Jupiterbedeckung am 15.7.: Beobachtung aus Darmstadt

Am frühen Morgen des 15.7.2012, kurz vor Sonnenaufgang (Oje!) wird am Firmament eine Bedeckung des Jupiters und der galileïschen Monde durch den abnehmenden Mond gegeben.

Mond und Jupiter stehen dann im Sternbild Stier und werden noch recht horizontnah sein, sodass man zur Beobachtung einen Standort mit freier Sicht nach Osten aufsuchen sollte.

Jupiterbedeckung durch Mond am 15.7.2012, hier kurz vor Beginn, Quelle: Michael Khan mit der Freeware Stellarium

Hier eine Simulation der Situation zu Beginn der Bedeckung, gegen 3:38 MESZ. Der Jupitermond Europa wird bald vom Mond verdeckt werden, in den kommenden Minuten dann Io, der Planet selbst, danach Ganymed und Kallisto. In dieser Reihenfolge werden sie auch wieder mehr als eine halbe Stunde später erscheinen.  Die Simulation wurde von mir mit der Freeware Stellarium erstellt.

Im Prinzip kann man das Ereignis auch aus dem eigenen Fenster beobachten (freie Sicht und die Abwesenheit störender Lichtquellen vorausgesetzt). Wer das aber zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik (AAW) Darmstadt tun möchte, der ist herzlich zum Wiesenparkplatz des Mühltalbads in Darmstadt-Eberstadt eingeladen. Man kann die Bedeckung zwar auch schon mit dem bloßen Auge verfolgen, aber ein Feldstecher, Spektiv oder kleines Fernrohr schadet keineswegs. Wer kein solches Gerät sein eigen nennt, den wird sicher einer der besser ausgestatteten Anwesenden mal durchs Okular linsen lassen.

Die fotografische Dokumentation dürfte eine gewisse  Herausforderung darstellen, der ich mich aber stellen möchte. Dafür werde ich dann aber auch während Beginn und Ende der Bedeckung nicht auf Ansprache reagieren.


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Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Noch mehr Berechnungen zu dem Ereignis

    hatte ich bereits vor ein paar Tagen im Rausch des Venustransits speziell für Bonn angestellt: interessant – auch für andere Standorte ‚in der Mitte‘ Deutschlands – hier v.a. die Jupiterhöhe über und die Sonnendepression unter dem Horizont. Und ich frag(t)e mich, ob man eigentlich – ohne wildes Herumprobieren mit Stellarium 🙂 – auf mathematisch direktem Wege jenen Punkt auf dem Planeten ausfindig machen kann, wo der Jupiter zur Zeit der Bedeckung für einen gegebenen Dämmerungsgrad am höchsten steht.

  2. Sternkarte

    Auf der Suche nach einer passenden Sternkarte, für die Jupiterbedeckung am 15. Juli, fand ich diese Seite von „Sterne und Weltraum“ zum herunterladen.

    [Vielen Dank! Das ist ein Artikel aus der aktuellen Ausgabe von SuW. Ich wusste gar nicht, dass man den auch kostenfrei herunterladen kann. Das ist natürlich eine gute Sache. Die Freeware Stellarium empfehle ich dennoch, denn mit der kann man seine astronomischen Touren schon im voaus planen. Wie ich sehe, werden auch die Grafiken in SuW mittels Stellarium produziert. MK]

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