Komet Catalina betritt die Bühne

C/2013 US10 Catalina wird zwar kein Komet für das bloße Auge (visuelle Beobachtungen vom Sonntagmorgen bestätigen weiter seine Helligkeit von etwa 6mag), Astrofotografen haben aber bereits ihre Freude an ihm. Das hier mit freundlicher Genehmigung gezeigte Bild hat Michael Jäger mit einem 10″  f/4.0 Teleskop (Lacerta) und einer Moravian G3-11002 CCD Kamera aufgenommen.

C/2013 US10 Catalina am 6. Dezember 2015 gegen 04:30 UT. L-4x5 min 2x2 bin RGB je 4 Minuten 4 bin mit 10"/4.0 (Lacerta) und CCD Moravian G3-11002. Aufnahmeort: Jauerling, Österreich. Bildrechte: Michael Jäger

C/2013 US10 Catalina am 6. Dezember 2015 gegen 04:30 UT. L-4×5 min 2×2 bin RGB je 4 Minuten 4 bin mit 10″/4.0 (Lacerta) und CCD Moravian G3-11002. Aufnahmeort: Jauerling, Österreich. Bildrechte: Michael Jäger

Zugegeben, da steckt neben erstklassigem Equipment, Knowhow auch jede Menge Bildverarbeitung drin. Was mit einfacherer Ausrüstung (Canon EOS 6D DSLR und Teleobjektiv) geht, zeigt Ian Sharp auf seiner Webseite. Um den Kontrast zwischen Komet und Venus von 10 Größenklassen (Faktor 10000!) aufs Bild zu bekommen, brauchte er noch nicht einmal HDR-Techniken. Das Bild zeigt also einigermaßen realistisch, wie hell (oder eben schwach) Catalina gegenüber dem Planeten ist.

Am Montagmorgen steht der Mond ganz in der Nähe von Catalina und Venus, Bilder von diesem Trio dürften nicht lange auf sich warten lassen. Nachtrag: Hier sind schon ein paar.

Mehr zu den Aussichten zur Beobachtung des Kometen bei Sterne und Weltraum.

Aufsuchkarten als pdf von Andreas Schnabel.

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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