre schön, wenn Sie aus diesem Blog hier ein einziges Beispiel benennen (zitieren!) könnten, in denen Prof. Rahmstorf „fortlaufend polemische Attacken“ gegen andere Forscher getätigt hat.

    Schauen Sie aber im Skeptikerforum http://www.oekologismus.de nach, in dem Sie wie ich feststelle viel verkehren, lernt man sehr schnell, wie „sachlich und höflich“ man dort mit Herrn Prof. Rahmstorf, Herrn Lativ, Herrn Schellnhuber, u.a. umgeht. Hiergegen hebt sich der sachliche Vortrag von Prof. Rahmstorf wohltuend ab.

    Ihre Bezeichnung des PIK als „Potsdam Institut für Klimaforscherverfolgung“ ist eine geschmacklose Entgleisung.

    Kein Istitut ist frei von Fehlern. Prof Rahmstorf hat die Fehler des UAH konkret benannt, ohne die dort tätigen Personen in irgend einer Weise abzuwerten. Bitte äussern Sie sich konkret zu den benannten Fehlern des UAH und argumentieren Sie nicht mit Fehlern anderer Institute! Hierüber kann man sicherlich an anderer Stelle diskutieren.

  27. @Thorsten

    Kommentare von „Thorsten“ werden von mir behandelt wie die vom „schlechten Wetterpropheten“. Meiner Aussage in 1623 ist nichts hinzuzufügen.
    Trolle werden nicht gefüttert.

  28. Ich bin sicher, daß Herr Rahmstorf selbst Stellung nehmen kann, wenn er dies für erforderlich erachtet. Auf Unterstützer, die ihre Meinung hinter ihrer Anonymität verstecken, ist er sicher nicht angewiesen.

  29. Skeptiker bleibt sachlich

    Herr Flamme,

    dies hier ist ein offenes Forum. Sinn eines offenen Forums ist es gerade, dass jeder auf jeden Beitrag antworten kann. Andernfalls schreiben Sie Herrn Prof. Rahmstorf bitte einen persönlichen Brief.

    Wenn Sie andere Forumsteilnehmer aus meiner Sicht zu Unrecht der „Polemik“ und „Verfolgung“ Andersdenkender bezichtigen und vom Thema ablenken, dann fühle auch ich mich davon angesprochen.

    Ich behalte es mir aus persönlichen Gründen vor, ein Pseudonym zu verwenden. Das ist nicht ehrenrührig. Hierfür gibt es gute Gründe.

    Sie haben sich noch immer nicht konkret zu den Fehlern des UAH geäussert.

  30. Sehr geehrter Herr Rahmstorf
    #Sehr geehrter Herr Leistenschneider, die UAH-Daten sind insofern umstritten, als es in der Fachliteratur eine lebhafte Diskussion dazu gibt – zum Einstieg siehe die hier diskutierten Publiationen.#
    Diese Daten sind vielleicht umstritten, die Gründe werden ja in dem Link ausgeführt.
    Die terrestrischen Messungen sollten auf Grund der Qualität der Standorte, der Anzahl, Wechsel der Standorte mindestens genauso umstritten sein und genauso detailliert diskutiert werden.
    UHI ist kein „Kavaliersdelikt“ dem man mit pauschalen Korrekturen zu Leibe rücken kann.

  31. Skeptiker bleibt sachlich

    UHI hat mit „Kavaliersdelikt“ nichts zu tun! Der Wärmeinseleffekt wurde entgegen Ihrer Dartstellung umfangreich diskutiert.

    Der IPCC schreibt hierzu:

    „Urban heat island effects are REAL but local, and have
    not biased the large-scale trends. A number of recent studies
    indicate that effects of urbanisation and land use change on
    the land-based temperature record are negligible (0.006ºC per
    decade) as far as hemispheric- and continental-scale averages
    are concerned because the VERY REAL but local effects are
    AVOIDED or ACCOUNTED for in the data sets used. In any case, they
    are not present in the SST component of the record. Increasing
    evidence suggests that urban heat island effects extend to
    changes in precipitation, clouds and DTR, with these detectable
    as a ‘weekend effect’ owing to lower pollution and other effects
    during weekends“

    Es gibt unzählige wissenschaftliche Abhandlungen zum UHI-Effekt, s. z.B. Boundary Layer Meteorology etc

  32. UHI

    @Falsche Wetterpropheten
    #Urban heat island effects are REAL but local, #

    Daher hier: http://www.wissenslogs.de/…forscher#comment-1609
    meine Frage dazu, in weiser Vorraussicht gestellt, nicht eigentlich zu dem Thema, aber immerhin 🙂
    Mit diesen Begriffen wird immer wieder gern Schindluder getrieben, von beiden Seiten.

  33. Herr Anonymus,

    Herr Rahmstorf *ist* hier Forenteilnehmer, insofern ist ein zusätzlicher, persönlicher Brief wohl hinfällig.

    Um Ihrem Wunsch nach Stellungnahme zu entsprechen:

    Auch wenn mir nicht alle Einzelheiten bekannt sind, so sehe ich in den Fehlern des UAH_Teams um Spencer/Christy keineswegs besonders ’simple‘ Fehler, die die Glaubwürdigkeit ihrer Daten generell erschüttern würden. Die Fehler sind nicht ’simpler‘ als zB falsche Dateien zur Auswertung heranzuziehen (GISS) oder sich beim Stitching zu vertun (RSS).

    Scheinbar muß ich extra für Sie nochmal wiederholen, daß diese beiden SAT-Teams ausgezeichnet über die gegenseitigen Methoden informiert sind und auch Code austauschen, so daß bedeutende Fehler, Abweichungen und Änderungen hier einfach nicht zu erwarten sind (1).
    Daß beide Teams nicht zu exakt den gleichen Daten gelangen, ist methodisch begründet und kein Anlaß zur Sorge, sondern stellt (zusammen mit den Bodendaten) eine willkommene, ja unverzichtbare Verifikationsmöglichkeit dar.

    (1) Zitat des UAH-Teams anläßlich der von Herrn Rahmstorf angesprochenen UAH-Korrekturen:

    „The new global trend from Dec 1978 to July 2005 is +0.123 C/decade, or +0.035 C/decade warmer than v5.1. This particular error is within the published margin of error for LT of +/- 0.05 C/decade“

    Der Trendfehler der v5.1-Datenreihe lag also völlig innerhalb der zugesicherten Genauigkeiten – wieder ein wichtiges Detail, das man in Herrn Rahmstorfs Kritik vergebens sucht.

  34. @ Krishnag

    „Oekologie & Klimawissenschaft haben zumindest den Teufel schon gefunden:
    Der Mensch und sein CO2 🙂 „

    Und einige „wahrhaft Glaubende“ fühlen sich in anderen Kontexten von Evolutionsbiologen und hier eben von Klimawissenschaftlern verfolgt, weil die Erkenntnisse nicht ins eigene Weltbild passen. Schon klar.

    Als klimawissenschaftlicher Laie fällt mir auf, wie unsäglich und polemisch hier gegen Herrn Rahmstorf geschrieben und dabei von den Angreifern gleichzeitig eine Verfolgtenrolle eingenommen wird. Beschämende NS-Vergleiche, das Potsdamer Institut als „Potsdam Institut für Klimaforscherverfolgung“ zu bezeichnen, die seltsame Korrelation von Thorsten mit Trollen (was soll das denn sein? Ein Argument? Eine Herabsetzung des Namens?) etc.

    Nichts gegen harte Debatten, Ironie und auch mal ein rhetorisches Stilmittel. Aber wer „Argumente“ auf solchem Niveau durchgängig nötig hat, zeigt m.E. einfach an, dass es an anderen, seriöseren mangelt. Sie führen hier vom Stil her, wie ich das sehe, keine wissenschaftliche Diskussion, sondern einen Gut-Böse-Glaubenskampf, in dem Sie sich und Ihresgleichen als verfolgt wähnen und daher meinen, sich mit allen Mitteln gegen die vermeintliche Klima-Verschwörung „verteidigen“ zu dürfen. Und mit der Beobachtung und Einordnung solcher Prozesse habe ich von meinem Fach her öfter zu tun… (-;

  35. @ Ohne Worte: Vielen Dank!

    Es ist ja eine schöne, manchmal aber auch tragische Erfahrung, wenn eigene Beobachtungen empirisch bestätigt werden. Mir war ja aufgrund der hier namentlich und anonym vorgetragenen Anwürfe gegen Herrn Rahmstorf die Ähnlichkeit zu kreationistischen Argumentationsmustern aufgefallen. Und die von Ihnen angegebene Website, die mich wohl davon überzeugen sollte, dass Herr Rahmstorf rein wissenschaftlich angegangen wird, enthält nach zahlreichen Attacken gegen seriöse Wissenschaftler und Politiker u.a. jenen Text:

    „Die Bibel erklärt, dass kurz vor der Wiederkunft Jesu ein Weltreich entstehen muss, das von fast allen Menschen mit Freude angenommen werden wird: Das Reich des Antichristen!
    Dieses Reich wird ganz offensichtlich durch Schüren von Angst vorbereitet. Wir brauchen einen starken (menschlichen! – also Humanismus!) Retter und Erlöser, der die ganze Welt gleichschaltet, damit „wir gemeinsam die Gefahr von uns allen abwenden“. Bei solch einem Ansatz dieser zukünftigen Regierung ist klar, dass sie eine Diktatur sein wird, schlimmer als Hitler! Denn jeder der nicht mitmacht, ist eine Gefahr für die ganze Welt (Weltklima!)! Die Bibel: Offenbarung Kapitel 13″

    Da bleibt mir -als Wissenschaftler und als Christ- eigentlich nur die Rückfrage: Wer schürt hier eigentlich Ängste? Und wer verknüpft hier andere, empirisch abgestützte Meinungen mit Hitler und dem Antichristen? Sicher nicht Herr Rahmstorf…

    Danke, @Ohne Worte et al., für diese überzeugende Selbstentlarvung…

  36. Es stürmt nur der Alarmismus

    Hallo an alle,

    Herr Kulkes Originaltext steht hier:

    http://www.welt.de/…ermt_nur_der_Alarmismus.html

    Zu der Zeit, wo der Text verfasst wurde, hatte Herr Kulke zu 99% recht. Es ist geradezu traurig, wie er hier von Herr Rahmstorf angegriffen wird, schreibt er doch glasklar:

    „Gibt es doch keine Klimakatastrophe? Das zu behaupten, wäre voreilig.“

    Zu dem neuen Artikel von Herr Kulke gibt es durchaus seriöse Klimawissenschaftler, die andere Ansichten haben als Herr Rahmstorf:

    http://rankexploits.com/…predict-recent-warming/

    „I don’t see how anyone can think rate of change in global temperatures since 2001 is at the uppe end of what was predicted by the IPCC in 2001. If we don’t correct for serial autocorrelation, it’s flat. If we correct, it’s negative. If we look at annual data, it’s flat. How can this be at the upper end?“

    Ich finde es übrigens unseriös, zu behaupten, dass die Graphiken aus den Grönlandbohrkernen bei herr Beck falsch wären, denn bis 1950 zeigen sie wärmere Temperaturen im Mittelalter an als heute. Dazu gibt es noch neuere Temperaturdaten, die zeigen, dass Grönland vor mehr als 50 Jahren, wärmer oder genauso warm war, wie heute. Man darf also durchaus die Temperaturen aus den Bohrkernen wie man sie hier z.B. findet

    http://www.biokurs.de/treibhaus/ unter (Temperaturverlauf von Bohrlöchern aus Grönland)

    extrapolieren.

    Vor einigen Jahren wurde behauptet, dass der Temperaturanstieg von 1980 bis 1998 der ultimative Beweis für den menschlichen Treibhauseffekt sei. Ausserdem wurde später behauptet dass der Anstieg des „heatcontent“ (Hitzeinhalts) der Meere den Beweis jetzt schlussendlich liefern würde.

    Als Herr Kulke seinen Artikel verfasste, hatte ein Herr Lyman gerade herausgefunden, dass die Meere innerhalb weniger Jahre einen Grossteil dieses „heatcontent“ verloren hatten. Ausserdem war 1998 ein aussergewöhnlich warmes Jahr. Nimmt man den ganzen Trend von 1960 bis heute, ist der Temperaturanstieg gar nicht mehr so absolut unwiderlegbar menschgemacht.

    Darauf hatte Herr Kulke sich basiert und seine Kritik war durchaus gerechtfertigt. Denn kurz vorher hatten die „Katastrophisten“ den Anstieg des „heatcontent“ der Meere und den globalen Temperaturanstieg von 1980 bis 1998 als ultimativen Beweis für den menschlichen Einfluss bezeichnet.

    Ich finde Herr Kulkes Artikel äusserst neutral und kaum angreifbar und kann Herr Rahmstorfs Angriff keinesfalls verstehen.

    Die „Katastrophisten“ im Allgemeinen scheinen Kritik oft nicht annehmen zu wollen?!

    Dass Herr Lyman sich sogar irrte, konnte Herr Kulke damals wohl kaum wissen. Es ist die Aufgabe derjenigen, die etwas behaupten (als absolut einzig wahre Fachleute) wenn diese Behauptungen sich nicht mehr mit der Realität vertragen. Nicht umgekehrt.

    Hochachtungsvoll

    Eddy

  37. Michael Blume

    Danke für Ihre deutlichen Worte.

    Ich habe schon versucht, im Skeptikerforum http://www.oekologismus.de diese rechten Vergleiche abzustellen. Hierzu ist man dort leider nicht bereit. Statt dessen beschimpft und vergleicht man dort Klimaforscher und um das Klima besorgte Menschen mit grünen „Ökofaschisten“, „Greenpissern“, „braunen Weltbeglückern“, „Inquisatoren“ u.v.m.. Weil ich diese Vergleiche nun erneut dort kritisiert habe wurde ich jetzt wie auch schon etliche andere vor mir aus diesem Forum ausgeschlossen. Man wünscht dort keine kritischen Anmerkungen zum eigenen Fehlverhalten und ist hier auch nicht bereit, dieses zu überdenken. Eine Diskussion ist mit „diesen Leuten“ so leider nicht möglich.

    Eddy, ohne Worte, Raphael Gerk, Krishnag und Flamme sind alles Teilnehmer des Forums Oekologismus. Dort wird offen dazu aufgerufen, hier im Forum mitzumischen.

    Und „ohne Worte“. Ihren Link an Herrn Blume meinen Sie doch wohl nicht ernst, oder? Ich selbst bin auch Christ. Ich würde mir aber nie anmaßen, mit der Bibel unter dem Arm gegen eine Klimaschutzpolitik zu predigen. Das ist Religionsmissbrauch erster Kategorie!

    Durch meinem Glauben sehe ich eine besondere Verantwortung für Schöpfung und Mitmenschen.

    Die Diskusion als solche muss aber wissenschaftlich geführt werden. Wer den Glauben hierfür instrumentalisiert und missbraucht, ist ein angstschürender Sektierer!

    Und Eddy alias Müller. Wollen Sie jetzt wirklich hier mit dem Klimalaien Beck argumentieren, der der wiederholten Datenmanipulation überführt wurde?

    Ich schlage vor, wir verlassen jetzt die Diskussion um rechte Vergleiche und kehren zum Sachthema zurück!

  38. Ist die Erderwärmung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rahmstorf,

    vielen Dank für Ihre detaillierte Auskunft und die engagierte Diskussion. Den Link (die Internet Seite kannte ich) und die kurz geschilderte Problematik bzgl. der Handhabung und der Fehlermöglichkeit von Satellitendaten, was mein Wissen im Umgang mit der komplexen Thematik erweiterte und Anstöße zum besseren Verständnis gibt.

    In Bezug Ihrer Anregungen, sollte auch bei Satellitendaten die Verwendung „Real“ oder „Echt“ kritisch betrachtet werden. Ihre Frage, warum ich Satellitendaten, einen der Wirklichkeit näher kommenden Wert zuordne, liegt daran, dass von den drei gängigen Verfahren zur Temperaturerfassung – Thermometermessung, Ballon- und Satellitenmessung – die Daten von Ballon- und Satellit am besten übereinstimmen (was natürlich nicht für ihre Richtigkeit spricht – die Thermometerdaten weichen von beiden in etwa gleicher Weise ab). Sowie der Tatsache, dass die Temperaturmessungen (durch individuelle Gewichtung, in meinem ersten Kommentar) und der mathematischen Höhenanpassung, nicht mehr die Ursprungswerte wiedergeben. Des Weiteren sind die Messstationen räumlich ungleichmäßig verteilt (mit zunehmender Erfassung über den Ozeanen wird hier sicherlich die Lücke zu schließen sein). Ihr ebenfalls renommierter Kollege Herr Prof. Dr. John Christy sieht dies ähnlich und priorisiert meines Wissens ebenfalls Ballon-, bzw. Satellitendaten. Bewusst hatte ich auf eine geglättete, also mathematisch behandelte Kurve in meiner Argumentation verzichtet und auf eine rein messtechnisch ermittelte Kurve verwiesen. Die Messwerte für die ersten 8 Jahre diesen Jahrtausends lassen keinen Trend zu Temperaturanomalien erkennen.

    Diese unterschiedliche Auffassung kann aber die wissenschaftliche Auseinandersetzung nur fördern, da sie den Anreiz zu weiteren Gesprächen und Untersuchungen schafft, an deren Abschluss dann, sowohl für den interessierten „Laien“, als auch für den engagierten Wissenschaftler, Klarheit besteht. Ihr Wissenschaftlerkollege Herr Prof. Dr. John S. Mattick hat die Problematik (allerdings in einem anderen Zusammenhang) in Spektrum der Wissenschaft (03/05) anschaulich formuliert: “Unbewiesene Annahmen entwickeln manchmal ein Eigenleben, was besonders in der Naturwissenschaft unangenehme Folgen haben kann. Am Anfang geht es gewöhnlich nur um eine plausible oder einfache Erklärung der Befunde. Wenn sie keine offensichtlichen Mängel aufweist und ihr Wahrheitsgehalt nicht unmittelbar überprüfbar ist, mutiert sie aber oft zum Glaubenssatz. Neue Beobachtungen werden dann passend interpretiert. Irgendwann aber muss das Dogma unter der Last eklatanter Widersprüche zusammenbrechen.“ MfG RL

    [Antwort: Lieber Herr Leistenschneider, ich wundere mich ein wenig, dass Sie die Satellitendaten „eine rein messtechnisch ermittelte Kurve“ nennen – Sie wissen doch sicher, dass diese noch stärker auf Modellen und Berechnungen beruht, als die Bodenmessungen mit Thermometern. Was die Höhenkorrektur der Wetterstationen angeht: zumindest kennt man die Höhe, in der gemessen wird. Bei den Satelliten weiß man nicht, aus welcher Höhe in der Atmosphäre die Strahlung stammt, die oben beim Satelliten ankommt. Auch die Glättung ist nicht relevant: ich zeige in meiner Grafik ja auch die Jahresmitteldaten, und auf den von mir angegebenen Weblinks sind auch die Monatsdaten. Zur Erläuterung erlaube ich mir ein Zitat aus unserem Buch Der Klimawandel, Kapitel 2:

    Die globale Erwärmung wird auch durch Satellitenmessungen
    bestätigt, auch wenn die Messreihen erst Ende der 1970er
    Jahre beginnen. Um die Lufttemperatur zu bestimmen, nutzt
    man dabei die von den Sauerstoffmolekülen der Luft abgegebene
    Mikrowellenstrahlung (sog. MSU-Daten). Allerdings
    kann man so nicht die für uns Menschen vor allem interessanten
    oberflächennahen Temperaturen bestimmen, da der Satellit
    Strahlung aus der ganzen Luftsäule misst – teilweise sogar aus
    der Höhe der Stratosphäre, die sich (hauptsächlich aufgrund
    des Ozonschwundes) in den vergangenen Jahrzehnten um
    ca. 2°C abgekühlt hat.46 Die Interpretation der Satellitendaten
    ist deshalb (und auch wegen der kurzen Lebensdauer und veränderlichen
    Bahn der Satelliten) schwierig, und verschiedene
    Arbeitsgruppen sind bei der Bestimmung des Erwärmungstrends
    für die unteren Kilometer der Atmosphäre zu recht unterschiedlichen
    Ergebnissen gekommen. Die Spanne reicht von 0,12°C
    bis 0,26°C Erwärmung pro Jahrzehnt (seit 1979).47 Zum Vergleich:
    die Bodenmessungen (Abb. 2.3) ergeben für diesen Zeitraum
    0,17°C pro Jahrzehnt.“

    S.R.]

  39. @Blume

    Werter Herr Blume

    Als studierter Religions- und Politikwissenschafter ist man natürlich auch Wissenschaftler, leider kein Naturwissenschaftler.

    Eigentlich war der Link dazu gedacht, Sie zu informieren, das Christen durchaus zwiegespaltener Meinung sind. Der Autor ist Christ, Umweltschützer, Mathematiker und Informatiker. Ihre Art der Interpretation finde ich befremdlich.

    Ängste vor Diktaturen sind durchaus berechtigt, wie die Weltgeschichte zeigt. Befürworten Sie ein Meinungsdiktat des IPCC in den Klimawissenschaften?

  40. @Thorsten

    @Thorsten

    „Die Diskusion als solche muss aber wissenschaftlich geführt werden. Wer den Glauben hierfür instrumentalisiert und missbraucht, ist ein angstschürender Sektierer!“

    Nun ist das eine wissenschaftliche Diskussion, an der sich Herr Prof. Graßl hier beteiligt?

    http://video.google.de/…ocid=1761867670182358694

    Kirche, alle Umweltverbände und Attac waren die Veranstalter.

  41. ohne Worte alias Krishnag

    Bitte sagen Sie mir konkret, welche Äusserung Sie von Herrn Prof. Graßl kritisieren. Dann können wir darüber reden. Ich unterstütze die Kernaussagen seines Vortrages. Diese sind hinreichend durch wissenschaftliche Forschungsergebnisse gedeckt.

    Herr Prof. Graßl hat zumindest nicht mit Bibelversen Angst geschürt.

    In Ihrem Schreiben an Herrn Blume ziehen Sie schon wieder ungeheuerliche Vergleiche zwischen Diktaturen und dem angeblichen „Meinungsdiktat“ des IPCC. Es gibt kein Meinungsdiktat des IPCC. Die Klimaforschung fordert von den sog. „Klimaskeptikern“ seit Jahren, ihre Thesen ordentlich wissenschaftlich zu publizieren und Reviews zu unterziehen. Das wäre prima, denn dann könnte man wissenschaftlich darüber diskutieren und die Ergebnisse würden auch in die IPCC-Berichte einfließen. Aber nicht publizieren und dann hinterher unbelegte Behauptungen meist fachlicher Laien in die Welt setzen, das gilt nicht.

  42. Herr Rahmstorf,

    Sie antworteten mir:
    „Zwei Dinge wundern mich. Erstens dass jemand, der den letzten Satz oben geschrieben hat, es als polemisch empfindet, wenn ich einen Datensatz „umstritten“ zu nennen wage, weil es in der Fachliteratur eine kontroverse Diskussion dazu gibt. Zweitens wundere ich mich, dass die Diskussion über die Bodenmessungen vs. Satellitendaten die Gemüter so erregt. Alle Datensätze zeigen doch nahezu exakt das Gleiche!“

    Ich stimme Ihnen da völlig zu. Umsomehr verwunderte mich ja Ihre Reaktion: Daß Sie es für nötig halten, von allen ’simplen‘ aber letztendlich doch völlig unbedeutenden Fehlern in all diesen nahezu exakt gleichen Temperaturreihen ausgerechnet Fehler des UAH-Teams besonders herauszekehren. Wieso Sie deren Ergebnisse als umstritten bezeichnen, wo sie doch Ihrer Meinung nach eigentlich deckungsgleich mit allen anderen Ergebnissen sind.

    Ich bin ein praktisch denkender Mensch, Herr Rahmstorf. Wenn Ihre einseitige Darstellung „und die UAH-Leute mussten mehrfach ihre Daten erheblich korrigieren, u.a. wegen eines simplen Vorzeichenfehlers“ nicht auf eine Diskreditierung der Daten abzielt, dann kann die Absicht nur in einer Diskreditierung der Personen bestehen, die sie erhoben haben – und es ist wohlbekannt, daß das UAH-Team bzgl. der *Interpretation* dieser Daten nicht so ganz auf Ihrer Linie liegt.

    Ich weiß ja, daß Sie den Planeten retten wollen. Aber das wird nicht gehen, wenn Sie Ihre wissenschaftlichen Grabenkämpfe auf diese Weise öffentlich austragen. Für mich verlieren Sie damit (trotz der guten Absichten, die ich Ihnen durchaus zubillige) ganz erheblich an Glaubwürdigkeit. Sie schaden zudem dem Ansehen der Wissenschaft allgemein, wenn ein Laie nach der Lektüre Ihrer Kommentare glaubt, da seien ja Stümper am Werk, die noch nichtmal ein Vorzeichen richtig setzen können.

    Und, Herr Rahmstorf, bitte lesen Sie meinen damaligen Kommentar doch noch einmal sorgfältig. Sie werden mir sicher nicht widersprechen wollen, daß sich das PIK wirklich nicht in dieser Richtung bewegen sollte – und dort, wo die ersten Ansätze dazu bereits sichbar wurden, schnellstens den Rückwärtsgang einlegen sollte.

    Wissenschaftliche Erfolge erzielt man am ehesten durch bessere Forschung, politische Erfolge durch geschicktere Schlammschlachten … es ist Zeit für große, grundsätzliche Entscheidungen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Wolfgang Flamme

  43. @ Ohne Worte

    „Als studierter Religions- und Politikwissenschafter ist man natürlich auch Wissenschaftler, leider kein Naturwissenschaftler.“

    Ja, deswegen habe ich auch nicht beansprucht, die Klimaargumente hier abschließend bewerten zu können, sondern auf die verblüffende Ähnlichkeit fundamentalistischer Argumentationsmuster in kreationistischen und den hier vertretenen Anti-Klima-Kreisen hingewiesen. Die Sie dann sogar eindrucksvoll bestätigt haben.

    „Eigentlich war der Link dazu gedacht, Sie zu informieren, das Christen durchaus zwiegespaltener Meinung sind.“

    Danke. Das ist auch bei Fragen der Evolutionstheorie in der Tat so. Und auch da gibt es Leute, mit denen man wunderbar diskutieren kann, ohne dass sie Andersdenkende gleich mit dem Bösen in Verbindung bringen…

    „Der Autor ist Christ, Umweltschützer, Mathematiker und Informatiker.“

    Also auch kein Naturwissenschaftler…

    „Ängste vor Diktaturen sind durchaus berechtigt, wie die Weltgeschichte zeigt.“

    Nicht aber im Bezug auf Herrn Rahmstorf, das Potsdam-Institut oder die Klimaforschung! Das ist nicht nur fachlich und tatsächlich lächerlich, sondern verhöhnt auch die Menschen, die seinerzeit echte Verfolgungen auf Leib und Leben erlitten und Angehörige verloren haben!

    Und davon abgesehen: eine Vermischung wissenschaftlicher und religiöser Diskussionen schadet eher. Wenn Sie Wissenschaft diskutieren wollen – gerne. Wenn Sie Andersdenkende für Verbündete des Antichristen halten, hat das aber mit seriöser Wissenschaft nichts mehr zu tun.

    „Befürworten Sie ein Meinungsdiktat des IPCC in den Klimawissenschaften?“

    Ganz und gar nicht. Und ich sehe dieses auch nicht, ebensowenig wie es eine Verschwörung der Evolutionsbiologen gibt. Gerade weil ich für die Freiheit von Forschung und Lehre eintrete lehne ich es entschieden ab, wenn sich Wissenschaftler pauschal als Verschwörer, Verfolger und Verbündete teuflischer Mächte beschimpfen lassen müssen. Das ist weder in Religions-, noch Naturwissenschaften und auch nicht in Mathematik oder Informatik korrekt…

    Da fehlen diesmal mir die Worte, lieber anonymus…

  44. #Als klimawissenschaftlicher Laie fällt mir auf, wie unsäglich und polemisch hier gegen Herrn Rahmstorf geschrieben und dabei von den Angreifern gleichzeitig eine Verfolgtenrolle eingenommen wird#

    Wer in der Presse oder auf der Homepage von Herrn Rahmstorf seine Beiträge verfolgt oder gelesen hat wird nicht daran vorbeikommen zu bemerken, das die Art und Weise wir er z.B. mit Kollegen (Wissenschaftlern) umgeht, zum Teil schon recht befremdlich ist. Aber das kann jeder sehen wie er will, aber für jemand mit diesem Verhalten in dieser Stellung habe ich grundsätzlich keinen Respekt. Es gehört sich nicht, das ist eine Frage der Kinderstube, Kollegen mit abweichender Meinung derart abzukanzeln, zu erniedrigen, lächerlich zu machen, seine wissenschaftiche Reputation abzusprechen.

    [Antwort: Ich möchte alle Leser dazu einladen, sich ein eigenes Bild zu machen – fast alle meine Artikel sind auf meiner home page nachzulesen. In der Tat wage ich es gelegentlich, ein in der Fachliteratur umstrittenes Ergebnis „umstritten“ zu nennen, oder ich erwähne auch gelegentlich, wenn eine These die meisten Fachkollegen nicht überzeugt. Das ist in der Wissenschaft normal – es geht mir mit meinen eigenen Arbeiten genauso. Unsere These, dass abrupte Klimawechsel während der letzten Eiszeit durch Sonnenzyklen ausgelöst worden sein könnten (Braun et al., Nature 2005), hat z.B. bislang die meisten Kollegen nicht überzeugt. Ich gehöre zu denen, die der Meinung sind, man sollte offen über solche Dinge diskutieren. S.R.]

  45. @Michael Blume
    Solange Wissenschaftler Wissenschaft betreiben mag ja Ihre Aussage zutreffen, aber wenn Wissenschaftler sich anfangen derart in die Politik einzumischen, dann krieg im Zusammenhang mit Klima sehr ernsthafte Bedenken. Mit den diversen „likely“ sollte man keine Politik machen.

  46. @Thorsten, Blume

    @Thorsten, Blume

    Mir wird leicht unwohl, bei den Äußerungen die von Ihnen Thorsten und Herrn Blume fallen.

    Ich möchte das näher erläutern.

    Zum einem gibt es das IPCC das zu 90% vom AGW überzeugt ist.

    Dann gibt es die sog. Skeptiker, die bekanntlich nicht zählen. Alles Lobbyisten und „Scharlatane“ ohne anständige Peer-Review-Veröffentlichungen. Stimmt das wirklich?

    Weiter gibt es die zu 110% überzeugten Wissenschaftler und vor allem Laien in Umweltschutzverbänden, Kirchen, Politik, …

    Zusammen ergibt das also ihren 100%igen Konsens?

    Vor allem die 3. von mir genannte Gruppe bereitet mir dabei Bauchschmerzen, die zu 110% Überzeugten.

    Gewisse ersatzreligiöse und diktatorische Züge zeichnen sich für mich hier ab.

    Thorsten, Sie und Herr Blume scheinen mir dieser 3. Gruppe anzugehören. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege.

    Herr Blume, Sie sind in der Lehre und Politik aktiv, vermutlich auch im Bereich des Klimachutzes? Thorsten, Sie scheinen auch im Bereich des Klimaschutzes aktiv zu sein. Beide sind Sie nicht in der Klimaforschung tätig, erlauben sich aber ein abschließendes Urteil, ohne wenn und aber.

    Wie würden Sie beide das bezeichnen?

  47. Sehr geehrter Herr Rahmstorf

    Zum Thema passt der folgende, offenbar von Ihnen selbst verfasste Artikel:
    http://www.pik-potsdam.de/…an/klimahysterie.html

    Dort kritisieren Sie einen Wissenschaftler wie folgt:
    „Schaut man bei der angegeben Quelle nach (wie bei Reichholf üblich ein populärwissenschaftlicher Artikel, keine Originalquelle) stellt man fest: es handelt sich um C14-Daten aus Baumringen, die Rückschlüsse auf die vergangene Sonnenaktivität erlauben. Doch Reichholf hat die Kurve verändert: im Original reichen die Daten bis 1955, bei Reichholf ist dieselbe Kurve so gestreckt, dass sie bis zum Jahr 2000 reicht. Dies ist nicht unwichtig: bekanntlich hat die Sonnenaktivität seit 1955 nicht zugenommen, weshalb sie nicht an der aktuellen Erwärmung beteiligt sein kann. Bei Reichholf sieht es dagegen so aus, als habe die Sonnenaktivität bis 2000 deutlich zugenommen.“

    Wie ich Ihrem Link zum Magazin Nature entnehme, gibt es ein einziges aktuelles Papier, auf das sich ihr Artikel hier stützt.

    Ein Zitat daraus:

    „The analysis shows that global
    warming since 1985 has been caused neither by an increase in solar radiation nor by a decrease in the flux of galactic cosmic rays (M. Lockwood and C. Fröhlich Proc. R. Soc. A doi:10.1098/rspa.2007.1880; 2007).

    2.) Dort steht aber, dass sowohl TSI als auch Sonnenflecken 1985-1987 den Höchststand erreichten (um hier nur mal den direkt messbaren Einfluss der Sonne zu erwähnen, und ohne Timelag). Jeder Unbescholtene, der dies liest, könnte zum Schluss kommen, dass natürliche Klimaschwankungen (20+ Jahre = multidecadal) aufgehört hätten zu existieren, seit es moderne Klimatologen gibt. Und leider kann ich Ihre Aussage, dass die Sonnenaktivität seit 1955 nicht zugenommen haben soll, nicht nachvollziehen.

    [Antwort: Die Quelle dieser Aussage ist der folgende Artikel: Solanki, S.K. and N.A. Krivova, Can solar variability explain global warming since 1970? Journal of Geophysical Research, 2003. 108: p. 1200. Dort ist in Abb. 2 der Verlauf der Sonnenaktivität zeit 1850 gezeigt. Sie hat bis ca. 1950 zugenommen und ist seither praktisch flach. Der neuere Review-Artikel von Lockwood und Fröhlich, den Sie oben zitieren, untersucht eine ganze Reihe von Sonnenindikatoren. Man sieht dort Schwankungen (z.B. den von Ihnen genannten Peak um 1985, der praktisch gleich hoch ist wie ein ähnlicher Peak um 1955), aber man sieht keinen klaren Trend über die letzten 50 Jahre. Wenn die Sonnenaktivität keinen Trend aufweist (seit 20 Jahren sogar einen Abwärtstrend), dann ist es recht schwer, damit den seit Anfang der 1980er beobachteten starken Erwärmungstrend zu erklären (siehe Grafik in meinem Blogbeitrag). Zu diesem eindeutigen Schluss kommt auch der Review-Artikel von Lockwood und Fröhlich. S.R.]

  48. Albedo und Wolken

    Herr Rahmstorf, vielen Dank für Ihre Antwort.

    Da stellt sich für mich jedoch eine weitere Frage: Wenn die Albedo für das Klima so entscheidend ist, dann stehen und fallen die Klimamodelle letztendlich mit der korrekten Modellierung der Wolkenbedeckung. Haut das inzwischen hin, bzw. wie groß sind die Unsicherheiten, die dadurch entstehen?

    [Antwort: Lieber Herr Fischer, Sie haben vollkommen Recht – die nach wie vor verbleibende Unsicherheit in der Klimasensitivität (also in der Frage, wie stark die Temperaturerhöhung bei einer gegebenen Störung des Strahlungsgleichgewichts ausfällt) ist zum großen Teil durch Unsicherheit über das Verhalten der Wolken bedingt. Man hat diese Unsicherheit leider trotz intenviser Forschung nur geringfügig verringern können. Sie wurde in den früheren IPCC-Berichten mit 1,5 – 4,5 ºC angegeben, im neuesten IPCC-Bericht nun mit 2,0 – 4,5 ºC. Diese Unsicherheit, und die Methoden sie einzugrenzen, ist im IPCC-Bericht ausführlich diskutiert. Eine etwas weniger fachsprachliche Diskussion dazu finden Sie auch in unserem Buch „Der Klimawandel“ in Kapitel 2 (dort online lesbar). S.R.]

  49. #Abstract
    Sun not to blame for global warming.
    A study has confirmed that there are no grounds to blame the Sun for recent global warming. The analysis shows that global warming since 1985 has been caused neither by an increase in solar radiation nor by a decrease in the flux of galactic cosmic rays #
    —————————-
    Aus einem Link:
    http://www.pik-potsdam.de/…an/klimahysterie.html
    in demm dazu folgender Text von Herrn Rahmstorf steht:
    #Dies ist nicht unwichtig: bekanntlich hat die Sonnenaktivität seit 1955 nicht zugenommen, #
    Dazu:
    #Ein Max-Planck-Forscherteam hat die Aktivität unserer Sonne seit der letzten Eiszeit rekonstruiert: So aktiv wie in den letzten 60 Jahren war sie seit 8.000
    Jahren nicht mehr.
    30. Oktober 2004,#
    http://www.raumfahrer.net/…/30102004023706.shtml

    [Antwort: Sie sprechen hier von der Arbeit des Kollegen Sami Solanki, die zu dem Schluss kommt: die Sonnenaktivität hat bis ca. 1950 stark zugenommen (möglicherweise auf ein Niveau, das es in den Jahrtausenden davor nicht gab), seither aber nicht mehr. Solanki selbst folgert: „This comparison
    shows without requiring any recourse to modeling that since roughly 1970 the solar
    influence on climate (through the channels considered here) cannot have been dominant.“ Auch bei Berücksichtigung der Trägheit im Klimasystem, die durch die Wärmespeicherung im Ozean entsteht, kann eine Zunahme der Sonnenaktivität vor 1950 nicht wesentlich zu der starken Erwärmung seit 1980 beigetragen haben. S.R.]

    #Vor allem der beobachtete Anstieg des atmosphärischen Ozongehalts von 1995 bis 2002 wird in dem Modell richtig simuliert. Eine Analyse der Ergebnisse belegt, dass dieser Anstieg in erster Linie auf eine Zunahme der Sonnenaktivität zwischen 1996 und 2001 zurückzuführen ist und nicht – wie teilweise behauptet – auf einen Rückgang der Chlorkonzentration in der Atmosphäre#
    Schreibt Franz Alt hier:
    http://www.sonnenseite.com/…n4726&flash=true
    ———————–

    in dem selben Text schreibt Herr Rahmstorf auf seiner Seite über Herrn Reichholf:
    # Zudem wird den Lesern nahegelegt, es handele sich um eine Temperaturkurve. #

    Die Bildunterschtrift lautet tatsächlich:

    #Abb. 23: Aktivität der Sonne (Sonnenflecken) und Klimageschichte im letzten Jahrtausend ( Daten nach Clark 2006 im ‚New Scientist‘) Der punktierte Pfeil zeigt die Phase der gegenwärtigen Klimaerwärmung. Sie hat gerade das angenommene Niveau des Hochmittelalters erreicht.#
    Herr Rahmstorf versucht also Herrn Reichholf in dem Fall unseriöses Arbeiten zu unterstellen.
    Dabeiist es für einen Laien ersichtlich, daß der Wärmeindex den Texten in der Kurve zugerordnet sind ( Mittelalterliches Optimum, klein Eiszeit, Gegenwart.)
    kann fortgesetzt werden

    [Antwort: … und die einzige Achsenbeschriftung an der Kurve lautet „Wärme-Index“…]

  50. ohne Worte alias Krishnag

    Sie kritisieren die fehlende Urteilsfähigkeit fachlicher Laien.

    Ich bin -beruflich auch als solcher tätiger- Naturwissenschaftler (Biologe) und beobachte als sehr genau, was um mich herum passiert und prüfe sehr wohl und sorgfältig die Argumente beider Seiten.

    Und welche Qualifikation bringen Sie mit, Herr Krishnag? Sind Sie Naturwissenschaftler? Haben Sie jemals Klimaforschung betrieben, jemals einen wissenschaftlichen Bericht zum Thema publiziert? Aber Sie stellen sich hier als fachlicher Laie hin und stellen 35 Jahre internationale Klimaforschung in Frage. Das ist natürlich Ihr gutes Recht! Aber es ist nicht Ihr gutes Recht, Andersdenkende permanent in irgendwelche linken, rechten, diktatorischen, religiösen, ideologischen u.a. Ecken zu stellen wie verführte dumme Jungen. Dies ist für einen fachlichen Laien ganz schön anmaßend, finden Sie nicht auch, Herr Krishnag?

    Es wird nicht kritisiert, dass Sie skeptisch sind sondern WIE Sie Ihre Argumente vortragen.

  51. Mangini

    # Mangini mag von der korrekten Eichung und der globalen Bedeutung seiner Daten überzeugt sein – die Mehrzahl der Fachkollegen hat er bislang nicht überzeugen können.Wir alle neigen wohl dazu, die Qualität und Bedeutung der eigenen Daten und Modelle etwas rosiger zu beurteilen als unsere kritischen Kollegen #
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/mangini_replik.html
    Mangini ist Kollege des Herrn Rahmstorf.
    Kennt jemand Äußerungen von anderen Wissenschaftlern außer Herrn Rahmstorfs vernichtende Kritik?

    Um diesen Artikel geht es:
    Ihr kennt die wahren Gründe nicht

    # Auf der Grundlage exakt untersuchter Stalagmiten beobachten wir Abschnitte mit mehr Winterniederschlägen und wärmeren Wintertemperaturen als heute: So etwa zwischen 7500 und 6000 Jahren vor heute, zwischen 5000 und 4200, zwischen 3800 und 3500 sowie zwischen 1400 und 800 Jahren vor heute.
    Es liegen inzwischen Datensätze von Stalagmiten und marinen Sedimenten weltweit vor, die synchrone Veränderungen in vielen Erdteilen aufzeigen – in Daten aus Europa ebenso wie aus der Karibik oder Südchile.#
    [..]
    #
    Unsere Stalagmiten zeigen, dass bereits unsere Vorfahren unter dem Klimawandel gelitten haben. Troja ist in dieser Hinsicht einer der bestuntersuchten Orte und bietet die Möglichkeit, die Dramatik des natürlichen Klimawandels zu verfolgen
    [..]

    Er zeigt nämlich, dass die Siedlungs- und Blütephasen in Troja recht genau mit Feuchtphasen in Mitteleuropa zusammenfallen. Gegen einsetzende Trockenheit konnten auch die reichsten und mächtigsten Völker nicht ankämpfen. Ein unerklärlicher, massiver Rückgang des Niederschlags konnte für diese Völker, die vorwiegend Agrarwirtschaft betrieben, den Untergang bedeuten.#
    H.Rahmmstorf dazu:
    #Auch in seinem FAZ-Artikel diskutiert Mangini nur einzelne Orte (Niederschläge in Troja!)#
    Was soll das vernichtende „!“ ?

    Herr Rahmstorf:
    # Der IPCC-Bericht zeigt alle publizierten großräumigen Temperaturrekonstruktionen für die Zeit vor Beginn der Temperaturmessungen. Diese basieren auf Daten aus Baumringen, Eisbohrkernen, Sedimenten, Korallen oder der Ausdehnung von Gebirgsgletschern. Dass keine derartigen Rekonstruktionen aus Stalagmiten dabei sind, liegt nur daran, dass es sie bislang in der Fachliteratur nicht gibt.#

    Die Baumringe die zur Hockeystick-Kurve führten waren global ???? Wurde diese Kurve wegen der „hohen Qualität“ der Daten mit recht ad acta gelegt ?
    Wenn es Stalagmitendaten nicht in der Fachliteratur gibt, dann sollte man die Fachleute befragen, die sich damit befassen, datt sie rund zu machen.

    Herr Rahmstorff in der FAZ:
    #Zudem vertritt Mangini bereits seit einigen Jahren die These, die Erwärmung im zwanzigsten Jahrhundert sei überwiegend auf natürliche Sonnenzyklen zurückzuführen. Dies alles schließt er aus Stalagmitendaten.#
    Die Wahrheit zum Klima

    Was abewre schreibt Mangini selber tatsächlich ?
    #Vielfach wird eine starke Korrelation zur Strahlungsintensität der Sonne beobachtet. Es muss jedoch noch unbekannte Verstärkermechanismen geben, denn die Variabilität der Sonneneinstrahlung ist zu gering, als dass sich derart deutliche Effekte im Klima damit allein erklären ließen.#
    Ihr kennt die wahren Gründe nicht

    Fällt irgendjemand was auf ?

    #Und die tropischen Gletscher (z.B. auf dem Kilimanjaro) waren seit der letzten Eiszeit intakt und zeigen jetzt im Zuge der globalen Erwärmung erstmals massive Abschmelzerscheinungen.#

    Das ist mittlerweile als falsch erkannt, aber ich frage mich, was das in der „Mangini Replik“ zu suchen hat.

    [Antwort: Wenn Sie den Artikel von mir, den Sie oben zitieren, gelesen haben, dann haben Sie dort auch gelesen, dass der Stalagmiten-Experte Dominik Fleitmann, Professor für Isotopengeologie in Bern und Koautor von Mangini, als Autor zum IPCC-Bericht beigetragen hat. Auch Mangini selbst haben wir mehrfach angeschrieben. Ihre Forderung, man solle die Stalagmiten-Experten konsultieren, ist also bereits erfüllt worden. Die als „hockey stick“ bekannte Rekonstruktion von Mann et al ist nicht global, sondern für die Nordhemisphäre (daher habe ich „großräumig“ geschrieben, wie Sie oben auch richtig zitieren); sie beruht nicht nur auf Baumringen; sie wurde auch nicht „ad acta“ gelegt, sondern ist im neuen IPCC-Bericht als eine der wichtigen Datengrundlagen für den Klimaverlauf des letzten Jahrtausends abgebildet – zusammen mit allen anderen Rekonstruktionen, die in der Fachliteratur seit dem 3. IPCC-Bericht hinzugekommen sind. Schauen Sie doch einfach mal in unser Kapitel , Seite 467. S.R.]

  52. @Thorsten

    Werter Herr Thorsten.

    Ich bitte Sie.

    Ich bin nicht „alias Krishnag“.

    Bitte respektieren Sie, dass ich meine Identität nicht preis geben möchte. Selbst die Polizei rät dazu Daten im Internet nicht öffentlich zu machen.

    Ihre Frage zu meiner Qualifikation kann ich aber beantworten. Ich bin von Beruf Geowissenschaftler und ich habe auch zum Klima publiziert.

    Ich dränge Sie gewiss in keine Ecke. Als Biologe sollten Sie besonnener zu handeln wissen.

    Sie riskieren Ihre Reputation und die der Klimawissenschaften.

  53. Sehr geehrter Herr Rahmstorf

    Ich nehme Bezug auf den Kommentar von Albrecht Glatzle 17.3. um 19:10 und Ihre Antwort darauf. Zunächst will ich mich dafür bedanken, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, eine Kurve mit einem gleitenden 9-Jahresmittel zu errechnen. Dazu habe ich jedoch folgende Anmerkungen:
    1) Soweit ich das aus Ihrer Graphik erkennen kann, verlaufen die beiden
    gleitenden Mittelwertskurven bis zum Jahr 2007. Wie Sie selbst in Ihrem Artikel schreiben, kann natürlich eine 11-jährige Glättung nur bis zum Jahr 2002 exakt berechnet werden (bei 9-jähriger Glättung ist es das Jahr 2003). Mit diesem Jahr sollte Ihre Mittelwertskurve enden. Wenn Sie sie trotzdem weiterziehen mit deutlichem Trend nach oben, dann beruht dieses Endstück der Kurve auf Annahmen, die Sie dem Leser vorenthalten. Sie haben nicht einmal die letzten 5 Jahre der 11-jährigen (oder 4 Jahre der 9-jährigen) Glättung in Ihrer Mittelwertskurve mit anderer Farbe gekennzeichnet. Dagegen reicht Ihr grauer Konfidenzintervall bis in die 90-er Jahre hinein und verschwindet dann. Bis zum Jahre 2002 (bzw. 2003) kennen wir die genauen Werte. Ihr Konfidenzintervall sollte also danach erst beginnen, oder aber Sie sollten durchgehend alle Jahresmittel mit einem statistischen Vertrauensintervall versehen. Es gibt überhaupt keinen Grund für die Annahme, dass der Mittelwert von 2003 unsicherer sein sollte als z.B. der vom Jahre 1950. Ihr Vorgehen würde in jeder Diplomarbeit beanstandet werden.
    2) Leider kann ich die von Ihnen verwendeten Daten im Internet nicht finden. Das kann daran liegen, dass Sie eine andere Basistemperatur verwenden als das Hadley Center. Um keine ungenauen Werte aus Ihrer Kurve abzulesen, beziehe ich mich auf die „land and sea surface global temperature anomalies“ des Hadley Centers (hadcrut3gl). Bei 11-jähriger Glättung beträgt der letzte Wert (Mittelwert der Reihe, die mit dem Jahr 2007 endet) 0,377 , der vorletzte Wert (letztes Jahr 2006) 0,352 Grad Celsius. Bei 9-jähriger Glättung beträgt degegen der letzte Wert (Mittelwert der Reihe, die mit dem Jahr 2007 endet) 0,361 , der vorletzte Wert (letztes Jahr 2006) 0,377 Grad Celsius. Beim 11-jährigen Mittel wird also bis zum letzten Wert, der aus empirischen Zahlen berechnet werden kann, ein Temperaturanstieg vorgetäuscht, beim 9-jährigen Mittel tritt dagegen beim letzten Wert bereits eine Temperaturabnahme auf (weil das
    wärmste Jahr 1998 im letzten Mittelwert nicht mehr enthalten ist). Die Kurve, die Sie angefertigt haben (9-Jahres-Glättung) zeigt dagegen bis zum letzten Wert einen Anstieg. Dass Sie wider besseres Wissen und entgegen nachprüfbarer Fakten behaupten, Albrecht Glatzle würde mit seinen Einwänden nur die Zeit der Leser verschwenden, zeigt mir, dass Sie eigentlich Erklärungsbedarf hätten, den Sie jedoch lieber mit schwerwiegenden Vorwürfen unter den Tisch zu kehren versuchen.

    [Antwort: Die Glättungsmethode ist in unserem Science paper beschrieben, das ich ja in der Bildunterschrift verlinkt habe. Die Kernaussage meines Beitrages ist ja, dass ein Trend über 8 Jahre in keiner Weise statistisch signifikant ist – das gilt natürlich auch für die letzten Jahre der glatten Kurve. Meine Grafik zeigt deshalb auch die Daten für die einzelnen Jahre – die sind natürlich die primäre Information, und sie können die geglättete Kurve getrost auch ignorieren – sie kann per Definition nicht mehr Information enthalten, als die ihr zu Grunde liegenden Datenpunkte. S.R.]

  54. ohne Worte alias Krishnag

    Tut mir leid, ich glaube Ihnen kein Wort von dem was Sie hier schreiben! Spielen Sie dieses Spiel bitte alleine.

  55. ohne Worte alias Krishnag

    Sie beteuern zwar, mich „gewiss in keine Ecke zu drängen“, dann aber kommen wieder solche Klöpse von Ihnen:

    „Weiter gibt es die zu 110% überzeugten Wissenschaftler und vor allem Laien in Umweltschutzverbänden, Kirchen, Politik,…
    Zusammen ergibt das also ihren 100%igen Konsens? Vor allem die 3. von mir genannte Gruppe bereitet mir dabei Bauchschmerzen, die zu 110% Überzeugten. Gewisse ersatzreligiöse und diktatorische Züge zeichnen sich für mich hier ab.Gewisse ersatzreligiöse und diktatorische Züge zeichnen sich für mich hier ab. Thorsten, Sie und Herr Blume scheinen mir dieser 3. Gruppe anzugehören. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege.“

    Ist das kein in die Ecke drängen? Ich muss Sie korrigieren! Ich bin kein 110% Überzeugter!

    Jedoch erscheinen mir die wissenschaftlichen Ergebnisse internationaler Klimaforschung wesentlich überzeugender als das, was ich bisher von sog. „Klimaskeptikern“ gelesen habe. Eine Gruppe, die nicht einmal bereit ist, sich von nachgewiesenen Fehlern ihrer Theorien zu distanzieren (Svensmark, Singer, Beck, u.a.) kann nicht erwarten, dass ich darauf vertraue, das ihre übrigen Theorien richtig sind. Zu oft haben sich zu viele ihrer Argumente als falsch herausgestellt. Zu widersprüchlich und vielfach einfach sachlich unzutreffend sind ihre Thesen, zu eng die Verflechtungen mit Wirtschaftsinteressen.

    Es gibt keine 100%ige Garantie, dass die vom IPCC publizierten Ergebnisse zutreffend sind. Dies erwartet auch niemand (ausser Ihnen). Aber ich kenne keine plausiblere Beurteilung der derzeitigen Situation. Mit einer Restunsicherheit müssen wir leben!

    Bitte hören Sie endlich auf, der Klimaforschung „diktatorische“ und „ersatzreligiöse“ Stempel aufzudrücken!

  56. Antwort Dr. Glatzle

    Herr Dr. Glatzle hatte Schwierigkeiten, seine Antwort hier reinzustellen, deswegen hole ich das für ihn nach:

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf

    Ich nehme Bezug auf meinen Kommentar vom 17.3. um 19:10 und Ihre Antwort darauf.

    Zunächst will ich mich dafür bedanken, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mir eine Kurve mit einem gleitenden 9-Jahresmittel zu errechnen. Dazu habe ich jedoch folgende Anmerkungen:

    1) Soweit ich das aus Ihrer Graphik erkennen kann, verlaufen die beiden gleitenden Mittelwertskurven bis zum Jahr 2007. Wie Sie selbst in Ihrem Artikel schreiben, kann natürlich eine 11-jährige Glättung nur bis zum Jahr 2002 exakt berechnet werden (bei 9-jähriger Glättung ist es das Jahr 2003). Mit diesem Jahr sollte Ihre Mittelwertskurve enden. Wenn Sie sie trotzdem weiterziehen mit deutlichem Trend nach oben, dann beruht dieses Endstückder Kurve auf Annahmen, die Sie dem Leser vorenthalten. Sie haben nicht einmal die letzten 5 Jahre der 11-jährigen (oder 4 Jahre der 9-jährigen) Glättung in Ihrer Mittelwertskurve mit anderer Farbe gekennzeichnet.

    Dagegen reicht Ihr grauer Konfidenzintervall bis in die 90-er Jahre hinein und verschwindet dann. Bis zum Jahre 2002 (bzw. 2003) kennen wir die genauen Werte. Ihr Konfidenzintervall sollte also danach erst beginnen, oder aber Sie sollten durchgehend alle Jahresmittel mit einem statistischen Vertrauensintervall versehen.

    Es gibt überhaupt keinen Grund für die Annahme, dass der Mittelwert von 2003 unsicherer sein sollte als z.B. der vom Jahre 1950. Ihr Vorgehen würde in jeder Diplomarbeit beanstandet werden.

    2) Leider kann ich die von Ihnen verwendeten Daten im Internet nichtfinden. Das kann daran liegen, dass Sie eine andere Basistemperaur verwenden alsdas Hadely Center. Um keine ungenauen Werte aus Ihrer Kurve abzulesen, beziehe ich mich auf die „land and sea surface global temperature anomalies“ des Hadley Centers (hadcrut3gl). Bei 11-jähriger Glättung beträgt der letzte Wert (Mittelwert der Reihe, die mit dem Jahr 2007 endet) 0,377 , der vorletzte Wert (letztes Jahr 2006) 0,352 Grad Celsius.

    Bei 9-jähriger Glättung beträgt degegen der letzte Wert (Mittelwert der Reihe, die mit dem Jahr 2007 endet) 0,361 , der vorletzte Wert (letztes Jahr 2006) 0,377 Grad Celsius. Beim 11-jährigen Mittel wird also bis zum letzten Wert, der aus empirischen Zahlen berechnet werden kann, ein Temperaturanstieg vorgetäuscht, beim 9-jährigen Mittel tritt dagegen beim letzten Wertbereits eine Temperaturabnahme auf (weil das wärmste Jahr 1998 im letzten Mittelwert nicht mehr enthalten ist). Die Kurve, die Sie mir angefertigt haben (9-Jahres-Glättung) zeigt dagegen bis zum letzten Wert einen Anstieg. Dass Sie wider besseres Wissen und entgegen nachprüfbarer Fakten behaupten, ich würde mit meinen Einwänden nur die Zeit der Leser verschwenden, zeigt mir, dass Sie eigentlich Erklärungsbedarf hätten, den Sie jedoch lieber mit schwerwiegenden Vorwürfen unter den Tisch zu kehren versuchen.

    Dr. Albrecht Glatzle
    ————————————-

    Was mit den Klimadaten veranstaltet wird, kann man übrigens bei McIntyre bewundern:

    http://www.climateaudit.org/?p=1868

    Es lohnt sich!

    Konrad Fischer
    Klimaketzer

  57. @Thorsten
    Sie appelieren auf Sachlichkeit.

    Eine Gruppe, die nicht einmal bereit ist, sich von nachgewiesenen Fehlern ihrer Theorien zu distanzieren (Svensmark, Singer, Beck, u.a.) kann nicht erwarten, dass ich darauf vertraue, das ihre übrigen Theorien richtig sind.

    Von was für einer Gruppe sprechen Sie? Die ganze Wissenschaft von Global Change, wovon die Klimatologie nur einen kleinen Teil abdeckt, bietet doch unzählige Angriffsflächen für viele verschiedene Gruppen.

    Sie erwähnen drei Namen von sogenannten Skeptikern: Svensmark, Singer, Beck. Alle drei machen Fehler, aber alle drei haben wertvolle Beiträge an die Diskussion geliefert. Von Svensmark distanziert sich nicht einmal AR4 sondern respektiert seine Forschung ausführlich (Kapitel 2 und Kapitel 8). Warum verlangen Sie von Skeptikern, sich von ihm zu distanzieren? Achtung Fettnäpfchen: Scientific understanding very low (AR4)!

    Bitte bleiben Sie sachlich und beantworten Sie allenfalls einzeln die Fragen und Einwände von Skeptikern hier sachlich. Gegenfragen wie: Welche Qualifikationen bringen Sie mit? sollten Sie nicht stellen, wenn offensichtliche sachliche Ungereimtheiten aufgedeckt werden. Das müssen Sie schon Herrn Rahmstorf überlassen.

  58. Ist die Erderwärmung vorbei?

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,

    Vorweg erst einmal meine Glückwünsche zu dem neuen Blog. Schon lange habe ich bedauert, daß es realclimate (http://www.realclimate.org/) nicht als deutschsprachige Version gibt, und nun haben Sie diese Lücke mit einem ganz neuen Projekt gefüllt.

    In Ihrem Beitrag stellen Sie einen rückläufigen Temperaturtrend für die letzten 8 Jahre in Frage. Bei Betrachtung der globalen Temperaturkurven auf der Webseite vom MetOffice (http://www.metoffice.gov.uk/research/hadleycentre/obsdata/), mit den Daten vom Hadley Center, drängt sich mir aber doch der Eindruck auf, daß sich die Kurve deutlich abgeflacht hat und anscheinend auch andeutungsweise eine Tendenz nach unten zeigt.Sicher haben Sie Recht, wenn Sie darauf hinweisen, daß nach so kurzer Zeit noch kein eindeutiger Trend vorliegt – ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer – aber einen Anfangsverdacht einer Trendwende würde ich schon schöpfen. Wie auch immer, eine Entwarnung in Sachen Klimawandel wäre meines Erachtens aber ein fataler Irrtum, denn eine plötzliche Abkühlung könnte eine zwangsläufige Folge der vorangegangenen globalen Erwärmung sein, wenn diese eine kritische Schwelle überschritten hat und dann einer der Mechanismen des globalen Klimasystems „kippt“. Damit haben Sie und Ihre Kollegen sich verdienstvollerweise ja schon lange beschäftigt.

    Auch wenn ich nur ein interessierter Laie in Sachen Wetter und Klima bin, habe ich mir doch ein kleines „Szenario“ darüber zurechtgebastelt: Die im Verlauf der letzten Jahre beschleunigte Eisschmelze in der Arktis schwächt die thermohaline Zirkulation des Golfsstroms (genauer: der nordatlantische Arm wird schwächer, der subtropische Arm dagegen stärker)., denn das warme Golfstromwasser verstärkt das Islandtief – es versorgt das Islandtief mit „Treibstoff“ in Form von latenter Wärme – und damit auch den Luftdruckgegensatz zwischen Islandtief und Azorenhoch. Die beiden Druckgebilde „treiben“ nicht nur den Jetstream an, sondern verstärken auch die Polarfront durch „Einspeisen“ von mehr tropischer Warmluft und mehr polarer Kaltluft. Ein schwach ausgeprägter Golfstrom im Nordatlantik schwächt dann demzufolge (tendenziell) die Polarfront (NAO -).Der nun langsamere Jetstream ändert über seine ganze Länge (!) seinen „Schwingungszustand“ (AO-). und mäandert deutlich stärker, so daß die polare Kaltluft vom Jetstream nicht mehr richtig „eingeschlossen“ wird Durch vermehrt auftretende blockierende Hochs kommt es, vor allem im Winter, zu gehäuften, extremen Kaltluftausbrüchen nach Süden (Kaltlufttropfen). Das passiert nicht unbedingt zuerst in direkter Nachbarschaft des geschwächten Golfstroms, sondern dort wo die Kaltluft am besten vorankommt, also über schnelle auskühlenden (kontinentalen) Landmassen wie z.B.Zentralasien. Diese Extremwinterereignisse auf der Nordhalbkugel führen zu einer starken Eisneubildung in der Arktis – und vielleicht auch darüber hinaus – und zu sehr ergiebigen Schneefällen. Dadurch entsteht über eine erhöhte Albedo eine positive Rückkopplung, die zu einer weiteren Abkühlung führt. Vielleicht „reicht“ es dann sogar für eine kleine Eiszeit.Der Subtropenarm des Golfstroms würde wärmer,was eventuell die Entstehung von Wirbelstürmen begünstigen könnte. Nach einiger Zeit schwingt das Pendel aber in Richtung Erwärmung zurück, denn durch die Abkühlung steigt der Temperatur- und Druckgradient an der Polarfront wieder(NAO +). Daraufhin gibt es wieder häufiger Westlagen mit mehr Stürmtiefs und einem besseren Wärmetransport von der Äquatorregion zum Nordpol. Der wieder schnellere Jetstream schließt die polare Kaltluft besser ein (AO +), so daß Kaltluftausbrüche seltener werden. Die massive Eisneubildung in der Arktis während der kleinen Eiszeit bringt auch die thermohaline Zirkulation des Golfstroms wieder so richtig auf „Hochtouren“, wodurch die Polarfront noch zusätzlich verstärkt wird. All diese Faktoren führen gemeinsam wieder zu einer deutlichen Erwärmung, die wohlmöglich noch über das bisherige Maß hinausgeht. Schwingt das Klimapendel dann wieder Richtung Abkühlung zurück, so fällt diese wiederum stärker aus als zuvor usw. Das Klimasystem könnte dann irgendwann „entgleisen“, entweder in Richtung einer großen Eiszeit oder aber in Richtung extremer Erwärmung auf der Nordhalbkugel. Dann könnte der grönländische Eisschild schneller abschmelzen, als wir uns das bisher vorstellen konnten, mit den bekannten Folgen (Meeresspiegelanstieg um mehrere Meter)!
    Wie beurteilen Sie dieses kleine Szenario? Ist da etwas dran?

    Mit freundlichen Grüßen

    Jens Christian Heuer

  59. Bodennahes CO2

    Da ich mich hier auf den Philippinen auch mit Landwirtschaft beschäftige, interessiert mich die Sache mit dem CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Trotz intensiver Suche konnte ich im Internet aber keinerlei Meßwerte für bodennahe CO2 Konzentrationen in landwirtschaftlich relevanten Gegenden finden. Offenbar befinden sich alle publizierten Meßstationen auf Berggipfeln, Südseeinseln oder Polarstationen.

    Frage an die Experten: Gibt es solche Messwerte und wenn ja, wo?

    [Antwort: Lieber Herr Binikowski, es gibt CO2-Messungen für unterschiedliche Zwecke. Klimatisch relevant ist die Hintergrundkonzentration in der freien Atmosphäre, möglichst weitab von lokalen Quellen – daher für Klimastudien die Wahl von Messorten wie Antarktis oder Mauna Loa. Dann gibt es die Messungen, die dem Verständnis des Kohlenstoffkreislaufs dienen – dazu gibt es ein globales Netzwerk mit vielen Messtationen. Schauen Sie dazu einmal auf diese NOAA Website. Dies ist aber nicht mein Fach – ich hoffe dort ist dabei, was Sie suchen. S.R.]

  60. @ Ohne Worte

    „Herr Blume, Sie sind in der Lehre und Politik aktiv, vermutlich auch im Bereich des Klimachutzes?“

    Solche Unterstellungen sind schon ein starkes Stück für jemanden, der selbst auf Anonymität besteht… Und das waren Sie auf meiner Homepage, oder!? (-;

    Also, von mir abschließend: Nein, in keiner Weise. Weder in Wissenschaft, Beruf noch Ehrenämtern hatte ich bisher je mit Klimaschutz zu tun. Allerdings hatte ich schon für den Herrn Teufel gearbeitet – denn so hieß ein Ministerpräsident Baden-Württembergs.

    Lieber @Ohne Worte, soviel also meinerseits abschließend zum Thema absurde Verschwörungstheorien… Ich glaube, die Mitleser konnten sich ihr Urteil über die „wissenschaftliche Qualität“ der gegen Herrn Rahmstorf, das Institut in Potsdam, das IPCC, demokratische Politiker und andere Diskutanten hier vorgebrachten Argumente inzwischen ein ausreichendes Bild machen…

    So darf ich Ihnen also frohe Ostern und die Zeit zur angstfreien Reflexion wünschen und Herrn Rahmstorf für seine ganz offensichtlich wichtige Aufklärungsarbeit und Geduld danken.

  61. Climapatrol

    Bitte zitieren Sie mich richtig: Ich habe nicht verlangt, dass man sich von den benannten Skeptikern Svensmark, Singer und Beck distanziert sondern von ihren fehlerhaften Theorien.

    Svensmarks Sonnentheorie wurde widerlegt.
    Singer leugnete bis vor Kurzem jegliche Erderwärmung. Beck leugnet den Treibhauseffekt als solchen, hat Kurven manipuliert und Daten unzulässig zusammengewürfelt.

    Dennoch werden diese falschen Theorien von sog. Skeptikern immer wieder aufgewärmt und unter das Volk gebracht: Nairobi-Report, Der Film: „The Great Global Warming Swindle“, u.a.. Warum verwendet man immer wieder diese längst widerlegten Thesen? Ich verstehe das nicht! Diese und zahlreiche weitere Fehler hat Prof. Rahmstorf in seinem FAZ-Artikel aufgelistet:

    http://www.pik-potsdam.de/…an/klimahysterie.html

    http://www.readers-edition.de/…chaftsgeschichte-
    der-neuzeit

    Genau das ist es, was die ganze Klimaskeptikerbewegung für mich absolut unglaubwürdig macht!

    Ich rede von der Gruppe der „Klimaskeptiker“, die sich gerne als inhomogene Gruppe darstellt. Wenn diese Gruppe tatsächlich so inhomogen ist wie Sie sagen, warum distanziert sich dann niemand von diesen Fehlern. Der Nairobi-Report (Version IV) wurde erst vor wenigen Monaten als „neuester Stand der Wissenschaft“ gefeiert. Alle o.g. Fehler finden Sie in dem Report wieder. Das verstehe wer will!

  62. Kontakt

    Mir hat mal jemand vorgeschlagen mich direkt an Herr Rahmstorf zu wenden, wenn ich Fragen hätte. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich für meine „dummen“ Fragen interessieren würde.

    Mein Beitrag auf Seite 2 wurde aber leider nicht beantwortet. Das hätte ich mir wohl schon vorher denken können?! :-(((

    Dass das zusätzliche Co2 die Globaltemperatur beeinflusst, das glaube ich auch so.

    Schade Herr Rahmstorf. Sie werden mit ihren Methoden mehr Leute gegen sich haben, als wenn sie, wie Herr Von Storch, sachlich bleiben würden.

    Gruss

    Eddy

    [Antwort: Lieber „Eddy“ – wir bieten dieses Webforum unentgeltlich und in unserer knappen Freizeit an. Ich denke nicht, dass Sie einen Anspruch darauf haben, dass wir alle Beiträge beantworten, und unsere Zeit wird uns dies mit Sicherheit auch nicht erlauben. Bei unserem englischen Weblog realclimate.org komme ich häufig nicht einmal zum Lesen der Beiträge meiner Kollegen, geschweige denn der vielen Kommentare, und es wird sicher hier nicht anders sein. Im übrigen gibt es natürlich viele Fragen, auf die ein Klimaforscher auch nicht auf Anhieb die Antwort weiß.

    Zu Ihrem Beitrag auf S. 2: er enthält gar keine Frage, es ist ein statement, daher weiß ich nicht, welche Antwort Sie sich erhofft hatten. Nach meiner Meinung hat Herr Kulke seinerzeit den gleichen Fehler gemacht wie in seinem aktuellen Artikel: er hat aus einer kurzfristigen Schwankung im Klimasystem über wenige Jahre politische Folgerungen gezogen. Dies ist nicht sinnvoll, ganz unabhängig davon, dass sich später in der Tat auch noch Probleme mit diesen Daten herausgestellt haben. Die Tatsache, dass die Daten mit einer neuen, bislang nicht erprobten Messmethode erstellt waren und ein überraschendes, mit anderen Daten (z.B. den Meeresspiegeldaten) schwer in Einklang zu bringendes Ergebnis lieferten, wäre nur ein weiterer Grund gewesen, zunächst einmal abzuwarten, ob sie sich erhärten. Auf realclimate.org haben wir damals vor voreiligen Schlüssen gewarnt – zu Recht, wie sich später herausstellte. S.R.]

  63. @Thorsten, Blume

    @Thorsten, Blume

    Danke für die Bestätigung. Ihre Entrüstung zeigt mir das ich richtig liege.

    Wie gesagt, genau die zu 110% Überzeugten bereiten mir Bauchschmerzen.

    Ich habe nie von Verschwörung gesprochen und ich stelle auch nicht die wiss. Qualität der Klimaforschung in Frage. Ich habe dort selbst mitgewirkt.

    Es geht mir lediglich um die Debatte mit dem Skeptikern, der Sie sich aus 110% Überzeugung verweigern und den Umgangsformen miteinander.

    Skepsis und Kritik ist nicht erlaubt. Wie würden Sie das nennen?

    Überzogener Aktivismus schadet sinnvollen Maßnahmen gegen Klimaveränderungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung sinkt und sinkt. Das kann man grade beobachten.

  64. Webtagebuch bei Spektrum der Wissensch.

    Als Abonnent der ersten Stunde liegt es nahe, ein bisschen im Tagebuch zu
    schmökern und sei es nur um die eigenen Ansichten
    (http://www.wissenschaft-online.de/artikel/872158) zu überprüfen.

    Der klar formulierte Beitrag von Stefan Rahmstorf und die
    Reaktionen darauf liefern einen brauchbaren Ansatzpunkt:

    In der Diskussion wird eine Trendumkehr bei der Erderwärmung mit einem
    Hinweis auf die Temperaturreihen des Met Office Hadley Centres
    (global average (NH+SH)/2)
    festgestellt: „Herr Rahmstorf macht den Fehler, dass er den
    Temperaturverlauf z.B. in Intervalle von 8 Jahren einteilt und dort
    gnadenlos hindurch linearisiert. Das wäre erlaubt, wenn sich das Klima
    linear verhalten würde. Wie wir aber alle wissen, ist das nicht der Fall.
    Grade Linien gibt es in der Natur nicht. Ein gleitender Trend ist also das
    Mittel der Wahl, um Aussagen über Klimaveränderungen zu treffen (das macht
    auch das Met Office zur Darstellung der Globaltemperatur so). Dabei spielt
    es keine Rolle, ob man einen Ausschnitt von 50 Jahren, oder 5 Jahren
    betrachtet. Der gleitende Trend mittelt das Rauschen heraus.“ schreibt Dipl. Phys. M. Müller aus Bremen
    Warum das so sei, darüber sagt Müller nichts.

    Wenn es die eigenen Messungen kommentiert gibt sich das Hadley Centre
    weniger wortkarg und liefert dort weiterführende Informationen zum Thema.

    Wird von Müller im oben erwähnten Artikel noch davon ausgegangen, dass die
    Temperaturreihen eine zuverlässige Basis für die Diskussion darstellen,
    gibt es zahlreiche Webseiten, auf denen die Zuverlässigkeit der Messungen
    angezweifelt wird, z.B. „Global Warming“ at a glance

    Diese Darstellung der Temperaturmessungen ist aber nicht die einzig
    mögliche. Hansen’s Bulldog gibt sich etwas mehr Mühe und gestaltet seinen
    Beitrag zum Thema übersichtlich:
    http://tamino.wordpress.com/2008/03/02/whats-up-with-that/. Selbst Anthony
    Watts, der ein Haar in der Suppe gefunden haben will sieht ein, dass so einfache Dinge wie ein Vergleich verschiedener
    Nesskurven mit etwas Sorgfalt erledigt werden müssen
    .

    Bei dieser Gelegenheit lohnt sich ein genauerer Blick auf den
    Hockeyschläger.
    Stephen McIntyre findet ja immer wieder Möglichkeiten, die vorhandenen
    Daten so auszuwerten, dass eben kein Hockeyschläger dabei herauskommt
    (http://www.climateaudit.org). Eine gute Begründung, es nur so wie er zu
    machen gibt er nicht.
    Nicht so fixiert sind Caspar Ammann und Eugene Wahl, die zeigen konnten,
    dass der Hockeyschläger eine robuste Sache ist:
    http://www.ucar.edu/news/releases/2005/ammann.shtml

    Diese Reihe von Beispielen ließe sich beliebig fortsetzen. Ich habe immer
    mehr den Eindruck, dass die Argumente der Skeptiker nicht nur bloß
    Rhetorik sind, sondern ein Fall von Selbsttäuschung. Kaum einer aus ihren
    Reihen scheint zu beherzigen was Richard Feynman im Jahr 1974 in seiner
    Ansprache bei der Caltech-Abschlussfeier den Studenten mit auf den Weg
    gegeben hat (http://wwwcdf.pd.infn.it/~loreti/science.html).

  65. ohne Worte alias Krishnag

    Und wieder haben Sie eine Ecke, in die Sie uns stellen können- die „Ecke der 110%igen..die mit „überzogenem Aktivismus“ zunehmend „mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung finden“. Ich kommentiere dies nicht weiter, diese Ihre Äusserungen sprechen für sich selbst.

    Ob SIE von Verschwörung gesprochen haben kann ich nicht beurteilen, die sog. „Klimaskeptiker“ sprechen permanent davon.

    Skepsis und Kritik sind nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht. Aber sie muss frei von Polemik, ohne linke und rechte Vergleiche geführt werden und man muss Fehler korrigieren und nachgewiesene wissenschaftliche Fakten anerkennen. An all dem mangelt es der Diskussion!

    Daher noch mal mein Appell an die sog. „Klimaskeptiker“: Publizieren Sie Ihre Thesen in wissenschaftlichen Arbeiten und mit wissenschaftlichen Standards. Unterziehen Sie Ihre Auffassungen wissenschaftlichen Reviews. Nur so ist eine wissenschaftlich saubere Diskussion möglich. Nur so finden Ihre Auffassungen Einzug in die Klimadiskussion.

    Leider habe ich den Eindruck, dass nur noch Meinungen diskutiert werden.

  66. wg Thorsten

    @ohne Worte

    Dementis nutzen nichts, Trolle soll man nicht füttern – da ist jemand berufswegen unterwegs.

  67. @Thorsten

    @Thorsten

    „Daher noch mal mein Appell an die sog. „Klimaskeptiker“: Publizieren Sie Ihre Thesen in wissenschaftlichen Arbeiten und mit wissenschaftlichen Standards.“

    Wird doch gemacht, oder nicht?

    Beweisen Sie bitte, wenn das nicht der Fall ist. Sie behaupten etwas, also sind Sie in der Bringschuld. Ich wette dagegen. Spende geht an die Klimaopfer in Afghanistan.

  68. Ist der jüngste Trend ‚ungewöhnlich‘?

    Ich wollte diese Frage einmal nach objektiven Kriterien beantwortet haben und habe deshalb selbst eine Analyse durchgeführt.

    Als Datenbasis habe ich die monatliche Temperaturreihe der CRU zugrunde gelegt, die bis 1850 zurückreicht. Als ‚jüngsten Trend‘ habe ich willkürlich die letzten 8*12 Monate festgelegt.

    Nun wurde für jeden Monat der CRU-Reihe eine lineare Regression über die 8*12 Monate durchgeführt, die mit diesem Monat abschließen. Steigung und p-Wert dieser 1813 Regressionen wurden notiert.

    Es zeigte sich, daß ca. 23% dieser Trends mindestens ebenso steil abfallen und mindestens ebenso signifikant sind wie der Trend der letzten acht Jahre.
    Grundsätzlich ist Herrn Rahmstorf deshalb zuzustimmen, wenn er argumentiert, daß die gegenwärtige Entwicklung das Gesamtbild nicht in Frage stellt.

    Umso interessanter fällt die Deutung dieses Ergebnisses aus, wenn man den Empfehlungen der IPCC „calibrated language“ folgt, mit der uns ansonsten Resultate zur globalen Erwärmung präsentiert werden. Die Tabelle 4 der ‚Uncertainty Guidance Note for IPCC Lead Authors‘ empfiehlt, Eintrittswahrscheinlichkeiten von 10%…33% als ‚unlikely‘ – also ‚unwahrscheinlich‘ – zu bezeichnen.
    Demnach wäre es durchaus IPCC-konform, die gegenwärtige Temperaturentwicklung als ‚ungewöhnlich‘ zu bezeichnen. Es fällt auf, wie die offizielle Sprachregelung in diesem Fall unvermittelt aber konsequent ausgesetzt wird und statistisch deutlich konservativer gestaltet wird.

  69. Lobbyismus Vorwürfe

    Herr Rahmstorf, Sie werden mitbekommen haben,daß ich Ihnen gegenüber mehr als skeptisch eingestellt bin, zum Teil habe ich das ja bereits begründet. Wenn Sie sich nur sachlich zum Thema Klimawandel äußern würden, wäre daß ggfs. glaubwürdig. Daß Sie Kritik nicht vertragen können ist hinreichend bekannt und von Ihnen vielfach öffentlich dokumentiert. Abgesehen davon, wie Sie teilweise Kollegen angehen, kommt ja von Ihnen ausgesprochen gern der Vorwurf des Lobbyismus, den Sie eigenartiger Weise ausgespochen gern gegen Herrn Singer verwenden. Zum einen werfen Sie ihm seine Kontakte zu Tabakindustrie und die Verharmlosung des Passivrauchens vor ( Stelungnahme hierzu weiter unten), des weitern taucht im Zusammenhang mit Herrn Singer immer die Fa. Exxon auf.
    Mitnichten ist Herr Singer der einzige Wissenschaftler, der zum (über)leben Geld braucht, jeder Arbeitnehmer kennt das Problem. Sie vergessen dabei aber immer wieder gern Ihre eigenen Verbindung zur Versicherungswirtschaft ( Münchner Rück, Deutscher Ring etc.), die mit Ihren Aussagen, Ausarbeitungen, Vorträgen mehr als gut leben, da sie mit denen von Ihnen prognostizierten Klimaänderungen natürlich höhere Prämien verlangen können, die Aktienkurse steigen hervorragend, sie leben nicht schlecht. Sie werden auch leben wollen, und diese Arbeiten werden in der Regel gut vergütet.
    Aber um auf das Passivrauchen, Singer und den Umgang mit Kollegen zurück zu kommen.
    Sie werfen ihm die Verharmlosung des Passivrauchens vor mit dem Ziel, ihn zu verunglimpfen.
    Tatschlich hat er untersucht, ob sich wissenschaftlich die Schädlichkeit des Passivrauchens nachweisen läßt. Er fand heraus, daß dieser Nachweis nicht zu erbringen ist. Ein gewaltiger Unterschied, der Ihren Vorwurf in einem sehr schlechten Licht stehen läßt.
    Sie und Singer arbeiten im Interesse anderer, nur Sie werfen es anderen vor – das ist unredlich und spricht sehr gegen Ihre allgemeine Glaubwürdigkeit. Sie disqualifizieren sich mit Ihrer Art und und schaden sich und der Sache der Sie sich verpflichtet fühlen.

    [Antwort: Herr Krishnag, meine „Verbindungen zur Versicherungswirtschaft“ bestehen darin, dass ich im Jahre 2004 zwei Aufsätze zu einem von der Münchner Rück herausgegebenen Sammelband beigesteuert habe (Sie finden sie hier und hier), und dass ich 2005 einen öffentlichen Vortrag auf Einladung des Deutschen Ring gehalten habe (siehe hier). Ich werde mich als unabhängiger Wissenschaftler und Hochschullehrer im öffentlichen Dienst auch weiterhin alleine der wissenschaftlichen Wahrheit und dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen, und ich werde weiterhin in Publikationen oder bei öffentlichen Vorträgen (egal wer dazu einlädt) der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen über den Stand unserer Forschung (wie hier erläutert). S.R.]

  70. @ Thorsten

    „Daher noch mal mein Appell an die sog. „Klimaskeptiker“: Publizieren Sie Ihre Thesen in wissenschaftlichen Arbeiten und mit wissenschaftlichen Standards. Unterziehen Sie Ihre Auffassungen wissenschaftlichen Reviews. Nur so ist eine wissenschaftlich saubere Diskussion möglich. Nur so finden Ihre Auffassungen Einzug in die Klimadiskussion.“

    An Publikatione, welche manche Aussagen („1998 war global das wärmste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnung“, „Derzeit erleben wir einen Temperaturanstieg, der einmalig in einer Warmzeit ist“, „Die Gletscher schmelzen schneller als je zuor“…) von Verfechtern des (größtenteils)Menschengemachten Klimawandels widerlegen herrscht kein Mangel.

    Beispielhaft seien hier genannt:

    -„Klimafakten“ on Ulrich Berner und Hansjörg Streif
    -„Unstoppable Global Warming: Every 1,500 Years“ von S. Fred Singer und Dennis T. Avery
    -„Sterne steuern unser Klima. Eine neue Theorie zur Erderwärmung“ von Nigel Calder und Henrik Svensmark

    Alle voll mit Verweisen auf Studien, peer reviewed und in renomierten Zeitschriften publiziert.

    Du wirst allerdings lange warten müssen, dass eine Studie erscheint, welche das AGW eindeutig widerlegt. Ein Problem ist schließlich, dass die vom IPCC vorgelegten Projektionen sich prinzipiell einer Falsifizierung entziehen.

    Karl Popper beschrieb in seinem Buch „Logik der Forschung“ im Jahre 1934 seine Fehlbarkeitstheorie. Damit konnte er das Abgrenzungsproblem lösen. Er forderte von jeder wissenschaftlichen Theorie, dass sie falsifizierbar sei.

    Das scheint das Problem zu sein. Niemand ist in der Lage, das A in AGW 100%ig nachzuweisen und niemand ist in der Lage dies zu widerlegen.

    Es ist ja prinzipiell wie bei den Prophezeiungen des „Club of Rome“. Nach „Die Grenzen des Wachstums“ sollten bis Ende des letzten Jahrtausends die meisten Rohstoffe ausgehen und die Überbevölkerung zu extremen Hungersnöten führen würde. Das Gegenteil trat ein. Bis zum Jahr 2000 fielen die Preise fast aller wichtiger Ressourcen und sie waren reichlich vorhanden. Auch das Bevölkerungswachstum verlangsamt sich und wird laut UN ab dem Jahr 2050 wohl eher zurückgehen. (Das es mit der Erde insesamt nicht deutlich besser steht, alls allgemein verbreitet wird stellt Björn Lomborg in „Apokalypse No“ sehr ausführlich dar.)

    Die „Weissagungen“ des Club of Rome entzogen sich ebenfalls einer falsifizierung, aber spätestens zur Jahrtausendwende konnte man die meisten Aussagen ja direkt überprüfen (und widerlegen).

    Diesen Fehler, dass die Prophezeiungen noch innerhalb einer lebensspanne nachzuprüfen sind, macht das IPCC nicht. Hier können wir erst 2100 wirklich Gewissheit haben. Das dürfte die Diskussion noch lange offen halten.

  71. Logo

    Herr Rahmstorf, unlängst hatte ich über den Kontaktlink der PIK Homepage nach der genauen Bedeutung des Logos des PIK gefragt ( Wer es nicht kennt:
    http://www.eu-china-energy-climate.net/…-pik.gif

    Auch die Freunde des PIK haben eins:
    http://www.pik-potsdam.de/…s-pik/FF_PIK_Logo.jpg)
    Eine Antwort kam bisher nicht, vielleicht können Sie sich hier dazu äußern.

    Dieses Dreieck, die Pyramide oder die Triangle erzeugt bei mir einen unangenehmen Beigeschmack. Würde ein Nachhilfeinstitut solch ein Logo benutzen würde, würde ich meine Kinder ( zum Glück haben sie es nicht nötig )mit großer Sicherheit nicht dort anmelden.

    [Antwort: Unser Logo symbolisiert die Wechselwirkung Klima-Biosphäre-Mensch (daher das Dreieck), wobei das Klima durch eine Wolke, die Biosphäre durch einen Baum und der Mensch durch eine Hand dargestellt wird.]

  72. Logo

    @Krishnag: Mönsch, so’n ähnliches Dreieck hab ich doch schon mal irgendwo auf einem ökogrünen Lappen gesehen. War da nicht das Auge des großen Brüderleins drüber, das da runter PIKt?

    Würd ja vielleicht auch hier passen, um die Allmacht der großen wahren Wissenschaft zu logifizieren, die sich in der AGW-Bruderschaft demiurgengleich um den neuen Mönsch in der neuen Gesellschaft kümmern.

    Äecht bleed und Teifi auch, daß sich net alle gern zurechtschnitzen lassen.

    Na ja, wer was gegen das Waschen seiner grauen Zellen hat und sich weiter so hartnäckig sperrt, für den gibt es auch andere Möglichkeiten, ihr werdet schon noch sehen. Aus Erfahrung gut …

    Frohes Osterfest!

    Konrad Fischer
    Klimaketzer

  73. Was ich grad ins Postfach bekam,

    ist vielleicht auch hier interessant, soweit man die Sprache der Sieger etwas versteht …:

    Former NASA Climatologist: Not One Peer-Reviewed Paper ‚ruled out a natural cause for most of our recent warmth‘

    Excerpt: ‚Contrary to what you have been led to believe, there is no solid published evidence that has ruled out a natural cause for most of our recent warmth – not one peer-reviewed paper. The reason: our measurements of global weather on decadal time scales are insufficient to reject such a possibility. For instance, the last 30 years of the strongest warming could have been caused by a very slight change in cloudiness. What might have caused such a change? Well, one possibility is the sudden shift to more frequent El Niño events (and fewer La Niña events) since the 1970s. That shift also coincided with a change in another climate index, the Pacific Decadal Oscillation. The associated warming in Alaska was sudden, and at the same time we just happened to start satellite monitoring of Arctic sea ice. Coincidences do happen, you know…that’s why we have a word for them. We make a big deal out of the “unprecedented” 2007 opening of the Northwest Passage as summertime sea ice in the Arctic Ocean gradually receded, yet the very warm 1930s in the Arctic also led to the Passage opening in the 1940s. Of course, we had no satellites to measure the sea ice back then.‘

    By Climatologist Dr. Roy W. Spencer, formerly a senior scientist for climate studies at NASA’s Marshall Space Flight Center where he received NASA’s Exceptional Scientific Achievement Medal, and currently principal research scientist at the University of Alabama in Huntsville. (Also featured in Senate nearly 500 dissenting scientist report)

    http://www.energytribune.com/articles.cfm?aid=828

  74. An Herr Mistelberger

    Sehr geehrter Herr Mistelberger,

    Es gibt 2 verschiedene Temperaturproxies, die den Hockeystick ernsthaft in Frage stellen:

    1) Der Temperaturverlauf auf Grönland aus den Bohrkernen, der eine deutliche mittelalterliche Warmperiode aufzeigt, so wie direkte Temperaturmessungen von Stationen aus Grönland, die heute ähnliche Temperaturen aufzeigen, wie vor 60 – 70 Jahren. Es war also im Mittelalter auf Grönland so warm wie heute, ohne mehr Co2 und bei geringerer Sonnenaktivität.

    2) Die Gletscherstände in den Alpen. In den Alpen war es mehr als die Hälfte des Holozän so warm oder wärmer wie heute. Die Gletscherstände im Mittelalter waren mit den heutigen nahezu identisch. Vor dem Mittelalter waren die Gletscher wahrscheinlich sogar vollständig aus den Alpen verschwunden.

    Mein Fazit:

    Dass es vielleicht durch kurze lokale Schwankungen einmal in den Alpen wärmer wird, ist durchaus möglich. Dass aber eine ganze Periode lang (Mittelalter) Grönland und die Alpen über Jahrzehnte so warm waren wie heute, und dass das nur ein lokales Phänomen gewesen sein soll, ist einfach äusserst unwahrscheinlich, bis unmöglich! Dazu zeigen viele Proxies, die nicht auf Baumringdaten beruhen, eben jene mittelalterliche Warmperiode deutlich auf .

    Uns wurde erklärt, dass es Perioden gab, wo die Nordhalbkugel sich erwärmte, aber die Antarktis nicht mitzog und dass diese Perioden keine globale Erwärmung darstellen, im Gegensatz zu den Warmzeiten z.B..

    Nun, die Antarktis scheint sich heute auch zu weigern, den globalen Erwärmungstrend mitzumachen. Würden dieselben Leute auch daraus schlussfolgern, dass die Erwärmung heute nicht global ist?

    Hochachtungsvoll

    Eddy

  75. Konrad Fischer u.a.

    Konrad Fischer, dass Sie sich hierhin trauen? Mutig! Jemand der auf seinen Internetseiten rechte Hetze sondergleichen verbreitet, muss hier nicht als Saubermann auftreten. Ein kleiner Auzug aus Ihren Veröffentlichungen:

    „Auf zum letzten Gefecht, Kinder an die Front! Verratet Eure ökosündigen Eltern der Klimaschutzpolizei, dem Klimaschutzmann, der Klimaschutzgestapo und der Klimaschutzstaffel K-SS, bevor es der Klimaschutz-Blockwart macht. Die schicken Euch dann die Klimaschutz-Sturmabteilung K-SA und buchten die klimakriminellen Mamis und Papis ein, zur foltergestützten Klimaschutz-Zwangsarbeit im Klimaschutz-KZ, das bewährte Erziehungsmodell seit dem letzten Öko-Autarkie-Aberglauben-Scheiß. Endlösung: Die CO2-Vergasung. Die Gasöfen stehen ja noch (derzeit) ungenutzt überall herum, oder? ….In die CO2-Gaskammer linksum marsch, marsch!!! Aus den Resten machen wir Schmierseife, zum weiteren Einseifen nach Lust und Laune. Kampf dem Verderb! Jeder soll hungern und frieren! Das spart am meisten Energie“

    http://www.konrad-fischer-info.de/7argus.htm

    Rainer:

    Die von Ihnen benannten Studien wurden nicht ordentlich wissenschaftlich publiziert, zumindest nicht in jüngerer Zeit. Bitte geben Sie Ort der Publikationen an. Singer ist ja nicht einmal Klimaforscher (war Wirtschaftsvertreter für die Tabackindustrie, leugnete die Klimaerwärmung und die schädliche Einwirkung des Passivrauchens!), Berner ist auch kein Klimaforscher sondern arbeitet als Geologe bei einer randständigen Behörde, dem BGR. In seinem Buch „Klimafakten“ zeigt Berner veraltete und längst widerlegte Kurven, überbewertet die Aktivität der Sonne und verwirrt Laien durch irreführende Zahlen und Argumente. Diese seine Thesen hat Berner bislang NICHT ordentlich wissenschaftlich publiziert! Svensmarks Thesen wurden widerlegt. Nachdem es mit seiner Sonnentheorie nicht klappte, müssen jetzt die Sterne herhalten.

    Mir wird das hier zu dumm. All die hier vorgebrachten „Argumenge“ wurden umfänglichst Tausend mal durchleuchtet. Allmählich finden sich alle bekannten „Klimaskeptiker“ hier im Forum ein. Ich habe nicht die Zeit und die Lust, aber auch nicht die Fachkompetenz (denn auch ich bin kein Klimaforscher!), auf jeden Beitrag einzugehen, zumal keine neuen Dinge vorgebracht werden. Immer die alten Kamellen.

    Ich wünsche hier allen schöne Osterfeiertage!

  76. @Thorsten alias Blume?

    @Thorsten alias Blume?

    Sie sind leider ein 110%iger Überzeugter Verweigerer einer Klimadebatte.

    Sie selbst wollen nicht in diese Ecke gesteckt werden, machen es aber ständig mit den Skeptikern.

    Ich warte, dass Sie den Nachweis erbringen, dass es von Skeptikern keine Peer-Review-Publikationen gibt. Ich wette wie gesagt mit einer Spende für Klimaopfer dagegen.

  77. Zitate und Vergleiche von Thorsten

    Ich melde mich hier als aktiver Klimaschützer zu Wort und möchte mich ausdrücklich von den Zitaten und Vergleichen, die Thorsten hier ins Feld führt distanzieren.

    Wer rechte Parolen zitiert, bzw. missbraucht, um sie gegen Skeptiker einzusetzen, der sollte sich schämen und dafür unverzüglich entschuldigen.

  78. ohne Worte, Kai Möller

    @ohne Worte

    Mir sind bislang keine neueren entsprechenden Publikationen bekannt.

    @Möller

    Sporry, aber diese Zitate richten sich gegen Menschen, die sich um den Klimaschutz sorgen. Und diese Zitate stammen so wörtlich hier von einem Forumsmitglied. Ich habe Konrad Fischer hieraufhin angesprochen. Diese Zitate richten sich auch gegen mich!

  79. @ Thorsten @K. Möller

    Thorsten:

    „Konrad Fischer, dass Sie sich hierhin trauen? Mutig! Jemand der auf seinen Internetseiten rechte Hetze sondergleichen verbreitet, muss hier nicht als Saubermann auftreten. Ein kleiner Auzug aus Ihren Veröffentlichungen…“

    Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten auf der verlinkten Seite nicht nur nach Buzzwords zu suchen, sondern sich auch mit dem Inhalt beschäftigt hätten, hätten Sie die zitierte Passage vielleicht als das erkannen können, was es ist. Satire nämlich.

    Auf Sie könnte zutreffen, was schon meine Geschichtlehrerin so treffend formulierte: „Ironie und dergleichen ist halt nichts für Kinder…“

    Nun zu der Passage, in welcher Sie auf meine Ausführungen eingehen.

    „Die von Ihnen benannten Studien wurden nicht ordentlich wissenschaftlich publiziert, zumindest nicht in jüngerer Zeit. Bitte geben Sie Ort der Publikationen an.“

    Wenn Sie etwas genauer hingeschaut hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich nicht Studien, sondern BÜCHER angeführt habe. Und wie in seriösen wissenschaftlichen Büchern üblich werden dort getroffene Aussagen anhand von zitierten Studien belegt. Der aufmerkasmae Leser hätte das auch aus „Alle voll mit Verweisen auf Studien, peer reviewed und in renomierten Zeitschriften publiziert.“ schließen können.

    Weiter im Text diffanmieren Sie pauschal die von mir zitierten Autoren:

    -„In seinem Buch „Klimafakten“ zeigt Berner veraltete und längst widerlegte Kurven“
    Wären Sie bitte auch so freundlich, diese Aussage zu belegen?
    Übrigens: Angegriffen ist nicht gleich Widerlegt (Auch Svensmarks Thesen wurden nicht „widerlegt“ sondern, zum Teil aufs heftigste, angegriffen)

    -„Singer ist ja nicht einmal Klimaforscher“

    Hierzu eine (kurze) Übersicht über wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse, die Siegfried Frederick Singer produziert hat:

    -erste Messungen der kosmischen Strahlung (Singer ist Mitentdecker der kosmischen Strahlung) und des Ozongehaltes der Hochatmosphäre (1947-1950)
    -Entdeckung elektrischer Strömungen in der Ionosphäre (1949)
    -erste Berechnungen des Alters von Meteoriten (1952)
    -Vorhersage des später entdeckten Strahlungsgürtels um die Erde (van-Allen-Gürtel) (1956)
    -Theorien zum Ursprung des Mondes und der Marsmonde Phobos und Deimos (Einfangtheorien, aller Wahrscheinlichkeit nach aber unterdessen für den Mond widerlegt) (1966)
    -Erste Berechnung des Anstieges von Methan in der Atmosphäre und seiner Effekte in der Stratosphäre auf Basis des Bevölkerungswachstums, diese grundlegende Arbeit hat in der Debatte über das Ozonloch in der Tat eine wichtige Rolle gespielt und ist bis heute grundlegend für die Modellierung des Treibhauseffektes (1971)
    Singers Expertise ist eindeutig die eines langjährigen und erfahrenen Klimaforschers. Falls Sie das Thema noch weiter vertiefen möchten, empfele ich folgende Seite:
    http://www.oekologismus.de/?p=925

    Des weiterns schreiben Sie:
    „([Singer]war Wirtschaftsvertreter für die Tabackindustrie, leugnete die Klimaerwärmung und die schädliche Einwirkung des Passivrauchens!)“

    Singer hat nicht bewiesen, das Passivrauchen unschädlich ist, sondern das man die Schädlichkeit ncht nachweisen kann – was ein gewaltiger Unterschied ist.

    Wenn es Ihnen lediglich um das Diffamieren von Forschern und deren Arbeit geht, kann Ihr Artikel als durchaus erfolgreich angesehen werden. Der Wahrheitsfindung dient er nicht.

    K. Möller:
    „Wer rechte Parolen zitiert, bzw. missbraucht, um sie gegen Skeptiker einzusetzen, der sollte sich schämen und dafür unverzüglich entschuldigen.“

    Chapeau!

  80. @Rainer

    Ich bin jetzt auf dem Absprung und habe mich hier schon zu lange aufgehalten.

    Nur eines: Ich habe keine rechten Zitate missbraucht, ich habe den Urheber mit seinen eigenen Zitaten konfrontiert. Ich kenne auch den Kontext, in den diese Zitate eingefügt sind. Dieser ist kaum besser! Anstatt diese Zitate noch zu rechtfertigen -sie sind nicht zu rechtfertigen!- sollten Sie sich hiervon distanzieren! Finden Sie diese Zitate inhaltlich in Ordnung?

    Leider sind derartige rechte Vergleiche gegenüber Klimaschützern nicht selten. Herr Blume und viele andere haben das auch schon festgestellt und kritisiert.

    Ich habe mich von allen ähnlichen Zitaten distanziert, die in Einzelfällen (!) gegen Klimaskeptiker vorgebracht wurden.

    Es liegt mir fern, Forscher zu diffamieren!

    Ich stelle auch ausdrücklich klar, dass ich keineswegs Klimaskeptiker allgemein mit rechten Zitaten in Verbindung bringen möchte!!! Es gibt da durchaus auch vernünftige Leute! Ich stelle nur fest, dass es Klimaskeptiker sind, die diese NS-Vergleiche u.a. immer häufiger gegen Klimaschützer einsetzen! Ich kenne bisher keinen einzigen Klimaskeptiker, der sich hiervon distanziert hat! Aber vielleicht machen Sie ja den Anfang!?

    Die schädliche Wirkung des Passivrauchens ist nachgewiesen und war zu der Zeit, als Singer diese bestritt (ist noch gar nicht lange her), auch sehr wahrscheinlich, genauso wie heute der AGW!

    Ich habe den Eindruck, dass der Beitrag von „K. Möller“ nicht von K(ai) Möller kommt. Die dort getätigte Wortwahl erinnert mich stark an das Skeptikerforum „Oekologismus“. Kai Möller hat sich selbst wiederholt dagegen verwahrt, mit derartigen „Gesinnungsfreunden“ in einen Topf geworfen zu werden.

    Ich verstehe nicht, warum ich mich für die Wiedergabe von Zitaten entschuldigen soll, während die Verfasser und Unterstützer derartiger Zitate diese Vergleiche noch weiter fortsetzen, bekräftigen und gezielt gegen Klimaschützer und Klimaforscher einsetzen!

    Das ist doch eine Vertauschung von Ursache und Wirkung, von „Täter“ und „Opfer“.

  81. Hallo Prof. Rahmstorf,

    danke für den Link wegen der CO2 Meßstationen. Was mir auffällt ist die Tatsache, dass die Werte und Steigerungsraten überall fast identisch sind. Das CO2 scheint sich also ziemlich gleichmäßig in der Atmosphäre zu verteilen.

    Wenn das CO2 für die globale Erwärmung verantwortlich ist, müsste dieser Temperaturanstieg weltweit auch relativ gleichmäßig sein. Offenbar ist er das aber nicht, jedenfalls zeigen die auf der NASA-Seite verlinkten Meßstationen, die ich angeklickt habe, höchst unterschiedliche Entwicklungen.

    Z.B. kann ich in den Werten aus Sibirien (Dixon) keinen Erwärmungstrend herauslesen, obwohl es dort ja ganz besonders schlimm sein soll, Thema auftauende Permafrostböden.

    Gibt es dafür eine plausible Erklärung? Bei den anderen diskutierten Gründe für die globale Erwärmung wie z.B. Sonnenaktivität oder Änderungen im Magnetfeld ist es ähnlich gelagert, auch diese möglichen Ursachen müssten ziemlich gleichmäßige globale Auswirkungen haben.

    Diese erheblichen regionalen Unterschiede beim Temperaturtrend sollten meiner Meinung nach besonders intensiv erforscht werden. Möglicherweise spielen periodische Veränderungen von Hauptwetterlagen eine größere Rolle als bislang angenommen.

    [Antwort: CO2 ist aufgrund seiner langen Verweildauer in der Tat sehr gut durchmischt in der Atmosphäre – außer in der Nähe von Quellen und Senken in den bodennahen Luftschichten. Dafür, dass die Klimaerwärmung nicht global einheitlich verläuft (man sieht das am besten in der Filmanimation der NASA-Daten, Link unter meinem Artikel), gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Auf Zeitskalen bis zu Jahrzehnten sind es vor allem die regionalen natürlichen Klimaschwankungen (El Niño, Nordatlantische Oszillation und dergleichen), die sich dem Klimatrend überlagern. Aber selbst der anthropogene Klimatrend fällt regional unterschiedlich aus: Ozeane erwärmen sich langsamer als Landmassen; Regionen mit schrumpfender Eis- und Schneedecke erwärmen sich überdurchschnittlich, der Nordatlantik erwärmt sich langsamer, wenn der Nordatlantikstrom sich abschwächt, und zu alledem verschmutzen wir die Atmosphäre ja auch noch mit abkühlend wirkenden Aerosolen, die im Gegensatz zu CO2 sehr heterogen verteilt sind. S.R.]

  82. Thorsten, sie sind ein Störenfried

    Verehrter Thorsten,

    ich finde es schon ein wenig unverschämt von ihnen, wie sie diesen Blog des Herrn Rahmstorf mit ihren privaten Problemen mit allen, die nicht ihrer Meinung sind, zumüllen.
    Statt wissenschaftlicher Diskussion findet man hier permanent ihr Wehgeschrei, dagegen kam noch nicht ein wissenschaftlicher Kommentar zum Thema von ihnen.
    Haben sie schon gemerkt, dass er kaum noch antwortet?
    Ich bin sehr interessierter Mitleser der Diskussion, geht es doch schliesslich um unser aller Zukunft. Ein Glück nur, dass sie nicht in ihren Händen liegt.
    Sowohl Herr Rahmstorf als auch einige wohl als Skeptiker zu bezeichnende Herren bringen hier gute Argumente vor, aus denen man sich eine Meinung bilden möchte. Das ist bei vielen Medien oft kaum der Fall, da muss ich einigen Skeptikern recht geben.
    Also, bitte, tragen sie ihre Zwistigkeiten woanders aus.
    [AS]

  83. @ krishnag @ ohne Worte

    „@Thorsten alias Blume?

    Sie sind leider ein 110%iger Überzeugter Verweigerer einer Klimadebatte.“

    Das stimmt so wohl. Wenn man sich die Posts von Thorsten hier anbschaut findet man leider wenig zur Sache, viel Polemik und persönliche Verunglimpfungen. Schade eigentlich.

  84. Hallo Herr Fischer,

    danke für den Link. Das ist genau das was ich gesucht habe. Schade nur dass beim Anklicken der Grafik-Vergrößerung eine Fehlermeldung kommt. Ich werde mir das in den nächsten Tagen nochmals anschauen.

    @ Prof. Rahmstorf: Ich bin mit Ihnen einer Meinung, dass der CO2-Ausstoß gesenkt werden muß. Das ist unabhängig davon, ob CO2 nun eine Erwärmung verursacht oder nicht. Fakt ist nämlich, dass beim Verbrennen fossiler Energien und Abholzen der Tropenwälder auch andere Stoffe in die Atmosphäre gelangen, die dort eigentlich nicht in dem Maße hingehören und andere schädliche Nebenwirkungen wie z.B. Bodenerrosion usw. entstehen.

    Deshalb möchte ich Sie als Fachmann einmal fragen, ob Sie wissen, warum die UNO-Behörden bei den CDM Bestimmungen dafür gesorgt haben, dass kleine und mittlere Projekte grundsätzlich nicht vom Emissionshandel profitieren können? Die bürokratischen und vor allem finanziellen Vorleistungen für eine Zertifizierung sind de facto nur von Großkonzernen tragbar, vor allem für Großprojekte die auch ohne den Emissionshandel durchgeführt worden wären. Sozusagen Trinkgeld für notleidende Öl- und Stromkonzerne. Bezahlt von den Strom- und Gasverbrauchern weltweit. Das kommt meiner Meinung nach einer globalen Steuer zugunsten der Großaktionäre milliardenschwerer Konzerne gleich.

    Ich spreche da aus Erfahrung. Besonders bizarr wird es nämlich bei meinem kleinen Projekt hier auf den Philippinen, das ich nebenbei sozusagen aus Hobby und Interesse mit eigenem Geld durchziehe: Herstellung von Holzkohle aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen. Damit soll der Urwald-Holzkohle Konkurrenz gemacht werden und es wird ein Teil der Holzkohle für Düngerzwecke (Terra Preta) verwendet, also dauerhafte CO2-Senke.

    Auf Anfrage hat mir das Bundesumweltministerium mit Bedauern geschrieben, dass dieses Projekt grundsätzlich nicht zertifizierbar ist, weil damit nur Urwald-Holzkohle und keine fossilen Energien ersetzt werden…

    http://www.buddel.de/kft/terra_preta.htm

    Na ja, jedenfalls weiss ich woran ich bin und kalkuliere bei dem Projekt keinerlei Hilfe von aussen ein. Wenn es ein Erfolg wird dürften die UNO-Bürokraten vor Scham im Boden versinken…

    Beste Grüße aus dem immer noch kalten Tropenbüro, Jochen

  85. @Herr Rahmstorf

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    Vielen Dank für die Antwort. 🙂 Das hatte ich jetzt nicht mehr erwartet!

    Sie haben sicherlich recht, dass wir erst einmal den weiteren Trend abwarten sollten. Vor einigen Jahren hat man das den Skeptikern aber nicht so gern zugestanden. Sagte man doch damals (2007-2008): „Entweder wir handeln jetzt oder nie!“

    Obschon das globale und direkte Handeln nur 6,5 Tage an Co2-Einsparungen bis 2012 bringt. 🙁
    http://sciencepolicy.colorado.edu/…012_effe.html

    „This means that the cumulative emissions that would have occurred on January 1, 2012 will now occur before noon on January 7, 2012. You read that right. The cumulative effect of the CDM (Anmerkung: (Kyotomassnahmen)) on carbon dioxide emissions is to delay total emissions by about 6.5 days.“

    Ich finde, dass sie im Fernsehen einen sehr sympathischen Eindruck machen, und ich bin sicher dass sie einer der grössten Fachleute auf ihrem Gebiet sind.

    Ich finde aber leider ihren Umgang mit einigen Fachkollegen und einigen Journalisten einfach nicht akzeptabel. Trotzdem habe ich einen grossen Respekt vor ihrer Fachkenntnis.

    Realclimate ist leider auch nicht besonders aufschlussreich, und ihre Kritik an Andersdenkenden ist leider in einem sehr ähnlichen Tonfall gehalten.

    Wie kann man z.B. einem Herr Pielke Sr. vorwerfen den Unterschied zwischen Klima und Wetter nicht zu verstehen?

    Ich wäre einer ihrer grössten Anhänger, würde die Klimadiskussion nicht so unglaublich unfair geführt.

    Hochachtungsvoll

    Eddy

    [Antwort: Sie dürfen hier gerne auch frühere Aussagen von mir kritisieren – doch bitte konkret. Zitieren Sie mich bitte wörtlich und geben Sie die Quelle an, damit man es im Kontext nachlesen kann! Das wäre fair. Nur so können unsere Leser sich ein Bild machen, ob ich tatsächlich etwas gesagt habe, das als „unfair“ gelten kann. Danke! S.R.]

  86. @Thorsten alias Blume?

    @Thorsten alias Blume?

    „Leider sind derartige rechte Vergleiche gegenüber Klimaschützern nicht selten. Herr Blume und viele andere haben das auch schon festgestellt und kritisiert.“

    „Ich verstehe nicht, warum ich mich für die Wiedergabe von Zitaten entschuldigen soll“

    Genau deshalb, weil Sie das hier reinstellen! Egal in welcher Weise man sich rechter Parolen bedient, dass gehört in keine Diskussion. Herr Blume hat auch Nazivergleiche zitiert und hier eingestellt. Sie beide verbreiten noch diesen Unfug. Man kann nur hoffen, dass das keiner aufgreift! Bitte lassen Sie das!

    „Mir sind bislang keine neueren entsprechenden Publikationen bekannt.“

    Das bedeutet aber nicht, dass Peer-Review-Publikationen von Skeptikern nicht existent sind! Dann wetten Sie dagegen?

  87. Aaron Schwarz, Rainer

    Natürlich hat Thorsten mit Nachdruck das Thema weitergeführt, welches ANDERE hier ins Forum gebracht haben. Von der Sache her hat Thorsten aber Recht. Leider hat uns die Diskussion etwas vom Thema abgebracht. Aber Sie sollten diejenigen kritisieren, die diese Vergleiche benutzen!

    Aber ich glaube nicht, dass Sie Aaron Schwarz sind. Sollte Ihr Name wirklich „Aaron“ sein, fände ich das etwas merkwürdig, denn es handelt sich hierbei um einen jüdischen Namen. Und gerade Menschen mit jüdischem Bezug sind i.d.R. sehr empfindlich (zu Recht!), was NS-Vergleiche betrifft.

    In diesem Forum wurde doch angefragt, ob es auch Karten zu regionaler bodennaher CO2-Konzentration gäbe.

    Ja, diese gibt es:

    http://www.iup.uni-bremen.de/…IR_NADIR_WFM_DOAS/

    Damit konnte erstmals nachgewiesen werden, dass regionale (anthropogene) CO2-Emissionen zu regional erhöhten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre führen.

  88. Hallo Wetterprophet,

    danke für den Link, auf der Grafik sind die Meßwerte lesbar.

    Ich finde es erstaunlich, dass die Unterschiede zwischen industriellen und ländlichen Gebieten ziemlich minimal sind, teilweise unter den Werten von Hawaii und Südpol, also um 370 ppm.

    Da treibt mich dann aber die Frage um, warum z.B. Bäume in Großstädten schneller wachsen als in abgelegen Wäldern? Ich war immer der Meinung, das hätte etwas mit hohen CO2 Werten zu tun. In Gewächshäusern wird dieser ja auf bis zu 1.400 ppm künstlich erhöht und das machen die Bauern nicht aus Spaß.

  89. @ falsche Wetterpropheten

    Ich kann durchaus selbst protestieren, wenn ich es für richtig halte.
    Ich bin in einer jüdischen Familie in der DDR aufgewachsen. Sie weden verstehen, dass ich beim Thema Diktatur hellhörig werde.
    Bei angesprochenem Beitrag wird -sehr übertrieben- vor der Tendenz zu solchen gesellschaftlichen Entwicklungen gewarnt, wie ich es herauslese. Ich würde es der Polemik oder dem Sarkasmus zuordnen, keinesfalls jedoch entsprechendem Gedankengut.
    Zu so etwas will und werde ich mit ihnen hier nicht diskutieren, bitte haben sie Verständnis dafür.

  90. Frage zum Einfluss der Sonne

    Verehrter Herr Rahmstorf,

    sie gehen in ihrem Artikel unter anderem auf den Einfluss der Sonnenaktivität auf unser Klima ein. Bisher hatten wir ja auch in den Fleckenminima der vorangegangenen Zyklen 20 bis 23 (welche sich selten länger als einige Monate hinzogen) noch eine recht hohe Aktivität. Seit 2005 ist diese jedoch im stetigen
    Rückgang; der Zyklus 23 scheint nach Meinung vieler Wissenschaftler nach nunmehr 12 Jahren noch nicht zu ende zu sein.
    Kann es sein, dass dieser Rückgang der Sonnenaktivität zur verlangsamten Erwärmung der letzten Jahre, -welche die Daten unter http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/ meiner Meinung nach zeigen-, führt, und ggf. diesen El Nino verstärkt?

    D.Hathaway, Sonnenforscher der NASA, hatte ursprünglich den Start des 24. Sonnenzyklus auf 2006 vorhergesagt, dann meinte er März 2008, doch auch das ist nicht mehr zu halten.
    Kann uns dieser Zustand, unabhängig vom vorhandenen Einfluss des Menschen, in eine vorübergehende Kaltzeit steuern? http://www.lavoisier.com.au/papers/articles/Archibald.pdf

    [Antwort: Lieber Herr Lincke, durchaus möglich, dass die letzten Jahre auch wegen der schwachen Sonnenaktivität etwas kühler ausgefallen sind. Sie sprechen hier vom Schwabe-Zyklus, dessen Periode im Mittel 11 Jahre beträgt aber zwischen 9 und 13 Jahren variieren kann. Allerdings: wenn Sie die Temperaturkurve oben in meinem Beitrag ansehen, sehen Sie auch, dass nur 2006 und 2007 unterhalb der Trendlinie lagen, 2005 dagegen darüber. Und sie sehen auch in den vergangenen 100 Jahren keinen klaren ca. 11-jährigen Zyklus in den Temperaturen. Damit will ich nicht sagen, dass er nicht schwach vorhanden sein könnte – ich will damit nur sagen, dass er so schwach ist, dass man ihn ohne besondere Analysetechniken nicht einfach mit dem Auge in den Daten sehen kann. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieser Sonnenzyklus eine „vorübergehende Kaltzeit“ auslösen wird – er hat es in den letzten Jahrzehnten ja auch nicht geschafft, deutlichere Spuren im Klima zu hinterlassen. S.R.]

  91. Herr Rahmstorf,

    in Ihrem Beitrag verweisen Sie für Details auf ‚Rahmstorf et al., Science 2007‘:
    http://www.pik-potsdam.de/…etal_science_2007.pdf

    Dort ist in Fig. 1, mittlere Darstellung, (Temperaturentwicklung) eine Kurve wiedergegeben, als deren Quelle ganz allgemin der TAR (2001) angegeben ist.

    Bitte sagen Sie mir doch, auf welche dieser Kurven Sie sich in Ihrer Arbeit beziehen.
    http://www.ipcc.ch/ipccreports/tar/wg1/563.htm

    Mit freundlichen Grüßen,

    Wolfgang Flamme

    [Antwort: Wir zeigen in unserem Paper die offiziellen IPCC-Szenarien aus dem Bericht von 2001, die dort in der Summary for Policy Makers in Abb. 5 abgebildet sind. S.R.]

  92. Danke

    Vielen Dank für die mit Fakten beladene Gegendarstellung, Herr Rahmstorf.

    Das Problem liegt meines Erachtens für den Laien darin, gut recherchierte Artikel von Halbwahrheiten oder Fehlinterpretationen unterscheiden zu können, die sich schnell einschleichen können.

    Und wenn dem Leser etwas an einem Artikel falsch vorkommt, hat er selten die Möglichkeit, dies selbst zu überprüfen und mit solchen Fakten zu widerlegen wie Sie sie hier aufgelistet haben.

    Also vielen Dank für diese anschauliche Recherche. 🙂

  93. @Thorsten

    Stimmt, an Mutlosigkeit leide ich nicht. Und was Sie offenbar auf meiner Seite überlesen haben, sind all die Forderungen der Ökos, wie mit den „Leugnern“ (die Bezeichnung sagt alles!) umgegangen werden soll. Das halte ich für sehr bedenklich, dagegen richtet sich die Ironie – und wie nicht nur ich meine – zu Recht.

    Vielleicht gehören Sie aber auch zu den Befürwortern staatlicher / öffentlicher Unterdrückungsmaßnahmen gegen Klimaschutzskeptiker. Dann wäre ihr Gejammere hier als Unmutsäußerung des Betroffenen zu deuten.

    Wie auch immer, die Erfindung des Wortes „Ökofaschismus“ ist nicht auf meinem Mist gewachsen – seine Legitimität ergibt sich aber zweifelsfrei aus der mit Zwangsmaßnahmen „menschenverbessernden“ Ökoideologie, von Vaclav Klaus als Environtalismus gebrandmarkt. Und die ad hominem Strategien der Ökoapostel sind doch auch hier bestens dokumentiert …

    Wie war das einst mit „Wehret den Anfängen“?

    Frohe Ostern

    Konrad Fischer
    global erkältet

  94. Prognose und Beobachtung

    Mit Bezug auf den Kommentar von Eva Glatzle vom 20.3.08, 1:44 (Seite 3) und Ihre Antwort darauf, stimme ich Ihnen zu, Herr Rahmstorf, dass ein Klimatrend über 8 Jahre statistisch nicht signifikant sein kann. Auch darin stimme ich Ihnen zu, dass die geglättete Kurve per definitionem nicht mehr Information enthalten kann als die Einzelwerte. Aber gerade deshalb kann die geglättete Kurve einen Trend vortäuschen, den die Einzelwerte nicht vorgeben, vor allem dann, wenn die „Glättung“ nicht auf der einfachen Mittelung von Messwerten, sondern auf anderen Berechnungen beruht, was ganz offensichtlich auf die Endstücke Ihrer „Glättungskurven“ zutrifft. Die Glättungsmethode, die Sie verwenden, ist in Ihrem Science paper erwähnt aber nicht beschrieben. Mithilfe des „minimum roughness criterions“, das Sie verwenden und zu dessen Erläuterung Sie auf eine mir nicht zugängliche Literaturstelle verweisen, schaffen Sie es, dass das Ende Ihrer Glättungskurven (und ich beziehe mich wegen der viel besseren Auflösung der Einzelwerte auf die 9-Jahres-Glättung, die Sie für mich unter http://www.pik-potsdam.de/~stefan/material/global_temp_9yr.jpg freundlicherweise angefertigt haben und die mit dem Jahre 2007 endet) höher liegt als 8 der 9 letzten Einzelwerte.

    Hier liegt eindeutig kein Mittelwert mehr vor, der auf empirischen Daten beruht, sondern ein Prognosewert. Im Titel Ihres Science papers äußern Sie aber die Absicht, Projektionen mit Beobachtungen vergleichen zu wollen. Tatsächlich vergleichen Sie jedoch gerade in den entscheidenden, aber nicht besonders gekennzeichneten Teilbereichen Ihrer Glättungskurven Projektionen mit Projektionen (das scheint den peers beim review Ihres papers entgangen zu sein). Auf diese Weise schaffen Sie es, dass sogar die 9-Jahres-Glättung der Globaltemperatur nach 1975 einen stetig ansteigenden Verlauf bis 2007 nimmt, obwohl – wie im Kommentar von Eva Glatzle ausgeführt – das letzte heute empirisch berechenbare 9- Jahres-Mittel, das auf das Jahr 2003 zu liegen kommt, kleiner ist als dasjenige des Vorjahres 2002. Auch der vom Hadley-Centre unter http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/ dargestellte Kurvenverlauf der Globaltemperatur weist ab 2003 einen Knick nach unten auf. Obwohl Sie die Hadley Temperaturdaten verwenden, widersetzt sich Ihre 9-Jahres-Glättung dieser Vorgabe und folgt stattdessen bis 2007 den IPCC Prognosen auf dem Weg nach oben. Lieber Herr Professor Rahmstorf, bitte verzeihen Sie mir, dass ich die geglätteten Kurven nicht getrost ignoriere (wie Sie mir in Ihrem Kommentar nahe legen und was Ihnen vielleicht ganz genehm wäre), weil es gerade Ihre Glättungskurven sind, die – ohne saubere Kennzeichnung – an ihrem Ende nicht auf empirischen Einzelwerten beruhen, sondern auf Berechnungen, die erst einmal zu hinterfragen sind, die aber fälschlicherweise dem unbefangenen Leser und den Medien Tatsachen suggerieren.

    [Antwort: Lieber Herr Glatzle,

    Zu unserem Science-Artikel: wir zeigen dort die Messdaten für den Zeitraum 1973-2006 und vergleichen sie mit Modellszenarien, die 1990 starten. Die 16 Jahre Überlapp zwischen beiden sind dabei ausreichend für einen sinnvollen Vergleich; wir betonen allerdings einschränkend auch die „relatively short 16-year time period considered“ und die intrinsische Variabilität im Klimasystem.

    Zur Frage der Kurvenglättung: wir benutzen hier keinen fortlaufenden Mittelwert, sondern eine nicht-lineare Trendanalyse. Dabei sind die letzten 5 Jahre notwendig mit einer wachsenden Unsicherheit behaftet. Ich bin jedoch überzeugt, dass das von uns zur Abschätzung verwendete „minimum roughness“ Kriterium für diese Daten das sinnvollste ist – dies näher zu begründen würde einen eigenen Artikel und ein paar Grafiken erfordern, und vielleicht komme ich demnächst einmal dazu, einen solchen Artikel in diesem Blog zu schreiben. In der Zwischenzeit habe ich extra für Sie eine Variante meiner Grafik ohne die umstrittenen letzten 5 Jahre in den Trendlinien angefertigt. In Ordnung?

    Zur Grafik des Hadley Center: ich habe das mit den Kollegen dort geklärt. Der Unterschied liegt vor allem daran, dass in deren Kurve, die auf Jahresmittelwerten beruht, bereits ein Wert für 2008 enthalten ist. Dieser Wert ist natürlich kein Jahresmittelwert, sondern nur das Mittel von Januar und Februar. Sie werden mir sicher zustimmen, dass ein solches Zweimonatsmittel eigentlich nichts in einer Kurve mit Jahresmittelwerten zu suchen hat, denn Monatswerte schwanken naturgemäß viel stärker als Jahreswerte.

    Noch ein Wort zum Ton: erst haben Sie mir Trickserei vorgeworfen und mich ironisch „Klimaweltmeister Rahmstorf“ genannt, und nun schreiben Sie, dass den „peers beim review“ wohl etwas entgangen ist. Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass ein Laie es tatsächlich besser weiß, als die Autoren des Artikels (immerhin 7 international renommierte Klimadatenexperten) und die Gutachter von Science (immerhin eine der renommiertesten Fachzeitschriften)? Ich freue mich über kritische Nachfragen. Aber der Stil einiger Kommentatoren, die anscheinend davon ausgehen, Klimaforscher seien entweder unfähig oder korrupt, ist doch ein wenig befremdlich.
    S.R.]

    [P.S.: Hadley hat die fragwürdige Kurve inzwischen online korrigiert (26.3.) S.R.]

  95. Arktische Eisdecke

    Gestatten Sie mir, Herr Rahmstorf, noch eine Anmerkung zu Ihrem Update von 20.3., wonach „trotz des überdurchschnittlich kalten Winters die Dicke des arktischen Eises weiter zurückgegangen sei“: Falls es stimmen sollte, dass das Eis bei Temperaturen von -30 bis -50 Grad Celsius wirklich an Dicke verlor, dann liegt dies ganz sicher nicht an der Klimaerwärmung sondern an anderen Einflussfaktoren (z.B. wärmere Meeresströmungen die unter der Eisdecke entlang strömen.) Das wissen Sie sicher besser als ich, Herr Rahmstorf!

  96. dünne Daten – gewagte Schlussfolgerungen

    Sehr geehrter Hr Rahmstorf,

    zunächst einmal Respekt dass sie sich hier der Diskussion stellen und Kritikerbeiträge die nicht so recht in den Zeitgeist passen hier nicht gelöscht werden. Von daher ist dies ein erheblicher Fortschritt zu realclimate.org (schon der Name diese Web-site ist eine Anmaßung).
    Um es vorweg zu nehmen: ich bin von der Ausbildung Physiker und arbeite im Bereich der CO2 freien (oder besser armen) Elektrizitätserzeugung und profitiere beruflich eher von der CO2 Debatte.

    Was mir an der derzeitigen Debatte aber immer wieder negativ auffällt ist die dünne Datenlage und die daraus angeblich zu ziehenden Schlüsse.

    Zur Datenlage: Grob geschätzt gibt es auf unserem Planeten einen Temperatur-range zwischen -50°C bis +50°C mit extremen tages- und jahreszeitlichen und örtlichen Variationen. Die systematische messtechnische Erfassung von Temperaturen krankt and einer geringen Zahl und sehr ungleichmäßiger Verteilung von Messpunkten und klimageschichtlich extrem kurzen Messreihen. Methodik, Instrumentarium, und Umgebung haben sich während der Messreihen signifikant verändert (mir drängt sich das alte Physiker-Sprichwort „Wer misst misst Mist“ auf). Meine Frage: Halten Sie die IPPC Aussage von +0.13°C/Jahrzehnt mit +-0.03(!)°C/Jahrzehnt für wissenschaftlich haltbar? Glauben Sie dass man aus diesem Trend
    tatsächlich einen antropogenen Anteil herausfiltern kann?
    Zu den Schlüssen: Falls Sie und Ihre Kollegen tatsächlich Recht haben und es global (was immer das auch bedeuten soll) wärmer wird. Woher nehmen Sie die Gewissheit dass wir das derzeitige Klima (oder das vor 50 Jahren) schützen sollten. Warum sollte ein wärmeres Klima schlechter sein? Sollten wir nicht besser unsere Ressourcen verwenden um die Menschen in die Lage setzen sich vor dem (heutigen und zukünftigen) Klima zu schützen?
    Denken sie nur an die Kosten des Kioto-Protokoll: mit einem Bruchteil dieses Geldes hätte man z.B. die Menschen in Bangladesh mit Deichen vor Sturmfluten schützen können. Aufgabe der Politik sollte es sein akute Probleme von heute zu lösen und nicht die imaginären Probleme in 100 Jahren. Insbesondere für die Menschen in Schwellenländern –die endlich as der Armut heraus wollen- hat die drohende Besteuerung und Beschränkung von Energieverbrauch katastrophale Folgen. Als Wissenschaftler der sich aktiv in die Politik einmischt sollten Sie schon klar beziffern welche Opfer wir heute sicher bringen sollen um die imaginären Opfer von morgen zu Schützen, anstatt diffus „wirksamen Klimaschutz“ zu fordern.

    mfg
    energietechniker

  97. @ Energietechniker

    Bei der Klimadebatte wird meiner Meinung nach viel zu wenig auf den Gesamtzusammenhang geachtet. Der übermäßige Verbrauch fossiler Energien und die möglichen Folgen für das Klima ist nur ein Teilaspekt.

    Fakt ist, dass andere große Zukunftsprobleme wie Abholzung der Regenwälder, Verknappung und damit Verteuerung fossiler Energien, Konkurrenz der Nahrungserzeugung durch Energiepflanzen, Überbevölkerung, Bürgerkriege, Flüchtlingswellen, Landflucht etc. auch gelöst werden müssen.

    Einer der vielversprechensden Ansätze, viele der Probleme gleichzeitig zu lösen ist die massive Förderung der Landwirtschaft in der sog. Dritten Welt. Wenn die Farmer höhere Einnahmen erzielen, steigen wegen des ausreichenden Kapitals für Dünger etc. auch die Erträge, mit zunehmenden Wohlstand sinkt die Geburtenrate, die Ausbildung der Kinder wird besser, und wer hart arbeitet und gutes Geld verdient hat keine Zeit und Lust auf Bürgerkrieg spielen oder auswandern.

    Leider vermisse ich in der öffentlichen Debatte Hinweise und Lösungsvorschläge in dieser Richtung. Stattdessen wird über CO2-Isotopen gestritten und welcher Wissenschaftler wovon keine Ahnung hat und von wem er gesponsort wird. Besonders hilfreich finde ich das alles nicht.

    Mir kommen auch Zweifel ob das CO2-Problem wirklich so drängend ist. Wenn dem so wäre würden die Klimakonferenzen nicht mit massenhafter Beteiligung in bevorzugten Urlaubsorten stattfinden und Al Gore würde seine Millioneneinnahmen nicht sich selber spenden, auf Geheimvorträge für die „Eliten“ verzichten und statt Privatjet den Linienflieger nehmen.

    Auf Seite 5 dieses Blogs hatte ich Prof. Rahmstorf um Stellungnahme zu dem Problem gebeten, dass kleine Umweltschutzprojekte systematisch von der Förderung durch den Emissionshandel ausgeschlossen werden. Keine Ahnung ob er darauf nicht antworten will, kann oder darf.

    Es ist ja nicht damit getan, ein Problem zu erkennen und die genauen Ursachen bis ins letzte Detail zu erforschen. Viel wichtiger sind konkrete Maßnahmen zur Lösung. Da sind Sprüche wie „Wir müssen sofort handeln“ oder „Der CO2-Ausstoß muss drastisch gesenkt werden“ ziemlich überflüssig, wenn nicht gleichzeitig Lösungsansätze vorgeschlagen werden, die auch durchführbar sind, ohne die Weltwirtschaft an die Wand zu fahren.

  98. @ Thorsten 21.03.08 9:18

    >Singer ist ja nicht einmal Klimaforscher (war Wirtschaftsvertreter für die Tabackindustrie, leugnete die Klimaerwärmung und die schädliche Einwirkung des Passivrauchens!)<

    Wenn Singer kein Klimaforscher ist, wer dann? Fred Singer hat mit der Tabakindustrie nichts zu tun, ist selbst leidenschaftlicher Nichtraucher und hasst das Passivrauchen. Das Einzige, was er sich „zu Schulden“ hat kommen lassen, ist, dass er die zweifelhafte Methodik einer Studie, die die Schädlichkeit des Passivrauchens hätte belegen sollen, angegriffen hat. Wenn Sie mehr über Singer erfahren wollen, dann lesen Sie den NIPCC-Bericht, den er herausgegeben hat mit seinen Lebenslauf am Ende: http://heartland.temp.siteexecutive.com/…835.pdf

    @ Prof. Rahmstorf

    Gerne würde ich eine Antwort auf den Beitrag von Wolfgang Flamme vom 22.03.08 und eine Stellungnahme zu meinem eigenen Beitrag vom 22.03.08 lesen. Vielen Dank im voraus!

  99. Hier mal ein Beispiel, wie kurzfristig und fast kostenneutral gigantische Mengen Treibstoff und damit CO2 eingespart werden könnten:

    In der 3. Welt gibt es zig Millionen Busse, LKWs und andere KFZ, die wegen defekten Anlasser und/oder Batterie morgens angeschoben werden und dann auch bei den oftmals vielstündigen Standzeiten nicht abgeschaltet werden. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Besitzer schlichtweg kein Geld für die Ersatzteile in der Tasche haben.

    Ich habe mal eben bei Ebay geschaut. Demnach kosten beide Teile zusammen ca. 100 EURO wenn man größere Mengen bestellt.

    In Bali waren 14.000 Teilnehmer bei der Klimakonferenz, sagen wir mal im Schnitt 10.000 EURO Gesamtkosten, macht 140 Millionen oder 1,4 Millionen aufgerüstete KFZ. Pro Fahrzeug würden im Schnitt meiner Schätzung nach 6 Liter Sprit am Tag gespart, macht 3 Millionen Tonnen Sprit bzw. 10 Mio Tonnen CO2 pro Jahr, bei einer Haltbarkeit der Teile von sagen wir mal 4 Jahren würden zum Preis von 140 Mio EURO 40 Mio Tonnen CO2 eingespart, also 3,50 EURO pro Tonne CO2.

    Davon abziehen müsste man noch den Energieaufwand für die Herstellung der Teile. Aber Flugzeuge und balinesische Bordell-Klimaanlagen müssen ja auch hergestellt und gewartet werden…

    Die Sache wäre für die Steuerzahler in den Industrieländern sogar weitgehend kostenneutral, denn durch diese Großaufträge würden in den Herstellerbetrieben jede Menge qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und die Begünstigten KFZ-Besitzer in den Entwicklungsländern würden eine drastische Erhöhung ihres Familieneinkommens haben, dass zum Teil in den Kauf importierter Technik-Produkte zu uns zurückfließt.

    So, nun war vor einigen Tagen im SPIEGEL zu lesen, dass bei den geplanten neuen Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidern zusätzliche Kosten von 25 bis 40 EURO pro eingefangener Tonne CO2 entstehen, plus die Lagerkosten. Zahlbar vom deutschen Stromkunden.

    Angenommen, es gibt ca. 50 Millionen KFZ in der Welt mit derartigen defekten Teilen, könnten alleine mit dieser Maßnahme pro Jahr 350 Mio Tonnen CO2 eingespart werden.

    Also, ihr Gores, Merkels, Gabriels, Schellnhubers dieser Welt, was hindert euch daran, solche praktikablen Maßnahmen kurzfristig umzusetzen?

    PS: Bin schon am überlegen, ob ich nicht mal eine Homepage basteln sollte, wo derartige Ideen veröffentlicht werden können.

  100. Ein Klimaskeptiker meldet sich zu Wort

    Zunächst: Ich bin derjenige, der bei oekologismus.de den oben schon angesprochenen Text über die Charakterisierung Singers durch Sie, Herr Rahmstorf, veröffentlicht hat.

    Es ist in diesem Zusammenhang vielleicht von Bedeutung, daß ich als Naturwissenschaftler Politiker berate. Und als Berater eben allen meinen Gesprächspartnern grundsätzlich empfehle, auf Basis der Erkenntnisse der Klimaforschung, wie sie in den IPCC-Berichten zu lesen sind, keinerlei Maßnahmen zu ergreifen.

    Ich bin also einer von jenen Skeptikern, die Sie, Herr Rahmstorf, glauben bekämpfen zu müssen. Weil Sie der Überzeugung sind, daß unser gegenwärtiges industrielles System, basierend auf solchen Begriffen wie Marktwirtschaft, Konsum und Wachstum, eine Gefahr darstellt und im Grundsatz umgebaut werden muß. Sie wollen diesen Umbau nicht durch eine stetige technologische Innovation, wie sie seit Menschengedenken stattfindet, sie wollen eine schnelle Revolution. Und Sie wollen diese erzwingen, ohne wirkliche Not, allein auf Basis Ihrer ideologischen Grundüberzeugung.

    Das Argument, der Klimawandel wäre eine Bedrohung, ist dabei wohl nur vorgeschoben.

    Ich finde Ihre Beiträge, Herr Binikowski, dabei ausgesprochen erhellend. Sie sind auf der richtigen Spur. Es ist keine wissenschaftliche Debatte, die hier geführt wird, sondern eine politische. Es geht eben nicht um das CO2 und um die Vermeidung entsprechender Emissionen. Es geht um den Kampf zwischen Totalitarismus und Liberalismus, um die Entscheidung zwischen freier und gelenkter Wirtschaft, um die Sicherung staatlicher Macht in Zeiten, in denen Technologie den Menschen immer mehr Freiheit und Individualismus ermöglicht. Es geht um Kontrolle.

    Das ist ein großes Faß, was ich da öffne, keine Frage. Und die Klimadebatte stellt auch nur einen Teilaspekt der gesamten Thematik dar. Vom Rauchverbot über Alkoholprohibition, von der Überwachung im öffentlichen Raum wie auch in der Virtualität, vom Steuerrecht bis hin zum Verbraucherschutz – überall finden sich eben jene Zeitgenossen wieder, die Kontrolle gegen Freiheit setzen.

    Umwelt und Klima werden ideologisch instrumentalisiert, das ist mein Punkt. Und Sie, Herr Rahmstorf, agieren und agitieren in dieser großen Auseinandersetzung als Politiker, als Ideologe, nicht mehr als Wissenschaftler.

    Als Wissenschaftler müßten Sie einräumen, daß es nicht möglich ist, einen Erfolg radikaler CO2-Einsparmaßnahmen bezogen auf irgendeinen globalen Indexwert der mittleren Temperaturanomalie, zu garantieren. Es kann sein, daß wir CO2 sparen, wie wir nur können, daß wir die Konzentration in der Atmosphäre tatsächlich einfrieren oder gar senken – und trotzdem können eben natürliche Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, sehr schnell eine sehr hohe Erwärmung verursachen. Oder vielleicht auch (was möglicherweise viel schlimmer wäre) eine erhebliche Abkühlung. Dies zumindest zeigen die Temperaturkurven für die letzten Jahre. Selbst Pachauri, seines Zeichens Chairman des IPCC, hat jüngst eingeräumt, daß es sein kann, daß natürliche Faktoren in den letzten Jahren die globale Erwärmung überlagern, so daß diese nicht mehr sichtbar wird. Wenn dies aber so sein kann, dann ist eben die mutmaßliche menschgemachte globale Erwärmung gar kein Problem mehr. Sondern im Gesamtkonzert der Klimafaktoren nur ein einzelner, völlig unwichtiger Faktor.

    Als Wissenschaftler müßten Sie weiterhin einräumen, daß Ihre Modelle auf Annahmen beruhen, die nicht nur unwesentlich, sondern vielleicht gar falsch sein könnten. Sie müßten als Wissenschaftler dahingehend sozialisiert sein, daß Sie die Möglichkeit des eigenen Irrtums nicht leugnen, sondern als integralen Bestandteil Ihrer Arbeit empfinden. Mit dieser Einstellung verbieten sich Agitation und Politisierung dann von selbst. Etwas, das grundsätzlich falsch sein kann, darf niemals Grundlage weitreichender politischer Maßnahmen sein.

    Als Wissenschaftler müßten Sie der Politik mitteilen, daß es in der Wissenschaft kein Wahrheitskriterium namens „Konsens“ oder auch namens „very likely“ (IPCC-Sprache) gibt. Es gibt nur Modelle, Hypothesen und Theorien, die innerhalb einer gewünschten Genauigkeit die Realität abbilden oder reale Entwicklungen vorhersagen können (die Realität selbst aber ist vom Modell strikt zu unterscheiden, die Theorie ist nicht die Realität, sondern immer nur ein unvollständiges Abbild derselben) – oder auch nicht. Keines der durch das IPCC verwendeten Klimamodelle konnte und kann die Temperaturentwicklung der letzten Jahre vorhersagen. Ist es so schwer, diesen einfachen Satz, der doch aber implizit das Wesen der Wissenschaft beinhaltet, zu kommunizieren?

    So wenig, wie die Genetik eine politische Maßnahme im Bereich der Nutzpflanzen oder der Humanmedizin begründen kann, so wenig, wie die Quantentheorie eine Entscheidung pro oder contra Kerntechnik ermöglicht, so wenig, wie die Evolutionstheorie bevölkerungspolitisch instrumentalisiert werden darf, so wenig ist eben die Klimaforschung geeignet, eine politische Entscheidung für eine bestimmte Energiepolitik oder hinsichtlich einer Beschränkung der Mobilität und der Ernährung zu begründen.

    Und die Politiker, so weit ich sie kennenlerne, wissen das auch.

    Sie, Herr Rahmstorf, lassen sich und ihre wissenschaftliche Reputation mißbrauchen (wissentlich?).

    Politik reagiert einzig und allein auf Stimmungen in der Bevölkerung zum Zwecke des Machterhalts. Wenn nun aber bestimmte Interessengruppen es schaffen, ein mediales Feuerwerk zu entfachen, und damit Stimmungen zu erzeugen, dann wird eben Politik auf diese Stimmungen reagieren. Mit grundsätzlich kurzfristigen, eher auf Kommunikation, denn auf realen Effekten basierenden Maßnahmen. Und natürlich darf dann keine Partei so ein Thema wie die Klimadebatte ignorieren und das Feld den anderen allein überlassen. Was zusätzlich den Eindruck eines „Konsenses“ und unvermeidlicher Maßnahmen für die breite Öffentlichkeit verstärkt. Politik agiert mit Mythen. Und so sieht eben auch die Politik den mutmaßlich menschgemachten katastrophalen Klimawandel: Als einen nützlichen Mythos.

    Ist Ihnen das bewußt, Herr Rahmstorf?

    (Und das ist der Grund, Herr Binikowski, warum ihre Ideen nicht mal in Betracht gezogen werden.)

    Vielleicht tue ich Ihnen Unrecht. Vielleicht sind Sie tatsächlich im Innersten davon überzeugt, daß die Welt gerettet werden muß. Vielleicht haben Sie wirklich Angst vor einer Zukunft mit weiter steigendem CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

    Ich stehe für Meinungsfreiheit und eben auch die Freiheit der Wissenschaft. Ich werde daher Ihr Recht, diese Bedenken zu äußern, immer verteidigen. Ich werde daher Ihr Recht, die Forschung zu betreiben, die sie betreiben, und diese auch zu kommunizieren, nie in Frage stellen.
    (Ein Nebenaspekt, der hier aufkam, ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Im obigen Zusammenhang – aber das wirklich nur nebenbei – bin ich sogar der Überzeugung, daß Sie viel zu wenig mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Das PIK bspw. erhält viel zu wenig Drittmittel aus der Industrie. Sie müssen da mehr tun, mehr einwerben. In den USA funktioniert da vieles besser. Eine Wissenschaft, deren Freiheit nicht nur von öffentlichen Töpfen abhängt, läßt sich viel weniger instrumentalisieren, ist viel freier, läßt sich viel weniger steuern und lenken. Diversifizieren Sie Ihre Geldgeber. Jemand wie Singer tut dies. Und das ist gut so.)

    Ich teile aber Ihre Auffassung nicht. Ich bin im Gegenteil ernsthaft besorgt, daß wir uns ohne jede Not weitreichenden Maßnahmen unterwerfen müssen, die Armut und Hunger zementieren (bzw. deren Bekämpfung sehr viel schwieriger machen), die unseren Wohlstand gefährden und die uns Chancen und Möglichkeiten nehmen, uns einem Klimawandel, der sich ohnehin einstellen wird, weil er allein schon durch die natürlichen Prozesse unvermeidlich ist, anpassen zu können. In diesem Zusammenhang ist die CO2-Vermeidungsstrategie aus meiner Sicht eine Untat gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern.

    Die Umwelt liegt uns allen am Herzen. Ich nehme die Bedenken ernst, die viele Menschen haben, wenn ich auch viele davon nicht teilen kann. Ich bitte aber darum, auch meine Bedenken dahingehend, daß wir im Begriff sind, einen schweren Fehler zu begehen, ernstzunehmen und zu berücksichtigen.

    Ihre Haltung ist zu akzeptieren, aber meine eben auch. Ich unterstelle Ihnen keine finsteren Motive, sondern lediglich, daß Sie politisch statt wissenschaftlich agieren und daß Sie ideologisch begründet agitieren. (Das aber darf man in diesem Land.)

    Sie müssen sich also gefallen lassen, daß es Menschen wie mich gibt, gemeinhin „Klimaskeptiker“ genannt, die auch ernsthaft besorgt sind und die auch keine finsteren Motive aufweisen, sondern deren Besorgnis einfach nur eine alternative Entscheidung befürwortet.

    Und diese heißt eben, kurz und knapp, keinen Klimaschutz zu betreiben.

    Sind sie noch so weit Mitglied einer pluralen, freien und offenen Gesellschaft, daß Sie Menschen wie mich respektieren und mit solchen in einen Dialog treten können? Wenn ja, dann ist klar, daß wir eine Debatte brauchen. Diese ist keinesfalls vorbei, sondern sie beginnt gerade erst. Ich bin bereit, diese Debatte zu führen und die meisten anderen Klimaskeptiker sind es auch. Ergebnisoffen.

    Wenn Sie diese Debatte aber im Grundsatz ablehnen, wenn Sie sagen, daß im Grundsatz alles schon entschieden ist und daß dies nach Ihrer Auffassung endgültig und für alle Zeiten feststeht, wenn Sie die Debatte auch mit persönlichen Verunglimpfungen führen wollen, dann allerdings muß ich an Ihrem Demokratieverständnis tatsächlich zweifeln.

    Und das erhöht meine Besorgnis nur weiter. Und das führt eben nur dazu, daß ich täglich immer skeptischer werde. So, wie viele andere Wissenschaftler und eben auch viele einfache Mitbürger derzeit.

    [Antwort: Sie präsentieren hier eine politische These, wonach Politiker ihren Wählern derart gerne unpopuläre Maßnahmen verkünden, dass sie dazu Vorwände suchen und „nützliche Mythen“ erfinden; wonach sie dazu Wissenschaftler „mißbrauchen“; und wonach Politik nur gegen Risiken vorsorgen sollte, wenn ein Schaden sonst 100% sicher eintreten wird. Sie garnieren Ihre These mit Unterstellungen über meine Person: dass ich „ideologisch begründet agitiere“, und dass die Bedrohung durch den Klimawandel dabei „nur vorgeschoben“ sei. Sie versuchen nicht einmal, irgendeinen Beleg für diese Unterstellungen vorzubringen, und sie tun all dies unter dem Deckmantel der Anonymität. Sie trauen sich nicht einmal, Ihre Behauptungen mit offenem Visier vorzubringen.

    Glauben Sie eigentlich ernsthaft, dass ein Forscher Sie auf dieser Basis ernst nehmen oder in einen Dialog eintreten wird?

    Sie behaupten, ich würde eine „Debatte im Grundsatz ablehnen“, ich wolle „Skeptiker bekämpfen“, und ich würde sagen, dass „im Grundsatz alles schon entschieden ist“ und „endgültig und für alle Zeiten feststeht“. Wo haben Sie je dergleichen von mir gelesen? Bitte mit Quellenangabe zitieren! Sie sehen schon an diesem Weblog und dem Artikel, den Sie hier kommentieren, dass wir die Debatte inhaltlich führen und nicht ablehnen. Meine Kollegen und ich haben uns an anderen Stellen immer wieder in der Sache mit den Argumenten der „Skeptiker“ auseinandergesetzt – Sie werden wohl kaum ein Skeptiker-Argument finden, das nicht von Klimatologen aufgegriffen und diskutiert wurde. Dabei ist meine Vorstellung von Debatte, dass ich ganz konkrete Aussagen mit Quellenangabe diskutiere, und nicht – wie Sie oben – mit haltlosen Unterstellungen arbeite.

    Sie fordern Respekt. Ich begegne Grundsätzlich allen Menschen mit einem Vorschuss an Respekt, und andere Meinungen zu respektieren ist für mich als Wissenschaftler selbstverständlicher Alltag. Sonst wären kontroverse fachliche Diskussionen, wie wir sie ständig auf Konferenzen führen, gar nicht möglich. Man kann meinen Respekt aber auch verlieren, zum Beispiel indem man im Schutz der Anonymität rufschädigende Unterstellungen verbreitet.
    S.R.]

  101. Herr Glatzle,
    Am 22.03.2008 15:09 Uhr schrieben Sie:

    “ (…) stimme ich Ihnen zu, Herr Rahmstorf, dass ein Klimatrend über 8 Jahre statistisch nicht signifikant sein kann.“

    Herr Glatzle, was würden Sie von folgendem empirischen Vorgehen prinzipiell halten:

    Basierend auf einer langen Datenreihe (GISS, CRU) berechnen wir die 8a-Trends bis zu jedem Monat (soweit zurückliegende Daten vorliegen). Ausgehend von diesem Zeitpunkt ziehen wir dann Trendlinien über immer mehr Monate in die Zukunft, bis sich schließlich eine statistisch signifikante Abweichung vom vorhergehenden 8-Jahrestrend einstellt. Dann brechen wir ab und notieren die Zahl der Monate, über die dieser 8a-Trend als ‚gültig‘ betrachtet werden konnte.

    Aus den Ergebnissen könnte man dann empirische Aussagen über die statistische Reichweite eines 8a-Trends gewinnen und anhand derer ließe sich Ihre Aussage und Herrn Rahmstorfs Aussage quantitativ einordnen. Natürlich könnte man auch den Effekt bewerten, den verlängerte Trendintervalle auf die Prognosegüte haben.

    Erscheint Ihnen ein solches Vorgehen grundsätzlich sinnvoll; über Details zum Testverfahren müßten wir natürlich noch einen Konsens finden, Anregungen nehme ich gerne entgegen:

    reverse(emmalfw)@mainz-online.de

    Mit freundlichen Grüßen,
    Wolfgang Flamme

  102. @Wolfgang Flamme 24.3.08, 2:02

    Leider habe ich Ihren Vorschlag nicht ganz verstanden. Herr Rahmstorf hat aber so etwas Ähnliches in seinem Science paper gemacht (
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/…/rahmstorf_etal_science_2007.pdf
    ): Er hat eine Trendlinie (11-Jahres-Glättung) berechnet und sie mit Hilfe einer Methode, die mir nicht bekannt ist, über den letzten empirisch berechenbaren Wert (2001) hinaus verlängert. Die „11-Jahres-Mittel“ von 2002 bis 2006 beruhen also nicht oder nur teilweise auf Beobachtungen und stellen infolgedessen eine zunehmend unsicherer werdende Extrapolation empirischer Daten dar. Dieser Kurvenabschnitt ist aber nicht besonders gekennzeichnet und deshalb geeignet, beim Leser Illusionen über die Vertrauenswürdigkeit des Kurvenverlaufs auszulösen. Obwohl im Titel des papers ein Vergleich von Beobachtungen mit Projektionen angekündigt ist, findet tatsächlich in dem genannten Kurvenabschnitt ein Vergleich von IPCC-Projektionen mit eigenen Projektionen (Datenextrapolation) statt. Auch Rahmstorf nutzt unter anderem die Hadley Werte als Datenbasis. Dennoch unterscheidet sich seine Extrapolation (weiterer Temperaturanstieg) erheblich von den gemessenen Daten des Hadley Centres der letzten 5 Jahre (Rückgang der Globaltemperatur):
    http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/

  103. Hockeystick

    #Die als „hockey stick“ bekannte Rekonstruktion von Mann et al ist nicht global, sondern für die Nordhemisphäre (daher habe ich „großräumig“ geschrieben, wie Sie oben auch richtig zitieren); sie beruht nicht nur auf Baumringen; sie wurde auch nicht „ad acta“ gelegt, sondern ist im neuen IPCC-Bericht als eine der wichtigen Datengrundlagen für den Klimaverlauf des letzten Jahrtausends abgebildet….#
    Zitat aus der Antwort zu Mangini.

    Die Hockeystick – Kurve…. ist im neuesten IPCC eine der wichtigsten Grundlagen, zitiere ich Sie hier noch einmal, Herr Rahmstorf, damit es nicht untergeht.
    Hier:
    http://www2.tu-berlin.de/…holozaen-2000jahre.htm
    wird recht detailliert auf die Kurve eingegangen, es werden methodische Mängel angeführt, u.a. die Daten wären nur für den Westen der USA als gültig zu betrachten.
    #Leider sind dendrologische Befunde ein wenig ins Zwielicht geraten, seit Michael Mann et al. (1998) – MBH98 – (Erfinder der Hockey-Stick-Kurve) ihre Untersuchungen laut Stephen McIntyre & Ross McKitrick (2005) u.a. zu etwa 70% auf nur eine einzige nordamerikanische Baumart (‚Borstenkiefer‘ bzw. Bristlecone Pine – z.B. Pinus longaeva) stützte (vgl. Zensiertes Verzeichnis in Technology Review, 03/2005). Ohne Verwendung der Bristlecone Pine – Datenreihen und deren methodisch unzulässige Bewertung in der HKA (Hauptkomponentenanalyse), ergibt sich kein Hockeyschläger.#

    Von der Seite auch dieses Zitat:

    #Die Hockeystick-Kurve aus MBH98/99, die nachweislich wissenschaftlich falsch und manipulativ ist, wird wider besseres Wissen nach wie vor in dem Al Gore – Film „An inconvinient Truth“ alarmistisch als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis dargestellt und mittlerweile Millionen von Schülern gezeigt.#

    Wirklich interessant Ihre Ansicht, daß diese Kurve nach wie vor „nicht ad acta“ gelegt gehört, Sie sie sogar noch verteidigen.
    Das Meiste hiervon werden Sie sicher kennen:
    http://www.climateaudit.org/?page_id=354

    Mir ist irgendwie nicht wohl, wenn jemand diese Kurve gutheißt, die einerseits einst als Beweis auf den Globalen Klimawandel herhalten sollte, von Ihnen hier und jetzt als nur für die Nordhalbkugel gültig dargestellt wird und tatsächlich bestenfalls den Westen der USA dartellen kann, von Wissenschaftlern als ’nachweislich wissenschaftlich falsch und manipulativ‘ bezeichnet wird.
    Mit welcher Begründung und Berechtigung können Sie in irgendeiner Form hinter diese Kurve stehen und diese verteidigen ?

    [Antwort: Hmm. Sie glauben, dass die Mann et al. Rekonstruktion „nachweislich wissenschaftlich falsch und manipulativ“ ist, weil ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin (kein Klimatologe) dies auf seiner Website sagt – obwohl sowohl die National Academy of Sciences der USA als auch der IPCC zum gegenteiligen Schluss gekommen sind? Da möchte ich Sie fragen: was würden Sie im umgekehrten Fall glauben – wenn also die NAS und IPCC zum Schluss gekommen wären, die Mann-Kurve sei fehlerhaft, und ein fachfremder Wissenschaftler schreibt auf seiner Website, sie sei vollkommen korrekt? S.R.]

  104. @Albrecht Glatzle

    Herr Glatzle,

    hinter dem ‚minimum roughness criterion‘ verbirgt sich eine Schätzung der zukünftigen Werte, die für symmetrische Filter fehlen, i.w. durch eine Punktspieglung der Datenreihe am letzten verfügbaren Datenpunkt oder in dessen Nähe. Damit minimiert man die 2. Ableitung (Rauhigkeit = Veränderung der Steigung) in der Umgebung des zuletzt verwendeten Datenpunktes (s.h. (1)).

    Aufgrund der vorausgesetzten Symmetrie der Daten wird der Trend im Endpunkt nur noch mit etwa der halben Filterbreite berechnet – bei einem gleitenden 11a-Filter geben also die letzten ~5,5a den Ton an (die nächsten ~5,5a werden ja als punktsymmetisch identisch angenommen).

    Wie man auf dieser Grundlage argumentieren kann, daß ein 8a-Filter definitiv zu schmal sei und einen effektiv schmaleren Filter dann als aussagekräftiger bezeichnen kann … als Ingenieur kann ich solche gedanklichen Konzepte jedenfalls nicht nachvollziehen.

    Nun zu Ihrem ersten Punkt und meinem Einwand/Vorschlag.
    Dahinter steht ja folgender Konsens zwischen Ihnen und Herrn Rahmstorf: Ein Trend über die vergangenen 8 Jahre sei eben nicht geeignet, über die zukünftige Temperaturentwicklung Aussagen zu machen.

    Ich will diese Einschätzung nun nicht in Abrede stellen, aber ich will sie wenigstens prüfen. Deshalb formuliere ich die Frage um: Welche Aussagekraft über die zukünftige Temperaturentwicklung hatten Trends über 8 Jahre denn in der Vergangenheit gehabt?

    Wir müssen also lediglich ein Qualitätsmaß für die bisherige Prognosequalität eines n-Jahres-Trendes finden und können die aus der Vergangenheit gewonnenen Aussagen dann (hoffentlich) in die Zukunft extrapolieren. Zumindest auf Basis des Erfahrungsschatzes, den wir mit solchen Prognosen in der Vergangenheit gemacht haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Flamme

    (1)
    Rahmstorf_2007 verweist in (6) auf eine Methodenaufzählung, deshalb ist eine exakte Reproduzierung/Verifizierung seiner Resultate praktisch nicht möglich:
    moore-eos05_stat_tools.pdf

  105. @ Ohne Worte

    „Herr Blume hat auch Nazivergleiche zitiert und hier eingestellt. Sie beide verbreiten noch diesen Unfug.“

    Sie sind vielleicht witzig! Das Zitat habe ich genau der Seite entnommen, auf die Sie, genau Sie, von hier aus verlinkt haben!

    Aber ich möchte Ihnen ausdrücklich dafür danken, dass Sie inzwischen wohl auch erkannt haben, dass Sie damit „Unfug“ verlinkt haben… Dürfen wir das also als Distanzierung Ihrerseits lesen? Es würde (nicht nur) mich ehrlich freuen!

  106. Ohne Worte

    @Michael Blume

    Geht doch nicht auf diese Trolle ein, gebt ihnen kein Futter, das Ziel ist, Diskussionen und Bloggs „kaputtzumüllen“ – laßt sie rumdaddeln

  107. @Blume

    „Das Zitat habe ich genau der Seite entnommen, auf die Sie, genau Sie, von hier aus verlinkt haben!“

    Selektiv entnommen, aus den Zusammenhang gerissen und einem Christen eine rechte Gesinnung angelastet. Sie sollen sich bei „Der Weg“ entschuldigen.

    http://www.der-weg.org/

    Sie als Christ und Politiker verbreiten das. Danke für die Offenbarung.

  108. Herr Rahmstorf

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    Die Wissenschaftler die sie m.E. ungerechtfertigt angriffen, sind die Herren Veizer und Shaviv, wie man noch hier nachlesen kann:

    http://www.politikforen.net/showthread.php?t=37008&page=3

    Ausserdem greifen sie immer wieder Herr Maxeiner an, der das hier sehr gut schildert:

    Herr Rahmstorf bastelt sich eine Verschwörung

    Und ich habe Sie zweimal im Fernsehen in Talkshows gesehen, einmal mit Herr Horx. Ich dachte, sie würden, wie bei ihren Vorträgen, nüchterne Zahlen sprechen lassen. Aber sie taten genau das Gegenteil. Sie liessen niemanden aussprechen, fielen dem anderen ins Wort, bevor er einen Gedanken zu Ende führen konnte, drehten ihm die Worte im Munde herum usw…

    Ausserdem tritt ein Herr Latif immer auf eine ähnliche Weise im Tv auf. Da wird sogar Reportern Desinformation vorgeworfen, weil sie die offiziellen Zahlen des IPCC zitieren, die anscheinend wegen einer neueren Arbeit von Ihnen, Herr Rahmstorf, hinfällig geworden sind.

    Da geht es um den Meeresspiegelanstieg in 100 jahren, der mit 30 – 50 cm angegeben wird (vom IPCC). Durch neuere Zahlen vom Pik soll da noch ein Meter hinzu kommen?!

    Soweit ich weiss, handelt es sich bei diesem Phänomen aber um einen Zusammenbruch der nordatlantischen Strömung, und soweit ich das verstehe betrifft das nicht den weltweiten Meeresspiegel, sonden bloss unsere Gegend lokal?

    Wie man den Journalisten deswegen Desinformation vorwerfen kann, ist mir echt schleierhaft.

    Ich verstehe mittlerweile genug von diesem ganzen Klimazirkus, dass ich erkennen kann, dass ein Herr Maxeiner besser informiert ist, als ein Herr Horx, und dass es Wissenschaftler gibt, deren Arbeiten fast überall abgelehnt werden.

    Und ja, ich glaube sogar, dass es Lobbyisten gibt, die die ernsthafte Klimaforschung untergraben wollen.

    Das ändert aber nichts daran, dass eine Klimadiskussion m.E. nicht mit persönlichen Beleidigungen, Unterstellungen und Fehlinformationen, geführt werden darf. Bloss weil es eine gute Sache ist, die für die Menschheit ja so wichtig ist.

    Ich, der jahrzehntelang wissenschaftliche Sendungen im Tv verfolge, erwarte mir von einem Klimawissenschaftler neutrale und bedachte Aussagen und solche Sätze wie die von Herr Latif z.B. „Was Herr Von Storch da sagt ist Quatsch“ (oder ähnlich beim Spiegelinterview) hat m.E. in der Wissenschaft nichts verloren.

    Hochachtungsvoll

    Eddy

  109. @Albrecht Glatzle

    Soso, Herr Singer ist also Klimaforscher? Auf Wikipedia (Link unten) liest sich das allerdings etwas anders.
    Soso, Herr Singer hat also mit der Tabakindustrie nichts zu tun?
    auf Wikipedia liest sich das allerdings etwas anders:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Singer
    Dann gibts ja noch das Statement zu singer von der Union of concerned Scientists:
    http://en.wikipedia.org/…of_Concerned_Scientists
    Achja, und was den Link auf das Heartland-Institute angeht, dieses „Institut“ hat ja ebenfalls eine ausgezeichete Reputation:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Heartland_Institute
    oder
    http://www.sourcewatch.org/…=Heartland_Institute
    Es wird von in diesem Zusammenhang so vollkommen unverdächtigen Institutionen wie Exxon, GM, Philip Morris etc. pp. gesponsort.

    Alles in allem ist Herr Singer also ein „ausgezeichneter“ und typischer Vertreter der Skeptikergemeinde.

  110. Mittelalterliche Warmperiode

    Karl Mistelberger schreibt „Nicht alle scheinen sich Ihrer Ansicht anzuschliessen: „Millennial temperature reconstruction intercomparison and evaluation“ ( http://www.clim-past.net/3/591/2007/cp-3-591-2007.pdf ).“

    In diesem Paper wird auch noch Nordamerika erwähnt. Wir haben also jetzt schon Grönland, die Alpen und Nordamerika, die eine deutliche mittelalterliche Warmperiode aufzeigen. Erklären sie mir doch bitte, ob sie es wirklich für möglich halten, dass dies nur lokal passierte? Ist das überhaupt noch „lokal“?

    Und man darf nicht den Unterschied in der Sonnenaktivität vergessen:

    http://www.weltderphysik.de/de/1163.php?i=1776

    Die Sonnenaktivität ist ab 1940 weit höher als im Mittelalter, und das jetzt schon seit einigen Jahrzehnten bis zuletzt 2003, wenn ich mich recht entsinne.

    Sollte die Sonne also einen Einfluss auf die Globaltemperatur haben, wieso sollte dieser Einfluss sich nicht verstärken, wenn er länger anhält?

    Das Gegenteil zu behaupten, würde voraussetzen, dass man alle Klimamechanismen genau kennt, was aber mit Sicherheit noch nicht der Fall ist. Eine gewisse Skepsis ist in diesem Fall also rein wissenschaftlicher Natur. Wie sagt Herr Pielke so schön neulich:

    You Can’t Make This Stuff Up

    „I am happy to report that it is quite possible to believe in strong action on mitigation and adaptation while at the same time ask probing questions of our scientific understandings.“

    Liebe Grüsse
    Eddy

  111. Hockeystick

    Nein, Herr Rahmstorf, ich schreibe das nicht, weil ein Fachfremder der TU Berlin da was schreibt, dort steht nur eine interessante Zusammenfassung dessen was viele andere nicht-fachfremde zur Kurve geschrieben haben, zu denen auch viel auf „Climateaudit“ geschrieben wurde. ( Link wurde von mir gepostet )
    Sie:
    #weil ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin (kein Klimatologe) dies auf seiner Website sagt – obwohl sowohl die National Academy of Sciences der USA als auch der IPCC zum gegenteiligen Schluss gekommen sind?#

    aus
    dels.nas.edu/dels/rpt_briefs/Surface_Temps_final.pdf:
    #
    Even less confidence can be placed in the original conclusions by Mann et al. (1999) that “the 1990s are likely the warmest decade, and 1998 the warmest year, in at least a millennium” […]#

  112. Antwort eines Klimaskeptikers

    Lieber Herr Rahmstorf,

    die Kritik daran, daß ich hier anonym schreibe (wie auch bei oekologismus.de, wo es allerdings niemanden stört), akzeptiere ich. Ich werde aber nichts daran ändern. Das ist das Internet. Ich schlüpfe ja nicht in irgendeine andere Rolle, ich bin auch unter Pseudonym ich selbst. Mein voller Name nützt Ihnen nichts, denn ich bin weder bekannt, noch berühmt, noch einflußreich.

    Aber wie gesagt: Die Kritik muß ich akzeptieren.

    Der „Ton“ einiger Kommentatoren hier und die Art, wie man Ihre Haltung attackiert, gefällt Ihnen nicht. Das kann ich verstehen. Würde mir auch nicht gefallen. Sie sollten sich aber fragen, woher das denn kommt, daß ein solcher Tonfall in der Debatte herrscht.

    Kann es vielleicht sein, daß wir Skeptiker nur das zurückgeben, was wir empfinden, wenn wir mit wachsender Fassungslosigkeit den globalen Warming-Hype verfolgen?

    Nach meiner Auffassung reagieren die Menschen so, weil sie sich schlicht und ergreifend von der Klimahysterie bedroht fühlen. Und weil sie sich von einer Mehrheit in Wissenschaft, Politik und Medien nicht mehr ernstgenommen, nicht mehr wahrgenommen, nicht mehr vertreten fühlen.

    (Ob diese Mehrheit tatsächlich existiert, sei dahingestellt.)

    Die Klimaforschung, das IPCC, die Umweltbewegung, die Medien, die Politik, sie alle haben in den letzten Jahren einfach massiv überzogen. Die Reaktionen, die jetzt erfolgen, wurden provoziert. Sie als Klimaforscher, der sich entsprechend exponiert, erleben eben jetzt, wie der Alarmismus auf Sie zurückschlägt.

    Nun ja, rüsten wir doch mal verbal ab. Das wäre mein Vorschlag. Agieren wir mit Vernunft und Ratio, statt mit Emotion und Dogmatismus.

    Beantworten Sie mir also einfach nur die folgende Frage:

    Können Sie garantieren, daß eine sofortige, erhebliche Reduktion der CO2-Emission weltweit zwangsläufig dazu führt, daß es nicht wärmer wird?

    Können Sie also garantieren, daß es keine natürlichen Prozesse gibt, die völlig unabhängig vom atmosphärischen Treibhauseffekt zu einer schnellen Erwärmung (oder auch Abkühlung) führen können?

    Falls es solche natürlichen Prozesse eben doch gibt, können Sie garantieren, daß diese bis Ende dieses Jahrhunderts nicht wirksam werden?

    Falls Sie das alles nicht garantieren können (wovon ich ausgehe), tja dann stellt sich mir in der Tat die Frage, warum wir wie die Hasen auf die Schlange auf Temperaturkurven starren. Warum wir viele Werte zugunsten einer CO2-Reduktion vernichten sollten, statt einfach abzuwarten und uns auf die Entwicklung einzustellen, die tatsächlich eintritt. Wie wir es eben schon seit Jahrtausenden erfolgreich tun.

    [Antwort: Diese Frage haben wir in unserem Buch Der Klimawandel wie folgt zu beantworten versucht – der volle Text von Kapitel 2, aus dem das folgende stammt, ist auch online lesbar.

    „Darüber hinaus untersuchen die Szenarien in der Regel nur den menschlichen Einfluss auf das Klima, welchem sich aber auch noch natürliche Klimaschwankungen überlagern. Eine bestimmte Szenariorechnung könnte etwa zeigen, dass angenommene anthropogene Emissionen bis zum Jahr 2050 zu einer weiteren Erwärmung um 1 ºC im globalen Mittel führen. Die tatsächliche Temperatur im Jahr 2050 wird aber wahrscheinlich davon abweichen, selbst wenn die Emissionen wie angenommen eintreten und die Rechnung vollkommen korrekt war – natürliche Faktoren könnten das Klima etwas kühler oder wärmer machen. Sowohl Modellrechnungen als auch vergangene Klimadaten legen allerdings nahe, dass diese natürlichen Schwankungen über einen Zeitraum von 50 Jahren sehr wahrscheinlich nur wenige Zehntel Grad betragen werden. Im Extremfall könnten aber sehr große Vulkanausbrüche oder ein Meteoriteneinschlag zumindest für einige Jahre die gesamte Erwärmung zunichte machen und sogar eine Abkühlung unter das heutige Niveau hervorrufen. Die Naturgewalten werden immer zu einem gewissen Grade unberechenbar bleiben. Dies sollte den Menschen jedoch nicht daran hindern, sich über die Konsequenzen seines eigenen Handelns im Klaren zu sein.“ S.R.]

  113. Laut der Hadley Center Grafik haben wir es ja nun seit 2 Jahren mit leicht sinkender Globaltemperatur zu tun und die Eisflächen der Pole haben sich erheblich vergrößert.

    Wenn dieser Trend noch einige Jahre anhalten sollte, könnten die IPCC Aussagen schon viel früher als in vieleicht 100 Jahren auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden:

    1. Durch die niedrigeren Temperaturen müssten sich auch die Ozeane leicht abkühlen und damit mehr CO2 aufnehmen, also müsste der CO2 Gehalt in der Atmosphäre stagnieren oder leicht sinken.

    2. Die größeren Eisflächen sorgen für ein höheres Albedo, also müsste es weiter abkühlen bzw. künftige Temperaturerhöhungen geringer ausfallen.

    Beides ließe sich messen und wäre damit nicht mehr Gegenstand von Spekulationen und Glaubenskriegen.

    Liege ich mit dieser Einschätzung völlig daneben?

  114. an Herr Binikowski

    Hallo,

    Hier können sie den Kurvenverlauf genau verfolgen:

    http://rankexploits.com/…008/03/ols2001tonow.jpg

    und hier eine Erklärung dazu:

    http://rankexploits.com/…/all-comments/#comments

    Eine Antwort von Herr Rahmstorf würde mich besonders interessieren, weil er in diesem Blog immer wieder erwähnt wird.

    Liebe Grüsse

    Eddy

  115. An Herr Mistelberger

    Karl Mistelberger schreibt „Nicht alle scheinen sich Ihrer Ansicht anzuschliessen: „Millennial temperature reconstruction intercomparison and evaluation“ ( http://www.clim-past.net/3/591/2007/cp-3-591-2007.pdf ).“

    In diesem Paper wird auch noch Nordamerika erwähnt. Wir haben also jetzt schon Grönland, die Alpen und Nordamerika, die eine deutliche mittelalterliche Warmperiode aufzeigen. Erklären sie mir doch bitte, ob sie es wirklich für möglich halten, dass dies nur lokal passierte? Ist das überhaupt noch „lokal“?

    Und man darf nicht den Unterschied in der Sonnenaktivität vergessen:

    http://www.weltderphysik.de/de/1163.php?i=1776

    Die Sonnenaktivität ist ab 1940 weit höher als im Mittelalter, und das jetzt schon seit einigen Jahrzehnten bis zuletzt 2003, wenn ich mich recht entsinne.

    Sollte die Sonne also einen Einfluss auf die Globaltemperatur haben, wieso sollte dieser Einfluss sich nicht verstärken, wenn er länger anhält?

    Das Gegenteil zu behaupten, würde voraussetzen, dass man alle Klimamechanismen genau kennt, was aber mit Sicherheit noch nicht der Fall ist. Eine gewisse Skepsis ist in diesem Fall also rein wissenschaftlicher Natur. Wie sagt Herr Pielke so schön neulich:

    you_cant_make_this

    „I am happy to report that it is quite possible to believe in strong action on mitigation and adaptation while at the same time ask probing questions of our scientific understandings.“

    Liebe Grüsse
    Eddy

  116. Besten Dank

    Nun, ich kenne Ihr Buch nicht.
    Aber das, was Sie da schreiben, klingt doch schon wesentlich zurückhaltender und bedächtiger als vieles, was uns von einer aufgepeitschten Medienmeute in letzter Zeit zugemutet wird.

    Danke für die schnelle Reaktion. Die Antwort kann ich respektieren, keine Frage.

    Ich kann trotzdem Ihrer Auffassung, die natürlichen Faktoren würden die anthropogenen überlagern, wären aber insgesamt schwächer, nicht folgen.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, daß nämlich die natürlichen Faktoren die entscheidenden sind und daß langfristige Tendenzen des Wettergeschehens lediglich marginal anthropogen beeinflußt werden.

    Aber um das zu klären, denke ich, müssen wir uns in 30 Jahren wiedertreffen.

    Und noch etwas zur Anonymität und zum Ende der Debatte:
    Angegriffen wird hier – jedenfalls von mir – nicht die Person Stefan Rahmstorf (das würde mir im Traum nicht einfallen) – sondern die Sache, für die Sie stehen.

    Deswegen bspw. agiere ich grundsätzlich unter Pseudonym. Weil das Pseudonym dem Gegenüber in der Virtualität viel besser verdeutlicht, mit wem man diskutiert. Ich bin halt der typische skeptische Naturwissenschaftler, der an der Schnittstelle zwischen Forschung und Politik tätig ist. Ich bin ein Ungläubiger, der nur den Fakten traut, niemals aber Interpretationen, die er nicht nachvollziehen kann. Das soll mein Nick aussagen. Mein Name dagegen hätte, da ich eben nicht prominent bin, keine derartige Wirkung.

    Sie müssen damit zurechtkommen, daß Sie für viele Skeptiker in Deutschland durch Ihre Medienpräsenz zu einem Symbol für aktive Klimaschutzpolitik im Sinne ökologistischer Ideologie geworden sind. Attackiert wird also das Symbol, von dem ich zumindest glaube, für das Sie stehen, nicht die Person.

    Es mag sein, wie ich oben schon geschrieben habe, daß dieser Eindruck täuscht und Sie in Wahrheit nicht der politische Mensch sind, als der Sie vielen erscheinen.

    Dann aber müßten Sie gegen die politische Vereinnahmung der Klimaforschung energisch vorgehen.

    Die Sätze vom „Ende der Debatte“, die ich kenne, stammen tatsächlich nicht von Ihnen, das ist wahr.

    Aber sie stammen u.a. von hohen UNO- (bzw. UNEP-) Repräsentanten, vom IPCC-Vorsitzenden Pachauri, von zahlreichen deutschen Politikern.

    Wenn Sie also im Gegensatz zu diesen Personen bereit sind, eine Debatte zu führen (und Ihre Tätigkeit hier mit diesem Blog kann man tatsächlich so werten, auch da gebe ich Ihnen recht), dann müßten Sie im Rahmen Ihrer Rolle als öffentliche Person auch gegen diese Sätze klar Stellung beziehen.

    Das folgende Beispiel stammt von Ihrem Chef:

    „Das IPCC hat den endgültigen Bericht vorgelegt, wer dieses Ergebnis noch leugnet, ist nicht dumm, sondern kriminell.“

    (Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdamer Instituts für Klimaforschung, 23.11.2007, Europaforum der HypoVereinsbank)

    Ein Krimineller ist gemeinhin jemand, der sich eine Straftat hat zuschulden kommen lassen und daher mit Gefängnisstrafe bedroht wird.

    (Nebenbei: Bitte sehen Sie mir nach, daß ich eben als Krimineller in den Augen Ihres Chefs dann doch lieber nicht die Deckung meines Pseudonyms verlasse.)

    Ich bin nun davon ausgegangen, daß Sie die Meinung Herrn Schelnnhubers teilen. Daher habe ich Sie in die Gruppe der „Debatten-Beender“ einsortiert.

    Sollte dies falsch sein, freue ich mich.

    Weiterhin gutes Gelingen, ich klinke mich hier aus, da ich „nebenbei“ auch noch ein bißchen arbeiten und Geld verdienen muß.

  117. Panikmache?

    Lieber Herr Rahmstorf, liebe Forumsteilnehmer,

    Ich möchte einmal kurz meine Position zum Thema definieren. Dass mehr Co2 eine Erwärmung hervorruft ist unumstritten. Dass der Mensch die Artenvielfalt auf der Erde nachhaltig gefährdet ist auch unumstritten.

    Dass heute noch zu wenig getan wird, um diese Probleme zu lösen ist auch wohl klar.

    Die Frage ist, ob das Klima in der Art durch den Menschen verändert wird, wie es der IPCC, bzw. Sie Herr Rahmstorf vorhersagen. Ein Problem zu benennen und anzuerkennen, bedeutet nicht, dass dieses Problem das einzige und vor allem größte Problem für die Menschheit ist.

    Nehmen wir einmal an, dass sich die Erde weit weniger als um 2° C erwärmt in 100 Jahren, wegen falscher Klimamodelle und/oder neuer Techniken, Politiken, Verhaltensweisen. Nehmen wir einmal an, dass sich die anderen Probleme nicht wesentlich verändern.

    Dann wäre der heutige Klimakatastrophismus selbst eine größere Katastrophe als die Klimaveränderung selbst.

    Nachdem wir einige Pseudoumweltkatastrophen problemlos überlebt haben, sind wir Laien etwas vorsichtiger geworden in unserem Glauben an die globalen Katastrophen. Umweltvereine wie Greenpeace und WWF haben jahrelang ihre Katastrophen überverkauft, und man wird das Gefühl einfach nicht los, dass die Klimawissenschaft von genau diesem Virus der Weltverbesserung befallen ist.

    Da sind nur einige Abtrünnige zu nennen, die sich vom IPCC verabschiedet haben, weil er ihres Erachtens auf ihrem Fachgebiet Desinformation betreibt, wie z.B. Herr Landsea oder Herr Mörner, aber auch viele andere Wissenschaftler aus aller Herren Länder berichten ähnliches.

    Wieso sollte man diesen „Ökofanatikern“ überhaupt noch etwas glauben. Herr Von Storch sagt vom Hockeystick „Die Kurve ist Quatsch“. Herr Cubasch kann sie auch nicht nachvollziehen.

    Herr Rahmstorf erklärt uns in diesem Blog wieder, dass sie „die Hauptkurve“ des IPCC immer noch ist.

    Was soll der Laie denn noch glauben? Dass wir doch noch alle an BSE zugrunde gehen? Dass Tschernobyl doch hunderttausende getötet hat? Dass der deutsche Wald trotz allem gestorben ist, obschon er so schön grünt, jedes Jahre wieder?

    Sollen wir wirklich glauben, dass eine katastrophale Klimaveränderung bevorsteht? 30cm Meeresspiegelanstieg. Grünere Sahara? Klimaoptimum?

    Entschuldigen Sie bitte Herr Rahmstorf, aber so ergeht es hunderttausend anderen wissenschaftlich interessierten und gebildeten Laien.

    Vielleicht verstehen sie jetzt einige schärfere Reaktionen hier im Forum.

    Hochachtungsvoll

    Eddy

    [Antwort: Lieber „Eddy“, ich verstehe völlig, dass ein interessierter Laie, der seine Informationen aus den Medien bezieht, ziemlich verwirrt sein kann. Mir geht es bei Themen, wo ich nicht aus eigener Anschauung den Stand der Forschung kenne, ganz genauso. Ich habe eine kleine Tochter – versuchen Sie mal, sich als medizinischer Laie eine Meinung über Sinn und Risiken diverser Impfungen zu bilden. Dies ist ja mit ein Grund, weshalb wir hier als Forscher direkt bloggen und uns an Diskussionen beteiligen, und wieso wir ein allgemein verständliches Buch geschrieben haben – so sind Sie nicht nur auf die Medien angewiesen, sondern können sich einen Eindruck bilden, was Wissenschaftler selbst sagen.

    Ihre Anmerkungen zum „hockey stick“ oben sind der Stand von vor mehreren Jahren. Herr Cubasch konnte die Kurve nicht reproduzieren, aber amerikanische Kollegen haben sie im Jahr 2005 unabhängig reproduziert und das auch in der Fachliteratur publiziert, siehe hier. Und Herr Von Storch’s berühmtes „Quatsch“-Zitat aus dem „Spiegel“ erwies sich bald als voreilig, da er selbst einen Fehler bei der Anwendung der Methode von Mann et al. gemacht hatte – auch dies ist inzwischen in der Fachliteratur bereinigt, siehe Kommentar und weiterführende links hier. S.R.]

  118. Mangini

    Herr Rahmstorf:
    #Auch Mangini selbst haben wir mehrfach angeschrieben.#

    Das der nach Ihrer „Replik“, die eigentlich zu 2/3 aus reiner Selbstdarstellung Ihrerseits bestand, nicht unbedingt begeistert war und geantwortet kann ich durchaus verstehen 🙂

  119. Antwort auf „Der Physiker“

    #Darüber hinaus untersuchen die Szenarien in der Regel nur den menschlichen Einfluss auf das Klima,…. #
    Das ist auch die Aufgabe des IPCC !

    Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: in den Außendarstellungen wird genau nur daß dargestellt und so getan als kann Mensch vollumfänglich, insbesondere durch CO2 – Reduzierung Einfluß auf das Klima nehmen. Stadt und Kleinklima mit Sicherheit, ohne CO2, ist meine Meinung, aber global ???
    Wobei 10 lokale, „gleicheitige“ Ereignisse weltweit doch als „global“ zu betrachten sind ?

    #…..welchem sich aber auch noch natürliche Klimaschwankungen überlagern#

    Um das mal auf die Spitze zu treiben:
    es wird unwahrscheinlicherweise anthroogen 1°C wärmer, natürlich überlager 2°C kälter, aber das +1k wird uns „um die Ohren gehauen“, soll zu CO2 Reduzierungen führen.
    Mir ist dieser vom Briten Cox kolportierte Satz in den Ohren, wonach sich die Erwärmung ‚hinter der Kälte verstecken würde, aber natürlich haben wir Klimaerwärmung‘

    Ein Schelm der sich nichts dabei denkt.

  120. Die Erwärmung macht in den Medien Pause

    .. könnte man so sagen, denn anscheinend wurde die Thematik von den Meiden so aufgebauscht, dass es den leuten aus dem Hals heraushängt.
    Wir brauchen ein neues Hype-Thema, mit denen man die Nachrichen voll kriegt.
    BSE und Acrylamid hatten wir ja schon, Feinstaub ist ebenfalls eine ausgelutschte Thematik, schon deshalb, weil der meiste Feinstaub nicht von Autos kommt.
    Das letzte große Medienspektakel war die große globale Erwärmung, die sich in den Medien zumindest in heisse Luft aufgelöst hat.
    Es ist ja auch nicht weiter verwunderlicht, denn die finanzell starken Mitbürger sehen solche Medienspektakel ohnehin kritisch.
    Ausserdem ist man lieber liberaler und erlaubt denm Leuten, einen SUV zu fahren, als dass man die Energiepolitik von China subventioniert.
    Andere Länder haben ganz andere Probleme und ignorieren unsere nicht existierende „Vorreiterrole“ im Klimaschutz.
    Was sparen wir denn global betrachtet an CO2 und zu welchem Preis fragen sich viele Leute.
    Ansonsten zieht in den Medien die Begründung „Wissenschaftler behaupten, dass… “ nicht mehr richtig, denn Wissenschaftler wie sie, Herr Rahmsdorf behaupten eben nur.
    Man kann doch nicht von den Leuten abverlangen, sie glauben irgendwelchen Computermodellen, die mit Hypothesen gefüttert werden.
    Viele Journalisten scheinen auch die Argumente der Klimaskeptiker aufzugreifen.
    Wenn es nicht bewiesen ist, dass in 100 Jahren es 5 Grad wärmer werden wird, dann scheren sich die Leute eben nicht darum.
    Es gibt eben sinnvollere Dinge als die globale Erwärmung, um die wir uns Sorgen machen sollten, z. B. Tibet oder Umweltverschmutzung, wie Staub, die auch nachweislich Menschen umgebracht hat.
    Abschließend lässt sich sagen:
    Globale Erwärmung als Medienthema wird deshalb uninteressant, da die Leute lieber Faken als Hypothesen geliefert bekommen.

    PS:
    Wie können sie es als Wissenschaftler eigendlich wagen, Greenpeace zu verlinken?
    Greenpeace ist gebündelte Irrationalität, was man am Beispiel „Brent Spar“ sehen kann.
    Ansonsten protestiert Greenpeace gegen neue Kohlekraftwerke, die alte Drecksschleudern ersetzen sollen.

    PPS: Beweisen sie erst einmal ihre Theorien!

  121. Hockeystick

    #weil ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin (kein Klimatologe)#
    „Den“ Klimatologen gibt es doch sowieso nicht, also ist diese Aussage irrelevant.
    Die Erforschung des Klimas ist ja zumindest wohl in Deutschland interdisziplinär, es arbeiten ja auch Chaosforscher und Atomphysiker mit, nicht wahr ?
    Tatsächlich sind ja Meteorologen, Biologen verschiedenster Richtungen, Geologen und Geographen, Ökonomen, Physiker sinnvollerweise beteiligt ( Reihenfolge ohne Wertung )

    #was würden Sie im umgekehrten Fall glauben – wenn also die NAS und IPCC zum Schluss gekommen wären, die Mann-Kurve sei fehlerhaft, und ein fachfremder Wissenschaftler schreibt auf seiner Website, sie sei vollkommen korrekt?#
    Spekulativ, aber es geht ja nicht um den von Ihnen so genannten „fachfremden wissenschaftlichen Mitarbeiter der TU Berlin“ sondern vielmehr um Wissenschaftler die eban auch auf dieser von Ihnen als irrelevant identifizierten Seite zitiert und verlinkt werden und auf deren Arbeiten Bezug genommen wird.
    Nebebei, hätte das IPCC die Kurve als falsch anerkannt hätten wir doch das ganze Theater garnicht, oder ???

  122. Singer

    @kaboom

    Warum immer wieder gezielt ad hominem gegen Leute die anderer Meinung sind polemisieren ?
    Das ist im höchsten Maß untauglich, trägt nicht zur Sache bei, und, Wikipedia als Quelle zur Beurteilung klimaskeptischer Wissenschaftler heranziehen, wo jeder Hanswurst seinen Senf dazugeben kann – insbesondere die Deutschen Seiten zeichnen sich dadurch aus – das ist fast so tauglich wie wegen eines Beinbruchs zum Pfarrer zu gehen.

    Auch hier gibt es Singer – Infos, insbesondere seine Vita.

  123. Hockeystick – Kehl

    #weil ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin (kein Klimatologe)#
    Herr Rahmstorf, ich muß nochmal auf dieses Thema und Ihre „Qualifizierung“ des TU Mitarbeiters zurückkommen.
    Was veranlaßt Sie, den „Priv. Doz. Dr. rer. nat. habil. Harald Kehl“ als simplen „wissenschaftlichen Mitarbeiter“ zu titulieren, implizierend, es wäre sowas knapp unter einem Diplomierten, bestenfalls Doktoranden am Institut ?
    Haben Sie sien Vuita gelesen, sich einen Überblick über seine Veröffentlichungen verschafft ?
    Sicher, wie schon andernorts zu diesem Thema bemerkt, ist in dem Sinne kaum einer „Klimatologe“, aber seine Veröffentlichungen lassen erkennen, daß er sich in dem Bereich Klima, Ökologie auskennt, bzw. auskennen sollte:
    #Von 1988 bis 1997 Entwicklung und Durchführung eines binationalen und interdisziplinären (Klima, Boden, Flora und Vegetation) landschaftsökologischen Forschungsprojektes in einer küstennahen Gebirgsregion der SO-Türkei. (vgl. LöKAT im Internet!), finanziert durch DFG, GTZ und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.#

    So, daß zeigt einmal mehr, wie Sie mit Kollegen umspringen, die Ihnen unangenehme Themen hinterfragen bzw. fundiert dazu Stellung beziehen.
    Was soll das, was veranlaßt Sie, den Mann in der herablassenden Art und Weise öffentlich abzuqualifizieren ?

  124. Lieber Herr Rahmstorf

    Es freut mich sehr und ich danke Ihnen, dass Sie auf meinen Kommentar geantwortet haben. Natürlich ist es Ihr gutes Recht, Ihre Sache vehement zu verteidigen. Dass Sie und Ihr Institut von der Aufregung um den Klimawandel reichlich profitieren, erfüllt mich allerdings mit dem Verdacht, dass Sie manchmal bewusst bis an die Grenzen des gerade noch wissenschaftlich Vertretbaren gehen, um die (vermeintliche) Problematik, von der Sie profitieren, im Bewusstsein der Scientific Community, der Bevölkerung und der Politik so lange wie möglich am Kochen zu halten. Das ist menschlich. Und Sie beherrschen diese Strategie sehr gut. Sie verstehen es auch, im rechten Moment Ihre privilegierte Position und Ihre fachliche Autorität auszuspielen und auch gezielte Attacken auf Ihre fachlichen Gegner zu platzieren. Gerade deshalb halte ich Ihre Vorgehensweise für trickreich. Und ich entschuldige mich für diesen Ausdruck nicht. Lassen Sie mich ein paar Beispiele erwähnen:
    1) In Ihren Science paper verwenden Sie eine nicht lineare Trendanalyse von 11-Jahres-Zeiträumen. Hätten Sie stattdessen einen fortlaufenden 9-Jahres-Mittelwert verwendet, hätte die Kurve am Ende einen Knick nach unten gemacht und eine andere Ergebnisinterpretation nicht nur erlaubt sondern erforderlich gemacht. Dies hatte ich in meinem ersten Kommentar angedeutet, und Sie haben sich in Ihrer Antwort fast darüber lustig gemacht.
    2) Obwohl ich immer noch keinen Zugang zu der Beschreibung des „minimum roughness“ Kriteriums habe und deshalb nicht beurteilen kann, wie sinnvoll und berechtigt die Anwendung dieser Methode ist, liegt es auf der Hand, dass Ihre Glättungskurve in den letzten 5 Jahren eine zunehmend unsicherer werdende Extrapolation darstellt, also eine viel geringere Vertrauenswürdigkeit hat als der frühe Kurvenverlauf. Von einem Diplomanden hätte ich daher verlangt, diesen Kurvenabschnitt besonders zu kennzeichnen. Dies umso mehr, als das nach oben zeigende Ende Ihrer Glättungskurven nicht (oder nur teilweise) auf empirischen Messwerten beruht, sondern auf einer Projektion. Im Titel Ihres papers behaupten Sie aber, (IPCC- Projektionen mit Beobachtungen zu vergleichen. Auch das wäre bei einer Diplomarbeit Grund für eine Beanstandung gewesen.
    3) Dass die peers Mängel, die in jeder Diplomarbeit beanstandet werden würden, haben durchgehen lassen, ist auffällig. Vielleicht ist der Grund ja gerade in der Tatsache zu suchen, dass für dieses paper 7 hochkarätige Klimawissenschaftler verantwortlich zeichnen (was Sie in Ihrem letzten Kommentar hervorheben). Welcher peer traut sich schon, seinen Lehrern Vorschriften zu machen (vor allem dann, wenn er selbst (indirekt) von den dargestellten Inhalten profitieren kann? Ich weiß, dass die Scientific Communities manchmal ziemlich geschlossene Gesellschaften sind. Jedenfalls bleibt bei der Analyse Ihres papers etwas der Beigeschmack hängen, dass (gerade zu Zeiten zurückgehender Temperaturen) Methoden und Argumente so zurecht gelegt wurden, dass sie gerade noch vertretbar die gewünschte Sicht der Dinge bestätigen.
    4) Auch Ihr Kommentar zum Hockeystick zeigt mir, dass Sie noch lange nicht alles sagen was Sie wissen, solange es Ihr Weltbild stört. Natürlich ist es keine Webpage aus Berlin, durch die Mann’s Hockeystick widerlegt wurde, nein es ist ein peer reviewed paper von McIntyr und McKitrick, das sie nach mühseliger Puzzle-Arbeit und unter vielfältigen Behinderungen erarbeiteten. Welches Interesse haben Sie eigentlich daran, dass der Hockeystick wirklichkeitsfremd im Bewusstsein der Menschheit erhalten bleibt?
    5) Zum Schluss noch ein Hinweis auf eine andere Veröffentlichung von Ihnen: http://www.sciencemag.org/…search_volume_go.y=4. Hier stellen Sie einen Meeresspielanstieg von, 0,5 bis 1,4 m bis 2100 in Aussicht, der also deutlich höher ausfällt, als vom IPCC prognostiziert. Unter http://climatesanity.wordpress.com:80/…ahmstorf/ wird sauber wissenschaftlich gezeigt, dass Sie auch hier bei Ihrem Modell von eigenwilligen (und sogar unwahrscheinlichen) Annahmen ausgingen. Wahrscheinlich profitieren Sie von Schreckennachrichten.

    @Wolfgang Flamme
    Na, vielleicht haben Sie mich tatsächlich bei einer Argumentations-Inkonsistenz ertappt. Als ich einen 8-Jahreszeitraum als statistisch nicht signifikant bezeichnete, dachte ich eher an die umfassende Beschreibung eines bestimmten Klimas (das sagt mir die Berufserfahrung im semi-ariden Raum) als an die Hinweise auf eine Temperatur-Trendwende. Ich wäre gespannt zu hören, zu welchem Ergebnis Sie bei der empirischen Ermittlung der Prognosequalität eines n-Jahres-Zeitraums anhand von historisch eingetretenen Trendwenden kommen. Im Übrigen noch Dank für Ihren Hinweis auf das paper über das „minimum roughness criterion“. Leider funktioniert Ihr Link bei mir nicht. Dagegen habe ich an folgender Stelle wenigstens ein (leider nicht sehr aufschlussreiches) Abstract gefunden: http://www.agu.org/…sref/2005/2005EO240003.shtml

    @kaboom
    Vertrauen Sie nur weiterhin auf Wikipedia! Da können Sie wenigstens sicher sein, dass die Informationen, die Sie beziehen, schon im Vorfeld den von ihnen gewünschten Filter der Selbstbestätigung passiert haben. Versuchen Sie einmal eine Klimaskeptiker-Ansicht in Wikipedia zu stellen!!!

  125. Alvensleben

    Herr Rahmstorf,
    Alvo von Alvensleben schreibt:
    #Einfache Berechnungen zeigen, daß eine „nackte“ Erde ohne Atmosphäre, (aber mit dem tatsächlichen Reflexionsvermögen von 30%, das im zeitlichen Mittel für die teilweise bewölkte Erde gilt) eine mittlere Oberflächentemperatur von etwa -18 °C haben sollte. Aber die Erde hat eine mittlere Oberflächentemperatur von etwa +15 °C, das heißt ungefähr 33 °C wärmer als die einfache Berechnung des Strahlungsgleichgewichts ergibt. Dieser Unterschied ist verursacht durch den „natürlichen Treibhauseffekt.“ #
    Ihr Kommentar dazu:
    #In Ordnung.#
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/alvensleben_kommentar.html

    Soweit so gut, mit diesem Wert 15° C kann man leben, das ist eine Hausnummer für die mittlere globale Temperatur, sofern man sie denn braucht, nur mit dieser Hausnummer hätten wir ein Problem:
    Nämlich keinen Klimawandel, der uns als anthtropogen verkauft werden könnte. Die Temperatur“anomalien“ krebsten dann immer im Bereich unter den 0 K. Also ist man mal schnell die Statistiken durchgegangen, hat an die 30 Jahre = Klima gedacht und sich willkürlich die Jahre 1960 – 1990 oder so um den Dreh gewählt, und hatte nun nur noch eine globale Temperatur von 14 °C und siehe da, die Anomalien tummeln sich wie gewünscht im „positiven“ Bereich. Also Trickserei um der Sache willen.

    Übertroffen wird das ganze eigentlich nur durch den Nobelpreisträger Al Gore, der die 0° Linie bei 0,5° durchlaufen läßt, die dann auch noch im unteren Teil der Kurve angesiedelt sind:
    http://www.climateaudit.org/wp-content/uploads/2007/11/gore_a1.jpg
    http://www.climateaudit.org/wp-content/uploads/2007/11/gore_a2.jpg
    Zwar „nur“ ein Fehler in der DVD Version, aber immerhin, N o e b e l p r e i s t r ä g e r(!)…. 🙂

    Aber warum habe ich Alvo von Alvensleben hier bemüht ?
    Sie Herr Rahmstorf sind hergegangen und haben im Internet auf Ihrer Homepage eine Ausarbeitung des Herrn von Alvensleben Absatz für Absatz zerlegt, kommentiert etc:
    #
    Die Thesen der „Klimaskeptiker“ – was ist dran?
    Eine Antwort auf Alvo von Alvensleben

    Vorbemerkung

    Ein Mitarbeiter eines Landesministeriums sandte mir vor kurzem den unten wiedergegebenen Text von Alvo von Alvensleben zu.# ( Link siehe oben )

    Dann stieß ich auf folgendes von Herrn Alvensleben:
    #Verwundert hat mich zunächst, dass Sie mich nicht direkt auf Ihre Fleißarbeit aufmerksam gemacht haben, geschweige denn, dass Sie mir vorher Gelegenheit zu einer Entgegnung gegeben hätten.#
    gefunden hier:
    http://www.schulphysik.de/klima/alvens/antwort.html

    Ich bin jetzt mal so frei und unterstelle, daß Sie mit Ihrer Mangini – Replik genauso verfahren sind, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie Herrn Mangini vorher um eine Stellungnahme o. Ä. gebeten haben, sondern Sie haben sofort „scharf geschossen“. Es würde mich ernsthaft interessieren, ob ich da richtig liege, wovon ich aber ausgehe.

    Ich nenne ein solches Verhalten gegenüber Herrn von Alvensleben gelinde gesagt und wohlwollend ausgedrückt unredlich und unehrlich und wenn Sie im Fall Herrn Mangini ebenso verfahren sind dann zusätzlich auch noch schäbig, da es ein direkter Kollege von Ihnen ist.

    Warum dies Kritik an Ihnen ?
    So wie Sie mit ihren Kritikern umgehen, scheint dafür eine Notwendigkeit zu bestehen, um in der Sache, AGW, von den schwachen Füßen auf denen das ganze Gebilde steht abzulenken.

  126. Lobbyismus

    #und ich werde weiterhin in Publikationen oder bei öffentlichen Vorträgen (egal wer dazu einlädt) der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen über den Stand unserer Forschung#
    Wie auch schon der Physiker schrieb, ist dagegen im Prinzip ja nichts einzuwenden, wenn es entlohnt wird, auch nicht.
    Nur darf man anderen, die es genauso sehen, handhaben, oder ähnlich, nicht vorwerfen ! Das ist der Punkt.
    Den Ihre Vorträge bei den Versicherern bringen denen natürlich Vorteile, sie versichern ja Risiken, die gem. Klimawandelprognosen ja steigen – und entprechend steigen die Prämien, die Einnahmen und die Aktienkuse. Sein Sie nicht blauäugig und sehen Sie es als das was es ist: Lobbyismus für die Versicherungen. Kein Problem, wie gesagt, wenn das eben anderen auch zugestanden wird und man z. B. einen Herrn Singer nicht damit versucht zu verunglimpfen – das, und nur das, ist der Punkt !

  127. Hans Von Storch und der Hockeystick

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    Vielen Dank für ihr Verständnis und die nette Antwort. Was die Impfungen anbelangt, habe ich eine die eindeutige Meinung, dass diese nötig sind. Auch bei anderen Fragen habe ich den Eindruck, mir eine persönliche Meinung bilden zu können.

    Ähnliche Probleme, wie heute mit Ihnen oder mit dem Hockeystick z.B., hatte ich damals bei der BSE-Frage, wo ich wohl Recht hatte, aber auch bei der Ozondiskussion, wo ich wohl falsch lag?!

    Zu ihrem Link auf Realclimate zum Thema Hockeystick, habe ich den Eindruck, dass Herr Von Storch bei seiner Meinung bleibt, wenn er auch einen kleinen Fehler berichtigt. Ob er auch heute noch sagen würde, „die Kurve ist Quatsch“?

    Jedenfalls kann mich die Diskussion bei Realclimate nicht direkt vom Gegenteil überzeugen, vor allem weil auch Herr Von Storch nicht mit von der Partie war.

    Die ganze Diskussion bei Climateaudit ist Ihnen wohl auch geläufig?!

    http://www.climateaudit.org/?cat=20

    Nicht allein deswegen bleibe ich bei dem Thema immer noch sehr skeptisch. Ich denke dass die Eisbohrkerne und die Alpengletscher sehr gute Klimaindikatoren sind, und dass es über das mittelalterliche Klimaoptimum genug Realdaten gibt, die eine Rekonstruktion wie den Hockeystick ernsthaft in Frage stellen.

    Das ändert selbstverständlich nichts daran, dass der Mensch das Klima der nächsten Jahrzehnte, und sogar Jahrhunderte massgeblich beeinflussen kann. Davon bin ich auch überzeugt. Bloss über das Ausmass dieses Eingriffs bin ich noch skeptisch. Ich denke, dass wir beide, Sie und ich, dieses noch genau werden mitverfolgen können (bin 46 Jahre alt).

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit und danke Ihnen für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben. 

    Hochachtungsvoll

    Eddy

    PS: Eine kleine Frage hätte ich noch, die ihre eigene Arbeit betrifft und mich schon längere Zeit verfolgt. Ein gewisser Herr Svalgaard http://www.leif.org/research/ ist überzeugt, dass die Sonnenaktivität viel weniger schwankt als bisher angenommen. Ihr Ansatz zur Erklärung der Dansgaard-Oeschger-Ereignisse basiert auf solchen Schwankungen. Würden Sie diese Theorie, angesichts dieser neueren Erkenntnisse trotzdem immer noch in Betracht ziehen?

  128. Doch die Sonne ?
    – Bitte nicht mehrere Beiträge mit inhaltlich identischen Kommentaren zuspammen – Red. –

  129. @KrishnaG wg Singer

    Sie wollen suggerieren das irgend etwas in den Artikeln zu Singer oder dem Heartland-Institute bei Wiki nicht korrekt ist. Belegen Sie das mal.
    Genauere Informationen – inhaltlich allerdings dieselben – finden Sie bei Sourcewatch.org. Singer ist das was er ist. Ein Lobbyist für Exxon & Co. Das gleiche gilt für das Heartland Institute.

    Der Link auf oekologismus.de den Sie posten disqualifiziert sich selbst. Oekologismus.de ist eine Schwurbelseite für die Skeptikergemeinde, wo Halbwissen zur Religion erhoben wurde.

  130. wg Singer

    @Kaboom
    Das ganze Geratsche zu Lobbyismus ist Geschwurbel, wenn beide „Seiten“ Interessen für jemanden vertreten, oder deren Meinung zur Interessenvertretung genutzt werden. ( Versicherungswirtschaft, Banken, die „Nutzen“ aus dem „Klimawandel“ und den Folgen ziehen) Also lasst doch den Schmarrn !
    Wenn man so will ist diese Seite das Gegenteil von Oekologismus, ebenso wie Realclimate.

  131. Singer / Wiki

    @kaboom
    Im Deutschen Wiki steht er bezeichnender Weise natürlich nicht drin, ein Schelm wer böses darüber denkt. 🙂
    Die Englischen Seiten habe ich jetzt nicht en détail geprüft.
    Hole ggfs. nach.

  132. Ich bin gerade auf ein Radiointerview mit Prof. Miller vom Alfred Wegener Institut gestossen:

    http://www.awi.de/…1.1.2007/milller_komplett.mp3

    Demnach würde bei einer anhaltenden Erwärmung zwar ein Teil des Grönland-Eises abschmelzen, aber keinen Anstieg des Meeresspiegels verursachen. Durch die steigenden Temperaturen würde vor allem in der Antartis die Schneedecke stark zunehmen und die Arktis-Schmelze kompensieren.

    Auch sonst war da eine gewisse Gelassenheit herauszuhören. Was ist davon zu halten? Ich meine, das sind doch absolute Fachleute im AWI, die arbeiten ja auch dem IPCC zu und sind damit einigermaßen unverdächtig, von Al Gore als „Exxon Lobbyisten“ bezeichnet zu werden…

  133. @ Jochen Binikowski-siehe SPIEGEL-ONLINE

    „Auch andere Fachleute, die Rahmstorf im Kern nicht widersprechen, sehen dem Treiben des Potsdamer Forschers mit Sorge zu. Heinz Miller etwa gilt als ruhiger und besonnener Vertreter der Klimaforschung. Er ist stellvertretender Leiter des weltweit angesehenen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Inhaltlich ist er nicht weit von Rahmstorf entfernt – in Stilfragen dafür umso weiter.

    Zu Rahmstorfs Forderungen an die Journalisten sagt er: „Medien machen gerne extreme Standpunkte publik, die für eine Schlagzeile gut sind.“ Rahmstorf aber sei „aggressiv“. Miller spricht sich gegen dessen Forderung einer redaktionellen Qualitätssicherung aus: „Ein Peer-Review-Prozess kann nicht Aufgabe von Redaktionen sein.“ Die Zuschauer und Leser könnten so erkennen, dass es nicht einen einheitlichen Stand der Wissenschaft gebe. „Gesellschaftliche Willensbildungsprozesse“, meint Miller, „lassen sich nicht so steuern, wie Herr Rahmstorf das gerne hätte.““

    Miller kenne ich persönlich. Sein halbes Leben als Forscher hat er in der Arktis und Antarktis verbracht. Auch er arbeitete mit an den Berichten des IPCC. Auf Herr Rahmstorf ist der nicht gut zu sprechen, genau wie Georg Delisle von der BGR in Hannover. Die gesamte BGR ist auf Herrn Rahmstorf nicht gut zu sprechen. Und das sind längst nicht die einzigen.

  134. @ Ohne Worte

    Ich bin jetzt 54 Jahre alt und seit 32 Jahren selbständiger Kaufmann. Bis vor ca. 3 Jahren hatte ich nichts mit Wissenschaftlern zu tun gehabt. Seit ich hier auf den Philippinen nebenbei einige Experimente im Bereich Landwirtschaft und erneuerbare Energien durchführe, hat sich das geändert.

    Meiner bisherigen Erfahrung nach gibt es (mindestens) 2 Sorten von Wissenschaftlern: Die einen, die vom Labor und Büro heraus tätig sind, und dann diejenigen, die sich vor Ort in Feldversuchen nicht zu schade sind, die Hände schmutzig zu machen.

    Zu ersterer Gruppe habe ich alle Kontakte abgebrochen. Das ist nicht meine Welt. Mit deren Hochnäsigkeit kann ich nicht umgehen.

    Mit den anderen dutze ich mich und es gibt einen lebhaften Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe ohne irgendwelches Gehabe. Immerhin kann ich als unabhängiger Kaufmann so manches Experiment auf die Schnelle ohne Einhaltung von Dienstwegen einfach so durchziehen. Davon profitieren alle.

    Leider scheint es so zu sein, dass die erstere Gruppe in den Medien überproportional vertreten ist. Das soll keine Kritik an Prof. Rahmstorf darstellen, ich kenne ihn nicht persönlich und unterstelle ihm auch nichts Böses.

    Aufgrund dieser Erfahrungen glaube ich im Zweifelsfall jedenfalls eher den Praktikern. Es ist ja für den interessierten Laien in der Klimadebatte extrem schwierig bis unmöglich, die veröffentlichten Aussagen der Wissenschaftler inhaltlich zu beurteilen.

    Beste Grüße aus dem inzwischen etwas wärmer gewordenen Tropenbüro, Jochen

  135. Beschreibung Treibhauseffekt

    Ich bin immer wieder verblüfft, wie wenig oder zuviel der Treibhauseffekt dargestellt wird. Entweder es gibt keinen Treibhauseffekt oder es ist zu glauben, daß der Treibhauseffekt in der angegebenen Größe existiert, weil verschiedene Simulationen das gleiche zeigen, bzw. die Vergangenheit bestätigt oder negiert Änderungen des Treibhauseffektes. Das Wort Tropopause taucht dabei fast nie auf.

    Deswegen mal ein kurzer Abriß des Treibhauseffektes. Wie jeder weiß, wird es auf den Bergen kühler. Warum das so ist, zeigt sich beim schnellen!! Öffnen einer unter Druck stehenden Flasche: Beim schnellen Fall des Drucks kühlt sich das Gas ab und es bildet sich Nebel – aber nach einiger Zeit hat sich die Temperatur wieder an die Umgebung angeglichen und der Nebel ist weg. Warum bleibt aber die Abkühlung in der Atmosphäre erhalten? Weil es laufend zu vertikalen Strömungen kommt, so daß keine Zeit zur Temperaturangleichung bleibt.

    Ursache dafür ist, daß im Bereich der Abkühlung nach oben (ca. 6K/km) die Emission aus den Treibhausgasen die Absorption übersteigt, so daß die Luft gekühlt wird und nach unten sinkt, in der Nähe der Erdoberfläche erwärmt wird und wieder aufsteigt. Der Fehlbetrag durch das Überwiegen der Abstrahlung beträgt an der Erdoberfläche ca. 100W/m², davon werden ca. 25W/m² als konvektive und ca. 75W/m² als latente (feuchte) Wärme gedeckt. Durch diesen Zirkulationsprozeß entsteht immer wieder die Abkühlung durch Druckentlastung nach oben. Allerdings transportiert die reine Abkühlung durch Druckminderung (Adiabatengradient) noch keine Wärme und würde mit der Zeit isotherm werden. Um den Effekt der Druckminderung zu beschreiben, verwendet man die potentielle Temperatur, die eine Luftschicht mit verringertem Druck ohne Wärmetransport bei Oberflächendruck hätte. Dieser potentiellen Temperatur überlagert sich dann der Temperaturgradient für den Wärmetransport. Wegen der leichten Beweglichkeit der Luft ist dieser Temperaturgradient trotz der transportierten Wärmeleistung von ca. 100W/m² sehr gering – unter 0,2K/km – und das ist gering gegenüber dem Adiabatenkoeffizienten von ca. 6K/km. In Erdbodennähe ist wegen der Reibungsbehinderung der turbulenten Luftbewegung der Temperaturgradient größer und steigt auf 2K/mm und mehr. Dagegen wird in größeren Höhen der Temperaturgradient kleiner, weil weniger Wärme zu transportieren ist.

    In größeren Höhen halten sich dann Emission und Absorption die Waage. Damit entfällt der Antrieb der Strömung und die Zeit ist dann ausreichend, das es zur Temperaturangleichung kommt. Die Höhe wo diese Änderung eintritt wird als Tropopause bezeichnet und oberhalb ist die Temperatur fast konstant. In größeren Höhen macht sich dann die UV-Absorption bemerkbar und heizt durch die Bildung und den Zerfall von Ozon die Atmosphäre auf, wobei die Wärmeabgabe trotzdem weitgehend im IR-Bereich erfolgt. Durch diese Absorption (und keine Emission) wird die UV-Strahlung schwächer (Filterung), so daß unterhalb des Temperaturmaximums die Temperatur sinkt – bis dann im Bereich oberhalb der Tropopause die UV-Strahlung für die Temperatur keine große Rolle mehr spielt.

    Wie wirkt sich nun eine Erhöhung der CO2-Konzentration aus? Die Gleichgewichtshöhe von Emission und Absorption (Tropopause) steigt und deren Temperatur sinkt. Nun ist diese Änderung keine Verlängerung der Adiabate, sondern die Höhe der Adiabate steigt und als Folge davon steigt die Oberflächentemperatur. Die Summe von Adiabatengradient und Temperaturgradient verändert sich dabei kaum, weil der Temperaturgradient sowieso klein ist und der Fehlbetrag an Energie nur unwesentlich steigt. (Siehe die Abbildung in Nature: http://www.nature.com/nature/journal/v450/n7170/fig_tab/450617a_F2.html )

    Und diese Veränderung der Tropopause ist kurzfristiger nachweisbar als die Klimaänderung mit ihrem Rauschen.

  136. @Ebel

    Hallo Herr Ebel.

    Ich verfolge Ihre Beschreibungen zum Treibhauseffekt schon seit einiger Zeit. Ich möchte nur auf zwei Schwächen der Theorie hinweisen.

    Die Temperatur der unteren Stratosphäre nimmt schon seit 1995 nicht mehr ab. Siehe die anliegende Abbildung. Also ab dem Zeitpunkt, seit die Ozonkonzentration stabil ist und leicht ansteigt. Die Daten geben also keinen Rückschluss auf eine stratosphärische Abkühlung durch „Treibhausgase“. Der leichte Temperaturanstieg in der unteren Stratosphäre seit 1995 zeigt genau das Gegenteil, was die Klimamodelle voraussagen, nämlich eine Abkühlung in Folge einer steigenden Treibhausgaskonzentration. Der beobachtet Temperaturanstieg passt aber zu der steigenden Ozonkonzentration seit 1995.

    http://members.shaw.ca/…atosphere_temp_trend.jpg

  137. Kausalkette

    Der IPCC Report ist ein Ergebnis von Abstimmungen, das beste Mittel,
    wissenschaftliche Wahrheiten zu ermitteln.

    Die Kausalketten sind aber noch nicht genau bekannt, auch wenn die
    Statistik darauf hinweist, daß es eine Korrelation zwischen
    Treibhauseffekt und Erwärmung gibt.

    Stabilisierende oder negative Rückkopplungen sind unverstandemn oder unbekannt.
    Folglich hat man Probleme bei der Prognose der klimatischen Auswirkungen des CO2.

    Kann man Komplett hier nachlesen:
    http://www2.hu-berlin.de/…stel%20zu%20Lanius.pdf

    Dagegen ist her Schellnhuber der Meinung:
    #Die Debatte ist vorbei, wir sind vom globalen Treibhauseffekt umgeben.#
    Nachzulesen hier:
    http://www.heise.de/…Klimawandel–/artikel/85533

    Wie kommt er bei diesen Unsicherheiten, geäußert bei der Leibniz-Sozietät, zu dieser Festsetllung.
    Ich bin sicher ncht allein mit der Meinung, die Debatte sollte endlich anfangen !

  138. Ist die Erderwärmung vorbei?

    Lieber Herr Prof. Dr. Rahmstorf, zuerst möchte ich mich entschuldigen, dass ich Ihnen erst heute antworte – hat nichts mit abnehmendem Interesse, oder Unhöflichkeit zu tun, ich war in Urlaub.

    Sollte die Formulierung „gemessen“ in Zusammenhang mit Satellitenmessungen bei Ihnen oder einem Blogteilnehmer Unverständnis geweckt haben, bitte ich dies mir nachzusehen. Ich hatte meine Erwiderung auch damit begonnen, das – aufgrund Ihrer Anregungen, die Wertungen „real“ oder „echt“ in Verbindung mit Satellitendaten kritisch zu betrachten sind und somit auch die Kurve selbst. Natürlich können Satellitendaten nicht die Boden-oder bodennahen Temperaturen messen, deswegen heißt die Kurve ja auch „UAH MSU Global Monthly Mean Mid Troposphere Temperature Anomalies“. Sie gibt also die Temperaturen der Troposphäre wieder. I.ü. sind die von Ihnen genannten Stratosphäreneffekte bei den Modellen berücksichtigt. Des Weiteren gab ich an, dass Satelliten- und Ballontemperaturmessungen weitgehend übereinstimmen und Ballonwerte sind nicht strahlungstechnisch ermittelt, sondern mittels Thermometer bestimmt – also die physikalische Erfassung ist mit denen der Oberflächenmessungen mittels Thermometer vergleichbar. Mein Hauptkritikpunkt an den oberflächennahen Thermometermessungen ist der, dass sich hiermit grundsätzlich keine Globaltemperatur bestimmen lässt, zumindest keine, die den Begriff „wissenschaftlich“ verdient. Dies sind die Höhenunterschiede und die mathematische Werteumrechnung auf Einheits(Vergleichs)niveau und die unterschiedliche zeitliche Erfassung und Gewichtung der Daten, die ländermäßig dazu benutzt werden, die Tagesdurchschnittstemperatur zu bestimmen – ich hatte dies am Beispiel Deutschland aufgezeigt (in Frankreich wird dagegen nur aus zwei Werten die Tagesdurchschnittstemperatur bestimmt, aus dem Höcht- und Tiefstwert, geteilt durch 2). Von meinen Blogkollegen wurde als weiterer Punkt der sog. „Wärmeinseleffekt“ angeführt – nach der „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ ist dieser ganz beträchtlich, wie die Vergleichskurve für Kalifornien zeigt: (google.de: Bild).

    Es ist doch unstrittig, dass eine geglättete Temperaturkurve im Zeitraum von 1979 bis 2008 eine Temperaturerhöhung anzeigt – dies kann auch gar nicht anders sein, da, ich hatte es bereits angeführt, wir auf der Erde in den 1970er Jahren eine „kleine Eiszeit“ hatten – die Temperaturen lagen unter dem Durchschnitt (Quelle: Lord Christopher Monckton im Sunday Telegraph vom 05.11.2006). Seitdem gehen die Temperaturen seit ihrem letzten vorläufigem Minimum um 1974 wieder nach oben. Genauso ist es unstrittig, dass die Temperaturen (zumindest aus der genannten Satellitenkurve, der Sie ja dadurch Richtigkeit attestierten, dass auch bei dieser Kurve, die von Ihnen genannten Dekadenerhöhungen zu ermitteln sind) seit 2000 sich seitwärts bewegen, bzw. zurückgehen.

    Die geglätteten, also statistisch behandelten Kurven haben aus meiner Sicht den Nachteil, dass sie den Realwerten immer! nachlaufen. Ihnen und auch den Blogteilnehmern ist dies selbstverständlich bewusst, aber ich wage zu behaupten, den Politikern und – ich nennen ihn – in Anlehnung auf statistische Erhebungen „Durchschnittsbürger“ nicht. Wenn dieser solch eine geglättete Temperaturkurve sieht, die in der aktuellen Dekade eine solche Steigung aufweist, kann sich bei ihm leicht er Eindruck erwecken, die Temperaturen würden aktuell Jahr für Jahr steigen. Dies ist nicht so. Überspitzt ausgedrückt, geglättete Kurven zeigen auch dann noch einen Erwärmungstrend an, wenn die nächste Eiszeit bereits eingetreten ist.

    Da ich aus dem Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Saarland stamme und das Glück für mich in Anspruch nehmen kann, mehrkulturell aufgewachsen zu sein, weiß ich aus meinen sich daraus ergebenen Kontakten, dass die dortigen, ich nenne sie wieder „Durchschnittsbürger“ (in der Wissenschaftsgemeinde haben Sie sicherlich den besseren Einblick) an die Thematik CO2 und Klimawandel mit viel mehr Gelassenheit herantreten, als dies bei uns in Deutschland der Fall ist und ich gehe nicht davon aus, dass wir in Deutschland klüger, besser informiert oder weitsichtiger sind, sondern, dass hier evtl. die Sicht vorhanden ist, dass der Klimawandel selbstverständlich ist – es kann niemals ein statisches Klima geben – und es nach einer Kaltphase (1970er Jahre) nun einfach wieder an der Zeit ist, dass es seither wieder wärmer wurde. Als Beleg eignet sich gut der periodische Wechsel der AMO. Ihre letzte (abgeschlossene) Warmphase ging von 1928 – 1964, die sich anschließende Kaltphase von 1964 – 1993. Seither ist die AMO wieder positiv.

    Der Zukunftsforscher Matthias Horx (zu unserer deutschen Neigung der Dramaturgie) hierzu: “Die bittere oder auch befreiende Wahrheit ist: Es gab nie (und wird nie) ein „Normklima“ geben, in dem es ruhig, berechenbar, „nachhaltig“, „stabil“ zugeht… Also jenes Wetter, gegen das alle Abweichung als Desaster gedeutet wird.“ Viele Grüße R.L.

  139. Raimund Leistenschneider Erwärmung

    #Da ich aus dem Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Saarland stamme und das Glück für mich in Anspruch nehmen kann, mehrkulturell aufgewachsen zu sein, weiß ich aus meinen sich daraus ergebenen Kontakten, dass die dortigen, ich nenne sie wieder „Durchschnittsbürger“ (in der Wissenschaftsgemeinde haben Sie sicherlich den besseren Einblick) an die Thematik CO2 und Klimawandel mit viel mehr Gelassenheit herantreten, als dies bei uns in Deutschland der Fall is#

    Es tatsächlich so, daß der Anthropozentrismus in Deutschland manchmal schon groteske Züge annimmt, teilweise in Größenwahn mündet. Wenn ich mir das Biospritverordnungskaspertheater unseres BUM ansehe, und „wir“ wollen in Klimafragen „führend“ sein / werden/ was auch immer.
    Es ist alles bloße Augenwischerei, Verdummung, Geldschneiderei und vermeintliche „Weltenretter-Mentalität“ einiger weniger, die der Meinung sind, sie hätten die (Klima)-Weiseheit mit Suppenkellen gefressen.
    Wenn man genau hinschaut, haben das dei Modelle nicht vorgesehen, das muß noch erforscht werden, da ist man überrascht…..
    Das dumme an Regierungen ist, die Politiker verstehen von dem was sie vertreten absolut 0, in Worten NULL.
    Unser BUM ist einer dieser Politiker, die am meißten dann laut, unfreundlich und unsachlich werden, wenn sie zu Themen gefragt wereden, von denen sie nichts verstehen.

  140. Mal eine Idee vom Klima-Laien: Die Meßstationen sind ja höchst unterschiedlich über den Globus verteilt und zur Ermittlung der globalen Durchschnittstemperatur müssen deshelb mathematische Tricks angewendet werden, die wiederum umstritten sind.

    Warum nimmt man nicht einfach sagen wir mal 200 Stationen, je 100 auf der Nord- und Südhalbkugel, alle im möglichst gleichen Abstand voneinander. Diese messen dann täglich um 12, 16, 20, 24, 4 und 8 Uhr Ortszeit die Temperatur und melden den Wert an einen Zentralcomputer.

    Das wären dann 1.200 Meßwerte pro Tag. Diese teilt man, so wie sie sind, durch 1.200 und man hat die Durchschnittstemperatur von diesem Tag. Da global gesehen immer irgendwo Sommer oder Winter, Regen oder Sonnenschein ist, würde sich das übers Jahr gesehen ausgleichen und Kalibrierungen aller Art könnten entfallen.

    Die so gewonnenen Daten können dann mit Satelliten- und Ballonmessungen verglichen werden. Da gäbe es dann keinerlei Spielraum für irgendwelche Manipulationen oder unterschiedliche Interpretationen.

    Na ja, vieleicht ist das ja auch viel zu einfach. Aber ich mag nicht glauben, dass die bisherigen, interpolierten und hochgerechneten Werte aussagekräftiger sind.

  141. Jochen Binikowski – Idee

    #Warum nimmt man nicht einfach sagen wir mal 200 Stationen, je 100 auf der Nord- und Südhalbkugel,#
    Das wäre viel zu einfach, durchschaubar, nachvolliehbar.
    Seit der Mensch in der einen oder anderen Form oder wegen des einen oder anderen Grunds vom Wetter abhängig war, waren Priester, Schamanen, Gurus für’s Wetter“machen“ (Klima = 30 Jahre Wettergeschichte )zuständig – daran hat sich bis heute nichts geändert.
    Wer sich dem widersetzt, eine andere Meinung hat, gar Skepsis äußert… das grenzt dann halt manchmal schon fast an Gotteslästerung 🙂
    Es will sich doch niemend in die Karten gucken lassen 🙂

  142. Prof. Rahmstorf hat ein neues Blog aufgemacht:

    http://www.wissenslogs.de/…ga-der-klimaforschung

    In der Einleitung schreibt er u.a.:

    „Nachdem wir durch meinem letzten Beitrag einen Einblick in die Niederungen der „Klimaskeptiker“-Debatte bekommen haben,…“

    Gemeint ist dieses Blog und damit alle schreibenden und lesenden Teilnehmer.


    Gemeint sind damit vor allem die Teilnehmer der Diskussion, die es für nötig befunden haben, Nazivergleiche, -vokabular und ähnliches als Stilmittel zu verwenden. Auf solche „Gedanken“ zum Klimawandel können wir sehr gut verzichten.
    Die Redaktion

    Da fragt sich der staunende Beobachter, warum macht der Rahmstorf so etwas? In dem Blog sind bislang über 150 Beiträge, die meisten sachlich fundiert. Von Leuten, die sich ebenfalls Gedanken über den Klimawandel und seine Folgen machen.

    Solche Verhöhnung des „Fußvolkes“ ist man eigentlich nur von Politikern und „Wirtschaftseliten“ gewohnt.

    Na ja, immerhin wissen wir jetzt, dass es dem guten Prof. nicht um die Sache, sondern um persönliche Profilierung auf Kosten anderer geht.

    Der wirft der Meute einen Knochen hin und erbaut sich daran, wie die Köter sich drum raufen. Das nenne ich sachlich fundierte, wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit auf Kosten der Steuerzahler.

  143. Sonne

    Herr Ranmstorf,
    #Der neuere Review-Artikel von Lockwood und Fröhlich, den Sie oben zitieren, untersucht eine ganze Reihe von Sonnenindikatoren. Man sieht dort Schwankungen (z.B. den von Ihnen genannten Peak um 1985, der praktisch gleich hoch ist wie ein ähnlicher Peak um 1955),#

    Wenn ich dagegen lese, wenn auch nur als abstract, daß sich z.B. das coronale Magnetfeld der Sonne in den letzten 100 Jahren verdoppelt hat, Stand 1999, dann stelle ich mir natürlich über die Seriosität der einen oder anderen Wissenschaftler meine Fragen und staune dann wenn, wie bereits andernorts angeführt, Herr Schellnhuber der Meinung ist, man braucht nicht mehr zu diskutieren. Doch, und wie !

    http://www.nature.com/…/n6735/full/399437a0.html
    # A doubling of the Sun’s coronal magnetic field during the past 100 years

  144. Redaktion

    „Gemeint sind damit vor allem die Teilnehmer der Diskussion, die es für nötig befunden haben, Nazivergleiche, -vokabular und ähnliches als Stilmittel zu verwenden. Auf solche „Gedanken“ zum Klimawandel können wir sehr gut verzichten.
    Die Redaktion“

    Bleibt die Frage, was Herrn Rahmstorf daran gehindert hat, dies im „Bundesliga“ Blog auch entsprechend darzustellen? Einen Gefallen hat der Sache damit jedenfalls nicht getan. Jeder interessierte Laie muss den Eindruck haben, dass seine Beiträge per se nicht ernstgenommen werden.

  145. #Lieber Herr Lincke, durchaus möglich, dass die letzten Jahre auch wegen der schwachen Sonnenaktivität etwas kühler ausgefallen sind#
    Herr Rahmstorf, die Temperaturkurve fällt weiter, die Fleckentätigkeit der Sonne ist derzeit auf einem Tiefstand.
    Sie geben durchaus zu, daß das dadurch zu einer Reduktion der Temperatur kommen kann. D. h. Sonnenaktivität führt zu Temperaturveränderungen, was seitens der Kimawissenschaft eigentlich immer als „Minimal(st)-Risiko“ eingestuft wurde.
    Zur Reduktion der Temperatur darf die Sonne nach Ihren Worten also herhalten, zu Erhöhung nicht. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß sich CO2 unverändert steigend in der Luft befindet, in der NH wegen der jahreszeitlich bedingten Heizperiode sogar verstärtkt, dürfte es also global nicht kälter werden.

  146. Nachtrag Sonnenaktvität / Abkühlung

    Ist die Klimaerwärmung vobei ?
    Dazu diese Graphik, die das zu bestätigen scheint.
    http://climatesci.org/…ads/warm-cool-cropped.jpg

    Zufinden bei einem Gastblogg von Christopher Monckton.
    Gefunden hier:
    http://climatesci.org/…-by-christopher-monckton/
    Ein Trend, der das IPCC überrascht haben dürfte

  147. Raimund Leistenschneider Erwärmung

    Sehr geehrter Herr Krishnag,
    (Ihre Antwort vom 04.04.) wie ich feststelle, sehen Sie den deutschen Hang zur Dramaturgie ähnlich wie ich, wenn ich auch meine, dass es beim „Durchschnittsbürger“ nicht so hart zu formulieren ist, da er die Fakten einfach nicht kennt. In diesem Zusammenhang steht uns Deutschen nicht gut, anderen Nationen „Nachhilfeunterricht“ in Sachen Klimafragen zu erteilen. Hier insbesondere Amerika.

    Jedes Jahr werden in Sahen „Wissen“ und „Denken“ Weltmeisterschaften ausgetragen, die den Namen Nobelpreis tragen (in der Mathematik ist dies der Abelpreis – wird jedoch erst seit 2003 vergeben und eignet sich daher noch wenig für statistische Auswertungen. Letztes Jahr waren unter den Preisträgern zwar zwei Deutsche, führe ich aber eine Auswertung über die letzten 20- oder 50 Jahre durch, so stelle ich fest, dass der größte Block der Preisträger aus dem englischsprachigen Raum stammt. Wir sollten daher kritisch fragen, ob dort nicht das größere Wissen und die größere Fachkompetenz angesiedelt sind, oder einfacher ausgedrückt, in der Gesamtheit dort die größere Intelligenz vorliegt. So haben sich in der der „Global Warming Petition“ (http://www.oism.org/pproject/s33p37.htm) fast 20.000 Wissenschaftler zusammengeschlossen, die der aktuellen Diskussion, die u.a. von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf vertreten wird, kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Als Gegenstück hierzu gibt es in Deutschland den „Heidelberger Apel“, den mittlerweile über 3.000 Wissenschaftler unterzeichneten. Unter den „Skeptikern“ befinden sich auch über 70 Nobelpreisträger. Gruß RL.

  148. Jochen Binikowski 05.04.2008 | 14:06

    Sehr geehrter Herr Binikowski,
    Sie sollten sich nicht zu sehr über die Äußerungen von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf, bzgl. der „Niederungen der „Klimaskeptiker“-Debatte“ aufregen. Herr Prof. Dr. Rahmstorf scheint zuweilen zur Vereinfachung zu neigen, wie er es ja auch in diesem Artikel darlegte und ich ihm in meiner Antwort vom 17.03.2008 auch belegte. Er hat aus meiner Sicht die wissenschaftliche Diskussion, die sich auf seinen Artikel anschloss, nicht bestanden (und dabei hat diese argumentativ noch dar nicht richtig begonnen).

    Sehr geehrtes Redaktionsteam,
    Ich bin mit Ihrer Bewertung in meiner Antwort *** Textstelle wegen Unsachlichkeit gelöscht, die Redaktion *** einverstanden. Solche Vergleiche sind in der Tat in einer wissenschaftlichen Diskussion unwürdig; nur ein Mann, der wie Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, von seinen „Gegnern“, „schwarze Listen“ führt …

    – Wenn Sie damit einverstanden sind, dass Nazi-Vergleiche der Diskussion unwürdig sind, dann verzichten Sie bitte auch auf solche. Vielen Dank.
    Die Redaktion –

  149. Krishnag Sonne

    Sehr geehrter Herr Krishnag,

    Ich bin auch Ihrer Ansicht, dass die Aussage von Herrn Prof. Dr, Rahmstorf, das die Sonnenaktivität in den letzten Jahrzehnten nicht zunahm, nicht haltbar ist! Mehr noch, sie steht im krassen Widerspruch zu der Pressemitteilung der Max Planck Gesellschaft vom 17. Oktober 2004 „Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“ (ich habe mir erlabt, dass „heute“ zu unterstreichen, http://www.mpg.de/…itteilung20041026/index.html. Vor die Wahl gestellt (ich kann beide Aussagen nicht selbst wissenschaftlich nachprüfen), welche Information der größere Wahrheitsgehalt zuzubilligen ist, ist die Antwort für mich sonnenklar!
    Der Kollege von Herrn Prof. Dr. Rahmstrorf, Herr Prof. Dr. Kehl (Leiter des Instituts für Ökologie der TU Berlin) findet hierzu sehr klare Worte. Ich darf ihn zitieren: „“Dies ist definitiv eine falsche Aussage. Diese überaus dreisten Falschaussagen und an (gewollte?) Irreführung grenzenden Behauptungen Prof. Dr. Stefan Rahmstorfs werden auch aktuell ständig von ihm vor großem Publikum wiederholt, z.B. aktuell am 27.06.2007 in einer Phoenix-TV-Diskussionsrunde.“ (http://www2.tu-berlin.de/…k/02-intro-3-twk-b.htm) Seine (Prof. Dr. Kehl)Internetseite ist meines Erachtens sehr informativ. Gruß RL.

  150. Artikel über Klimavergleiche

    Ich verstehe nicht wie sich Menschen ständig gegenseitig anschuldigen und beweisen wollen wer Recht hat in der Klimadiskussion. Jeder wird immer so persönlich als wenn es denjenigen in diesem Moment (das klima) selbst betreffen würde. Die Menschen neigen immer dazu zu glauben sie hätten eine Wetterveränderung/Klimaveränedrung selbst in der Hand und zeigen mit erhobenem Zeigenfinger auf andere die es anders sehen oder vermeintlich dafür verantwortlich sind das es sich ändert. Das ist doch absolute Hybris und Selbstbeweihreicherung.Warum glauben die Menschen (Wissenschaftler, Politiker, auch Theologen etc.) sind könnten mit eigenen Maßnahmen die ganze Welt umkremmpeln. Diese fantastische Erde mit Ihren unglaublichen Facetten in jeglicher Hinsicht wird nur von einem gelenkt – und das ist Gott – und wir können nur dankbar sein auf Ihr leben zu dürfen; mal mit wärmeren oder kälteren Phasen. Das sollte uns jedoch nicht davon abbringen verantwortungsbewußt und vorsichtig mit Ihr umzugehen; und zwar jeder so wie es in seiner gegeben Kraft möglich ist im gegenseitigen Respekt miteinander oder gegenüber der Erde und ohne jegliche Aussagen „das Ei des Kolumbus“ gefunden zu haben.
    Respektvolle liebe Grüße Dr. Tom

  151. Internetseite von Prof. Kehl

    Herr Leistenschneider,

    die Seite von Prof. Dr. Kehl macht in der Tat auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck … wenn da nur nicht die „falsche“ Abbildung von Friis-Christensen und Lassen wäre. Wer heute noch mit diesen Daten als Skeptiker auftritt, will entweder absichtlich falsche Informationen streuen oder aber er ist bei der ganzen Thematik nicht auf der Höhe der Zeit.

  152. Steve Horn

    Ist es Ihrer Meinung nach so, daß Seiten von Leuten, die noch mit dem Hockeystick arbeiten, oder ihn als richtig verteidigen seriöser sind ?
    Herr Rahmstorf, PIK, gehört z. B. dazu.

  153. Kehl

    Damit hier nicht wieder einige Hysteriker des „A“GW meinen, wie es auch Herr Rahmstorf schon getan hat, es handele sich „nur um einen wissenschaftlichen Mitarbeiter“, der möge sich über seine Forschungen informieren, die sehr wohl auch klimatische Fragen behandeln. Er ist also vom Fach.

  154. @Steve Horn
    ich darf Herrn Dr. Kehl hier mal zitieren:

    #Die Aussage von „Steve Horn“ (wer das auch immer sein mag) ist natürlich unsinnig und polemisch. Die von mir – neben vielen anderen – ins Netz gestellte Grafik ist als solche nicht falsch und es liegt mir fern, falsche Informationen zu streuen. Das ist Quatsch. Richtig ist, die Grafik ist in Teilen mittlerweile korrekturbedürftig, aber sie macht auf andere Denkmöglichkeiten aufmerksam. Das ist normale Wissenschaft. Vor allem aber, es ist möglich, die Aussagen zu diskutieren, da die zugrunde liegenden Daten zur Verfügung stehen, also überprüfbar sind. Leider trifft das für eine andere – zentrale – Grafik aus MBH98/99 nicht zu.
    Die Floskel, evtl. nicht auf der Höhe der Zeit zu sein, hat mich eher amüsiert.
    [..]
    Wer sich nur ein wenig mit der Wissenschaftsgeschichte beschäftigt hat, der macht solche Aussagen tunlichst nicht. M.a.W.: Die kritische Hinterfragung des Mainstreams ist nach wie vor auch unabdingbare Aufgabe junger Wissenschaftler
    #

  155. Tja, nur wird diese „Korrekturbedürftigkeit“ eben mit keinem Wort auf der Web-Seite von Prof. Dr. Kehl erwähnt. Würde dies erfolgen, könnte ich dem Hinweis auf „andere Denkmöglichkeiten“ durchaus Glauben schenken. So aber sind solche Webauftritte ebenso zweifelhaft die das Verhalten von Mann um seine Proxie-Daten und „Berechnungsprogramme“.
    Damit steht der Dr. Kehl aber nicht alleine. Viele „Kritiker“ verwenden diese Grafik noch immer. Ich meine sogar gelesen zu haben, dass die beiden Forschen selber von ihren damaligen Aussagen Abstand genommen haben.

    Mit dem Hinweis auf die Wissenschaftsgeschichte wirds dann unseriös. Welche Forschung hat der Dr. Kehl in Sachen Klima gemacht? Auf der Seite seiner Publikationen kann ich da nichts finden.

  156. @Steve Horn, Kishnag

    „Viele „Kritiker“ verwenden diese Grafik noch immer.“

    Selbes trifft auf den Hockeystick zu.

    http://www.spiegel.de/…tur/0,1518,428996,00.html

    Dieser wird u.a. immer noch in der Vorträgen vom PIK gezeigt und verteidigt.

  157. Kehl

    @Steve Horn
    Gehe einfach mal direkt über Kehl oben im Kopf der Seite, dann findest Du alles, was Du brauchst, nichts einfacher als das.
    Mal ein bisschen probieren.

  158. Kehl

    @Steve Horn
    #Ich meine sogar gelesen zu haben, dass die beiden Forschen selber von ihren damaligen Aussagen Abstand genommen haben#
    Das Einfachste wird sein, Herrn Kehl direkt anzuschreiben und ihn zu fragen.
    Ist ganz einfach, auf der fraglichen Seite ist sogar ein Email-Link.
    Das findet sogar ein Klimaalarmist, ohne “ “ .-))

  159. Und CO2

    #Damit will ich nicht sagen, dass er nicht schwach vorhanden sein könnte – ich will damit nur sagen, dass er so schwach ist, dass man ihn ohne besondere Analysetechniken nicht einfach mit dem Auge in den Daten sehen kann. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieser Sonnenzyklus eine „vorübergehende Kaltzeit“ auslösen wird – er hat es in den letzten Jahrzehnten ja auch nicht geschafft, deutlichere Spuren im Klima zu hinterlassen. S.R.]#

    Herr Rahmstorf, so wie Sie hier die „Unsichtbarkeit“ des ca. 11 jährigen Sonnenzyklus in den Temperaturkurven herausstellen, kann man, wenn Ihr Zitat:
    #durchaus möglich, dass die letzten Jahre auch wegen der schwachen Sonnenaktivität etwas kühler ausgefallen sind.#
    im Zusammenhang mit der nach wie vor ansteigenden CO2 Konzentration in der Luft gesehen wird behaupten, daß man in der Temperaturkurve die steigende CO2 Konzentration nicht sehen kann.

  160. Internetseite von Prof. Kehl

    Sehr geehrter Herr Horn,

    es ist etwas unverständlich, die Internetseite eines Institutsleiters einer angesehenen technischen Universität als unseriös zu bezeichnen. Wissenschaftliche Arbeiten werden bekanntlich unterschiedlich interpretiert (auch unter Wissenschaftlern). Ihre Stimmigkeit wird durch messtechnische Untersuchungen entweder bestätigt oder verworfen. So lange keines dieser Kriterien zutrifft, ist sie kontrovers aber bestimmt nicht unseriös. Insofern sollte sich jeder die Frage selbst beantworten, wer „auf der Höhe der Zeit“ ist.

  161. Internetseite von Prof. Kehl

    @Raimund Leistenschneider
    Leider ist es so, daß in einigen Wissenschaften, zu denen die des s.g. globalen Klimas und seines Wandels alles das, was dieser s.g. Wissenschaft widerspricht unseriös ist, ja sein muß, insbesondere dann, wenn deren Repräsentanten der unheilvollen Meinung sind im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein.
    Das gibt es in anderen Wissenschaften ebenfalls, bei der Ägyptologie, bei der Frage der Besiedlung des Amerikanischen Kontinents, der Evolution, in der auch vieles kontrovers diskutiert wird ( nur als Vorwarnung: ich spreche ausdrücklich von Evolution und bewußt nicht von dem pseudoreligiösen Quatsch der gern den Skeptikern des (A)GW in die Schuhe geschoben wird!)
    Insofern sind die Vorwürfe des Herrn Horn in sich stimmig, aber eben auch grundfalsch.
    Wo die Unseriosität zu suchen ist steht wohl außer Frage.

  162. Argument: 8 Jahre siond nicht genug

    Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf
    Ihre Argumentation ist immer diesselbe:
    Die „Klimaskeptiker“ gehen von Einzelereignissen aus oder die Zeitreihe sei zu kurz. Sie benutzten jedoch die genau gleichen Argumente.
    Fazit: Glauben Sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst gefälscht haben!
    In diesem Sinne: etwas weniger Polemik und Rechthaberei Ihrerseits würde der Umwelt mehr bringen….

    Freundliche Grüsse

  163. Herr Lasternschneider,

    ich habe derzeit die Arbeit von Friis-Christensen und Lassen gefunden. Wie ich bereits schrieb. Friis-Christensen und Lassen haben die Daten der Arbeit aus dem Jahre 1998 (und die daraus abgeleitete Interpretation) selber als fehlerhaft bezeichnet.

    Soviel zur „… Höhe der Zeit“

    Gruß
    Steve

  164. Steve Horn, 18.04.

    Sehr geehrter Herr Horn,

    evtl. war meine Antwort vom 15.04.08 nicht verständlich formuliert. Die „Höhe der Zeit“ bezog sich nicht auf eine punktuelle Betrachtung einer wissenschaftlichen Aussage (Friis-Christenson), sondern ist von übergeordneter Natur. Pauschalierte Bewertungen, im vorliegenden Fall die Bezeichnung unseriös für die Internetseite eines Institutsleiters einer angesehenen TU, sollten nicht in die wissenschaftliche Diskussion Einzug halten, da sie weder hilfreich noch zutreffend sind (auch Prof. Dr. Rahmstorf hat wissenschaftliche Arbeiten z.B. über die Hurikanehäufigkeit – Hurikane-Energieindex – im Atlantik abgeliefert, die im Gegensatz zu den Aussagen des „National Hurricane Center“, der Saffir-Simpson-Auflistung sowie dem „Northern Hemisphere Accumulated Cyclone Energy..“ der NOAA stehen. Es handelt sich also um kontroverse Arbeiten, aber nicht um unseriöse.

    Sie sagen, Sie hätten „die Arbeiten von ….gefunden“, den Quellenachweis aber nicht angegeben. Zum Kausalzusammenhang kosmische Strahlung und Klima (Wolkenbedeckung – ich gehen davon aus, dass Sie diese Arbeit(en)) meinen) ein kleiner Hinweis meinerseits:

    Die Auswirkungen der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbedeckung und somit auf das Wetter (zur Erinnerung, das Klima ist die Integrationsgröße des Wetters über einen definierten Zeitraum) ist so deutlich, dass die Meteorologen die kosmische Strahlung für ihre täglichen Wetterprognosen berücksichtigen. Der Zusammenhang kosmische Strahlung und Wolkenbedeckung ist auch auf der Internetseite des „Informationsdienst Wissenschaft e.V.“ (http://idw-online.de/pages/de/image7546) zu finden. Des Weiteren gibt es zu dieser Kausalität eine Arbeit von Prof. Dominik Fleitmann, Institute of Geological Sciences, University of Bern, der aus Stalagmiten-Proxys über die letzten 10.000 Jahre anhand der Bondzyklen einen deutlichen Zusammenhang fand (Science 2003). Viele Grüße RL.

  165. Globalstrahlung

    @Raimund Leistenschneider

    http://saekular.pik-potsdam.de/…/strahl_year.gif

    Allein wenn man sich die Werte der in DE gemessenen Globalstrahlung ansieht kommt man selbst als Laie darauf, daß die Sonne intensiver geschienen hat.
    Dann sehe man sich den Bedeckungsgrad an:
    http://saekular.pik-potsdam.de/…d/cloud_year.gif
    un dvergleiche das Ende mit der oberen Graphik.
    Dazu die Variatio in der kosmischen Strahlung:
    http://cr0.izmiran.rssi.ru/…;y1=1957&y2=2008
    Man beachte insbesondere den Peak abwärts im Jahr 2003 / Herbst.

  166. Fundamente der Physik

    Hallo Herr Rahmstorf,
    ich fand ihr Buch Klimawandel sehr schön knapp und instruktiv. Wünschte mir aber mehr physikalische Strenge. Das gleiche gilt für ihren Artikel.
    Ich habe ja nur Chemie studiert, aber gilt nicht wenn man Gleichgewicht annimmt, dass im Gleichgewicht die von einem Körper abgestrahlte und absorbierte Leistung für jedes Flächenelement, für jede Polarisationsrichtung und für jeden Frequenzbereich gleich sein müssen. Sichergestellt wird das vom Prinzip des detaillierten Gleichgewichts. (F. Reif, Sztatistische Physik und Theorie der wärme. Dann ist aber doch ihre Bilanzgleichung unvollständig, denn es müßte gelten:

    Eingestrahlte Leistung durch die Sonne – Reflektierter Anteil = Absorbierte Leistung durch die Erde (inklusive Atmosphäre) + Abgestrahlte Leistung

    und nicht ihre Gleichung:

    Im Gleichgewicht ergibt sich die Temperatur aus der Bilanz an der Oberkante der Atmosphäre:

    Sonneneinstrahlung – reflektierter Anteil = langwellige Abstrahlung

    Ist dann nicht aber die Temperaturberechnung nur willkürlich?
    Aber das sind nur meine bescheidenen Nebenfachkenntnisse. Können sie mir falls ich falsch liege das erklären bzw. Literatur empfehlen die das klarstellt. bei den Klimaforschern habe ich da leider nichts gefunden.

    Viele Grüße
    Günter Heß

  167. also ich musste lachen, als ich das gelesen habe! mal ehrlich, es ist deutlich zu erkennen, das hier nur versucht wird, die nachweislich korrigierten meinungen über die erderwärmung totzureden.
    selst in klimaanalyse der NASA kann man erkennen, dass der märz um 1930 wärmer war als um 1995. natürlich ist eine erwärmung feststellbar, aber ob diese jedoch maßnahmen zur folge haben muss, ist für mich eher ungewiss. auf den ersten blick und unter dem aspekt, dass man lange zeit keine anderen beurteilungen und begründungen der globalen erderwärmung gehört und in den nachrichten gesehen/gelesen hat, ist es klar, dass die version der erderwärmung aufgrund vom treibhauseffekt logisch klingt, weil man ja als normaler mensch gar nicht die möglichkeit besitzt selbst nachzuforschen. und ich habe schon in der schule die treibhaus-theorie beigebracht bekommen.

    ich glaube nicht mehr an diese theorie, weil wenn man logisch un unvoreingenommen an dieses thema herangeht, steht wohl eher die frage im mittelpunkt : wer profitiert an der „erderwärmung“ ? wenn ich in zukunft steuern, auf das von mir produzierte (ausgeatmete) co2 bezahlen soll, frage ich mich was eigentlich los ist.

    das ist für mich der einzige grund, weshalb die konservative theorie über die erderwärmung existiert.
    diese gremien, die ihre ergebnisse müssen ja auch finanziert werden…wer sind wohl die finanziers??

    was werden menschen wohl noch mit sich machen lassen, wenn sie schon für ihre atemluft steuern zahlen!?

    ich lasse mich auch gerne des gegenteils belehren, wenn man mir unabhängige gutachten vorlegt, die beweisen können das der treibhauseffekt die ursache für die e. ist.

    die wahrheit hat viele gesichter, aber es geht immer nur ums geld und um macht…

    übrigens schneit es bei mir seit 3 tagen, und wir haben temperaturen, die für einen dezember angemessen sind.
    bei wem scheint die sonne und ist 20°C ?

  168. Ich denke die Interpolation der Nordpol-Temperaturen ist eine ziemlich unsichere Angelegenheit. Hier z.B. die GISS Daten von Dikson, Nordsibirien:

    http://data.giss.nasa.gov/…1&num_neighbors=1

    Da gibt es keinen dramatischen Erwärmungstrend. Anders als im nur wenige hundert Kilometer entfernten Ostrov Vize:

    http://data.giss.nasa.gov/…1&num_neighbors=1

    Dort aber nur in den letzten 6 Jahren. In Nordgrönland dann wieder kein dramatischer Trend:

    http://data.giss.nasa.gov/…1&num_neighbors=1

    Zur Abrundung hier noch Alaska, auch dort nur ein geringer Erwärmungstrend:

    http://data.giss.nasa.gov/…1&num_neighbors=1

    Schade dass offenbar niemand meine Frage von letzter Wioche beantworten kann oder will, nämlich in welchen Regionen 2010 extrem hohe Temperaturen gemessen wurden die zu dem Rekordjahr führten.

  169. Meinungsbildungs prozess in Sachen Klima

    Als Ärztin bin ich in Bezug auf Klima Laie und zur Meinungsbildung hinsichtlich dessen mögliche Veränderungen und der daraus evtl. abzuleitenden politischen Konsequenzen ganz auf gut informierte Sachverständige und seriös arbeitende Wissenschaftsredaktionen angewiesen. Das fängt schon bei den Fakten und messbaren Daten an (die man überbetonen oder auch unterschlagen kann) und endet mit deren Interpretation. Hiermit möchte ich mich – spät aber herzlich – für die erhellenden Darlegungen des obigen Artikels bedanken.
    Die politischen Implikationen sind dadurch zwar nicht im gleichen Ausmaß klar, jedoch hat sich für mich das Dickicht aus Information und Verschleirungstaktiken für eine Weile wirksam gelichtet.