Was geschieht, wenn nichts geschieht? (erster Teil)

Am 21.12.2012 wird die Welt wieder einmal nicht untergehen. Allein im Zwanzigsten Jahrhundert sind Dutzende von Weltende-Terminen ereignislos verstrichen. Da man fragt sich, was eigentlich mit dem Weltuntergangspropheten geschieht, wenn der von Ihnen vorausgesagte göttliche Eingriff ausbleibt. Für mein Buch „Faszination Apokalypse“ habe ich einige besonders spektakuläre Fälle recherchiert. In den nächsten Tagen möchte ich einige davon vorstellen, und zwar jeweils in einem eigenen Beitrag.

Der erste Fall ereignete sich vor fast 500 Jahren in westfälischen Stadt Münster und kostete Tausende von Menschen das Leben. Es fing damit an, dass der Täuferprediger Melchior Hoffmann gegen 1530 in Straßburg verbreitete, dass im Jahre 1533 das Jüngste Gericht kommen werde. Straßburg aber sei das neue Jerusalem und die dortige Täufergemeinde werde verschont werden. Außerdem verlangte er vom Rat, die Täuferbewegung mit der Staatskirche gleichzustellen. Der Rat erließ Haftbefehl und Hoffman floh nach Emden und dann nach Holland.

Warum hatte der Straßburger Rat so harsch reagiert? Ihm blieb nichts anderes übrig, denn die Täufer galten als Ketzer. Sie verlangten von ihren Anhängern, sich erneut taufen zu lassen. Die Kindstaufe lehnten sie ab. Ein Kind könne ich sich nicht aktiv für den Glauben entscheiden, argumentierten sie. Ihre Gegner bezeichneten sie deshalb spöttisch als „Wiedertäufer“. Das wäre noch nicht so kritisch gewesen, aber sie bestanden auch darauf, in ihren Gemeinden die Bibel selber auszulegen.

Luther hatte 1522 die Bibel ins Deutsche übersetzt und bestand darauf, dass die katholische Kirche als Vermittler des christlichen Glaubens überflüssig war. Mehr noch: sie stellte sich zwischen die Gläubigen und das Evangelium, damit waren ihre Priester unverschämte und ungebetene Eindringlinge im Tempel des Herrn. Diese Botschaft kam gut an, und in der Folge traten viele charismatische Prediger auf, die ihr ganz persönliches Verständnis der Bibel verbreiteten. So hatte sich Luther das aber nicht vorgestellt, und er bestand darauf, dass die Reichsfürsten mit ihren Landeskirchen die Auslegungshoheit behielten. Bei der Beurteilung der Täufer waren sich katholische und evangelische Fürsten deshalb ausnahmsweise einig: Im Jahre 1529 verbot der Reichstag zu Speyer die Täuferlehre als Ketzerei.

Melchior Hoffman hatte sich also in Straßburg sehr weit aus dem Fenster gelehnt, als er die Anerkennung der Täuferlehre verlangte. Um der Verhaftung zu entgehen, floh er erst nach Emden und dann nach Holland. Er predigte dort unverdrossen weiter und scharte erstaunlich viele Anhänger um sich.

Anfang 1533 kehrte er nach Straßburg zurück, um dort das Jüngste Gericht zu erwarten. Der Rat ließ ihn in den Kerker werfen. Das Weltende blieb aus, und Melchior Hoffman starb 1543 nach zehn Jahren Haft im Gefängnis.

Was hat das mit Münster zu tun? Aufgrund eines ausgeuferten Streits zwischen den Handwerkergilden und dem katholischen Fürstbischof weigerte sich der Rat der Stadt im Januar 1534, dem Bischof einige prominente Täufer zu Aburteilung zu überstellen. Die Gilden hatten sich schon länger beim Bischof über die Steuerprivilegien der Klostermanufakturen beschwert, aber nie Gehör gefunden. Der Streit eskalierte und der Rat der Stadt erklärte Münster für evangelisch. Trotzdem waren Täufer natürlich Ketzer und hätten dem Landesherrn, Bischof Franz von Waldeck, zur Aburteilung ausgeliefert werden müssen. Die Gilden betrachteten das Auslieferungsgesuch aber offenbar als Machtprobe und weigerten sich. Der Rat zog notgedrungen mit.

Der holländische Täufer Jan Mattys, ein Schüler von Melchior Hoffman, verkündete daraufhin in den damals noch zum Reich gehörenden Niederlanden, dass die Stadt Münster das wahre neue Jerusalem sei und die Täufer dort das baldige Weltende erwarten sollten. Er hatte nachgerechnet und festgestellt, dass nicht 1533 (also 1500 Jahre nach der Kreuzigung Christi) das Weltende zu erwarten sei, sondern erst am darauffolgenden Osterfest.

Hunderte von Täufern strömten in die Stadt und der Rat geriet immer mehr in ein Dilemma. Als Ketzer waren die Täufer festzunehmen und vor Gericht zu stellen, aber das war nicht mehr durchzusetzen, ohne einen Aufstand auszulösen. Auf der anderen Seite drohte der Bischof, seine Position mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Der Rat sperrte ihn und seine Verbündeten erst einmal aus der Stadt aus. Das ist ganz wörtlich zu verstehen, denn Münster hatte damals eine enorm starke Stadtbefestigung mit Mauerring und Stadttoren.

Viele Bürger zogen es vor, die Stadt zu verlassen, aber wegen des Zuzugs an Täufern stieg die Einwohnerzahl ständig. Obwohl die Zugezogenen kein Stimmrecht hatten, gewannen die Täufer die turnusmäßige Ratswahl und übernahmen die Macht in Münster. Der Prophet Jan Mattys tauchte persönlich auf und rief die Täufer auf, sich zu bewaffnen. Wer sich nicht taufen lassen wollte, wurde gezwungen, die Stadt zu verlassen.

Der Bischof hatte zwar Landsknechte angeworben, aber keinen festen Belagerungsring um die Stadt gezogen, und so konnten Menschen, Waffen und Nahrungsmittel relativ ungestört in die Stadt oder heraus gelangen. Jan Mattys erwartete ohnehin nicht, dass er lange ausharren musste. Am 5.April, dem Ostersonntag, sollte schließlich das Jüngste Gericht kommen, das neue Jerusalem auf die Stadt Münster herabsinken.

Wieso kam ausgerechnet Münster zu der Ehre, das neue Jerusalem zu beherbergen? Schließlich hieß es in der Bibel ausdrücklich, das die bereits bestehende Stadt Jerusalem erneuert werden sollte. Ein guter Prophet ist natürlich um keine Antwort verlegen. Dort, wo sich Gottes treueste Anhänger versammelt hatten, sollte das neue Jerusalem sein, erklärte Mattys, der sich inzwischen „Prophet Henoch“ nannte.

Der Ostersonntag kam und keine Posaunen erschallten. Mattys wagte mit einigen Getreuen einen Ausfall aus der Stadt. Die Landsknechte des Bischofs ließen sich die gute Gelegenheit nicht entgehen und hauten die Gruppe nieder. Ob Mattys auf göttlichen Beistand hoffte oder sich opfern wollte, ist nicht geklärt. Jedenfalls war er tot, seine Anhänger in Münster waren vor Entsetzen gelähmt. Jetzt übernahm der Laienschauspieler, Gastwirt und Schneidergeselle Jan Bockelson aus Leiden, genannt Jan van Leiden die Führung der Täufer. Er veränderte die ohnehin überholte Prophezeiung und sagte voraus, dass erst eine Zeit der Trübsal und der Prüfungen kommen werde, ehe die wahren Gläubigen erlöst werden würden. Auf einen genauen Zeitpunkt wollte er sich nicht mehr festlegen.

Bockelson ließ sich zum neuen Herrscher ausrufen und nannte sich „König auf dem Stuhl Davids“. Wie er betonte, hielt er aber nur die Stellung, bis Salomo (in der Bibel Davids Nachfolger) eintraf, und dieser Salomo sollte niemand anders als Jesus selbst sein. In den nächsten Wochen und Monaten steigerte sich Bockelsons Geltungsdrang und seine Prunksucht. Er nahm erst vier, dann 16 Frauen, die er prächtig ausstaffierte. Mit seiner Machtübernahme begann die bekannte Schreckensherrschaft der Täufer in Münster. Er ließ Dutzende, wenn nicht Hunderte von Menschen hinrichten, und wollte auch nicht aufgeben, als die Stadt im April des Folgejahres tatsächlich von der Außenwelt abgeschlossen wurde, sodass die Einwohner zu hungern begannen. Erst im Juni 1535 gelang es dem Bischof mit Hilfe von Überläufern, die Stadt einzunehmen. Jan Bockelson und einige andere Täuferführer wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Damals war offenbar eine schlechte Zeit für Weltuntergangspropheten, wie die Übersicht zeigt:

– Melchior Hoffman starb nach zehn Jahren Haft im Kerker.

– Jan Mattys wurde bei einem tollkühnen Ausfall erschlagen.

– Jan Bockelson wurde hingerichtet.

Vielleicht sollten die Autoren der aktuellen Weltuntergangsbücher rechtzeitig untertauchen.

 

Im nächsten Beitrag wird es um die sogenannten Milleriten im 19. Jahrhundert gehen.

 

Anmerkungen:

Die Schreibung der Namen ist nicht einheitlich. Melchior Hoffman ist auch unter Hofmann (z. B. in der Wikipedia) oder unter Hoffmann zu finden. Jan van Leiden heißt in einigen Büchern Jan van Leyden.

Wer mehr zu den Täufern in Münster wissen will, dem möchte ich das Buch „Apokalyptiker und Propheten im Mittelalter“ von Norman Cohn empfehlen. Es ist sehr gut geschrieben und streckenweise spannend zu lesen.

Noch umfassender und wissenschaftlicher ist der Aufsatz „Reformation und Täuferherrschaft“ von Ernst Laubach in der dreibändigen „Geschichte der Stadt Münster“, herausgegeben von Franz-Josef Jakobi.

Das Webportal religioustolerance.org hat einige Dutzend verstrichener Weltuntergangstermine aus diesem und dem letzten Jahrhundert gesammelt. Eine erstaunliche Sammlung!

Thomas Grüter

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Anmerkung

    „Am 21.12.2012 wird die Welt wieder einmal nicht untergehen.“

    Im Popper’schen Sinne sollte man doch eigentlich auch Weltuntergangsverneinungsaussagen (wie die obige) unterlassen, oder? Denn diese Aussage ist ja nicht falsifizierbar. Denn wäre sie falsch (d.h.: ginge die Welt am 21.12.2012 wirklich unter), dann wäre ja (mangels Welt) keine Möglichkeit mehr da, ihre Falschheit zu prüfen.

  2. Einer entkam

    In der Aufzählung des illustren Kreises der münsteraner Wiedertäufer fehlt der intellektuelle Kopf und Hauptprediger Bernd Rothmann. Dem ist es nämlich offensichtlich gelungen, rechtzeitig unterzutauchen – jedenfalls blieb ihm das oben geschilderte Schicksal seiner drei Mitstreiter erspart. Weltuntergangspropheten dürfen also noch hoffen.

    @Helmut Wicht – das kommt darauf an, ob der Weltuntergang ein temporal singuläres Ereignis ist. Ist er über eine gewisse Zeitspanne abzusehen (Sonne bläht sich auf, Planet rast auf uns zu, Elektromagnetismus der Erde schleudert Blitze auf uns nieder, Phantasie verläßt mich), so kann das dann jeder verifizieren. oder umgedeht.

  3. @Helmut Wicht

    Helmut, Du hast natürlich recht, meine Aussage, dass der Weltuntergang wieder einmal ausbleibt, hat nicht den Rang einer wissenschaftlichen Theorie. Übrigens behaupten die Weltuntergangspropheten niemals, dass alle Menschen beim Weltuntergang sterben. Sie geben vielmehr eine Anleitung, wie der Weltuntergang überlebt werden kann oder stellen den wahren Gläubigen eine Erlösung in Aussicht. Der Weltuntergang, den die meisten Propheten vorhersagen, ist also eher ein Übergang in eine andere Welt.

  4. Der Täuferprediger Bernd Rothmann

    In der Tat hat Bernd Rothmann wesentlich dazu beigetragen, die Täuferherrschaft in Münster zu etablieren. Er hat auch einen großen Teil ihrer radikalen Schriften erstellt. Allerdings blieb er meist in der zweiten Reihe, vielleicht fehlte ihm die Fähigkeit, die Massen mitzureißen. Seine Schriften verbreiten aber zweifellos die Endzeitgedanken der Täufergemeinde.
    Rothmann ist bei der Erstürmung Münsters verschollen, vermutlich wurde er erschlagen.
    Nur Heinrich Krechting, der „Kanzler“ der Täufer ist davongekommen. Er hatte sich mit einigen Anderen bis zum Schluss in einer Wagenburg verschanzt. Man bot der Gruppe freien Abzug an, wenn sie die Wagenburg verließen. Krechting versuchte später mehrfach, die Täuferbewegung wiederzubeleben. Das misslang ihm jedoch und er lebte noch jahrzehntelang eher unauffällig als angesehener Bürger in Ostfriesland.

  5. @ Thomas Grüter

    .. ich hab‘ das ja auch nicht so ganz ernst gemeint, danke für Deine Einlassung.

    Aber ein wichtiger Punkt ist doch in ihr (Deiner Replik) enthalten – es sind eben meist „nur“ Apokalypsen, Übergänge, und keine Annihilationen.

    Das bislang überzeigendste „Annihilationsschema“, das mir untergekommen ist, ist die Story vom „falschen Vakuum“, so eine quantenmechanisch/kosmologische Geschichte, in der behauptet wird, dass jederzeit irgendwo im Kosmos ein winziges Bläschen der Raumzeit sich auftun könne, das irgendwie (ich hab‘ nicht verstanden, wie) „leerer“, „energieärmer“ sein könnte als die Umgebung. Und dann, schwupps, würde dieses Bläschen seine Umgebung „anstecken“, auch in dieses niedrigere Energieniveau zu fallen und sich lichtgeschwind (vermutlich in einer Strahlengloriole der Differenzenergie) über den ganzen Kosmos ausbreiten.

    Die Physik dahinter ist, soweit ich das beurteilen kann, seriös. Kennst Du die Geschichte?

  6. @Helmut, falsches Vakuum

    Ja, das Thema kenne ich. In meinem Weltende-Buch habe ich ihm ein eigenes kurzes Kapitel gewidmet. Kurz gefasst gehen einige Theoretiker davon aus, dass unser Vakuum nicht im niedrigsten Energiezustand ist (falsches Vakuum). Wenn man genügend Energie zuführt, könnte es spontan und unter Abgabe der Differenzenergie in ein niedrigeres Energieniveau (Grundniveau) springen. Die dabei freiwerdende Energie könnte wiederum ausreichen, um das angrenzende Vakuum ebenfalls über die Energieschwelle zu heben, die nötig ist, um auf das Grundniveau zu kommen. Dann würde sich vom Ort der Umwandlung des falschen in das echte Vakuum eine Energieblase ausbreiten, die sich mit Lichtgeschwindigkeit oder fast Lichtgeschwindigkeit durch das gesamte Universum frisst. Jetzt müsste die ursprüngliche Umwandlungsregion (oft auch als Blase bezeichnet) aber eine ausreichende Größe haben, denn sonst wäre die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen so groß, dass die entstehende Energie ohne weitere Folgen abgestrahlt werden kann. Das Saatkorn des echten Vakuums müsste also reichlich groß sein, sonst geschieht nichts. Wie groß genau, weiß allerdings niemand.

  7. @Thomas Grüter

    Die Causa Rothmann ist zwar nicht endgültig geklärt – ich habe aber tatsächlich den einen Krechting im Sinn gahabt, als ich vom Davongekommenen schrieb. Die Verwechslung liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mein unsolides Halbwissen größtenteil aus dem (meiner Meinung nach dennoch sehr empfehlenswerten) Roman Q des italienischen Autorenkollektivs Luther Blisset habe. Werde mal die anderen Literaturtipps beherzigen.

    Wie man auch an meinen launigen Äußerungen zu wissenschaftlichen Weltuntergangsaussagen sieht, war die Nacht bereits fortgeschritten und Weiberfastnacht hier in Köln angebrochen. Ich bitte daher, sie lieber zu ignorieren.

  8. @ Helmut Wicht: Annihilation

    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet (messen kann), was das Vakuum ist und wie groß seine Energie ist, dann verschwindet es und wird durch etwas noch Energieärmeres ersetzt.

    Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.

    (Frei nach Douglas Adams)

    Leider ist dieser Vakuumzerfall keine Annihilation. Da bleibt immer noch was übrig, alles würde sich nur auf niedrigem Niveau abspielen. Wenn die andere Theorie recht hat, dann sind wir dieses Überbleibsel.

    Wenn ich mir die Welt so betrachte und das Niveau abschätze, dann glaube ich an diese andere Theorie. Einige Forscher sind nicht so pessimistisch:

    „Dieses Nichts nun aus dem Gleichgewicht zu bringen, könnte sich zu einer neuen fruchtbaren Forschungsrichtung entwickeln.“
    (Prof. Dr. Holger Gies, Universität Jena)

    http://www.uni-jena.de/exzellenz/Presse/PM111028_Nichts.html

  9. @ Joker

    ..SEHR spannend.

    Vakuum messen/machen:

    Kennen Sie den „Kasimir-Effekt“? Was ich darüber weiss, weiss ich von Wikipedia. Und wenn das stimmt – warum kann man dann den Spalt zwischen den beiden Platten nicht so eng machen, dass GAR nichts mehr hineinpasst, noch nicht mal irgendein Photönchen, und zack: fertig ist das Vakuum, Weltuntergang, aus.

    Etwas ernster gefragt: wenn es diesen Kasimir-Effekt gibt, wenn in dem Spalt sich gewissen Teilchen NICHT manifestieren können (weil die Wellenlänge ihrer Schrödinger-Gleichung zu lang ist), dann IST doch in dem Spalt schon „weniger“ als in der Umgebung, dann IST er doch schon „leerer“ als die normale Leere (was man ja als Druck auf die Platten messen kann). HABEN wir dann nicht schon ein „niederenergetisches“ Vakuum?

  10. @ Helmut Wicht

    Vermutlich habe ich von dem Kasimir-Effekt schon mal was gehört oder gelesen. Sicher ist, dass ich alle Details darüber wieder vergessen habe.

    „warum kann man dann den Spalt zwischen den beiden Platten nicht so eng machen, dass GAR nichts mehr hineinpasst“

    Dazu habe ich eine Vermutung. So eine Platte besteht ja aus Atomen. Und jetzt raten sie mal wieviel Prozent Raumvolumen eines Atoms sich dem Vakuum zurechnen lässt. Fast alles, fast 100 %! Ich vermute auch da entstehen (und vergehen) ständig irgendwelche Teilchen.

    Jetzt weiß ich nicht wie hoch verdichtet die Masse in einem schwarzen Loch ist. Vielleicht gelingt es uns, uns dem Nichts zu nähern, wenn man zwei schwarze Löcher zu Platten verformt und dann ganz eng zusammenbringt.

    Lassen wir das spekulieren lieber, wer weiß wer hier noch so alles mitliest. Es gibt doch genug Spezialisten (Physiker) unter den Bloggern hier, die uns diese Frage sicherlich etwas kompetenter beantworten können.

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