Das Blog-Teleskop #42

Heute wird mir eine besondere Ehre zuteil. Einmal mehr ist das Blog-Teleskop zu Gast. Dieses Mal mit der Nummer 42 und außerdem zum letzten Mal im zu Ende gehenden Jahr der Astronomie!

Alle Jahr wieder…vorbei (Gottseidank)! Auch an den Blogs geht Weihnachten nicht spurlos vorüber. Aber nicht nur Weihnachtsthemen finden sich in der astronomischen Blogosphäre, wie ein Blick durch das Blogteleskop verrät.

Andreas Schnabel beschäftigt sich mit einem Weihnachtskometen auf dem Jahr 1844. Den hatte der Forscher Ludwig Leichhardt auf einer Australienreise beobachtet, Andreas erklärt, um welchen Kometen es sich dabeit gehandelt hat.

Clear Skies sind ja zur Zeit leider Mangelware, wohl auch deshalb beschäftigt sich der Clear Sky-Blog derzeit vor allem mit Schlechtwetterhobbys: Thema ist hier immer noch das Sonnensystem zum Selberbauen (mittlerweile ist Teil 16 an der Reihe) und außerdem ein weiteres Mitmachprojekt der NASA: Be a Martian.  

Raumfahrtlastig zeigt sich der Gemeinschaftsblog Lichtecho. Stefan Taube bloggt hier über den Start von Sojus TMA-17 und Europas Marsmissionen, außerdem gibt es noch eine interessante Buchbesprechung.  

Über einen neuen Preis aus dem Bereich Astronomie und Raumfahrt informiert der Blog Meta-Physik aus Österreich:

Der Polarstern-Preis wurde 2009 zum ersten Mal ausgeschrieben, für Menschen, die für den Weltraum begeistern. Er wird für außergewöhnliche Leistungen im Dienste der österreichischen Weltraumaktivitäten verliehen und ist für Menschen, die sich durch persönliches Engagement, hervorragende Projekte oder zukunftsweisende Ideen auszeichnen.

Wer sich für den Polarstern-Preis bewerben möchte, kann dies online tun. Den Link gibts im Blog.

Florian Freistetter wiederholt in diesem Jahr seine Weihnachtsgeschichte vom letzten Jahr. Könnte zum Dauerbrenner werden, aber der Text ist gut, und wer ihn noch nicht gelesen hat, der hat jetzt Gelegenheit dazu. Ausnahme genehmigt 😉 

Bei Helmut Dannerbauer geht es um die ersten Ergebnisse des in diesem Jahr gestarteten Herschel-Teleskops. 

Carolin Liefke berichtet in ihrem Blog Astronomers do it at Night über die Weihnachtsbescherung an der Sternwarte Lübeck: Das neue Teleskop ist da! Außerdem erzählt sie über Neues aus der Welt der Exoplaneten.

Außerdem in den Kosmologs: Stephan Fichtners Bericht ünber die Entdeckung eines spiegelnden Sees auf Titan und eine eher ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte bei Lars-C. Depka. 

So, nun bin ich meinem Vorsatz untreu geworden und habe schon wieder ne Stunde vor dem Rechner verbracht! Aber die das 42. Blog-Teleskop zu übernehmen, mochte ich mir doch nicht entgehen lassen. Eine Übersicht über alle Blog-Teleskope gibt es bei Astrodictium Simplex. Während ich also nun die winterliche Landschaft draußen genieße, wünsche ich allen Lesern einen besinnlichen Jahresausklang und einen guten Rutsch ins Internationale Astronomiejahr 2010!

Und wer sich in dieser Zusammenstellung übergangen fühlt, bzw. noch weitere Lesetipps hat, der darf gerne die Kommentarfunktion benutzen! 

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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