Der Klang der Sterne

Ok, diese Überschrift klingt auch mir etwas zu esoterisch, aber eine bessere fiel mit auf die Schnelle nicht ein. Dass Sterne, Astronomie, Astronomen und das Weltall so manchen Musiker inspiriert haben ist nicht verwunderlich, schließlich haben Sterne, Astronomie, Astronomen und das Weltall auch so manchen inspiriert, sich wissenschaftlich mit ihnen auseinanderzusetzen. Andrew Fraknoi zum Beispiel, und der hat nun eine Liste von 133 Musikstücken zusammengestellt, die auf die eine oder andere Weise mit Astronomie zu tun haben.

Sortiert nach Themen, umfasst Fraknois Liste Musik von Klassik bis Punkrock, und ist alleine aus diesem Grunde einen Klick wert. Natürlich sind mir die meisten der Stücke unbekannt (obwohl ich meine, einen recht breiten Musikgeschmack zu haben). Und natürlich ist sie längst nicht vollständig. Mir fallen bei längerem Nachdenken einige Musikstücke ein, die zumindest gewisse astronomische Referenzen haben, aber in der Liste nicht zu finden sind. Zum Beispiel diesen Klassiker aus dem Jahr 1973:


Das Stück (hier in einer Single-Version, die bekanntere findet sich als „Kometenmelodie 1 und 2“ auf dem Album „Autobahn„) bezieht sich auf den Kometen C/1973 E1 (Kohoutek), der im Jahr 1973 als vermeintlicher „Jahrhunderkomet“ gefeiert wurde, um dann doch zu enttäuschen (Kometen machen eben was sie wollen).

Kennt noch jemand weitere Musikstücke mit astronomischem Bezug? Dann bitte in die Kommentare damit! Eventuell gibt es ja mal ein Update der Liste, ich leite die Vorschläge jedenfalls gerne an Andrew Fraknoi weiter!

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Band M83 sollte in die Liste… auch wenn nicht viele Songs einen direkten Bezug zur Astronomie haben.

    Meine Ffavoriten:
    Midnight City
    Ok Pal
    Outro – Der Liebling für Milchstraßen Time Lapse Videos auf Vimeo.

  2. Star Wars Theme

    Und natürlich das völlig unverzichtbare Star Wars Thema:

    http://www.youtube.com/watch?v=JG5OsfOuEy0

    Seine wirklich völlig unergründliche Lord-Admiralität Graf Frederik von Hombug bevorzugt allerdings eher das von AC/DC stammende Motiv „Highway To Hell“:

    http://www.youtube.com/watch?v=W7svqfVu468

    Das liegt vermutlich daran, dass Seine Lord-Admiralität Graf Frederik von Hombug den entropischen Verfall des Universums korrekt vorher gesehen hat.

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