Bilder der Sonnenfinsternis vom 21.5.2012

Eigentlich hatte ich vor, die ringförmige Sonnenfinsternis vom 21. Mai 2012 von Osaka aus zu beobachten. Aber am Ende verschlug es mich ins etwas westlicher gelegene Akashi – ziemlich am Rand der Totalitätszone. Wie sich herausstellte, war das keine schlechte Wahl. Manch anderer Beobachter an einem vermeintlich günstigeren Standort sah nur dichte Wolken oder wurde sogar nass. Ich bin jedenfalls zufrieden.

Ich bin schon am Nachmittag des 20. Mai in Akashi angekommen und habe den Rest dieses Vortages der Sonnenfinsternis damit zugebracht, einen günstigen Beobachtungspunkt zu wählen. Dank Vorarbeit mit Google Maps war das ziemlich problemlos. Da die SoFi am Morgen stattfinden würde, war das wichtigste Kriterium die freie Sicht nach Osten. Aber auch die Erreichbarkeit und die Ästhetik waren nicht unwichtig. Außerdem hoffte ich, dort ein paar lokale Amateurastronomen zu treffen. Auf einigen Webseiten wurde ein Ort in der Nähe des Gebäudes der Stadtverwaltung von Akashi vorgeschlagen. Ich entschied mich aber für einen Ort einige Hundert Meter weiter östlich, an einer Promenade direkt am Meer.

Google-Maps screenshot der Stelle, an der ich für die Sonnenfinsternis-Beobachtung Stellung bezog

Credit: Michael Khan via Google Maps Screenshot der Stelle, an der ich für die Sonnenfinsternis-Beobachtung Stellung bezog

Das Kriterium der guten Sicht nach Osten war voll erfüllt. Vom Hauptbahnhof und der alten Burgruine war dieser Ort in 20 Minuten zu Fuß zu erreichen. Zur Ästhetik – die können Sie selbst anhand des Video-Schwenks beurteilen, den ich von meinem Beobachtungspunkt aus machte.

Fantastisch oder? Eine unverbaute Sicht nach Osten und obendrein noch der Blick auf die Meerenge von Akashi, die gegenüberliegende Insel Awaji und die Akashi-Kaikyou-Brücke, die Hängebrücke mit der weltweit größten Spannweite. Das Mittelstück zwischen den beiden gewaltigen Türmen ist fast zwei Kilometer lang! Dieses Filmchen illustriert übrigens auch, warum man eine Videokamera bei einem solchen Schwenk immer auf ein Stativ setzen sollte anstatt, wie ich es tat, freihändig zu zielen.  

Und es kann losgehen. Jemand hat hier eine praktische Holzbühne gebaut – sicher nicht in Erwartung meines Besuchs, aber doch genau dort, wo ich sie brauchte. Das Teleskop ist von der  Maksutov-Cassegrain-Bauart mit einer Brennweite von 1250 mm und einer Apertur von 90 mm. Damit wiegt es gerade einmal 1.5 kg und bildet die 0.5 Grad große Sonnenscheibe fast formatfüllend auf dem Chip der Kamera ab. Der Filter ist Marke Eigenbau unter Verwendung von D5-Folie von Baader Planetarium (D5 bedeutet, dass der Filter die Intensität des Sonnenlichts um 5 Größenordnungen reduziert, also 99.999% davon zurückhält). Das Stativ ist ein normales Kamerastativ, das mit der Masse selbst dieses kleinen Teleskops und der angeflanschten Kamera bereits eher überfordert war. Für Sonnenaufnahmen mit ihren kurzen Belichtungszeiten gerade noch akzeptabel, für alle anderen astronomischen Beobachtungen nicht. Ich hatte aber keine Wahl, denn aus diversen Gründen war für mich die Mitnahme eines schwereren Stativs oder gar einer Teleskopmontierung diesmal ausgeschlossen.  


Und nun zum Ereignis selbst. Beginn der Verfinsterung war in Akashi 06:17:03 japanischer Zeit. Beginn der Ringförmigkeit war dort um 07:28:49, das Ende der Ringförmigkeit schon um 07:30:05. Die Verfinsterung endete um 08:53:31. Um die Ringförmigkeit herum war also höchste Konzentration geboten, denn bei nicht einmal anderthalb Minuten Zeit darf man sich keine Fehler leisten. Da sollte man schon vorher geübt haben und wissen, was man tut.

Hinweis: Für alle folgenden Bilder gilt, dass duch Klicken auf das (relativ) kleine Bild im Text die Originalversion mit Auflösung 2400 x 2400 Pixeln geöffnet wird.

The Sun on May 21, 2012 at 06:06 Japanese time, a few minutes before the begin of the annular eclipse, (c) Michael Khan, 2012

Zuerst eine Aufwärmübung, bevor es los geht: Die Sonne, hier noch unverfinstert, um 06:06 japanischer Zeit. Gut sichtbar sind ausgedehnte Sonnenfleckengebiete, aber leider auch Wolkenschleier. Durchziehende Wolkenbänder waren eine Dauer-Begleitererscheinung dieser SoFi. Dazu später noch mehr.

The Sun on May 21, 2012 at 06:18 Japanese time. The eclipse has just started. (c) Michael Khan, 2012

06:18: Es geht los! Von rechts oben schiebt sich der Neumond über die Sonnenscheibe.

The Sun on May 21, 2012, 06:21 Japanese time (c) Michael Khan, 2012

06:21: Die verfinsterte Fläche nimmt immer der Sonnenscheibe ein. Momentan ist die Sonne durch eine Wolkenlücke klar zu sehen, das nächste Wolkenband ist aber bereits im Anmarsch.

The Sun on May 21, 2012, 06:33 Japanese time, (c) Michael Khan, 2012

06:33: Die Wolkenschleier nehmen wieder zu.

The Sun on May 21, 2012, 07:14 Japanese time, just a few minutes before the annular phase, (c) Michael Khan, 2012

07:14: Nachdem sich die Bewölkung weiter vedichtete, sah ich schon meine Felle davon schwimmen. Aber nun ist die Sonne wieder durch die aufreißende Wolkendecke hindurch sichtbar. Ringsumher hatten sich die Beobachter von ihren Geräten entfernt und angefangen, mit Anderen zu quatschen. Aber dann rief jemand „ima, chance da!“ und alle stürzten zurück. Nun sind alle wieder konzentriert bei der Arbeit, richten ihre Teleskope oder Teleobjektive aus. Die Unterhaltung verstummt. 

The Sun on May 21, 2012, 07:25 Japanese time, about 3 minutes before the start of the annular phase, (c) Michael Khan, 2012

07:25: Gleich wird die ringförmige Phase erreicht, und immer noch die die Sonne hinter Wolken. Allerdings wechseln sich dichte und dünne Bewölkung ab. Für den Filter ist die Wolkendecke zu dick, also ‚runter mit dem Ding. Hier wird das Sonnenlicht nur durch Wolken gefiltert.

The Sun on May 21, 2012, 07:29 Japanese time. Tha annular phase - a ring is formed, (c) Michael Khan, 2012The Sun on May 21, 2012, 07:29 Japanese time. Tha annular phase - a ring is formed, (c) Michael Khan, 2012

07:29: Die ringförmige Verfinsterung hat begonnen. Die Wolken sind mittlerweile so dünn, dass der Filter wieder drauf muss. Am rechten unteren Rand ist der „Ring“ sehr dünn – so dünn, dass Strukturen auf der Mondoberfläche einen Perlenschnureffekt erzeugen (sog. „Baily’s Beads„). Zu den Beobachtern haben sich viele Passanten gesellt. Sonnenfinsternisbrillen wurden in den letzten Wochen überall verkauft, sogar in „konbinis“ (Abkürzung für „Convenience Store“, kleine Supermärkte, die man fast an jeder Ecke findet), und fast alle haben solche Brillen dabei. Ich leihe meine Brille an einige ältere Damen aus, die keine haben. Große Begeisterung und Rufe wie „waaaa“, „sugoi!“ ringsumher. Manche Schulkinder sind auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten mit ihren Müttern hier. Das Ereignis war in der japanischen Presse sehr präsent – die japanische Bezeichnung ist „kinkan nisshoku“ (=Goldring-Sonnenfinsternis). Es wusste also jeder darüber Bescheid. Warum dennoch beispielsweise in dem in meinem obigen Video sichtbaren Apartmentkomplex niemand auf dem Balkon stand und gen Sonne blickte, entzieht sich meinem Verständnis. Das kann man sich doch eigentlich mal zwischen Aufstehen und Frühstück geben, oder? Allemal, wenn man dazu noch nicht einmal vor die Tür gehen und schon gar nicht um die halbe Welt reisen muss.

The Sun on May 21, 2012, 07:30 Japanese time. End of the annular phase, (c) Michael Khan, 2012The Sun on May 21, 2012, 07:30 Japanese time. End of the annular phase, (c) Michael Khan, 2012

07:30: Die ringförmige Verfinsterung ist gerade vorbei – der Ring ist wieder durchbrochen. Die Wolken werden immer dünner. Die Bewegung des Mondes ist durchs Okular mit bloßem Auge zu sehen. Eine eigentümliche Stimmung.

The Sun on May 21, 2012, 07:32 Japanese time. After annularity - the moon is already starting to leave ths Sun disc, (c) Michael Khan, 2012

07:32: Der Mond ist unverkennbar wieder auf dem Weg nach draußen.

The Sun on May 21, 2012, 07:38 Japanese time, (c) Michael Khan, 2012

07:38: Die erste Sonnenfleckengruppe ist wieder sichtbar

The Sun on May 21, 2012, 08:05 Japanese time, (c) Michael Khan, 2012

08:05: Kaum zu glauben, ich stehe schon mehr als zwei Stunden hier. Die Zeit vergeht wie im Flug. Typische SoFi-Stimmung: Nur gute Laune und Lächeln ringsherum. 

The Sun on May 21, 2012, 08:27 Japanese time, (c) Michael Khan, 2012

08:27: Noch eine knappe halbe Stunde. Viele Passanten verlassen den Ort, die Kinder müssen auch zur Schule. Ich bleibe natürlich da. Von allen Beobachtern am Ort bin ich der mit der weitesten Anreise, was natürlich gebührend kommentiert wird.

The Sun on May 21, 2012, 08:44 Japanese time, (c) Michael Khan, 2012

08:44: Jetzt ist die Sicht fast frei. Das war ja wieder mal klar … jetzt verziehen sich die Wolken. Hätten sie das nicht vor anderthalb Stunden machen können? Aber von Leuten in Tokio und Wakayama, wo der Mond eigentlich einen perfekt symmetrischen Ring erzeugt haben sollte, habe ich inzwischen Klagen über dichte Wolken und sogar Regen gehört. Da kann ich mich nicht beschweren, und ich tue es auch nicht. Es ist warm, aber nicht heiß, es weht eine leichte Brise vom Meer, Schiffe tuten, die Aussicht ist fantastisch, alle sind guter Laune, es ist ein schöner Morgen.

The Sun on May 21, 2012, 08:52 Japanese time, the Moon is about to leave the solar disc, (c) Michael Khan, 2012

08:52: Gleich ist Schluss, nur noch ein kleines Stückcken des Neumonds ragt in die Sonnenscheibe.

Dies war nun also das erste der drei von Japan aus besonders gut zu beobachtenden Verfinsterungsereignisse dieses Jahres. Warum diese Sonnenfinsternis ringförmig ausfiel, d.h., warum der Mond die Sonne nur zur rund 94% verdecken konnte, ergibt sich aus meinen Ausführungen zur Bahn des Mondes hier.

 


 

Update vom 31.5.2012: Dieser Blog-Artikel wurde nun auch verfilmt:

 

Weitere Information

Webseite des Planetariums der Stadt Akashi (Akashi Municipal Planetarium) 

Zur Version dieses Artikels auf Englisch und Japanisch geht es hier

Auf sonnenfinsternis.org wurden Informationen, Daten übersichtlich zusammengetragen und Bilder und Berichte von Beobachtern aus aller Welt verlinkt

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

76 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. The new Standard: circular eclipses

    Schon in einigen dutzend Millionen Jahren wird es nur noch ringförmige Sonnenfinsternisse geben, da sich der Mond jährlich um 3.8 cm von der Erde entfernt, das macht immerhin 38 km pro Jahrmillion. Damit gibt der Mond einen immer schlechteren Verschluss ab für das gigantische Kamerasystem Sonne-Mond-Erde.

    Ein Historiker der Zukunft, der in einem Archiv auf die hier gezeigten Aufnahmen stößt könnte sie womöglich spontan falsch datieren, da er eine ringförmige Finsternis mit der jüngeren Vergangenheit und nicht mit prähistorischem Kram aus vergangenen Dutzenden von Jahrmillionen zurückliegenden Äonen verbindet.

  2. Gratuliere!

    Da haben Sie ja schöne Bilder mit nach Hause gebracht. Der Standort war auch gut gewählt, denn in Tokio hat es in der Tat geregnet. Die Tagesschau veröffentlichte dazu dieses Video:
    http://www.tagesschau.de/…nnenfinsternis286.html

    Hier noch Aufnahmen der Sonnenfinsternis aus verschiedenen Ländern des Pazifikraums: http://derstandard.at/…s-ein-Feuerring-am-Himmel

    Wie Sie sehen, brauchen sich ihre Bilder da nicht zu verstecken.

    Ich selbst habe 1999 die Sonnenfinsternis am Neusiedler See erlebt und mir gefiel die Stimmung unter den Leuten, die zusahen, auch sehr gut. Zudem gab es kaum Wolken, von daher hatte man also unverschämtes Glück. Leider habe ich damals kein Foto von der Sonnenfinsternis gemacht, aber ich kann mich noch erinnern, dass ich meine Schutzbrille ebenfalls an ältere Leute verliehen habe, die sich wunderten, weil alle Leute so gebannt in den Himmel starrten. Für solche Ereignisse muss man sich also auch interessieren, insofern ist es wohl kein Wunder, dass manche Leute da nicht mal auf den Balkon gehen, wie die schreiben. Unsereinem ist so ein Verhalten natürlich zutiefst unverständlich. 🙂

  3. 07:25: Wolken im Schwarz des Mondes

    Erstaunlich die Sonnenfinsternisaufnahme von 07:25. Man sieht ein nebelartiges Gewaber im Schwarz des die Sonne verdunkelnden Mondes.
    Habe immer gemeint, der Kontrastumfang einer analogen (aber auch digitalen) Kamera sei zu beschärnkt, um so etwas darzustellen. Die Erklärung ist wohl einfach: Die Wolke wird sogar recht stark von der Rest-Sonne beschienen und hebt sich darum vom schwarzen Hintergrund ab.

  4. Antworten

    @Martin Holzherr

    Das ist natürlich schade, dass den Lebensformen, die in einigen Jahrmillionen die Erde bevölkern werden, keine totale Sonnenfinsternis mehr erleben werden. Denn gerade totale Sonnenfinsternisse erlauben die Beobachtung der Korona.

    Eine ringförmige Sonnenfinsternis (übrigens, heißt das auf Englisch wirklich „circular eclipse“? Ich kenne eher den Begriff „annular eclipse“) ist wissenschaftlich eher uninteressant. Am 21.5.2012 blieben 6% der Sonne unbedeckt, das langt allemal, um die Korona zu überstrahlen.

    Was die Aufnahme von 7:25 angeht, die wurde ja ohne Filterfolie gemacht, und die Wolken müssen relativ dicht gewesen sein. Ich habe gerade mal die Details der Aufnahme verifiziert: ISO 800, 1/2500 s. Ihre Vermutung ist sicher zutreffend, in der Wolke wird das Licht stark gestreut, sodass auch die Teile der Wolke vor der dunklen Mondscheibe indirekt beleuchtet wurden.

    @Gunnar

    Ich habe einfach Schwein gehabt.

    @Mona

    Sie hatten bei der SoFi 1999 keine Wolken – dann hatten Sie wirklich Glück! Die älteren Damen, die ich mit meiner SoFiBri beglückte, unterschieden sich von denen, die Sie trafen, darin, dass meine sehr wohl von dem Ereignis gehört hatten und sogar früh aufgestanden waren, um es zu sehen. Sie hatten allerdings deswegen keine Filterbrille, weil sie gar nicht wussten, dass man die praktisch überall kaufen konnte (in jedem Seven-Eleven beispielsweise für 1495 Yen, ein ganz schöner Preis, aber dafür waren die auch von einem japanischen Premium-Teleskop-Hersteller).

    Die Damen hatten gedacht, so eine Brille sei etwas ganz Besonderes und man könne es mur an speziellen Orten kaufen, wie im Gift-Shop des örtlichen Planetariums. Da waren die allerdings ausverkauft. Also hatten sie sich einfach ohne Ausrüstung auf den Weg gemacht, in der (wie sich herausstellte, berechtigten) Hoffnung, irgendwer würde sie schon gucken lassen.

    Ich habe sie sogar durch mein Teleskop schauen lassen, da waren sie selig.

  5. Kameradaten

    Zuerst einmal: wirklich interessante Bilder!
    Und nun zu den Kameradaten: die stehen ja auch in der jpg-Datei noch drin, und man kann sie auch mit Bildbetrachtungsprogrammen wie IrfanView anzeigen lassen. Da kommen eine Menge Daten zum Vorschein, von denen man die meissten wahrscheinlich nur als Profi braucht.

  6. Beobachtung vom Großraum Tokyo

    Ich lebe seit 8 Jahren in Sapporo, wo nur eine partielle Finsternis zu sehen war. Allerdings hatte ich gerade letzte Woche eine wissenschaftliche Konferenz in Makuhari (Chiba, Großraum Tokyo) und war daher dabei. Das Wetter war in der Tat nicht so der Brüller, viele Wolken, aber wenigstens in Bewegung und mit Lücken, sodass die Sonne immer mal wieder zu sehen war. Zum Glück auch während der fünf Minuten der ringförmigen Phase.

    Ein Foto gibt’s hier:
    http://photos.ralfgreve.de/…ndex_2012-05-21.html
    Da ich nur mit einer Canon Powershot G12 (max. Tele 140 mm KB-Äquivalent) ausgerüstet war, ist die Qualität bescheiden, aber die Nachbearbeitung hat noch einiges rausgeholt. Den extra angeschafften Sonnenlichtfilter musste ich, als der Ring nach gut zwei Minuten endlich durch die Wolken zu sehen war, schnell abschrauben und konnte dann nur noch draufhalten. Unter ganz ähnlichen Bedingungen habe ich auch die totale Finsternis 1999 in Deutschland erlebt.

    In Sapporo was das Wetter übrigens viel besser…

  7. @Hans

    Ja, die technischen Daten zu jeder Aufnahme sind in der Datei mit abgespeichert und können auch im Windows-Explorer (Eigenschaften – Details) abgerufen werden. Das ist ein weiterer Vorteil der digitalen Fotografie.

    Damals, in der analogen Ära, musste man alle Details noch per Hand notieren, und diese Zettelwirtschaft ging unweigerlich irgendwann durcheinander oder verloren.

    Jetzt aber hat man alle Daten zum Bild jederzeit parat. Das hilft auch, um bei späteren Gelegenheit aus früher gemachter Erfahrung zu lernen.

    Wenn ich wieder einmal eine SoFi beobachte – das müsste dann aber eine totale sein – werde ich die hier gesammelten Erfahrungen mit Sicherheit nützlich finden.

  8. Ah, danke für den Tip mit dem Windows-Explorer. Das wusste ich noch gar nicht, da ich den so selten benutze.

    Und die Zettelwirtschaft bei Analogaufnahmen kann ich mir gut vorstellen. Da muss man ja schon ein sehr genaues Arbeitsprotokoll einhalten, um auch alle Daten korrekt zu dokumentieren. Da ist die Digitaltechnik doch von Vorteil, wenn die Kamera diese Arbeit auch übernimmt.

    Ansonsten wünsche ich viel Erfolg bei der Beobachtung. Die nächste Gelegenheit für eine Totale SoFi ist ja im November. – Wobei man sich dafür aber am besten auf einem Schiff im Südpazifik befinden sollte, wie ich gerade heraus gefunden habe. – Aber ein Teleskop einigermassen wackelfrei auf einem Schiff aufzustellen dürfte auch noch eine besondere Herausforderung sein. Wenn man mal davon ausgeht, dass das Meer ruhig ist, sollte das Schiff eine bestimmte Grösse nicht unterschreiten, und die Plattform für das Teleskop müsste wahrscheinlich auch noch 2-Achsen stabilisiert werden, um die Bewegungen des Schiffs auszugleichen… – also eher was für Profis!

  9. @ragger65

    Vielen Dank für den Link zu Ihrem Bild. Die Linie, auf der die Annularität perfekt symmetrisch sichtbar war, verlief gerade knapp östlich von Tokio, müsste also ziemlich genau durch Makuhari gelaufen sein. Auf Ihrem Bild ist der Mond schon wieder ein Stück nach außen aufgewandert. Waren die Sichtbedingungen zum Zeitpunkt der perfekten Symmetrie so schlecht, dass da nicht ging, oder haben Sie davon auch ein Bild machen können?

  10. @Hans

    Ich würde davon abraten, von einer bewegten Plattform wie einem Schiff bei Wellengang die Sonne durchs teleskop anzupeilen. Nicht nur, weil das wahrscheinlich sowieso unbefriedigende Ergebnisse bringt (bei meinen Bildern hier war die Abbildung durch das Teleskop auf den Chip ja bereits formatfüllend, wenn es dann auch noch Bewegung des Teleskops gibt, ist die Sonne ganz schnell aus dem Sichtfeld verschwunden), sondern vor allem, weil eine solche Aktion extrem seekrankheitsfördernd ist. Das wäre dann schade nicht nur um das Reisegeld, sondern auch ums Bordfrühstück.

    Die SoFi-Beobachtung von einem Schiff halte ich mehr für so eine Feeling-Sache. Im Liegestuhl, SoFi-Brille in der einen Hand, Drink in der anderen.

  11. @MK

    Nun, die Idee, die nächste SoFi vom Schiff aus zu beobachten kam ja deswegen, weil sie eben hauptsächlich über dem Ozean, also dem Südpazifik stattfindet. Der Anfang ist ja laut NASA noch von Australien aus zu sehen, aber dann wandert der Mondschatten eben über die Pazifik hinweg.
    Und da soll es ja nicht so hohe Wellen geben, wie auf dem Atlantik, deshalb erscheint mir das Problem grundsätzlich lösbar. – Zumindest für ruhige See. Ansonsten wäre halt noch die Lösung mit dem Teleskop im Flugzeug. Aber das sind alles nur Lösungen für professionelle Astronomen. – Und ich phantasiere halt auch ganz gerne mal, um die so entstandenen Ideen dann mal auf Machbarkeit zu überprüfen.

  12. Feelings

    @Michael Khan

    „Ich würde davon abraten, von einer bewegten Plattform wie einem Schiff bei Wellengang die Sonne durchs teleskop anzupeilen.“

    Ich auch! 🙂

    „Die SoFi-Beobachtung von einem Schiff halte ich mehr für so eine Feeling-Sache. Im Liegestuhl, SoFi-Brille in der einen Hand, Drink in der anderen.“

    Dieser Satz hat mich etwas zum Nachdenken gebracht. Warum schauen wir uns denn überhaupt eine Sonnenfinsternis an oder fotografieren sie? Wenn man mal von Berufsfotografen absieht, die ihre Bilder verkaufen müssen um von deren Erlös zu leben, dann stellt sich doch die Frage, ob man es nicht doch nur zum eigenen Vergnügen macht. Bei echten Astronomie-Fans (und damit meine ich keine Leute, die sich beruflich damit beschäftigen müssen) ist sicher mehr Neugier und Interesse im Spiel, als bei gewöhnlichen Beobachtern, aber auch sie tun es letztendlich doch nur weil es Spaß macht. Wo zieht man da also eine Grenze?

    Bei Ihnen mag das vielleicht etwas anders sein, da sie uns hier auf dem Blog ja Ihre Bilder präsentieren möchten. Ansonsten ist das Beobachten einer Sonnenfinsternis natürlich auch eine „Feeling-Sache“. Ich erinnere mich noch an die SoFi vom August 1999, die ich vom Ufer des Neusiedler Sees aus betrachtete und die fast alle Leute dort in ihren Bann zog. Aus irgendeinem Grund versammelten sich kurz vor Beginn der Sonnenfinsternis alle Beobachter auf der Terrasse des Strandcafes, so als hätten sie Angst davor das Spektakel alleine zu erleben. Erst wurde auch noch viel geredet, aber als dann der Mond die Sonne vollständig verdunkelte wurde es plötzlich total still, ich glaube man hörte nicht mal mehr die Vögel zwitschern, zudem wurde es etwas kühler und die Landschaft ringsherum wurde in ein zauberhaftes dunkles Licht getaucht, das manche als „gespenstisch“ bezeichneten. Für mich war das wirklich ein wunderbares Erlebnis.

    Ich glaube ich verstehe auch langsam, was Sie mit Ihrem Satz sagen wollten. Nämlich das man eine Sonnenfinsternis als außergewöhnliches Ereignis wahrnehmen und nicht wie einen Film an sich vorbeirauschen lassen sollte. Von daher haben sie bei Ihrer Beobachtung wohl auch alles sorgfältig geplant und eine gute Lokation ausgesucht. Der Unterschied besteht wohl in der ernsthaften Konzentration auf die Sache. Eine Sonnenfinsternis sollte also nicht „Im Liegestuhl, SoFi-Brille in der einen Hand, Drink in der anderen“ angegangen werden, weil das nur was für Leute ist die ein Wellnessfeeling suchen. Echte Enthusiasten gehen die Sache ernsthaft an und werden dafür auch mit einem „high feeling“ belohnt. Meinten Sie das?

    @Hans

    „Ansonsten wäre halt noch die Lösung mit dem Teleskop im Flugzeug. Aber das sind alles nur Lösungen für professionelle Astronomen. – Und ich phantasiere halt auch ganz gerne mal, um die so entstandenen Ideen dann mal auf Machbarkeit zu überprüfen.“

    Ach, so ist das! Ich fürchte auch das Flugzeug wird keine Gnade in den Augen von MK finden. 🙂

  13. @Mona

    Eine Sonnenfinsternis sollte also nicht „Im Liegestuhl, SoFi-Brille in der einen Hand, Drink in der anderen“ angegangen werden, weil das nur was für Leute ist die ein Wellnessfeeling suchen. Echte Enthusiasten gehen die Sache ernsthaft an und werden dafür auch mit einem „high feeling“ belohnt. Meinten Sie das?

    Nein, das meine ich gar nicht. Sie scheinen mich ja als gestrengen Puristen wahrzunehmen. Und das, obwohl ich mir so viel Mühe gegeben habe, einen ästhetisch ansprechenden Standort in Akashi zu finden …

    Ich finde es total OK, wenn man eine SoFi-Reise nur des Feelings wegen macht. Dagegen ist nichts einzuwenden, und ich selbst würde sowas durchaus auch mal machen wollen.

    Was ich meine ist, dass man sich von vorneherein überlegen soll, was man von dem Ereignis mitnehmen will. Wenn es auf einem Kreuzfahrtschiff ist, dann weiß ich von vorneherin: Gut, das mit dem Teleskop bringt nix, also schleppe ich mich damit gar nicht ab. Hmmm… Kamera und vielleicht noch ein Teleobjektiv reichen. Und natürlich ein Filter. Aber das hat man ja eh dabei.

    Wenn ich aber darauf aus bin, gute Bilder hoher Auflösung zu machen, dann würde ich wahrscheinlich von vorneherein einen Standort an Land suchen. Hans hat ja vorgeschlagen, durch irgendwelchen technischen Overkill Teleskopaufnahmen vom Schiff aus zu ermöglichen. Das mag ja vielleicht klappen, aber meine Meinung dazu wäre: Wozu der Stress, lehne dich lieber zurück und genieße die Aussicht.

    Das mit dem Flugzeug habe ich nie ernsthaft erwogen, weil ich immer dachte, dass man an solche Gelegenheiten eh nicht herankommt, die sind immer schon lange vorher ausverkauft. Hätte ich aber die Gelegenheit dazu, aus einem Flugzeug eine SoFi zu beobachten, würde ich wahrscheinlich auch kein Teleskop mitnehmen, weil ich mir eh ausrechnen kann, dass man durch die kleinen Fenster keine gescheiten Bilder hinbekommt. Dafür würde ich einfach das Feeling genießen. Also, wenn mich jemand zu so einer Flugzeug-Tour einladen will, bitte keine Hemmungen.

    Kurz gesagt: Man muss klar wissen, was man da macht, und den Koffer entsprechend richtig packen. Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, wenn man Teleskop und Zubehör im Koffer hat, dann ist der schon ziemlich voll. Wenn sie das Zeug im Handgepäck mitnehmen, wird’s sperrig. Wenn man es dann eh nicht braucht, dafür aber die Hawaii-Hemden, die man aber wegen des Teleskops daheim lassen musste, dann ist es ärgerlich.

    Ich erwäge ernsthaft eine Reise zur SoFi im März 2015. Zum einen wollte ich immer schon mal nach Norwegen und auf die Färöer-Inseln. Dort würde ich dann aber vielleicht so 2 Wochen zubringen, die SoFi wäre nur ein Highlight der Reise.

  14. Soso, meine Vorschläge sind also technischer Overkill?? – Wahrscheinlich haben Sie da sogar recht. Aber letztendlich wird der doch auch praktiziert, wenn man bei Teleskopen eine bestimmte grösse überschreitet. Die Grenze für Hobbyisten und Semiprofis liegt vermutlich irgendwo bei 30 bis 50 cm Spielgel- oder 20+x cm Linsendurchmesser.

    Wenn man jetzt mal wieder zu den hauptberuflichen Astromomen geht, dann fällt mir zwar kein Schiff ein, das als Teleskop-plattform dient, aber ein Schiffstyp, der als solche dienen könnte: Der Katamaran bzw. die Sonderform davon, das SWATH-Schiff.
    Bei den Flugzeugen fällt mir jetzt gerade das SOFIA Infrarotobservatorium ein. Und ein Ereignis aus den 80er Jahren, das man seinerzeit am besten im ZDF verfolgen konnte, weil die mit dem DLR zusammen gearbeitet haben, das ein Flugzeug mit einer Beobachtungskuppel oben am Rumpf hatte. Das war eigentlich für die Wissenschaft gestartet, hat aber auch gute Bilder für’s Fernsehen geliefert. Ich weis blos nicht mehr, um was es dabei ging.
    Und der absolute technische-Overkill sind ja Hubble & Co. die dann aber auch eine hohe wissenschaftliche Ausbeute liefern.

    Aber im Prinzip haben sie recht, wenn Sie sagen, dass man wissen muss, was man tut. Und für Hobbyisten sind die beschribenen Möglichkeiten schlicht nicht durchführbar, sofern sie nicht gerade ein sieben oder acht-stelliges Guthaben auf dem Konto haben… 🙂

  15. SoFi-Beobachtung aus Flugzeugen

    Gerhard Holtkamp beschreibt hier auf Englisch, wie mit dem Prototyp der Concorde am 30. Juni 1973 eine Sonnenfinsternis fast 74 Minuten lang verfolgte. Hier ein Artikel von einem Wissenschaftler, der damals mitflog. Für die hat man sogar ein Fenster ins Dach eingebaut, Dieser Flug hat zu vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen geführt, sogar in „Nature“.

    Am 11. August 1999 machten sich gleich drei Concordes auf die Verfolgung der bekannten SoFi, die auch in Deutschland zu so viel Tam-Tam führte und von Mona in Kommentaren erwähnt wird. An Bord waren diesmal zahlende Gäste. Allerdings konnten die Flugzeuge, da der Mondschatten sehr viel weiter nördlich als 1973 die Erde streifte, nur einige Minuten lang das Spektakel sehen, falls sie überhaupt etwas sahen, denn die Concorde-Fenster sind winzig. Diesmal durfte man, da sich die Flugzeuge im Liniendienst befanden, auch keine Löcher ins Dach schneiden, um dort Fenster einzubauen.

  16. @Michael Khan (29.05.2012, 05:21)

    In Makuhari waren wir in der Tat ziemlich nah an der Zentrallinie dran. Die ersten gut 2 Minuten während der Ringförmigkeit war allerdings überhaupt nichts zu sehen. Dann kam der Sonnenring kurzzeitig hell durch, und ich habe den Anblick mit der fast perfekten Symmetrie erst mal durchs Fernglas mit Filter genossen. Bevor ich zum Fotografieren kam, waren aber schon wieder ein paar Wolken da, was mich etwas Zeit gekostet hat (Filter runter, Einstellungen), und da war der Ring schon wieder merklich asymmetrisch. Ein symmetrischeres Foto habe ich daher leider nicht zustande gebracht, aber ich bin schon happy, dass es überhaupt noch geklappt hat.

    Wie haben Sie das übrigens mit der Nachführung des Teleskops auf dem normalen Kamerastativ gemacht? Von Hand, nehme ich an? Das hat offenbar sehr gut geklappt, Kompliment!

  17. @ragger65

    Alles klar, ich kann verstehen, dass Sie den Anblick erst einmal durchs Fernglas genießen wollten!

    Die Filter-Jongliererei kenne ich, gerade um den Zeitpunkt der Annularität herum, bzw. kuz davor, als die Wolkendecke dünner wurde. Bei mir ging das allerdings ohne Schrauben ab. Wie man aus dem einen Filmchen ersieht, war mein Filter einer zum Drüberstülpen. Ganz problemlos war das aber auch nicht. Runter war einfach, aber draufstecken bedeutete unweigerlich, dass das Teleskop falsch ausgerichtet war und ich die Sonne erst wieder ins Blickfeld holen musste, was Zeit kostete.

    Ich habe in der Tat per Hand nachgeführt. Dabei war die geringe Stabilität des Stativs sogar ein Vorteil. Ich habe den Stativkopf ungefähr genau ausgerichtet und hatte dann immer eine Hand am Teleskop, das ich einfach durch sanften Druck etwas hin und her gezielt habe, wie es gerade passte. Die zweite Hand hielt und bediente die Fernauslösung und mit der dritten Hand habe ich die Belichtungszeit verstellt. So kam es mir zumindest vor.

    Das war eine ziemliche Fummelei. Ich habe halt endlos viele Fotos geschossen, in der Hoffung, einige davon würden schon richtig belichtet, einigermaßen fokussiert und komplett im Sichtfeld sein.

    Es wurden am Ende mehr als 500 Rohaufnahmen. Auf der Bahnfahrt zurück aus Akashi fing ich schon mit dem Sichten an. Bei bestimmt einem Viertel bis einem Drittel war ein Stück der Sonne abgeschnitten. Bei einigen dieser Bilder stimmte sonst alles – das war wirklich ärgerlich.

    Übrigens ist auch das ein weiterer Riesenvorteil der Digitalfotografie. Hätte ich da jetzt auch noch immer Filme wechseln müssen wie früher in der chemischen Zeit, dann hätte ich einen Gehilfen und ein zweites Kameragehäuse gebraucht.

  18. @Michael Khan

    „Sie scheinen mich ja als gestrengen Puristen wahrzunehmen. Und das, obwohl ich mir so viel Mühe gegeben habe, einen ästhetisch ansprechenden Standort in Akashi zu finden …“

    Nein, so nehme ich Sie nicht wahr, meine Betrachtungen waren eher allgemeiner Natur. Und der Standort, den Sie in Akashi aussuchten, hat mir schon gefallen. Zudem habe mir auch Mühe gegeben, Sie in die Welt der Gefühle mitzunehmen …

    „Ich erwäge ernsthaft eine Reise zur SoFi im März 2015. Zum einen wollte ich immer schon mal nach Norwegen und auf die Färöer-Inseln. Dort würde ich dann aber vielleicht so 2 Wochen zubringen, die SoFi wäre nur ein Highlight der Reise.“

    Daran habe ich auch schon gedacht. Mir gefallen diese wilden Inseln. Außerdem wollte ich schon ewig mal nach Schottland und das liegt ja auf dem Weg. Die Rückreise könnte dann über Norwegen erfolgen oder umgekehrt, falls das geht. Ich habe auch überlegt, ob ich mir nicht ein Teleobjektiv mit 500 mm Brennweite anschaffen soll. Ein Teleskop würde ich wahrscheinlich nicht mitnehmen, wegen der Schlepperei. Um diese Jahreszeit muss man ja sicher einiges an warmer Kleidung und gutem Schuhwerk einpacken.

  19. @Mona: ‚Russentonne‘

    Wenn Sie die Anschaffung eines Teleobjektivs mit 500 mm Brennweite oder mehr erwägen, wäre möglicherweise eine „Russentonne“, also ein katadioptrisches System der Maksutov-Cassegrain-Bauweise für Sie interessant. Ein solches Objektiv verwendet Spiegel und Linsen und ist damit deutlich kompakter, leichter und auch preiswerter als ein klassisches, also nur Glaslinsen verwendendes Tele. Ein weiterer Vorteil ist die gute Abbildungsqualität ohne Farbsäume.

    Ein Nachteil ist die Tatsache, dass man ein katadioptrisches Objektiv nicht abblenden kann. Ob das in der Praxis auch wirklich ein Nachteil ist, sei dahingestellt. Für astronomische Aufnahmen ist das egal. Für andere Anwendungen wie Tieraufnahmen wird man wahrscheinlich auch bei einem klassischen Objektiv, außer wenn es sehr lichtstark ist, meist mit offener Blende arbeiten. Ein weiterer Nachteil ist die reduzierte Lichtstärke des Spiegellinsensystems, weil der Fangspiegel in der Meniskuslinse vorne nun einmal eine Menge der Öffnung versperrt.

    Hier sind ein paar Beispiele.

    Beim 1000er muss ich allerdings sagen, dass ich da den Vorteil nicht mehr ganz sehe. Das wiegt 2.3 kg, also nicht wenig, und so ganz kompakt scheint es nicht zu sein. Ich hatte in Japan ein kleines Teleskop dabei, das auch ein Maksutov-Cassegrain ist und bei 1250 mm Brennweite nur 1.5 kg wiegt. Vorteil des MTO 1000 ist, dass es wie ein Kameraobjektiv fokussiert wird.

    Aber Sie haben etwas von 500 mm Brennweite geschrieben. Weiter unten sind zwei Objektive mit 500 mm Brennweite und 90 bzw. 62.5 mm Apertur beschrieben. 90 mag ja gerade noch angehen, aber 62.5 dürfte wirklich sehr lichtschwach sein. Vielleicht OK für Sonnenaufnahmen, aber kaum ausreichend für alles andere.

    Hier sind noch ein paar Russentonnen beschrieben und auch auf Amazon findetman eine Menge zu attraktiven Preisen, aber man sollte da gut überlegen. Rezensionen anderer Nutzer sind da hilfreich.

  20. Spiegel- oder Linsenobjektiv?

    @Michael Khan

    Vielen Dank für den Hinweis auf die „Russentonne“, an ein Spiegelobjektiv dachte ich gar nicht. Genauso wie bei Linsenobjektiven ohne AF, die man auch schon relativ günstig bekommt, überträgt das Objektiv natürlich keine elektronischen Daten, die Fokussierung muss also manuell erfolgen. Das ist natürlich ein Nachteil. Allerdings sind AF-Teleobjektive dermaßen teuer, dass sich etwas Handarbeit da schon lohnen könnte.

    An ein Objektiv mit 500 mm Brennweite habe ich gedacht, weil ich beim 1000er auch keine Vorteile mehr sehe und man selbst mit einem soliden Stativ oft noch eine Verwacklungsunschärfe hat, da braucht bloß ein Auto vorbeizufahren. Außerdem sind die Dinger natürlich nicht gerade billig, obwohl sie sehr lichtschwach sind.
    Aber Sie haben recht, ich sollte mir erst mal die Rezensionen anderer Nutzer durchlesen, bevor ich mich entscheide.

  21. @Mona: Teleskop vs. Teleobjektiv

    Ich habe da auch lange hin und her überlegt, aber am Ende ist für mich die Sache klar. Autofocus war mir schon immer egal, wie auch die meiste Automatik (meine Lieblingskamera in der analogen Ära war – und ist und bleibt – die Leica CL), und bei Astrofotografie hilft der sowieso nichts.

    Da fahre ich in jeder Hinsicht besser mit einem kleinen Skop. Sowas wie das hier ist zwar eine feine Sache, stößt aber auch preislich schon in den Bereich japanischer Genussmittel vor. So viel Geld für 65 mm Apertur?

    Meine Entscheidung fiel für etwas weniger technischen Aufwand, aber auch 1 kg weniger Masse und deutlich weniger Geld bei diesem Gerät.

    Ein kleiner Mak ist aus meiner Sicht problematisch. Zwar kann er konkurrenzlos günstig sein und überzeugt allemal bei Masse und Abmaßen. Aber damit kann man zu viel einfach nicht machen. Lichtschwäche, Vignettierung, problematische Fokussierung … Mak ja, aber dann bitte mit mehr Apertur, wo die Refraktoren bereits unbezahlbar werden.

  22. @Michael Khan

    „Ich habe da auch lange hin und her überlegt, aber am Ende ist für mich die Sache klar. Autofocus war mir schon immer egal, wie auch die meiste Automatik (meine Lieblingskamera in der analogen Ära war – und ist und bleibt – die Leica CL), und bei Astrofotografie hilft der sowieso nichts.“

    Stimmt schon, ich kenne mich ja mit der analogen Fotografie auch aus (und eine alte Leica besitze ich ebenfalls).
    Ein Problem bei billigen Linsenobjektiven, mit 500 mm Brennweite, ist das sehr dunkle Sucherbild, das ein korrektes Fokussieren recht schwierig macht. Besonders natürlich in der Dunkelheit. Außerdem funktioniert bei manuellen Objektiven die kamerainterne Belichtungsmessung der Nikon D50 nicht, man hat also keinen Belichtungsmesser und muss die Zeit schätzen. Letzteres wäre für die Astrofotografie sicher kein Problem.
    Aber ich möchte ein Objektiv, das ich auch zum „normalen“ Fotografieren benutzen kann. Da wäre ein gutes Linsenobjektiv wohl am gescheitesten, weil ich auch bewegte Objekte aufnehmen möchte. Ein Originalobjektiv von Nikon ist natürlich extrem teuer, daher werde ich mich mal nach Objektiven von guten Fremdherstellern umschauen.

    Ein Teleskop wäre allerdings für die Astrologie schon von Vorteil. Mir würde das INED70 (?), das Sie verlinkten, auch gefallen. Ich habe jedoch keinerlei Erfahrung mit solchen Geräten und weiß nicht mal, ob sie aufwändig aufzustellen sind oder welches Zubehör man dazu braucht. Zudem würde mich interessieren, inwieweit sich solche Geräte für die Fotografie eignen, und damit meine ich nicht nur die Astrofotografie.

  23. APOD und Proba-2

    @Henning:

    Danke für den Hinweis auf das APOD. Stimmt, bei genauem Hinschauen erkennt man mich auf dem Weg zurück zum Bahnhof von Akashi. Was man aber schon bei nicht allzu genauem Hinschauen erkennt, ist, wie die Wolkenbänder über Ost-Japan fast 1:1 mit der Spur korrelieren, innerhalb derer die ringförmige Sonnenfinsternis als solche erkennbar war.

    Der kleine ESA-Satellit Proba-2 hat übrigens auf seiner Bahn um die Erde am 21.5.2012 vier partielle Sonnenfinsternisse erlebt und dokumentiert.

  24. @Mona

    Billige langbrennweitige Optiken liefern in der Tat ein dunkles Sucherbild und die damit verbundenen Nachteile. Der niedrige Preis geht mit geringer Apertur einher. Ich habe da in Akashi mal das Teleskop auf ein Schiff gerichtet, das weit draußen auf dem Meer fuhr. Aber das Bild war lausig, flau, stark vignettiert. Das lag halt am Maksutov. Mit dem Apo, den ich aber nicht dabei hatte, wäre das schon ganz anders gewesen.

    Zum Unterschied zwischen einem (guten) Teleobjektiv und einem Teleskop: Das Teleskop ist deutlich preisgünstiger, aber wahrscheinlich auch schwerer und unhandlicher.

    Was die optischen Eigenschaften angeht, da kann man lange vergleichen, aber ich vermute mal, dass ein gutes Teleskop einem Telezoom überlegen und einem Festbrennweiten-Tele zumindest ebenbürtig ist.

    Sie brauchen bei einem Teleskop auf jeden Fall ein solides Stativ, und das kostet ordentlich Geld, aber realistischerweise ist ein Teleobjektiv mit 400 mm Brennweite oder mehr ohne Stativ auch nur eingeschränkt von Nutzen. Zwar kostet ein gutes Stativ Geld (Hersteller beispielsweise Manfrotto), aber ich habe für mich selbst mal folgende Rechnung aufgestellt:

    Für ein kleines Teleskop plus ein solides Stativ plus einen Foto-Video-Kopf bin ich bei unter 850 Euro. Für ein 400 mm-Festbrennweiten-Tele aus dem Canon-System mit vergleichbarer Apertur wäre ich dagegen schon über 1300 Euro losgeworden, und hätte dann festgestellt, dass ein preiswertes Fotostativ mit dem Trumm drauf einfach zu viel wackelt, ich also nochmal Kohle für ein solides Stativ hätte locker machen müssen.

    Klar, ein Systemobjektiv ist komfortabler, es unterstützt die Belichtungsautomatik der Kamera und bietet Autofokus. Beim Fokussieren des Teleskops muss sich ein an die Kamera gewöhnter Fotograf umstellen. das geht nicht über das Drehen am Ring, sondern über den Okularauszug. Außerdem braucht man einen Adapter für die Kamera.

    Sicher gibt es Objektive gebraucht auch billger (da bin ich allerdings vorsichtig, denn ich bin schon einmal ‚reingefallen), aber auch Stative wie das oben erwähnte gibt es auf dem Gebrauchtmarkt (Vorsicht, ob das Ding dann nicht ausgenuddelt ist). Billiger als der genannte Kopf ist ein Kugelkopf, aber nach meiner Erfahrung kommt der mit Einschränkungen bei der Nutzbarkeit einher. Ich hatte erst einen Kugelkopf gekauft, jetzt aber liegt der nur herum, weil er bei astronomischen Aufnahmen unpraktisch war. Ich überlege noch, was ich mit dem mache.

  25. Animation

    Im ständigen Bemühen, meinen Blog zu einem Gesamtkunstwerk zu machen, habe ich aus den SoFi-Bildern eine natürlich mit sorgfältig ausgewählter Musik unterlegte Animation gemacht (Siehe Update am Ende meines obigen Artikels)

  26. @Michael Khan

    Zum einen möchte mich nochmals für Ihre ausführlichen Erklärungen bedanken, die ich als sehr hilfreich empfinde. Und zum anderen gilt meine Bewunderung natürlich dem neuen Video, das mir sehr gut gefällt. Die Musikauswahl hat mich allerdings etwas überrascht, hat das Stück eine symbolische Bedeutung?

  27. Video

    Nanu, das Video ist in „meinem“ Land nicht mehr verfügbar. Was ist da schiefgelaufen, ist es wegen der Musik?

  28. @Mona

    Das mit der Nicht-Verfügbarkeit liegt an der Musik. Aber Dailymotion ist da offenbar weniger pingelig als youtube.

    Natürlich hat die Musik eine Bedeutung. Das sollte bei Begeleitmusik zu einem Film doch eigentlich immmer so sein.

  29. @Michael Khan

    Freut mich für Sie, dass es doch noch mit der richtigen Begleitmusik geklappt hat. Ich finde die Wahl gelungen, denn sie gibt der Animation etwas leichtes und zauberhaftes.

    Mich hätte lediglich interessiert, warum Sie gerade dieses Musikstück aussuchten und was für Assoziationen sie damit verbinden. Wollten Sie, dass die Musik den Rhythmus der Animation gut begleitet oder stand mehr die Stimmung im Vordergrund? Ist aber auch egal, Musik und Bilder passen gut zusammen.

  30. @Mona

    Ich finde die Wahl gelungen, denn sie gibt der Animation etwas leichtes und zauberhaftes.

    Es gab für mich, als ich die Animation zusammenstellte, gar keine Frage. Diese Bilder schreien nach Edvard Grieg, Opus 34, No. 2.

    Sie haben selbst geschrieben, und ich stimme Ihnen darin vollkommen zu, dass das Erleben einer Sonnenfinsternis etwas ist, das Menschen emotional anspricht. Sicher wird jeder Mensch anders angesprochen, aber jeder, der es erlebt, wird angesprochen, und zwar vom Gesamtpaket:

    Zum einen das, was er vorher schon darüber wusste, dann von der Umgebung, dann vom Ereignnis selbst, dann von der Reaktion der Umstehenden. Alles zusammen macht den Gesamteindruck aus, mit dem man hinterher nach Hause fährt und die man später nicht wirklich an die vermitteln kann, die nicht dort waren.

    Man kann es allenfalls versuchen, über die Bilder und die Musik. Aber ein großer Teil bleibt ungesagt, und das ist auch gut so (TM), denn es ist ja schließlich eine persönliche Erinnerung, und die gehört einem ganz allein.

  31. @Mona (PS)

    Ich wollte noch fragen, was Sie eigentlich (außer astronomische Aufnahmen) mit einem 500 mm-Teleobjektiv sonst noch so fotografieren würden? 500 mm für eine DSLR mit einem Crop-Faktor von 1.6 (wie die meisten Einsteigergeräte) entsprechen ja immerhin 800 mm beim Kleinbildformat. Das braucht man doch eigentlich nicht so oft?

    Ich frage nur aus Neugier. Warum ich mich mit einem Teleskop abschleppe, weiß ich, aber bei früheren Kameras hatte ich Teleobjektive (geringerer Brennweite), musste aber feststellen, dass ich die kaum brauchte. Wenn ich sie irgendwohin geschleppt hatte, schleppte ich sie meist ungenutzt wieder zurück.

    Bei meiner heißgeliebten Leica CL gab es zwei Festbrennweitenobjektive. Eins mit 40 mm (max. Blende 2), eins mit 90 mm Brennweite (max. Blende 4). In der Praxis fast schon eine optimale Kombination, vielseitig, von fantastischer optischer Qualität, solide und doch handlich. Die ideale „Überall-hin-Kamera“.

  32. Sonnenfinsternis @Michael Khan

    „Alles zusammen macht den Gesamteindruck aus, mit dem man hinterher nach Hause fährt und die man später nicht wirklich an die vermitteln kann, die nicht dort waren.
    Man kann es allenfalls versuchen, über die Bilder und die Musik. Aber ein großer Teil bleibt ungesagt, und das ist auch gut so (TM), denn es ist ja schließlich eine persönliche Erinnerung, und die gehört einem ganz allein.“

    Natürlich ist es immer schwierig einen Eindruck wiederzugeben, der ja auch sehr individuell empfunden wird. Selbst scheinbar objektive Bilder werden von den Menschen unterschiedlich interpretiert. Erst recht, wenn jemand versucht seine ganz persönlichen Befindlichkeiten rüberzubringen, denken Sie dabei doch bloß einmal an Kunst und Literatur oder an Gedichte.

    Wenn man Musik und Bilder in Filmen verbindet, dann kann man mit Hilfe der Begleitmusik unterschiedliche Stimmungen kreieren. Es gibt sogar Analysen zum Thema Filmmusik, wann, wo und wie welche Musik eingesetzt wird oder wurde, um bestimmte Effekte zu erzielen. Diese müssen aber nicht von jedem gleich empfunden werden und sie ändern sich, je nach Mode, auch von Zeit zu Zeit.
    http://www.hdm-stuttgart.de/~curdt/_Filmmusik.pdf

    Es macht auf jeden Fall Freude bestimmte Erlebnisse „über die Bilder und die Musik“ mit jemanden zu teilen, der dafür empfänglich ist. Und für Leute, die kreativ tätig sind, mag das vielleicht auch leichter sein als für andere. Aber kaum ein Mensch wird ALLES erzählen wollen. Manchmal zerstört man Erinnerungen und Gefühle auch, indem man Sie in (falsche) Worte fasst und sie damit irgendwie festzementiert. Deshalb ist es mitunter gar nicht schlecht einiges in der Schwebe zu halten. Vor Jahren las ich mal ein Buch mit dem Titel „Hände weg von meinem Regenbogen“, ich glaube dieser Satz drückt es aus, wenn auch etwas drastisch.

    Ich sehe es von daher immer als eine Art Geschenk an, wenn mich jemand an seinen persönlichen Erinnerungen teilhaben lässt. Und deshalb versuche ich auch pfleglich damit umzugehen. 🙂

  33. Fotosachen @Michael Khan

    „Ich wollte noch fragen, was Sie eigentlich (außer astronomische Aufnahmen) mit einem 500 mm-Teleobjektiv sonst noch so fotografieren würden?“

    Ich wollte damit Wildtiere fotografieren und an die kommt man ja normalerweise nicht so nah ran. Beispielsweise gibt es hier Eisvögel, die stark bedroht sind, weil ihr Lebensraum durch die Zivilisation immer stärker eingegrenzt wird.

    Da Sie Ihre „heißgeliebte Leica CL“ erwähnten, möchte ich Ihnen auch kurz von meiner Leica (die keine weitere Bezeichnung hat) erzählen. Sie ist ein Sammlerstück, das ich von einem verstorbenen Familienmitglied geerbt habe, und stammt vermutlich aus dem Jahr 1928. Ein Vorgängermodell davon, das auch genauso aussieht, wurde kürzlich für 2,16 Millionen Euro versteigert. Von der sog. 0-Serie gab es weltweit nur 25 Stück, von denen noch 12 erhalten sind. Das Nachfolgemodell wurde dann fast als Massenartikel produziert. Meine Leica hat demnach auch eine sechsstellige Seriennummer. Wie viel sie wert ist kann ich gar nicht sagen, da ich sie nie schätzen ließ. Ich vermute aber, dass ich, falls ich sie verkaufen würde, von dem Geld höchsten ein gutes Objektiv für meine jetzige Kamera bekommen könnte. Ja, so ist das!
    http://www.n-tv.de/…nen-Euro-article6250416.html

  34. @Mona

    OK, für die Fotografie von Wildtieren ist wahrscheinlich – vermute ich mal, da ich mich da nicht so auskenne – ein schnelles Objektiv wichtig, also große Apertur. Ebenso vermute ich man, dass ein weiter Entfernungsvereich nicht von primärer Bedeutung ist, da sie grundsätzlich immer aus großer Entfernung fotografieren müssen.

    Klingt erst einmal alles so, als sei das für ein Teleskop machbar, denn die sind dafür optimiert, bei großen Abständen scharf abzubilden.

    Es wäre vielleicht mal sinnvoll, mit einem Teleskop ‚rauszugehen und ein paar Hundert Fotos zu schießen, und dann dasselbe mit einem Teleobjektiv zu machen, und auf Basis der Ergebnisse und auch der Erfahrungen zu entscheiden, was für Sie besser ist.

    (Wenn es sich bei besagten Wildtieren um diese Landplage von Wildschweinen handelt, würde ich sogar jene Art von Teleskop empfehlen, bei dem unten ein Gewehr dranhängt, aber das ist nun schon wieder ein anderes Thema …)

    Ist Ihre Fast-schon-Ur-Leica denn noch voll funktionstüchtig? Falls ja, unterschätzen Sie vielleicht ihren Wert. Ich würde so ein Schmuckstück natürlich nie verkaufen, sondern sie immer wieder mal einsetzen, wenn ich viel Zeit habe. Ich habe sogar auf einem Flohmarkt einen vollmechanischen (!) Belichtungsmesser erstanden. Da muss man durch verschieden stark abgedunkelte Fensterchen das Ziel anvisieren, udn wenn man meint, gerade noch was ausmachen zu können, dann ist das der richtige Belichtungswert. Daraus muss man dann Blende und Belichtungszeit ausrechnen. Wenn man das erst einmal beherrscht, geht es recht flott.

  35. Wildschweine

    „(Wenn es sich bei besagten Wildtieren um diese Landplage von Wildschweinen handelt, würde ich sogar jene Art von Teleskop empfehlen, bei dem unten ein Gewehr dranhängt, aber das ist nun schon wieder ein anderes Thema …)“

    Ich bin zwar kein Jäger, aber ich glaube hier in D muss man einer sein, um das Gewehr unter dem besagten Teleskop überhaupt besitzen zu dürfen. Und dann ist es bei Wildschweinen ja auch nicht mit Schrotmunition getan, sondern dazu braucht es schon Projektile die auch den harten Wildschweinschädel durchschlagen und nicht daran abprallen und das Viech somit „nur“ verletzen.
    Es gab da mal eine Doku (auf N24, wenn ich mich nicht irre) wo über die Schwierigkeiten bei der Wildschweinjagt berichtet wurde.

  36. @Mona, Wildschweinjagd

    Ja, das kann einem natürlich passieren… 😀

    Was das zweite Bild angeht, da sind die beim Focus leider unkooperativ. Dieser link, den Sie angegeben haben, ist ein sogenannter deep-link (oder auch hot.link genannt), und dagegen haben die was. Deshalb leiten sie einem zu diesem Bild um. 🙁
    Wäre also schön, wenn Sie den ganzen Artikel verlinken, und uns dann mitteilen, welches Bild Sie meinen.

  37. Zweites Bild @Hans

    Das Bild war Teil eines leicht sarkastischen Scherzes, den ich machen wollte. Aber der ist nun wohl dahin. 🙁
    Der Artikel hatte damit nichts zu tun. Leider finde ich die ursprüngliche Seite nicht mehr. Das Bild können Sie aber auch hier ansehen und einen Artikel gibt es auch:
    http://www.tz-online.de/…cke-auto-zr-723247.html

  38. @Mona

    Oh! das ist natürlich auch eine Möglichkeit, die Wildsau zu erlegen. Ob das aber dem Auto auf Dauer gut tut, ist eine andere Frage. 🙂
    Also: der Scherz ist doch noch gelungen, wenn auch nicht ganz so, wie ursprünglich geplant.

    Was das Wiederfinden von Artikeln angeht, hätte ich eine Idee, sofern Sie mit Firefox im Web unterwegs sind. Da gibt es nämlich die Chronik, die einem alle Webseiten auflistet, die man im Laufe der Zeit so aufgerufen hat. Vorausgesetzt, Sie haben diese Funtion auch aktiviert. Aus Datenschutzgründen lässt sie sich nämlich auch abstellen. Sie finden diese Funktion unter Extras/Einstellungen/Datenschutz.

    Soweit mal dazu, jetzt wieder zurück zu den Teleskopen. Ich habe neulich irgendwo eine Vorrichtung gesehen, die dazu gedacht ist, eine digitale Kompaktkamera hinter dem Okkular eines Telekops zu montieren. Das ganze war im Prinzip eine Art Schiene, auf der 2 Stativhalterungen angebracht sind, eine für das Teleskop, die andere für die Kamera. Ich frage mich seit dem, ob sich so ein Teil nicht auch für meine Kombination aus analoger Spiegelreflexkamera und Spektiv lohnt. Die Schwierigkeit dabei ist allerdings, dass das Okkular bei dem Spektiv um ca. 45° nach oben abgewinkelt ist. D.h. die Kamera müsste etwas erhöht angebracht werden, damit die Linse vor’s Okkular justiert werden kann. Dann würde ich mich damit nämlich auch mal an der Astrofotografie versuchen. Mit einem hoch lichtempfindlichen Film, also irgendwas um ISO 1600 oder mehr, und damm mal versuchen, den Saturn zu finden. Dank einer schönen Astronomiesoftware (Astroviewer) lässt er sich ja relativ leicht am Himmel finden. Zumindest mit blossem Auge. Ihn dann auch ohne Koordinatenskala vor die Teleskoplinse zu bekommen ist dann wieder eine andere Herausforderung…

    So und nun wünsche ich viel Spass bei den letzten Vorbereitungen zur Beobachtung des Venusdurchgangs durch die Sonne, der ja nun in rund 6 Stunden auch von Deutschland aus zu sehen sein wird. – Hoffen wir jedenfalls.

  39. @Hans

    Meinen Sie das hier? Allerdings unterscheidet sich das dargestellte Gerät von Ihrer Beschreibung. Hier umschließen die Backen der Halterung das Okular, sodass es egal ist, ob es abgewinkelt ist oder nicht.

    Ich sehe auf Anhieb erst einmal keinen Grund, warum das nicht auch mit einer analogen Spiegelreflexkamera funktionieren sollte. Was das für eine optische Qualität mit sich bringt, kann ich nicht beurteilen. Aus dem Stegreif würde ich mal vermuten, dass seitliches Streulicht ein Problem sein könnte. Das könnte man aber durch einen Ring aus schwarzem Karton oder dunklem Stoff vermeiden.

    Ich wäre an Ihren Erfahrungen interessiert, wenn Sie es ausprobieren

  40. Antwort @Hans

    Die beschriebene Chronik kenne ich auch. Ich hatte dort sogar das Bild als jpg-Datei (ohne Artikel) wiedergefunden, aber da es sich später „verwandelte“ , was wohl an dem „deep-link“ liegt von dem Sie sprachen, war das Ganze wertlos.

    Auf die von Ihnen beschriebene Vorrichtung, zum Fotografieren, ist ja Herr Khan schon eingegangen. Eine Klemme hat man mir, auf der Sternwarte, auch für mein Fernglas empfohlen (das ich immer noch zur Mondbeobachtung einsetze), damit ich es auf ein Stativ schrauben kann.

    Im Internet finden sich zwar Seiten über die analoge Astrofotografie, aber wenn Sie zusätzlich ein Spektiv benutzen weiß ich nicht was da raus kommt.
    http://www.astroplatz.de/filme.htm

    Mit dem Venustransit ist es leider nichts geworden, da es völlig bewölkt ist. Ich habe mir noch einen Teil davon im Internet angesehen, aber das ist irgendwie auch nichts, wenn man sich auf eine Live-Beobachtung eingestellt hat. Herr Khan hatte anscheinend auch kein Glück, aber zumindest hat er für uns ein paar schöne Fotos eingestellt.

  41. @MK
    Ja, sowas in der Art meinte ich.
    Und was die Erfahrung angeht: als ich im Frühjahr in den Alpen auf der Hochgebirgshütte war, hatte ich eine kleine kompakte Digitalkamera zur Verfügung. Damit hab ich das Experiment schon mal gemacht. Es ging dabei um eine Brücke, die sich ca. 60 bis 80 meter tiefer und etwa ein einhalb km weit von der Hütte entfernt befindet. Dazu hab ich das Spektiv auf ein Stativ montiert, und die Brücke anvisiert (ist das der richtige Ausdruck in diesem Zusammenhang?) anschliessend die Kamera an das Okkular gehalten und versucht, ein brauchbares Bild zu bekommen. Dabei musste ich als erstes feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, die Kamera im richtigen Abstand und Winkel einigermassen ruhig zu halten, bis der Autofokus fertig ist, und das Bild auch aufgenommen wird. Das hab ich zum Glück nach 2 Versuchen hinbekommen.
    Hier (mittleres Bild) können Sie sehen, was dabei heraus kam. Man erkennt die Brücke, aber auch den Einflus von Streulicht.
    Auf dem kleinen Bild oben ist die Brücke in der Grösse, wie man sie mit blossem Auge von der Position sieht, abgebildet.
    Einige Tage später hab ich das gleiche noch mal gemacht, dabei aber ähnlich wie die ersten Fotografen gearbeitet: Eine Jacke über den Kopf und das hintere Ende des Spektivs gelegt und dann Bilder gemacht. Das Ergebniss sieht man im unteren Bild. Dabei ist es mir auch gelungen, das Objektiv näher ans Okkular zu halten, weshalb der sichtbare Ausschnitt grösser ist. Das Problem dabei war aber immer, die Kamera im richtigen Winkel und Abstand ruhig zu halten.
    (Ach ja, die Zusammenstellung dieses Bildes aus drei Einzelaufnahmen hat natürlich auch mal wieder viel länger gedauert, als gedacht… – Habe das übrigens mit GIMP gemacht.)

    @Mona:
    Das ist natürlich dumm gelaufen. – Obwohl… – es gibt in der Chronik ja auch noch eine History-funktion, womit sich eigentlich die Webseite wiederfinden lassen sollte, zu der das Bild gehört. Evtl. muss man dazu in den Offlinemodus wechseln, damit FF die Daten auch aus dem Plattencache lädt und nicht versucht, sie erneut aus dem Web zu holen.

    Den Link zur Astrofotografie werde ich mir noch mal näher ansehen, der sieht aber schon mal ganz informativ aus.

    Und der Venustransit fand hier im Ruhrgebiet leider auch nur hinter einer Wolkendecke statt…

  42. @Hans

    Sie haben recht, ein Wildschwein geht nicht so einfach verloren. In dem Video, auf der Originalseite, sieht man auch, dass da kein echtes Wildschwein zu Tode kam. Aber das haben Sie von einer Naturschützerin und Tierfreundin auch nicht anders erwartet, oder? Falls ich wirklich mal auf die Jagd gehe, dann nur mit der Kamera (und an meiner hängt auch kein Gewehr dran). 🙂
    http://www.focus.de/…-explodiert_aid_701954.html

    Wenn ich nachts den Mond oder die Sterne betrachten will, dann muss ich die Stadt verlassen, weil bei uns die Lichtverschmutzung ziemlich hoch ist. Mir ist es jetzt schon öfter passiert, dass da ein Jäger in meiner Nähe rumgeballert hat. Ich fürchte mich von daher weniger vor Wildschweinen, sondern eher davor mal aus Versehen erschossen zu werden.

  43. @Mona

    Ja es sind zähe Tiere, diese Wildschweine. 😉
    Und da es sich bei dem Bild um die Aufnahme eines Crashtests handelt, sitzt da vermutlich auch kein Mensch am Steuer des Wagens, sondern ein Messdummy.

    Und was die Jagd angeht, so würde ich auch nur mit der Kamera nach Bildern jagen gehen. Alles andere überlass ich jenen, die davon Ahnung haben.
    Was die Gefahr angeht, so könnten Sie sich ja mit einer Stirnlampe oder ein (Infra-)Rotlicht auf dem Kopf ausrüsten. Dann sollten die Jäger eigentlich merken, das Sie kein Wildtier sind. (Sie könnten sich allerdings darüber aufregen, das Sie mit dem Licht das Wild versheuchen…)

  44. @Hans

    Vielen Dank für die Bildbeispiele. Die Schärfe und dr Konstrast sind besser, als ich erwartet hatte, besonders nachdem Sie das Streulicht abgeschirmt haben. Der runde Bildausschnitt ist wohl unvermeidlich, wenn Sie ein Objektiv mit vermutlich kurzer Brennweite an das Okular des langbrennweitige Spektiv halten. Dafür ist der sichtbare Bildteil gleichmäßig ausgeleuchtet aufgenommen.

  45. @MK

    Bitte sehr. Ich nehme an, die Kamera hat die Sensoren zur Belichtungsmessung auch hinter dem Objektiv, kann es aber nicht genau sagen, weil ich die Bedienungsanleitung nicht hatte. Es handelte sich dabei übrigens um eine 12 Megapixelkamera von Medion, also von Aldi. (Model: MD86309). Vielleicht hätte man den runden Ausschnitt auch noch weg bekommen, wenn ich den Autofokus abgestellt und das Objektiv fast auf’s Okkular „gelegt“ hätte. Aber darüber kann ich derzeit nur spekulieren. Zur Ausleuchtung wäre noch zu sagen, das die Bilder am späten Nachmittag kurz nach 17 Uhr aufgenommen wurden, wie ich den EXIF-Daten entnommen habe. Zu der Zeit war die Sonne schon hinter den umliegenden Gipfeln verschwunden, aber ich schätze, der Schnee hat durch seine Reflektion auch seinen Teil dazu beigetragen.

  46. Lichtmessung @Hans

    „Ich nehme an, die Kamera hat die Sensoren zur Belichtungsmessung auch hinter dem Objektiv, kann es aber nicht genau sagen, weil ich die Bedienungsanleitung nicht hatte.“

    Kameras dieses oder eines ähnlichen Typs dürften alle einen TTL-Belichtungsmesser haben, der hinter dem Objektiv liegt. Bei Spiegelreflexkameras liegt er in der Regel oberhalb der Mattscheibe. Nur bei älteren Kameras ist der Mess-Sensor oft noch neben dem Objektiv im Kameragehäuse eingebaut. Da er aber nicht Through the Lens (TTL) misst, stimmt der Bildausschnitt oft nicht mit der Messbasis überein und das Ergebnis ist unbefriedigend.
    Daneben kann man die Belichtung auch noch mit einem externen Belichtungsmesser messen. Diese werden von Profis immer noch eingesetzt, besonders bei Studioaufnahmen, weil beim Einsatz mehrerer künstlicher Lichtquellen der Handbelichtungsmesser wesentlich präziser ist, da man damit das Licht direkt am Objekt messen kann.

    „Zur Ausleuchtung wäre noch zu sagen, das die Bilder am späten Nachmittag kurz nach 17 Uhr aufgenommen wurden, wie ich den EXIF-Daten entnommen habe.“

    Sind Sie sich da sicher? Um diese Zeit dürfte es im Winter ja schon fast dunkel sein. Außerdem löst der Blitz aus, falls Sie ihn nicht abstellten. Dann müssten Sie die Belichtungszeit aber geschätzt haben. Ich kenne Ihre Kamera jetzt nicht, aber mich würde interessieren was sich da alles einstellen bzw. nicht einstellen lässt.

  47. @Hans

    Das mit dem kreisförmigen Bildausschnitt werden Sie nicht wegkriegen, wenn sie eine Kompaktkamera montieren, oder selbst wenn Sie eine Spiegelreflexkamera mit Normalobjektiv verwenden, meine ich.

    Ich muss aber auch sagen, ich finde das gar nicht so schlimm. Dieses Gestell, mit dem eine zusätzlich montierte Kamera verwendet werden kann, um das zu dokumentieren, was man durchs Okular gesehen hat, sollte man als das auffassen, was es ist: Ein Hilfskonstrukt zur Dokumentation. Man sollte davon aber auch nicht zu viel erwarten.

    Die Belichtung war in Ihrem Fall ausreichend, aber das wird bei weniger gut ausgeleuchteten Szenen nicht immer so sein. Auf die Belichtungsmessung der Kamera kann man sich in einem solchen Fall nicht verlassen, man macht ja mit dem Gerät auch etwas, wofür es eigentlich nicht ausgelegt ist.

    Kompaktkameras erlauben meist die Variation der Empfindlichkeit um bis zu plus/minus zwei Blenden. Das kann man nutzen, um eine Serie zu schießen, von der dann ein Bild hoffentlich zufriedenstellend belichtet ist. Wenn Sie eine analoge oder digitale Spiegelreflexkamera verwenden, ist das sowieso kein Thema, da müssen Sie halt auf „manuell“ schalten und eine Serie mit verschiedenen Belichtungszeiten fahren. Das muss ich auch machen, wenn ich meine DSLR direkt anstelle des Okulars an das Teleskop montiere.

  48. Ergänzung

    „Das mit dem kreisförmigen Bildausschnitt werden Sie nicht wegkriegen, wenn sie eine Kompaktkamera montieren, oder selbst wenn Sie eine Spiegelreflexkamera mit Normalobjektiv verwenden, meine ich.“

    Der Ansicht bin ich auch. Hätte die Kamera ein Zoom, dann könnte man solange zoomen bis das kreisförmige Okularbild verschwindet. Im Übrigen erstaunt mich, dass das Bild nicht verwackelt ist. M.E. dürfte bei solch losen Konstruktionen die Verwacklungsgefahr, beim Auslösen der Kamera, ein großes Problem sein. Vielleicht sollte man sich erkundigen, ob es nicht einen Adapter für die Verbindung zwischen Digitalkamera und Spektivokular gibt.

  49. @Mona: Kamera ans Teleskop – wie?

    Vielleicht sollte man sich erkundigen, ob es nicht einen Adapter für die Verbindung zwischen Digitalkamera und Spektivokular gibt.

    Es gibt da einige technische Lösungen. Mehr dazu beispielsweise hier. Es gibt Adapter, die über das Okular gestülpt und dann mit einer Klemmschraube fixiert werden. Mit einer DSLR ist es dann einfacher, weil es T2-Adapter praktisch für jedes Modell gibt, oder auch für analoge Spiegelreflexkameras.

    Es liegt mir vollkommen fern, irgendjemandem dreinzureden zu wollen. Da soll jeder seine Erfahrungen selbst machen.

    Meine Erfahrung ist, dass man mit einem kleinen Teleskop (Apochromat, oder preiswerter, Maksutov) und einer Einsteiger-DSLR wahrscheinlich am Ende zufriedener ist als mit irgendwelchen – mir manchmal etwas abenteuerlich erscheinenden – Anpassungen.

    Zur Kamera meine ich zweierlei – 1.) würde ich in irgendein analoges System kein Geld mehr investieren (und das sage ich, der wirklich über die Jahre einen Haufen Geld in meine Kleinbild- und Mittelformatkameras versenkt hat), 2.) landet man, wenn man wirklich fotografieren und nicht nur knipsen will, am Ende doch bei einr (digitalen) Spiegelreflex und 3.) bieten die Einsteiger-DSLRs aller namhaften Hersteller zu akzeptablem Preis einen Funktionsumfang, der eigentlich auch dem anspruchsvollen Hobby-Fotografen vollkommen ausreicht.

    OK, das war jetzt dreierlei.

    Aber meine Erfahrung ist subjektiv und ich akzeptiere vollkommen, wenn jemand Anderes für sich selbst zu einem anderen Schluss kommt. Wäre doch auch langweilig, wenn wir da am Ende alle mit derselben Hardware stehen würden.

  50. Kameradaten und Zubehör

    @Mona

    Ich hab hier jetzt noch mal die Exif-Daten aus den Bildern heraus kopiert, und die Aufnahmezeit jeweils hervor gehoben.

    Mittleres Bild:
    Filename – DSCI0338.JPG
    ImageDescription – Medion AG
    Make – Medion AG
    Model – MD86309
    Orientation – Top left
    XResolution – 96.00
    YResolution – 96.00
    ResolutionUnit – Inch
    Software – 2.6801
    DateTime – 2012:04:17 17:05:00
    YCbCrPositioning – Co-Sited
    Copyright – Copyright 2009
    ExifOffset – 322
    ExposureTime – 1/122 seconds
    FNumber – 2.90
    ExposureProgram – Normal program
    ISOSpeedRatings – 50
    ExifVersion – 0220
    DateTimeOriginal – 2012:04:17 17:05:00
    DateTimeDigitized – 2012:04:17 17:05:00
    ComponentsConfiguration – YCbCr
    CompressedBitsPerPixel – 5.00 (bits/pixel)
    ShutterSpeedValue – 1/122 seconds
    ApertureValue – F 2.90
    ExposureBiasValue – 0.00
    MaxApertureValue – F 3.00
    MeteringMode – Multi-spot
    LightSource – Auto
    Flash – Flash not fired, auto mode
    FocalLength – 6.30 mm
    UserComment –
    SubsecTime – 0
    FlashPixVersion – 0100
    ColorSpace – sRGB
    ExifImageWidth – 2048
    ExifImageHeight – 1536
    InteroperabilityOffset – 4224
    FileSource – DSC – Digital still camera
    SceneType – A directly photographed image
    ExposureMode – Auto
    White Balance – Auto
    DigitalZoomRatio – 1.00 x
    FocalLengthIn35mmFilm – 38 mm
    Sharpness – Normal

    Maker Note (Vendor): –

    Thumbnail: –
    Compression – 6 (JPG)
    Orientation – Top left
    XResolution – 72
    YResolution – 72
    ResolutionUnit – Inch
    JpegIFOffset – 4254
    JpegIFByteCount – 3870
    YCbCrPositioning – Co-Sited

    Unteres Bild:
    Filename – DSCI0398.JPG
    ImageDescription – Medion AG
    Make – Medion AG
    Model – MD86309
    Orientation – Top left
    XResolution – 96.00
    YResolution – 96.00
    ResolutionUnit – Inch
    Software – 2.6801
    DateTime – 2012:04:22 17:10:15
    YCbCrPositioning – Co-Sited
    Copyright – Copyright 2009
    ExifOffset – 322
    ExposureTime – 1/291 seconds
    FNumber – 7.30
    ExposureProgram – Normal program
    ISOSpeedRatings – 50
    ExifVersion – 0220
    DateTimeOriginal – 2012:04:22 17:10:15
    DateTimeDigitized – 2012:04:22 17:10:15
    ComponentsConfiguration – YCbCr
    CompressedBitsPerPixel – 5.00 (bits/pixel)
    ShutterSpeedValue – 1/291 seconds
    ApertureValue – F 7.30
    ExposureBiasValue – 0.00
    MaxApertureValue – F 3.00
    MeteringMode – Center weighted average
    LightSource – Auto
    Flash – Flash not fired, compulsory flash mode
    FocalLength – 6.30 mm
    UserComment –
    SubsecTime – 0
    FlashPixVersion – 0100
    ColorSpace – sRGB
    ExifImageWidth – 2048
    ExifImageHeight – 1536
    InteroperabilityOffset – 4236
    FileSource – DSC – Digital still camera
    SceneType – A directly photographed image
    ExposureMode – Auto
    White Balance – Auto
    DigitalZoomRatio – 1.00 x
    FocalLengthIn35mmFilm – 38 mm
    SceneCaptureType – Standard
    Sharpness – Normal

    Maker Note (Vendor): –

    Thumbnail: –
    Compression – 6 (JPG)
    Orientation – Top left
    XResolution – 72
    YResolution – 72
    ResolutionUnit – Inch
    JpegIFOffset – 4266
    JpegIFByteCount – 3348
    YCbCrPositioning – Co-Sited

    Dann können Sie auch noch mal einen Blick auf etwas grössere Versionen (mittleres Bild, unteres Bild) werfen, wenn das irgendwie weiter hilft.

    Die Verwacklungsgefahr war in der Tat gross, weil ich die Kamera ja mit den Händen gehalten habe. Deshalb ist auch der sichtbare Ausschnitt nicht in der Mitte. (Von dem kalten Wind, der die Sache beim mittleren Bild noch zusätzlich schwer machte, gar nicht zu reden…) Und die Kamera hat sogar einen Zoom: der ist für diese Verwendung allerdings auch nicht wirklich zu gebrauchen, zumal er nur auf den ersten Blick Stufenlos erscheint. Wenn man ihn aber ein paar mal benutzt, stellt man fest, das es im Grunde nur 4 vorgegebene Zoomstufen gibt.

    @MK:
    Nun, was das Gestell angeht, sehe ich das ja auch so. Und für die Spiegelreflexkamera nützt es mir auch nichts, weil sie zu schwer ist. Das Gestell ist für (Kompakt)kameras bis 700g ausgelegt, meine Spiegelreflex wiegt mit Standardobjektiv etwa 850g. Ich hätte mir für das Spektiv ja auch schon einen T2-Ring gekauft, wenn es den noch geben würde. Aber laut Hersteller gibt es ja keinerlei Zubehör mehr, weil auch dieses Spektiv seit mehreren Jahren nicht mehr hergestellt wird.

    Für die verwendete Digicam gibt es sehr wahrscheinlich keinen Adapter. Das ist aber auch nicht tragisch, denn die Kamera gehört mir nicht; – ich hatte sie dort nur für die Arbeit zur Verfügung. Und für das, was dabei dokumentiert werden sollte, reichte sie völlig aus.

  51. @MK:

    Ich stimme Ihnen im wesentlichen zu. Bisher hatte ich jedoch, wenn man so will, den Floh im Kopf, gleich mit einer Vollformat DSLR loszulegen…
    Daraus ist bisher jedoch noch nichts geworden, was zum einen am Preis liegt zum anderen an der fehlenden PC-Power, die nötig ist, falls man die Bilder weiter be-/verarbeiten möchte. Von daher war die Arbeit mit der kompakten Digicam eine gute Erfahrung um festzustellen, das man am Anfang auch mit einem Sensor im APS-C Format auskommt, und man auch nicht immer 10 oder mehr Megapixel braucht.
    Und was das Teleskop angeht, da muss ich mich sowieso noch mal Schlau machen, was für mich das Sinnvollste ist. Das Spektiv ist ja auch nur eine Notlösung, die sich gerade anbietet, weil es schon da ist.

    Was Ihre Mittelformatkameras angeht, mal so aus reiner Neugierde 🙂 Lohnt es sich da nicht, ein digitales Rückteil anzubauen? – Oder ist der Aufwand zu hoch, bzw. Sie hätten Elektrotechnik studieren müssen, um so etwas selbst bewerkstelligen zu können?

  52. @Hans: Vollformat

    Oha, da wollen Sie es ja richtig krachen lassen. Zum Einsatz von Vollformat-DSLRs in der Astrophotographie ist übrigens unlängst ein Artikel des Astrophotograhen Stefan Seip in SuW erschienen. Der Artikel wird Sie sicher interessieren, wenn Sie ihn nicht schon kennen.

    Es ist natürlich klar, dass das Vollformat nicht viel bringt, wenn man es nicht auch bei Teleskop und Montierung entsprechend krachen lässt. 🙂

    Was nun die Auflösung angeht, da schließe ich mich dem heutzutage grassierenden Hochauflösungsfetischismus nicht an, sondern rechne kühl nach, was ein maximal von mir zu besitzendes Teleskop denn für eine Winkelauflösung erreichen wird und schau mir an, wie das zur Chipauflösung passt. Im Moment fühlte ich mit 10 Megapixeln der Einsteigerklasse (mittlerweise ist es da auch schon mehr) vollkommen ausreichend versorgt.

    Zur Nachrüstung meiner Mittelformatkameras mit einem Digiback: Das kam für mich nie infrage, da ich das Mittelformat bereits in den 90ern aufgegeben habe und für die Geräte, die ich damals hatte, so etwas auch später nicht als Nachrüstsatz angeboten wurde. Das gab es nur für die Nachfolgegeräte, da aber auch nur zu Preisen, die ich dafür niemals hingelegt hätte, selbst wenn mich das noch interessiert hätte.

    Wirklich, ich habe seit einigen Jahren nur eine Einsteiger-DSLR, und ich bin damit komplett zufrieden.

  53. @Hans: Bilddaten

    Nachgefragt:

    ISOSpeedRatings – 50

    Ist das die Filmempfindlichkeit? Wieso ist die bei einer Aufnahme am späten Nachmittag Mitte April noch so niedrig? Das erscheint mir etwas merkwürdig.

  54. Erfahrungen @Michael Khan

    „Meine Erfahrung ist, dass man mit einem kleinen Teleskop (Apochromat, oder preiswerter, Maksutov) und einer Einsteiger-DSLR wahrscheinlich am Ende zufriedener ist als mit irgendwelchen – mir manchmal etwas abenteuerlich erscheinenden – Anpassungen. (…) Zur Kamera meine ich zweierlei – 1.) würde ich in irgendein analoges System kein Geld mehr investieren (…) 2.) landet man, wenn man wirklich fotografieren und nicht nur knipsen will, am Ende doch bei einr (digitalen) Spiegelreflex und 3.) bieten die Einsteiger-DSLRs aller namhaften Hersteller zu akzeptablem Preis einen Funktionsumfang, der eigentlich auch dem anspruchsvollen Hobby-Fotografen vollkommen ausreicht. „

    Das sehe ich ganz genauso.

    „Aber meine Erfahrung ist subjektiv und ich akzeptiere vollkommen, wenn jemand Anderes für sich selbst zu einem anderen Schluss kommt.“

    Ja sicher! Aber sie machen grundsätzlich recht fachkundige Vorschläge, die praktikabel sind ohne dass man erst einen riesigen Aufwand betreiben muss. Wie weiter oben schon erwähnt, möchte ich selbst etwas aufrüsten, aber das Teleskop, oder was auch immer, sollte nicht zu schwer sein, da ich es gerne überall mit hinnehmen möchte.
    Leider hat man auf „meiner“ Sternwarte für so handliche Dinger kein Verständnis. Man riet mir zu Geräten, die ich kaum in meinen Kleinwagen bekommen würde, geschweige denn schleppen könnte. Auf meinen Einwand dahingehend, wurde mir dann auch noch ein weit entfernter Beobachtungspunkt auf einem einsamen Berg empfohlen, weil man da direkt mit dem Auto parken kann und nichts herumtragen muss.
    Im ersten Moment dachte ich wirklich, dass man mich auf den Arm nehmen wollte. Aber nein, sie meinten es ernst, denn manche haben eine ähnliche Ausrüstung. Und die Wegbeschreibung zu dem abgelegenen Beobachtungsplatz bekommen anscheinend auch nur Insider.

  55. Kameradaten und sonstiges @Hans

    OK, trotzdem wundere ich mich noch immer, dass das Bild trotz der späten Tageszeit und der extrem niedrigen ISO-Einstellung (?) noch was geworden ist. Aber egal! Was die Anschaffung von immer mehr Zubehör angeht, um ältere Geräte aufzurüsten, da schließe ich mich der Meinung von Herrn Khan an. Letztendlich sollte man sich gleich was gescheites kaufen, dann hat man erstens mehr Freude und zweitens spart man langfristig auch noch Geld.

    „Bisher hatte ich jedoch, wenn man so will, den Floh im Kopf, gleich mit einer Vollformat DSLR loszulegen…“

    Da muss ich Herrn Khan nochmals rechtgeben. Auch wenn ich mir als eingeschworener Nikon-Fan gerne die neue D4, Vollformat-DSLR mit 16 Megapixeln, kaufen würde. Sie kostet, ohne Objektiv, um die 6000 Euro.
    Heutzutage gibt es aber durchaus schon „normale“ Kameras, die 10 oder mehr Megapixel haben. Falls ich mir eine Kamera, speziell für die Astrofotografie, zulegen würde, dann wahrscheinlich eine Canon 1000D, denn die ist speziell dafür ausgelegt und auch noch einigermaßen bezahlbar.

    „Daraus ist bisher jedoch noch nichts geworden, was zum einen am Preis liegt zum anderen an der fehlenden PC-Power, die nötig ist, falls man die Bilder weiter be-/verarbeiten möchte.“

    Über den Preis sind wir uns ja einig. Die Frage ist letztendlich ja auch, ob man so eine teure Kamera wirklich braucht oder ob es nur Spaß machen würde, sie zu besitzen. An der fehlenden „PC-Power“ arbeite ich auch noch. Ich überlege gerade, ob ich mir nicht das Bildbearbeitungsprogramm „Gimp“ auf den PC laden soll, weil es für das Programm, das ich verwende, kaum Anleitungen im Internet gibt. Ich habe mir zwar ein Buch dazu gekauft, aber die Beschreibungen darin korrespondieren nicht wirklich mit dem Programm. Außerdem ist Photoimpact X3 ein relativ schlichtes Programm, darum habe ich es mir zum Einstieg auch gekauft, aber jetzt möchte ich mal sehen, wie es mir mit einem anderen Programm ergeht.

  56. @Mona

    Heutzutage gibt es aber durchaus schon „normale“ Kameras, die 10 oder mehr Megapixel haben.

    Gibt’s denn überhaupt noch welche, die weniger als 10 Megapixel haben?

    Neulich habe ich mir im Flughafenshop eine Kompaktkamera zugelegt, so als „Immer-Dabei-Kamera“. Die war im Angebot, der Preis war OK. Es ist eine Panasonic Lumix. Ich kenne schon das etwas größere Schwestermodell und habe von der einen recht guten Eindruck. Die neue hatte allerdings 16 Megapixel. Was soll das denn bei so einem Kompaktgerät? Manche Kunden denken, das bringt nur Vorteile, aber es bringt auch ein deutlich sichtbares Rauschen im Direktvergleich mit der etwas älteren Schwester, die eine niedrigere Auflösung hat.

    Falls ich mir eine Kamera, speziell für die Astrofotografie, zulegen würde, dann wahrscheinlich eine Canon 1000D, denn die ist speziell dafür ausgelegt und auch noch einigermaßen bezahlbar.

    Die gibt’s nicht mehr, zumindest nicht mehr neu. Das Nachfolgemodell ist die 1100D. Die hat man nun auf 12 Megapixel aufgerüstet und es gibt auch an anderer Stelle Erweiterungen. Leider sind das nicht alles Verbesserungen aus Sicht des Astrophotographen. Beispielsweise hat man bei der 1100D die Spiegelvorauslösung weggelassen, ebenso die automatische Sensorreinigung.

    Hier kommt man durch Klicken auf „Digitale Spiegelreflexkameras“ zu einem Fenster, in dem man die technischen Funktionen unterschiedlicher Canon-DSLRs direkt vergleichen kann.

    Ganz ehrlich, ob ich mich für die 1100D entschieden hätte, weiß ich jetzt nicht. Zumindest wäre meine Entscheidung nicht so klar ausgefallen wie damals die für die 1000D. Hoffentlich hält meine 1000D noch ein Weilchen, sonst habe ich ein Problem.

    Was ist denn mit Ihrer Nikon D50, ist die kaputt oder warum wollen Sie es nicht erst einmal mit der versuchen?

  57. @Mona: Was für ein Scope?

    […] möchte ich selbst etwas aufrüsten, aber das Teleskop, oder was auch immer, sollte nicht zu schwer sein, da ich es gerne überall mit hinnehmen möchte.

    Also, ich will ja die Astronomiekollegen nicht schlecht machen, aber vielleicht ist deren Ratschlag einfach von einer grundsätzlich anderen Basis geprägt. Die haben einen festen Standort und einen hohen Anspruch an die Lichtstärke.

    Sie sind dagegen offenbar bereit (oder gezwungen) im Interesse der Transportabilität anderswo Abstriche zu machen und sind auch nicht so investitionsbereit wie mancher High-End-Amateur. Beides kann ich vollkommen nachvollziehen.

    Ich kann aber nur davor warnen, im ganz tiefen Bereich einzusteigen. Da ärgert man sich dann schon sehr schnell und kommt zu dem Schluss, das man ein wenig mehr hätte drauflegen sollen.

    Mein Ratschlag – aber ich muss gleich hinzufügen: Bitte holen Sie auch andere Meinungen ein und schauen Sie sich im Web um – wäre ein kleinr Maksutov. Allerdings nicht zu klein. Ich habe neulich diesen 90/1250 getestet, der ist einfach zu dunkel und produziert üble Vignettierung. Hier habe ich einfach mal das Teleskop als Teleobjektiv nutzen wollen und es am Morgen des 21.5. auf ein Schiff gerichtet, das durch die Meerenge von Akashi in den Pazifik dampfte, schon ziemlich weit entfernt. Grausam, oder?

    Selbst ein Vierzöller-Mak, also mit 102 mm Apertur – und da gibt es schon einige Geräte zur Auswahl – ist da deutlich – wirklich deutlich! – überlegen, aber kaum teurer oder schwerer. Ich rede da von etwa 250-350 Kröten und rund 1.5 kg. Ein guter Refraktor (Apochromat) mit solcher Brennweite und vergleichbarer Lichtstärke liegt in Preis, Gewicht und Abmessungen viel höher. Ein guter kleiner Refraktor mit etwa 400 mm Brennweite wäre immer noch teurer als ein 4″-Mak und man muss da mit 3-5 kg rechnen.

  58. Verschiedenes

    @MK:
    Ja, den Artikel von Herrn Seip in der SuW hab ich heute auch gelesen – der ist sehr Aufschlussreich.
    Und Sie haben völlig recht, das einem eine Vollformat-Kamera nichts bringt, wenn das Teleskop da nicht mithalten kann. Von den möglichst vielen Megapixeln halte ich auch nichts, zumal Herr Seip in dem benannten Artikel ja auch beschrieben hat, worauf sonst noch zu achten ist. Und es gab dazu auch vor einigen Jahren schon mal einen Artikel von Carsten Meyer bei heise Foto, wo ebenfalls erklärt wurde, warum viele Pixel nicht unbedingt eine bessere Bildqualität bedeuten. Das Problem ist heute aber teilweise schon, das man die Kameras mit „nur“ 10 Megapixel Auflösung schon wieder suchen muss. Ansonsten wäre noch zu sagen, das mich DeepSky Objekte, speziell Nebel eher weniger interessieren, also wird ein Umbau der Kamera nicht nötig sein, sondern sie kann bleiben wie sie ist.

    Und was Ihre Mittelformatkameras angeht: Wenn das mit dem digitalen Rückteil eh nichts geworden wäre, ist es auch kein Verlust.

    Zu den ISOSpeedRatings kann ich leider auch nicht viel sagen, weil ich wie schon erwähnt, die Kamera nicht mehr zu Verfügung habe und zum anderen auch nie die Bedienungsaanleitung in der Hand hatte. Aber es hat mich teilweise auch gewundert, das man im Display bei vielen Bildern einen ISO-Wert von 50 Präsentiert bekam, obwohl es meiner Ansicht nach auch etwas mehr hätte sein können.

    @Mona:
    Ihren Wunsch, dass das Teleskop samt Zubehör noch tragbar sein soll, kann ich auch gut nachvollziehen. Das wird nämlich auch eines der Kriterien sein, die ich beachten sollte, wenn ich mir eines kaufe. Ich würde das dann nämlich auch ganz gerne mal mit in die Berge nehmen, zumindest bis auf die Hütte, wo ich jetzt war – und auch noch öfter sein werde. Bei gutem Wetter ist dort die Sicht auf den Himmel auch ohne Teleskop schon umwerfend, so das man dann auch mal Sternbilder entdecken kann, die man in der Grossstadt meisst nicht sieht, weil sie schlicht zu dunkel sind. Als besonders krasses Beispiel fällt mir dazu immer die Giraffe ein.

    Bei der Bildverarbeitung kann ich GIMP auch nur empfehlen, nicht nur, weil es nichts kostet. – Es wird auch immer umfangreicher. Zudem gibt es zu GIMP auch brauchbare Literatur im Buchhandel. Als erstes fällt mir dazu das Buch von Bettina Lechner ein. Das wächst mehr oder weniger auch mit dem Programm, da zu jeder neuen Version von GIMP eine angepasste Version erscheint.

  59. Antworten

    @Michael Khan

    „Die neue hatte allerdings 16 Megapixel. Was soll das denn bei so einem Kompaktgerät? Manche Kunden denken, das bringt nur Vorteile, aber es bringt auch ein deutlich sichtbares Rauschen im Direktvergleich mit der etwas älteren Schwester, die eine niedrigere Auflösung hat.“

    Ja, da spielen halt auch noch andere Faktoren eine Rolle. Wie gesagt, die Nikon D4 hat ursprünglich auch nur 16,2 Megapixel, aber die sind halt nicht alles:
    http://www.chip.de/….000-Euro-Test_55099244.html
    Und hier noch ein Filmchen dazu: http://www.chip.de/…-D4-Test-Video_55997428.html

    „Also, ich will ja die Astronomiekollegen nicht schlecht machen, aber vielleicht ist deren Ratschlag einfach von einer grundsätzlich anderen Basis geprägt. Die haben einen festen Standort und einen hohen Anspruch an die Lichtstärke.“

    Ja, das sehe ich durchaus. Manche schaffen sich so ein Gerät fürs Leben an. Auch sind viele Bastler dabei, die sich alle möglichen Halterungen und Montierungen selber bauen, da staunt man nur so. Der „feste Standort“ ist halt arg weit von mir entfernt und liegt mitten in der Pampa.

    „Sie sind dagegen offenbar bereit (oder gezwungen) im Interesse der Transportabilität anderswo Abstriche zu machen und sind auch nicht so investitionsbereit wie mancher High-End-Amateur. Beides kann ich vollkommen nachvollziehen.“

    Mir wäre es schon wichtig, dass sich das Gerät leicht transportieren lässt. In den „ganz tiefen Bereich“ wollte ich aber deswegen nicht einsteigen, da ich mich ja selber etwas mit optischen Geräten auskenne und sehr wohl weiß, dass es Qualität nicht umsonst gibt.
    Manche der „Astronomiekollegen“ sind aber recht nett und meinen ich solle mir da ruhig Zeit lassen und nichts überstürzen. Sie sind der Ansicht, dass man sich ein eigenes Teleskop erst kauft, wenn man sich umfassend in die Materie eingearbeitet hat. Ihre Ratschläge, Herr Khan, sind mir deshalb immer willkommen. Ich lerne dadurch auch sehr viel über die verschiedenen Geräte, die es so gibt.

    @Hans

    „Bei der Bildverarbeitung kann ich GIMP auch nur empfehlen, nicht nur, weil es nichts kostet. – Es wird auch immer umfangreicher.“

    Klingt gut! Vielen Dank auch für die Buchempfehlung. Ein Spitzenprogramm wäre natürlich Adobe Photoshop, aber das ist normalerweise nicht grade billig. Allerdings gibt es eine „Adobe Student and Teacher Edition“ zu stark ermäßigten Preisen. Mir fiel das gerade ein, weil Kevin Gräf im Nachbarblog eine Freeware vorstellte, die es im Gesamtpaket von Photoshop auch gibt, falls mich nicht alles täuscht. Sehr empfehlen kann ich auch das Programm „PhotoZoom pro“. Damit kann man die Pixelwerte im Bild „erhöhen“, d.h. das Progamm fügt zusätzliche Pixel ein, um ein besseres Abbild zu erzeugen, damit bekommt man auch ein starkes Rauschen etwas weg. Ältere Versionen des Programms sind kostenlos erhältlich.

  60. @Mona

    Sie sind der Ansicht, dass man sich ein eigenes Teleskop erst kauft, wenn man sich umfassend in die Materie eingearbeitet hat.

    Das kann man so sehen, aber ich finde, man muss das Ganze mal etwas lockerer sehen. Astronomie ist doch auch ein Hobby und soll Spaß machen. Die umfassende Einarbeitung ist wohl nur begrenzt möglich, solange man selbst kein Teleskop hat und nur bei anderen mitschaut oder irgendwo nachliest.

    Man sollte sicher so viel wissen, dass man einen krassen Fehlkauf vermeidet, aber dann muss man den Sprung wagen und bringt sich daraufhin den Rest selbst bei, indem man schaut und fotografiert.

  61. @Mona

    Nichts gegen Photoshop, das Programm hat sicher auch seine Vorzüge, und kann verschiedene Dinge die GIMP (noch?) nicht kann. Aber: da der Hersteller von Photoshop, also die Firma Adobe Marktführer auf dem Gebiet ist, bin ich der Meinung, dass denen eine starke Konkurenz gerade auch aus dem OpenSource Bereich nicht schadet.

  62. @Hans: Masse und Kohle

    Ihren Wunsch, dass das Teleskop samt Zubehör noch tragbar sein soll, kann ich auch gut nachvollziehen. Das wird nämlich auch eines der Kriterien sein, die ich beachten sollte, wenn ich mir eines kaufe.

    Dann sollten Sie sich das mit der Vollformatkamera samt passendem Teleskop aber noch einmal gut überlegen. 🙂

    Nettes Spielchen: Man nehme einen großen Online-Teleskophändler so wie den hier und sortiere die angebotenen Geräte mal nach dem Preis – den höchsten zuerst. Dann kann man noch die Suche auf verschiedene Bauarten einschränken. Nicht verwunderlich ist, dass die Refraktoren auf die größte Zahl kommen. Aber auch bei den Spiegellinsern musste ich heftig schlucken.

  63. Hobby

    @Michael Khan

    „Das kann man so sehen, aber ich finde, man muss das Ganze mal etwas lockerer sehen. Astronomie ist doch auch ein Hobby und soll Spaß machen.“

    Ach Herr Khan, da sprechen Sie mir direkt aus der Seele. 😉

    „Die umfassende Einarbeitung ist wohl nur begrenzt möglich, solange man selbst kein Teleskop hat und nur bei anderen mitschaut oder irgendwo nachliest.“

    Schon richtig, auch wenn ich gerne „mitschaue“. Wenn Sie hier auf „Sternwarte“ gehen, dann können Sie mal die Teleskope sehen durch die ich des Öfteren die Sterne beobachte, falls das Wetter passt: http://www.sternwarte-passau.de/
    Leider werden dort, außer den Führungen, keine Veranstaltungen oder ähnliches angeboten. Astronomie ist hier wirklich ein Hobby für Individualisten. Ich versuchte auch einmal eine Freundin dafür zu begeistern, aber der war das Ganze zu einsam. Außerdem hatte sie Angst in der Nacht, so ohne Beleuchtung, das sind viele Menschen heutzutage gar nicht mehr gewohnt.

    @Hans

    Photoshop ist ein Profiprogramm und man kann es von daher nicht direkt mit GIMP vergleichen. Für den Hobbyfotografen ist letzteres natürlich ausreichend.

  64. „Wenn Sie hier auf „Sternwarte“ gehen,…“
    Donnerwetter, was ein Deutsch! – Wenn man in dem Satz, das Wort „Sternwarte“ durch „Schalke“ ersetzt, könnte er direkt aus dem Ruhrgebiet stammen.

    Photoshop vs. GIMP
    Natürlich ist Photoshop ein Profiprogramm, aber genau das will GIMP ja auch sein, obwohl es wohl noch eine Weile dauern wird, bis GIMP in allen Punkten mit Photoshop gleichziehen kann.

  65. @Hans

    Bitte genau hinschauen! Der Satz bezog sich auf die Navigationsleiste in meinem Link und die erwähnt doch kein Mensch extra, oder? Von daher denke ich, dass Herr Khan den Satz schon versteht.

    Zu „Photoshop vs. GIMP“: Als Profiprogramm sehe ich GIMP (noch) nicht, da Photoshop viel größere Datenmengen verarbeiten kann und von daher viel schneller arbeitet. Aber es kommt natürlich auch auf den Anwendungsbereich an. Im Printbereich soll GIMP nicht an Photoshop herankommen, da die Farbseparation nicht so gut ist. Außerdem gibt es bei GIMP kein 3D. Viele „gute“ Fotos, in der Werbung, werden heutzutage als 3D-Bilder kreiert. Das sieht dann so aus: http://webcdn.smeet.com/…iles/images/3d_raum.jpg

  66. @Mona

    Oh sorry, da hab ich wohl nicht richtig gelesen… 🙁


    So, und ich glaube, bevor Herr Kahn den Disskussionsbereich hier sperrt, weil es ja längst nicht mehr um die Sonnenfinsternis geht, lassen wir die Diskussion wohl besser, obwohl es zu den Themen Bildverarbeitungsprogramme, Kamera- und Teleskopauswahl sicher noch eine Menge zu sagen (schreiben) gäbe. – Stoff für weitere Blogeinträge… 😉

  67. @ Hans

    … und ich glaube, bevor Herr Kahn den Disskussionsbereich hier sperrt …

    Das macht er ganz bestimmt, wenn man seinen Namen falsch schreibt. Zwischen Khan und Kahn gibt es einen großen Unterschied. 😉

  68. @Hans

    „Oh sorry, da hab ich wohl nicht richtig gelesen…“

    Kein Problem! Deswegen muss Herrn Khan aber nicht gleich den Diskussionsbereich sperren. 😉
    Und Herr Huhn hat recht, seinen Namen sollte man nicht falsch schreiben, denn das lässt er nicht mal einer netten Kommentatorin durchgehen. Ich spreche da aus Erfahrung. 🙂

    Außerdem besteht zwischen Kahn und Khan wirklich ein großer Unterschied. Das eine ist ein kleines Ruderboot und das andere ein Fürstentitel. Im Damen Conversations Lexikon (ja, sowas gab es mal) steht dazu: „Khan, tatarisch: Fürst, Herr, Regent etc. Dieses Titels bedienten sich ursprünglich die Tatarenfürsten, später die Statthalter der persischen Provinzen; auch der türk. Sultan nennt sich in seinem großen Titel und auf Münzen Khan.“

  69. Ach was …

    Diskussionen über Hardware und Software im Zusammenhang mit astronomischen Beobachtungen sollten eigentlich nie vollkommen off-topic bei mir sein. Deswegen habe ich dagegen auch nichts einzuwenden.

    Was die Schreibweise meines Nachnamens angeht, so habe ich, soweit mir erinnerlich, in einer früheren Diskussion lediglich klar zum Ausdruck gebracht, dass ich in dem Punkt keinerlei Verhandlungsbereitschaft zeigen will und knallhart darauf bestehe, Recht zu haben. Sonst bin ich ja nicht so, aber da schon.

    @Mona: Die Volkssternwarte Passau ist ja beeindruckend massiv ausgerüstet! Ein 500 mm Ritchey-Chretien! Nicht schlecht. Wenn man das Ding nicht herumschleppen und auch nicht jedes Mal abwarten muss, bis es sich auf Umgebungstemperatur abgekühlt hat, macht das sogar Spaß.

  70. Ups, sorry!

    Sie haben natürlich recht, was den Unterschied in der Schreibweise angeht. Ich werde also in Zukunft drauf achten, das „a“ und das „h“ nicht mehr zu vertauschen.

    Ansonsten ist es gut zu wissen, dass Herr Khan die Disskussion doch nicht völlig Off-Topic sieht.

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