Kaum Perseiden dank Vollmond

Für Viele sind die Perseiden im August der Meteorschauer schlechthin. Auch wenn nicht in jedem Jahr mit hunderten Sternschnuppen zu rechnen ist – die warmen Sommernächte (soll es ja geben) sorgen dafür, dass auch viele Nicht-Astronomen Richtung Himmel schauen, in der Hoffnung, ein paar Meteore sehen zu können. Wie sieht es also 2011 mit den Perseiden aus?

Leider nicht gut. Das Maximum der Sternschnuppen fällt in diesem Jahr nämlich genau auf den Vollmondtermin. Die meisten Perseiden fallen in der Nacht vom 12. auf den 13. August, Vollmond ist am Abend des 13. Das helle Mondlicht wird daher den Großteil der Schnuppen überstrahlen.

Die beste Zeit zur Beobachtung der Perseiden liegt etwa zwischen 01:00 Uhr MESZ am Samstagmorgen, dem 13. August, bis in die frühen Morgenstunden. Theoretisch würde man bis zu 100 Meteore pro Stunde sehen können – wenn eben der Mond nicht wäre. Wer es dennoch versuchen möchte, tut das am besten fernab vom Lichtsmog irgendwo auf dem Land. Ein paar Sternschnuppen wird man sicher sehen können, denn es sind auch immer einige helle Exemplare dabei. Die Chancen steigen, je klarer der Himmel ist und je weniger Lichtverschmutzung am Beobachtungsort stört. Weniger Perseiden, aber auch weniger störendes Mondlicht hat man in den Tagen vor dem Maximum kurz vor Beginn der Dämmerung zu erwarten – eventuell kann man dann mehr Schnuppen zählen als am Morgen des Maximums selbst.

Mehr zum Thema Perseidenbeobachtung im letzjährigen Blogartikel.

Nachtrag: Die aktuellen Beobachtungsdaten inklusive graphischer Darstellung gibt es auf der IMO-Seite!

Trotzdem: Clear Skies!

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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